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Dividende ex Datum 09.05.2019
Zahlbar Datum 13.05.2019
Rendite 2.20%
Nominalwert 0
Anzahl Aktien 190'000'000
Marktkapital in Mio. 23'303.50
Umsatz Vormonat 346'870

Aktuelle News

  • 13.05.2019 Euronext darf Börse in Oslo übernehmen

    Euronext darf Börse in Oslo übernehmen

    13.05.2019| 08:37:57

    AMSTERDAM (awp international) - Im Ringen um die Übernahme der Börse in Oslo hat die niederländische Euronext eine wichtige Hürde genommen. Das norwegische Finanzministerium gab grünes Licht für den Zukauf von bis zu 100 Prozent der Anteile an der Oslo Bors, wie die Euronext am Montag in Amsterdam mitteilte. Damit folgte das Finanzministerium der Empfehlung der norwegischen Finanzaufsicht Finanstilsynet (FSA) von Anfang April.

    Die Euronext, die bereits die Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel und Lissabon betreibt, hatte sich mit dem US-Börsenbetreiber Nasdaq einen Bieterwettkampf um den Börsenplatz in der norwegischen Hauptstadt geliefert. Dabei waren die Niederländer im Vorteil, weil sie sich bereits 53,4 Prozent der Anteile an der Olso Bors gesichert hatten. Die Nasdaq wiederum kam zuletzt nach eigenen Angaben auf einen Anteil von mehr als 37 Prozent.

    Die Zustimmung des norwegischen Finanzministeriums galt als eine der letzten grösseren Voraussetzungen für den Abschluss der Übernahme. Dabei wurde auch das Ansinnen der Nasdaq abgeschmettert, die Genehmigung für den Zukauf an eine Zwei-Drittel-Mehrheit zu knüpfen. Die Euronext will sich die Transaktion von den eigenen Aktionären auf der Hauptversammlung am 16. Mai absegnen lassen und danach den Zukauf - wie bisher geplant - bis Ende Juni unter Dach und Fach bringen. Die Nasdaq teilte in einer ersten Stellungnahme mit, sie werde nun ihre Optionen ausloten./tav/nas/jha/

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  • 08.05.2019 Börse-Chef Weimer: Erfolgsjahr 2018 nicht einfach...

    Börse-Chef Weimer: Erfolgsjahr 2018 nicht einfach so zu toppen

    08.05.2019| 13:16:12

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Nach einem erfolgreichen Jahr 2018 dämpft die Deutsche Börse die Erwartungen. "Die Strasse, auf der wir fahren, wird kurvenreicher. Die Prognosen für das Wachstum in unserem Umfeld weisen nach unten", sagte Konzernchef Theodor Weimer am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Frankfurt. "Da können wir das Tempo aus dem vergangenen Jahr nicht ohne weiteres halten. Ein Jahr, das so gut lief wie das letzte, lässt sich nicht mal eben so toppen. Aber das heisst ja nicht, dass es nicht wieder ganz ordentlich werden kann."

    2018 waren die Erlöse des Frankfurter Marktbetreibers zum Vorjahr um 13 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro gestiegen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf etwas über eine Milliarde Euro. Der Überschuss sank unter anderem wegen Abfindungen für Stellenstreichungen um sechs Prozent auf 824 Millionen Euro.

    Das Jahr 2019 begann mit Gewinnplus: Trotz eines mauen Aktienmarktes verdiente die Börse mit gut 275 Millionen Euro elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Weimer will die jährlichen Erlöse ohne Sondereffekte um fünf Prozent und den Gewinn um etwa zehn Prozent steigern.

    Aktionärsvertreter lobten, Weimer habe seit seinem Amtsantritt im Januar 2018 für frischen Wind gesorgt. Für Unverständnis sorgt jedoch, dass das Unternehmen zur Beilegung der Insideraffäre um Vorgänger Carsten Kengeter eine Millionenbusse gezahlt hat. "Wir sehen es überhaupt nicht ein, dass für das Fehlverhalten einiger weniger Personen auch noch Aktionärsgelder herangezogen werden", kritisierte Aljoscha Sturmfels als Vertreter der Aktionärsvereinigung DSW.

    Die Deutsche Börse hatte im Dezember 10,5 Millionen Euro Geldbusse gezahlt. Damit wurden Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft wegen eines möglichen Verstosses gegen das Verbot von Insiderhandel beendet. Es ging um ein Aktiengeschäft Kengeters. Zudem hinterfragten die Behörden, ob der Konzern die Öffentlichkeit rechtzeitig über die damaligen Fusionsgespräche mit der Londoner Börse LSE informiert hat.

    Aufsichtsratschef Joachim Faber verteidigte die Entscheidung, nicht gegen die Millionenbusse vorzugehen. Eine Fortsetzung des Verfahrens wäre "aller Voraussicht nach mit massiven Kosten" und "einer fortlaufenden Belastung der Reputation des Unternehmens" verbunden gewesen. Faber betonte: "Die Gesellschaft ist gleichwohl unverändert der festen Überzeugung, dass die Vorwürfe unbegründet waren."

    Das Krisenjahr 2017, in dem auch die Fusion mit der LSE scheiterte, hatte auch Faber in die Kritik gebracht. Der heute 68-Jährige, der den Aufsichtsrat der Deutschen Börse seit Mitte 2012 führt, will sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 niederlegen - ein Jahr vor Ende seiner dritten Amtszeit./ben/DP/mis

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  • 08.05.2019 Deutsche Börse-Chef Weimer: Gutes Jahr 2018 nicht...

    Deutsche Börse-Chef Weimer: Gutes Jahr 2018 nicht einfach so zu toppen

    08.05.2019| 10:56:25

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse dämpft nach einem erfolgreichen Jahr 2018 die Erwartungen. "Die Strasse, auf der wir fahren, wird kurvenreicher. Die Prognosen für das Wachstum in unserem Umfeld weisen nach unten", sagte Konzernchef Theodor Weimer laut Redetext am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Dax -Konzerns in Frankfurt. "Da können wir das Tempo aus dem vergangenen Jahr nicht ohne weiteres halten. Ein Jahr, das so gut lief wie das letzte, lässt sich nicht mal eben so toppen. Aber das heisst ja nicht, dass es nicht wieder ganz ordentlich werden kann."

    Im vergangenen Jahr waren die Erlöse des Frankfurter Marktbetreibers zum Vorjahr um 13 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro gestiegen. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis kletterte um 17 Prozent auf etwas über eine Milliarde Euro. Der Überschuss sank unter anderem wegen Abfindungen im Zuge von Stellenstreichungen um sechs Prozent auf 824 Millionen Euro. Ins Jahr 2019 war das Unternehmen mit einem Gewinnplus gestartet: Trotz eines mauen Aktienmarktumfelds verdiente die Deutsche Börse mit gut 275 Millionen Euro elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

    Der seit Januar 2018 amtierende Börsen-Chef Weimer hält unverändert an dem Ziel fest, die jährlichen Erlöse aus eigener Kraft um fünf Prozent zu steigern und den Gewinn um etwa zehn Prozent. Sondereffekte werden dabei jeweils ausgeklammert./ben/DP/fba

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  • 08.05.2019 Deutsche Börse hält Bussgeld in Insideraffäre nac...

    Deutsche Börse hält Bussgeld in Insideraffäre nach wie vor für unbegründet

    08.05.2019| 10:46:38

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat vor Aktionären ihre Entscheidung verteidigt, nicht gegen die Millionenbusse in der Insideraffäre um Ex-Vorstandschef Carsten Kengeter vorzugehen. Vorstand und Aufsichtsrat seien nach intensiver Diskussion zu dem Schluss gekommen, dass der Konzern nicht gegen den Bussgeldbeschluss über 10,5 Millionen Euro vorgehen wird, erklärte Aufsichtsratschef Joachim Faber am Mittwoch bei der Hauptversammlung des Dax -Konzerns in Frankfurt.

    Die Fortsetzung des Verfahrens wäre nach Einschätzung der Gremien "aller Voraussicht nach mit massiven Kosten" und "einer fortlaufenden Belastung der Reputation des Unternehmens" verbunden gewesen. Faber betonte laut Redetext: "Die Gesellschaft ist gleichwohl unverändert der festen Überzeugung, dass die Vorwürfe unbegründet waren."

    Im Jahr 2017 hatten Ermittlungen der Frankfurter Staatsanwaltschaft für Unruhe gesorgt. Es ging um ein Aktiengeschäft des damaligen Vorstandsvorsitzenden Kengeter und einen möglichen Verstoss gegen das Verbot von Insiderhandel. Zudem hinterfragten die Behörden, ob die Deutsche Börse die Öffentlichkeit rechtzeitig über ihre damaligen Gespräche mit der Londoner Börse LSE über eine mögliche Fusion informiert hatte.

    Die Deutsche Börse hatte im Dezember einen Schlussstrich unter die Affäre gezogen und Geldbussen in Gesamthöhe von 10,5 Millionen Euro gezahlt. Das Verfahren gegen Kengeter stellte die Staatsanwaltschaft gegen Zahlung von 4,5 Millionen Euro an die Staatskasse ein./ben/DP/fba

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  • 01.05.2019 Londoner Börse steigert Erlöse trotz 'herausforde...

    Londoner Börse steigert Erlöse trotz 'herausfordernden Marktumfelds'

    01.05.2019| 10:55:56

    LONDON (awp international) - Die Londoner Börse hat im ersten Quartal 2019 trotz eines Rückgangs im Aktienhandel ihren Umsatz erhöht. Das teilte die London Stock Exchange (LSE) am Mittwoch vor der Jahreshauptversammlung der Anteilseigner mit.

    Die Erlöse wuchsen demnach um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 546 Millionen Britische Pfund (rund 635 Mio Euro). Dies gelang, obwohl der Umsatz beim Aktienhandel um 9 Prozent einbrach. Diesen Rückgang konnte die LSE in anderen Bereichen jedoch mehr als ausgleichen, etwa im Clearing-Geschäft. Hier wuchsen die Erlöse um 17 Prozent. Auch bei ihren technischen Diensten verzeichnete die LSE einen Zuwachs.

    Die Londoner Börse halte beim Kerngeschäft im Kapitalmarkt, Nachhandel und Informationsdiensten an ihrer Strategie fest, sagte LSE-Geschäftsführer David Schwimmer der Mitteilung zufolge. "Die Gruppe ist in einer guten Ausgangslage, um ihre Wachstumschancen in der sich verändernden makroökonomischen Landschaft weiterzuentwickeln."

    Eine Fusion mit der Deutschen Börse war mehrmals gescheitert, zuletzt hatte im März 2017 die EU-Kommission ihr Veto eingelegt./cmy/DP/jha

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  • 30.04.2019 Deutsche Börse trotzt mauem Aktienmarktumfeld - A...

    Deutsche Börse trotzt mauem Aktienmarktumfeld - Aktie steigt

    30.04.2019| 15:23:52

    (Neu: Aussagen aus Investorenkonferenz, aktueller Kurs)

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal trotz eines für den Börsenbetreiber mauen Aktienmarktumfelds dank der breiten Aufstellung deutlich mehr verdient. Der um Sondereffekte wie Kosten für den Stellenabbau und Übernahmen bereinigte Gewinn sei um acht Prozent auf fast 292 Millionen Euro geklettert, teilte der im Dax gelistete Börsenbetreiber am Montag nach Börsenschluss in Frankfurt mit. Unter dem Strich verdiente die Deutsche Börse 275 Millionen Euro und damit elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Die Nettoerlöse stiegen um vier Prozent auf 721 Millionen Euro. Damit erfüllte die Deutsche Börse die Erwartungen der Experten beim Erlös, übertraf aber die durchschnittliche Prognose der Analysten beim Gewinn deutlich. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognose für 2019 - demnach soll der bereinigte Gewinn um rund zehn Prozent steigen und die Erlöse aus eigener Kraft um mindestens fünf Prozent zulegen.

    Im ersten Quartal konnte die Deutsche Börse die stagnierenden Erlöse in der Derivatesparte Eurex, dem grössten Bereich, und dem Rückgang im Aktienhandel mit Zuwächsen in anderen Bereichen mehr als kompensieren. "In einem schwachen Aktienmarktumfeld konnten wir unsere Stärken wie das planmässige Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse in Höhe von 5 Prozent und unser diversifiziertes Geschäftsmodell voll ausspielen", sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer.

    Die Deutsche-Börse-Aktie legte am Nachmittag zuletzt 1,15 Prozent auf 118,30 Euro zu und war damit einer der grössten Gewinner in einem mauen Gesamtmarkt. Das Papier näherte sich zudem wieder dem im vergangenen Sommer erreichten Mehrjahreshoch von 121,15 Euro. Die Deutsche Börse sei gut in das Jahr gestartet, schrieb LBBW-Analyst Jürgen Graf in einer Studie. Auch andere Experten äusserten sich lobend.

    Weimer hat das Unternehmen nach dem Krisenjahr 2017 mit der wieder einmal gescheiterten Übernahme der Londoner Börse und dem Insiderskandal um den Ex-Chef Carsten Kengeter wieder in ein ruhigeres Fahrwasser geführt. Er setzt nicht mehr auf grosse Übernahmen, sondern auf selektive Zukäufe vor allem in Bereichen, die das Unternehmen unabhängiger vom volatilen Aktienmarkt machen - wie dem Devisenhandel oder dem Indexgeschäft.

    Zu den laufenden Gesprächen mit dem Finanzdatenanbieter Refinitiv gab es keine Neuigkeiten. Weimer sagte bei einer Investorenkonferenz, dass es keinen konkreten Zeitplan gibt, aber in den kommenden Wochen mit Nachrichten zu rechnen ist. Er bekräftigte damit frühere Aussagen. Der Konzern hatte Anfang April bestätigt, dass es Verhandlungen mit Refinitiv über einige Bereiche des Devisenhandels gibt.

    "Der in den Marktgerüchten genannte Kaufpreis von 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,1 Mrd Euro) sowie die unmittelbar bevorstehende Unterzeichnung verbindlicher Verträge entbehren jeder Grundlage", hatte es damals vonseiten der Deutschen Börsen geheissen. Der Marktwert der Refinitiv-Devisenhandelsplattform FXall wird von Experten auf eben diesen Preis geschätzt.

    Die Deutsche Börse könnte aber nur Teile übernehmen. Aber auch ein Kaufpreis in dieser Grössenordnung wäre für die Deutsche Börse wohl kein Problem - das Unternehmen hat zum einem 1,5 Milliarden Euro für Zukäufe in der Kasse. Aber selbst, wenn es alles sein sollte, wäre die Finanzierung wohl kein Problem. So hatte Weimer zuletzt immer wieder betont, dass Investoren voll und ganz hinter seiner Strategie stehen und auch eine Kapitalerhöhung unterstützen würden.

    Weimers Kurs kommt bei den Anlegern gut an. Seit seinem Amtsantritt Anfang 2018 zog der Börsenwert des Unternehmens um rund ein Fünftel auf knapp 22,5 Milliarden Euro an. Neben dem Ausbau des Geschäfts durch Zukäufe setzt er auf Einsparungen. Das half der Deutschen Börse auch im ersten Quartal - so gingen die operativen Aufwendungen trotz des anziehenden Geschäfts um ein Prozent auf 273 Millionen Euro zurück.

    Der frühere HVB-Chef will die jährlichen Fixkosten bis Ende 2020 um rund 100 Millionen Euro drücken. Die Hälfte der Einsparungen soll aus dem Personalbereich kommen. Dafür sollen Stellen in Frankfurt wegfallen und an Billigstandorten wie Cork (Irland) oder Prag entstehen. Am Ende soll das Unternehmen grösser sein als zuletzt. "Bis Ende 2020 wollen wir nicht nur ein effizienteres Unternehmen sein, sondern auch ein grösseres mit mehr Mitarbeitern als heute", hatte Weimer bei der Ankündigung des Sparprogramms gesagt.

    Bis dahin sollen auch im Aufsichtsrat die Konsequenzen aus dem Krisenjahr 2017 gezogen sein. Denn das Unternehmen hatte bereits am Montagnachmittag mitgeteilt, dass der in der Kritik stehende Aufsichtsratschef Joachim Faber sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 niederlegt. Er hatte bereits bei dem Aktionärstreffen vor einem Jahr einen vorzeitigen Abtritt im Laufe seiner dritten dreijährigen Amtszeit angedeutet. Über die Nachfolge werde "zu gegebener Zeit" informiert.

    Die vielen Probleme im Jahr 2017 hatten den heute 68-jährigen Faber, der seit Mitte 2012 an der Spitze des Aufsichtsgremiums steht, in die Kritik gebracht. Die geplante Fusion mit der Londoner Börse LSE scheiterte auch deshalb, weil den Verantwortlichen der Deutschen Börse ein Plan B für den Fall des Brexits zu fehlen schien. Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein auf den inzwischen zurückgetretenen Chef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm auf den Weg, das Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen möglichen Insiderhandels nach sich zog./zb/jha/he/fba

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  • 30.04.2019 Deutsche Börse trotzt mauem Aktienmarktumfeld - A...

    Deutsche Börse trotzt mauem Aktienmarktumfeld - Aktie steigt

    30.04.2019| 09:27:44

    (Neu: Aktienkurs, LBBW-Studie)

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal trotz eines für den Börsenbetreiber mauen Aktienmarktumfelds dank der breiten Aufstellung deutlich mehr verdient. Der um Sondereffekte wie Kosten für den Stellenabbau und Übernahmen bereinigte Gewinn sei um acht Prozent auf fast 292 Millionen Euro geklettert, teilte der im Dax gelistete Börsenbetreiber am Montag in Frankfurt mit. Unter dem Strich verdiente die Deutsche Börse 275 Millionen Euro und damit elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Die Nettoerlöse stiegen um vier Prozent auf 721 Millionen Euro. Damit erfüllte die Deutsche Börse die Erwartungen der Experten beim Erlös, übertraf aber die durchschnittliche Prognose der Analysten beim Gewinn deutlich. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognose für 2019 - demnach soll der bereinigte Gewinn um rund zehn Prozent steigen und die Erlöse aus eigener Kraft um mindestens fünf Prozent zulegen.

    Im ersten Quartal konnte die Deutsche Börse die stagnierenden Erlöse in der Derivatesparte Eurex, dem grössten Bereich, und dem Rückgang im Aktienhandel mit Zuwächsen in anderen Bereichen mehr als kompensieren. "In einem schwachen Aktienmarktumfeld konnten wir unsere Stärken wie das planmässige Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse in Höhe von 5 Prozent und ihr diversifiziertes Geschäftsmodell voll ausspielen", sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer.

    Die Deutsche-Börse-Aktie legte in den ersten Handelsminuten in einem trüben Umfeld um 1,4 Prozent auf 118,55 Euro zu und näherte sich damit wieder dem im vergangenen Sommer erreichten Mehrjahreshoch von 121,15 Euro. Die Deutsche Börse sei gut in das Jahr gestartet, schrieb LBBW-Analyst Jürgen Graf in einer Studie. Er erhöhte zudem das Kursziel um drei auf 125 Euro. Das Papier gehört seit einiger Zeit zu den Standardwerten mit den höchsten Kursgewinnen. Seit dem Amtsantritt des Konzernchefs Theodor Weimer zog der Börsenwert um rund ein Fünftel auf knapp 22,5 Milliarden Euro.

    Weimer hat das Unternehmen nach dem Krisenjahr 2017 mit der wieder einmal gescheiterten Übernahme der Londoner Börse und dem Insiderskandal um den Ex-Chef Carsten Kengeter wieder in ein ruhigeres Fahrwasser geführt. Er setzt nicht mehr auf grosse Übernahmen, sondern auf selektive Zukäufe vor allem in Bereichen, die das Unternehmen unabhängiger vom volatilen Aktienmarkt machen - wie dem Devisenhandel oder dem Indexgeschäft

    Zudem drückt Weimer auf die Kosten. Das half der Deutschen Börse auch im ersten Quartal - so gingen die operativen Aufwendungen trotz des anziehenden Geschäfts um 1 Prozent auf 273 Millionen Euro zurück. Der frühere HVB-Chef will die jährlichen Fixkosten bis Ende 2020 um um rund 100 Millionen Euro drücken.

    Die Hälfte dieser Einsparungen soll aus dem Personalbereich kommen. Dafür sollen Stellen in Frankfurt wegfallen und an Billigstandorten wie Cork (Irland) oder Prag entstehen. Am Ende soll das Unternehmen grösser sein als zuletzt. "Bis Ende 2020 wollen wir nicht nur ein effizienteres Unternehmen sein, sondern auch ein grösseres mit mehr Mitarbeitern als heute", hatte Weimer bei der Ankündigung des Sparprogramms gesagt.

    Bis dahin sollen auch im Aufsichtsrat die Konsequenzen aus dem Krisenjahr 2017 gezogen sein. Denn das Unternehmen hatte bereits am Montagnachmittag mitgeteilt, dass der in der Kritik stehende Aufsichtsratschef Joachim Faber sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 niederlegt. Er hatte bereits bei dem Aktionärstreffen vor einem Jahr einen vorzeitigen Abtritt im Laufe seiner dritten dreijährigen Amtszeit angedeutet.

    Über die Nachfolge werde "zu gegebener Zeit" informiert. Die vielen Probleme im Jahr 2017 hatten den heute 68-jährigen Faber, der seit Mitte 2012 an der Spitze des Aufsichtsgremiums steht, in die Kritik gebracht. Die geplante Fusion mit der Londoner Börse LSE scheiterte auch deshalb, weil den Verantwortlichen der Deutschen Börse ein Plan B für den Fall des Brexits zu fehlen schien.

    Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein auf den inzwischen zurückgetretenen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm auf den Weg, das Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen möglichen Insiderhandels nach sich zog./zb/jha/he

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  • 29.04.2019 Deutsche Börse trotzt mauem Aktienmarktumfeld - G...

    Deutsche Börse trotzt mauem Aktienmarktumfeld - Gewinn steigt deutlich

    29.04.2019| 20:45:33

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal trotz eines für den Börsenbetreiber mauen Aktienmarktumfelds dank der breiten Aufstellung deutlich mehr verdient. Der um Sondereffekte wie Kosten für den Stellenabbau und Übernahmen bereinigte Gewinn sei um acht Prozent auf fast 292 Millionen Euro geklettert, teilte der im Dax gelistete Börsenbetreiber am Montag in Frankfurt mit. Unter dem Strich verdiente die Deutsche Börse 275 Millionen Euro und damit elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Die Nettoerlöse stiegen um vier Prozent auf 721 Millionen Euro. Damit erfüllte die Deutsche Börse die Erwartungen der Experten beim Erlös, übertraf aber die durchschnittliche Prognose der Analysten beim Gewinn deutlich. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognose für 2019 - demnach soll der bereinigte Gewinn um rund zehn Prozent steigen und die Erlöse aus eigener Kraft um mindestens fünf Prozent zulegen.

    Im ersten Quartal konnte die Deutsche Börse die stagnierenden Erlöse in der Derivatesparte Eurex, dem grössten Bereich, und dem Rückgang im Aktienhandel mit Zuwächsen in anderen Bereichen mehr als kompensieren. "In einem schwachen Aktienmarktumfeld konnten wir unsere Stärken wie das planmässige Wachstum der strukturell bedingten Nettoerlöse in Höhe von 5 Prozent und ihr diversifiziertes Geschäftsmodell voll ausspielen", sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer.

    Die Deutsche-Börse-Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal leicht zu. Auf der Handelsplattform Tradegate kostete die Aktie zuletzt 117,20 Euro und damit 0,21 Prozent mehr als zum Xetra-Schluss. Die Aktie gehört seit einiger Zeit zu den Standardwerten mit den höchsten Kursgewinnen. Seit dem Amtsantritt des Konzernchefs Theodor Weimer zog der Börsenwert um rund ein Fünftel auf rund 22 Milliarden Euro.

    Weimer hat das Unternehmen nach dem Krisenjahr 2017 mit der wieder einmal gescheiterten Übernahme der Londoner Börse und dem Insiderskandal um den Ex-Chef Carsten Kengeter wieder in ein ruhigeres Fahrwasser geführt. Er setzt nicht mehr auf grosse Übernahmen, sondern auf selektive Zukäufe vor allem in Bereichen, die das Unternehmen unabhängiger vom volatilen Aktienmarkt machen - wie dem Devisenhandel oder dem Indexgeschäft

    Zudem drückt Weimer auf die Kosten. Das half der Deutschen Börse auch im ersten Quartal - so gingen die operativen Aufwendungen trotz des anziehenden Geschäfts um 1 Prozent auf 273 Millionen Euro zurück. Der frühere HVB-Chef will die jährlichen Fixkosten bis Ende 2020 um um rund 100 Millionen Euro drücken.

    Die Hälfte dieser Einsparungen soll aus dem Personalbereich kommen. Dafür sollen Stellen in Frankfurt wegfallen und an Billigstandorten wie Cork (Irland) oder Prag entstehen. Am Ende soll das Unternehmen grösser sein als zuletzt. "Bis Ende 2020 wollen wir nicht nur ein effizienteres Unternehmen sein, sondern auch ein grösseres mit mehr Mitarbeitern als heute", hatte Weimer bei der Ankündigung des Sparprogramms gesagt.

    Bis dahin sollen auch im Aufsichtsrat die Konsequenzen aus dem Krisenjahr 2017 gezogen sein. Denn das Unternehmen hatte bereits am Montagnachmittag mitgeteilt, dass der in der Kritik stehende Aufsichtsratschef Joachim Faber sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 niederlegt. Er hatte bereits bei dem Aktionärstreffen vor einem Jahr einen vorzeitigen Abtritt im Laufe seiner dritten dreijährigen Amtszeit angedeutet.

    Über die Nachfolge werde "zu gegebener Zeit" informiert. Die vielen Probleme im Jahr 2017 hatten den heute 68-jährigen Faber, der seit Mitte 2012 an der Spitze des Aufsichtsgremiums steht, in die Kritik gebracht. Die geplante Fusion mit der Londoner Börse LSE scheiterte auch deshalb, weil den Verantwortlichen der Deutschen Börse ein Plan B für den Fall des Brexits zu fehlen schien.

    Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein auf den inzwischen zurückgetretenen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm auf den Weg, das Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen möglichen Insiderhandels nach sich zog./zb/jha/he

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  • 29.04.2019 Wdh: Deutsche Börse verdient zum Jahresauftakt üb...

    Wdh: Deutsche Börse verdient zum Jahresauftakt überraschend viel

    29.04.2019| 19:47:55

    (Im zweiten Absatz, dritter Satz wurde die Jahreszahl korrigiert: 2019.)

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal trotz eines für den Börsenbetreiber eher mauen Umfelds deutlich mehr verdient. Der um Sondereffekte wie Kosten für den Stellenabbau und Übernahmen bereinigte Gewinn sei um acht Prozent auf fast 292 Millionen Euro geklettert, teilte der im Dax gelistete Börsenbetreiber am Montag in Frankfurt mit. Unter dem Strich verdiente die Deutsche Börse 275 Millionen Euro und damit elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Die Nettoerlöse stiegen um vier Prozent auf 721 Millionen Euro. Damit erfüllte die Deutsche Börse die Erwartungen der Experten beim Erlös, übertraf aber die durchschnittliche Prognose der Analysten beim Gewinn deutlich. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognose für 2019 - demnach soll der bereinigte Gewinn um rund zehn Prozent steigen und die Erlöse aus eigener Kraft um mindestens fünf Prozent zulegen.

    Das Unternehmen hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass der in der Kritik stehende Aufsichtsratschef Joachim Faber sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 niederlegt. Er hatte bereits bei dem Aktionärstreffen vor einem Jahr einen vorzeitigen Abtritt im Laufe seiner dritten dreijährigen Amtszeit angedeutet. Über die Nachfolge werde "zu gegebener Zeit" informiert.

    Das Krisenjahr 2017 hatte den heute 68-jährigen Faber, der seit Mitte 2012 an der Spitze des Aufsichtsgremiums steht, in die Kritik gebracht. Der geplante Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE scheiterte auch deshalb, weil den Verantwortlichen der Deutschen Börse ein Plan B für den Fall des Brexits zu fehlen schien.

    Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein auf den inzwischen zurückgetretenen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm auf den Weg, das Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen möglichen Insiderhandels nach sich zog./zb/jha

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  • 29.04.2019 Deutsche Börse verdient zum Jahresauftakt überras...

    Deutsche Börse verdient zum Jahresauftakt überraschend viel

    29.04.2019| 19:23:12

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse hat im ersten Quartal trotz eines für den Börsenbetreiber eher mauen Umfelds deutlich mehr verdient. Der um Sondereffekte wie Kosten für den Stellenabbau und Übernahmen bereinigte Gewinn sei um acht Prozent auf fast 292 Millionen Euro geklettert, teilte der im Dax gelistete Börsenbetreiber am Montag in Frankfurt mit. Unter dem Strich verdiente die Deutsche Börse 275 Millionen Euro und damit elf Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Die Nettoerlöse stiegen um vier Prozent auf 721 Millionen Euro. Damit erfüllte die Deutsche Börse die Erwartungen der Experten beim Erlös, übertraf aber die durchschnittliche Prognose der Analysten beim Gewinn deutlich. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognose für 2018 - demnach soll der bereinigte Gewinn um rund zehn Prozent steigen und die Erlöse aus eigener Kraft um mindestens fünf Prozent zulegen.

    Das Unternehmen hatte zuvor bereits mitgeteilt, dass der in der Kritik stehende Aufsichtsratschef Joachim Faber sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2020 niederlegt. Er hatte bereits bei dem Aktionärstreffen vor einem Jahr einen vorzeitigen Abtritt im Laufe seiner dritten dreijährigen Amtszeit angedeutet. Über die Nachfolge werde "zu gegebener Zeit" informiert.

    Das Krisenjahr 2017 hatte den heute 68-jährigen Faber, der seit Mitte 2012 an der Spitze des Aufsichtsgremiums steht, in die Kritik gebracht. Der geplante Zusammenschluss mit der Londoner Börse LSE scheiterte auch deshalb, weil den Verantwortlichen der Deutschen Börse ein Plan B für den Fall des Brexits zu fehlen schien.

    Zudem brachte der Aufsichtsrat unter Fabers Vorsitz ein auf den inzwischen zurückgetretenen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter zugeschnittenes Vergütungsprogramm auf den Weg, das Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen möglichen Insiderhandels nach sich zog./zb/jha

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  • 16.04.2019 Deutsche besitzen so viel Gold wie nie

    Deutsche besitzen so viel Gold wie nie

    16.04.2019| 06:34:00

    FRANKFURT (awp international) - Es ist als glänzendes Investment gefragt: Der Goldschatz der Deutschen ist in den vergangenen Jahren noch grösser geworden. Privatleute in Deutschland besitzen mittlerweile die Rekordmenge von 8918 Tonnen des Edelmetalls - davon gut die Hälfte (4925 Tonnen) in Form von Barren und Münzen, knapp 4000 Tonnen sind Schmuck. Diese Zahlen haben Forscher der Steinbeis-Hochschule für die Reisebank auf Basis einer repräsentativen Befragung von 2000 Erwachsenen errechnet. Seit der vorigen Erhebung dieser Art aus dem Jahr 2016 wuchs der Goldschatz der Privathaushalte um 246 Tonnen.

    Rechnet man die Goldreserven der Bundesbank hinzu (Ende 2018: 3370 Tonnen), sind 6,5 Prozent der weltweiten Goldvorräte in deutschem Besitz. Würde man die gesamten 12 288 Tonnen auf einem Haufen sammeln, ergäbe sich ein Würfel mit einer Kantenlänge von rund 8,60 Metern. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Studie Anfang April hatte dieser Goldschatz einen Wert von gut 458 Milliarden Euro.

    "Im europäischen Vergleich haben die Deutschen beim Goldbesitz eine führende Position inne. Vergangene Studien haben gezeigt, dass Deutschland bei der Gesamtmenge vorne liegt, der Pro-Kopf-Besitz jedoch in Italien etwas stärker ausgeprägt ist", erklärt Studienautor Jens Kleine vom Steinbeis Research Center for Financial Services.

    Drei Viertel der Bundesbürger (74 Prozent) besitzen der neuen Studie zufolge Gold in Form von Schmuck, physisch in Form von Barren oder Münzen oder mittelbar über ein spezielles Wertpapier wie "Xetra-Gold" (Deutsche Börse /Frankfurt) oder "Euwax Gold" (Börse Stuttgart).

    Die Deutsche Börse verzeichnete zum Jahresende 2018 einen neuen Höchststand bei der Goldnachfrage: Fast 181,5 Tonnen des Edelmetalls lagerten seinerzeit in den Tresoren des Konzerns in Frankfurt und damit gut sieben Tonnen mehr als ein Jahr zuvor. Für jede Xetra-Gold-Anleihe, die Anleger zeichnen, wird ein Gramm des Edelmetalls im Tresor der Deutschen Börse hinterlegt. Zumeist lassen Anleger das Gold bei der Börse hinter dicken Mauern lagern. 4,95 Tonnen liessen sich Xetra-Gold-Zeichner seit Einführung dieser börsengehandelten Schuldverschreibung 2007 ausliefern.

    Auch in der Reisebank-Studie gab die Mehrheit der Goldbesitzer an, sie verwahrten ihr Gold am Schliessfach bei einer Bank (39 Prozent) oder bei einem Edelmetallanbieter (5 Prozent) - allerdings gaben fast genauso viele (38,3 Prozent) der Befragten an, sie lagerten Barren, Münzen und Co. in den heimischen vier Wänden.

    "Im Bereich der Geldanlage ist Gold eines der wenigen Produkte, die dem Kunden ein haptisches Erlebnis vermitteln", sagt Studienautor Kleine. "Insgesamt lässt sich feststellen, dass aus Sicht der Anleger physische Goldanlagen wesentlich attraktiver sind als wertpapierbasierte Goldanlagen und dass die Nachfrage in den vergangenen Jahren unverändert hoch ist."

    Im Schnitt nennt jeder Deutsche über 18 Jahre der Studie zufolge 58 Gramm Goldschmuck und 71 Gramm des glänzenden Edelmetalls in Form von Barren oder Münzen sein Eigen. Die regionalen Unterschiede sind gross: In Süddeutschland liegen im Schnitt pro Anleger 89 Gramm Gold als Anlage in den Tresoren, in Ostdeutschland sind es 55 Gramm.

    Jeder vierte Befragte (25 Prozent) gab an, er habe in den vergangenen zwei Jahren Gold gekauft. Im Schnitt wurden 4730 Euro investiert. Gut 78 Prozent der Goldbesitzer wollen ihre Bestände weiter aufstocken. Wer in Gold investiert, schätzt daran, dass das Edelmetall trotz Preisschwankungen seinen Wert auch in Krisenzeiten nie ganz verliert.

    Marktbeobachter sahen in den vergangenen Monaten gute Chancen für einen steigenden Goldpreis im laufenden Jahr. "Es gibt mehrere Indikatoren dafür, dass der Goldpreis 2019 steigen könnte", hatte der nach eigenen Angaben weltweit grösste Edelmetalldienstleister Heraeus Precious Metals Anfang Februar prognostiziert. Unter anderem die Wirren um den Brexit und Handelskonflikte sorgen für Unsicherheit und könnten die Nachfrage nach Gold als "sicherem Hafen" ankurbeln.

    Der Rekordwert von 1921 US-Dollar je Feinunze (31 Gramm) - erreicht im Krisenjahr 2011 - ist ausser Reichweite. Nach der Flaute auf dem Goldmarkt im vergangenen Jahr rechnen die Heraeus-Experten für 2019 mit einem Goldpreis in einer Bandbreite von 1225 und 1450 Dollar.

    Der Wert des deutschen Goldschatzes dürfte somit steigen. Allerdings gibt es auf Gold weder Zinsen noch Dividenden. In der Summe legen Privathaushalte in Deutschland daher doch nur ein Bruchteil ihres Vermögens in Edelmetall an. Zum Vergleich: Allein das Geldvermögen der Menschen hierzulande kletterte nach Zahlen der Bundesbank im dritten Quartal 2018 erstmals über die Marke von sechs Billionen Euro. Immobilien sind in dieser Zahl nicht einmal berücksichtigt./ben/DP/fba

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  • 11.04.2019 Deutsche Börse will Einkaufstour fortsetzen - Dev...

    Deutsche Börse will Einkaufstour fortsetzen - Devisenhandel im Fokus

    11.04.2019| 07:41:31

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Börse nimmt nach dem erst Anfang der Woche angekündigten Zukauf im Indexsegment weitere Übernahmen ins Visier. Dabei soll erneut das Devisengeschäft gestärkt werden. Der Börsenbetreiber bestätigte am Donnerstag konkrete Gespräche mit dem Finanzdatenanbieter Refinitiv über den möglichen Kauf einzelner Geschäftsbereiche im Devisenhandel. Damit könnte der seit Anfang 2018 amtierende Konzernchef Theodor Weimer weitere Taten auf seine Ankündigungen, sich aktiv nach Übernahmezielen umzuschauen, folgen lassen.

    "Die Verhandlungen und Prüfungen einer potentiellen Transaktion dauern an", hiess es in der als Reaktion auf einen Medienbericht verschickten Mitteilung. Anders als die Verhandlungen selbst wies das im Dax notierte Unternehmen Details des Berichts allerdings zurück. "Der in den Marktgerüchten genannte Kaufpreis von 3,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,1 Mrd Euro) sowie die unmittelbar bevorstehende Unterzeichnung verbindlicher Verträge entbehren jeder Grundlage." Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass die Börse kurz vor dem Kauf der Devisenhandelsplattform FXall von Refinitiv für eben diese Summe steht.

    Über diese Transaktion wird bereits seit einiger Zeit spekuliert, da Refinitiv den Erlös aus einem Verkauf gut für den Abbau von Schulden gebrauchen könnte. Das Unternehmen ist 2018 aus dem Finanz- und Risikogeschäft von Thomson Reuters hervorgegangen, nachdem es an den Finanzinvestor Blackstone verkauft wurde. Der kanadische Konzern Thomson Reuters, zu dem auch die Nachrichtenagentur Reuters gehört, hält noch 45 Prozent an Refinitiv. Die Deutsche Börse hatte ihr Interesse an dem Bereich erst vor kurzem bestätigt. "Falls FXall auf den Markt kommen sollte, würden wir uns das natürlich ansehen", sagte der Chef der 2015 von der Deutschen Börse für rund 725 Millionen Euro übernommenen Devisenhandelsplattform 360T, Carlo Kölzer, Anfang April dem "Handelsblatt".

    Der Konzern hatte zudem erst am Dienstagabend angekündigt, das Index-Geschäft mit der Übernahme des Anbieters Axioma stärken zu wollen und hat sich dafür unter anderem den Finanzinvestor General Atlantic ins Boot geholt. Axioma als Anbieter von Portfolio- und Risikomanagementlösungen soll zunächst mit dem eigenen Indexgeschäft zusammengeführt werden. Im Zuge dessen solle General Atlantic 715 Millionen US-Dollar in das neue Unternehmen investieren und dafür mit rund 19 Prozent beteiligt werden. Leiten soll das fusionierte Unternehmen der bisherige Axioma-Chef Sebastian Ceria. Das Indexgeschäft der Deutschen Börse wird bei der Transaktion mit 2,6 Milliarden Euro bewertet und Axioma mit 850 Millionen Dollar oder umgerechnet rund 756 Millionen Euro.

    Da der Kaufpreis für Axioma durch Investments von General Atlantic finanziert werde, fliesst den Angaben zufolge seitens der Deutschen Börse kein Geld. Damit liegt die Summe, die der Konzern für Übernahmen in der Kasse hat, weiter bei rund 1,5 Milliarden Euro. Aber auch eine Kapitalerhöhung hält Weimer durchaus für möglich, da Investoren das Thema Zukäufe unterstützten. Er hatte erst bei der Bilanz-Pressekonferenz im Februar gesagt, dass Übernahmen ein wichtiger Baustein seiner Strategie sind - dabei stellte er nach den eher kleineren Zukäufen der Devisenhandelsplattform GTX und der Fondshandelsplattform Swisscanto im vergangenen Jahr auch wieder mittelgrosse Ziele in Aussicht.

    Dabei hat er allerdings keinen direkten Konkurrenten im Blick. Weimer geht davon aus, dass die Zeit der Konsolidierung der Börsenbetreiber erst einmal vorbei ist, beziehungsweise sich solche Übernahmen für die Deutsche Börse nicht auszahlen. Deshalb hält er sich auch um den Kampf um die Osloer Börse, um die derzeit die beiden Konkurrenten Euronext und Nasdaq buhlen, raus. Das Unternehmen ist seiner Ansicht nach zu stark auf den Kassahandel ausgerichtet. Er rechnet vielmehr damit, dass sich künftig Plattformen für einzelne Anlageklassen zusammenschliessen - vor allem der Devisenhandel nennt er hier interessant, da dort noch sehr viel unreglementiert laufe.

    Die Strategie des früheren HVB-Chefs, neben dem Sparkurs in einigen Bereichen des Konzerns auf Wachstum in anderen zu setzen, kommt am Kapitalmarkt bisher gut an. Der Börsenwert des Unternehmens stieg seit seinem Amtsantritt Anfang 2018 gegen den schwachen Trend an den Märkten um fast ein Fünftel auf fast 22 Milliarden Euro. Geholfen hat ihm dabei allerdings auch der rege Handel an den Finanzmärkten - aber das war es nicht alleine. Die Investoren honorierten damit auch, dass er nach den Turbulenzen um die abermals fehlgeschlagene Übernahme der Londoner Börse, den Insidervorwürfen gegen seinen Vorgänger Carsten Kengeter und dem darauf folgenden Chefwechsel wieder das operative Geschäft in den Fokus rückte./zb/nas/mis

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Stammdaten

Branche/Sektor Finanz-, Beteiligungs- & andere diversif. Ges.
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol DB1
Valor 1177233
ISIN DE0005810055

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Hoch 1M 122.65 (17.05.2019)
Tief 1M 116.55 (18.04.2019)
Hoch 3M 122.65 (17.05.2019)
Tief 3M 109.35 (28.02.2019)
Hoch 1J 122.65 (17.05.2019)
Tief 1J 102.50 (18.12.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG