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Eröffnung 198.92   Zeit 08:01:14
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Geld 197.92   Brief 198.32
Geld Vol 200   Brief Vol 200
Hoch 198.92   Tief 196.00
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Fundamentale Daten

Dividende 8
Dividende ex Datum 10.05.2018
Rendite 4.55%
Nominalwert 0
Anzahl Aktien 424'459'661
Marktkapital in Mio. 83'873.23
Umsatz Vormonat 20'690'908

Aktuelle News

  • 18.03.2019 Aussicht auf Grossbanken-Fusion beflügelt Aktionä...

    Aussicht auf Grossbanken-Fusion beflügelt Aktionärs-Fantasien

    18.03.2019| 13:23:03

    (Das Stück wurde mit Details, Analystenkommentar und Aktienreaktion neu gefasst.)

    FRANKFURT (awp international) - Die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank haben am Montag die Fantasien von Börsianern beflügelt. Auch wenn ein Zusammenschluss weiterhin in den Sternen steht, legten die Aktienkurse der Grossbanken und der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS deutlich zu. Ob die Euphorie gerechtfertigt ist, könnte sich schon in wenigen Wochen zeigen. Dem Vernehmen nach soll spätestens vor den Hauptversammlungen der Banken am 22. und 23. Mai klar sein, ob die Verhandlungen weitergehen - oder das Thema "Deutsche Commerz" zu den Akten gelegt wird.

    Für die im Leitindex Dax gelisteten Aktien der Deutschen Bank ging es am Montag bis zur Mittagszeit um 3,76 Prozent auf 8,11 Euro nach oben. Die Papiere der Commerzbank gewannen im MDax der mittelgrossen Werte fast 6,89 Prozent auf 7,64 Euro. Für die Aktien der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS ging es um mehr als 9 Prozent nach oben. Gerüchten zufolge könnte die Deutsche Bank ihre Mehrheit an der DWS versilbern, um eine Übernahme der Commerzbank zu finanzieren.

    Beide Banken hatten am Sonntag nach monatelangen Spekulationen angekündigt, dass sie Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufnehmen. Sie betonten jedoch, dass eine Fusion keine ausgemachte Sache sei. Beide wollen sich nun gegenseitig in die Geschäftsbücher schauen. Am Donnerstag treffen sich getrennt voneinander auch die Aufsichtsräte beider Konzerne. Diese Termine stehen schon länger fest. Trotzdem dürfte das Fusionsthema in den Kontrollgremien zur Sprache kommen.

    Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug wären, um sich gegenüber der weltweiten Konkurrenz zu behaupten. Kritiker befürchten hingegen einen drastischen Jobabbau. Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30 000 Arbeitsplätzen, aus Sicht der Aktionärsvereinigung DSW stünden sogar 50 000 Stellen auf der Kippe. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Wie Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing versuchte auch Commerzbank-Chef Martin Zielke, die Verunsicherung der Mitarbeiter im eigenen Haus zu begrenzen. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Und das ist Ihr Verdienst", schrieb der Manager am Sonntag an die Belegschaft. Die Bank werde "daher selbstbewusst in diese Gespräche gehen". Dabei werde er immer das Wohl der Commerzbank und aller Beteiligten im Blick haben.

    Die Bundesregierung macht ihre Haltung zu einer möglichen Fusion auch von einem Erhalt von Arbeitsplätzen abhängig. "Wir schauen natürlich auf die Zukunft der Arbeitsplätze, um die es geht", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Montag im "Bild-Talk" in Berlin. Wenn es zum Verlust Tausender Stellen käme, sei dies "natürlich ein schwieriger Befund". Das Bundesfinanzministerium ist nach Angaben eines Sprechers nicht an den Fusionsgesprächen beteiligt. Man nehme die Gespräche zur Kenntnis, man begleite sie aber nicht, sagte Ministeriumssprecher Steffen Hebestreit in Berlin.

    Die Politik macht schon lange Druck in Richtung einer Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Zuletzt hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten die Bankchefs Sewing und Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai. Ministeriumssprecher Hebestreit sagte am Montag: "Ich habe keinen Druck wahrgenommen seitens des Bundesministeriums der Finanzen."

    Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht bei einer Fusion kaum Wettbewerbsprobleme, aber ein Systemrisiko. "Einiges deutet darauf hin, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen, freigeben würden", sagte Wambach, dessen Kommission die Bundesregierung berät, der "Rheinischen Post". Aber: "Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos."

    Nach Ansicht des Banken-Analysten Kian Abouhossein von JPMorgan Chase könnten von einer Fusion vor allem die Aktionäre der Commerzbank profitieren. Das Institut sei für jede am deutschen Markt interessierte Bank eine gute Wahl, schrieb der Experte. Sollte es zu einer "deutschen Lösung" kommen, müsste der Käufer einen Bewertungsaufschlag zahlen, schätzt er. Grösster Aktionär der Commerzbank ist mit 15 Prozent der deutsche Staat, der das Institut in der Finanzkrise vor zehn Jahren mit Milliardensummen vor dem Untergang gerettet hatte.

    An der Börse ist die Deutsche Bank - immerhin Deutschlands grösstes Geldhaus - aktuell gerade noch gut 16 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 9 Milliarden Euro (Stand 15.3.2019). In der Weltspitze spielen die beiden grössten börsennotierten deutschen Banken damit nicht mehr mit.

    Um das Geld für eine Fusion und einen voraussichtlich teuren Stellenabbau zusammenzubekommen, müsste die Deutsche Bank laut Experten eine Milliardensumme aufbringen. Dafür könnte die Deutsche Bank laut Insidern ihre Fondstochter DWS verkaufen. Seit dem Börsengang des Fondsanbieters vor einem Jahr hält die Bank noch rund 78 Prozent der DWS-Aktien. Nach dem jüngsten Kurssprung bei der DWS wären diese Anteile zusammen rund 4,75 Milliarden Euro wert.

    Als möglichen Kaufinteressenten haben Investmentbanker offenbar Europas grössten Versicherer Allianz im Auge. Dessen Interesse gilt Händlern zufolge jedoch keineswegs als sicher. Der Münchner Konzern ist bereits mit seinem Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors im Fondsgeschäft vertreten. Sprecher von Deutscher Bank und Allianz wollten sich dazu am Sonntag nicht äussern. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sträubt sich Deutsche-Bank-Chef Sewing gegen einen Verkauf der DWS./stw/sl/rm/elm

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  • 18.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

    Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

    18.03.2019| 06:35:51

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die beiden grössten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf. Beide Geldhäuser betonten am Sonntag in Frankfurt zwar, eine Fusion sei keineswegs ausgemachte Sache. Aber allein die Möglichkeit spaltet die Gemüter. Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug gegenüber der weltweiten Konkurrenz sein können. Kritiker befürchten dagegen einen drastischen Jobabbau.

    Am Montag wird sich zunächst zeigen, wie die Anleger an der Frankfurter Börse auf die Bekanntgabe der Gespräche reagieren. Die Deutsche Bank hatte 2018 nach drei Verlustjahren in Folge gerade so die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Skandale und Prozesse verschlangen über Jahre Milliarden, der Aktienkurs ist im Keller. Die Commerzbank stieg im Herbst in die zweite Börsenliga ab und ist ebenfalls seit Jahren im Umbruch.

    Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30 000 Jobs, die Aktionärsvereinigung DSW sogar mit dem Rauswurf von bis zu 50 000 Mitarbeitern. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte zudem vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. "Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der "Rheinischen Post" (Montag).

    Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht bei einer Fusion kaum Wettbewerbsprobleme, aber ein Systemrisiko. "Einiges deutet darauf hin, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen, freigeben würden", sagte Wambach, dessen Kommission die Bundesregierung berät, der "Rheinischen Post". Die Geschäftsfelder beider Banken überschnitten sich nur wenig und seien auch nach einer Fusion Wettbewerb ausgesetzt. Aber: "Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos."

    Verdi-Chef Frank Bsirske "leuchtet die Sinnfälligkeit dieser Fusion im Moment überhaupt nicht", wie er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" sagte. "Bank und Commerzbank ergänzen sich nicht sinnvoll." Sinnvoller wäre aus Sicht Bsirskes, der auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank angehört, "ein Crossover in internationaler Richtung".

    Die Politik macht dennoch schon lange Druck in Richtung einer Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Commerzbank-Chef Martin Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    An der Börse ist die Deutsche Bank - immerhin Deutschlands grösstes Geldhaus - aktuell gerade noch gut 16 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 9 Milliarden Euro (Stand 15.3.2019). In der Weltspitze spielen die beiden grössten börsennotierten deutschen Banken damit nicht mehr mit.

    Um eine Fusion mit der Rivalin zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank voraussichtlich eine Milliardensumme. Um diese zusammenzubekommen, könnte sie sich Insidern zufolge komplett von ihrer Fondstochter DWS trennen. Einem Medienbericht zufolge prüft Europas grösster Versicherer Allianz bereits, ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn hätte. Sprecher der Unternehmen wollten den Bericht am Sonntag nicht kommentieren./tos/ben/DP/mis

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  • 17.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell Fus...

    Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell Fusion aus

    17.03.2019| 16:56:13

    (neu: weitere Reaktionen, möglicher DWS-Verkauf)

    FRANKFURT (awp international) - Eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wird nach monatelangen Spekulationen konkreter. Die beiden grössten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf, wie sie am Sonntag zeitgleich in Frankfurt mitteilten. Die Deutsche Bank erklärte, der Vorstand habe beschlossen, "strategische Optionen zu prüfen". Bei der Commerzbank war von "ergebnisoffenen Gesprächen über einen eventuellen Zusammenschluss" die Rede. Beide Geldhäuser betonten, ein Zusammengehen sei keineswegs ausgemachte Sache.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Die Bundesregierung stehe "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber". Bei der Commerzbank hat der Bund über seine Aktienbeteiligung von gut 15 Prozent, die er seit der Finanzkrise hält, ein Mitspracherecht.

    "Das Bundesfinanzministerium nimmt die Entscheidung der beiden Privatbanken, über die Möglichkeiten einer engeren Kooperation ergebnisoffen zu sprechen, zur Kenntnis", teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. "Wir stehen mit allen Beteiligten regelmässig in Kontakt."

    Sinnvolle Optionen

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter des Dax-Konzerns, der Vorstand werde "ausschliesslich wirtschaftlich sinnvolle Optionen verfolgen, mit denen wir an unsere Fortschritte von 2018 anknüpfen können". Ob es überhaupt zu einer Transaktion komme, stehe nicht fest. "Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können." Ein Deutsche-Bank-Sprecher betonte in Frankfurt, Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.

    Nach der mühsamen Rückkehr in die Gewinnzone 2018 will sich der Deutsche-Bank-Vorstand nach Sewings Worten weiterhin darauf konzentrieren, die Hausaufgaben im eigenen Haus zu erledigen. Allerdings sei es zugleich die Pflicht des Managements, zu prüfen, wie sie die Konsolidierung der Bankenbranche in Deutschland und Europa mitgestalten wolle.

    Politische Einmischung

    In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten Sewing und Commerzbank-Chef Martin Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    Unions-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg warnte Scholz am Sonntag vor politischer Einmischung in die Fusionsgespräche: "Eine Fusion der beiden Banken muss nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien Sinn ergeben." Der Steuerzahler dürfe keinesfalls in Mithaftung gezogen werden.

    FDP-Chef Christian Lindner begrüsste die Fusionsgespräche zwar grundsätzlich, da Deutschland eine starke Privatbank brauche. Allerdings warnte Lindner vor zu grosser Einmischung seitens der Bundesregierung: "Eine vom Staat eingefädelte Zwangsfusion wäre weder für Kunden noch für Eigentümer gut."

    Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick, seit Kurzem Vorstand der Bürgerbewegung "Finanzwende", forderte, eine Fusion dieser Grössenordnung zu verhindern. "Mehr als 10 Jahre nach Lehman scheinen die Banken wie auch die Bundesregierung jede Lehre aus der Bankenkrise vergessen zu haben", schrieb Schick mit Blick auf die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008.

    Stellenabbau

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. "Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der "Rheinischen Post" (Montag). Es wird befürchtet, dass bei einer möglichen Fusion nicht nur Zehntausende Stellen gestrichen, sondern auch viele Filialen geschlossen werden.

    Die Gewerkschaft Verdi lehnt eine mögliche Fusion der Banken ab. Verdi-Bankenexperte Jan Duscheck verwies auf die Gefährdung von Zehntausenden Arbeitsplätzen. "Mit einer Fusion würden zusätzliche Risiken und Probleme auf beide Banken zukommen."

    Internationale Grossbank

    Befürworter eines Zusammenschlusses befürchten unterdessen, dass Europas grösster Volkswirtschaft ansonsten auf Dauer eine schlagkräftige internationale Grossbank fehlt. Während die US-Konkurrenz längst wieder bestens verdient, dümpeln Deutschlands Grossbanken zehn Jahre nach der Finanzkrise vor sich hin. An der Börse sind die Deutsche Bank mit 16 Milliarden Euro und die Commerzbank mit rund 9 Milliarden Euro Wert aktuell vergleichsweise klein.

    Um eine Fusion mit der Rivalin zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank voraussichtlich eine Milliardensumme. Um diese zusammenzubekommen, könnte sie sich Insidern zufolge komplett von ihrer Fondstochter DWS trennen. Insidern zufolge prüft Europas grösster Versicherer Allianz bereits, ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn ergebe. Sprecher der Unternehmen wollten diese Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag nicht kommentieren./stw/ben/tos/hoe/DP/stw

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  • 17.03.2019 Kreise: Deutsche Bank könnte DWS für Bankenfusion...

    Kreise: Deutsche Bank könnte DWS für Bankenfusion verkaufen - Allianz-Interesse?

    17.03.2019| 12:12:54

    FRANKFURT/MÜNCHEN (awp international) - Die Deutsche Bank könnte sich für eine Fusion mit der Commerzbank laut Insidern von ihrer Fondstochter DWS trennen. Derzeit prüfe Europas grösster Versicherer Allianz , ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn ergebe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

    Auch Europas grösster Vermögensverwalter Amundi, der mehrheitlich zur französischen Bank Credit Agricole gehört, käme als Käufer in Frage. Sprecher von Deutscher Bank, Allianz und Amundi wollten die Informationen nicht kommentieren.

    Vorangetrieben wird die Idee des DWS-Verkaufs offenbar von interessierten Kreisen. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing selbst sträube sich gegen eine Trennung von der Fondstochter, berichtet Bloomberg. Die Deutsche Bank hatte einen Minderheitsanteil an der DWS erst vor rund einem Jahr an die Börse gebracht. Ein Verkauf der restlichen Anteile könnte dem Institut einen Teil des Geldes einbringen, das es für ein Zusammengehen mit der Commerzbank benötigen würde.

    Die DWS war an der Börse zuletzt rund 5,6 Milliarden Euro wert. Die 78-prozentige Beteiligung der Deutschen Bank könnte daher rund 4,3 Milliarden Euro einbringen. Um eine Fusion mit der Commerzbank samt der Integration und der Neubewertung von Vermögenswerten zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank laut DZ-Bank-Analyst Christian Koch etwa 8 Milliarden Euro./stw

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  • 08.03.2019 Allianz macht Vorstands-Bezahlung stärker vom Akt...

    Allianz macht Vorstands-Bezahlung stärker vom Aktienkurs abhängig

    08.03.2019| 12:43:40

    MÜNCHEN (awp international) - Europas grösster Versicherer Allianz schraubt die Bezahlung seiner Vorstände nach oben. So steigt die gesamte Zielvergütung der Manager ab dem laufenden Jahr im Vergleich zu 2018 um zehn Prozent. Allerdings müssen sich Konzernchef Oliver Bäte und seine Vorstandskollegen ab diesem Jahr auch deutlich stärker an der Wertentwicklung der Allianz-Aktie messen lassen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht.

    Denn der langfristige Bonus, der an die Entwicklung des Aktienkurses über vier Jahre geknüpft ist, macht künftig 45 Prozent der gesamten Zielvergütung aus. Bisher waren es nur 25 Prozent. Der Jahresbonus, der von der Gewinnentwicklung und der Leistung des Managers abhängt, bleibt bei 25 Prozent. Der bis 2018 übliche Mittelfrist-Bonus entfällt. Der Anteil der Grundvergütung klettert dafür von 25 auf 30 Prozent.

    Zudem muss jeder Manager innerhalb der ersten drei Jahre ein Jahres-Grundgehalt in Aktien des Dax-Konzerns anlegen - und sie so lange halten, wie er dem Führungsgremium angehört. Vorstandschef Bäte muss sogar zwei Grundgehälter investieren. Die Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 8. Mai über die neue Vergütungsstruktur abstimmen. Allerdings hat ihr Votum formal keine Auswirkungen und kann nur als Signal verstanden werden.

    Die Grundgehälter überstiegen bei Bäte bereits in den Jahren 2017 und 2018 jeweils die Millionengrenze. Insgesamt erhielt der Manager im abgelaufenen Jahr sogar 10,3 Millionen Euro und damit gut doppelt so viel wie 2017, weil diesmal der Mittelfristbonus für mehrere Jahre hinzukam. In den Summen sind jeweils auch die Beiträge zur Altersversorgung enthalten./stw/mis/fba

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  • 07.03.2019 Brücken-Einsturz in Genua kostet Atlantia über 50...

    Brücken-Einsturz in Genua kostet Atlantia über 500 Mio Euro

    07.03.2019| 17:29:34

    München (awp/awp/sda/reu) - Der Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua hat den italienischen Infrastruktur-Investor Atlantia bisher mehr als eine halbe Milliarde Euro gekostet. Der Abriss und der Wiederaufbau der Brücke, Entschädigungen an die Familien der Opfer, an die Verletzten und andere Betroffene sowie die Mautausfälle rund um den Unglücksort in der Hafenstadt hätten das Ergebnis 2018 mit 513 Millionen Euro belastet, erklärte Atlantia am Donnerstag bei der Vorlage der Geschäftszahlen.

    Die Holding, an der die Familie Benetton massgeblich beteiligt ist, hält 88 Prozent der Anteile am Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia. Der Rest liegt bei Investoren wie dem Münchner Versicherer Allianz.

    Bei dem Brückeneinsturz waren Mitte August 43 Menschen ums Leben gekommen. Trotz des Unglücks stieg der operative Gewinn (Ebitda) von Atlantia im abgelaufenen Jahr um zwei Prozent auf 3,77 Milliarden Euro. Dem Unternehmen gehören neben Autostrade Mautstrassen in 15 weiteren Ländern sowie die Flughäfen in Rom und Nizza. Der operative Umsatz kletterte um zwei Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Seit November gehört auch der spanische Autobahnbetreiber Abertis zum Konzern. Nach der Fusion kommt Atlantia mit rund 31.000 Mitarbeitern auf elf Milliarden Euro Umsatz.

    Die Dividende von Atlantia soll um 26 Prozent auf 90 Cent je Aktie gekürzt werden. Die Allianz hatte ihre Beteiligung an der Autostrade um ein Viertel abgeschrieben. Finanzvorstand Giulio Terzariol rechnet damit, dass der Autobahnbetreiber auch in den nächsten Jahren weniger Dividende abwerfen wird.

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  • 27.02.2019 Allianz Deutschland macht Boden gut - Wachstum be...

    Allianz Deutschland macht Boden gut - Wachstum bei Autoversicherungen

    27.02.2019| 06:36:22

    MÜNCHEN (awp international) - Die Allianz-Versicherung macht nach schwierigen Jahren auf dem deutschen Heimatmarkt wieder gute Geschäfte. Im vergangenen Jahr sind die Beitragseinnahmen auf 36,4 Milliarden Euro gestiegen, mit 5,5 Prozent ein Plus deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das teilte die deutsche Landesgesellschaft von Europas grösstem Versicherer am Mittwoch mit.

    Besonders erfreulich für die Allianz: Die lange lahmende Sachversicherung - dazu gehören der hart umkämpfte Kfz-Markt und die Gebäudeversicherung - legte mit einem Plus von vier Prozent auf 10,5 Milliarden Euro ebenfalls überdurchschnittlich zu. "Es ist seit fünfzehn Jahren das erste Mal, dass wir in der Sachversicherung über Markt wachsen", sagte Joachim Müller, Chef der Sachversicherungssparte

    Die Allianz hat sich Vereinfachung auf die Fahnen geschrieben - angefangen bei den Formularen, die Kunden vor Abschluss einer Police ausfüllen müssen. "Die Kunden sind nicht bereit, für komplexe Prozesse zusätzliches Geld zu bezahlen", sagte Müller. "Und, für mich ganz wichtig, auch unsere Mitarbeiter und Vertreter sind von dieser Strategie überzeugt."

    Insbesondere die Kfz-Versicherung läuft wieder besser. Dort war die Konkurrenz von der HUK Coburg den Münchnern vor einigen Jahren davongezogen. "Treiber des Wachstums ist die Autoversicherung mit einem Prämienwachstum von sechs Prozent", sagte Müller. "Wir hatten Ende 2018 126 000 mehr Verträge im Bestand als zu Jahresbeginn."

    Zum Jahresende waren demnach 8,6 Millionen Fahrzeuge bei der Allianz versichert. Seit 2017 gibt es einen neuen Kfz-Tarif, der nach Müllers Worten inzwischen auch für gewerbliche Kunden angeboten wird. Die Allianz versichere nach dem Modell auch "Kleinflotten von drei bis maximal 14 Fahrzeugen", erklärte er./cho/DP/zb

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  • 21.02.2019 Abschreibung und XL-Übernahme drücken auf Axa-Gew...

    Abschreibung und XL-Übernahme drücken auf Axa-Gewinn - Aktie legt zu

    21.02.2019| 12:59:43

    (Ausführliche Fassung)

    PARIS (awp international) - Eine Abschreibung auf eine US-Tochter und die Übernahme des Versicherers XL Group haben beim Allianz-Rivalen Axa 2018 einen Gewinneinbruch verursacht. Der Überschuss fiel um zwei Drittel auf rund 2,1 Milliarden Euro, wie der französische Versicherer am Donnerstag in Paris mitteilte. Trotz des Einbruchs sollen die Aktionäre eine um sechs Prozent auf 1,34 Euro erhöhte Dividende erhalten.

    Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten allerdings positiv aufgenommen. An der Pariser Börse gewann die Axa-Aktie bis zur Mittagszeit 1,58 Prozent auf 21,495 Euro und war damit zweitstärkster Wert im französischen Leitindex Cac 40 .

    Vor rund einem Jahr waren die Papiere jedoch noch mit gut 26 Euro gehandelt worden. Nach Verkündung der milliardenschweren Übernahme des US-Versicherers XL Group im Frühjahr und erneut nach dem Kapitalmarkttag Ende November war der Kurs deutlich abgerutscht: Kurz vor dem Jahreswechsel lag er bei nur noch gut 18 Euro.

    Axa-Chef Thomas Buberl bezeichnete das Jahr 2018 als entscheidenden Wendepunkt beim Umbau des Versicherers. Neben der Übernahme der XL Group hatte der Konzern sein US-Geschäft an die Börse gebracht. Im diesem Zuge musste Axa allerdings auch drei Milliarden Euro auf den Wert der Tochter abschreiben, an der der Konzern weiterhin die Mehrheit hält. Bereinigt um diesen und weitere Sondereffekte hätte Axa den Jahresgewinn mit knapp 6,5 Milliarden Euro stabil gehalten.

    Seinen Umsatz konnte der Versicherer 2018 um vier Prozent auf 102,9 Milliarden Euro steigern. Allerdings kamen höhere Schäden durch Naturkatastrophen den Konzern teurer zu stehen. Das lag ausgerechnet an der Übernahme der XL Group, die in den USA stark im Geschäft ist und für Zerstörungen durch die verheerenden Waldbrände in Kalifornien und Hurrikan "Michael" in Florida einstehen musste.

    Von den Prämien im Schaden- und Unfallgeschäft blieb nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb weniger übrig als ein Jahr zuvor. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich von 96,2 auf 97,0 Prozent, blieb aber noch merklich unter der kritischen 100-Prozent-Marke. Ohne die XL Group wäre die Quote mit 94,9 Prozent deutlich günstiger ausgefallen./stw/zb/mis/fba

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  • 21.02.2019 Abschreibung auf US-Tochter drückt auf Axa-Gewinn

    Abschreibung auf US-Tochter drückt auf Axa-Gewinn

    21.02.2019| 07:50:07

    PARIS (awp international) - Europas zweitgrösster Versicherer Axa hat 2018 wegen einer Abschreibung auf die im vergangenen Jahr an die Börse gebrachte US-Tochter deutlich weniger verdient. Der Überschuss sei um zwei Drittel auf rund 2,1 Milliarden Euro gefallen, teilte der Allianz-Konkurrent am Donnerstag in Paris mit. Neben der drei Milliarden Euro hohen Abschreibung auf die US-Tochter gab es weitere Sonderbelastungen.

    Bereinigt um diese Effekte wäre der Gewinn mit knapp 6,5 Milliarden Euro stabil geblieben. Trotz des Einbruchs des Gewinns unter dem Strich sollen die Aktionäre eine ums sechs Prozent auf 1,34 Euro erhöhte Dividende erhalten./zb/mis

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  • 15.02.2019 Allianz bleibt bei Gewinnziel vorsichtig - Wachst...

    Allianz bleibt bei Gewinnziel vorsichtig - Wachstum im Blick

    15.02.2019| 12:39:27

    (neu: Aussagen aus Pressekonferenz zu Gewinn- und Wachstumsplänen, Strategie im Fondsgeschäft, Lehre aus Banken-Engagement, Aktienreaktion, Analystenstimme)

    MÜNCHEN (awp international) - Europas grösster Versicherer Allianz wagt nach seinem Gewinnplus von 2018 keine grossen Versprechungen für das laufende Jahr. Das Ziel, den operativen Gewinn bei 11,5 Milliarden Euro stabil zu halten, sei "konservativ und vorsichtig, weil wir in Hinblick auf das sehr schwierige Umfeld sicher sein wollen, dass wir das auch erreichen", sagte Vorstandschef Oliver Bäte am Freitag in München. Angesichts der Turbulenzen in Politik und Wirtschaft sei es "wirklich wichtig, solide zu sein und zu bleiben."

    Nachdem die Allianz in der Schaden- und Unfallsparte 2018 so stark wuchs "wie seit Jahren nicht", will Bäte hier 2019 allerdings weiter aufdrehen. Für Kunden und Mitarbeiter soll das Geschäft im Zuge der stärkeren Digitalisierung deutlich einfacher werden. Dazu will der Vorstand mehr Versicherungsangebote zentral für viele Länder entwickeln lassen und so Kosten und Komplexität verringern. Zudem startet der Konzern mit Allianz Direct einen europäischen Direktversicherer, der noch 2019 in Deutschland und weiteren Ländern eine digitale Kfz-Versicherung anbieten soll.

    Am Finanzmarkt sorgten die Nachrichten für Kursgewinne. Die Allianz-Aktie legte bis zur Mittagszeit um 1,54 Prozent auf 187,04 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten Werten im Dax . Allerdings liegt ihr Kurs immer noch gut ein Prozent niedriger als vor einem Jahr.

    Analysten äusserten sich positiv, aber nicht euphorisch zu der Jahresbilanz. Analyst Michael Haid von der Commerzbank zeigte sich allerdings von dem starken internen Umsatzwachstum der Allianz überrascht. 6,1 Prozent sei viel für einen Versicherer, der lange Zeit als Nullwachstums-Unternehmen gehandelt worden sei.

    Zu der positiven Reaktion an der Börse dürfte auch die Dividende für 2018 beigetragen haben, die um 12,5 Prozent auf 9,00 Euro je Aktie steigen soll. Analysten hatten hier mit weniger gerechnet. Zudem kauft der Konzern nach 2017 und 2018 erneut eigene Aktien vom Markt zurück. Bis Ende 2019 sollen auf diese Weise weitere 1,5 Milliarden Euro an die Anteilseigner fliessen, was den Aktienkurs stützen dürfte.

    Der Vorstand um Allianz-Chef Oliver Bäte hatte sich zu dieser Strategie verpflichtet für den Fall, dass der Konzern überschüssiges Kapital nicht für den Geschäftsausbau oder Übernahmen benötigt. "Wenn wir eine gute Möglichkeit finden, werden wir auch Akquisitionen machen", sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. "Aber derzeit investieren wir lieber intern." Bis Ende des Jahres will die Allianz die Mehrheit an dem britischen Versicherer Liverpool Victoria übernehmen, an dem sie bereits mit 49 Prozent beteiligt ist.

    Interesse am Bankgeschäft liess Bäte inmitten der Spekulationen um eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank nicht erkennen. "Wir sind kein natürlicher Eigentümer einer Bank. Das ist hoffentlich klar geworden in der letzten Dekade", sagte er mit Blick auf das teure Abenteuer Dresdner Bank, die der Versicherer 2009 mitten in der Finanzkrise mit Milliardenverlusten an die Commerzbank verkauft hatte. Bätes Erkenntnis: "Man muss immer wissen, was man kann und was nicht."

    Seine vorsichtige Gewinnprognose für 2019 erklärte der Manager auch mit den jüngsten Erfahrungen an den Finanzmärkten. Sowohl in der Lebensversicherung als auch im Fondsgeschäft bekam die Allianz im vierten Quartal die Marktturbulenzen zu spüren, erreichte mit einem operativen Gewinn von 11,5 Milliarden Euro aber dennoch den oberen Bereich ihrer selbst gesetzten Zielspanne. Bei seinem Ziel für 2019 lässt sich Bäte ebenfalls eine halbe Milliarde Spielraum nach oben und unten. Analysten hatten im Schnitt jedoch schon 11,9 Milliarden auf dem Zettel, das wäre fast am oberen Ende von Bätes Zielspanne.

    Unter dem Strich verdiente die Allianz 2018 knapp 7,5 Milliarden Euro und damit fast zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dazu trug auch eine geringere Steuerlast bei. Zudem profitierte die Allianz von geringeren Katastrophenschäden, nachdem sie ein Jahr zuvor von der verheerenden Hurrikan-Serie in den USA getroffen worden war.

    In der Lebens- und Krankenversicherung musste der Konzern wegen der Verwerfungen an den Finanzmärkten im vierten Quartal etwas Federn lassen. Der operative Gewinn ging um sechs Prozent zurück. Allerdings legte das Neugeschäft zu, angetrieben von den Lebensversicherungsverträgen ohne Garantiezins, die die Allianz in Deutschland vertreibt und die die klassischen Verträge weitgehend abgelöst haben.

    Milliardenschwer schlugen die Finanzmarkt-Turbulenzen im Fondsgeschäft des Konzerns zu Buche. Unter dem Strich zogen Anleger bei den Allianz-Töchtern Pimco und Allianz Global Investors allein im vierten Quartal 31 Milliarden Euro ab. Weil zudem die Kurse sanken, schrumpfte das für Dritte verwaltete Vermögen um 51 Milliarden Euro.

    Allerdings gingen den Fonds vor allem die Zuwächse aus dem ersten Teil des Jahres verloren. Insgesamt summierten sich die Nettoabflüsse 2018 daher nur auf 3 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen blieb auf Jahressicht mit 1,96 Billionen Euro praktisch stabil, und der operative Gewinn der Sparte wuchs um fast vier Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der Konzern konzentriere sich auf solches Geschäft, das mehr Gewinn bringe, und verzichte auf unrentable Bereiche, erklärte Bäte die Entwicklung. Zuvor hatte die Allianz ihre US-Tochter Pimco nach jahrelangen Mittelabflüssen wieder auf Wachstumskurs gebracht./stw/elm/jha/

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  • 15.02.2019 Allianz nimmt sich für 2019 kaum mehr Gewinn vor ...

    Allianz nimmt sich für 2019 kaum mehr Gewinn vor - Dividende steigt

    15.02.2019| 08:37:30

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Europas grösster Versicherer Allianz fasst nach einem Gewinnplus im abgelaufenen Jahr für 2019 keine nennenswerten Zuwächse ins Auge. Der operative Gewinn dürfte wie im vergangenen Jahr etwa 11,5 Milliarden Euro erreichen, kündigte Finanzvorstand Giulio Terzariol am Freitag bei der Bilanzvorlage in München an.

    Analysten hatten bereits 11,9 Milliarden auf dem Zettel. Allerdings lässt sich die Allianz-Führung bei ihrer Prognose jeweils eine halbe Milliarde Spielraum nach oben und unten. Im abgelaufenen Jahr hat der Dax-Konzern fast das obere Ende der Zielspanne erreicht.

    Unter dem Strich verdiente die Allianz 2018 knapp 7,5 Milliarden Euro und damit fast zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Neben dem operativen Gewinn, der um knapp vier Prozent zulegte, trug dazu eine geringere Steuerlast bei. Trotzdem hatten Analysten unter dem Strich noch etwas mehr erwartet. Die Anteilseigner sollen allerdings eine um 12,5 Prozent auf 9 Euro erhöhte Dividende erhalten und damit mehr als von Experten gedacht.

    Am Finanzmarkt sorgten die Nachrichten zunächst kaum für Bewegung. Im vorbörslichen Handel auf der Plattform Tradegate gewann die Allianz-Aktie 0,1 Prozent an Wert. Ein Händler sagte, der Konzern mache kontinuierliche Fortschritte. Dies sei am Markt aber so auch erwartet worden.

    Unterdessen kauft der Konzern erneut eigene Aktien vom Markt zurück. Bis Ende 2019 sollen auf diese Weise weitere 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre fliessen, was in der Regel dem Aktienkurs zugutekommt. Der Vorstand um Allianz-Chef Oliver Bäte hatte sich zu dieser Strategie bekannt für den Fall, dass der Konzern überschüssiges Kapital nicht für den Geschäftsausbau oder den Kauf anderer Unternehmen benötigt. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte der Konzern auf diese Weise Milliardensummen an seine Aktionäre zurückgegeben.

    2018 profitierte die Allianz vor allem von geringeren Katastrophenschäden. Die grösste Sparte, die Schaden- und Unfallversicherung, steigerte ihren operativen Gewinn um 13 Prozent und trug damit rund die Hälfte zum Ergebnis des Konzerns bei. Ein Jahr zuvor war die Allianz von der verheerenden Hurrikan-Serie in den USA getroffen worden, aber im Vergleich zu anderen Versicherern glimpflich davongekommen.

    In der Lebens- und Krankenversicherung bekam die Allianz die Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu spüren. Der operative Gewinn ging wegen höherer Abschreibungen und weniger Profit aus Wertpapier-Verkäufen um sechs Prozent zurück. Allerdings legte das Neugeschäft mit Lebensversicherungen zu, angetrieben auch von den Lebensversicherungsverträgen ohne Garantiezins, die die Allianz in Deutschland vertreibt.

    Heftige Folgen hatten die Finanzmarkt-Turbulenzen Ende 2018 für das Fondsgeschäft des Konzerns. Bei den Allianz-Töchtern Pimco und Allianz Global Investors zogen Anleger im vierten Quartal netto 31 Milliarden Euro ab. Weil zudem die Kurse sanken, schrumpfte das für Dritte verwaltete Vermögen insgesamt um 51 Milliarden Euro.

    Allerdings gingen den Fonds dabei vor allem die Zuwächse aus den ersten drei Quartalen verloren. Für das Gesamtjahr 2018 summierten sich die Nettoabflüsse nur auf 3 Milliarden Euro. Das gesamte verwaltete Vermögen blieb auf Jahressicht mit 1,96 Billionen Euro praktisch stabil. Das operative Ergebnis der Sparte wuchs im Gesamtjahr um fast vier Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

    Die Allianz-Vermögensverwaltung habe ihre Margen ausgeweitet, sagte Finanzchef Terzariol. Dies spreche für die nachhaltige Ertragskraft in dem Geschäft. Die Allianz hatte ihre US-Tochter Pimco nach mehreren Jahren mit hohen Mittelabflüssen zuvor wieder auf Wachstumskurs gebracht. Diese Entwicklung wurde nun jäh ausgebremst./stw/men/jha/

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  • 15.02.2019 Anleger ziehen Milliardensummen bei Allianz-Fonds...

    Anleger ziehen Milliardensummen bei Allianz-Fondstöchtern ab

    15.02.2019| 07:57:11

    MÜNCHEN (awp international) - Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben bei den Investmentfonds der Allianz Ende 2018 deutliche Spuren hinterlassen. Anleger hätten im vierten Quartal netto 31 Milliarden Euro bei den Allianz-Töchtern Pimco und Allianz Global Investors abgezogen, teilte der Dax-Konzern am Freitag bei der Bilanzvorlage in München mit. Weil zudem die Kurse sanken, schrumpfte das für Dritte verwaltete Vermögen insgesamt um 51 Milliarden Euro.

    Allerdings gingen den Fonds dabei vor allem die Zuwächse aus den ersten drei Quartalen wieder verloren. Für das Gesamtjahr 2018 summierten sich die Nettomittelabflüsse nur auf 3 Milliarden Euro. Das gesamte verwaltete Vermögen blieb auf Jahressicht mit 1,96 Billionen Euro praktisch stabil. Das operative Ergebnis der Sparte wuchs trotz eines Rückgangs im vierten Quartal im Gesamtjahr um fast vier Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

    Das Unternehmen habe seine Margen ausgeweitet, sagte Finanzvorstand Giulio Terzariol. Dies spreche für die nachhaltige Ertragskraft in dem Geschäft. Die Allianz hatte ihre US-Tochter Pimco nach mehreren Jahren mit hohen Mittelabflüssen zuvor wieder auf Wachstumskurs gebracht. Diese Entwicklung wurde Ende 2018 jäh ausgebremst./stw/jha

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Stammdaten

Branche/Sektor Versicherungen
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol ALV
Valor 322646
ISIN DE0008404005

Performance

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Perf. 1W   +0.50%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +6.40 +3.31%
Perf. 3M +28.86 +16.87%
Perf. laufendes Jahr +24.22 +13.78%
Perf. 52W   +8.13%

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Vortagestief 199.12 (20.03.2019)
Hoch 1W 202.05 (15.03.2019)
Tief 1W 196.00 (21.03.2019)
Hoch 1M 202.05 (15.03.2019)
Tief 1M 191.14 (20.02.2019)
Hoch 3M 202.05 (15.03.2019)
Tief 3M 170.50 (27.12.2018)
Hoch 1J 202.05 (15.03.2019)
Tief 1J 170.38 (27.06.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG