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Aktuelle News

  • 20.03.2019 Schlappe in US-Prozess: Wie gefährlich wird Monsa...

    Schlappe in US-Prozess: Wie gefährlich wird Monsanto für Bayer?

    20.03.2019| 14:28:11

    (Zusammenfassung)

    SAN FRANCISCO/LEVERKUSEN (awp international) - Bayer -Chef Werner Baumann gerät wegen der milliardenschweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto weiter unter Druck. Bislang bereitet der teuerste Auslandszukauf eines deutschen Konzerns nichts als Ärger. Nun vergrössert eine schwere Schlappe in einem richtungweisenden Glyphosat-Prozess die Sorgen weiter. Die Zweifel an der von Beginn an umstrittenen Fusion wachsen, die Kritik an Baumann nimmt zu. In Finanzkreisen wird schon darüber spekuliert, ob der Bayer-Konzern selbst zum Übernahmeziel wird.

    Es ist ein empfindlicher Rückschlag für Bayer: Im wichtigen US-Grossprozess um angebliche Krebsrisiken von Monsantos Unkrautvernichters Roundup hat das Unternehmen den vorentscheidenden ersten Teil klar verloren. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag (Ortszeit) einstimmig, dass das Produkt mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des 70-jährigen Klägers Edwin Hardeman gewesen ist.

    Damit geht der Prozess nun mit derselben Jury in eine zweite Phase, in der die Haftungsfragen geklärt werden sollen. Dabei geht es auch darum, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte. Sollte Monsanto für haftbar befunden werden, könnte dies Bayer viel Geld kosten. Ab jetzt gehe es für den Konzern nur noch um Schadensbegrenzung, mit Blick auf die zweite Prozessphase sei das Schlimmste zu befürchten, meint Analyst Gunther Zechmann von Bernstein Research.

    An der Börse sorgte die Furcht vor weiteren Milliardenlasten, die Bayer entstehen könnten, am Mittwoch für ein Beben: Der Aktienkurs des Pharma- und Agrarchemiekonzerns brach im Dax am Mittag um gut 12 Prozent ein. Damit wurden fast acht Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet. Die Wahrscheinlichkeit steige, dass Bayer eine grosse Zahl der vielen Tausend Glyphosat-Klagen in den USA verlieren könnte, warnte Michael Leacock vom Investmenthaus Mainfirst. Er rechnet aktuell mit rund elf Milliarden Euro an Rechtskosten für den Konzern.

    Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Dennoch sei das Unternehmen weiterhin fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

    Für Bayer und Konzernchef Baumann ist der Fall Hardeman hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden "Bellwether Case" handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

    Bayer-Chef Baumann, der als treibende Kraft der Rekordübernahme gilt, gerät durch Monsantos Probleme immer stärker unter Druck. "Mit dieser Transaktion schaffen wir erheblichen Wert für die Aktionäre, unsere Kunden, Mitarbeiter und für die Gesellschaft insgesamt", hatte er versprochen, als er den Deal 2016 besiegelte. Doch stattdessen litt der Aktienkurs und es hagelt Kritik von allen Seiten. Angesichts der Schwäche an der Börse könnte Bayer nach Einschätzung von Experte Markus Mayer von der Baader Bank sogar selbst zum Übernahmeziel werden, sollte der Kurs sich wieder der Tiefstände von 2018 nähern.

    Die US-Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (69 Mio Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.

    Der Bayer-Aktienkurs war schon nach dem Urteil im August eingebrochen. Anleger und Analysten warfen bereis damals die Frage auf, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt hätten. Das aktuelle Verfahren ist erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. Am 28. März soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten, weitere sollen rasch folgen.

    Bayer weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos von Monsantos Unkrautvernichtern zurück und beruft sich dabei auf zahlreiche Studien. "Wir haben grosses Mitgefühl mit Herrn Hardeman und seiner Familie - dennoch stützen umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse die Schlussfolgerung, dass Roundup nicht die Ursache seiner Krebserkrankung ist", heisst es im Statement des Unternehmens. Bayer stehe hinter diesen Produkten und werde sie entschieden verteidigen.

    Bayer gab sich zuletzt noch betont optimistisch: Bislang sah das Unternehmen keinen Grund, für Schadenersatzzahlungen Vorsorge zu leisten. Viel Geld kosten die Glyphosat-Klagen aber dennoch schon: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen im vergangenen Jahr um rund 660 Millionen Euro. "Wir stellen hier im Wesentlichen für drei Jahre Verteidigungskosten zurück", erklärte Finanzchef Wolfgang Nickl während einer Bilanzpressekonferenz Ende Februar.

    Nickl wird sich zusammen mit Bayer-Chef Baumann auf der Hauptversammlung am 26. April harscher Aktionärskritik stellen müssen. So bezeichnete Christian Strenger, Gründungsmitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, den Monsanto-Kauf in einem dem "Manager Magazin" vorliegenden Brief unlängst als "den grössten und schnellsten Wertvernichter der Dax-Geschichte". Strenger fordert demnach, Baumann und seinen Vorstandskollegen die Entlastung zu verweigern./hbr/mis/DP/nas

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  • 20.03.2019 Schlappe für Bayer in Prozess um Unkrautvernichte...

    Schlappe für Bayer in Prozess um Unkrautvernichter - Aktie sackt ab

    20.03.2019| 10:31:50

    (Neu: Aktienkurs, Analystenstimmen, mehr Details und Hintergrund)

    SAN FRANCISCO/LEVERKUSEN (awp international) - Bayer hat im Streit um angebliche Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup in den USA eine weitere Schlappe eingesteckt. An der Börse sorgte dies am Mittwoch für ein Beben: Der Aktienkurs des Pharma- und Agrarchemiekonzerns brach um rund 12 Prozent ein. Damit wurden fast acht Milliarden Euro an Börsenwert vernichtet. Am Markt kocht mit der erneuten Niederlage die Sorge vor Milliardenlasten hoch. Analysten warnten vor hohen Risiken.

    Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag (Ortszeit), dass der Unkrautvernichter mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Die sechs Geschworenen trafen die Entscheidung einstimmig.

    Für viele Investoren kam die Entscheidung offenbar unerwartet. Viele hätten offenbar darauf gesetzt, dass die Aufteilung des Prozesses in zwei Phasen Bayers Chancen verbessere, erklärte Analyst Richard Vosser von der US-Bank JPMorgan. Wäre die Jury nämlich zum Schluss gekommen, dass Roundup nicht für Hardemans Erkrankung mitverantwortlich ist, hätte es keine zweite Prozessrunde gegeben. Das wäre ein Befreiungsschlag für die Bayer-Tochter Monsanto gewesen.

    In der zweiten Phase - mit der selben Jury - geht es nun auch darum, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte. Sollte Monsanto für haftbar befunden werden, könnte dies Bayer viel Geld kosten. Für Bayer dürfte es nun eigentlich nur noch darum gehen, den Schaden zu begrenzen, sagte Analyst Gunther Zechmann von Bernstein Research.

    Der Leverkusener Dax-Konzern weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos von Monsantos Unkrautvernichtern zurück und zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Bayer sei weiter fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

    Für Bayer ist der Fall hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden "Bellwether Case" handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

    Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (69 Mio Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.

    Der Bayer-Aktienkurs war nach dem Urteil im August massiv eingebrochen. Aktuell kosten die Aktien rund ein Drittel weniger als vor dem damaligen Jury-Spruch. Anleger und Analysten warfen die Frage auf, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt hätten. Das aktuelle Verfahren ist denn auch erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. Am 28. März soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten, weitere sollen rasch folgen.

    Der Dax -Konzern gab sich zuletzt aber betont optimistisch: Bislang sah das Unternehmen keinen Grund, für Schadenersatzzahlungen Vorsorge zu leisten. Viel Geld kosten die Glyphosat-Klagen aber dennoch schon: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen im vergangenen Jahr um rund 660 Millionen Euro. "Wir stellen hier im Wesentlichen für drei Jahre Verteidigungskosten zurück", erklärte Finanzchef Wolfgang Nickl während einer Bilanzpressekonferenz Ende Februar.

    Nickl wird sich zusammen mit Bayer-Chef Werner Baumann auf der Hauptversammlung am 26. April harscher Aktionärskritik stellen müssen. So bezeichnete Christian Strenger, Gründungsmitglied der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex, den Monsanto-Kauf in einem dem "Manager Magazin" vorliegenden Brief unlängst als "den grössten und schnellsten Wertvernichter der Dax-Geschichte". Strenger fordert laut dem "Manager Magazin", Baumann und seinen Vorstandskollegen die Entlastung zu verweigern./mis/hbr/tih/jha/

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  • 20.03.2019 Empfindliche Schlappe für Bayer in wichtigem US-G...

    Empfindliche Schlappe für Bayer in wichtigem US-Glyphosat-Prozess

    20.03.2019| 06:35:00

    SAN FRANCISO (awp international) - Schwerer Rückschlag für Monsanto: Der zum deutschen Bayer-Konzern gehörende US-Saatguthersteller hat einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken seines Unkrautvernichters Roundup verloren. Die Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag (Ortszeit), dass das Produkt mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Die sechs Geschworenen trafen die Entscheidung einstimmig.

    Damit geht der Prozess nun mit der selben Jury in eine zweite Phase, in der die Haftungsfragen geklärt werden sollen. Dabei geht es auch darum, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte. Sollte Monsanto für haftbar befunden werden, könnte dies Bayer viel Geld kosten. Wäre die Jury zu dem Schluss gekommen, dass Roundup nicht für Hardemans Erkrankung mitverantwortlich ist, so hätte es keine zweite Prozessrunde gegeben, was für Monsanto ein Befreiuungsschlag gewesen wäre.

    Bayer zeigte sich in einer Stellungnahme enttäuscht von der Entscheidung der Jury. Dennoch sei das Unternehmen weiterhin fest davon überzeugt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse bestätigen, dass glyphosatbasierte Herbizide keinen Krebs verursachen. Bayer sei zuversichtlich, im zweiten Teil des Prozesses beweisen zu können, dass Monsantos Verhalten angemessen war und das Unternehmen nicht für Hardemans Krebserkrankung haftbar gemacht werden sollte.

    Für Bayer ist der Fall Hardeman hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden "Bellwether Case" handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmass von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

    Die Klagewelle gegen Bayer war so richtig ins Rollen gekommen, nachdem eine Geschworenenjury dem Krebspatienten Dewayne Johnson in einem anderen Verfahren im August insgesamt 289 Millionen Dollar an Schmerzensgeld und Entschädigung zugesprochen hatte. Die Richterin senkte zwar die Strafe gegen den im vergangenen Jahr von Bayer übernommenen US-Saatgutkonzern Monsanto später auf gut 78 Millionen Dollar (69 Mio Euro), im Grundsatz änderte sie am Urteil aber nichts.

    Der Bayer-Aktienkurs war nach dem Urteil im August massiv eingebrochen. Anleger und Analysten warfen die Frage auf, ob die Leverkusener die Risiken des rund 63 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) teuren Monsanto-Kaufs unterschätzt hätten. Das aktuelle Verfahren ist erst der Anfang: Bis Ende Januar wurden Monsanto in den USA glyphosatbezogene Klagen von etwa 11 200 Klägern zugestellt. Am 28. März soll bereits ein weiterer Prozess bei einem Landgericht im kalifornischen Oakland starten, weitere sollen rasch folgen.

    Bayer weist die Vorwürfe eines Krebsrisikos von Monsantos Unkrautvernichtern zurück und beruft sich dabei auf zahlreiche Studien. "Wir haben grosses Mitgefühl mit Herrn Hardeman und seiner Familie - dennoch stützen umfangreiche wissenschaftliche Erkenntnisse die Schlussfolgerung, dass Roundup nicht die Ursache seiner Krebserkrankung ist", heisst es im Statement des Unternehmens. Bayer stehe hinter diesen Produkten und werde sie entschieden verteidigen.

    Der Dax -Konzern gibt sich denn auch betont optimistisch: Bislang sah das Unternehmen keinen Grund, für Schadenersatzzahlungen Vorsorge zu leisten. Viel Geld kosten die Glyphosat-Klagen aber dennoch schon: Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten stiegen im vergangenen Jahr um rund 660 Millionen Euro. "Wir stellen hier im Wesentlichen für drei Jahre Verteidigungskosten zurück", erklärte Finanzchef Wolfgang Nickl während einer Bilanzpressekonferenz Ende Februar./hbr/mis/DP/zb

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  • 17.03.2019 Kreise: Verkauf Tiergesundheit könnte Bayer 8 Mil...

    Kreise: Verkauf Tiergesundheit könnte Bayer 8 Milliarden Euro bringen

    17.03.2019| 16:21:03

    NEW YORK (awp international) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer kann sich beim geplanten Verkauf seiner Sparte für Tiergesundheit offenbar über grosses Interesse freuen. Die Veräusserung des Geschäftsbereichs könnte bis zu 8 Milliarden Euro einspielen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete. Eine Reihe von Investmentgesellschaften wie KKR, Blackstone und Permira hätten ebenso ein Auge darauf geworfen wie andere Pharmaunternehmen.

    Der Verkauf der Tiergesundheit zählt zu einer umfassenden Restrukturierung, die die Leverkusener gegen Ende des vergangenen Jahres angekündigt hatten. Im Schaufenster stehen mit der Hautpflegemarke Coppertone und der Fusspflegemarke Dr. Scholl's auch Teile des Konsumenten-Geschäfts sowie der 60-Prozentige Anteil am deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta. Mit dem Umbau will Bayer-Chef Werner Baumann den Konzern fit für die Zukunft machen. Dazu gehört auch ein umfangreicher Stellenabbau, dem fast 10 Prozent der Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen.

    Im vergangenen Jahr brachte es die Sparte Tiergesundheit auf einen Umsatz von rund 1,5 Milliarden sowie ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen von 358 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der gesamte Bayer-Konzern erzielte Umsätze von 39,6 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von 9,5 Milliarden Euro.

    Sollte der Verkauf des Bereichs tatsächlich die laut Bloomberg im Raum stehenden 8 Milliarden Euro einspielen, würden die Schätzungen vieler Analysten wohl übertroffen. Sie hatten zuletzt eher um die 6,5 bis 7,5 Milliarden Euro auf dem Zettel. Bayer kann das Geld nach dem rund 63 Milliarden Dollar (55 Mrd Euro) teuren Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto gut gebrauchen. Aber auch das Pharmageschäft muss laut Analysten weiter gestärkt werden./mis/he

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  • 15.03.2019 Kreise: Bayer bereitet Verkauf von Tiergesundheit...

    Kreise: Bayer bereitet Verkauf von Tiergesundheitssparte vor

    15.03.2019| 19:48:22

    LONDON (awp international) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer könnte mit dem Verkauf der Tiergesundheitssparte bis zu 8 Milliarden Euro einspielen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

    Demzufolge sind die Private-Equity-Häuser KKR, CVC, Advent, Blackstone , EQT und Permira potenziell an der Sparte interessiert. Auch Branchennachbarn könnten Gebote abgeben. Bayer sei dabei, die Finanzdaten der Sparte für einen möglichen Verkauf aufzubereiten. Im Frankfurter Spezialistenhandel nach Xetra-Schluss lagen die Bayer-Papiere moderat im Plus./fba/la

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  • 12.03.2019 Generalanwältin stützt in Glyphosat-Streit EU-Sch...

    Generalanwältin stützt in Glyphosat-Streit EU-Schutzregeln

    12.03.2019| 11:40:25

    LUXEMBURG (awp international) - Im Streit um mögliche Gesundheitsgefahren durch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat hat eine Generalanwältin des Europäischen Gerichtshofs die derzeitigen Schutzregeln der EU als ausreichend bewertet. Die EU-Pflanzenschutzmittelverordnung hindere die zuständigen Behörden nicht daran, einen Antrag auf Zulassung in Anwendung des Vorsorgeprinzips abzulehnen, schreibt Eleanor Sharpston in einem am Dienstag veröffentlichten Gutachten. Das mit der Verordnung eingeführte System sei solide und ermögliche die Erfassung und Korrektur von Bewertungsfehlern.

    Hintergrund des EuGH-Verfahrens ist ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort müssen sich mehrere Aktivisten vor einem Strafgericht wegen Sachbeschädigung verantworten, weil sie in Geschäften Kanister eines glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels mit Farbe beschmiert hatten, um sie unverkäuflich zu machen.

    Um den Fall richtig einschätzen zu können, will das französische Gericht nun vom EuGH wissen, ob die EU-Verordnung 1107/2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln ausreicht, um den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt zu gewährleisten. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob die Verordnung mit dem Vorsorgegrundsatz vereinbar ist.

    Das EuGH-Urteil wird in einigen Monaten erwartet. Oft orientieren sich die Richter dabei an der Einschätzung der Generalanwälte, die in den Verfahren als eine Art unabhängige Gutachter fungieren.

    Glyphosat war 2017 in der EU nach langem Streit für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Die zuständige Lebensmittelbehörde Efsa und die europäische Chemikalienagentur Echa waren zuvor zu dem Schluss gekommen, dass verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse nicht ausreichten, um das auch auf deutschen Feldern breit eingesetzte Mittel als krebserregend einzustufen.

    Von Umweltschützern wird die Aussagekräftigkeit der zugrundeliegenden Studien allerdings angezweifelt. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stuft Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" für den Menschen ein./aha/DP/tav

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  • 12.03.2019 Schwächere Konjunktur: Deutsche Chemiebranche erw...

    Schwächere Konjunktur: Deutsche Chemiebranche erwartet heftige Einbussen

    12.03.2019| 10:06:17

    FRANKFURT (awp international) - Angesichts einer schwächeren Weltkonjunktur und Handelskonflikten wie dem Brexit erwartet die deutsche Chemie- und Pharmabranche kräftige Rückgänge. Der Umsatz in dem wichtigen Industriesektor werde 2019 wohl um 2,5 Prozent auf knapp 199 Milliarden Euro sinken, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt mit. Die Produktion werde ferner bei leicht steigenden Preisen um 3,5 Prozent schrumpfen. Damit korrigierte die Branche ihre Prognose kräftig nach unten. Es wäre der erste Produktionsrückgang seit 2012.

    Während Grossbritannien auf einen ungeregelten Brexit zusteuere, gebe es im Handelsstreit zwischen den USA und China keinen Durchbruch und auf dem Heimatmarkt habe sich die Industrieproduktion eingetrübt. "In Deutschland ist der Abschwung da", erklärte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann. Die Probleme in der Autobranche rund um den Dieselskandal und die Umstellung auf den Abgasstandard WLTP drückten auch in diesem Jahr das Wirtschaftswachstum. Das wirke sich auch auf andere Kundenbranchen wie die Kunststoffindustrie aus.

    Bisher hatte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für 2019 einen Umsatzanstieg von 2,5 Prozent und ein Produktionsplus von 1,5 Prozent erwartet. Jedoch verzerre ein Sondereffekt in der zuletzt boomenden Pharmabranche das Bild. So habe ein Konzern zum Jahresende 2018 die Produktion eines Blockbusters hierzulande eingestellt.

    Im Oktober war der Patentschutz in Europa für das weltweit umsatzstärkste Medikament Humira vom US-Pharmakonzern Abbvie abgelaufen. Der Entzündungshemmer wird etwa gegen Rheuma verschrieben und wurde vor dem Ende des Markenschutzes im grossen Stil hergestellt.

    Bereinigt um den Sondereffekt werde die Produktion 2019 stagnieren, erklärte der VCI. Die derzeit hoch ausgelastete Chemiebranche alleine werde die Herstellung von Produkten um 1,5 Prozent drosseln.

    Die Chemiebranche reagiert als Lieferant etwa für die Auto-, Bau- und Kosmetikindustrie früh auf Konjunkturschwankungen und hatte schon zum Jahresende vor Rückschlägen gewarnt. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz wegen einer schwachen Nachfrage aus dem Ausland binnen Jahresfrist kaum noch, die Produktion brach um 6,3 Prozent ein. Das lag auch am Niedrigwasser im Rhein, der den Transport von Waren für Konzerne wie BASF einschränkte.

    Im Gesamtjahr 2018 stieg der Erlös in der Branche mit 462 000 Beschäftigten in Deutschland aber um 4,1 Prozent auf den Rekordwert von 203,5 Milliarden Euro. Dabei musste die Chemieindustrie auch Folgen des Brexits bewältigen. Im Handel mit Pharma- und Chemieprodukten mit Grossbritannien gab es im vergangenen Jahr einen Rückgang von fast zehn Prozent. "Der Brexit hat schon jetzt tiefe Narben politisch und wirtschaftlich hinterlassen", sagte Tillmann./als/mne/jha/

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  • 07.03.2019 EU-Gericht: Behörde muss Zugang zu Glyphosat-Stud...

    EU-Gericht: Behörde muss Zugang zu Glyphosat-Studien gewähren

    07.03.2019| 15:51:56

    (Ausführliche Fassung)

    LUXEMBURG (awp international) - Umstrittene Studien über das Krebsrisiko des Unkrautvernichters Glyphosat müssen nach einem Urteil des EU-Gerichts öffentlich gemacht werden. Die Entscheidung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa, entsprechende Untersuchungen unter Verschluss zu halten, sei nichtig, erklärten die Luxemburger Richter am Donnerstag (Rechtssachen T-716/14, T-329/17). Grüne und Umweltschützer jubeln. Gegen das Urteil kann allerdings innerhalb von zwei Monaten beim höheren Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgegangen werden.

    Hintergrund des Urteils ist der monatelang Streit um die weitere Nutzung von Glyphosat in der EU. Das Mittel war 2017 von den Mitgliedsstaaten für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat im März 2015 als "wahrscheinlich krebserregend" für den Menschen ein. Die Lebensmittelbehörde Efsa, die Chemikalienagentur Echa und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung sah dafür aber keine Bestätigung. Gegen das Mittel hatte es vor allem hierzulande heftige Proteste gegeben.

    Unter anderem vier grüne Europaparlamentarier hatten nun dagegen geklagt, dass Efsa ihnen den Zugang zu entsprechenden Studien verwehrt hatte. Die Lebensmittelbehörde begründete dies mit dem Schutz der finanziellen Interessen der Unternehmen, die die Studien vorgelegt hatten - unter anderem der mittlerweile vom Agrar- und Pharmariesen Bayer übernommene US-Saatgutkonzern Monsanto.

    Die Luxemburger Richter urteilten nun, das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen, die Emissionen in die Umwelt beträfen, sei höher als der Schutz von Geschäftsinteressen. Das Interesse bestehe nicht nur darin, zu wissen, was in die Umwelt freigesetzt worden sei, sondern auch, wie die Umwelt dadurch beeinträchtigt werde.

    Glyphosat sei von 1. Juli 2002 an als Wirkstoff in der EU zugelassen gewesen, führten die Richter weiter aus. Es handele sich um eines der gängigsten Unkrautvernichtungsmittel in Europa. Rückstände fänden sich unter anderem in Pflanzen, im Wasser und in Lebensmitteln.

    Die Lebensmittelbehörde Efsa erklärte nun, sie begrüsse, dass das Urteil Orientierung beim öffentlichen Zugang zu Dokumenten schaffe. Das Urteil werde zunächst noch eingehend analysiert, hiess es.

    Umweltschützer, Grüne und Sozialdemokraten bewerteten das Urteil aus Luxemburg schon als grossen Erfolg. "Die Entscheidung des Gerichts wird mehr Klarheit in die öffentliche Diskussion um Pestizide bringen. Jetzt steht fest, dass die Öffentlichkeit Zugang zu Informationen aus bisher nicht veröffentlichten Studien über die langfristigen Folgen dieser Wirkstoffe hat", sagte die SPD-Europaabgeordnete Susanne Melior.

    Die Greenpeace-Lebensmittelexpertin Franziska Achterberg sagte: "Es ist schockierend, dass Efsa vor Gericht daran erinnert werden musste, dass ihre Aufgabe der Schutz der öffentlichen Gesundheit ist, nicht der Schutz der Geschäftsinteressen von Glyphosatherstellern."

    "Jetzt wird ans Tageslicht kommen, was die Geschäftemacher uns vorenthalten wollten. Wir müssen jetzt auf sofortige Herausgabe aller Studien drängen und diese umgehend analysieren", sagte der Grünen-Europaabgeordnete Martin Häusling. "Wenn sich die vermuteten Belege dafür finden, dass Glyphosat tatsächlich krebserregend ist, wäre das ein Skandal mit weitreichenden Veränderungen: Glyphosat müsste sofort verboten werden."/asa/DP/fba

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  • 04.03.2019 Bayer erhält für Krebswirkstoff Sorafenib Sonders...

    Bayer erhält für Krebswirkstoff Sorafenib Sonderstatus in den USA

    04.03.2019| 10:22:43

    SILVER SPRING/BERLIN (awp international) - Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer erhält in den USA einen Sonderstatus für einen Krebswirkstoff. Die US-amerikanische Gesundheitsbehörde FDA verlieh dem Wirkstoff Sorafenib zur Behandlung sogenannter Desmoid-Tumoren am 28. Februar den Status einer "Orphan Drug", wie aus aktuellen FDA-Daten hervorgeht. Der "Orphan-Drug"-Status ermöglicht die Förderung bestimmter Medikamentenkandidaten für seltene Krankheiten, darunter Steuererleichterungen für klinische Tests. Bei Desmoid-Tumoren handelt es sich um seltene Weichteiltumore.

    Sorafenib ist unter dem Medikamentennamen Nexavar bereits zur Behandlung anderer Krebsformen der Leber, Nieren und Schilddrüse zugelassen. Allerdings sank der Umsatz mit dem Medikament im Jahr 2018 deutlich wegen eines hohen Wettbewerbsdrucks./mis/stw

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  • 03.03.2019 Bayer-Chef beklagt Risikofixierung in Deutschland

    Bayer-Chef beklagt Risikofixierung in Deutschland

    03.03.2019| 14:49:11

    BERLIN (awp international) - Bayer -Vorstandschef Werner Baumann sieht in einem ausgeprägtem Risikobewusstsein eine Gefahr für den Wohlstand in Deutschland. Es fehle an "Chancenorientierung", sagte der Vorstandsvorsitzende des Agrarchemie- und Pharmakonzerns der "Welt am Sonntag" und fügte hinzu: "Wir sind immer zuallererst vom Risiko beseelt. Hätte Amerika unsere Vorschriften, wären Amazon oder Google dort wahrscheinlich nie so erfolgreich geworden. Mit voller Hose gewinnen Sie eben keinen 100-Meter-Lauf."

    Die Deutschen pflegen nach den Worten des Bayer-Chefs bei Zukunftstechnologien "eine extreme Betonung des Vorsorgeprinzips". In Deutschland brüste man sich damit, die umfassendste Regulierung zu haben. Die kommerziellen Chancen, die Wohlstand und Arbeitsplätze brächten, würden dann woanders wahrgenommen.

    In bestimmten Bereichen gibt es laut Baumann "eine Dauerbespielung von Themen, die dazu führt, dass Leute manche Aussagen für unumstösslich halten und gar nicht mehr hinterfragen". Als Beispiel nannte er die Diskussion über grüne Gentechnologie und das Thema genmodifiziertes Saatgut: "Das war in einigen Ländern lange Zeit ein Thema, über das man nicht sachlich sprechen konnte." Mittlerweile sei eine zunehmend konstruktiv-kritische Diskussion zu beobachten.

    Bayer ist nach der Übernahme des US-Konzerns Monsanto einer der führenden Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Mit dem Monsanto-Kauf hat sich der Dax -Konzern aber auch Tausende Klagen eingehandelt.

    Überlegungen der Bundesregierung zu einer neuen Industriepolitik begrüsste Baumann. Das Papier von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sei "ein guter Startpunkt". Auf europäischer Ebene sollten Schlüsseltechnologien identifiziert werden: "Diese Technologien sollte sich Europa in einem offenen Freihandelsumfeld zu eigen machen und Führungspositionen entwickeln."/sl/DP/he

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  • 27.02.2019 Bayer verdient deutlich weniger - Klagewelle in U...

    Bayer verdient deutlich weniger - Klagewelle in USA reisst nicht ab

    27.02.2019| 08:05:56

    (Ausführliche Fassung)

    LEVERKUSEN (awp international) - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Unter dem Strich brach der Gewinn um rund drei Viertel auf 1,7 Milliarden Euro ein, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Bayer-Aktien standen vorbörslich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent leicht unter Druck.

    Neben Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, da sich Bayer hier von weniger gut laufenden Bereichen trennen will. Zudem floss nicht mehr die ehemalige Tochter Covestro ein.

    Der Umsatz legte dank der Monsanto-Übernahme im abgelaufenen Jahr um rund 13 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stieg aber nur leicht um 2,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, auch weil Kosten für die Behebung von Problemen infolge einer Rüge der US-Gesundheitsbehörde FDA anfielen.

    Die Klagewelle in den USA gegen Bayer reisst nicht ab. Bis zum 28. Januar seien Klagen von rund 11 200 Klägern zugestellt worden, wie Bayer weiter mitteilte. Das sind rund 1900 mehr als Ende Oktober.

    Die Zahl schnellt seit August letzten Jahres nach oben. Damals hatte ein Geschworenen-Gericht einem Krebspatienten, der glyphosathaltige Unkrautvernichter von Monsanto für seine Erkrankung verantwortlich macht, zunächst einen Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe zugesprochen. Bayer weist die Vorwürfe zurück.

    Bedeutender als dieses erste Verfahren ist der in der letzten Februar-Woche gestartete Prozess eines weiteren Klägers. Denn es handelt sich um den ersten Fall, der vor einem Bundesbezirksgericht verhandelt wird und Teil eines Massenverfahrens ist./mis/jha/DP/jha/

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  • 27.02.2019 Bayer verdient unter dem Strich deutlich weniger ...

    Bayer verdient unter dem Strich deutlich weniger - Umsatz steigt dank Monsanto

    27.02.2019| 07:59:29

    LEVERKUSEN (awp international) - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat den Umsatz im vergangenen Jahr dank der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto gesteigert. Der Umsatz legte im abgelaufenen Jahr um rund 13 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zu, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte.

    Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stieg aber nur leicht um 2,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, auch weil Kosten für die Behebung von Problemen infolge einer Rüge der US-Gesundheitsbehörde FDA anfielen.

    Unter dem Strich brach der Gewinn sogar um rund drei Viertel auf 1,7 Milliarden Euro ein. Neben Kosten im Zusammenhang mit dem Monsanto-Kauf belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, da sich Bayer hier von weniger gut laufenden Bereichen trennen will. Zudem floss nun nicht mehr die ehemalige Tochter Covestro ein./mis/jha

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Stammdaten

Branche/Sektor Chemie
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol BAYN
Valor 10367293
ISIN DE000BAY0017

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG