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Anzahl Aktien 183'000'000
Marktkapital in Mio. 7'748.22
Umsatz Vormonat 1'145'695

Aktuelle News

  • 09.07.2019 Autoflaute belastet Chemiebranche - BASF warnt, L...

    Autoflaute belastet Chemiebranche - BASF warnt, Lanxess beruhigt

    09.07.2019| 15:22:44

    (Zusammenfassung)

    LUDWIGSHAFEN/KÖLN (awp international) - Handelskonflikt und Autoflaute: die schwächelnde Weltwirtschaft macht der besonders konjunkturabhängigen Chemiebranche zu schaffen. Während der weltgrösste Branchenvertreter BASF jetzt seine Jahresziele kassieren musste, sieht sich der Spezialchemieanbieter Lanxess "trotz der sich zusehends eintrübenden Konjunktur" auf Kurs zu den eigenen Zielen für 2019.

    Die Beruhigungspille von Lanxess-Chef Matthias Zachert wirkte: der Aktienkurs des MDax -Konzerns machte einen Grossteil seiner Verluste am Dienstagmittag auf einen Schlag wett. Die BASF-Aktien notierten derweil weiter mit einem Minus von mehr als 5 Prozent am Ende des deutschen Leitindex Dax.

    BASF hatte am Montagabend mit einer harschen Gewinnwarnung die Branche sowie Anleger in Aufruhr versetzt. Die spürbar schwächere weltweite Industrieproduktion drückt bei dem Dax -Riesen auf die verkauften Mengen und auf die erzielbaren Preise, was die Gewinnmargen belastet.

    Neben den Papieren der Ludwigshafener brachen dann am Dienstagvormittag auch die Aktien von Covestro , Lanxess und Evonik ein. Denn: Strauchelt ein bedeutender Konzern in einer Branche, rechnen viele Anleger auch bei den anderen Unternehmen mit mauen Geschäften. Der europäische Branchenindex der Chemiewerte sank ebenfalls deutlich.

    Grund für den Pessimismus war das Ausmass der Gewinnwarnung von BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller. Statt eines leichten Anstiegs um ein bis zu zehn Prozent beim um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) geht BASF nun für das laufende Jahr von einem satten Minus um bis zu 30 Prozent aus. Auch beim Umsatz sehen die Aussichten mit einem leichten Rückgang nun nicht mehr so gut aus wie zuvor geplant, als der Konzern noch mit einem Plus von einem bis fünf Prozent rechnete.

    Gemeinhin hatten angesichts der wirtschaftlichen Lage viele Branchenexperten eine mögliche Senkung der Jahresziele bereits auf dem Zettel. Die sei nun aber noch drastischer ausgefallen als erwartet, schrieb Analyst Andreas Heine von der Investmentbank Mainfirst. Der neue Ausblick liege auch deutlich unter den bisherigen durchschnittlichen Schätzungen am Markt, schrieb Goldman-Sachs-Expertin Georgina Iwamoto.

    BASF verwies auf die besonders stark ausgefallenen Wachstumseinbussen in der globalen Autoindustrie, vor allem in China. Die Autoindustrie ist einer der grössten Endabnehmer für die von BASF hergestellten Produkte. Gerade die Autobauer bekommen die Folgen des Zollstreits zwischen den USA und China stark zu spüren. Die Nachfrage im überaus wichtigen chinesischen Markt war rund ein Jahr lang gefallen. Hinzu kommt das Diesel-Dilemma. Erst im Juni musste der Stuttgarter Daimler-Konzern seine Jahresprognosen zusammenstreichen.

    BASF litt aber auch unter einer schwachen Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika wegen schwieriger Witterungsbedingungen in den vergangenen Monaten. Zudem hätten sich die Konflikte zwischen den USA und ihren Handelspartnern - insbesondere China - anders als vom Konzern angenommen bislang nicht entschärft. Insgesamt bleibe die Unsicherheit hoch.

    So lägen auch die vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal "deutlich" unter den Erwartungen von BASF zu Jahresanfang. Der Umsatz sank demnach um 4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sackte um 47 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro ab. Die endgültigen Zahlen will BASF am 25. Juli vorstellen.

    Für den Analysten Andrew Stott von der Schweizer Grossbank UBS birgt die Gewinnwarnung nur einen positiven Punkt: Das Effizienzprogramm der Ludwigshafener dürfte nun einen Schub erhalten. Erst Ende Juni hatte BASF ein Sparprogramm angekündigt. So sollen bis Ende 2021 weltweit 6000 Stellen und damit knapp fünf Prozent der 122 000 Arbeitsplätze wegfallen. Ungefähr die Hälfte der Stellen soll in Deutschland eingespart werden, der überwiegende Teil am Heimatstandort Ludwigshafen, hatte ein Sprecher gesagt.

    BASF ist kein Einzelfall, die deutsche Chemie- und Pharmabranche insgesamt leidet immer stärker unter Handelskonflikten und der eingetrübten Weltkonjunktur. Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechnet die Branche nur mit einer moderaten Belebung im Jahresverlauf, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erst vor wenigen Tagen mitteilte. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Brexit und den Iran-Konflikt.

    Um nicht so stark von einer allgemeinen Konjunkturschwäche in Mitleidenschaft gezogen zu werden, richtet sich Lanxess derweil stärker auf die Spezialchemie aus. Hier ist der Konkurrenzdruck gerade durch Billiganbieter oftmals geringer, nicht zuletzt weil mehr Know-How benötigt wird als bei Standardchemikalien. Daher sind in der Spezialchemie meist auch höhere Gewinnmargen erzielbar.

    Die Kölner hängen zwar auch an der Autobranche, allerdings längst nicht so stark wie andere Chemiekonzerne. So hatte Konzernchef Zachert bereits 2018 unter anderem mit dem Komplettverkauf der verbliebenen Anteile am Synthese-Kautschukunternehmen Arlanxeo die Abhängigkeit von der Autoindustrie reduziert.

    Im ersten Quartal hatte Lanxess zwar auch die schwächelnde Autobranche vor allem im Geschäft mit Spezial-Kunststoffen zu spüren bekommen. Doch die Geschäfte etwa mit Zusätzen für Schmierstoffe und Flammschutzmittel sowie Wasseraufbereitungsprodukten liefen gut.

    Für den weiteren Jahresverlauf sehen sich die Kölner denn auch nach dem zweiten Quartal weiter gut gerüstet. Zachert bekräftigte am Dienstag seinen Jahresausblick vom Mai. "Wir haben unsere Abhängigkeit von einzelnen volatilen Branchen reduziert und unsere regionale Aufstellung weiter ausbalanciert," betonte der Manager. Die Aktien erholten sich daraufhin deutlich und notierten in einem viel schwächeren Gesamtmarkt zuletzt nur noch rund ein halbes Prozent im Minus bei 53,08 Euro. Am Morgen waren sie im Sog der BASF-Warnung noch bis auf fast 50 Euro eingebrochen.

    Lanxess strebt 2019 beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen weiter einen Wert zwischen 1,0 und 1,05 Milliarden Euro an, hiess es vom Unternehmen. Damit peilt der Konzern eine in etwa stabile Entwicklung an nach 1,02 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Die Zahlen für das zweite Quartal sollen am 2. August veröffentlicht werden./mis/he/men/jha/

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  • 09.07.2019 Deutsche Stahlindustrie will klimafreundlich werd...

    Deutsche Stahlindustrie will klimafreundlich werden - Hüttengas zu Rohstoffen

    09.07.2019| 06:38:57

    DUISBURG (awp international) - Die Stahlindustrie in Deutschland will den Ausstoss des Treibhausgases Kohlendioxid senken. Beim Branchenführer Thyssenkrupp laufen grossangelegte Versuche, zu einer weniger klimaschädlichen Stahlproduktion zu kommen. Konzernchef Guido Kerkhoff wird Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Dienstag erläutern, wie der Industriekonzern sein Ziel erreichen will, 2050 komplett klimaneutral zu sein. Ihr Ministerium fördert die Forschungen für dieses Ziel mit vielen Millionen Euro.

    Das Werk von Thyssenkrupp in Duisburg ist nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) die Industrieanlage mit den höchsten Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland. Nur die grossen Braunkohlekraftwerke haben noch weit höhere Werte. Während aber der Energiesektor seinen CO2-Ausstoss seit Jahren kontinuierlich gesenkt hat, ist in der Industrie nur wenig passiert. Die Emissionen der energieintensiven Industrie, zu der der Stahl zählt, hätten 2018 "auf dem hohen Niveau der Vorjahre stagniert", stellte das Umweltbundesamt im Frühjahr fest.

    Ohne einen wirkungsvollen Beitrag der Schwerindustrie kann Deutschland die Klimaziele für 2030 nicht erreichen. Das weiss auch Kerkhoff. Thyssenkrupp arbeite "hart daran, Emissionen einzusparen, was beim StAhl gar nicht so einfach ist", hat er unlängst versichert. Der Stahlriese muss den Ausstoss von Klimagasen aber auch reduzieren, um seine Kosten im Griff zu behalten.

    Denn Stahlwerke nehmen am EU-Emissionshandel teil. Während die Branche bisher weitgehend auf kostenlos zugeteilte Zertifikate zurückgreifen konnte, drohen mit der Verknappung der Verschmutzungsrechte steigende Preise für Thyssenkrupp und andere energieintensive Industriekonzerne. Der Branchenverband Stahl hatte deshalb bereits vor Zusatzkosten in Milliardenhöhe gewarnt.

    Greenpeace begrüsste die Ankündigung von Thyssenkrupp, den CO2-Ausstoss zu senken. "Endlich fängt auch die Stahlindustrie an, sich beim Klimaschutz nicht länger auf falschen politischen Anreizen wie Gratis-Emissionsrechten oder niedrigen Industriestrompreisen auszuruhen", sagte der Energieexperte der Umweltorganisation, Niklas Schinerl. Doch um den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen, "ist Klimaneutralität bis 2050 zu spät".

    Die Stahlindustrie versucht die CO2-Belastung auf zwei Wegen zu senken. Zum einen sollen die Hüttengase aus der Stahlproduktion als Rohstoff für die chemische Industrie genutzt werden. Dieses Vorhaben mit dem Namen "Carbon2Chem", an dem Unternehmen und Wissenschaft gemeinsam arbeiten, fördert das Bundesforschungsministerium mit mehr als 60 Millionen Euro.

    Einen wichtigen Schritt hat man in Duisburg bereits erreicht: Im vergangenen Jahr konnte erstmals Methanol und Ammoniak unter industriellen Produktionsbedingungen aus den Hüttengasen erzeugt werden. Rund 20 Millionen Tonnen der jährlichen CO2-Emissionen der deutschen Stahlbranche liessen sich wirtschaftlich verwerten. Und auch für andere Industriebranchen könne das Verfahren genutzt werden. Doch bis es so weit ist, dürften noch 15 Jahre vergehen, schätzt man bei Thyssenkrupp.

    Die Nutzung von CO2 als Rohstoff, an der unter anderem auch der Chemiekonzern Covestro arbeitet, ist aus Sicht von Fabian Joas von der energiepolitischen Denkfabrik Agora Energiewende zwar ein Fortschritt, an dem weiter gearbeitet werden sollte. Die endgültige Lösung für die Klimaprobleme der Stahlindustrie könne sie aber nicht sein. "Das CO2 wird dabei zwar zweimal genutzt. Am Ende landet es aber doch in der Atmosphäre."

    Erfolgversprechender sei der Einsatz von Wasserstoff bei der Stahlherstellung, betonte Joas. Auch das wird in Duisburg versucht. Ein Teil des in den Hochofen geblasenen Kohlenstaubs soll durch Wasserstoff ersetzt werden. Auch Europas grösser Stahlkonzern Arcelor Mittal arbeitet in seinem Hamburger Werk an diesem Verfahren, bei dem Treibhausgase erst gar nicht entstehen sollen. Das werde aber "ein langer und kostenintensiver Prozess", hatte der Produktionsvorstand von Thyssenkrupp, Arnd Köfler gesagt. An diesem Projekt beteiligt sich das Land Nordrhein-Westfalen mit Fördergeldern./hff/DP/stk

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  • 03.07.2019 Deutsche Chemiebranche gerät stärker in Sog von s...

    Deutsche Chemiebranche gerät stärker in Sog von schwacher Weltwirtschaft

    03.07.2019| 12:49:19

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die deutsche Chemie- und Pharmabranche leidet immer stärker unter Handelskonflikten und der eingetrübten Weltkonjunktur. Nach einem schwachen ersten Halbjahr rechnet sie nur mit einer moderaten Belebung im Jahresverlauf, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Brexit und den Iran-Konflikt. Sollte es zum Krieg im Nahen Osten kommen, hätte dies Folgen für den globalen Handel.

    Für 2019 senkte der VCI erneut seine Prognose: Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang um 3 Prozent auf 197 Milliarden Euro. Zuletzt war er von einem Minus von 2,5 Prozent ausgegangen. Die Produktion in der drittgrössten deutschen Industriebranche soll zudem um 4 Prozent sinken und damit ebenfalls stärker als bisher kalkuliert.

    "Die Weltwirtschaft entwickelt sich schwächer als zu Jahresanfang erwartet", sagte Van Bylen. Die Hoffnung liege nun auf einer Erholung bei Chemiekunden - vor allem in der Autobranche, die unter der Dieselkrise, schwachen Absätzen und hohen Kosten für die E-Mobilität leidet. Auch in der Nahrungsmittel- und Elektroindustrie könne es wieder minimal nach oben gehen, sagte der VCI-Präsident.

    Als Zulieferer für viele weitere Branchen wie auch die Bau- und Kosmetikindustrie bekommt die Chemiebranche schlechtere Geschäfte bei ihren Abnehmern früh zu spüren und gilt als Konjunkturindikator.

    Im ersten Halbjahr hatte die Chemiebranche abermals mit einer schwachen Industrienachfrage auf dem Heimatmarkt zu kämpfen. Wichtige Kunden wie Autohersteller und Maschinenbauer hielten sich mit Bestellungen zurück. Im Ausland, etwa im übrigen Europa und den USA, gingen die Verkäufe spürbar zurück. Die widrige Konjunktur und Handelskonflikte setzen auch Branchenriesen wie BASF zu. Er will 6000 Stellen weltweit abbauen, die Hälfte davon in Deutschland.

    Von Januar bis Juni sank der der Umsatz der Chemie- und Pharmaindustrie um 4 Prozent auf fast 96 Milliarden Euro, die Produktion brach gemessen am Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent ein. Allerdings hatte die Pharmaindustrie 2018 eine Hochkonjunktur erlebt, nun normalisierte sich die Produktion.

    Der VCI hatte seine Prognose für 2019 schon eingedampft, da ein Konzern Ende vergangenen Jahres die Produktion eines Blockbuster-Medikaments in Deutschland einstellte. Die Branche mit fast 465 000 Beschäftigten hierzulande ist aber immer noch gut ausgelastet und arbeitet auf hohem Niveau: 2018 erzielte sie einen Rekordumsatz von 203 Milliarden Euro./als/DP/fba

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  • 03.07.2019 Deutsche Chemiebranche leidet unter nachlassender...

    Deutsche Chemiebranche leidet unter nachlassender Weltwirtschaft

    03.07.2019| 11:09:19

    FRANKFURT (awp international) - Handelskonflikte und die eingetrübte Weltwirtschaft machen der deutschen Chemie- und Pharmabranche immer mehr zu schaffen. Nach einem schwachen ersten Halbjahr senkte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt erneut seine Prognose für 2019: Er rechnet nun mit einem Umsatzrückgang um 3 Prozent auf knapp 197 Milliarden Euro. Zuletzt war er von einem Minus von 2,5 Prozent ausgegangen. Die Produktion in der drittgrössten Industriebranche hierzulande soll zudem um 4 Prozent sinken und damit ebenfalls noch stärker als bisher erwartet.

    Im Jahresverlauf geht der VCI allenfalls von einer moderaten Erholung aus. "Die Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung bleiben hoch", sagte Präsident Hans Van Bylen mit Blick auf den Handelsstreit zwischen den USA und China, den Iran-Konflikt und den Brexit.

    Im ersten Halbjahr war der Umsatz der Chemie- und Pharmaindustrie um 4 Prozent auf fast 96 Milliarden Euro gesunken, die Produktion brach gemessen am Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent ein. Der VCI hatte seine Prognose für 2019 schon eingedampft, da ein Konzern zum Ende vergangenen Jahres die Produktion eines Blockbuster-Medikaments in Deutschland einstellte. Die Branche arbeitet aber auf hohem Niveau: 2018 hatte sie einen Rekordumsatz von 203 Milliarden Euro erzielt./als/DP/jha/

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  • 29.04.2019 Covestro will Jahresziele mit Hilfe der Autobranc...

    Covestro will Jahresziele mit Hilfe der Autobranche erreichen

    29.04.2019| 10:53:13

    (Ausführliche Fassung)

    LEVERKUSEN (awp international) - Ein härterer Wettbewerb hat den Kunststoffkonzern Covestro zum Jahresstart wie erwartet spürbar belastet. Umsatz und Gewinn sanken im Vergleich zu den aussergewöhnlich hohen Vorjahreswerten deutlich. An den Gesamtjahreszielen hält Konzernchef Markus Steilemann gleichwohl fest. Er setzt unter anderem auf eine Belebung der Autobranche im zweiten Halbjahr, weil es wegen Lieferschwierigkeiten der Hersteller im Zuge neuer Abgastestvorschriften einen Nachfragestau gebe.

    "Ich glaube wirklich, dass der Automobilsektor noch etwas verspricht für das zweite Halbjahr", sagte Steilemann im Gespräch mit der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Covestro erzielt rund ein Fünftel der Erlöse mit der Autobranche. Zudem hätten Anlagenstillstände wegen Wartungsarbeiten im Wesentlichen bereits im ersten Quartal stattgefunden, so dass Covestro in der zweiten Jahreshälfte grössere Mengen anbieten könne.

    Covestro rechnet 2019 weiterhin mit einem Mengenwachstum im Kerngeschäft im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Im ersten Quartal muss der Dax-Konzern hier eine kleine Delle von minus 1,8 Prozent ausbügeln. Die Jahresprognose für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) liegt mit unverändert 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro weiterhin in einer recht grossen Spanne, die das schwierige Geschäftsumfeld verdeutlicht. Am unteren Ende wäre das weniger als die Hälfte des 2018 erzielten Wertes.

    Für das laufende zweite Quartal stellt Steilemann ein Ebitda auf dem Niveau der ersten drei Monate in Aussicht, in denen der Betriebsgewinn im Vergleich zum aussergewöhnlich starken Vorjahreszeitraum um etwas mehr als 58 Prozent auf 442 Millionen Euro absackte. Während das erste Quartal etwas besser gelaufen sei als gedacht, liege der Ausblick für das zweite Jahresviertel unter den Erwartungen, schrieben die Analysten Chetan Udeshi von der Bank JPMorgan und Michael Schäfer von der Commerzbank in ihren jeweiligen Studien zu den Zahlen. Unter dem Strich verdienten die Leverkusener mit 179 Millionen Euro rund 72 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

    Der Aktienkurs geriet am Vormittag zunächst unter Druck, erholte sich aber im Verlauf auf ein zuletzt moderates Minus. Ein Händler betonte, dass bereits viel Negatives in den Kurs eingepreist sei. So kosten die Papiere derzeit mit rund 50 Euro nur wenig mehr als die Hälfte ihres Anfang 2018 erreichten Rekords.

    Analyst Schäfer hob die Entwicklung des operativen Barmittelflusses (freier operativer Cashflow) als negativen Punkt hervor. Dieser belief sich im ersten Quartal auf minus 45 Millionen Euro und könnte laut dem Branchenexperten wegen der Bonuszahlungen an die Mitarbeiter auch im zweiten Jahresviertel rückläufig bleiben. Für das Gesamtjahr stellt Covestro weiterhin ein Plus von 300 bis 700 Millionen Euro für diese Kenngrösse in Aussicht, die auch mit Blick auf die Dividende wichtig ist.

    Beim Umsatz schlugen die niedrigeren Verkaufspreise derweil nicht ganz so stark durch wie beim operativen Gewinn und dem Barmittelfluss. So sanken die Erlöse um knapp 16 Prozent auf 3,18 Milliarden Euro. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatte Covestro allerdings noch von Produktionsausfällen der Konkurrenz bei gleichzeitig guter Nachfrage profitiert, was zu einer aussergewöhnlich starken Entwicklung geführt hatte.

    Die Absatzpreise gerieten dann im Jahresverlauf unter Druck - und eine echte Entspannung zeichnet sich noch nicht ab. Während sich die Preise beim Schaumstoff-Grundstoff MDI laut Steilemann stabilisieren und vielleicht sogar etwas erholen könnten, bleibe der Preisdruck bei dem Schaumstoff-Vorprodukt TDI und den harten Kunststoffen Polycarbonaten hoch.

    Rund lief es dagegen im ersten Quartal im kleinsten der drei Unternehmensbereiche. Die Sparte CAS für Lacke, Klebrohstoffe und Spezialanwendungen steigerte Umsatz und operatives Ergebnis leicht. Sie soll perspektivisch weiter gestärkt werden, auch kleinere Übernahmen werden angestrebt. Steilemann betonte erneut, dass sich das Management Ziele gerade in diesem Bereiche intensiv anschaue, es aber noch nichts Konkretes zu berichten gebe./mis/tav/fba

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  • 29.04.2019 Konkurrenzdruck schmälert Gewinn von Covestro zum...

    Konkurrenzdruck schmälert Gewinn von Covestro zum Jahresstart wie erwartet

    29.04.2019| 07:07:02

    LEVERKUSEN (awp international) - Deutliche Preisrückgänge wegen eines härteren Wettbewerbs haben den Gewinn des Kunststoffkonzerns Covestro zum Jahresstart wie erwartet spürbar belastet. Der Umsatz fiel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent auf 3,18 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Montag in Leverkusen mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Anschreibungen (Ebtda) fiel im Vergleich zum aussergewöhnlich starken Vorjahreszeitraum um etwas mehr als 58 Prozent auf 442 Millionen Euro. Das war gewinnseitig in etwa so viel wie Konzernchef Markus Steilemann in Aussicht gestellt hatte und etwas mehr als Analysten im Durchschnitt erwartet hatten.

    Unter dem Strich verdienten die Leverkusener mit 179 Millionen Euro rund 72 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Mit Blick auf die Entwicklung des operativen Barmittelflusses gab es es ein Minus: Der freie operative Cashflow belief sich auf minus 45 Millionen Euro nach einem Plus von 364 Millionen Euro vor einem Jahr.

    Die Ebitda-Jahresprognose liegt mit unverändert 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro weiterhin in einer recht grossen Spanne, die das schwierige Geschäftsumfeld verdeutlicht. Am unteren Ende wäre das weniger als die Hälfte des 2018 erzielten Wertes. Allerdings hatte das Unternehmen insbesondere in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres noch von Produktionsausfällen der Konkurrenz bei gleichzeitig guter Nachfrage profitiert, was zu einem aussergewöhnlich hohen Gewinn geführt hatte. Zudem wird 2019 weiterhin ein freier operativer Barmittelzufluss von 300 bis 700 Millionen Euro erwartet./mis/fba

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  • 12.03.2019 Schwächere Konjunktur: Deutsche Chemiebranche erw...

    Schwächere Konjunktur: Deutsche Chemiebranche erwartet heftige Einbussen

    12.03.2019| 11:06:17

    FRANKFURT (awp international) - Angesichts einer schwächeren Weltkonjunktur und Handelskonflikten wie dem Brexit erwartet die deutsche Chemie- und Pharmabranche kräftige Rückgänge. Der Umsatz in dem wichtigen Industriesektor werde 2019 wohl um 2,5 Prozent auf knapp 199 Milliarden Euro sinken, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Dienstag in Frankfurt mit. Die Produktion werde ferner bei leicht steigenden Preisen um 3,5 Prozent schrumpfen. Damit korrigierte die Branche ihre Prognose kräftig nach unten. Es wäre der erste Produktionsrückgang seit 2012.

    Während Grossbritannien auf einen ungeregelten Brexit zusteuere, gebe es im Handelsstreit zwischen den USA und China keinen Durchbruch und auf dem Heimatmarkt habe sich die Industrieproduktion eingetrübt. "In Deutschland ist der Abschwung da", erklärte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann. Die Probleme in der Autobranche rund um den Dieselskandal und die Umstellung auf den Abgasstandard WLTP drückten auch in diesem Jahr das Wirtschaftswachstum. Das wirke sich auch auf andere Kundenbranchen wie die Kunststoffindustrie aus.

    Bisher hatte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) für 2019 einen Umsatzanstieg von 2,5 Prozent und ein Produktionsplus von 1,5 Prozent erwartet. Jedoch verzerre ein Sondereffekt in der zuletzt boomenden Pharmabranche das Bild. So habe ein Konzern zum Jahresende 2018 die Produktion eines Blockbusters hierzulande eingestellt.

    Im Oktober war der Patentschutz in Europa für das weltweit umsatzstärkste Medikament Humira vom US-Pharmakonzern Abbvie abgelaufen. Der Entzündungshemmer wird etwa gegen Rheuma verschrieben und wurde vor dem Ende des Markenschutzes im grossen Stil hergestellt.

    Bereinigt um den Sondereffekt werde die Produktion 2019 stagnieren, erklärte der VCI. Die derzeit hoch ausgelastete Chemiebranche alleine werde die Herstellung von Produkten um 1,5 Prozent drosseln.

    Die Chemiebranche reagiert als Lieferant etwa für die Auto-, Bau- und Kosmetikindustrie früh auf Konjunkturschwankungen und hatte schon zum Jahresende vor Rückschlägen gewarnt. Im vierten Quartal wuchs der Umsatz wegen einer schwachen Nachfrage aus dem Ausland binnen Jahresfrist kaum noch, die Produktion brach um 6,3 Prozent ein. Das lag auch am Niedrigwasser im Rhein, der den Transport von Waren für Konzerne wie BASF einschränkte.

    Im Gesamtjahr 2018 stieg der Erlös in der Branche mit 462 000 Beschäftigten in Deutschland aber um 4,1 Prozent auf den Rekordwert von 203,5 Milliarden Euro. Dabei musste die Chemieindustrie auch Folgen des Brexits bewältigen. Im Handel mit Pharma- und Chemieprodukten mit Grossbritannien gab es im vergangenen Jahr einen Rückgang von fast zehn Prozent. "Der Brexit hat schon jetzt tiefe Narben politisch und wirtschaftlich hinterlassen", sagte Tillmann./als/mne/jha/

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  • 27.02.2019 Bayer verdient deutlich weniger - Klagewelle in U...

    Bayer verdient deutlich weniger - Klagewelle in USA reisst nicht ab

    27.02.2019| 09:05:56

    (Ausführliche Fassung)

    LEVERKUSEN (awp international) - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Unter dem Strich brach der Gewinn um rund drei Viertel auf 1,7 Milliarden Euro ein, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Bayer-Aktien standen vorbörslich mit einem Abschlag von 0,7 Prozent leicht unter Druck.

    Neben Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf des US-Saatgutkonzerns Monsanto belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, da sich Bayer hier von weniger gut laufenden Bereichen trennen will. Zudem floss nicht mehr die ehemalige Tochter Covestro ein.

    Der Umsatz legte dank der Monsanto-Übernahme im abgelaufenen Jahr um rund 13 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stieg aber nur leicht um 2,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, auch weil Kosten für die Behebung von Problemen infolge einer Rüge der US-Gesundheitsbehörde FDA anfielen.

    Die Klagewelle in den USA gegen Bayer reisst nicht ab. Bis zum 28. Januar seien Klagen von rund 11 200 Klägern zugestellt worden, wie Bayer weiter mitteilte. Das sind rund 1900 mehr als Ende Oktober.

    Die Zahl schnellt seit August letzten Jahres nach oben. Damals hatte ein Geschworenen-Gericht einem Krebspatienten, der glyphosathaltige Unkrautvernichter von Monsanto für seine Erkrankung verantwortlich macht, zunächst einen Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe zugesprochen. Bayer weist die Vorwürfe zurück.

    Bedeutender als dieses erste Verfahren ist der in der letzten Februar-Woche gestartete Prozess eines weiteren Klägers. Denn es handelt sich um den ersten Fall, der vor einem Bundesbezirksgericht verhandelt wird und Teil eines Massenverfahrens ist./mis/jha/DP/jha/

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  • 27.02.2019 Bayer verdient unter dem Strich deutlich weniger ...

    Bayer verdient unter dem Strich deutlich weniger - Umsatz steigt dank Monsanto

    27.02.2019| 08:59:29

    LEVERKUSEN (awp international) - Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat den Umsatz im vergangenen Jahr dank der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto gesteigert. Der Umsatz legte im abgelaufenen Jahr um rund 13 Prozent auf 39,6 Milliarden Euro zu, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in Leverkusen mitteilte.

    Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereffekten stieg aber nur leicht um 2,8 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro, auch weil Kosten für die Behebung von Problemen infolge einer Rüge der US-Gesundheitsbehörde FDA anfielen.

    Unter dem Strich brach der Gewinn sogar um rund drei Viertel auf 1,7 Milliarden Euro ein. Neben Kosten im Zusammenhang mit dem Monsanto-Kauf belasteten Abschreibungen auf Firmenwerte im Geschäft mit frei verkäuflichen Medikamenten, da sich Bayer hier von weniger gut laufenden Bereichen trennen will. Zudem floss nun nicht mehr die ehemalige Tochter Covestro ein./mis/jha

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  • 25.02.2019 Schwächelnde Autokonjunktur und härterer Wettbewe...

    Schwächelnde Autokonjunktur und härterer Wettbewerb belasten Covestro

    25.02.2019| 10:18:13

    (Ausführliche Fassung)

    DÜSSELDORF/LEVERKUSEN (awp international) - Ein härterer Wettbewerb stimmt den Spezialchemiekonzern Covestro für 2019 vorsichtig. Der Gewinn dürfte nach dem Ausnahmejahr 2017 und einem im langjährigen Vergleich immer noch starken 2018 weiter sinken. Schon im Schlussquartal 2018 verzeichnete der Dax -Konzern vor allem im Geschäft mit Schaumstoff-Vorprodukten einen deutlichen Rückgang der Verkaufspreise. Zudem liess das Absatzwachstum nach, auch weil die Autoindustrie schwächelte.

    "Für 2019 erwarten wir zwar weiterhin eine steigende Nachfrage nach unseren Produkten, gleichzeitig werden die Margen aber aufgrund des Wettbewerbsdrucks deutlich sinken", sagte Finanzvorstand Thomas Toepfer am Montag bei der Vorstellung der Jahreszahlen in Düsseldorf laut Mitteilung.

    Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) peilen Toepfer und Konzernchef Markus Steilemann 2019 zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro an, was einem Rückgang um mindestens 37,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das obere Ende der Spanne läge damit wieder in etwa auf dem Niveau des Jahres 2016. Auch der Bargeldzufluss aus dem laufenden Geschäft, der Free Operating Cashflow, dürfte auf 300 bis 700 Millionen Euro fallen nach rund 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2018. Auf diese Kennziffer blicken Anleger vor allem, wenn es um die Dividende geht.

    Für den Absatz zeigt sich Steilemann indes verhalten optimistisch: Im Kerngeschäft wird ein Mengenwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich angestrebt. 2018 hatte dieses mit plus 1,6 Prozent eher im unteren Bereich gelegen. Daher und wegen der zumindest auf Jahressicht leicht gestiegenen Verkaufspreise konnte Covestro den Umsatz 2018 auch um fast dreieinhalb Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigern. Das Ebitda fiel hingegen um knapp 7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

    Gegenwind kam im zweiten Halbjahr auf: Die Nachfrage aus der Bau- und der Autoindustrie liess in Europa nach und auch in China orderten Autobauer zum Jahresende weniger. Vor allem der amerikanisch-chinesische Handelsstreit machte Autobauern zu schaffen, aber auch das neue Abgastestverfahren WLTP. Gerade die Bau- und die Autobranche sind wichtige Kunden für Kunststoffhersteller, da deren Produkte Leichtbau ermöglichen und gute Dämmeigenschaften haben. Beide Branchen schwanken allerdings stark - ein Grund, warum Konzernchef Steilemann das Unternehmen auch durch Zukäufe im kleinsten Unternehmensbereich für Lacke, Klebrohstoffe und Spezialanwendungen robuster aufstellen will.

    Zur trägeren Entwicklungen wichtiger Abnehmerbranchen kam ein grösserer Konkurrenzdruck hinzu, nachdem das Unternehmen längere Zeit von Produktionsausfällen bei Wettbewerbern profitiert hatte. Kopfschmerzen bereiteten Covestro aber auch ungeplante eigene Produktionsausfälle sowie im Spätsommer und Herbst das Niedrigwasser des Rhein. Das erschwerte vielen Chemie- und Industriekonzernen mit Produktionsstätten in der Umgebung des Flusses den Transport von Rohstoffen und fertigen Produkten.

    Unter dem Strich verdiente Covestro auch wegen Rückstellungen im Zusammenhang mit einem Sparprogramm mit 1,8 Milliarden Euro rund 9 Prozent weniger als vor einem Jahr. So sollen wie bereits bekannt in der Verwaltung die Kosten sinken, etwa durch die Schaffung einer zentralen Marketingabteilung. Aber auch Stellenstreichungen sind geplant. Spätestens 2021 sollen dann jährliche Einsparungen von rund 350 Millionen Euro erreicht werden.

    Trotz des Gewinnrückgangs können sich die Aktionäre über eine höhere Dividende freuen. Die soll um 20 Cent auf 2,40 Euro angehoben werden. Auf dem aktuellen Kursniveau entspricht das einer Dividendenrendite von mehr als viereinhalb Prozent.

    Ein Händler hob denn auch die Dividende als positive Überraschung hervor. Die Geschäftszahlen für 2018 seien allerdings durchwachsen und der Ausblick erscheine auf den ersten Blick eher trist. Die Aktien gerieten im frühen Handel unter Druck und fielen um mehr als 3,5 Prozent. Allerdings zählen sie im bisherigen Jahresverlauf mit einem Plus von fast einem Fünftel zu grössten Gewinnern im deutschen Leitindex, nachdem sie 2018 wegen der Sorge um wegbrechende Konzerngewinne rund die Hälfte ihres Wertes verloren hatten./mis/mne/stk

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  • 25.02.2019 Wettbewerbsdruck macht Covestro zu schaffen

    Wettbewerbsdruck macht Covestro zu schaffen

    25.02.2019| 08:20:16

    DÜSSELDORF/LEVERKUSEN (awp international) - Schwierigere Geschäfte mit der Autoindustrie, hohe Kosten infolge des niedrigen Rhein-Pegels und eine wieder härtere Konkurrenz haben dem Spezialchemiekonzern Covestro 2018 einen Gewinnrückgang eingebrockt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) fiel im vergangenen Jahr um knapp 7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Montag in Düsseldorf mitteilte. Vor allem im Schlussquartal waren die Verkaufspreise gefallen. Konzernchef Markus Steilemann hatte die Anleger bereits im November auf einen leichten Rückgang eingestellt, als er bei den Jahreszielen zurückrudern musste.

    Unter dem Strich fiel der auf die Aktionäre entfallende Überschuss wegen Rückstellungen im Zusammenhang mit einem Sparprogramm um etwas mehr als 9 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. So will Covestro wie bereits bekannt in der Verwaltung die Kosten senken und rechnet sich spätestens für 2021 jährliche Einsparungen von rund 350 Millionen Euro aus.

    Immerhin beim Umsatz konnte der Kunststoffspezialist dank grösserer Verkaufsmengen und zumindest auf Jahressicht gestiegener Preise mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro leicht zulegen. Die Dividende soll trotz des Gewinnrückgangs leicht um 20 Cent auf 2,40 Euro steigen. Mit dem Zahlenwerk hat Covestro im wesentlichen die Erwartungen der Analysten erfüllt./mis/stk

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  • 11.02.2019 Covestro-Chef sieht Übernahmen als Mittel gegen k...

    Covestro-Chef sieht Übernahmen als Mittel gegen konjunkturelle Schwankungen

    11.02.2019| 23:15:55

    FRANKFURT (awp international) - Der Spezialchemiekonzern Covestro liebäugelt mit Übernahmen als Mittel gegen wirtschaftlichen Gegenwind. Es gebe zwar eine Reihe von Möglichkeiten, um das Portfolio gegen konjunkturelle Schwankungen weniger anfällig zu machen, sagte Vorstandschef Markus Steilemann der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe). "Diese Anstrengungen sind erfolgreich, allerdings nicht in dem Masse, dass sich das Gesamtportfolio kurzfristig als deutlich resilienter erweist", schränkte der Manager ein.

    Kurzfristig müssten daher andere Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Abschwung abzufedern. "Zu den Wachstumsoptionen, die auch auf die Schnelle wertschaffend sind und das Portfolio resilienter machen, zählen ganz klar Zukäufe", sagte Steilemann. Das Augenmerk richten die Leverkusener dabei auf Lacke, Klebrohstoffe und Spezialanwendungen, wie der Vorstandsvorsitzende ausführte. Dabei gehe es nicht nur um das Abarbeiten der vorhandenen M&A-Listen, sondern auch um die fortlaufende Erweiterung der Liste mit potenziellen Übernahmezielen.

    Steilemann, der seine Investoren im November mit einer Gewinnwarnung auf dem falschen Fuss erwischt hatte, weiss allerdings auch, dass bei Akquisitionen besonderes Fingerspitzengefühl nötig ist. "Wir müssen am Kapitalmarkt Vertrauen aufbauen, dass wir eine Akquisition sauber stemmen und integrieren können", sagte der seit Juni vorigen Jahres amtierende Covestro-Chef und versprach: "Wir werden mit ganz spitzem Bleistift rechnen und in keinem Fall bloss um des Akquirierens willen zukaufen."

    Der Konjunkturabschwung, der durch den schwelenden Handelskonflikt zwischen den USA und China noch verstärkt wird, hat in Covestros Abnehmerindustrien, allen voran in China - die Volksrepublik steht für gut ein Fünftel des Konzernumsatzes -, schon sichtbare Spuren hinterlassen. Umso euphorischer ist Steilemann nun aber mit Blick auf Indien, das zu den Top-5-Märkten des Chemiekonzerns gehört. "Auch wenn der Abstand zur Spitze noch deutlich ist, ist Indien einer der am schnellsten wachsenden Märkte", sagte der Manager und verwies darauf, dass sich das Pro-Kopf-Einkommen auf dem Subkontinent der Schwelle nähert, ab der die Nachfrage nach Mittelklassegütern wie Kühlschränken oder Autos stark wächst./he

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Stammdaten

Branche/Sektor Chemie
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol 1COV
Valor 29178035
ISIN DE0006062144

Performance

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Perf. 1W   +4.14%
Perf. laufende Woche --- ---
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Perf. 3M -8.34 -16.31%
Perf. laufendes Jahr -0.35 -0.81%
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Hoch 1W 42.99 (16.07.2019)
Tief 1W 40.08 (09.07.2019)
Hoch 1M 46.34 (01.07.2019)
Tief 1M 40.08 (09.07.2019)
Hoch 3M 53.00 (23.04.2019)
Tief 3M 38.46 (03.06.2019)
Hoch 1J 83.72 (27.07.2018)
Tief 1J 38.46 (03.06.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG