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Aktuelle News

  • 01.07.2019 Deutsche Bank auf Schrumpfkurs: Massiver Stellena...

    Deutsche Bank auf Schrumpfkurs: Massiver Stellenabbau?

    01.07.2019| 18:12:56

    (neu: mit Postbank-Integration)

    FRANKFURT (awp international) - Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat "harte Einschnitte" angekündigt - und könnte bald liefern. Bis zu 20 000 Jobs stehen Medienberichten zufolge bei Deutschlands grösstem Geldhaus auf der Kippe. Es wäre ein historischer Schnitt: Mehr als jede fünfte der zuletzt knapp 91 500 Vollzeitstellen würde gestrichen. Treffen dürfte es vor allem das seit zwei Quartalen verlustreiche Investmentbanking.

    Schon in dieser Woche könnte es zu einer entsprechenden Ankündigung kommen, hiess es in Berichten des "Wall Street Journal" und der Nachrichtenagentur Bloomberg. Sprecher der Deutschen Bank wollten sich zu den von Insidern gestreuten Informationen nicht äussern. Jan Duscheck, Bankenexperte der Gewerkschaft Verdi und Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank, sagte: "Wir beteiligen uns nicht an den Spekulationen rund um einen möglichen Personalabbau von bis zu 20 000 weiteren Stellen."

    Offiziell entschieden ist bislang nichts. Doch allein die Erwartung, dass der tiefgreifende Konzernumbau unmittelbar bevorsteht, gaben dem Dax -Konzern am Montag an der Börse Rückenwind. Die zuletzt arg gebeutelte Aktie sprang zeitweise über die Sieben-Euro-Marke und lag am Nachmittag in einem insgesamt freundlichen Leitindex Dax bei knapp 6,81 Euro leicht im Plus.

    Klarheit gibt es über weitere Einschnitte im Zuge der Postbank-Integration: Die Eingliederung des Bonner Instituts kostet noch einmal rund 1300 Vollzeitstellen. Auf diesen Abbau im Bereich Operations bis 2022 einigte sich das Management mit Betriebsräten und Gewerkschaften, wie beide Seiten bekannt gaben. Zu dem Bereich gehören unter anderem Kontoservice und Kreditabwicklung.

    Bereits in der vergangenen Woche war die Neuaufstellung der Zentrale der DB Privat- und Firmenkundenbank mit Standorten in Frankfurt und Bonn vereinbart worden. Dort werden bis Ende 2020 rund 750 Vollzeitstellen gestrichen - ohne betriebsbedingte Kündigungen. Diese beiden Massnahmen zahlen auf das vom Vorstand gesteckte Ziel ein, die Beschäftigtenzahl im Konzern bis zum Ende des laufenden Jahres auf "deutlich unter 90 000" zu drücken.

    Privatkundenvorstand Frank Strauss hatte am Freitag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur jedoch klargestellt, dass der Umbau damit nicht beendet ist: "Wir werden kontinuierlich über die nächsten Jahre weiter abbauen. Der Bereich wird weiter schlanker werden." Seit Anfang 2017 bis zum Ende des erstens Quartals 2019 wurden in dem Segment 5500 Vollzeitstellen abgebaut. Im Frühjahr 2017 hatte sich die Deutsche Bank entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

    Weitaus härter wird es aller Voraussicht nach die Unternehmens- und Investmentbank treffen, in der es Ende März dieses Jahres insgesamt 38 300 Vollzeitstellen gab. Der ehemalige Privatkundenchef Sewing hatte bei der diesjährigen Hauptversammlung keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit gelassen, den Bereich radikal zu entrümpeln. "Wir haben immer noch zu hohe Kosten, die wir nicht direkt einer Leistung für unsere Kunden zuordnen können", sagte Sewing im Mai.

    Das Investmentbanking, das vor der Finanzkrise mit Milliardengewinnen glänzte, hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zur Bürde für die Deutsche Bank entwickelt. Etliche Prozesse und Strafzahlungen in Milliardenhöhe haben ihre Wurzeln in dem Geschäftsbereich. Nach Sewings Vorstellung soll die Investmentbank künftig nur noch solche Geschäfte machen, die mindestens entweder ausreichend profitabel oder als Dienstleistung für andere Geschäftsbereiche wichtig sind.

    Als positive Beispiele nannte Sewing bei der Hauptversammlung die Beratung von Unternehmenskunden, die Ausgabe von Wertpapieren, die Währungsplattform, den Handel mit Unternehmensanleihen sowie die gewerbliche Immobilienfinanzierung in den USA. Bei anderen Bereichen werde das Management "sehr genau analysieren und dabei künftig genauso diszipliniert und kompromisslos sein wie beim Thema Kosten", versprach der seit April 2018 amtierende Konzernchef den Anteilseignern.

    Beobachter rechnen damit, dass der US-Aktienhandel und der Handel mit Staatsanleihen gestutzt werden. Erwartet werden zudem Wechsel im Vorstand: Als angezählt gelten Investmentbanking-Chef Garth Ritchie und Regulierungsvorstand Sylvie Matherat.

    Die Deutsche Bank müht sich seit Jahren, verschiedene Grossbaustellen im Konzern in den Griff zu bekommen. Über Jahre lähmten Rechtsstreitigkeiten aus Zeiten um die Finanzkrise vor zehn Jahren das Institut mit teuren Vergleichen und milliardenschweren Strafen, zudem schwächelte das Tagesgeschäft. Nach drei Verlustjahren in Folge schaffte die Deutsche Bank 2018 gerade so die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Eine Fusion mit der Commerzbank , die womöglich mehr Schlagkraft hätte bringen können, wurde Ende April abgesagt. Die US-Konkurrenz enteilt unterdessen immer weiter.

    Seinen Aktionären macht das Geldhaus schon lange kaum mehr Freude. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 notierte die Deutsche-Bank-Aktie noch bei über 90 Euro. In den vergangenen fünf Jahren hat der Titel drei Viertel seines Wertes verloren. Im Deutschen Aktienindex ist selbst der relativ junge Zahlungsabwickler Wirecard mit gut 18 Milliarden Euro rund 4 Milliarden mehr wert als die Deutsche Bank./ben/men/DP/fba

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  • 01.07.2019 Deutsche Bank laut Kreisen auf Schrumpfkurs: Mass...

    Deutsche Bank laut Kreisen auf Schrumpfkurs: Massiver Stellenabbau?

    01.07.2019| 14:48:57

    (neu: Mehr Hintergrund.)

    FRANKFURT (awp international) - Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat "harte Einschnitte" angekündigt - und könnte bald liefern. Bis zu 20 000 Jobs stehen Kreisen zufolge bei Deutschlands grösstem Geldhaus auf der Kippe. Es wäre ein historischer Schnitt: Mehr als jede fünfte der zuletzt knapp 91 500 Vollzeitstellen würde gestrichen. Treffen dürfte es vor allem das seit zwei Quartalen verlustreiche Investmentbanking.

    Schon in dieser Woche könnte es zu einer entsprechenden Ankündigung kommen, hiess es in Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg und des "Wall Street Journal". Sprecher der Deutschen Bank wollten sich zu den von Insidern gestreuten Informationen nicht äussern.

    Offiziell entschieden ist bislang nichts. Doch allein die Erwartung, dass der tiefgreifende Konzernumbau unmittelbar bevorsteht, gaben dem Dax -Konzern am Montag an der Börse Rückenwind. Die zuletzt gebeutelte Aktie sprang zeitweise über die Sieben-Euro-Marke und zählte am Mittag mit knapp 6,88 Euro zu den Gewinnern im Leitindex Dax.

    Klarheit gibt es bereits über weitere Einschnitte im Zuge der Postbank-Integration: In der vergangenen Woche war die Neuaufstellung der Zentrale der DB Privat- und Firmenkundenbank mit Standorten in Frankfurt und Bonn vereinbart worden. Dort werden bis Ende 2020 rund 750 Vollzeitstellen gestrichen - ohne betriebsbedingte Kündigungen. Verhandelt wird derzeit über die Zusammenlegung des Bereichs Operations, zu dem Kontoservice und Kreditabwicklung gehören. Im Gespräch ist dort die mögliche Streichung von 1200 Vollzeitstellen.

    Privatkundenvorstand Frank Strauss hatte am Freitag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur klargestellt, dass der Umbau nicht beendet ist: "Wir werden kontinuierlich über die nächsten Jahre weiter abbauen. Der Bereich wird weiter schlanker werden." Seit Anfang 2017 bis zum Ende des erstens Quartals 2019 wurden in dem Segment 5500 Vollzeitstellen abgebaut. Im Frühjahr 2017 hatte sich die Deutsche Bank entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

    Weitaus härter wird es aller Voraussicht nach die Unternehmens- und Investmentbank treffen, in der es Ende März dieses Jahres insgesamt 38 300 Vollzeitstellen gab. Der ehemalige Privatkundenchef Sewing hatte bei der diesjährigen Hauptversammlung keinen Zweifel an seiner Entschlossenheit gelassen, den Bereich radikal zu entrümpeln. "Wir haben immer noch zu hohe Kosten, die wir nicht direkt einer Leistung für unsere Kunden zuordnen können", sagte Sewing im Mai.

    Das Investmentbanking, das vor der Finanzkrise mit Milliardengewinnen glänzte, hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zur Bürde für die Deutsche Bank entwickelt. Etliche Prozesse und Strafzahlungen in Milliardenhöhe haben ihre Wurzeln in dem Geschäftsbereich. Nach Sewings Vorstellung soll die Investmentbank künftig nur noch solche Geschäfte machen, die mindestens entweder ausreichend profitabel oder als Dienstleistung für andere Geschäftsbereiche wichtig sind.

    Als positive Beispiele nannte Sewing bei der Hauptversammlung die Beratung von Unternehmenskunden, die Ausgabe von Wertpapieren, die Währungsplattform, den Handel mit Unternehmensanleihen sowie die gewerbliche Immobilienfinanzierung in den USA. Bei anderen Bereichen werde das Management "sehr genau analysieren und dabei künftig genauso diszipliniert und kompromisslos sein wie beim Thema Kosten", versprach der seit April 2018 amtierende Konzernchef den Anteilseignern.

    Beobachter rechnen damit, dass etwa der US-Aktienhandel und der Handel mit Staatsanleihen gestutzt werden. Erwartet wird zudem, dass es im Vorstand Wechsel geben wird: Als angezählt gelten Investmentbanking-Chef Garth Ritchie und Regulierungsvorstand Sylvie Matherat.

    Die Deutsche Bank müht sich seit Jahren, verschiedene Grossbaustellen im Konzern in den Griff zu bekommen. Rechtsstreitigkeiten aus den Zeiten um die Finanzkrise vor zehn Jahren lähmten das Institut mit teuren Vergleichen und milliardenschweren Strafen über Jahre, zudem schwächelte das Tagesgeschäft. Nach drei Verlustjahren in Folge schaffte die Deutsche Bank 2018 gerade so die Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Eine Fusion mit der Commerzbank , die womöglich mehr Schlagkraft hätte bringen können, wurde Ende April abgesagt. Die US-Konkurrenz enteilt unterdessen immer weiter.

    Seinen Aktionären macht das Geldhaus schon lange kaum mehr Freude. Vor Ausbruch der Finanzkrise 2007 notierte die Deutsche-Bank-Aktie noch bei über 90 Euro. In den vergangenen fünf Jahren hat der Titel drei Viertel seines Wertes verloren. Im Deutschen Aktienindex ist selbst der vergleichsweise junge Zahlungsabwickler Wirecard mit gut 18 Milliarden Euro rund 4 Milliarden mehr wert als das grösste deutsche Geldhaus./ben/men/DP/men

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  • 26.06.2019 Apple Pay bei Sparkassen zunächst ohne Girocard-U...

    Apple Pay bei Sparkassen zunächst ohne Girocard-Unterstützung

    26.06.2019| 11:51:35

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT/BERLIN (awp international) - Der Bezahldienst Apple Pay wird noch in diesem Jahr bei den Sparkassen und Genossenschaftsbanken in Deutschland starten - aber zunächst ohne die Unterstützung der populären Girocard. Das sagte die zuständige Apple-Managerin Jennifer Bailey am Mittwoch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig bestätigte die Sparkassen-Finanzgruppe über Twitter und auf Facebook den Start: "Die Sparkassen werden Apple Pay noch in diesem Jahr in Deutschland einführen und den Kunden diese einfache, sichere und vertrauliche Zahlungsweise anbieten." Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) twitterte: "Die Tinte ist trocken: Die Volksbanken Raiffeisenbanken werden ihren Kunden im Laufe des Jahres #ApplePay anbieten."

    Ab wann genau die Kunden der öffentlich-rechtlichen Institute Apple Pay nutzen können, sagte Bailey nicht. Der Dienst werde "später in diesem Jahr" starten. Zum Auftakt können die Kunden nur Kredit- oder Debitkarten hinterlegen, später solle aber auch die Girocard folgen. "Wir befürworten eine Integration der Girocard, dazu muss aber noch Arbeit erledigt werden, auch beim Konsortium der Girocard", betonte Bailey. Apple habe bereits in anderen Ländern bewiesen, dass man nationale Kartensysteme unterstütze. In Deutschland sei Apple Pay für rund 80 Prozent der im Umlauf befindlichen Kredit- und Debitkarten verfügbar.

    Apple Pay war Ende 2018 in Deutschland an den Start gegangen. Benutzer können im Laden mit dem Service wie mit einer Kreditkarte bezahlen. Dazu aktiviert man am iPhone oder der Apple Watch die Bezahlfunktion und hält das Gerät dann ans Terminal. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen unterstützen, was mittlerweile in fast allen Supermärkten in Deutschland der Fall ist.

    Hierzulande funktioniert Apple Pay bisher mit Kredit- oder Debitkarten unter anderem von Deutscher Bank, N26, HypoVereinsbank, Santander , Comdirect und DKB. Sparkassen und Genossenschaftsbanken bieten seit dem vergangenen Jahr eigene Bezahl-Apps an. Apple Pay steht ausserdem mit den Bezahlsystemen von Google , Samsung und Paypal im Wettbewerb./ben/chd/DP/men

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  • 18.06.2019 Verärgerte Aktionäre kritisieren Wirecard-Chefs: ...

    Verärgerte Aktionäre kritisieren Wirecard-Chefs: Bessere Kommunikation gefordert

    18.06.2019| 13:13:37

    MÜNCHEN (awp international) - Nach wiederholten Kursstürzen bei der Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard haben beunruhigte Aktionäre und Investoren ihrem Ärger Luft gemacht. Bei der Hauptversammlung des Dax -Unternehmens forderten mehrere Aktionärsvertreter unter Beifall der rund 1500 Aktionäre mehr Erklärungen und eine bessere Kommunikation von Vorstandschef Markus Braun und seinen Kollegen. "Mein Vorwurf ist die fehlende Transparenz", sagte Daniela Bergdolt vom Aktionärsverein Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz am Dienstag in München. "Sie müssen informieren, sie müssen eine unabhängige Prüfung einleiten und die Ergebnisse veröffentlichen."

    Auch grosse Investoren sparten nicht mit Kritik. Die Kommunikationspolitik müsse "deutlich, deutlich proaktiver gestaltet werden", forderte Nicolas Huber von der Investmentgesellschaft DWS , einer Tochter der Deutschen Bank. Die Aktien des Technologieunternehmens aus dem Münchner Vorort Aschheim waren in den vergangenen Monaten nach Berichten um Unregelmässigkeiten in der Rechnungslegung einer Tochtergesellschaft in Singapur deutlich unter Druck geraten. Sowohl die Finanzaufsicht Bafin als auch die Münchner Staatsanwaltschaft gehen dabei auch von Attacken durch Spekulanten aus. Zeitweise hatten die Wirecard-Papiere im Frühjahr innerhalb weniger Tage an der Frankfurter Börse rund die Hälfte ihres Werts verloren.

    Wirecard hatte nach eingehender Prüfung Fehler in der Buchhaltung einräumen müssen, wenn auch in geringerem Umfang als durch die Wirtschaftszeitung "Financial Times" in ihren Berichten suggeriert. Braun sprach am Dienstag erneut von "Qualitätsmängeln", es habe keine schwerwiegenden Verstösse gegen rechtliche Vorgaben gegeben.

    Auch die Deka Investment-Gesellschaft der Sparkassen rügte das Management. "Wirecard wird immer noch geführt wie ein Start-up", sagte Deka-Vertreter Ingo Speich. Das sei für ein Dax-Unternehmen aber "völlig unangemessen". Wirecard-Gründer und Vorstandschef Braun habe eine Machtkonzentration wie bei keinem anderen Dax-Unternehmen und solle "Teile seiner Macht" abgeben. Braun ist mit rund 7 Prozent auch grösster Aktionär des Konzerns. Die Expertise des Unternehmens bei Risikomanagement, Compliance und Recht müsse zudem "dringend" ausgebaut werden, sagte Speich.

    Hauptgeschäft von Wirecard ist die Abwicklung bargeldlosen Bezahlens sowohl online als auch in Geschäften. Ende März waren rund um den Globus rund 293 000 Händler angeschlossen./cho/men/mis

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  • 28.05.2019 US-Bezahldienstleister Global Payments plant Mill...

    US-Bezahldienstleister Global Payments plant Milliarden-Übernahme

    28.05.2019| 16:57:16

    ATLANTA/COLUMBUS (awp international) - Der US-Online-Bezahldienstleister Global Payments will seinen Wettbewerber Total System Services übernehmen. Der rund 21,5 Milliarden US-Dollar schweren Fusion haben die Verwaltungsräte beider Unternehmen bereits zugestimmt, wie die Firmen am Dienstag gemeinsam mitteilten. Die Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen dem Deal aber noch zustimmen.

    Die Übernahme schaffe ein schlagkräftiges Unternehmen, das Bezahltechnologie und Software für mehr als 3,5 Millionen kleine bis mittelgrosse Händler und über 1300 Finanzinstitutionen in über 100 Ländern zur Verfügung stelle, hiess es. Chef des neuen Unternehmens wird der bisherige Global-Payments-Chef Jeff Sloan. Total-System-Chef Troy Woods soll Vorsitzender des Verwaltungsrats des fusionierten Konzerns werden, der zu 52 Prozent denn bisherigen Global-Payments-Aktionären und zu 48 Prozent den Anteilseignern von Total System gehören soll.

    Als Teil der Übereinkunft sollen Aktionäre von Total System (TSYS) 0,8101 Global-Payments-Anteile für jede TSYS-Aktie erhalten. Insgesamt entspreche dies einem Wert von etwa 21,5 Milliarden US-Dollar für TSYS. Der Preis pro TSYS-Aktie liegt bei 119,86 Dollar und damit etwa 20 Prozent über dem Schlusskurs von 23. Mai. Die Fusion soll im vierten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

    Global Payments mit Hauptsitz in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia ist im Aktienindex S&P 500 notiert, der die grössten börsennotierten US-Unternehmen umfasst. Der Börsenwert des Unternehmens beläuft sich auf rund 24 Milliarden Dollar und ist damit etwas höher als der des deutschen Konkurrenten Wirecard, der auf eine Marktkapitalisierung von rund 20 Milliarden Euro kommt.

    /elm/eas/stw

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  • 10.05.2019 Wirecard verspricht sich von Softbank-Kooperation...

    Wirecard verspricht sich von Softbank-Kooperation reichlich Gewinn

    10.05.2019| 18:28:35

    ASCHHEIM (awp international) - Der Zahlungsabwickler Wirecard verspricht sich von der Kooperation mit japanischen Softbank-Konzern deutliche Gewinnbeiträge. Der Vorstand schätzt das Gewinnpotenzial aus der Partnerschaft über einen Zeitraum von fünf Jahren auf 209 bis 273 Millionen Euro, wie Wirecard in der am Freitag veröffentlichten Einladung zur Hauptversammlung schrieb. Hinzu komme ein Wert für die darüber hinausgehende langfristige Kooperation, der deutlich höher sei. Dabei setzt Wirecard unter anderem auf Marktzugänge in Japan und Südkorea sowie die Entwicklung gemeinsamer neuer Produkte und Dienstleistungen.

    Wirecard hatte erst im April mit Softbank einen renommierten Technologieinvestor als Ankeraktionär gewonnen. Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard will zu diesem Zweck eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden soll.

    Der Dax-Konzern profitiert seit Jahren vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Erst vor wenigen Tagen wurde das Unternehmen im Zuge der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal für 2019 optimistischer. Vorstandschef Markus Braun hob nach einem starken Jahresstart die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro an./mis/tav

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  • 08.05.2019 Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Akt...

    Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Aktie zieht weiter an

    08.05.2019| 15:16:54

    (Zusammenfassung; neu: Aktienkurs aktualisiert im 3. Absatz, Aussagen aus Telefonkonferenz zu Aktienrückkäufen und Partnerschaften ab dem 9. Absatz.)

    ASCHHEIM (awp international) - Das rasante Wachstum des Zahlungsabwicklers Wirecard stimmt den Dax-Neuling für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Das wegen Bilanzierungsproblemen unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte. Die Anhebung der Prognose ist bei Wirecard zwar fast schon Gewohnheit, diesmal hatten Börsianer das mehrheitlich aber nicht auf dem Zettel.

    Vorher hatte Braun 740 bis 800 Millionen Euro angepeilt, Analysten kalkulierten im Schnitt mit 764 Millionen Euro und damit dem unteren Ende des neuen Ausblicks. Grund für die angehobene Prognose sei das Wachstum im eigenen Geschäft, aber auch jüngste Zukäufe, hiess es vom Unternehmen.

    Die Aktie legte bis zum Nachmittag um rund 3 Prozent zu, nachdem der Kurs bereits am Vortag um mehr als 5 Prozent gestiegen war. Die teilweise befürchtete Kundenzurückhaltung sei trotz der vielen Störfeuer im ersten Quartal nicht eingetreten, schrieb Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank. Stattdessen habe Wirecard gut abgeschnitten.

    Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Die Zahl der angeschlossenen Händler kletterte von rund 279 000 Ende des Vorjahrs auf 293 000. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs im ersten Quartal um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro. Hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein, laut Unternehmensangaben sind das zwischen 1,4 und 1,7 Prozent.

    Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Wirecard im Jahresvergleich um knapp 35 Prozent auf 566,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis sogar um fast 41 Prozent auf 158 Millionen Euro. Das war jeweils etwas mehr als an der Börse erwartet. Der weitaus grösste Teil des Wachstums kam aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkurseinflüsse. Beim Umsatz waren es organisch fast 33 Prozent Anstieg, beim operativen Ergebnis über 40 Prozent. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um die Hälfte auf 106 Millionen Euro.

    Konzernchef Braun hatte während der Untersuchungen rund um fehlerhafte Buchungen einer Konzerntochter in Singapur immer wieder konstatiert, er sehe durch die Anschuldigungen keinerlei Auswirkung aufs Geschäft, das Management lasse sich in seiner Arbeit auch nicht aus der Bahn werfen.

    Berichte zu Untersuchungen rund um Unregelmässigkeiten in der "Financial Times" hatten Ende Februar eine deutliche Kursverluste von fast der Hälfte innerhalb weniger Tage zur Folge. Die Konzernspitze wiegelte zunächst ab, musste letztlich aber Fehler und "Qualitätsmängel" in der Buchhaltung einräumen - wenn auch in geringerer Höhe als in den "FT"-Berichten suggeriert. Vom Vorwurf systematischen Betrugs und krimineller Scheinbuchungen sieht sich Wirecard nach den eigens in Auftrag gegebenen Untersuchungen und kleineren Korrekturen in der Bilanz aber entlastet.

    Der Aktienkurs hat sich inzwischen deutlich von den Tiefschlägen erholt, liegt aber trotzdem weiter unter dem Niveau von vor dem Bekanntwerden der Probleme. Braun ist mit rund 7 Prozent der Anteile der grösste Aktionär des Unternehmens - sein Aktienpaket ist knapp 1,2 Milliarden Euro wert. Der geplante Einstieg des japanischen Konzerns Softbank über eine Wandelanleihe mit 900 Millionen Euro gab dem Aktienkurs jüngst noch einmal Schub.

    Softbank gilt unter Tech-Mogul Masayoshi Son als einer der wichtigsten und grössten Technologie-Investoren weltweit. Wirecard will mit dem neuen Partner an der Seite auch Zugang zu dessen Beteiligungen bekommen, um diese womöglich für sich als Kunden zu gewinnen. Mit bis zu acht von Softbanks Beteiligungen sei Wirecard schon im Gespräch, sagte Braun in einer Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren. Zudem soll Softbank den Markteintritt in Japan und Südkorea erleichtern.

    Das Geld aus dem Softbank-Einstieg will Wirecard unter anderem für Aktienrückkäufe und weitere Investitionen nutzen. Über mögliche Aktienrückkäufe mache sich das Unternehmen derzeit Gedanken, sagte Braun. In den kommenden zwei Monaten will das Unternehmen mehr dazu sagen. Sie dürften aber "bedeutend" ausfallen, stellte Braun in Aussicht.

    Zudem peilt Braun weitere Kooperationen an. Die kürzlich bekanntgegebene Zusammenarbeit mit dem Messenger-Dienst und Whatsapp-Rivalen Telegram dürfte im zweiten Halbjahr in eine weit grössere Allianz münden. Derzeit gebe es eine Tendenz, dass sich die Ökosysteme von Social-Media-Anbietern und die von Zahlungslösungen annäherten. Wirecard sei mit mehreren grossen Anbietern aus dem Bereich im Gespräch.

    In China hat sich etwa das mobile Bezahlen über Messenger-Apps auf dem Smartphone bereits etabliert, der WeChat-Dienst des chinesischen Tech-Riesen Tencent ist in den Megacities des Landes ein gebräuchliches Zahlungsinstrument. Zudem wird dem US-Onlinekonzern Facebook nachgesagt, an der Integration von Finanzlösungen in seine Angebote (Facebook, Whatsapp, Messenger, Instagram) zu arbeiten. Braun sagte, er sehe zudem bei Telekommunikationskonzernen und Versicherern grosses Potenzial.

    Mehr als die Hälfte der Zahlungsströme wickelt Wirecard mittlerweile ausserhalb Europas ab. Wirecard rechnet bis ins Jahr 2021 mit einem Marktwachstum bei bargeldlosen Zahlungen von rund 14 Prozent pro Jahr. 2025 will das Unternehmen mehr als 710 Milliarden an Zahlungen jährlich abwickeln, der Umsatz soll auf über 10 Milliarden Euro klettern./men/mis/fba

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  • 08.05.2019 Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Akt...

    Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Aktie zieht an

    08.05.2019| 09:41:17

    (Ausführliche Fassung)

    ASCHHEIM (awp international) - Das rasante Wachstum des Zahlungsabwicklers Wirecard stimmt den Dax-Neuling für das Gesamtjahr zuversichtlicher. Das wegen Bilanzierungsproblemen unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte. Die Anhebung der Prognose ist bei Wirecard zwar fast schon Gewohnheit, diesmal hatten Börsianer das mehrheitlich aber nicht auf dem Zettel.

    Vorher hatte Braun 740 bis 800 Millionen Euro angepeilt, Analysten kalkulierten im Schnitt mit 764 Millionen Euro und damit dem unteren Ende des neuen Ausblicks. Grund für die angehobene Prognose sei das Wachstum im eigenen Geschäft, aber auch jüngste Zukäufe, hiess es vom Unternehmen.

    Die Aktie legte in den ersten Handelsminuten um rund zwei Prozent zu, nachdem der Kurs bereits am Vortag um mehr als 5 Prozent gestiegen war. Die teilweise befürchtete Kundenzurückhaltung sei trotz der vielen Störfeuer im ersten Quartal nicht eingetreten, schrieben Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank. Stattdessen habe Wirecard gut abgeschnitten.

    Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Die Zahl der angeschlossenen Händler kletterte von rund 279 000 Ende des Vorjahrs auf 293 000. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs im ersten Quartal um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro. Hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein, laut Unternehmensangaben sind das zwischen 1,4 und 1,7 Prozent.

    Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Wirecard im Jahresvergleich um knapp 35 Prozent auf 566,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis sogar fast 41 Prozent auf 158 Millionen Euro. Das war jeweils etwas mehr als an der Börse erwartet. Der weitaus grösste Teil des Wachstums kam aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkurseinflüsse. Beim Umsatz waren es organisch fast 33 Prozent Anstieg, beim operativen Ergebnis über 40 Prozent. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um die Hälfte auf 106 Millionen Euro.

    Konzernchef Braun hatte während der Untersuchungen rund um fehlerhafte Buchungen einer Konzerntochter in Singapur immer wieder konstatiert, er sehe durch die Anschuldigungen keinerlei Auswirkung aufs Geschäft, das Management lasse sich in seiner Arbeit auch nicht aus der Bahn werfen.

    Berichte zu Untersuchungen rund um Unregelmässigkeiten in der "Financial Times" hatten Ende Februar einen deutlichen Kursverlusten von fast der Hälfte innerhalb weniger Tage zur Folge. Die Konzernspitze wiegelte zunächst ab, musste letztlich aber Fehler und "Qualitätsmängel" in der Buchhaltung einräumen - wenn auch in geringerer Höhe als in den 'FT'-Berichten suggeriert. Vom Vorwurf systematischen Betrugs und krimineller Scheinbuchungen sieht sich Wirecard nach den eigens in Auftrag gegebenen Untersuchungen und kleineren Korrekturen in der Bilanz aber entlastet.

    Der Aktienkurs hat sich inzwischen deutlich von den Tiefschlägen erholt, liegt aber trotzdem weiter unter dem Niveau von vor dem Bekanntwerden der Probleme. Braun ist mit rund 7 Prozent der Anteile der grösste Aktionär des Unternehmens - sein Aktienpaket ist knapp 1,2 Milliarden Euro wert. Der geplante Einstieg des japanischen Konzerns Softbank über eine Wandelanleihe mit 900 Millionen Euro gab dem Aktienkurs jüngst noch einmal Schub.

    Softbank gilt unter Tech-Mogul Masayoshi Son als einer der wichtigsten und grössten Technologie-Investoren weltweit. Wirecard will mit dem neuen Partner an der Seite auch Zugang zu dessen Beteiligungen bekommen, um diese womöglich für sich als Kunden zu gewinnen. Zudem soll Softbank den Markteintritt in Japan und Südkorea erleichtern. Die strategische Bedeutung des Deals sei weit höher als die rein finanzielle, sagte Braun jüngst. Das Geld will Wirecard unter anderem für Aktienrückkäufe und weitere Investitionen nutzen.

    Mehr als die Hälfte der Zahlungsströme wickelt Wirecard mittlerweile bereits ausserhalb Europas ab. Wirecard rechnet bis ins Jahr 2021 mit einem Marktwachstum bei bargeldlosen Zahlungen von rund 14 Prozent pro Jahr. 2025 will das Unternehmen mehr als 710 Milliarden an Zahlungen jährlich abwickeln, der Umsatz soll auf über 10 Milliarden Euro klettern./men/zb/mis

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  • 08.05.2019 Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Akt...

    Wirecard erhöht überraschend Gewinnprognose - Aktie zieht vorbörslich an

    08.05.2019| 07:58:35

    ASCHHEIM (awp international) - Das rasante Wachstum beim Zahlungsabwickler Wirecard stimmt den Dax -Neuling für das Gesamtjahr beim Gewinn zuversichtlicher. Das wegen Bilanzierungsproblemen unter Druck stehende Management um Vorstandschef Markus Braun schraubt nach einem starken ersten Quartal die Erwartung an das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in diesem Jahr auf 760 bis 810 Millionen Euro hoch, wie das Unternehmen am Mittwoch in Aschheim bei München mitteilte.

    Vorher standen 740 bis 800 Millionen Euro im Plan. Analysten rechneten zuletzt mit rund 764 Millionen Euro operativem Gewinn pro Jahr, hatten aber zu diesem Zeitpunkt mehrheitlich noch keinen erhöhten Ausblick erwartet. Die Aktie legte vorbörslich auf der Handelsplattform Lang & Schwarz um knapp 3 Prozent zu.

    Im ersten Quartal kletterte der Umsatz von Wirecard im Jahresvergleich um knapp 35 Prozent auf 566,7 Millionen Euro, das operative Ergebnis sogar fast 41 Prozent auf 158 Millionen Euro. Das war jeweils etwas mehr als an der Börse erwartet. Wirecard profitiert vom ungebrochenen Trend hin zu elektronischen Zahlungen vor allem beim Onlineshopping. Das Transaktionsvolumen auf der eigenen Zahlungsplattform wuchs um gut 37 Prozent auf 36,7 Milliarden Euro - hiervon behält Wirecard einen gewissen Anteil an Gebühren ein. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn um die Hälfte auf 106,3 Millionen Euro./men/mis

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  • 25.04.2019 Wirecard-Chef will Buchhaltungsprobleme im Wachst...

    Wirecard-Chef will Buchhaltungsprobleme im Wachstum angehen

    25.04.2019| 11:38:15

    (Ausführliche Fassung)

    ASCHHEIM (awp international) - Der unter Druck stehende Zahlungsdienstleister Wirecard will sich für die Zukunft ein stärkeres Augenmerk auf Buchhaltungsprozesse vornehmen. Wirecard-Chef Markus Braun sprach am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Aschheim bei München vom "Elefant im Raum", den das Unternehmen angehen müsse. Als Wachstumsunternehmen habe der Dax-Konzern "Qualitätsmängel" in der Buchhaltung gehabt und müsse daher "Controllingprozesse nachziehen". Eine Wachstumspause will der Manager dem Unternehmen dabei aber nicht gönnen - die Neukundenzuwächse im vergangenen Halbjahr dürften auch in diesem Jahr für gute Geschäfte sorgen.

    Zuletzt stand der im September in den deutschen Leitindex aufgestiegene Zahlungsdienstleister wegen umstrittener Bilanzierungspraktiken im Fokus von "Financial Times"-Berichten, was den Aktienkurs heftig unter Druck setzte. Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung berichtet.

    Mittlerweile beschäftigt der Fall mehrere Ermittlungsbehörden in Deutschland und Singapur, auch die deutsche Börsenaufsicht schritt ein. Die Münchner Staatsanwaltschaft etwa geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Die Bafin hatte im Februar gar ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot verhängt, das Ende vergangener Woche auslief.

    Wirecard wächst bei allen Problemen dank des Online-Shoppingbooms weiter rasant. Das auf der Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen kletterte um gut 37 Prozent auf 124,9 Milliarden Euro, hiervon behält Wirecard Gebühren für die Abwicklung und Absicherung ein. Der Umsatz stieg daher um gut 35,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro. Vorstandschef Braun betonte, das Wachstum aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe und Wechselkursschwankungen, habe mit 27 Prozent einen neuen Höchststand erreicht.

    Auch für das laufende Jahr seien die Aussichten gut. Im zweiten Halbjahr 2018 habe das Unternehmen neue Kunden gewonnen, die bis zu 32,3 Milliarden Euro an zusätzlichem Transaktionsvolumen bringen könnten. Rund zwei Drittel davon dürften aus Erfahrungswerten auch tatsächlich zu neuem Geschäft werden.

    Die Aktie lag am Donnerstag knapp ein Prozent im Plus bei 135,15 Euro. Umsatz und Neukundenzuwachs seien stark ausgefallen, urteilte Analyst Knut Woller von der Baader Bank. Das dürfte auch im Jahr 2019 den Boden bereiten für kräftiges organisches Wachstum.

    Der Gewinn kletterte ebenfalls deutlich. Unter dem Strich stand 2018 ein Nettoergebnis von 347,4 Millionen Euro und damit knapp 36 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende will das Unternehmen um zwei Cent auf 0,20 Euro je Aktie aufstocken. Gemessen am Aktienkurs ist das aber nach wie vor eine sehr geringe Ausschüttung, Wirecard-Chef Markus Braun betont immer wieder, dass das Unternehmen sein Geld lieber in Wachstum investiert.

    Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um fast 37 Prozent auf 560,5 Millionen Euro, fiel damit aber etwas geringer aus als in den Eckdaten Ende Januar mitgeteilt. Die Prognose für das laufende Jahr, zwischen 740 und 800 Millionen Euro operativen Gewinn erwirtschaften zu wollen, behielt das Management bei. Darin seien auch Beratungsleistungen rund um die Bilanzprobleme in Singapur enthalten, sagte Braun. Finanzchef Alexander von Knoop sagte, im vergangenen und diesem Jahr belasteten diese mit einem mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

    Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der japanische Mischkonzern Softbank zunächst über eine Wandelanleihe mit insgesamt 900 Millionen Euro bei Wirecard einsteigen will, woraufhin der Aktienkurs deutlich angestiegen war. Wirecard will das Vorhaben den Aktionären auf der Hauptversammlung zur Genehmigung vorlegen. Ziel für Wirecard sei es, präferierter Partner von Unternehmen im Softbank-Portfolio für Zahlungsservices und andere Dienste zu werden. Softbank gehört mit seinem Fonds zu den grössten Technologieinvestoren weltweit und ist bei namhaften Partnern wie dem Fahrdienstvermittler Uber beteiligt.

    Die Verwässerung des Softbank-Einstiegs für die bestehenden Aktionäre liege bei 5,6 Prozent, im operativen Geschäft dürfte die angestrebte Partnerschaft aber einen deutlich höheren Effekt haben, sagte Braun./men/stk/fba

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  • 25.04.2019 Wirecard erhöht Gewinn deutlich - Ergebnisprognos...

    Wirecard erhöht Gewinn deutlich - Ergebnisprognose bestätigt

    25.04.2019| 08:11:41

    ASCHHEIM (awp international) - Der unter Druck stehende Zahlungsdienstleister Wirecard hat auch im abgelaufenen Jahr seinen Gewinn deutlich steigern können. Unter dem Strich stand ein Nettoergebnis von 347,4 Millionen Euro und damit knapp 36 Prozent, wie das Dax -Unternehmen am Donnerstag in Aschheim bei München mitteilte. Die Dividende will das Unternehmen um zwei Cent auf 0,20 Euro je Aktie aufstocken. Gemessen am Aktienkurs von 134 Euro ist das aber nach wie vor eine sehr geringe Ausschüttung, Wirecard-Chef Markus Braun betont immer wieder, dass das Unternehmen sein Geld lieber in Wachstum investiert.

    Wirecard profitiert insbesondere vom boomenden Onlinehandel und den daraus resultierenden elektronischen Zahlungen bei Händlern. Das auf der Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen kletterte um gut 37 Prozent auf 124,9 Milliarden Euro, hiervon behält Wirecard Gebühren für die Abwicklung und Absicherung ein. Der Umsatz stieg daher um gut 35,4 Prozent auf gut 2 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um fast 37 Prozent auf 560,5 Millionen Euro, fiel damit aber etwas geringer aus als in den Eckdaten Ende Januar mitgeteilt. Die Prognose für das laufende Jahr, zwischen 740 und 800 Millionen Euro operativen Gewinn erwirtschaften zu wollen, behielt das Management bei.

    Zuletzt stand der im September in den Dax aufgestiegene Zahlungsdienstleister wegen umstrittener Bilanzierungspraktiken im Fokus von "Financial Times"-Berichten, was die Aktie heftig durcheinanderwirbelte. Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung berichtet.

    In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Beide Behörden ermitteln. Wegen der heftigen Kursschwankungen hatte die Bafin im Februar gar ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot verhängt, das Ende vergangener Woche auslief. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der japanische Mischkonzern Softbank als Ankeraktionär bei Wirecard einsteigen wird, woraufhin der Aktienkurs deutlich anstieg./men/jha/

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  • 25.04.2019 Wirecard präsentiert Jahreszahlen nach Einstieg v...

    Wirecard präsentiert Jahreszahlen nach Einstieg von Softbank

    25.04.2019| 06:57:21

    ASCHHEIM (awp international) - Dicht getaktet kommen derzeit die Nachrichten vom Zahlungsdienstleister Wirecard : Am Mittwoch wurde bekannt, dass der japanische Mischkonzern Softbank neuer Ankeraktionär wird, am Donnerstag präsentiert der Dax -Konzern der Öffentlichkeit die aktuellen Jahreszahlen. Während das operative Geschäft zuletzt rund lief, ging es an der Börse im abgelaufenen Geschäftsjahr drunter und drüber. Zuletzt stand der Zahlungsabwickler wegen umstrittener Bilanzierungspraktiken im Fokus von "Financial Times"-Berichten ("FT").

    Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstossen haben - allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung "FT" berichtet. In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging. Beide Behörden ermitteln. Zeitweise hatte die Aktie des im Münchner Vorort Aschheim ansässigen Bezahldienstleisters innerhalb kürzester Zeit über ein Drittel ihres Werts verloren.

    Wegen der heftigen Kursschwankungen hatte die Bafin im Februar gar ein zweimonatiges Leerverkaufsverbot verhängt. Das Verbot lief Ende vergangene Woche aus, für eine Verlängerung bestünden derzeit keine Anhaltspunkte, teilte die Bafin mit. Mit Leerverkäufen wetten Händler auf kurzfristige Kursschwankungen. Die Bafin hatte das Verbot am 18. Februar erlassen und damit grosses Aufsehen in der Börsenszene ausgelöst. Am Mittwoch war dann bekannt geworden, dass der japanische Mischkonzern Softbank als Ankeraktionär bei Wirecard einsteigen wird, woraufhin der Aktienkurs deutlich anstieg.

    Die Japaner werden in einem ersten Schritt 900 Millionen Euro in eine Wandelschuldverschreibung des Konzerns investieren. Wirecard werde dazu eine Anleihe begeben, die nach Ablauf von fünf Jahren in gut 6,9 Millionen Aktien zu einem Preis von 130 Euro je Stück gewandelt werden. Neben dem finanziellen Einstieg soll auch die Kooperation beider Unternehmen ausgeweitet werden. Wirecard will vor allem von Softbanks Kontakten und Zugängen in Japan und Südkorea profitieren, wo der Konzern bislang keine Präsenz hat./maa/DP/zb

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Stammdaten

Branche/Sektor Internet, Software & IT-Dienstleistungen
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Xetra
Börse URL www.deutsche-boerse.com
Symbol WDI
Valor 1514179
ISIN DE0007472060

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Hoch 1M 156.00 (18.06.2019)
Tief 1M 141.30 (12.07.2019)
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Hoch 1J 199.00 (04.09.2018)
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Datenquelle:  SIX Financial Information AG