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Dividende 3.2
Dividende ex Datum 06.05.2019
Zahlbar Datum 08.05.2019
Rendite 5.26%
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Anzahl Aktien 918'478'694
Marktkapital in Mio. 56'018.02
Umsatz Vormonat 10'715'811

Aktuelle News

  • 09.07.2019 Autoflaute belastet Chemiebranche - BASF warnt, L...

    Autoflaute belastet Chemiebranche - BASF warnt, Lanxess beruhigt

    09.07.2019| 15:22:44

    (Zusammenfassung)

    LUDWIGSHAFEN/KÖLN (awp international) - Handelskonflikt und Autoflaute: die schwächelnde Weltwirtschaft macht der besonders konjunkturabhängigen Chemiebranche zu schaffen. Während der weltgrösste Branchenvertreter BASF jetzt seine Jahresziele kassieren musste, sieht sich der Spezialchemieanbieter Lanxess "trotz der sich zusehends eintrübenden Konjunktur" auf Kurs zu den eigenen Zielen für 2019.

    Die Beruhigungspille von Lanxess-Chef Matthias Zachert wirkte: der Aktienkurs des MDax -Konzerns machte einen Grossteil seiner Verluste am Dienstagmittag auf einen Schlag wett. Die BASF-Aktien notierten derweil weiter mit einem Minus von mehr als 5 Prozent am Ende des deutschen Leitindex Dax.

    BASF hatte am Montagabend mit einer harschen Gewinnwarnung die Branche sowie Anleger in Aufruhr versetzt. Die spürbar schwächere weltweite Industrieproduktion drückt bei dem Dax -Riesen auf die verkauften Mengen und auf die erzielbaren Preise, was die Gewinnmargen belastet.

    Neben den Papieren der Ludwigshafener brachen dann am Dienstagvormittag auch die Aktien von Covestro , Lanxess und Evonik ein. Denn: Strauchelt ein bedeutender Konzern in einer Branche, rechnen viele Anleger auch bei den anderen Unternehmen mit mauen Geschäften. Der europäische Branchenindex der Chemiewerte sank ebenfalls deutlich.

    Grund für den Pessimismus war das Ausmass der Gewinnwarnung von BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller. Statt eines leichten Anstiegs um ein bis zu zehn Prozent beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) geht BASF nun für das laufende Jahr von einem satten Minus um bis zu 30 Prozent aus. Auch beim Umsatz sehen die Aussichten mit einem leichten Rückgang nun nicht mehr so gut aus wie zuvor geplant, als der Konzern noch mit einem Plus von einem bis fünf Prozent rechnete.

    Gemeinhin hatten angesichts der wirtschaftlichen Lage viele Branchenexperten eine mögliche Senkung der Jahresziele bereits auf dem Zettel. Die sei nun aber noch drastischer ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Andreas Heine von der Investmentbank Mainfirst. Der neue Ausblick liege auch deutlich unter den bisherigen durchschnittlichen Schätzungen am Markt, schrieb Goldman-Sachs-Expertin Georgina Iwamoto.

    BASF verwies auf die besonders stark ausgefallenen Wachstumseinbussen in der globalen Autoindustrie, vor allem in China. Die Autoindustrie ist einer der grössten Endabnehmer für die von BASF hergestellten Produkte. Gerade die Autobauer bekommen die Folgen des Zollstreits zwischen den USA und China stark zu spüren. Die Nachfrage im überaus wichtigen chinesischen Markt war rund ein Jahr lang gefallen. Hinzu kommt das Diesel-Dilemma. Erst im Juni musste der Stuttgarter Daimler-Konzern seine Jahresprognosen zusammenstreichen.

    BASF litt aber auch unter einer schwachen Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika wegen schwieriger Witterungsbedingungen in den vergangenen Monaten. Zudem hätten sich die Konflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern - insbesondere China - anders als vom Konzern angenommen bislang nicht entschärft. Insgesamt bleibe die Unsicherheit hoch.

    So lägen auch die vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal "deutlich" unter den Erwartungen von BASF zu Jahresanfang. Der Umsatz sank demnach um 4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sackte um 47 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro ab. Die endgültigen Zahlen will BASF am 25. Juli vorstellen.

    Für den Analysten Andrew Stott von der Schweizer Grossbank UBS birgt die Gewinnwarnung nur einen positiven Punkt: Das Effizienzprogramm der Ludwigshafener dürfte nun einen Schub erhalten. Erst Ende Juni hatte BASF ein Sparprogramm angekündigt. So sollen bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen und damit knapp fünf Prozent der 122 000 Arbeitsplätze wegfallen. Ungefähr die Hälfte der Stellen soll in Deutschland eingespart werden, der überwiegende Teil am Heimatstandort Ludwigshafen, hatte ein Sprecher gesagt.

    BASF ist kein Einzelfall, die deutsche Chemie- und Pharmabranche insgesamt leidet immer stärker unter Handelskonflikten und der eingetrübten Weltkonjunktur. Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechnet die Branche nur mit einer moderaten Belebung im Jahresverlauf, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erst vor wenigen Tagen mitteilte. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Brexit und den Iran-Konflikt.

    Um nicht so stark von einer allgemeinen Konjunkturschwäche in Mitleidenschaft gezogen zu werden, richtet sich Lanxess derweil stärker auf die Spezialchemie aus. Hier ist der Konkurrenzdruck gerade durch Billiganbieter oftmals geringer, nicht zuletzt weil mehr Know-How benötigt wird als bei Standardchemikalien. Daher sind in der Spezialchemie meist auch höhere Gewinnmargen erzielbar.

    Die Kölner hängen zwar auch an der Autobranche, allerdings längst nicht so stark wie andere Chemiekonzerne. So hatte Konzernchef Zachert bereits 2018 unter anderem mit dem Komplettverkauf der verbliebenen Anteile am Synthese-Kautschukunternehmen Arlanxeo die Abhängigkeit von der Autoindustrie reduziert.

    Im ersten Quartal hatte Lanxess zwar auch die schwächelnde Autobranche vor allem im Geschäft mit Spezial-Kunststoffen zu spüren bekommen. Doch die Geschäfte etwa mit Zusätzen für Schmierstoffe und Flammschutzmittel sowie Wasseraufbereitungsprodukten liefen gut.

    Für den weiteren Jahresverlauf sehen sich die Kölner denn auch nach dem zweiten Quartal weiter gut gerüstet. Zachert bekräftigte am Dienstag seinen Jahresausblick vom Mai. "Wir haben unsere Abhängigkeit von einzelnen volatilen Branchen reduziert und unsere regionale Aufstellung weiter ausbalanciert," betonte der Manager. Die Aktien erholten sich daraufhin deutlich und notierten in einem viel schwächeren Gesamtmarkt zuletzt nur noch rund ein halbes Prozent im Minus bei 53,08 Euro. Am Morgen waren sie im Sog der BASF-Warnung noch bis auf fast 50 Euro eingebrochen.

    Lanxess strebt 2019 beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen weiter einen Wert zwischen 1,0 und 1,05 Milliarden Euro an, hiess es vom Unternehmen. Damit peilt der Konzern eine in etwa stabile Entwicklung an nach 1,02 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Die Zahlen für das zweite Quartal sollen am 2. August veröffentlicht werden./mis/he/men/jha/

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  • 09.07.2019 Gewinnwarnung von BASF nährt Konjunktursorgen in ...

    Gewinnwarnung von BASF nährt Konjunktursorgen in der Chemiebranche

    09.07.2019| 11:06:19

    LUDWIGSHAFEN (awp international) - Die Gewinnwarnung des Chemiekonzerns BASF schockt die gesamte Branche. Neben den Papieren der Ludwigshafener brachen auch Aktien von Covestro, Lanxess und Evonik ein. Strauchelt ein bedeutender Konzern in einer Branche, dann rechnen viele Anleger auch bei den anderen Unternehmen mit mauen Geschäften. So hatte BASF seine Jahresprognose am Montagabend wegen der trüberen Weltwirtschaft und weiter schwelender Handelskonflikte drastisch zusammengestrichen.

    Die spürbar schwächere weltweite Industrieproduktion drückt bei dem Dax -Riesen auf die verkauften Mengen und auf die erzielbaren Preise, was die Gewinnmargen belastet. Die Aktie rauschte am Dienstag nach Handelsbeginn um bis zu 6,5 Prozent in die Tiefe. Covestro , Lanxess und Evonik verloren jeweils mehr als 4 Prozent, Covestro sogar mehr als 6 Prozent. Der europäische Branchenindex der Chemiewerte sank um mehr als 2 Prozent.

    Grund für den Pessimismus war das Ausmass der Gewinnwarnung von BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller. Statt eines leichten Anstiegs von einem bis zu zehn Prozent beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern geht BASF nun für das laufende Jahr von einem satten Minus um bis zu 30 Prozent aus. Auch beim Umsatz sehen die Aussichten mit einem leichten Rückgang nun nicht mehr so gut aus wie zuvor geplant, als der Konzern noch mit einem Plus von einem bis fünf Prozent rechnete.

    Gemeinhin hatten angesichts der wirtschaftlichen Lage viele Branchenexperten eine mögliche Gewinnwarnung bereits auf dem Zettel. Die sei nun aber noch drastischer ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Andreas Heine von der Investmentbank Mainfirst. Der neue Ausblick liege auch deutlich unter den bisherigen durchschnittlichen Analystenschätzungen am Markt, schrieb Goldman-Sachs-Expertin Georgina Iwamoto.

    BASF verwies insbesondere auf die besonders stark ausgefallenen Wachstumseinbussen in der globalen Automobilindustrie, insbesondere in China. Die Autoindustrie ist einer der grössten Endabnehmer für die von BASF hergestellten Produkte. Zusätzlich habe auch die schwache Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika wegen schwieriger Witterungsbedingungen belastet. Zudem hätten sich die Konflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern - insbesondere China - anders als vom Konzern angenommen bislang nicht entschärft. Insgesamt bleibe die Unsicherheit hoch.

    So lägen auch die vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal "deutlich" unter den Erwartungen von BASF zu Jahresanfang. Der Umsatz sank demnach um 4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sackte um 47 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro ab. Die endgültigen Zahlen will BASF am 25. Juli vorstellen.

    Am Ende Juni angekündigten Sparprogramm hält der Konzern fest. So sollen bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen wegfallen. Das sind knapp fünf Prozent der 122 000 Arbeitsplätze, die BASF global Ende 2018 ausgewiesen hatte. Ungefähr die Hälfte der Stellen soll in Deutschland eingespart werden, der überwiegende Teil am Heimatstandort Ludwigshafen, hatte ein Sprecher gesagt.

    BASF ist kein Einzelfall, die deutsche Chemie- und Pharmabranche insgesamt leidet immer stärker unter Handelskonflikten und der eingetrübten Weltkonjunktur. Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechnet die Branche nur mit einer moderaten Belebung im Jahresverlauf, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erst vor wenigen Tagen mitteilte. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Brexit und den Iran-Konflikt.

    Für 2019 hatte der VCI deshalb erneut seine Prognose gesenkt: Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 197 Milliarden Euro. Zuletzt war er von einem Minus von 2,5 Prozent ausgegangen. Die Produktion in der drittgrössten deutschen Industriebranche soll um 4 Prozent sinken und damit ebenfalls stärker als bisher kalkuliert.

    Als Zulieferer für viele weitere Branchen wie auch die Bau- und Kosmetikindustrie bekommt die Chemiebranche schlechtere Geschäfte bei ihren Abnehmern früh zu spüren und gilt als Konjunkturindikator./he/men/als/hgo/eas/mis

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  • 08.07.2019 BASF streicht Jahresprognose zusammen - Aktienkur...

    BASF streicht Jahresprognose zusammen - Aktienkurs sackt ab

    08.07.2019| 20:14:18

    (Ausführliche Fassung)

    LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der Chemiekonzern BASF wird wegen der überraschend schlechten Weltkonjunktur und anhaltender Handelskonflikte pessimistischer für das Gesamtjahr. Der Umsatz werde 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen, teilte das Unternehmen am Montagabend in Ludwigshafen mit. Bisher war ein Plus von ein bis fünf Prozent angepeilt worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen wird demnach um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau liegen (bisher: Anstieg von 1-10%). Der Aktienkurs sackte auf der Handelsplattform Tradegate um mehr als fünf Prozent ab.

    Die deutlich schwächer als erwartete globale Industrieproduktion belastete die Mengen- und Margenentwicklung, hiess es zur Erklärung. BASF verwies insbesondere auf die besonders stark ausgefallenen Wachstumseinbussen in der globalen Automobilindustrie, insbesondere in China. Zusätzlich habe die schwache Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika wegen schwieriger Witterungsbedingungen belastet. Auch hätten sich die Konflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern - insbesondere China - anders als angenommen bislang nicht entschärft. Insgesamt bleibe die Unsicherheit hoch.

    So lägen die vorläufigen Zahlen zum weiten Quartal "deutlich" unter den aktuellen Analystenschätzungen sowie den Erwartungen von BASF zu Jahresanfang. Der Umsatz sank demnach um 4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen sackte um 47 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro ab. Der Rückgang resultiere vor allem aus den im Vergleich zum Vorjahresquartal signifikant gesunkenen Ergebnissen der Segmente Materials, Chemicals und Agricultural Solutions.

    Am Ende Juni angekündigten Sparprogramm hält der Konzern fest. So sollen bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen wegfallen. Das sind knapp fünf Prozent der global 122 000 Menschen, die BASF Ende 2018 beschäftigte. Ungefähr die Hälfte der Stellen soll in Deutschland wegfallen, der überwiegende Teil am Heimatstandort Ludwigshafen, hatte ein Sprecher gesagt.

    Die endgültigen Zahlen will BASF am 25. Juli vorstellen./he/bek

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  • 08.07.2019 BASF streicht Jahresprognose zusammen - Aktienkur...

    BASF streicht Jahresprognose zusammen - Aktienkurs sackt ab

    08.07.2019| 19:55:44

    LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der Chemiekonzern BASF wird wegen der überraschend schlechten Weltkonjunktur und anhaltender Handelskonflikte pessimistischer für das Gesamtjahr. Der Umsatz werde 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen, teilte das Unternehmen am Montagabend in Ludwigshafen mit. Bisher war ein Plus von ein bis fünf Prozent angepeilt worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen wird demnach um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau liegen (bisher: Anstieg von 1-10%). Der Aktienkurs sackte in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate um vier Prozent ab./he/bek

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  • 08.07.2019 UN und OECD: Preissenkungen bei Agrar-Erzeugnisse...

    UN und OECD: Preissenkungen bei Agrar-Erzeugnissen erwartet

    08.07.2019| 15:27:15

    BERLIN/ROM (awp international) - Die UN und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwarten für das kommende Jahrzehnt einen Preisrückgang bei landwirtschaftlichen Produkten um ein bis zwei Prozent. Die Nachfrage nach Agar-Erzeugnissen werde bis 2028 weltweit um bis zu 15 Prozent steigen, heisst es weiter im aktuellen Landwirtschaftsausblick, den beide Organisationen am Montag in Rom vorgestellt haben. Sie erklären den Preisrückgang mit der gleichzeitig gestiegenen Produktivität.

    Der Preis für Rindfleisch soll demnach bis 2028 um knapp zwei Prozent zurückgehen, bei Schweinen erwarten die Experten gar einen Rückgang um nahezu vier Prozent. "Hohe Preise bei Rindfleisch haben in den vergangenen Jahren zu einer Ausweitung des Rinderbestands geführt", heisst es in dem Bericht. Das führe zu einem zusätzlichen Angebot in den kommenden Jahren und drücke die Preise.

    Auch bei Ölsaaten, Milchprodukten und Getreide beobachteten die Organisatoren in den vergangenen Jahren ein starkes Preiswachstum, "in manchen Fällen gar eine Verdoppelung in kurzen Zeiträumen". Zuletzt gingen die Preise hingegen wieder zurück, ein Trend, der sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen werde.

    Während viele landwirtschaftliche Produkte nach wie vor zu einem Grossteil auf dem Teller von Menschen landen, hat sich ihre Nutzung als Antriebsstoff für Fahrzeuge und Maschinen oder als Futter für Tiere in den vergangenen Jahrzehnten deutlich ausgeweitet. Vor allem die steigende Nachfrage von Tierprodukten hat laut den Autoren zu einer Ausweitung der Bestände und damit auch zu einem steigenden Bedarf an Futter geführt./maa/DP/mis

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  • 03.07.2019 Deutsche Chemiebranche gerät stärker in Sog von s...

    Deutsche Chemiebranche gerät stärker in Sog von schwacher Weltwirtschaft

    03.07.2019| 12:49:19

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die deutsche Chemie- und Pharmabranche leidet immer stärker unter Handelskonflikten und der eingetrübten Weltkonjunktur. Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechnet sie nur mit einer moderaten Belebung im Jahresverlauf, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Brexit und den Iran-Konflikt. Sollte es zum Krieg im Nahen Osten kommen, hätte dies Folgen für den globalen Handel.

    Für 2019 senkte der VCI erneut seine Prognose: Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 197 Milliarden Euro. Zuletzt war er von einem Minus von 2,5 Prozent ausgegangen. Die Produktion in der drittgrössten deutschen Industriebranche soll zudem um 4 Prozent sinken und damit ebenfalls stärker als bisher kalkuliert.

    "Die Weltwirtschaft entwickelt sich schwächer als zu Jahresanfang erwartet", sagte Van Bylen. Die Hoffnung liege nun auf einer Erholung bei Chemiekunden - vor allem in der Autobranche, die unter der Dieselkrise, schwachen Absätzen und hohen Kosten für die E-Mobilität leidet. Auch in der Nahrungsmittel- und Elektroindustrie könne es wieder minimal nach oben gehen, sagte der VCI-Präsident.

    Als Zulieferer für viele weitere Branchen wie auch die Bau- und Kosmetikindustrie bekommt die Chemiebranche schlechtere Geschäfte bei ihren Abnehmern früh zu spüren und gilt als Konjunkturindikator.

    Im ersten Halbjahr hatte die Chemiebranche abermals mit einer schwachen Industrienachfrage auf dem Heimatmarkt zu kämpfen. Wichtige Kunden wie Autohersteller und Maschinenbauer hielten sich mit Bestellungen zurück. Im Ausland, etwa im übrigen Europa und den USA, gingen die Verkäufe spürbar zurück. Die widrige Konjunktur und Handelskonflikte setzen auch Branchenriesen wie BASF zu. Er will 6000 Stellen weltweit abbauen, die Hälfte davon in Deutschland.

    Von Januar bis Juni sank der der Umsatz der Chemie- und Pharmaindustrie um 4 Prozent auf fast 96 Milliarden Euro, die Produktion brach gemessen am Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent ein. Allerdings hatte die Pharmaindustrie 2018 eine Hochkonjunktur erlebt, nun normalisierte sich die Produktion.

    Der VCI hatte seine Prognose für 2019 schon eingedampft, da ein Konzern Ende vergangenen Jahres die Produktion eines Blockbuster-Medikaments in Deutschland einstellte. Die Branche mit fast 465 000 Beschäftigten hierzulande ist aber immer noch gut ausgelastet und arbeitet auf hohem Niveau: 2018 erzielte sie einen Rekordumsatz von 203 Milliarden Euro./als/DP/fba

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  • 03.07.2019 Deutsche Chemiebranche leidet unter nachlassender...

    Deutsche Chemiebranche leidet unter nachlassender Weltwirtschaft

    03.07.2019| 11:09:19

    FRANKFURT (awp international) - Handelskonflikte und die eingetrübte Weltwirtschaft machen der deutschen Chemie- und Pharmabranche immer mehr zu schaffen. Nach einem schwachen ersten Halbjahr senkte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt erneut seine Prognose für 2019: Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang um 3 Prozent auf knapp 197 Milliarden Euro. Zuletzt war er von einem Minus von 2,5 Prozent ausgegangen. Die Produktion in der drittgrössten Industriebranche hierzulande soll zudem um 4 Prozent sinken und damit ebenfalls noch stärker als bisher erwartet.

    Im Jahresverlauf geht der VCI allenfalls von einer moderaten Erholung aus. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Iran-Konflikt und den Brexit.

    Im ersten Halbjahr war der Umsatz der Chemie- und Pharmaindustrie um 4 Prozent auf fast 96 Milliarden Euro gesunken, die Produktion brach gemessen am Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent ein. Der VCI hatte seine Prognose für 2019 schon eingedampft, da ein Konzern zum Ende vergangenen Jahres die Produktion eines Blockbuster-Medikaments in Deutschland einstellte. Die Branche arbeitet aber auf hohem Niveau: 2018 hatte sie einen Rekordumsatz von 203 Milliarden Euro erzielt./als/DP/jha/

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  • 01.07.2019 Arbeitslosenzahl in Deutschland leicht gesunken -...

    Arbeitslosenzahl in Deutschland leicht gesunken - Aber Abkühlung spürbar

    01.07.2019| 13:10:38

    (durchgehend aktualisiert)

    NÜRNBERG (awp international) - Ein Dämpfer, aber keine Krise: So wertet die Bundesagentur für Arbeit (BA) die neuen Arbeitslosenzahlen. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist trotz leicht gesunkener Arbeitslosenzahlen die konjunkturelle Abkühlung spürbar. Im Juni ist die Zahl der Erwerbslosen nur noch wenig zurückgegangen, wie BA-Chef Detlef Scheele am Montag in Nürnberg berichtete. Die Bundesagentur für Arbeit zählte 20 000 Arbeitslose weniger als im Mai und 60 000 weniger als ein Jahr zuvor. Die Gesamtzahl sank damit auf 2,216 Millionen. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,9 Prozent.

    "Die schwächere konjunkturelle Entwicklung hinterlässt leichte Spuren auf dem Arbeitsmarkt", sagte Scheele. "Die Zahl der gemeldeten Stellen geht auf hohem Niveau zurück und das Beschäftigungswachstum verliert an Dynamik."

    Die schlechten Nachrichten der vergangenen Wochen aus grossen Industriefirmen spiegeln sich in den neuen Zahlen noch nicht wider. Doch wird die Nachfrage der Unternehmen nach neuen Mitarbeitern merklich schwächer. Im Juni waren 798 000 offene Stellen bei der Bundesagentur gemeldet, 8000 weniger als ein Jahr zuvor.

    Auswirkungen hat das vor allem auf die Chancen der Menschen am unteren Ende der Einkommenskala: "Wir sehen die konjunkturelle Eintrübung, wenn es um den Beschäftigungsabbau geht, gegenwärtig vorrangig in der Zeitarbeit", sagte Scheele. Bemerkbar macht sich das nach den Worten des BA-Chefs in zweierlei Hinsicht: Zugang in Arbeitslosigkeit und ein "nicht mehr so guter Abgang" aus der Grundsicherung.

    In die Alltagssprache übersetzt: Es ist für Hartz IV-Empfänger schwieriger geworden, einen Job zu finden. "Die Zeitarbeit war natürlich immer ein Arbeitgeber, der auch Menschen aufgenommen hat, die es nicht so einfach haben und die vielleicht keine Ausbildung haben", sagte Scheele.

    Ungeachtet der schlechteren wirtschaftlichen Entwicklung ist die Zahl der arbeitenden Menschen weiter gestiegen und lag nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes im Mai bei 45,28 Millionen Erwerbstätigen - das waren 21 000 mehr als im Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr waren es 462 000 mehr. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil verbreitete dementsprechend eine eher entspannte Sicht der Dinge: "Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch in diesem Monat von seiner robusten Seite, auch wenn sich die nachlassende konjunkturelle Entwicklung bemerkbar macht", erklärte der SPD-Politiker in Berlin.

    Der Anstieg basiert laut BA weitgehend auf einer höheren Zahl sozialversicherungspflichtig beschäftigter Arbeitnehmer. Insgesamt hatten laut Hochrechnung der BA im April 33,38 Millionen Menschen einen regulären Job. Saisonbereinigt war das von März auf April ein Plus von 38 000.

    Doch hat in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe prominenter Unternehmen Stellenkürzungen für die nächsten Monate und Jahre angekündigt. So will der US-Autohersteller Ford 5400 Stellen in Deutschland streichen, Thyssenkrupp 4000, die BASF 3000, Siemens 1400. In der Arbeitslosenstatistik ist davon noch nichts zu sehen. "Das geht ja immer nicht so schnell, weil es da Kündigungsschutztatbestände gibt, die eine gewisse Zeit brauchen", sagte Scheele.

    Die Bundesagentur bereitet sich derzeit vor allem auf einen Anstieg der Kurzarbeit in der Autoindustrie vor. Der Auslöser: Bei den Arbeitsagenturen wird vermehrt entsprechende Beratung angefragt. "Das ist in erster Linie in den Bundesländern mit grossem verarbeitenden Gewerbe, vorrangig aus der Automobilwirtschaft, also Bayern, Baden-Württemberg, teilweise rund um Wolfsburg, da sehen wir solche Phänomene", meinte der BA-Chef.

    Doch bedeutet das, dass nun Alarmstimmung in der Bundesagentur ausgebrochen ist? Nein. Scheele sieht eine grundlegend andere Situation als zu Zeiten der internationalen Finanzkrise vor zehn Jahren: "Wir gehen zur Zeit davon aus, (...) dass sich diese konjunkturelle Eintrübung über drei, vier Quartale hinzieht und es dann wieder anzieht."

    Sofern die Weltwirtschaft also keine Talfahrt antritt, könnte die Schwächephase am Arbeitsmarkt im nächsten Jahr beendet sein. "Eigentlich haben wir eine ganz normale konjunkturelle Phase", sagte Scheele. "Wir sehen ja keine eklatante Krise wie 2008 oder 2009."/cho/DP/fba

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  • 01.07.2019 Presse: LafargeHolcim an Bauchemiegeschäft von BA...

    Presse: LafargeHolcim an Bauchemiegeschäft von BASF interessiert

    01.07.2019| 07:46:10

    Zürich (awp) - LafargeHolcim ist einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge am zum Verkauf stehenden Bauchemiegeschäft des deutschen Konzerns BASF interessiert. Der schweizerisch-französische Zementkonzern habe sich dem Bieterverfahren angeschlossen, hiess es unter Berufung auf Kreise.

    Als weitere Interessenten in der zweiten Runde des Bieterverfahrens werden zudem die Buyout-Firmen Bain Capital und Cinven sowie Standard Industries gemeinsam mit Blackrock genannt. Auch Advent International, KKR & Co. und Lone Star Funds hätten einen Kauf erwogen. Zudem hätten auch Firmen mit einem existierenden Bauchemiegeschäft Interesse gezeigt. Die jüngste Runde der Angebote könnte die Sparte von BASF mit mehr als 3 Milliarden Euro bewerten, hiess es in der Meldung weiter.

    Die Nachrichtenagentur verweist darauf, dass LafargeHolcim-CEO Jan Jenisch für das laufende Jahr eine Reihe von Ergänzungs-Akquisitionen ausserhalb des Zementgeschäfts angekündigt hatte. BASF hatte im vergangenen Herbst abgekündigt, den Bereich Bauchemie auf den Prüfstand zu stellen und hatte zuletzt bestätigt, dass man erste Schritte für einen Verkauf eingeleitet habe.

    yr/tt

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  • 27.06.2019 BASF baut tausende Stellen ab - Harter Schlag für...

    BASF baut tausende Stellen ab - Harter Schlag für Ludwigshafen

    27.06.2019| 18:02:49

    (Meldung weiter ausgebaut)

    LUDWIGSHAFEN (awp international) - Die von BASF im vergangenen November angekündigte Umstrukturierung des Konzerns bringt den Abbau tausender Jobs mit sich. Weltweit sollen bei dem Chemieriesen bis Ende 2021 insgesamt 6000 Stellen wegfallen, wie das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mitteilte. Das sind knapp fünf Prozent der global 122 000 Menschen, die BASF Ende 2018 beschäftigt hat.

    Ungefähr die Hälfte der Stellen soll in Deutschland wegfallen, der überwiegende Teil am Heimatstandort Ludwigshafen, wie ein Sprecher sagte. Dort zählte BASF Ende 2018 knapp 40 000 Mitarbeiter. In Ludwigshafen sind dem Sprecher zufolge nach der aktuellen und bis Ende 2020 gültigen Standortvereinbarung betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung vereinbarten nun, Verhandlungen für eine neue Standortvereinbarung vorzuziehen. Ziel sei es, im ersten Halbjahr 2020 eine neue Vereinbarung zu unterzeichnen, hiess es in einer Mitteilung.

    Das Unternehmen will seine Organisationsstrukturen verschlanken, unter anderem in der Verwaltung. Zu schaffen machen BASF mehrere Faktoren, etwa die schwächelnde Konjunktur, die Autoflaute, der Handelsstreit zwischen den USA und China, im vergangenen Jahre kam noch das Niedrigwasser im Rhein hinzu. Das alles schlug sich in einem deutlichen Gewinnrückgang 2018 nieder. Der Nachsteuergewinn schrumpfte um mehr als ein Fünftel auf 4,7 Milliarden Euro.

    Damit steht BASF nicht allein. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) hatte Mitte Mai mitgeteilt, die schwächere Weltwirtschaft mache der deutschen Chemie- und Pharmabranche zu schaffen. Sie stelle sich nach einem kräftigen Umsatzrückgang im ersten Quartal weiter auf ein schwieriges Jahr ein. Von Januar bis März sank der Umsatz der Chemie- und Pharmabranche demnach gemessen am Vorjahresquartal um 3,8 Prozent auf 48,3 Milliarden Euro, die Produktion sank um 6 Prozent. Der Verband erwartet 2019 einen Umsatzrückgang von 2,5 Prozent. Grundsätzlich reagiert die Chemiebranche als Lieferant etwa für die Auto-, Bau- und Kosmetikindustrie früh auf Konjunkturschwankungen und hatte schon Ende 2018 vor Rückschlägen gewarnt.

    BASF-Finanzchef Hans-Ulrich Engel hatte kürzlich festgestellt: "Wir befinden uns insgesamt in einem schwierigeren Fahrwasser, als wir das im Februar erwartet haben." Im Februar waren die Zahlen für 2018 vorgelegt worden. Bereits im November davor hatte BASF-Chef Martin Brudermüller ein umfangreiches Programm zur Umstrukturierung angekündigt. Das soll ab Ende 2021 jährlich zwei Milliarden Euro zum operativen Gewinn (Ebitda) beisteuern. Der jetzt verkündete Stellenabbau ist Teil dieses Plans.

    Der Kurs der BASF-Aktie, der bereits am Vormittag gestiegen war, reagierte positiv auf die Nachrichten. Am Abend gingen die Papiere mit einem Plus von 1,55 Prozent auf 63,08 Euro aus dem Handel.

    Die nun angekündigte Neuausrichtung samt Stellenabbau ist des Teil der neuen Strategie und soll dem Unternehmen zufolge einen Effekt von rund 300 Millionen Euro haben. Kosten einsparen will Brudermüller etwa in der Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung. Ausserdem verkauft BASF Teilbereiche. Nichtsdestotrotz schliesst der Konzern nicht aus, in den kommenden Jahren auch wieder zusätzliche Mitarbeiter zu benötigen etwa in der Produktion oder für das Thema Digitalisierung - "jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten".

    Ein zentrales Element in der neuen Unternehmensstruktur soll ein Corporate Center sein mit weniger als 1000 Mitarbeitern. Es soll den Vorstand unterstützen, das Unternehmen zu steuern und zentrale Aufgaben etwa bei der Strategieentwicklung, Finanzen, Recht, Personal und Kommunikation übernehmen. Neu entstehen soll eine Einheit namens "Global Business Services", ein weltweites Netz aus rund 8000 Mitarbeitern, das Dienstleistungen für die einzelnen Unternehmensbereiche erbringen soll. Die Leitung hier soll der derzeitige Leiter des Bereichs Finance, Marc Ehrhardt, übernehmen.

    "Wir werden uns beim Aufbau der neuen Organisation darauf konzentrieren, konsequent Synergien zu heben, Schnittstellen zu reduzieren und mehr Flexibilität und Kreativität zu ermöglichen", erklärte Konzernchef Brudermüller. "Wir werden unsere Organisation weiterentwickeln, um effektiver und effizienter zu arbeiten."/chs/sl/DP/stw

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  • 27.06.2019 BASF streicht weltweit 6000 Stellen - die Hälfte ...

    BASF streicht weltweit 6000 Stellen - die Hälfte davon in Deutschland

    27.06.2019| 16:22:24

    (neu: mehr Details)

    LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der Chemiekonzern BASF will bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen abbauen - etwa die Hälfte davon in Deutschland. Der überwiegende Teil der rund 3000 im Inland betroffenen Jobs entfalle auf den Standort Ludwigshafen, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag mit. Der Dax-Konzern begründet den Abbau mit schlankeren Strukturen und vereinfachten Prozessen in der Verwaltung, in Serviceeinheiten sowie Unternehmensbereichen. Hinzu komme der Rückbau zentraler Strukturen.

    Zugleich stellt BASF heraus, dass das Unternehmen weiterhin Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern für Produktion und Digitalisierung habe, "jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten". Ende 2018 beschäftigte der Konzern weltweit 122 000 Mitarbeiter, davon etwa 39 000 in Ludwigshafen. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von rund 63 Milliarden Euro.

    Um das Ludwigshafener Unternehmen profitabler zu machen, hatte das BASF-Management im November 2018 ein neues Sparprogramm aufgelegt, das von Ende 2021 an jährlich zwei Milliarden Euro zum operativen Gewinn (Ebitda) beisteuern soll. Kosten einsparen will BASF-Chef Martin Brudermüller etwa in der Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung. Ausserdem verkauft BASF Teilbereiche. Der BASF-Chef hatte erst kürzlich erklärt, er erwarte bereits im laufenden Jahr einen Stellenabbau.

    "Wir werden uns beim Aufbau der neuen Organisation darauf konzentrieren, konsequent Synergien zu heben, Schnittstellen zu reduzieren und mehr Flexibilität und Kreativität zu ermöglichen", erklärte Brudermüller laut Unternehmensmitteilung. "Wir werden unsere Organisation weiterentwickeln, um effektiver und effizienter zu arbeiten."

    Der sich zuspitzende Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterlässt auch bei BASF Spuren. "Wir befinden uns insgesamt in einem schwierigeren Fahrwasser, als wir das im Februar erwartet haben", hatte Finanzchef Hans-Ulrich Engel kürzlich erklärt. Nach einem Gewinneinbruch 2018 will BASF im laufenden Jahr wieder etwas mehr verdienen. Dabei setzt der Dax-Konzern nach einem zunächst schwachen ersten Halbjahr auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften und eine weltweite konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

    Eckpfeiler der neuen Organisation sind laut BASF die "kundennahen Unternehmensbereiche, Serviceeinheiten, Regionen und ein schlankes "Corporate Center". Das Corporate Center werde den BASF-Vorstand unterstützen, das Unternehmen gesamtheitlich zu steuern. Die Rolle der Regionen und Länder werde geschärft. Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretungen hätten entschieden, die Verhandlungen über eine neue Standortvereinbarung vorzuziehen. Die aktuelle Vereinbarung sei bis Ende Dezember 2020 gültig, eine neue solle im 1. Halbjahr 2020 unterzeichnet werden./sl/hus/DP/stw

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  • 27.06.2019 BASF will weltweit 6000 Stellen abbauen - Schlank...

    BASF will weltweit 6000 Stellen abbauen - Schlankere Strukturen

    27.06.2019| 15:50:32

    LUDWIGSHAFEN (awp international) - Der Chemiekonzern BASF will bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen abbauen. Das teilte das Dax-Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Der Abbau resultiere aus schlankeren Strukturen und vereinfachten Prozessen in der Verwaltung, in Serviceeinheiten sowie Unternehmensbereichen. Hinzu komme der Rückbau von zentralen Strukturen. BASF werde aber weiter Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern für Produktion und Digitalisierung haben, "jedoch abhängig von zukünftigen Wachstumsraten", hiess es weiter. Ende 2018 beschäftigte der Konzern weltweit 122 000 Mitarbeiter.

    Um das Unternehmen wieder profitabler zu machen, setzte das BASF-Management im November 2018 ein neues Sparprogramm auf, das von Ende 2021 an jährlich zwei Milliarden Euro zum operativen Gewinn (Ebitda) beisteuern soll. Der jetzt verkündete Stellenabbau ist Teil dieses Plans.

    Der Kurs der BASF-Aktie, der bereits am Vormittag gestiegen war, reagierte positiv auf die Nachrichten. Am Nachmittag lag er zuletzt mit 2,04 Prozent im Plus bei 63,39 Euro.

    Kosten einsparen will BASF-Chef Martin Brudermüller etwa in der Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung. Ausserdem verkauft BASF Teilbereiche. Der BASF-Chef hatte kürzlich erklärt, er erwarte im laufenden Jahr einen Stellenabbau.

    "Wir werden uns beim Aufbau der neuen Organisation darauf konzentrieren, konsequent Synergien zu heben, Schnittstellen zu reduzieren und mehr Flexibilität und Kreativität zu ermöglichen", erklärte Brudermüller. "Wir werden unsere Organisation weiterentwickeln, um effektiver und effizienter zu arbeiten."

    Der sich zuspitzende Handelskonflikt zwischen den USA und China hinterlässt auch bei BASF Spuren. "Wir befinden uns insgesamt in einem schwierigeren Fahrwasser, als wir das im Februar erwartet haben", hatte Finanzchef Hans-Ulrich Engel kürzlich erklärt. Nach einem Gewinneinbruch 2018 will BASF im laufenden Jahr wieder etwas mehr verdienen. Dabei setzt der Dax-Konzern nach einem zunächst schwachen ersten Halbjahr auf eine Beilegung des Handelsstreits zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften und eine weltweite konjunkturelle Erholung in der zweiten Jahreshälfte.

    sl/DP/stw

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Stammdaten

Branche/Sektor Chemie
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol BAS
Valor 11450563
ISIN DE000BASF111

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   +2.59%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M -0.43 -0.69%
Perf. 3M -11.26 -15.42%
Perf. laufendes Jahr +1.40 +2.32%
Perf. 52W   -26.72%

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Vortagestief 61.05 (16.07.2019)
Hoch 1W 61.76 (16.07.2019)
Tief 1W 58.10 (09.07.2019)
Hoch 1M 65.48 (01.07.2019)
Tief 1M 58.10 (09.07.2019)
Hoch 3M 74.62 (23.04.2019)
Tief 3M 58.10 (09.07.2019)
Hoch 1J 84.80 (26.07.2018)
Tief 1J 57.26 (10.12.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG