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Dividende 2.25
Dividende ex Datum 18.03.2019
Zahlbar Datum 20.03.2019
Rendite ---
Nominalwert 1
Anzahl Aktien 186'000'000
Marktkapital in Mio. 112'604.40
Umsatz Vormonat 726'985'945

Aktuelle News

  • 13.05.2019 DSV-Tauschangebot für Panalpina startet am 28. Ma...

    DSV-Tauschangebot für Panalpina startet am 28. Mai 2019

    13.05.2019| 09:42:22

    (Meldung ergänzt)

    Roskilde/Basel (awp) - Der Logistikkonzern Panalpina geht schon bald in dänische Hände über. Der Mitbewerber DSV hat am Montag sein öffentliches Übernahmeangebot nun auch offiziell vorgelegt. Die Frist zur Annahme der DSV-Offerte läuft vom 28. Mai 2019 bis zum 26. Juni.

    DSV offeriert für jede Panalpina-Aktie wie angekündigt 2,375 eigene Aktien. Nun müssen noch die DSV-Aktionäre am 27. Mai an einer ausserordentlichen Generalversammlung der für die Übernahme notwendigen Kapitalerhöhung grünes Licht erteilen.

    Die beiden Logistiker hatten sich Anfang April auf die Übernahme geeinigt. Die drei grössten Panalpina-Eigner, die Ernst Göhner Stiftung, Cevian Capital und Artisan Partners, hatten seinerzeit zugesagt, DSV ihre Aktien anzudienen. Damit haben die Dänen bereits knapp 70 Prozent der Aktien auf sicher. Mindestziel des Übernahmeangebots ist ein Anteil von 80 Prozent.

    Bei Vorlage des Übernahmeangebots war die Offerte 195,80 Franken pro Panalpina-Aktie wert. Seitdem haben beide Aktien - Panalpina und DSV - an Wert gewonnen. Panalpina schlossen vergangenen Freitag auf 214,60 Franken und DSV auf 604,40 dänischen Kronen. Entsprechend ist das DSV-Angebot nun umgerechnet 218,29 Franken pro Aktie wert.

    Langwieriges Tauziehen um Panalpina

    Panalpina hatte in den vergangenen Jahren sein Geschäft umgebaut und galt bei Analysten angesichts des langen Weges zurück in die Gewinnzone seit Längerem als Übernahmekandidat. DSV hatte bereits Mitte Januar einen ersten Anlauf unternommen, Panalpina zu kaufen. Die Offerte von 170 Franken pro Aktie stiess jedoch beim Grossaktionär Ernst Göhner Stiftung noch auf wenig Gegenliebe.

    Kurz darauf erhöhte DSV sein Gebot auf 180 Franken pro Panalpina-Aktie, während die Basler einen möglichen Schulterschluss mit der kuweitischen Agility Group signalisierten. Danach begannen offenbar ernsthafte Gesprächen zwischen den Panalpina-Aktionären und DSV, die dann in der Einigung von Anfang April mündeten.

    Panalpina war nicht DSV's erste Wahl in der Schweiz. Ein halbes Jahr früher hatten sich die Dänen bereits um eine Übernahme von Ceva Logistics bemüht. Ceva lehnte das Angebot jedoch ab und flüchtete sich in die Arme seines Hauptaktionärs, der französischen Reederei CMA CGM.

    DSV kauft fleissig zu

    Das dänische Transport- und Logistikunternehmen DSV ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat verschiedene gewichtige Zukäufe getätigt. Darunter etwa die niederländische Frans Maas (2006), die belgische ABX Logistics (2008) oder UTi Worldwide (2016) in den USA.

    Der Konzern beschäftigt in mehr als 80 Ländern rund 45'000 Mitarbeitende. 2018 erwirtschaftete DSV einen Umsatz von 79 Milliarden Kronen (rund 12 Mrd Franken) und ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 6,2 Milliarden. Zum Vergleich: Panalpina beschäftigt in 70 Ländern 14'800 Mitarbeitende und erzielte im Vorjahr bei einem Umsatz von rund 6 Milliarden Franken und einem EBIT von 118 Millionen.

    yr/ra

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  • 13.05.2019 DSV-Tauschangebot für Panalpina vom 28. Mai 2019 ...

    DSV-Tauschangebot für Panalpina vom 28. Mai 2019 bis 26. Juni

    13.05.2019| 08:05:59

    Roskilde/Basel (awp) - Der Logistikkonzern Panalpina geht schon bald in dänische Hände über. Der Mitbewerber DSV hat am Montag sein öffentliches Übernahmeangebot nun auch offiziell vorgelegt. Die Frist zur Annahme der DSV-Offerte läuft vom 28. Mai 2019 bis zum 26. Juni.

    DSV offeriert für jede Panalpina-Aktie wie angekündigt 2,375 eigene Aktien. Mindestziel des Übernahmeangebots ist ein Anteil von 80 Prozent. DSV behält sich das Recht vor, die Angebotsfrist gegebenenfalls zu verlängern. Die übrigen Bedingungen entsprechen im Wesentlichen den zuvor genannten Eckwerten.

    DSV und Panalpina hatten sich Anfang April auf die Übernahme geeinigt. Die drei grössten Panalpina-Eigner, die Ernst Göhner Stiftung (46%), Cevian Capital und Artisan Partners (jeweils etwa 12%), hatten zugesagt, DSV ihre Aktien anzudienen. Damit haben die Dänen bereits knapp 70 Prozent der Aktien auf sicher.

    Bei Vorlage des Übernahmeangebots war die Offerte 195,80 Franken pro Panalpina-Aktie wert. Seitdem haben beide Aktien - Panalpina und DSV - an Wert gewonnen. Panalpina schlossen vergangenen Freitag auf 214,60 Franken und DSV auf 604,40 dänischen Kronen. Entsprechend ist das DSV-Angebot nun umgerechnet 215,32 Franken pro Aktie wert.

    yr/ra

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  • 30.04.2019 DSV rechnet mit Abschluss der Panalpina-Übernahme...

    DSV rechnet mit Abschluss der Panalpina-Übernahme bis Ende drittes Quartal

    30.04.2019| 13:53:25

    (Erste Meldung umgeschrieben und umfassend erweitert)

    Zürich (awp) - Der dänische Logistikkonzern DSV hat detailliertere Angaben zum Zeitplan des öffentlichen Übernahmeangebots für Panalpina gemacht. "Wir werden die notwendigen Unterlagen bei den Behörden im Mai einreichen und auch den Angebotsprospekt publizieren", sagte DSV-Finanzchef Jens Lund an einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen des Unternehmens am Dienstag.

    Ebenfalls im Mai sollen demnach die DSV-Aktionäre über die Kapitalerhöhung abstimmen. Mit der Annahme des Übernahmeangebots durch die Andienung der Aktien durch die Panalpina-Aktionäre rechnet das DSV-Management im Juli.

    Lund zeigt sich zudem zuversichtlich, die notwendigen wettbewerbsrechtlichen Genehmigungen zu erlangen. "Wir werden mit der Übernahme in keinem unserer Märkte eine dominante Marktstellung erlangen." Mit dem Abschluss der Transaktion rechnet er entsprechend bis zum Ende des dritten Quartals.

    "Wir führen mit Panalpina einen guten und konstruktiven Dialog und das ist in dieser Übergangsphase wichtig", sagte DSV-Chef Jens Bjørn Andersen. Panalpina befinde sich in "weit besserer Verfassung" als andere Firmen, die man zuvor übernommen habe.

    Erfreut zeigte sich Andersen mit der im ersten Quartal erreichten Leistung. Der Umsatz stieg von 18,4 Milliarden auf 20,0 Milliarden Kronen, zudem legte der EBIT um 15 Prozent zu. Unter dem Strich verdiente DSV mit 963 Millionen Kronen rund ein Viertel mehr. "Wir haben historisch gute Zahlen erreicht, besser als alles, was wir bisher vorlegen konnten. Es war ein sehr starkes Quartal, deutlich über dem Durchschnitt und voll im Rahmen der Erwartungen", so der CEO.

    Neue Guidance nach Abschluss der Transaktion

    Aufgrund der geplanten Panalpina-Übernahme zieht DSV seinen Ausblick für das Gesamtjahr zurück. Eine neue Guidance soll erst veröffentlicht werden, wenn die Transaktion abgeschlossen ist.

    Zudem hatte DSV am Morgen den Start eines Aktienrückkaufprogramms bekanntgegeben. Es dauert bis Anfang November, bezieht sich auf maximal 18,6 Millionen DSV-Aktien und hat ein Volumen von bis zu 3,5 Milliarden Dänischen Kronen (rund 530 Millionen Franken). Den jetzigen Startzeitpunkt des Programms begründete CFO Lund ebenfalls mit dem Panalpina-Gebot. Man habe das Programm starten wollen, bevor DSV im Rahmen der erforderlichen Prüfungen Insider-Informationen bei Panalpina erlange.

    DSV und Panalpina hatten sich Anfang April auf eine Fusion per öffentlichem Übernahmeangebot an die Panalpina-Aktionäre geeinigt. Die drei grössten Panalpina-Eigner, Ernst Göhner Stiftung (46%), Cevian Capital und Artisan Partners (jeweils etwa 12%), hatten zugesagt, DSV ihre Aktien anzudienen. Damit hält die Gruppe DSV/Panalpina laut jüngsten Beteiligungsmeldungen bereits jetzt 69,94 Prozent der Aktien. Mindestziel ist eine Anteil von 80 Prozent.

    Gemäss dem vorläufigen Tauschangebot offeriert DSV 2,375 eigene Aktien für einen Panalpina-Anteilsschein. Basierend auf dem DSV-Schlusskurs vom 29. März (550,40 DKK) entspracht das Umtauschangebot einem impliziten Angebotspreis von 195,80 Franken pro Panalpina-Aktie.

    Seitdem haben beide Aktien an Wert gewonnen und legen auch im heutigen Handel deutlich zu. Panalpina notieren am Dienstagmittag auf 224,40 Franken (+7,2%) und DSV auf 625,60 dänischen Kronen (+6,6%).

    yr/uh

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  • 30.04.2019 Keine Anpassungen des Tauschangebots von DSV für ...

    Keine Anpassungen des Tauschangebots von DSV für Panalpina-Aktien nötig

    30.04.2019| 09:50:00

    Bern (awp) - Das im März von der Generalversammlung des dänischen Logistikers DSV beschlossene Aktienrückkaufprogramm wirkt sich nicht auf die Bedingungen seines Tauschangebots für Panalpina-Aktien aus. Dies hat die Schweizer Übernahmekommission in einer am Dienstag veröffentlichten Verfügung festgestellt.

    Konkret hält die Kommission fest, dass der Erwerb eigener Aktien durch DSV im Rahmen von beschlossenen Aktienrückkaufprogrammen weder unter die Bestimmungen der Best Price Rule noch zu einer Anpassung des Umtauschverhältnisses führt. Zudem muss DSV auch die Übertragung von Aktien an Mitarbeiter nicht melden, sofern diese im Rahmen von Mitarbeiteroptionen geschieht, die vor der Voranmeldung des Tauschangebots für Panalpina-Aktien gewährt wurden.

    Zusammen mit den Quartalszahlen hat DSV am Dienstag das besagte Aktienrückkaufprogramm gestartet. Es dauert bis Anfang November, bezieht sich auf maximal 18,6 Millionen DSV-Aktien und hat ein Volumen von bis zu 3,5 Milliarden Dänischen Kronen (rund 530 Millionen Franken).

    Im ersten Quartal hat DSV den Umsatz von 18,4 Milliarden auf 20,0 Milliarden Kronen steigern können. Zudem vermeldete der Konzern einen Anstieg des EBIT um 15 Prozent. Die operative Marge konnte von 6,3 Prozent im ersten Quartal 2018 auf nun 7,3 Prozent gesteigert werden. Unter dem Strich stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr auf 963 Millionen Kronen von 769 Millionen.

    jr/uh/tt

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  • 10.04.2019 Panalpina nominiert Thomas Kern zum neuen Verwalt...

    Panalpina nominiert Thomas Kern zum neuen Verwaltungsratspräsidenten

    10.04.2019| 08:06:00

    Basel (awp) - Der Basler Logistikkonzern Panalpina, der vor der Übernahme durch den Konkurrenten DSV steht, erhält mit Thomas Kern an der kommenden Generalversammlung vom 9. Mai einen neuen Verwaltungsratspräsidenten. Er soll in dem Gremium Peter Ulber ersetzen, der 2018 seinen Rücktritt angekündigt hatte, wie Panalpina am Mittwoch mitteilte.

    Der Rücktritt Ulbers war aufgrund von Druck von Seiten der Minderheitsaktionäre Cevian Capital und Artisan Partners erfolgt. Vor allem Cevian hatte den Deutschen massiv kritisiert und an seiner Amtsführung kein gutes Haar gelassen.

    Sein Nachfolger Kern leitete bereits den Verwaltungsrat von Panalpina während der Evaluation der strategischen Optionen des Unternehmens, die schliesslich zur Empfehlung des Verkaufs an DSV geführt hatten. Die Verwaltungsräte Peter Ulber und Beat Walt (Ernst Göhner Stiftung) sowie Ilias Läber (Cevian Capital) waren während dieses Prozesses in den Ausstand getreten.

    Die Dänen offerieren im Rahmen des Angebots 2,375 eigene Anteilsscheine pro Panalpina-Aktie. Die Panalpina-Valoren werden dann von der Schweizer Börse verschwinden. Die neue Gesellschaft "DSV Panalpina A/S" wird in Kopenhagen kotiert sein.

    Verzicht auf Dividende

    Angesichts des Aktientauschangebots beantragt der Verwaltungsrat zudem den Verzicht auf die Auszahlung einer Aktionärsdividende im Jahr 2019, hiess es weiter. Eine solche Dividendenzahlung käme einem Verwässerungseffekt gleich und würde somit eine Anpassung des Umtauschverhältnisses nach sich ziehen, so die Mitteilung.

    An der Generalversammlung vom 9. Mai, an der diese Anträge des Verwaltungsrats zur Debatte stehen, wird der Hauptaktionär, die Ernst Göhner Stiftung, ausserdem erneut mit seinem gesamten Aktienanteil von 46 Prozent zugelassen. Im Gegensatz dazu werden die anderen Aktionäre von einer Stimmrechtsbeschränkung von 5 Prozent betroffen sein.

    Vor der Bekanntgabe der Übernahme war unter den Aktionären ein Streit bezüglich dieser Regelung ausgebrochen. An einer ausserordentlichen Generalversammlung hätte die Einführung des Standards "One Share - One Vote" und die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung von 5 Prozent beschlossen werden sollen.

    Mit der Einigung sämtlicher wichtiger Aktionäre bezüglich eines Verkaufs von Panalpina an DSV wurde die Abschaffung der Stimmrechtsbeschränkung jedoch hinfällig. Die ausserordentliche Generalversammlung zu diesem Thema wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.

    kw/uh

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  • 01.04.2019 Panalpina geht in die Hände der dänischen DSV über

    Panalpina geht in die Hände der dänischen DSV über

    01.04.2019| 17:09:21

    (Zweite Zusammenfassung, verfasst nach der Pressekonferenz)

    Basel (awp) - In der Logistikbranche kommt es zu einer Grossübernahme. Die ursprünglich als Rheinschifffahrtsgesellschaft gegründete Basler Firma Panalpina wird von DSV geschluckt. Zuvor hatten sich die für ihren Übernahmehunger bekannten Dänen an der Zuger Ceva Logistics die Zähne ausgebissen.

    Die Dänen werden somit erneut ihrem Ruf gerecht. Denn innert relativ kurzer Zeit ist die Firma aus einem Vorort von Kopenhagen dank Akquisitionen zu einem der grössten Unternehmen innerhalb der Branche herangewachsen.

    DSV wird zur Weltnummer 4

    So wird DSV mit der grössten Transaktion in der Firmengeschichte den eigenen Marktanteil deutlich ausbauen. Neu sind die Dänen die Nummer vier. Auf dem Spitzenplatz steht aktuell DHL, gefolgt von Kühne+Nagel sowie DB Schenker.

    Zusammen bringen es DSV und Panalpina auf einen Umsatz von mehr als 18 Milliarden Franken. Gemeinsam haben sie rund 60'000 Mitarbeiter auf der Lohnliste. Wie viele der Panalpina-Stellen verloren gehen, ist noch unklar.

    Aus Unternehmenskreisen hiess es zwar, es gehe primär darum, weiter zu expandieren. "Selbstverständlich werden aber einige Jobs aufgrund der Übernahme verschwinden", sagte der DSV-Chef Jens Björn Andersen an einer Pressekonferenz am Montagnachmittag am Noch-Panalpina-Hauptsitz in Basel.

    Welche Funktionen genau in der Schweiz verbleiben werden, das könne er ebenfalls noch nicht sagen. Und unklar ist schliesslich auch, was mit dem jetzigen Management von Panalpina passiert. "Wir hoffen, dass sich einige Panalpinisten vorstellen können, nach der Übernahme für uns zu arbeiten", sagte Andersen dazu.

    Gegründet im Jahr 1935

    Gegründet wurde Panalpina im Jahr 1935. Doch reichen die Wurzeln des Logistikunternehmens gar bis ins Jahr 1895 zurück. Die Kotierung an der Schweizer Börse SIX erfolgte dann 2005.

    Doch damit ist nun Schluss. DSV legt insgesamt 4,6 Milliarden Franken für die Basler auf den Tisch. Die Dänen offerieren 2,375 eigene Anteilsscheine pro Panalpina-Aktie - oder gemäss Kurs vom vergangenen Freitag 195,80 Franken.

    Abschliessen will man die Transaktion bis im vierten Quartal. Die Panalpina-Aktien werden dann von der Schweizer Börse verschwinden. Die neue Gesellschaft "DSV Panalpina A/S" wird in Kopenhagen kotiert sein.

    Zwei Mal musste DSV das Angebot aufbessern, bevor sich die Ernst Göhner Stiftung überzeugen liess. Als Hauptaktionärin hält sie 46 Prozent an Panalpina. Schon länger mit dem Verkauf geliebäugelt hatten hingegen die Minderheitseigner Cevian Capital und Artisan Partners mit einem Anteil von jeweils 12 Prozent.

    Stiftung wird DSV-Teilhaber

    Nachdem sich die Eigentümer von Panalpina ursprünglich nicht einig waren, was die Zukunft des Unternehmens anbelangt, findet der Übernahmepoker nun ein Ende. Die Ernst Göhner Stiftung wird durch den Deal mit rund 11 Prozent zum grössten DSV-Teilhaber. Ausserdem erhält sie einen Sitz im Verwaltungsrat.

    Die Stiftung begründete ihren Meinungsumschwung damit, dass der Zusammenschluss der Firmen, die besten Voraussetzungen biete, um "den Herausforderungen des Marktes aus einer Position der Stärke zu begegnen", wie sie mitteilen liess.

    Damit das Geschäft definitiv über die Bühne gehen kann, müssen insgesamt 80 Prozent der Panalpina-Aktionäre ihre Aktien DSV andienen. Allein mit der Göhner-Stiftung, Cevian sowie Artisan wird das Tauschangebot jedoch bereits von Aktionären unterstützt, die fast 70 Prozent des Unternehmens kontrollieren.

    Das Angebot von DSV für Panalpina war in Fachkreisen keine grosse Überraschung. Die Dänen sind für ihren Übernahmehunger bekannt. 2018 hatten sie bereits versucht, sich die Zuger Ceva Logistics unter den Nagel zu reissen. Diese wird nun jedoch von der französischen Reederei CMA CGM geschluckt.

    kw/mk

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  • 01.04.2019 Mit der Panalpina-Übernahme endet ein Stück Logis...

    Mit der Panalpina-Übernahme endet ein Stück Logistikgeschichte

    01.04.2019| 12:44:58

    (Erste Zusammenfassung)

    Basel (awp) - In der Logistikbranche kommt es zu einer Grossübernahme. Die ursprünglich als Rheinschifffahrtsgesellschaft gegründete Basler Firma Panalpina wird von DSV geschluckt. Zuvor hatten sich die für ihren Übernahmehunger bekannten Dänen an der Zuger Ceva Logistics die Zähne ausgebissen.

    Offizielles Gründungsjahr von Panalpina ist 1935. Doch reichen die Wurzeln des Logistikunternehmens gar bis ins Jahr 1895 zurück. Die Kotierung an der Schweizer Börse SIX erfolgte 2005.

    Doch ist damit nun Schluss. DSV legt insgesamt 4,6 Milliarden Franken für die Basler auf den Tisch. Die Dänen offerieren 2,375 eigene Anteilsscheine pro Panalpina-Aktie - oder gemäss Kurs vom vergangenen Freitag 195,80 Franken.

    Abgeschlossen werden soll die Transaktion im vierten Quartal. Die Panalpina-Aktien werden dann von der Schweizer Börse SIX verschwinden. Die neue Gesellschaft "DSV Panalpina A/S" wird in Kopenhagen kotiert sein.

    Zwei Mal musste DSV das Angebot aufbessern, bevor sich die Ernst Göhner Stiftung überzeugen liess. Als Hauptaktionärin hält sie 46 Prozent an Panalpina. Schon länger mit dem Verkauf geliebäugelt hatten hingegen die Minderheitseigner Cevian Capital und Artisan Partners mit einem Anteil von jeweils 12 Prozent.

    Konflikt um Zukunft gelöst

    Dabei war unter den Eigentümern ein richtiggehender Konflikt um die Zukunft des Unternehmens entbrannt. Gemäss Communiqué vom Montag löst sich dieser nun in Luft auf. Eine ausserordentliche Generalversammlung, an der um die Kontrolle des Unternehmens hätte gestritten werden sollen, wird "vertagt".

    Dafür publizierten sämtliche Seiten wohlwollende Statements. "Wir sind davon überzeugt, dass der Zusammenschluss eine grosse industrielle Logik aufweist und eine der führenden Firmen der Logistikindustrie schaffen wird", sagte etwa Lars Förberg, Co-Gründer von Cevian Capital zu AWP.

    Der von der Stiftung gestellte Panalpina-Verwaltungsratspräsident Peter Ulber erklärte: "Wir freuen uns darauf, mit DSV zusammenzuarbeiten und unseren Beitrag zu einem der weltweit grössten Transport- und Logistikunternehmen zu leisten."

    Die Ernst Göhner Stiftung wird durch den Deal mit rund 11 Prozent zum grössten DSV-Teilhaber. Ausserdem erhält sie einen Sitz im Verwaltungsrat.

    DSV wird zur Nummer 4

    DSV wiederum baut mit der grössten Transaktion in der Firmengeschichte den eigenen Marktanteil aus und klettert im weltweiten Logistikmarkt um eine Stufe nach oben und ist neu die Nummer vier. Zusammen bringen es DSV und Panalpina auf einen Umsatz von mehr als 18 Milliarden Franken.

    Zum Vergleich: Der Schweizer Logistik-Platzhirsch Kühne+Nagel erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von gut 20 Milliarden. Als Marktführer gilt die deutsche DHL.

    DSV und Panalpina haben zusammen rund 60'000 Mitarbeiter auf der Lohnliste. Wie viele der Panalpina-Stellen verloren gehen, ist noch unklar. Aus Unternehmenskreisen hiess es zwar, es gehe primär darum, weiter zu expandieren; bei Doppelbesetzungen seien Streichungen allerdings realistisch.

    80 Prozent müssen andienen

    Damit das Geschäft definitiv über die Bühne gehen kann, müssen insgesamt 80 Prozent der Panalpina-Aktionäre ihre Aktien DSV andienen. Allein mit der Stiftung, Cevian sowie Artisan wird das Tauschangebot jedoch bereits von Aktionären unterstützt, die fast 70 Prozent des Unternehmens kontrollieren.

    Das Angebot von DSV für Panalpina war in Fachkreisen keine grosse Überraschung. Die Dänen sind für ihren Übernahmehunger bekannt. 2018 hatten sie bereits versucht, sich die Zuger Ceva Logistics unter den Nagel zu reissen. Diese wird nun jedoch von der französischen Reederei CMA CGM geschluckt.

    kw/ra

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  • 01.04.2019 DSV übernimmt Schweizer Logistikkonzern Panalpina

    DSV übernimmt Schweizer Logistikkonzern Panalpina

    01.04.2019| 10:10:51

    (Ausführliche Fassung, Meldung komplett überarbeitet und ergänzt)

    Basel (awp) - In der Logistikbranche kommt es zu einer Grossfusion. Der Schweizer Logistikkonzern Panalpina wird von DSV übernommen. Die Dänen bezahlen insgesamt 4,6 Milliarden Franken für die Basler.

    Die drei grössten Panalpina-Aktionäre werden DSV ihre Aktien im Rahmen eines öffentlichen Tauschangebotes andienen. Vorausgegangen war dem Entscheid ein Konflikt im Aktionariat über die Zukunft von Panalpina.

    Dabei standen sich lange zwei Lager gegenüber: Einerseits die Ernst Göhner Stiftung (EGS), die 46 Prozent an dem Unternehmen hält, andererseits Cevian Capital und Artisan Partners, die jeweils etwa 12 Prozent halten.

    Während die Ernst Göhner Stiftung einen Alleingang verfochten hatte, zeigten sich die beiden aktivistischen Investoren von Beginn weg offen für einen Zusammenschluss. Nach der zweiten Angebotsaufbesserung durch DSV ist die Stiftung nun offenbar auch schwach geworden.

    DSV hatte im Januar ursprünglich 170 Franken pro Panalpina-Aktie offeriert und legte in einem ersten Schritt auch 180 Franken nach. Nach einer neuerlichen Aufbesserung zahlt DSV nun 2,375 eigene Aktien pro Panalpina-Aktie. Das sind gemäss Kurs vom vergangenen Freitag 195,80 Franken je Aktie.

    Damit wird der Basler Konzern mit 4,6 Milliarden Franken bewertet, wie DSV und Panalpina am Montag mitteilten.

    Abschluss für viertes Quartal erwartet

    Ein Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2019 erwartet, hiess es in dem Communiqué. Der Name der Gesellschaft soll dann in "DSV Panalpina A/S" geändert werden. Die Integration von Panalpina werde voraussichtlich zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen, sagte DSV-CEO Jens Björn Andersson zu Reuters.

    Damit das Geschäft definitiv über die Bühne gehen kann, müssen insgesamt 80 Prozent der Panalpina-Aktionäre ihre Aktien andienen. Allein mit der EGS, Cevian sowie Artisan wird das Tauschangebot jedoch bereits von Aktionären unterstützt, die insgesamt 69,9 Prozent der Aktien halten.

    Die EGS wird durch den Deal vom dominierenden Panalpina-Aktionär zum grössten DSV-Teilhaber. Nach Abschluss der Transaktion wird die Stiftung voraussichtlich rund 11 Prozent am dänischen Konzern halten.

    Wie der offiziellen Voranmeldung des Deals zu entnehmen ist, erhält die Stiftung mit philanthropischem Zweck dann auch einen Sitz im Verwaltungsrat von DSV. Ausserdem hat sich die EGS dazu verpflichtet, während eines Zeitraums von zwei Jahren ihre DSV-Aktien nicht zu veräussern.

    DSV wiederum hat sich mit dem Verwaltungsrat von Panalpina bereits über eine künftige Dividendenpolitik an die Aktionäre von DSV für die Zeit nach dem Zusammenschluss geeinigt. So soll eine Ausschüttungsquote von ungefähr 15 Prozent des Reingewinns angestrebt werden.

    Cevian begrüsst Zusammenschluss

    Zufrieden mit der getroffenen Übereinkommung sind vor allem auch die Minderheitseigner von Panalpina. "Wir sind davon überzeugt, dass der Zusammenschluss eine grosse industrielle Logik aufweist und eine der führenden Firmen der Logistikindustrie schaffen wird", sagte Lars Förberg, Co-Gründer von Cevian Capital zu AWP.

    Tatsächlich würde der kombinierte Pro-Forma-Umsatz nach Abschluss des Tauschangebots auf rund 118 Milliarden dänische Kronen (circa 18,2 Milliarden Franken) anschwellen. Zum Vergleich: Der Schweizer Logistik-Platzhirsch Kühne+Nagel erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von gut 20 Milliarden.

    Die kombinierte Belegschaft der beiden Unternehmen wird sich auf rund 60'000 Mitarbeiter belaufen. Noch keine Statements machte DSV zu einem möglichen Stellenabbau, der mit der Übernahme verknüpft sein könnte.

    Grundsätzlich verkaufen die beiden Firmen den Zusammenschluss aber als Wachstumsprojekt. Es gehe primär darum, weiter zu expandieren. In Fällen von Doppelbesetzungen könne es allerdings auch zu Streichungen kommen, war am Montag aus Unternehmenskreisen zu vernehmen.

    Gleichzeitig hat Panalpina die Gespräche mit der kuwaitischen Agility über einen möglichen Zusammenschluss oder eine Kooperation beendet. Diese waren als Alternative zum Deal mit DSV präsentiert worden.

    Panalpina wird von der SIX dekotiert

    Bereits klar ist auch, dass die Panalpina-Aktien von der Schweizer Börse SIX verschwinden werden. Die neue Gesellschaft "DSV Panalpina A/S" wird in Kopenhagen kotiert sein.

    Mit dem Ende der Unabhängigkeit von Panalpina geht eine lange Firmengeschichte zu Ende. Die Gruppe war 1935 gegründet worden. Sie ging auf eine Rheinschifffahrtsgesellschaft zurück, deren Wurzeln gar bis ins Jahr 1895 zurück reichten. Die Kotierung an der Schweizer Börse SIX erfolgte 2005.

    kw/ra

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  • 01.04.2019 DSV übernimmt Schweizer Logistikkonzern Panalpina

    DSV übernimmt Schweizer Logistikkonzern Panalpina

    01.04.2019| 07:45:50

    Basel (awp) - Der Schweizer Logistikkonzern Panalpina wird vom dänischen Mitbewerber DSV übernommen. Die drei grössten Panalpina-Aktionäre, die Ernst-Göhner-Stiftung, Cevian Capital sowie Artisan Partners, werden ihre Aktien im Rahmen eines öffentlichen Tauschangebotes dem Konkurrenten DSV andienen, teilte Panalpina am Montag mit.

    Dieses Tauschangebot wird somit von Aktionären unterstützt, die insgesamt 69,9 Prozent der Namenaktien von Panalpina halten. Gemäss dem Tauschangebot offeriert DSV 2,375 eigene Aktien für einen Panalpina-Anteilsschein. Basierend auf dem DSV-Schlusskurs vom vergangenen Freitag entspricht das Umtauschangebot einem impliziten Angebotspreis von 195,80 Franken pro Panalpina-Aktie.

    Für den Basler Konzern hatte DSV im Januar ein erstes Übernahmeangebot vorgelegt. Nach einer Aufbesserung lag das Angebot bisher offiziell bei 180 Franken pro Panalpina-Aktie, was insgesamt 4,27 Milliarden Franken entsprach. Mit dem erneut aufgebesserten Angebot wird Panalpina nun mit 4,6 Milliarden bewertet.

    Ein Abschluss der Transaktion wird für das vierte Quartal 2019 erwartet, hiess es weiter. Nach Abschluss des Tauschangebotes würden DSV und Panalpina zu einem der weltweit grössten Logistikunternehmen mit einem kombinierten Umsatz von rund 118 Milliarden dänischen Kronen (circa 18,2 Mrd Franken) und einer kombinierten Belegschaft von rund 60'000 Mitarbeitern.

    Der Name der Gesellschaft soll dann in "DSV Panalpina A/S" geändert werden. Vor dem Hintergrund des heute veröffentlichten Zusammenschlusses hat der Verwaltungsrat von Panalpina ausserdem entschieden, die für nächsten Freitag vorgesehene ausserordentliche Panalpina-Generalversammlung zu vertagen.

    kw/ra

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  • 19.03.2019 Aktionärsberater ISS stellt sich gegen Vorschlag ...

    Aktionärsberater ISS stellt sich gegen Vorschlag von Panalpina

    19.03.2019| 10:28:42

    Zürich (awp/awp/sda/reu) - Der Widerstand gegen die geplante Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung beim Basler Logistikkonzern Panalpina nimmt zu. Der einflussreiche Aktionärsberater ISS spricht sich gegen die Aufhebung der Beschränkung auf fünf Prozent aus.

    Das schrieb ISS in einer der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorliegenden Empfehlung zur ausserordentlichen Generalversammlung, die am 5. April stattfinden soll. ISS, an deren Empfehlungen sich viele Profi-Anleger wie Pensionskassen halten, stellt sich damit hinter den aktivistischen Aktionär Cevian.

    Der grösste Panalpina-Aktionär, die Ernst Göhner Stiftung, hatte die Statuten-Änderung vorgeschlagen. Für eine Änderung ist auch der Verwaltungsrat von Panalpina. Bisher war die Stiftung als einziger Eigner von der Beschränkung ausgenommen. Entsprechend konnte sie bei Abstimmungen ihre vollen 46 Prozent in die Waagschale werfen. Von Cevian beauftragte Rechtsprofessoren bezweifeln aber inzwischen, dass diese Ausnahmereglung für die Stiftung zulässig ist.

    ISS zufolge würde die Aufhebung der gegenwärtigen Regelung zu einer Zementierung der Vormachtstellung der Stiftung führen. Dem Stimmrechtsberater zufolge sei es aber im Interesse der übrigen Aktionäre, dass es ein Gegengewicht zur Macht der Stiftung gebe. Unter der Führung der Stiftung habe sich Panalpina schlechter entwickelt als vergleichbare Firmen. Zudem scheine der Verwaltungsrat nicht gewillt, alle strategischen Alternativen für die Firma angemessen zu berücksichtigen.

    Die dänische DSV hat ein Übernahmeangebot im Volumen von 4,3 Milliarden Franken für Panalpina vorgelegt. Panalpina verhandelt parallel aber auch über eine Zusammenarbeit mit Agility aus Kuwait.

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  • 03.03.2019 Presseschau vom Wochenende 9 (2./3. März)

    Presseschau vom Wochenende 9 (2./3. März)

    03.03.2019| 17:09:57

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    PANALPINA I: Der Kampf um die Zukunft des Schweizer Logistikkonzerns Panalpina läuft bekanntlich seit ein paar Wochen. Die Öffentlichkeit wartet dabei schon längere Zeit auf eine Antwort des Panalpina-Verwaltungsrates zu einem Kaufangebot der dänischen DSV-Gruppe zu 180 Fr. pro Panalpina-Aktie (insgesamt 4,3 Mrd. Fr.). Offenbar tut sich nun aber was: Wie die "SonntagsZeitung" berichtet, spricht der Verwaltungsrat von Panalpina mit DSV. Dies hätten Quellen aus dem Umfeld von Panalpina wie auch aus demjenigen von DSV bestätigt. Dies sei so bisher nicht bekannt und zeige die Bereitschaft des Panalpina-Verwaltungsrates, sich auf einen möglichen Verkauf einzulassen. Bisher habe es eher so ausgesehen, als ob Panalpina jegliche Übernahme abwehre und sich deshalb auf ein mögliches Zusammengehen mit der kuwaitischen Logistikgruppe Agility eingelassen habe. Bestätigt wurden die Gespräche von Panalpina gegenüber dem Blatt nicht. Eine entsprechende Frage von AWP an Panalpina wurde (vorerst) nicht beantwortet. (SoZ p. 39)

    PANALPINA II: Wie oben bereits erwähnt, führt Panalpina auch Verhandlungen über eine mögliche Partnerschaft mit der kuwaitischen Logistik- und Infrastrukturgruppe Agility. Solche Gespräche waren Mitte Februar von Panalpina bestätigt worden. Der Fokus richte sich dabei auf Agility Global Integrated Logistics, eine von Baar aus geführte Firma, schreibt nun die "NZZ" (Samstagausgabe). Sie hat dies in einem Hintergrundgespräch vom starken Mann von Agility, Tarek Sultan, erfahren, der sich eine "enge Kooperation durchaus vorstellen" könne. Agility ist mit gut 4 Milliarden Dollar bewertet und wird an den Börsen von Kuwait und Dubai gehandelt. Sultan habe sich optimistisch gezeigt, im Falle einer Einigung aus der Kombination der IT-Systeme von Agility und Panalpina neue Kraft zu schöpfen, um schneller voranzukommen. (NZZ p. 35)

    MEDIEN: Der Verband Schweizer Medien prüft offenbar ein Modell, wie aus den Erträgen der Radio- und Fernsehabgabe 90 Millionen Franken pro Jahr für die verbilligte Zustellung von Zeitungen eingesetzt werden könnte. Nötig wäre dafür eine Anpassung des Radio- und Fernsehgesetzes, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Die Radio- und TV-Abgabe bringt pro Jahr rund 1,4 Milliarden Franken ein. Davon gehen 1,2 Milliarden an die Sender der SRG, 80 Millionen fliessen an private regionale Fernseh- und Radiostationen. Ein Teil des restlichen Betrags soll nach der Vorstellung der privaten Verleger künftig für die sogenannte indirekte Presseförderung eingesetzt werden. Die Ausweitung dieser Subventionierung werde von der Politik unterstützt, heisst es im Artikel. Die Präsidentin der Fernmeldekommission des Nationalrats, Edith Graf-Litscher, sagte dem Blatt, die Einsicht habe sich durchgesetzt, dass sich Journalismus nicht mehr ganz auf dem Markt finanzieren lasse. (NZZaS p. 13)

    HNA/CH-TÖCHTER: Die hochverschuldete chinesische HNA-Gruppe, Besitzerin verschiedener früherer Swissair-Töchter, braucht bekanntlich Geld und versucht entsprechend gewisse Beteiligungen loszuwerden. Die drei Schweizer Töchter Gategroup, Swissport und SR Technics stehen laut einem Bericht der "NZZ am Sonntag" alle zum Verkauf. HNA lässt sich allerdings kaum in die Karten blicken und antwortete der Zeitung (zu Fragen bezüglich Gategroup): "HNA ist ein strategischer und disziplinierter Investor, der stets bestrebt ist, sein Vermögen zu optimieren." Das Entscheidungsgremium im HNA-Konzern ist klein und in Familienhand. Was im kleinen Kreis entschieden werde, davon dürften die Schweizer Firmen im HNA-Universum wenig mitbekommen, mutmasst das Blatt daher. (NZZaS p. 35)

    TAMEDA/SHIRE: Die Firma Takeda löst den Standort der von ihr übernommenen Firma Shire in Zug auf. Von der Massnahme sind rund 500 Arbeitsplätze betroffen, wie ein Takeda-Firmensprecher nun der "NZZ am Sonntag" bestätigt hat. Der japanische Pharmakonzern habe die Belegschaft in einem internen Mail informiert, dass die Aufgaben am Takeda-Sitz in Zürich-Opfikon konzentriert würden, heisst es im Artikel. Im Schreiben werde zwar die Bedeutung der Schweiz als Standort für die Europa-Zentrale betont. Dann heisse es aber auch, man wolle die Organisation "vereinfachen und verschlanken". Der Entscheid, in Opfikon mit bereits knapp 500 Angestellten auszubauen, sei aufgrund des nahen Flughafens und des Lifescience-Clusters in dem Gebiet gefallen. Shire ist einer der grössten Arbeitgeber im Kanton Zug. (NZZaS p. 29)

    SWISS LIFE/MANOR: Der Mietstreit zwischen dem Detailhändler und dem Schweizer Lebensversicherer in Bezug auf die Manor-Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse spitzt sich offenbar weiter zu. Wann das Warenhaus ausziehen muss, darüber streiten sich bekanntlich seit längerem die Juristen. Nun hat sich die Sachlage laut "NZZ" (Samstag-Ausgabe) ein weiteres Mal geändert. Die Swiss Life hat dem Warenhaus eine neue Kündigung geschickt, was ein Manor-Sprecher gegenüber dem Blatt bestätigt habe. Ausgelöst hatte diese per 31. Januar 2019 ausgesprochene Kündigung laut dem Zürcher Obergericht eine nicht bezahlte Nebenkostenrechnung in der Höhe von 18'000 Franken. Gemäss Obligationenrecht ist bei einem Zahlungsrückstand des Mieters eine Erstreckung ausgeschlossen. Der Vermieter darf in einem solchen Fall Geschäftsräume mit einer Frist von mindestens 30 Tagen kündigen. Der vorliegende Fall sei juristisch aber nicht ganz einfach. Angesichts eines Jahreszinses von 6,27 Millionen stelle sich nämlich bei einem Betrag von 18'000 Franken die Frage der Verhältnismässigkeit, heisst es im Artikel. (NZZ p. 21)

    COOP/MIGROS: Am Dienstag wurde bekannt, dass die im Dezember zurückgetretene CVP-Bundesrätin Doris Leuthard Verwaltungsrätin des Detailhändlers Coop wird. Gemäss Recherchen der SonntagsZeitung hat auch die Migros um Leuthard gebuhlt. Nachdem die Bundesrätin ihren Rücktritt angekündigt habe, sei (laut drei voneinander unabhängigen Quellen) Migros-Chef Fabrice Zumbrunnen auf sie zugegangen - mit dem Angebot, das frei werdende Präsidium der Migros zu übernehmen. Doch am Ende habe sich Leuthard dann für Coop entschieden. Präsident Hansueli Loosli habe seine guten Beziehungen zu Leuthard ausgespielt, mutmasst das Blatt im Artikel. (SoZ p. 35)

    TAUSENDERNOTE: Die Tausendernote, deren neueste Version in Bälde eingeführt wird, dient offenbar im grossen Stil der Steuerhinterziehung. Immer zum Jahreswechsel steige die Nachfrage nach Tausendernoten steil an, schreibt die "SonntagsZeitung". Damit könne das ausgewiesene Vermögen auf dem Bankkonto künstlich vermindert werden. Wie wichtig das Motiv der Steuervermeidung ist, zeige eine Untersuchung von Ökonomen der Europäischen Zentralbank, der Schweizerischen Nationalbank und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden, heisst es weiter. Aus ihr lasse sich ableiten, dass mindestens 1,4 Milliarden Franken in Tausendernoten über den Jahreswechsel vor den Steuerbehörden versteckt würden, so das Blatt. Der Basler Wirtschaftsprofessor Yvan Lengwiler schätzte die Summe des versteckten Bargelds mit 100er-, 200er- und 1000er-Noten vor zwei Jahren sogar grob auf 3 Milliarden Franken. In Wirklichkeit dürfte die Summe höher sein, mutmasst die Zeitung. (SoZ p. 37)

    KLIMAWANDEL: Die neue Umweltministerin Simonetta Sommaruga hat einen nationalen Schulterschluss gegen den Klimawandel gefordert. Die SP-Bundesrätin will sich für Massnahmen beim Autofahren für weniger Offroader, beim Fliegen und auf dem Finanzplatz einsetzen. "Zuerst sollten wir aufhören, den Klimaschutz als etwas zu betrachten, das uns nur Geld kostet", forderte die 58-Jährige im Interview mit der "NZZ am Sonntag". "Auch Nichtstun kostet", sagte die seit Januar amtierende Vorsteherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit Verweis auf Schäden durch Bergstürze und Hochwasser. Akzente setzen will Sommaruga etwa im Strassenverkehr rund um Offroader. "In der Schweiz werden viele schwere und grosse Autos verkauft." (NZZaS p. 9, siehe separate Meldung)

    BUSFAHRER: Jeder zweite Busfahrer leidet einer neuen Umfrage zufolge unter Stress. Besonders verbreitet sind Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Müdigkeit, wie "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" aus einer bislang unveröffentlichten Umfrage der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) zitieren. Rund ein Drittel von ihnen gab an, schon zur Arbeit gegangen zu sein, ohne im Vollbesitz seiner Kräfte gewesen zu sein. In den letzten Jahren hat sich die Situation verschärft, wie eine Vergleichsumfrage aus dem Jahr 2010 zeigt. Damals notierten nur 12 Prozent aller Fahrer zwischen 56 und 65 Jahren, dass sie unter Schlafstörungen leiden würden. Dieser Wert hat sich in der gleichen Altersgruppe heute verdoppelt. Gemäss der Befragung sind es in erster Linie aggressive Auto- und Velofahrer sowie renitente Passagiere, die bei den Chauffeuren Stress verursachen. An der Analyse nahmen 500 von 2500 befragten Busfahrer in der Schweiz teil. (SoZ p. 2/3)

    uh/

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  • 26.02.2019 Cevian gegen Aufhebung der Panalpina-Stimmrechtsb...

    Cevian gegen Aufhebung der Panalpina-Stimmrechtsbeschränkung

    26.02.2019| 18:19:15

    (Text mit Interview-Aussagen von Förberg ergänzt)

    Zürich (awp/reu) - Der aktivistische Investor Cevian ist gegen die von Panalpina-Hauptaktionär Ernst-Göhner-Stiftung vorgeschlagene Abschaffung der Stimmrechtsbeschränkung beim Logistikkonzern. Eine Abschaffung würde den dominanten Einfluss der Stiftung zementieren, hiess es in einer Mitteilung des schwedischen Fonds vom Dienstag.

    Die Stiftung hatte am Montagabend die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung von fünf Prozent beantragt und dazu eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen lassen. Diese soll noch vor der ordentlichen Aktionärsversammlung vom 9. Mai stattfinden.

    Bisher war die Stiftung, die rund 46 Prozent der Anteile am Schweizer Konzern hält, von der Stimmrechtsbeschränkung ausgenommen. Die Ausnahme wurde stets damit begründet, dass EGS ihre Aktien bereits vor der Einführung dieser Regel gehalten hatte (sogenanntes "Grandfathering").

    Doch der Minderheitsaktionär Cevian erklärte nun, dass vier führende Schweizer Aktienrechtler im Auftrag des Investors zum Schluss gekommen seien, dass die Stiftung bisher rechtswidrig von der Beschränkung ausgenommen worden sei. Cevian hält rund zwölf Prozent an Panalpina.

    Cevian: "Konstruktivere Diskussionen"

    Am Abend führte Cevian-Co-Gründer Lars Förberg seine Position in der "Finanz und Wirtschaft" weiter aus. In dem Interview begründete er die Ablehnung von "eine Aktie, eine Stimme" damit, dass in einem kotierten Unternehmen kein Aktionär die alleinige Kontrolle haben solle.

    Eine Beschränkung des Einflusses der Stiftung würde laut Förberg konstruktivere Diskussionen darüber ermöglichen, was für Panalpina gut sei. "Die Vertreter der Stiftung sind zunehmend festgefahren in ihrer Position."

    Das Problem Panalpinas sei, dass der dominierende Aktionär das Unternehmen wie eine private Gesellschaft führe. Es brauche aber Diskussionen und unterschiedliche Ansichten über die Strategie. "Wenn die Stiftung Panalpina wie ein privates Unternehmen führen möchte, muss sie die übrigen Aktionäre auskaufen."

    Förberg bestritt, dass die Stimmrechtsfrage etwas mit der Offerte von DSV für Panalpina zu tun habe. Der dänische Mitbewerber hat für die Basler Mitte Januar ein Übernahmeangebot vorgelegt und dieses vor gut einer Woche aufgestockt. Die Stiftung sprach sich gegen das erste Angebot aus, nahm jedoch zur Aufstockung keine Stellung.

    Inzwischen hat Panalpina Gespräche mit der kuwaitischen Agility über einen möglichen Schulterschluss aufgenommen. Förberg machte klar, dass er DSV als Partner der kuwaitischen Agility vorziehen würde. "Ich und die meisten Beobachter finden, dass die Kombination von DSV und Panalpina attraktiver wäre", sagte Förberg.

    ESG: Cevian verfolgt eigene Interessen

    In einer Stellungnahme wehrt sich ESG gegen die Kritik des Minderheitsaktionärs. Cevian stelle sich gegen eine aktionärsfreundliche und moderne Corporate Governance, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Das sei Beweis dafür, dass es dem Investor bei Panalpina nur um eigene Interessen gehe, die er "rücksichtslos" durchsetzen wolle.

    ESG sei seit mehr als vierzig Jahren Ankeraktionärin bei Panalpina und anlässlich des Börsengangs im Jahr 2005 sei festgelegt worden, dass die Stiftung von den Eintragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen ausgenommen werde, schreibt die Stiftung weiter. Diese Regelung sei allen Aktionären zu jeder Zeit bewusst und auch immer unbestritten gewesen - auch seitens Cevian.

    Man habe jüngst aber Anstrengungen zur Verbesserung der Corporate Governance vorgenommen. ESG habe sich dazu verpflichtet, künftig die Wahl eines unabhängigen Präsidenten zu unterstützen und als weiteren Schritt beantrage man nun die Abschaffung der Stimmrechtsbeschränkung. Damit soll ein modernes "one share, one vote"-Regime etabliert werden, ist man bei ESG überzeugt.

    Panalpina selbst hatte am Montag mitgeteilt, die Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung würde die Corporate Governance des Unternehmens verbessern. Der Schritt adressiere auch die Bedenken "bestimmter Aktionäre".

    kw/tt/ra

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Stammdaten

Branche/Sektor Verkehr & Transport
Währung Dänische Krone
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse CPH Equities
Börse URL www.nasdaqomxnordic.com
Symbol DSV
Valor 3088062
ISIN DK0060079531

Performance

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG