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Aktuelle News

  • 27.02.2019 Merck geht mit Milliarden-Offerte in Bieterwettbe...

    Merck geht mit Milliarden-Offerte in Bieterwettbewerb um Versum

    27.02.2019| 17:30:06

    (neu: Reaktion Versum Materials im dritten Absatz, Analystenstimmen im achten und neunten Absatz, Kurse aktualisiert)

    DARMSTADT (awp international) - Der Darmstädter Merck-Konzern will mit einer Milliardenübernahme in den USA sein Geschäft mit der Elektronikindustrie ausbauen. Das Dax-Unternehmen hat ein Auge auf den amerikanischen Halbleiterzulieferer Versum Materials geworfen und bietet 5,9 Milliarden Dollar in bar (knapp 5,2 Mrd Euro), wie Merck am Mittwoch mitteilte. Dabei scheuen die Darmstädter auch einen Bieterwettbewerb nicht: An Versum hatte Ende Januar auch der US-Spezialchemiekonzern Entegris Interesse signalisiert. Er will das Unternehmen für vier Milliarden Dollar übernehmen. Die beiden Firmen streben an, sich per Aktientausch bis Jahresende zusammenzuschliessen.

    Diese Offerte will Merck nun übertrumpfen: Das Angebot von 48 Dollar je Aktie entspreche einer Prämie von fast 52 Prozent auf den Aktienkurs von Versum vor der Ankündigung der Entegris-Transaktion und sei damit "deutlich überlegen". Gemessen am aktuellen Aktienkurs von Versum bedeute die Offerte einen Aufschlag von 15,9 Prozent. "Unser attraktiver Vorschlag für einen Barkauf an die Aktionäre von Versum zeigt, dass wir fest entschlossen sind, diese Transaktion erfolgreich abzuschliessen", sagte Merck-Chef Stefan Oschmann.

    Die Amerikaner hatten von Mercks Kaufabsichten bis dato nichts gewusst. Der Konzern reagierte schnell: Versum werde das Angebot prüfen, teilte das Unternehmen am frühen Abend mit, unterstütze aber weiterhin den Deal mit Entegris, hiess es.

    Mit der Übernahme will Merck seine Position als ein führender Anbieter für Elektronikmaterialien stärken. Man sei darauf vorbereitet, "zügig mit der Unternehmensprüfung zu beginnen, Verhandlungen aufzunehmen und schnell zu einer Einigung über einen Zusammenschluss zu gelangen", hiess es. Der Konzern zeigte sich zuversichtlich, den Deal im zweiten Halbjahr 2019 abzuschliessen. Es wäre der grösste Zukauf seit der Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich 2015 für die Rekordsumme von 17 Milliarden Dollar.

    Mit einem Zusammenschluss mit Versum würde ein vielseitiges, sich ergänzendes Portfolio an Elektronikmaterialien, Ausrüstung und Dienstleistungen für die Halbleiter- und Displaybranche entstehen, warb Merck. Zudem würde eine gemeinsame Forschung und Entwicklung kürzere Innovationszyklen ermöglichen und das Produktangebot stärken.

    Merck plane, das gemeinsame Geschäft am Standort von Versum in Tempe (Arizona) aufzubauen. Der beabsichtigte Bar-Deal sei bereits "voll durchfinanziert" und berge anders als das Angebot von Enetegris keine Unabwägbarkeiten, umwarb Merck das Management des US-Unternehmens. Nötig seien nur die Zustimmung der Versum-Aktionäre sowie der Kartellbehörden. Es seien aber keine regulatorischen Hürden zu erwarten, unterstrich Oschman in einer Telefonkonferenz.

    Die Aktien von Merck und Entegris reagierten am Nachmittag mit Kursverlusten auf die Nachrichten. Zuletzt verloren die Merck-Papiere knapp 5 Prozent und die von Entegris verloren fast 2 Prozent. Der Kurs von Versum sprang hingegen um fast 18 Prozent auf 48,67 Dollar nach oben.

    Bei Analysten kamen die Pläne der Darmstädter indes gut an. Nach Ansicht der Analysten von Moody's würde bei einem erfolgreichen Angebot die breite Aufstellung von Merck weiter gestärkt und die Balance zwischen den drei Sparten des Konzerns besser austariert. Zudem verbessere der Konzern seine Position und den Zugang zum stark wachsenden Markt für Elektromaterialien, schrieben sie in einer ersten Reaktion.

    Die Experten des Analysehauses Stifel vermuten, dass Entegris es schwer haben dürfte, das Angebot der Deutschen mit einer eigenen Barofferte zu kontern. Das Versum-Board werde womöglich nicht darum herumkommen, das Angebot aus Darmstadt zu akzeptieren.

    Merck-Finanzchef Marcus Kuhnert betonte, eine Übernahme von Versum würde die Profitabilität von Merck unverzüglich steigern und mittelfristig 60 Millionen Euro Kosten pro Jahr sparen.

    Merck musste 2018 eine Durststrecke in der Materialsparte überwinden, weil das Geschäft mit Flüssigkristallen etwa für Smartphone- und TV-Displays nicht mehr rund lief. Da chinesische Konkurrenten in den Markt drängen, stehen die Preise unter Druck. Um die Sparte wieder flott zu machen, stellt sich der Bereich neu auf und richtet sie stärker auf Halbleiter für die Elektronikindustrie aus. Doch das kostet Zeit. Merck peilt erst nach 2019 wieder ein jährliches Umsatzwachstum von im Schnitt 2 bis 3 Prozent in dem Bereich an.

    Die Schwäche der Spezialchemiesparte gilt als grösste Baustelle von Merck und als einer der Gründe, warum der bereinigte Betriebsgewinn 2018 zurückgehen soll. Die Bilanz legt Merck am 7. März vor./als/tav/DP/stw/he

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  • 12.02.2019 Pharmakonzern Merck & Co verbucht Etappensieg mit...

    Pharmakonzern Merck & Co verbucht Etappensieg mit Krebs-Medikament Keytruda

    12.02.2019| 08:40:29

    KENILWORTH (awp international) - Der US-Pharmakonzern Merck & Co kommt mit seinem Krebs-Flagschiff Keytruda weiter voran. Das Mittel als Kombinationstherapie mit dem Pfizer-Medikament Inlyta könne im Einsatz beim fortgeschrittenen Nierenzellkarzinom das Überleben der Patienten und die Zeit ohne ein Fortschreiten der Krankheit im Vergleich zur aktuellen Standardtherapie deutlich verlängern, teilte der Konzern am späten Montagabend in Kenilworth mit. Das zeigten erste Daten aus einer zulassungsrelevanten Schlüsselstudie.

    Merck & Co wird diese Daten sowie zahlreiche weitere Ergebnisse aus aktuellen Keytruda-Forschungen auch zu Prostata und Blasenkrebs auf dem anstehenden Krebskongress in San Francisco (14. bis 16. Februar) präsentieren.

    Neuartige Krebstherapien gelten als lukrativ, weshalb die Konzerne weltweit Milliarden in die Forschung investieren. Merck & Co führt mit der Antikörper-Therapie Keytruda nach eigenen Angaben derzeit das grösste Forschungsprogramm der Branche durch - aktuell laufen mehr als 900 Studien mit dem Mittel. Keytruda ist unter anderem für die Behandlung des metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) zugelassen und gilt dort als führend. Aktuell versuchen auch andere Branchengrössen, in dem Bereich den Amerikanern Konkurrenz zu machen, wie etwa der Schweizer Pharmakonzern Roche./tav/men/fba

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  • 01.02.2019 Merck & Co wächst dank neuem Hoffnungsträger

    Merck & Co wächst dank neuem Hoffnungsträger

    01.02.2019| 15:52:31

    (Ausführliche Fassung)

    NEW JERSEY (awp international) - Beim US-Pharmakonzern Merck & Co gehen die Hoffnungen auf das neue Krebsmedikament Keytruda weiterhin auf. Das Mittel entpuppte sich im vergangenen Jahr abermals als der grösste Wachstumsträger des Konzerns. Konzernchef Kenneth Frazier will nun im neuen Geschäftsjahr noch einen Zahn zulegen.

    Angepeilt ist ein Umsatzplus auf 43,2 bis 44,7 Milliarden US-Dollar (37,6 bis 38,9 Mrd Euro), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Das um Zu- und Verkäufe, Umbaukosten und andere Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll auf 4,57 bis 4,72 Dollar steigen. Analysten hatten zwar etwas mehr erwartet, bereinigt um Währungseffekte passten die Prognosen aber einigermassen mit den Annahmen der Marktbeobachter zusammen, hiess es. Für das neue Jahr stellt sich das Merck-Management unterdessen auch auf weitere Belastungen durch Wechselkurseffekte ein. Zudem dürfte der Preisdruck auf dem US-Markt weiterhin ein Problem sein, sagte die Führungsriege auf der Bilanzpressekonferenz vor Journalisten.

    Ein Experte sprach unterdessen von "zwar wenig inspirierenden Zielen", angesichts der zuletzt eher schwachen Prognosen von US-Konkurrenten sorgten die neuen Konzernziele jedoch für gewisse Zuversicht. Im frühen Handel legten der Merck & Co-Aktienkurs um fast drei Prozent zu. Das Papier hatte Anfang Dezember ein Hoch bei 80,19 Dollar erreicht, ist inzwischen aber wieder etwas zurückgekommen.

    Das Krebsmedikament Keytruda gilt als der grosse Hoffnungsträger von Merck & Co, insbesondere bei der Behandlung von nichtkleinzelligem Lungenkrebs - einem Gebiet auf dem sich aber auch viel Konkurrenz tummelt. 2018 kam der Konzern mit dem Mittel auf einen Jahresumsatz von 2,15 Milliarden Dollar, allerdings vergrösserte sich der Abstand zum wichtigsten Konkurrenten Opdivo von Bristol Meyers Squibb - der Wettbewerber erlöste mit seiner Therapie mehr als das Dreifache. Merck & Co erhofft sich nun vor allem ausserhalb des Heimatmarktes starkes Wachstum für sein Mittel.

    Über alle Bereiche hinweg summierten sich die Erlöse des Konzerns im vergangenen Jahr auf 42,3 Milliarden Dollar - das war ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei auch im Schlussquartal das Tempo gehalten wurde. Wachsen konnte Merck & Co sowohl in seiner Pharmasparte aber auch im deutlich kleineren Geschäft mit Tiermedizin. Merck hatte erst unlängst im Dezember den Ausbau der Sparte durch den Kauf der französischen Antelliq Group besiegelt, einem Anbieter von IT-Lösungen für die Überwachung von Tierbeständen.

    Angesichts der geschäftigen Konkurrenz, die derzeit fleissig Geschäftssparten einander zuschiebt, Allianzen schmiedet und zukauft, steht Merck & Co unter Druck, sein Profil ebenfalls deutlicher zu schärfen. Frazier erklärte auf der Bilanzpressekonferenz, der Konzern halte weiter Ausschau nach Übernahmezielen, jedoch stünde kein "Mega-Deal" auf dem Plan.

    Das bereinigte EPS kletterte im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 4,34 Dollar. Anders als beim Umsatz belasteten hier Wechselkurseffekte mit zwei Prozentpunkten, dennoch übertraf der Konzern noch die eigenen Ziele. Unter dem Strich stieg der Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 6,2 Milliarden - im Vorjahr hatte unter anderem die US-Steuerreform und eine Hackerattacke belastet, zudem waren Milliardenabschreibungen auf eine Onkologie-Partnerschaft mit Astrazeneca angefallen./tav/elm/he

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  • 01.02.2019 Merck & Co wächst dank neuem Hoffnungsträger

    Merck & Co wächst dank neuem Hoffnungsträger

    01.02.2019| 13:22:50

    KENILWORTH (awp international) - Der US-Pharmakonzern Merck will nach einem Umsatz- und Ergebniszuwachs 2018 im neuen Jahr noch einen Zahn zulegen. "Wir starten mit einem guten Tempo", sagte Konzernchef Kenneth Frazier am Freitag laut Mitteilung bei der Vorlage der Jahresbilanz in Kenilworth. Angepeilt ist ein Umsatzplus auf 43,2 bis 44,7 Milliarden US-Dollar. Das um Zu- und Verkäufe, Umbaukosten und andere Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll auf 4,57 bis 4,72 Dollar steigen. Analysten hatten allerdings etwas mehr erwartet.

    Im vergangenen Jahr hatte der US-Pharmariese seinen Umsatz um 5 Prozent auf knapp 42,3 Milliarden Dollar steigern können. Zu den grössten Wachstumstreibern gehörte das neue Krebsmedikament Keytruda, ein wichtiger Hoffnungsträger des Konzerns. Das bereinigte EPS kletterte um 9 Prozent auf 4,34 Dollar. Damit übertraf der Konzern teils die eigenen Ziele. Unter dem Strich stieg der Gewinn von 2,4 Milliarden Dollar im Vorjahr auf 6,2 Milliarden - im Vorjahr hatte Merck wegen der US-Steuerreform im vierten Quartal noch einen hohen Verlust eingefahren, zudem waren im Jahresverlauf Milliardenabschreibungen auf eine Onkologie-Partnerschaft mit Astrazeneca angefallen. Auch hatte eine Hackerattacke belastet./tav/jha/

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  • 20.12.2018 Pharmakonzerne dürften US-Preise trotz Trump-Krit...

    Pharmakonzerne dürften US-Preise trotz Trump-Kritik wieder anheben

    20.12.2018| 06:45:56

    New York/San Francisco (awp/awp/sda/reu) - Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und grossen Pharmaherstellern über die Preise für Medikamente dürfte sich Anfang 2019 wieder zuspitzen. Fast 30 Konzerne haben Massnahmen ergriffen, im Januar ihre Preise in den USA wieder anzuheben - darunter auch Bayer aus Deutschland und Novartis aus der Schweiz. Dies geht aus Dokumenten hervor, die Reuters einsehen konnte.

    Zuletzt hatte viele Pharma-Firmen auf Trumps Druck hin auf Preisanhebungen verzichtet. Der US-Präsident hat die Branche wegen ihrer Preispolitik wiederholt angegriffen und erklärt, die Konzerne erwirtschafteten auf Kosten der US-Steuerzahler ein Vermögen. Er habe sich daher zum Ziel gesetzt, die Arzneikosten zu senken.

    Die USA sind der mit Abstand wichtigste Markt für die Pharmaindustrie - sie erzielt dort 40 Prozent ihrer Umsätze.

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  • 14.12.2018 US-Konzern Merck baut mit Milliardenübernahme Ges...

    US-Konzern Merck baut mit Milliardenübernahme Geschäft mit Tiergesundheit aus

    14.12.2018| 13:07:44

    KENILWORTH (awp international) - Der US-Pharmakonzern Merck & Co baut sein Geschäft mit Tiergesundheit aus. Dazu kaufen die Amerikaner die französische Antelliq für bis zu 2,1 Milliarden Euro in bar, wie Merck am Freitag mitteilte. Ausserdem übernehmen sie die Verschuldung von 1,15 Milliarden Euro, welche kurz nach der Transaktion zurückgezahlt werden soll. Antelliq gehörte bislang dem Finanzinvestor BC Partners.

    In den 12 Monaten per Ende September erzielte Antelliq einen Umsatz von 360 Millionen Euro. Antelliq bietet etwa digitale Lösungen für Tierärzte und Bauern zur Identifikation und Überwachung von Tierbeständen./nas/jha/

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  • 29.11.2018 Bayer plant Abbau von 12 000 Stellen weltweit

    Bayer plant Abbau von 12 000 Stellen weltweit

    29.11.2018| 17:02:27

    (mehr Details)

    LEVERKUSEN (awp international) - Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer will mehr als jede zehnte Stelle weltweit streichen. Insgesamt sollen bis Ende 2021 rund 12 000 der 118 200 Arbeitsplätze abgebaut werden. "Ein signifikanter Teil" der Stellenstreichungen werde in Deutschland erfolgen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Genaue Zahlen für Deutschland nannte das Unternehmen aber nicht.

    Allerdings soll der Stellenabbau in der Bundesrepublik sozialverträglich erfolgen, wie das Unternehmen betonte. Bayer vereinbarte mit dem Betriebsrat ein Zukunftssicherungsprogramm, das betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund der Bayer AG in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausschliesst. Gleichzeitig kündigte Beyer Wertberichtigungen in einer Gesamthöhe von 3,3 Milliarden Euro an. Sie betreffen vor allem das schwächelnde Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln und den Pharmabereich.

    Der massive Personalabbau ist Bestandteil eines Programms zur Effizienzsteigerung, mit dem der Konzern seine Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit deutlich steigern will. Der Konzern hat derzeit gleich an mehreren Fronten zu kämpfen. In den USA sieht sich Bayer nach der Übernahme von Monsanto mit zahlreichen Klagen wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat konfrontiert.

    Die Kläger werfen dem von Bayer übernommenen US-Unternehmen Monsanto vor, mit Glyphosat ein krebserregendes Mittel verkauft und nicht ausreichend über die Schädlichkeit informiert zu haben. Bayer weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Doch brach die Bayer-Aktie nach dem ersten verlorenen Glyphosat-Prozess ein.

    Bayer-Chef Werner Baumann betonte, die geplanten Einschnitte seien keine Reaktion auf die Monsanto-Übernahme und erst Recht nicht auf die Glyphosat-Klagen in den USA: "Mit diesen notwendigen Anpassungen werden wir in Zukunft noch schlagkräftiger und agiler", sagte er. Der Konzern sei damit "bestmöglich für die Zukunft aufgestellt".

    Auch das Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamente läuft bei Bayer zurzeit deutlich schlechter als erhofft. Und im wichtigen Pharmageschäft hatte der Konzern zuletzt wenig erfolgversprechende Neuentwicklungen zu vermelden. All diese Probleme will der Konzern nun mit dem neuen Massnahmenpaket angehen.

    Dafür ist der Konzern zu tiefen Einschnitten bereit. So soll das Geschäft mit Tiergesundheit verkauft werden. Zwar biete es grosse Wachstumschancen, doch wolle Bayer seine Investitionen auf die Kerngeschäfte Pharma, rezeptfreie Arzneimittel und Pflanzenschutz konzentrieren. Auch der 60-prozentige Anteil an dem deutschen Chemiestandort-Dienstleister Currenta soll verkauft werden. Im Bereich der rezeptfreien Arzneimittel will sich Bayer von den erst vor wenigen Jahren teuer vom US-Konkurrenten Merck & Co übernommenen Bereichen Sonnenschutz mit der Marke Coppertone und Fusspflege mit der Marke Dr. Scholl's trennen.

    Das wichtige Pharmageschäft soll neu ausgerichtet werden, um die Innovationskraft zu stärken. Dabei will der Leverkusener Konzern seine internen Forschungskapazitäten reduzieren und dafür die Investitionen in Gemeinschaftsprojekte mit Partnern und in externe Innovationen vergrössern. Rund 900 Arbeitsplätze in der Pharmaforschung sollen deswegen gestrichen werden.

    Der grösste Teil des angekündigten Stellenabbaus soll in der Pflanzenschutzsparte und Verwaltung erfolgen. Rund 4100 Stellen sollen im Zuge der Monsanto-Übernahme gestrichen werden, weitere 5500 bis 6000 Stellen in Konzern- und Querschnittsfunktionen, rund 1100 bei der Neuaufstellung im Bereich rezeptfreie Arzneimittel. Zusammen mit den erwarteten Synergien aus der Monsanto-Übernahme soll das Massnahmenpaket ab 2022 jährlich Mittel in Höhe von 2,6 Milliarden Euro frei setzen./rea/DP/tos

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  • 25.10.2018 Starkes Geschäft mit Krebsarzneien treibt US-Phar...

    Starkes Geschäft mit Krebsarzneien treibt US-Pharmakonzerne an

    25.10.2018| 14:58:40

    (erweiterte Fassung)

    Frankfurt (awp/awp/sda/reu) - Das Geschäft mit neuen Krebsimmuntherapien beflügelt die US-Pharmariesen Merck & Co und Bristol-Myers Squibb. Beide Unternehmen konnten ihren bereinigten Gewinn im dritten Quartal unerwartet kräftig steigen und hoben am Donnerstag ihre Jahresziele an.

    Die Immuntherapie von Krebs ist das am schnellsten wachsende Feld im jährlich 100 Milliarden Dollar schweren Markt für Krebsmedikamente. Die Pharmaindustrie liefert sich ein regelrechtes Wettrennen um die Vorherrschaft in diesem Gebiet, das von Merck & Co mit dem Mittel Keytruda sowie von Bristol-Myers mit der Immuntherapie Opdivo angeführt wird.

    Keytruda kam im dritten Quartal auf einen Umsatz von 1,89 Milliarden Dollar, ein Zuwachs von gut 80 Prozent. Damit lag die Arznei knapp vor dem Konkurrenzmittel Opdivo, dessen Umsatz um 42 Prozent auf 1,79 Milliarden Dollar anzog.

    Bristol-Myers nahm mit seinen Medikamenten Yervoy und später mit Opdivo zwar eine Pionierrolle in der Immuntherapie von Krebs ein. Keytruda hat allerdings eine dominierende Position bei der Behandlung von Lungenkrebs - der weltweit häufigsten Krebsart. Darunter leiden die Aktien von Bristol-Myers, die dieses Jahr bislang 20 Prozent verloren haben, während die Papiere von Merck & Co um 25 Prozent zulegten.

    Gewinn höher als erwartet

    Im vergangenen Quartal setzte Merck & Co insgesamt 10,79 Milliarden Dollar um, ein Plus von 4,5 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 1,95 Milliarden Dollar nach einem Verlust von 56 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Damals hatte eine hohe Sonderaufwendung im Zusammenhang mit einer Kooperation mit AstraZeneca das Ergebnis belastet.

    Der Gewinn war besser als Analysten erwartet htten. Merck & Co hob seine Prognose für diese Kennziffer an.

    Auch Bristol-Myers konnte den bereinigten Gewinn je Aktie überraschend deutlich steigern und erhöhte seine Ziele. Der Nettogewinn stieg auf 1,9 Milliarden Dollar von 845 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 5,69 Milliarden Dollar, wobei der Konzern auch von starker Nachfrage nach dem Blutverdünner Eliquis profitierte.

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  • 25.10.2018 Merck & Co kündigt Dividendenerhöhung und Aktienr...

    Merck & Co kündigt Dividendenerhöhung und Aktienrückkauf an

    25.10.2018| 12:33:33

    NEW JERSEY (awp international) - Der US Pharmakonzern Merck & Co hat im dritten Quartal von einer unerwartet starken Nachfrage profitiert. Vor allem der neue Hoffnungsträger, die Krebstherapie Keytruda, wuchs weiter rasant. Seinen Aktionären will der Konzern künftig das Leben mit einer höheren Dividende und einem Aktienrückkauf versüssen. Die Ausschüttung für das vierte Quartal soll um 15 Prozent auf 0,55 Dollar je Aktie steigen, wie Merck & Co am Donnerstag in New Jersey mitteilte. Zudem gab der Verwaltungsrat 10 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe frei. In einem beschleunigten Verfahren sollen zunächst Papiere im Wert von 5 Milliarden erworben werden.

    Im dritten Quartal hatte Merck seine Umsätze um 5 Prozent auf 10,8 Milliarden US-Dollar ankurbeln können, wobei die starke Heimatwährung den Konzern einen Prozentpunkt Wachstum kostete. Im Vorjahr hatte zudem eine Hackerattacke zeitweise die Umsätze gedrückt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg um 7 Prozent auf 1,19 Dollar. Für das Gesamtjahr feilte der Konzern abermals an seinen Zielen und engte die Umsatzprognose leicht ein. So sollen die Erlöse 2018 nun bei 42,1 bis 42,7 Milliarden Dollar herauskommen. Das bereinigte EPS wird nun höher bei 4,30 bis 4,36 Dollar gesehen - das ist mehr als von Analysten bislang erwartet./tav/jha/

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  • 29.07.2018 Auch deutsche Pharmakonzerne geben Trump nach - k...

    Auch deutsche Pharmakonzerne geben Trump nach - keine Preiserhöhungen

    29.07.2018| 13:21:01

    FRANKFURT (awp international) - Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump an hohen Medikamentenpreisen in Amerika machen auch deutsche Pharmakonzerne Zugeständnisse. So verzichtet der Darmstädter Anbieter Merck dort vorerst auf Preiserhöhungen für Arzneien. "Wir planen derzeit keine Preiserhöhungen in den USA für den Rest des Jahres 2018", teilte Merck mit. Auch Bayer gibt Trumps Druck nach: Man habe eine Vereinbarung unterzeichnet, die Preise für alle rezeptpflichtigen Medikamente bis zum Jahresende nicht zu erhöhen, erklärte der Konzern. US-Gesundheitsminister Alex Azar sei darüber "persönlich" informiert worden, betonte Bayer.

    Trump hat wiederholt die hohen Kosten im amerikanischen Gesundheitssystem bemängelt. Zuletzt hatten mehrere Pharmariesen wie Roche , Novartis und Pfizer reagiert und auf Preiserhöhungen in den Vereinigten Staaten verzichtet. Der US-Konzern Merck & Co kündigte gar niedrigere Preise an. Nach dem Einlenken hatte Trump sich über den Kurznachrichtendienst Twitter bei Unternehmen bedankt.

    Analysten sehen in den schnellen Zugeständnissen eine Vorsichtsmassnahme der Parmakonzerne. "Sie wollen aus der Schusslinie von Trump", meint Ulrich Huwald, Analyst bei der Privatbank M.M. Warburg. Viele Ankündigungen seien aber sehr weich formuliert./als/DP/mis

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  • 20.07.2018 Wdh: Weitere Pharmakonzerne verzichten auf Preise...

    Wdh: Weitere Pharmakonzerne verzichten auf Preiserhöhungen in den USA

    20.07.2018| 18:57:05

    (Wiederholung mit Erläuterung: neu u.a. Preiserhöhung Roche zum 1. Juli)

    Zürich/Frankfurt (awp/sda/reu) - Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump verzichten weitere Pharmakonzerne auf Preiserhöhungen auf dem weltweit grössten Arzneimittel-Markt.

    Die deutsche Merck will im laufenden Jahr nicht mehr Geld für ihre Medikamente verlangen. Das gilt auch für Bayer. Der Leverkusener Konzern wolle die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente in diesem Jahr nicht erhöhen und habe das dem US-Gesundheitsministerium mitgeteilt, erklärte eine Sprecherin am Freitag.

    Der Roche-Konzern kündigte das ebenfalls an. Allerdings hatte der grösste Hersteller von Krebsmedikamenten die Preise für neun Arzneien am 1. Juli um durchschnittlich drei Prozent angehoben. Im Gegensatz zum US-Konkurrenten Pfizer, der dem Druck Trumps nachgab und zurückruderte, will Roche davon nicht abrücken.

    Mit der kompromisslosen Haltung hebt sich Roche von anderen Pharmariesen ab. Der ebenfalls aus Basel stammende Rivale Novartis sah im Juni von geplanten Erhöhungen ab. Die amerikanische Merck kündigte am Donnerstag Preissenkungen für sieben Wirkstoffe an und versprach, zukünftige Anpassungen an die Inflationsentwicklung zu koppeln. Bei Deutschlands zweitgrösstem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

    Experten bezweifeln allerdings, ob selektive Preissenkungen oder ein Einfrieren der Preise grosse Auswirkungen haben werden. Analyst Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank sprach von "reinen Lippenbekenntnissen" der Industrie, die ohnehin nur für 2018 gültig seien. "Warum nicht mal für längere Zeit, weil man ohnehin zu den profitabelsten Industrien gehört", fragte er.

    Die USA sind der mit Abstand wichtigste Markt für die Pharmaindustrie - sie erzielt dort 40 Prozent ihrer Umsätze. Die Firmen verdienen dort überdurchschnittlich gut, weil ihnen bei den Medikamentenpreisen bislang kaum Grenzen gesetzt waren.

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  • 20.07.2018 Weitere Pharmakonzerne verzichten auf Preiserhöhu...

    Weitere Pharmakonzerne verzichten auf Preiserhöhungen in den USA

    20.07.2018| 18:56:04

    Zürich/Frankfurt (awp/sda/reu) - Nach der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump verzichten weitere Pharmakonzerne auf Preiserhöhungen auf dem weltweit grössten Arzneimittel-Markt.

    Die deutsche Merck will im laufenden Jahr nicht mehr Geld für ihre Medikamente verlangen. Das gilt auch für Bayer. Der Leverkusener Konzern wolle die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente in diesem Jahr nicht erhöhen und habe das dem US-Gesundheitsministerium mitgeteilt, erklärte eine Sprecherin am Freitag.

    Der Roche-Konzern kündigte das ebenfalls an. Allerdings hatte der grösste Hersteller von Krebsmedikamenten die Preise für neun Arzneien am 1. Juli um durchschnittlich drei Prozent angehoben. Im Gegensatz zum US-Konkurrenten Pfizer, der dem Druck Trumps nachgab und zurückruderte, will Roche davon nicht abrücken.

    Mit der kompromisslosen Haltung hebt sich Roche von anderen Pharmariesen ab. Der ebenfalls aus Basel stammende Rivale Novartis sah im Juni von geplanten Erhöhungen ab. Die amerikanische Merck kündigte am Donnerstag Preissenkungen für sieben Wirkstoffe an und versprach, zukünftige Anpassungen an die Inflationsentwicklung zu koppeln. Bei Deutschlands zweitgrösstem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

    Experten bezweifeln allerdings, ob selektive Preissenkungen oder ein Einfrieren der Preise grosse Auswirkungen haben werden. Analyst Michael Nawrath von der Zürcher Kantonalbank sprach von "reinen Lippenbekenntnissen" der Industrie, die ohnehin nur für 2018 gültig seien. "Warum nicht mal für längere Zeit, weil man ohnehin zu den profitabelsten Industrien gehört", fragte er.

    Die USA sind der mit Abstand wichtigste Markt für die Pharmaindustrie - sie erzielt dort 40 Prozent ihrer Umsätze. Die Firmen verdienen dort überdurchschnittlich gut, weil ihnen bei den Medikamentenpreisen bislang kaum Grenzen gesetzt waren.

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Stammdaten

Branche/Sektor Pharmazeutik, Kosmetik & med. Produkte
Währung US-Dollar
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse NYSE
Börse URL www.nyse.com
Symbol MRK
Valor 10683053
ISIN ---

Performance

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Perf. 1W   +1.65%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +2.31 +2.87%
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Perf. laufendes Jahr +6.28 +8.22%
Perf. 52W   +53.02%

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Corporate action

Company Generalversammlung (22.05.2018)
Instrument Barausschüttung (30.01.2019)

Handelsplätze

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Euronext Par 73.50 +1.38% 387 22.03.2019
SETSqx 72.85317 -0.27% 180 22.03.2019
SIX SX 83.05 +1.53% 147 22.03.2019
TRADEcho 2cy 62.3194 +1.58% --- 22.03.2019
Deut.Boerse 73.03 -0.08% --- 22.03.2019
CTA NASD BX 82.27 -0.82% --- 22.03.2019
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CTA NAS PSX 82.29 -0.81% --- 22.03.2019
NYSE US Comp 82.29 -0.80% --- 22.03.2019
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CTA NYSE Nat 82.32 -0.76% --- 22.03.2019
CTA FINRA 82.32 -0.81% --- 22.03.2019
CTA EDGA 82.32 -0.76% --- 22.03.2019
CTA BZX 82.33 -0.74% --- 22.03.2019
CTA EDGX 82.33 -0.74% --- 22.03.2019
SIX SX USD 82.45 --- --- 21.03.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 82.77 (21.03.2019)
Vortagestief 81.94 (21.03.2019)
Hoch 1W 83.44 (22.03.2019)
Tief 1W 80.80 (15.03.2019)
Hoch 1M 83.44 (22.03.2019)
Tief 1M 79.05 (08.03.2019)
Hoch 3M 83.44 (22.03.2019)
Tief 3M 72.06 (28.01.2019)
Hoch 1J 83.44 (22.03.2019)
Tief 1J 52.83 (03.04.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG