Logo money-net.ch

Wirecard I

(139.95 | -0.10 | -0.07% | 17.05.2019)

Courtagenrechner

Berechnen

Aktuelle Daten

Vortag 140.05   Datum 16.05.2019
Eröffnung 139.65   Zeit 09:00:26
Letzter 139.95   Zeit 17:35:22
Vol. Letzter 143'336   Volumen 1'246'945
+/- -0.10   +/-% -0.07%
Geld ---   Brief ---
Geld Vol 291   Brief Vol 252
Hoch 142.30   Tief 139.20
Bezahlte Kurse ›

Fundamentale Daten

Dividende 0.18
Dividende ex Datum 22.06.2018
Rendite 0.14%
Nominalwert 0
Anzahl Aktien 123'490'586
Marktkapital in Mio. 17'282.51
Umsatz Vormonat ---

Aktuelle News

  • 10.05.2019 Wirecard verspricht sich von Softbank-Kooperation...

    Wirecard verspricht sich von Softbank-Kooperation reichlich Gewinn

    10.05.2019| 18:28:35

    ASCHHEIM (awp international) - Der Zahlungsabwickler Wirecard verspricht sich von der Kooperation mit japanischen Softbank-Konzern deutliche Gewinnbeiträge. Der Vorstand schätzt das Gewinnpotenzial aus der Partnerschaft über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 209 bis 273 Millionen Euro, wie Wirecard in der am Freitag veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung schrieb. Hinzu komme ein Wert für die darüber hinausgehende langfristige Kooperation, der deutlich höher sei. Dabei setzt Wirecard unter anderem auf Marktzugänge in Japan und Südkorea sowie die Entwicklung gemeinsamer neuer Produkte und Dienstleistungen.

    Wirecard hatte erst im April mit Softbank einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard will zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden soll.

    Der Dax-Konzern profitiert seit Jahren vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Erst vor wenigen Tagen wurde das Unternehmen im Zuge der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal für 2019 optimistischer. Vorstandschef Markus Braun hob nach einem starken Jahresstart die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro an./mis/tav

    Drucken
  • 08.05.2019 Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Akt...

    Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Aktie zieht weiter an

    08.05.2019| 15:16:54

    (Zusammenfassung; neu: Aktienkurs aktualisiert im 3. Absatz, Aussagen aus Telefonkonferenz zu Aktienrückkäufen und Partnerschaften ab dem 9. Absatz.)

    ASCHHEIM (awp international) - Das rasante Wachstum des Zahlungsabwicklers Wirecard stimmt den Dax-Neuling für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Das wegen Bilanzierungsproblemen unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte. Die Anhebung der Prognose ist bei Wirecard zwar fast schon Gewohnheit, diesmal hatten Börsianer das mehrheitlich aber nicht auf dem Zettel.

    Vorher hatte Braun 740 bis 800 Millionen Euro angepeilt, Analysten kalkulierten im Schnitt mit 764 Millionen Euro und damit dem unteren Ende des neuen Ausblicks. Grund für die angehobene Prognose sei das Wachstum im eigenen Geschäft, aber auch jüngste Zukäufe, hiess es vom Unternehmen.

    Die Aktie legte bis zum Nachmittag um rund 3 Prozent zu, nachdem der Kurs bereits am Vortag um mehr als 5 Prozent gestiegen war. Die teilweise befürchtete Kundenzurückhaltung sei trotz der vielen Störfeuer im ersten Quartal nicht eingetreten, schrieb Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank. Stattdessen habe Wirecard gut abgeschnitten.

    Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Die Zahl der angeschlossenen Händler kletterte von rund 279 000 Ende des Vorjahrs auf 293 000. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs im ersten Quartal um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro. Hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein, laut Unternehmensangaben sind das zwischen 1,4 und 1,7 Prozent.

    Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Wirecard im Jahresvergleich um knapp 35 Prozent auf 566,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis sogar um fast 41 Prozent auf 158 Millionen Euro. Das war jeweils etwas mehr als an der Börse erwartet. Der weitaus grösste Teil des Wachstums kam aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkurseinflüsse. Beim Umsatz waren es organisch fast 33 Prozent Anstieg, beim operativen Ergebnis über 40 Prozent. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um die Hälfte auf 106 Millionen Euro.

    Konzernchef Braun hatte während der Untersuchungen rund um fehlerhafte Buchungen einer Konzerntochter in Singapur immer wieder konstatiert, er sehe durch die Anschuldigungen keinerlei Auswirkung aufs Geschäft, das Management lasse sich in seiner Arbeit auch nicht aus der Bahn werfen.

    Berichte zu Untersuchungen rund um Unregelmässigkeiten in der "Financial Times" hatten Ende Februar eine deutliche Kursverluste von fast der Hälfte innerhalb weniger Tage zur Folge. Die Konzernspitze wiegelte zunächst ab, musste letztlich aber Fehler und "Qualitätsmängel" in der Buchhaltung einräumen - wenn auch in geringerer Höhe als in den "FT"-Berichten suggeriert. Vom Vorwurf systematischen Betrugs und krimineller Scheinbuchungen sieht sich Wirecard nach den eigens in Auftrag gegebenen Untersuchungen und kleineren Korrekturen in der Bilanz aber entlastet.

    Der Aktienkurs hat sich inzwischen deutlich von den Tiefschlägen erholt, liegt aber trotzdem weiter unter dem Niveau von vor dem Bekanntwerden der Probleme. Braun ist mit rund 7 Prozent der Anteile der grösste Aktionär des Unternehmens - sein Aktienpaket ist knapp 1,2 Milliarden Euro wert. Der geplante Einstieg des japanischen Konzerns Softbank über eine Wandelanleihe mit 900 Millionen Euro gab dem Aktienkurs jüngst noch einmal Schub.

    Softbank gilt unter Tech-Mogul Masayoshi Son als einer der wichtigsten und grössten Technologie-Investoren weltweit. Wirecard will mit dem neuen Partner an der Seite auch Zugang zu dessen Beteiligungen bekommen, um diese womöglich für sich als Kunden zu gewinnen. Mit bis zu acht von Softbanks Beteiligungen sei Wirecard schon im Gespräch, sagte Braun in einer Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren. Zudem soll Softbank den Markteintritt in Japan und Südkorea erleichtern.

    Das Geld aus dem Softbank-Einstieg will Wirecard unter anderem für Aktienrückkäufe und weitere Investitionen nutzen. Über mögliche Aktienrückkäufe mache sich das Unternehmen derzeit Gedanken, sagte Braun. In den kommenden zwei Monaten will das Unternehmen mehr dazu sagen. Sie dürften aber "bedeutend" ausfallen, stellte Braun in Aussicht.

    Zudem peilt Braun weitere Kooperationen an. Die kürzlich bekanntgegebene Zusammenarbeit mit dem Messenger-Dienst und Whatsapp-Rivalen Telegram dürfte im zweiten Halbjahr in eine weit grössere Allianz münden. Derzeit gebe es eine Tendenz, dass sich die Ökosysteme von Social-Media-Anbietern und die von Zahlungslösungen annäherten. Wirecard sei mit mehreren grossen Anbietern aus dem Bereich im Gespräch.

    In China hat sich etwa das mobile Bezahlen über Messenger-Apps auf dem Smartphone bereits etabliert, der WeChat-Dienst des chinesischen Tech-Riesen Tencent ist in den Megacities des Landes ein gebräuchliches Zahlungsinstrument. Zudem wird dem US-Onlinekonzern Facebook nachgesagt, an der Integration von Finanzlösungen in seine Angebote (Facebook, Whatsapp, Messenger, Instagram) zu arbeiten. Braun sagte, er sehe zudem bei Telekommunikationskonzernen und Versicherern grosses Potenzial.

    Mehr als die Hälfte der Zahlungsströme wickelt Wirecard mittlerweile ausserhalb Europas ab. Wirecard rechnet bis ins Jahr 2021 mit einem Marktwachstum bei bargeldlosen Zahlungen von rund 14 Prozent pro Jahr. 2025 will das Unternehmen mehr als 710 Milliarden an Zahlungen jährlich abwickeln, der Umsatz soll auf über 10 Milliarden Euro klettern./men/mis/fba

    Drucken
  • 08.05.2019 Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Akt...

    Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Aktie zieht an

    08.05.2019| 09:41:17

    (Ausführliche Fassung)

    ASCHHEIM (awp international) - Das rasante Wachstum des Zahlungsabwicklers Wirecard stimmt den Dax-Neuling für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Das wegen Bilanzierungsproblemen unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte. Die Anhebung der Prognose ist bei Wirecard zwar fast schon Gewohnheit, diesmal hatten Börsianer das mehrheitlich aber nicht auf dem Zettel.

    Vorher hatte Braun 740 bis 800 Millionen Euro angepeilt, Analysten kalkulierten im Schnitt mit 764 Millionen Euro und damit dem unteren Ende des neuen Ausblicks. Grund für die angehobene Prognose sei das Wachstum im eigenen Geschäft, aber auch jüngste Zukäufe, hiess es vom Unternehmen.

    Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten um rund zwei Prozent zu, nachdem der Kurs bereits am Vortag um mehr als 5 Prozent gestiegen war. Die teilweise befürchtete Kundenzurückhaltung sei trotz der vielen Störfeuer im ersten Quartal nicht eingetreten, schrieben Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank. Stattdessen habe Wirecard gut abgeschnitten.

    Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Die Zahl der angeschlossenen Händler kletterte von rund 279 000 Ende des Vorjahrs auf 293 000. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs im ersten Quartal um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro. Hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein, laut Unternehmensangaben sind das zwischen 1,4 und 1,7 Prozent.

    Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Wirecard im Jahresvergleich um knapp 35 Prozent auf 566,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis sogar fast 41 Prozent auf 158 Millionen Euro. Das war jeweils etwas mehr als an der Börse erwartet. Der weitaus grösste Teil des Wachstums kam aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkurseinflüsse. Beim Umsatz waren es organisch fast 33 Prozent Anstieg, beim operativen Ergebnis über 40 Prozent. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um die Hälfte auf 106 Millionen Euro.

    Konzernchef Braun hatte während der Untersuchungen rund um fehlerhafte Buchungen einer Konzerntochter in Singapur immer wieder konstatiert, er sehe durch die Anschuldigungen keinerlei Auswirkung aufs Geschäft, das Management lasse sich in seiner Arbeit auch nicht aus der Bahn werfen.

    Berichte zu Untersuchungen rund um Unregelmässigkeiten in der "Financial Times" hatten Ende Februar einen deutlichen Kursverlusten von fast der Hälfte innerhalb weniger Tage zur Folge. Die Konzernspitze wiegelte zunächst ab, musste letztlich aber Fehler und "Qualitätsmängel" in der Buchhaltung einräumen - wenn auch in geringerer Höhe als in den 'FT'-Berichten suggeriert. Vom Vorwurf systematischen Betrugs und krimineller Scheinbuchungen sieht sich Wirecard nach den eigens in Auftrag gegebenen Untersuchungen und kleineren Korrekturen in der Bilanz aber entlastet.

    Der Aktienkurs hat sich inzwischen deutlich von den Tiefschlägen erholt, liegt aber trotzdem weiter unter dem Niveau von vor dem Bekanntwerden der Probleme. Braun ist mit rund 7 Prozent der Anteile der grösste Aktionär des Unternehmens - sein Aktienpaket ist knapp 1,2 Milliarden Euro wert. Der geplante Einstieg des japanischen Konzerns Softbank über eine Wandelanleihe mit 900 Millionen Euro gab dem Aktienkurs jüngst noch einmal Schub.

    Softbank gilt unter Tech-Mogul Masayoshi Son als einer der wichtigsten und grössten Technologie-Investoren weltweit. Wirecard will mit dem neuen Partner an der Seite auch Zugang zu dessen Beteiligungen bekommen, um diese womöglich für sich als Kunden zu gewinnen. Zudem soll Softbank den Markteintritt in Japan und Südkorea erleichtern. Die strategische Bedeutung des Deals sei weit höher als die rein finanzielle, sagte Braun jüngst. Das Geld will Wirecard unter anderem für Aktienrückkäufe und weitere Investitionen nutzen.

    Mehr als die Hälfte der Zahlungsströme wickelt Wirecard mittlerweile bereits ausserhalb Europas ab. Wirecard rechnet bis ins Jahr 2021 mit einem Marktwachstum bei bargeldlosen Zahlungen von rund 14 Prozent pro Jahr. 2025 will das Unternehmen mehr als 710 Milliarden an Zahlungen jährlich abwickeln, der Umsatz soll auf über 10 Milliarden Euro klettern./men/zb/mis

    Drucken
  • 08.05.2019 Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Akt...

    Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Aktie zieht vorbörslich an

    08.05.2019| 07:58:35

    ASCHHEIM (awp international) - Das rasante Wachstum beim Zahlungsabwickler Wirecard stimmt den Dax -Neuling für das Gesamtjahr beim Gewinn zuversichtlicher. Das wegen Bilanzierungsproblemen unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte.

    Vorher standen 740 bis 800 Millionen Euro im Plan. Analysten rechneten zuletzt mit rund 764 Millionen Euro operativem Gewinn pro Jahr, hatten aber zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich noch keinen erhöhten Ausblick erwartet. Die Aktie legte vorbörslich auf der Handelsplattform Lang & Schwarz um knapp 3 Prozent zu.

    Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Wirecard im Jahresvergleich um knapp 35 Prozent auf 566,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis sogar fast 41 Prozent auf 158 Millionen Euro. Das war jeweils etwas mehr als an der Börse erwartet. Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro - hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um die Hälfte auf 106,3 Millionen Euro./men/mis

    Drucken
  • 25.04.2019 Wirecard-Chef will Buchhaltungsprobleme im Wachst...

    Wirecard-Chef will Buchhaltungsprobleme im Wachstum angehen

    25.04.2019| 11:38:15

    (Ausführliche Fassung)

    ASCHHEIM (awp international) - Der unter Druck stehende Zahlungsdienstleister Wirecard will sich für die Zukunft ein stärkeres Augenmerk auf Buchhaltungsprozesse vornehmen. Wirecard-Chef Markus Braun sprach am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Aschheim bei München vom "Elefant im Raum", den das Unternehmen angehen müsse. Als Wachstumsunternehmen habe der Dax-Konzern "Qualitätsmängel" in der Buchhaltung gehabt und müsse daher "Controllingprozesse nachziehen". Eine Wachstumspause will der Manager dem Unternehmen dabei aber nicht gönnen - die Neukundenzuwächse im vergangenen Halbjahr dürften auch in diesem Jahr für gute Geschäfte sorgen.

    Zuletzt stand der im September in den deutschen Leitindex aufgestiegene Zahlungsdienstleister wegen umstrittener Bilanzierungspraktiken im Fokus von "Financial Times"-Berichten, was den Aktienkurs heftig unter Druck setzte. Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung berichtet.

    Mittlerweile beschäftigt der Fall mehrere Ermittlungsbehörden in Deutschland und Singapur, auch die deutsche Börsenaufsicht schritt ein. Die Münchner Staatsanwaltschaft etwa geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Die Bafin hatte im Februar gar ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot verhängt, das Ende vergangener Woche auslief.

    Wirecard wächst bei allen Problemen dank des Online-Shoppingbooms weiter rasant. Das auf der Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen kletterte um gut 37 Prozent auf 124,9 Milliarden Euro, hiervon behält Wirecard Gebühren für die Abwicklung und Absicherung ein. Der Umsatz stieg daher um gut 35,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Vorstandschef Braun betonte, das Wachstum aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkursschwankungen, habe mit 27 Prozent einen neuen Höchststand erreicht.

    Auch für das laufende Jahr seien die Aussichten gut. Im zweiten Halbjahr 2018 habe das Unternehmen neue Kunden gewonnen, die bis zu 32,3 Milliarden Euro an zusätzlichem Transaktionsvolumen bringen könnten. Rund zwei Drittel davon dürften aus Erfahrungswerten auch tatsächlich zu neuem Geschäft werden.

    Die Aktie lag am Donnerstag knapp ein Prozent im Plus bei 135,15 Euro. Umsatz und Neukundenzuwachs seien stark ausgefallen, urteilte Analyst Knut Woller von der Baader Bank. Das dürfte auch im Jahr 2019 den Boden bereiten für kräftiges organisches Wachstum.

    Der Gewinn kletterte ebenfalls deutlich. Unter dem Strich stand 2018 ein Nettoergebnis von 347,4 Millionen Euro und damit knapp 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende will das Unternehmen um zwei Cent auf 0,20 Euro je Aktie aufstocken. Gemessen am Aktienkurs ist das aber nach wie vor eine sehr geringe Ausschüttung, Wirecard-Chef Markus Braun betont immer wieder, dass das Unternehmen sein Geld lieber in Wachstum investiert.

    Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um fast 37 Prozent auf 560,5 Millionen Euro, fiel damit aber etwas geringer aus als in den Eckdaten Ende Januar mitgeteilt. Die Prognose für das laufende Jahr, zwischen 740 und 800 Millionen Euro operativen Gewinn erwirtschaften zu wollen, behielt das Management bei. Darin seien auch Beratungsleistungen rund um die Bilanzprobleme in Singapur enthalten, sagte Braun. Finanzchef Alexander von Knoop sagte, im vergangenen und diesem Jahr belasteten diese mit einem mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

    Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der japanische Mischkonzern Softbank zunächst über eine Wandelanleihe mit insgesamt 900 Millionen Euro bei Wirecard einsteigen will, woraufhin der Aktienkurs deutlich angestiegen war. Wirecard will das Vorhaben den Aktionären auf der Hauptversammlung zur Genehmigung vorlegen. Ziel für Wirecard sei es, präferierter Partner von Unternehmen im Softbank-Portfolio für Zahlungsservices und andere Dienste zu werden. Softbank gehört mit seinem Fonds zu den grössten Technologieinvestoren weltweit und ist bei namhaften Partnern wie dem Fahrdienstvermittler Uber beteiligt.

    Die Verwässerung des Softbank-Einstiegs für die bestehenden Aktionäre liege bei 5,6 Prozent, im operativen Geschäft dürfte die angestrebte Partnerschaft aber einen deutlich höheren Effekt haben, sagte Braun./men/stk/fba

    Drucken
  • 25.04.2019 Wirecard erhöht Gewinn deutlich - Ergebnisprognos...

    Wirecard erhöht Gewinn deutlich - Ergebnisprognose bestätigt

    25.04.2019| 08:11:41

    ASCHHEIM (awp international) - Der unter Druck stehende Zahlungsdienstleister Wirecard hat auch im abgelaufenen Jahr seinen Gewinn deutlich steigern können. Unter dem Strich stand ein Nettoergebnis von 347,4 Millionen Euro und damit knapp 36 Prozent, wie das Dax -Unternehmen am Donnerstag in Aschheim bei München mitteilte. Die Dividende will das Unternehmen um zwei Cent auf 0,20 Euro je Aktie aufstocken. Gemessen am Aktienkurs von 134 Euro ist das aber nach wie vor eine sehr geringe Ausschüttung, Wirecard-Chef Markus Braun betont immer wieder, dass das Unternehmen sein Geld lieber in Wachstum investiert.

    Wirecard profitiert insbesondere vom boomenden Onlinehandel und den daraus resultierenden elektronischen Zahlungen bei Händlern. Das auf der Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen kletterte um gut 37 Prozent auf 124,9 Milliarden Euro, hiervon behält Wirecard Gebühren für die Abwicklung und Absicherung ein. Der Umsatz stieg daher um gut 35,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um fast 37 Prozent auf 560,5 Millionen Euro, fiel damit aber etwas geringer aus als in den Eckdaten Ende Januar mitgeteilt. Die Prognose für das laufende Jahr, zwischen 740 und 800 Millionen Euro operativen Gewinn erwirtschaften zu wollen, behielt das Management bei.

    Zuletzt stand der im September in den Dax aufgestiegene Zahlungsdienstleister wegen umstrittener Bilanzierungspraktiken im Fokus von "Financial Times"-Berichten, was die Aktie heftig durcheinanderwirbelte. Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung berichtet.

    In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Beide Behörden ermitteln. Wegen der heftigen Kursschwankungen hatte die Bafin im Februar gar ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot verhängt, das Ende vergangener Woche auslief. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der japanische Mischkonzern Softbank als Ankeraktionär bei Wirecard einsteigen wird, woraufhin der Aktienkurs deutlich anstieg./men/jha/

    Drucken
  • 25.04.2019 Wirecard präsentiert Jahreszahlen nach Einstieg v...

    Wirecard präsentiert Jahreszahlen nach Einstieg von Softbank

    25.04.2019| 06:57:21

    ASCHHEIM (awp international) - Dicht getaktet kommen derzeit die Nachrichten vom Zahlungsdienstleister Wirecard : Am Mittwoch wurde bekannt, dass der japanische Mischkonzern Softbank neuer Ankeraktionär wird, am Donnerstag präsentiert der Dax -Konzern der Öffentlichkeit die aktuellen Jahreszahlen. Während das operative Geschäft zuletzt rund lief, ging es an der Börse im abgelaufenen Geschäftsjahr drunter und drüber. Zuletzt stand der Zahlungsabwickler wegen umstrittener Bilanzierungspraktiken im Fokus von "Financial Times"-Berichten ("FT").

    Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung "FT" berichtet. In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Beide Behörden ermitteln. Zeitweise hatte die Aktie des im Münchner Vorort Aschheim ansässigen Bezahldienstleisters innerhalb kürzester Zeit über ein Drittel ihres Werts verloren.

    Wegen der heftigen Kursschwankungen hatte die Bafin im Februar gar ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot verhängt. Das Verbot lief Ende vergangene Woche aus, für eine Verlängerung bestünden derzeit keine Anhaltspunkte, teilte die Bafin mit. Mit Leerverkäufen wetten Händler auf kurzfristige Kursschwankungen. Die Bafin hatte das Verbot am 18. Februar erlassen und damit grosses Aufsehen in der Börsenszene ausgelöst. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der japanische Mischkonzern Softbank als Ankeraktionär bei Wirecard einsteigen wird, woraufhin der Aktienkurs deutlich anstieg.

    Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard werde dazu eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden. Neben dem finanziellen Einstieg soll auch die Kooperation beider Unternehmen ausgeweitet werden. Wirecard will vor allem von Softbanks Kontakten und Zugängen in Japan und Südkorea profitieren, wo der Konzern bislang keine Präsenz hat./maa/DP/zb

    Drucken
  • 24.04.2019 Wirecard holt Softbank als Investor und Partner a...

    Wirecard holt Softbank als Investor und Partner an Bord - Kurssprung

    24.04.2019| 09:34:40

    (Ausführliche Fassung)

    ASCHHEIM (awp international) - Der unter Druck stehende Zahlungsabwickler Wirecard hat mit dem japanischen Softbank-Konzern einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen. Zudem wollen die beiden Unternehmen künftig zusammenarbeiten. So will Softbank den Dax-Konzern beim Markteintritt in Japan und Südkorea unterstützen, wie Wirecard am Mittwoch in Aschheim mitteilte. Die im Dax notierte Aktie legte vorbörslich deutlich zu. Das Papier setzte damit die jüngste Erholung nach den Tiefschlägen, die es in den vergangenen Monaten infolge mehrerer Artikel in der "Financial Times" ("FT") über Bilanzierungspraktiken eingesteckt hatte, fort.

    Der Einstieg von Softbank, über den die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits am Dienstagabend berichtet hatte, könnte für Anleger in diesem Zusammenhang eine beruhigende Nachricht sein. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard werde zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden. Die Zahl der Aktien entspricht rund 5,6 Prozent des Grundkapitals von Wirecard.

    Die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der aktuellen Anteilseigner soll von den Aktionären bei der Hauptversammlung am 18. Juni genehmigt werden. Softbank ist weltweit an zahlreichen Technologieunternehmen beteiligt. So hatte das von Masayoshi Son geleitete Unternehmen Anfang 2018 knapp eine halbe Milliarde Euro in die Gebrauchtwagenplattform Auto1 gesteckt. Softbank ist zudem am Fahrdienst Uber beteiligt und ist auch der Eigentümer des US-Mobilfunkers Sprint, den Son aber am liebsten mit der Telekom-Tochter T-Mobile US fusionieren würde.

    Die Wirecard-Aktie zog nach dem Handelsstart zwischenzeitlich um zehn Prozent an, der Kurs erreichte mehr als 136 Euro. Die im Dezember vergangenen Jahres für die Commerzbank in den Dax aufgerückte Aktie kann sich damit immer weiter von ihrem Jahrestief von 86 Euro, auf das sie Anfang Februar infolge der ersten Serie von "FT"-Artikeln gefallen war, absetzen. Von den Kursen, die das Papier vor den Artikeln erreicht hatte, ist die Aktie aber noch rund ein Fünftel entfernt. Der Wirecard-Vorstand hatte die Berichte zurückgewiesen und von Diffamierung gesprochen.

    Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend als von der Zeitung berichtet. In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Beide Behörden ermitteln. Die Bafin hatte Anfang der Woche rund ein Dutzend mutmasslich Beteiligter bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Um wen es sich handelt, teilte die Bafin nicht mit.

    Short-Attacken sind ein Kursmanöver, bei dem Spekulanten eine Aktie gezielt zum Absturz bringen. Die Leerverkäufer leihen sich gegen Gebühr Aktien und verkaufen diese. Sinkt anschliessend der Kurs, können sie die Papiere günstiger einkaufen und den Eigentümern zurückgeben, die Differenz zwischen Ver- und Einkaufspreis bleibt als Gewinn. Wirecard war bereits 2008 und 2016 Ziel von solchen Attacken geworden. Möglich ist dies unter anderem deshalb, weil das Geschäftsmodell schwer zu erklären ist und Konzernchef Markus Braun bisweilen auch wenig dafür tat, für mehr Transparenz zu sorgen.

    Braun, der selbst sieben Prozent des zuletzt mit etwas mehr als 15 Milliarden Euro bewerteten Unternehmens hält, tritt am Donnerstag bei der wegen der Bilanzierungsprobleme verschobenen Pressekonferenz zu den 2018er-Zahlen an die Öffentlichkeit. Dabei will Wirecard auf die Vorwürfe reagieren und mit mehr Kennzahlen eine grössere Transparenz herstellen. Zudem sollen diejenigen Abteilungen überdurchschnittlich ausgebaut werden, die das operative Geschäft beaufsichtigen. Das Unternehmen war in der Vergangenheit auch durch Übernahmen stark gewachsen, was die Aufsicht über die Einhaltung von gesetzlichen Regeln erschwert haben könnte.

    Nach Informationen des "Handelsblatts" könnte zudem der Aufsichtsrat und Vorstand erweitert werden. Dies wurde zuletzt immer wieder von Investoren gefordert, um die Strukturen des Unternehmens an die inzwischen gewonnene Grösse anzupassen./zb/men/jha/

    Drucken
  • 24.04.2019 Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecar...

    Softbank investiert 900 Millionen Euro in Wirecard - Mittelfristig Ankeraktionär

    24.04.2019| 07:28:30

    ASCHHEIM (awp international) - Der unter Druck stehende Zahlungsabwickler Wirecard hat mit Softbank einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren, wie das im Dax notierte Unternehmen am Mittwoch in Aschheim mitteilte. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet.

    Wirecard werde zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden. Die Zahl der Aktien entspricht rund 5,6 Prozent des Grundkapitals von Wirecard. Die Ausgabe der Wandelschuldverschreibung unter Ausschluss des Bezugsrechts der aktuellen Anteilseigner soll von den Aktionären bei der Hauptversammlung am 18. Juni genehmigt werden./zb/jha/

    Drucken
  • 23.04.2019 Softbank erwägt gemäss Bloomberg Einstieg bei Wir...

    Softbank erwägt gemäss Bloomberg Einstieg bei Wirecard

    23.04.2019| 21:27:33

    NEW YORK (awp international) - Der japanische Mischkonzern Softbank will Kreisen zufolge beim Zahlungsabwickler Wirecard einsteigen. Es werde erwogen, über den Erwerb von Wandelanleihen die Option auf den Umtausch in einen Aktienanteil von fünf Prozent zu erhalten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Sollte ein entsprechende Vereinbarung erreicht werden, könnte das Geschäft noch in diesem Monat bekannt gegeben werden.

    Ein Softbank-Sprecher wollte zu der Angelegenheit keinen Kommentar abgeben. Bei Wirecard war zunächst niemand zu erreichen. Anleger feierten dennoch schon mal ein wenig vor: Der Aktienkurs von Wirecard legte auf der Handelsplattform Tradegate um zwei Prozent zum Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft zu.

    Erst an diesem Dienstag war ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot bei Wirecard ausgelaufen. Zuvor hatten Vorwürfe in Presseberichten den Aktienkurs des Unternehmens immer wieder unter Druck gebracht. Nach einer Untersuchung zu angeblichen Bilanzunregelmässigkeiten sieht sich Wirecard als vollkommen entlastet an./he/gl

    Drucken
  • 19.04.2019 Verbot der Spekulation auf fallende Wirecard-Akti...

    Verbot der Spekulation auf fallende Wirecard-Aktien beendet

    19.04.2019| 14:29:36

    BONN (awp international) - Die Finanzaufsicht Bafin hat ihre Vorsichtsmassnahmen gegen zeitweilig befürchtete illegale Attacken von Börsenspekulanten auf den Dax -Konzern Wirecard beendet. Das zweimonatige Verbot, neue Netto-Leerverkaufspositionen in Wirecard-Aktien aufzubauen oder bestehende Netto-Leerverkaufspositionen zu erhöhen, lief am Donnerstagabend um Mitternacht aus, wie die Behörde auf ihrer Webseite mitteilte.

    Die Bafin hatte das Verbot am 18. Februar erlassen und damit für grosses Aufsehen in der Börsenszene gesorgt. Denn damit hatte die Aufsicht zum ersten Mal überhaupt für die Aktien eines einzelnen Unternehmens ein solches Verbot verkündet. Grund war der Verdacht der Marktmanipulation: Die Bafin fürchtete, dass dies den gesamten deutschen Aktienmarkt in Mitleidenschaft ziehen könnte.

    Negativberichte der Londoner "Financial Times" über Gesetzesverstösse von Wirecard-Mitarbeitern in Singapur hatten zuvor mehrfach Kursstürze ausgelöst. Zeitweise hatte die Aktie des im Münchner Vorort Aschheim ansässigen Bezahldienstleisters innerhalb kürzester Zeit über ein Drittel ihres Werts verloren. Der Wirecard-Vorstand hatte die Berichte zunächst wütend zurückgewiesen und von Diffamierung gesprochen.

    Mittlerweile hat die von Wirecard selbst beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei jedoch ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend als von der Zeitung berichtet.

    In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Beide Behörden ermitteln. Die Bafin hatte Anfang der Woche rund ein Dutzend mutmasslich Beteiligter bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Um wen es sich handelt, teilte die Bafin nicht mit.

    Short-Attacken sind ein Kursmanöver, bei dem Spekulanten eine Aktie gezielt zum Absturz bringen. Die Leerverkäufer leihen sich gegen Gebühr Aktienpakete und verkaufen diese. Sinkt anschliessend der Kurs, können sie die Papiere günstiger einkaufen und den Eigentümern zurückgeben, die Differenz zwischen Ver- und Einkaufspreis bleibt als Gewinn. Wirecard war bereits 2008 und 2016 Ziel von "Short"-Attacken geworden./cho/DP/he

    Drucken
  • 16.04.2019 Bafin: Wirecard mutmasslich Opfer von Marktmanipu...

    Bafin: Wirecard mutmasslich Opfer von Marktmanipulation - Strafanzeige

    16.04.2019| 16:40:17

    FRANKFURT (awp international) - Der Dax -Konzern Wirecard ist nach Einschätzung der Finanzaufsicht Bafin mutmasslich Opfer einer gezielten Attacke von Börsenspekulanten geworden. Deswegen hat die Behörde Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München I gegen gut ein Dutzend Beteiligter erstattet. Das sagte eine Bafin-Sprecherin am Dienstag, zuerst hatte der "Spiegel" berichtet. Die Finanzaufsicht hat ihre Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. "Wir prüfen den Fall in alle Richtungen, unsere Untersuchungen wegen anderer potenzieller Marktmanipulationen in Aktien der Wirecard AG dauern an", hiess es in der kurzen Mitteilung der Bafin.

    Die Wirecard-Aktien waren in den vergangenen Wochen nach Berichten der britischen Zeitung "Financial Times" über Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Wirecard-Mitarbeitern in Singapur mehrfach dramatisch abgestürzt, zeitweise hatten die Papiere über 30 Prozent ihres Werts verloren. Die Bafin vermutet, dass es sich um eine "Short-Attacke" handelte - ein gezieltes Manöver von Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten.

    Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Wirecard-Fall bereits seit Wochen gegen unbekannt. Geprüft wird in München auch eine Anzeige gegen den Journalisten der "Financial Times", der die Meldungen schrieb. Eine von Wirecard selbst bei einer Singapurer Anwaltskanzlei in Auftrag gegebene Untersuchung hatte ergeben, dass Mitarbeiter des Bezahldienstleisters in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Vorschriften verstiessen, aber in geringerem Umfang als von der "FT" vermeldet. Gegen wen die Bafin Anzeige erstattet hat, sagte die Sprecherin nicht./cho/DP/jha

    Drucken
Ältere News ›

Stammdaten

Branche/Sektor Internet, Software & IT-Dienstleistungen
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Xetra
Börse URL www.deutsche-boerse.com
Symbol WDI
Valor 1514179
ISIN DE0007472060

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   +3.89%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +19.95 +16.61%
Perf. 3M +24.95 +21.68%
Perf. laufendes Jahr +7.25 +5.46%
Perf. 52W   +6.62%

Bezahlte Kurse

Keine Transaktionen verfügbar

Corporate action

Company Generalversammlung (18.06.2019)
Instrument Barausschüttung (25.04.2019)

Handelsplätze

Börse Letzter +/-% Volumen Datum/Zeit
LSE Europ M 140.725 +1.10% 174'399 17.05.2019
SIX SX 158.50 +0.76% 712 17.05.2019
BX World 158.363 --- 157 17.05.2019
Deut.Boerse 140.75 +0.86% --- 17.05.2019
Other OTC Mk 153.25 -1.13% --- 17.05.2019
TRADEcho 2cy 123.6945 +1.41% --- 17.05.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 140.05 (16.05.2019)
Vortagestief 137.60 (16.05.2019)
Hoch 1W 142.30 (17.05.2019)
Tief 1W 132.35 (13.05.2019)
Hoch 1M 142.65 (24.04.2019)
Tief 1M 110.20 (23.04.2019)
Hoch 3M 142.65 (24.04.2019)
Tief 3M 93.12 (25.03.2019)
Hoch 1J 199.00 (04.09.2018)
Tief 1J 86.00 (08.02.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG