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Marktkapital in Mio. 86'759.55
Umsatz Vormonat 17'500'331

Aktuelle News

  • 14.05.2019 Geringe Schäden treiben Allianz-Gewinn - Boeing-F...

    Geringe Schäden treiben Allianz-Gewinn - Boeing-Fall schwelt weiter

    14.05.2019| 11:28:24

    (neu: Boeing-Schaden könnte noch teurer werden, Aussagen zu angeblichem Interesse an DWS, Aktienkurs, Analystenstimme)

    MÜNCHEN (awp international) - Geringere Schäden durch Stürme und andere Naturkatastrophen haben Europas grösstem Versicherer Allianz einen überraschend guten Jahresstart beschert. Im ersten Quartal erzielte der Konzern einen operativen Gewinn von fast drei Milliarden Euro und damit 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

    Das Desaster um den Mittelstreckenjet Boeing 737 Max und der Dammbruch an einer Eisenerz-Mine in Brasilien mit jeweils hunderten Toten schmälerten das Ergebnis etwas. Allerdings könnte der Boeing-Fall die Allianz noch teurer zu stehen kommen.

    Aktie legt zu

    Im ersten Quartal verdiente der Versicherer mehr als von Analysten erwartet. Vorstandschef Oliver Bäte sieht den Konzern auf gutem Weg, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn von 11 bis 12 Milliarden Euro zu erreichen, wie er am Dienstag in München sagte. Branchenexperten gingen zuletzt im Schnitt von knapp 11,8 Milliarden Euro aus.

    An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die Allianz-Aktie gewann am Morgen rund ein halbes Prozent an Wert, gehörte aber noch zu den schwächeren Titeln im Dax . Analyst Michael Huttner zeigte sich von der Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung angetan.

    Der Umsatz der Allianz stieg im ersten Quartal überraschend stark um neun Prozent auf 40,3 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte wegen geringerer Kapitalerträge und höherer Steuern nur um zwei Prozent auf knapp 2,0 Milliarden Euro zu. Analysten hatten allerdings sogar mit einem Rückgang gerechnet.

    Schadenversicherung

    Als wichtigster Gewinnbringer erwies sich die grösste Sparte des Konzerns, die Schaden- und Unfallversicherung. Sie profitierte davon, dass sich die Schäden durch Naturkatastrophen auf 141 Millionen Euro mehr als halbierten. Der operative Gewinn des Segments wuchs deshalb um 14 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro, nachdem die Folgen des Sturmtiefs "Friederike" in Deutschland Anfang 2018 am Ergebnis gezehrt hatten.

    Diesmal schlugen von Menschen gemachte Katastrophen allerdings teurer zu Buche. Der Absturz einer Boeing 737 Max von Ethiopian Airlines im März, das seither geltende Flugverbot für alle Maschinen der Reihe und der Dammbruch an einer Eisenerz-Mine des Bergbaukonzerns Vale in Brasilien kosteten die Allianz nach bisherigen Berechnungen jeweils rund 50 Millionen Euro.

    Boeing-Schaden

    In Sachen Boeing könnte diese Summe noch steigen, sagte Finanzchef Giulio Terzariol. Denn neben dem Flugzeug selbst und Schadenersatz-Forderungen gegen Boeing und Ethiopian Airlines könnte auch um die Frage der Produkthaftung des weltgrössten Flugzeugherstellers gehen. Die Allianz habe ihr maximales Risiko allerdings auf 150 Millionen Euro gedeckelt, sagte Terzariol. Er erwarte auch nicht, dass die bisher vorgesehene Summe noch erheblich steige. Allerdings werde sich dies erst in den nächsten Monaten oder gar Jahren herausstellen.

    Trotz dieser Schäden blieb in der Sachversicherung nach Abzug der Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb mehr von den Prämieneinnahmen übrig. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich im ersten Quartal überraschend stark von 94,8 auf 93,7 Prozent.

    Während der Umbau des Schaden- und Unfallgeschäfts bei der Allianz noch in vollem Gange ist, hat der Konzern in der Lebensversicherung bereits auf die neue Normalität mit dauerhaften Niedrigzinsen umgeschaltet. Der Wert des Neugeschäfts sprang im Jahresvergleich um ein Viertel auf 609 Millionen Euro in die Höhe. Der operative Gewinn wuchs um 2,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

    Fondsgeschäft

    Das Fondsgeschäft der Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) warf im ersten Quartal zwar weniger operativen Gewinn ab. Allerdings sammelten die Pimco-Fonds bei Anlegern unter dem Strich 21 Milliarden Euro frisches Geld ein. Bei AGI flossen im Gegenzug 3 Milliarden Euro ab.

    Da sich zugleich die Börsen von den Kursverlusten des vergangenen Jahres erholten, wuchs das verwaltete Vermögen der Kunden von Pimco und AGI binnen drei Monaten um 112 Milliarden auf 1,55 Billionen Euro. Dies sei der höchste Stand in der Konzerngeschichte, sagte Terzariol. Die Allianz verdient an den Verwaltungsgebühren der Fonds. Daher sei der Anstieg des Vermögens "ein gutes Vorzeichen für eine starke Ertragsentwicklung", sagte der Manager.

    Interesse an DWS?

    Zum angeblichen Interesse der Allianz an der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS äusserte sich Terzariol nur verklausuliert. "Akquisitionen sehen gut auf PowerPoint aus, aber im wirklichen Leben müssen sie nicht funktionieren." Denn die berechneten Synergien bei einer Fusion würden durch andere Effekte oft wieder zunichte gemacht. Informationen, nach denen sich Allianz-Leute die DWS in den vergangenen Wochen bereits von innen angeschaut hätten, wollte Terzariol nicht bestätigen. Er könne aber von sich selbst sagen: "Ich bin bei der DWS nicht einmarschiert."

    Insidern zufolge spricht die Deutsche Bank inzwischen mit der Grossbank UBS über eine Fusion ihrer Fondsanbieter. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Montag stocken die Gespräche allerdings. So seien sich die Banken bislang nicht darüber einig, wer bei dem fusionierten Unternehmen das Sagen haben solle./stw/ari/stk

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  • 14.05.2019 Allianz sieht sich nach Gewinnsprung im ersten Qu...

    Allianz sieht sich nach Gewinnsprung im ersten Quartal auf Kurs

    14.05.2019| 07:31:15

    MÜNCHEN (awp international) - Geringere Schäden durch Stürme und andere Naturkatastrophen haben Europas grösstem Versicherer Allianz zum Jahresauftakt einen überraschend starken Gewinnschub beschert. Im ersten Quartal erreichte der Dax-Konzern einen operativen Gewinn von 2,96 Milliarden Euro und damit 7,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in München mitteilte. Das war mehr als von Analysten im Schnitt erwartet. Vorstandschef Oliver Bäte sieht die Allianz damit auf gutem Weg, in diesem Jahr wie geplant einen operativen Gewinn von 11 bis 12 Milliarden Euro zu erzielen.

    Unter dem Strich stieg der Überschuss wegen geringerer Kapitalerträge lediglich um zwei Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. Als wichtigster Gewinnbringer erwies sich die grösste Sparte des Konzerns, die Schaden- und Unfallversicherung. Sie profitierte davon, dass sich die Schäden durch Naturkatastrophen im Jahresvergleich mehr als halbierten. Der Absturz eines Boeing-Jets von Ethiopian Airlines, das darauf folgende Flugverbot für die Maschinen des Typs und der Dammbruch an einer Eisenerz-Mine in Brasilien schlugen bei der Allianz zusammen mit rund 100 Millionen Euro zu Buche./stw/zb

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  • 08.05.2019 Allianz will Vermögen bis 2050 'klimaneutral' anl...

    Allianz will Vermögen bis 2050 'klimaneutral' anlegen

    08.05.2019| 13:44:14

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Die Allianz will ihr dreistelliges Milliardenvermögen bis 2050 in Gänze "klimaneutral" anlegen. Das sagte Vorstandschef Oliver Bäte am Mittwoch bei der Hauptversammlung vor gut 3600 Aktionären und Aktionärsvertretern in der Münchner Olympiahalle.

    Ausserdem will Europas grösster Versicherer bis 2023 den gesamten Stromverbrauch des in über 70 Ländern aktiven Konzerns aus erneuerbaren Energien decken. "Es ist uns sehr ernst mit diesem Thema", sagte Bäte. Kritik von Aktionärsaktivisten gab es dennoch - am Versicherungsgeschäft mit Staudämmen in Südamerika und Kapitalanlagen von Rüstungsunternehmen.

    Wie andere grosse Unternehmen wird die Allianz von Klimaschützern und anderen Initiativen unter Druck gesetzt, sich von umstrittenen Aktivitäten zu trennen. Allianz-Chef Bäte verfolgt seit längerem das Ziel, den Konzern zu einem Vorzeigeunternehmen im Klimaschutz machen. Seit vergangenem Jahr schliesst die Allianz keine neuen Versicherungsverträge für Kohlekraftwerke mehr ab, bis 2040 soll jegliches Versicherungsgeschäft mit der Kohlebranche beendet werden.

    Derzeit verfügt die Allianz über eigene Kapitalanlagen in Höhe von etwa 650 Milliarden Euro. Darüber hinaus ist der Konzern einer der weltgrössten Vermögensverwalter für externe Kunden, die rund 1,4 Billionen Euro angelegt haben. In diesem Bereich gibt es bisher keine Ausschlusskriterien, doch will die Allianz einen grösseren Anteil der Kundengelder klimafreundlich anlegen.

    Das aber genügt kritischen Aktionären nicht: Wegen des verheerenden Dammbruchs einer brasilianischen Mine mit mutmasslich rund 300 Toten im Januar forderte der Dachverband der kritischen Aktionäre die Allianz auf, keine umweltschädlichen Dämme mehr zu versichern.

    Die Initiative Urgewald verlangte, der Versicherer solle Rüstungsunternehmen keine Kapitalanlagen mehr anbieten: "Das sind Unternehmen, die die Despoten dieser Welt aufrüsten", sagte Urgewald-Vertreterin Kathrin Petz.

    Bäte sagte zu beiden Themen: "Wir gucken uns das jetzt etwas genauer an." Insbesondere bei den Staudämmen ist Bäte nach eigenen Worten "not amused".

    Nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr bekräftigte Bäte das vorsichtige Ziel für dieses Jahr: stabil 11,5 Milliarden Euro operatives Ergebnis - mit einer möglichen Abweichung von 500 Millionen Euro nach unten oder oben./cho/DP/mis

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  • 08.05.2019 Allianz will Vermögen bis 2050 'klimaneutral' anl...

    Allianz will Vermögen bis 2050 'klimaneutral' anlegen

    08.05.2019| 12:03:50

    MÜNCHEN (awp international) - Die Allianz will ihr dreistelliges Milliardenvermögen bis 2050 in Gänze "klimaneutral" anlegen. Das sagte Vorstandschef Oliver Bäte am Mittwoch bei der Hauptversammlung vor gut 3600 Aktionären und Aktionärsvertretern in der Münchner Olympiahalle.

    Ausserdem will Europas grösster Versicherer bis 2023 den gesamten Stromverbrauch des in über 70 Ländern aktiven Konzerns aus erneuerbaren Energien decken. "Es ist uns sehr ernst mit diesem Thema", sagte Bäte.

    "Klimaneutral" bedeutet, dass die Allianz ihr Kapital nicht mehr in Firmen anlegen will, die klimaschädliche Geschäfte betreiben.

    Der Allianz-Chef will den Konzern zu einem Vorzeigeunternehmen beim Klimaschutz machen. Seit vergangenem Jahr schliesst die Allianz keine neuen Versicherungsverträge für Kohlekraftwerke mehr ab, bis 2040 soll jegliches Versicherungsgeschäft mit der Kohlebranche beendet werden.

    Derzeit verfügt die Allianz über eigene Kapitalanlagen in Höhe von etwa 650 Milliarden Euro. Darüber hinaus ist der Konzern einer der weltgrössten Vermögensverwalter für externe Kunden, die rund 1,4 Billionen Euro angelegt haben. In diesem Bereich gibt es bisher keine Ausschlusskriterien, doch will die Allianz einen grösseren Anteil der Kundengelder klimafreundlich anlegen.

    Nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr bekräftigte Bäte das vorsichtige Ziel für dieses Jahr: stabil 11,5 Milliarden Euro operatives Ergebnis - mit einer möglichen Abweichung von 500 Millionen Euro nach unten oder oben./cho/DP/mis

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  • 02.04.2019 Investitionen in deutsche Finanz-Start-ups mehr a...

    Investitionen in deutsche Finanz-Start-ups mehr als verdoppelt

    02.04.2019| 06:34:48

    FRANKFURT (awp international) - Banking per Smartphone, Autoversicherungen, Zinsvergleiche für Tagesgeld: Deutsche Finanz-Start-ups haben einen fulminanten Jahresauftakt hingelegt und Rekord-Gelder für ihre digitalen Geschäfte von Investoren eingesammelt. Im ersten Quartal warben die Wachstumsfirmen 686 Millionen Euro ein und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor (325 Mio Euro). Das zeigen Zahlen der Beratungsfirma Barkow Consulting, die der dpa vorliegen.

    Demnach steckten Investoren von Januar bis März rund 77 Prozent mehr Geld in Finanz-Start-ups ("Fintechs") als im bisherigen Rekord-Zeitraum, dem Schlussquartal 2018. Die Summe von 686 Millionen Euro entspreche mehr als der Hälfte der eingesammelten Gelder im gesamten Vorjahr, sagte Geschäftsführer Peter Barkow.

    Finanz-Start-ups haben sich mit digitalen Geschäftsmodellen neben klassischen Banken etabliert. Mit ihrer Innovationskraft machen sie den Geldhäusern teils Konkurrenz, teils arbeiten sie mit ihnen zusammen. 2018 hatten Finanz-Start-ups hierzulande erstmals mehr als eine Milliarde Euro Wagniskapital eingesammelt. Unternehmen und Wagniskapitalfonds geben den Gründern Geld in der Hoffnung, dass sich ihre Ideen durchsetzen und ihnen viel Gewinn einbringen.

    Zum starken Jahresauftakt trugen üppige Geldspritzen in boomende Fintechs bei, während zugleich die Zahl der Deals um fast ein Drittel auf 26 einbrach. So warb die Berliner Online-Bank N26 im Januar alleine rund 260 Millionen Euro von Fonds ein. In das Geldhaus, das mit komfortablen Geschäften per Smartphone wirbt, hatte 2018 schon der Versicherer Allianz investiert. Summen von 100 Millionen Euro oder mehr flossen zudem jeweils an den Autoversicherer Friday, der Policen je nach gefahrenen Kilometern bepreist, an das Versicherungs-Start-up Wefox sowie an die Firma Raisin, die Anlegern über das Portal "Weltsparen" höhere Zinsen im Ausland bietet.

    Der globale Trend zu immer grösseren Geldspritzen schlage sich auch in Deutschland nieder, sagte Barkow. "Deutsche Finanz-Start-ups haben aufgeholt und kommen an grosse Summen."/als/DP/zb

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  • 27.03.2019 Deutsches Finanzministerium will Provisionen bei ...

    Deutsches Finanzministerium will Provisionen bei Lebensversicherungen deckeln

    27.03.2019| 19:09:40

    BERLIN (awp international) - Das Bundesfinanzministerium will die Kosten beim Verkauf von Lebensversicherungen zum Schutz von Verbrauchern begrenzen. Die Provision für Vermittler bei Vertragsabschluss soll auf maximal 2,5 Prozent der Bruttobeitragssumme begrenzt werden, die Kunden während der Laufzeit des Vertrages zahlen. Dies geht aus einem Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet. Wenn bestimmte Qualitätskriterien erfüllt werden - zum Beispiel eine geringe Stornoquote, kann die Provision auf insgesamt 4 Prozent angehoben werden.

    Die Vertriebskosten für Lebensversicherungen und Restschuldversicherungen seien oftmals noch zu hoch, hiess es. "Durch zu üppige Vergütungen bei der Vermittlung von Lebensversicherungen entstehen hierdurch auch Fehlanreize zu Lasten der Verbraucherinnen und Verbraucher". Versicherungsvermittler könnten anstatt einer möglichst ergebnisoffenen Beratung auf einen Vertragsabschluss hinwirken.

    Nach Erfahrungen von Verbraucherschützern liegt die Provision beim Abschluss einer Lebensversicherung je nach Vertriebsweg aktuell zwischen 2,5 und 3,5 Prozent. Dabei handelt es sich allerdings um Durchschnittswerte, höhere Sätze sind nicht ausgeschlossen.

    Verbraucherschützer fordern seit langem ein Provisionsverbot. Eine Begrenzung könnte aber ein sinnvoller Zwischenschritt sein. Dadurch könnten die Kosten von Kapitallebensversicherungen sinken, sollten die Unternehmen die Einsparungen an ihre Kunden weitergeben, hatte Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) argumentiert.

    Die Verzinsung des Altersvorsorge-Klassikers war in den vergangenen Jahren gesunken, weil es Versicherern wegen der Zinsflaute am Finanzmarkt immer schwerer fällt, die hohen Zinsversprechen der Vergangenheit zu erwirtschaften. Je schmaler die Rendite einer Lebensversicherung ausfällt, desto stärker fallen die Kosten ins Gewicht.

    Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick, seit kurzem Vorstand der Bürgerbewegung "Finanzwende", kritisierte: "Ein Provisionsdeckel löst das Problem nicht, dass die Anreize im Vertrieb falsch gesetzt sind." Notwendig sei eine ganzheitliche Finanzberatung ohne Verkaufsinteressen.

    Die Versicherungswirtschaft lehnte den Provisionsdeckel weiterhin ab. "Wir sehen erheblichen Nachbesserungsbedarf in wichtigen Punkten des Entwurfs", erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die Regelungen zur Restschuldversicherung schössen deutlich über das Ziel hinaus.

    Die Abschlussprovision für Restschuldversicherungen, die Verbraucher zur Absicherung von Krediten abschliessen, soll dem Entwurf zufolge auf maximal 2,5 Prozent der versicherten Darlehenssumme begrenzt werden.

    Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute kritisierte den Entwurf. Es dürfe nicht zu einem ordnungspolitischen Eingriff kommen, der letztlich zulasten der Qualität der Beratung gehe.

    Das Entwurf wurde an die anderen Ministerien gegeben, die nun Stellung beziehen können./mar/DP/stw

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  • 22.03.2019 Allianz bietet laut Bloomberg auf Versicherungs-S...

    Allianz bietet laut Bloomberg auf Versicherungs-Sparten von BBVA

    22.03.2019| 20:31:08

    NEW YORK (awp international) - Der Versicherungskonzern Allianz SE hat offenbar ein Gebot auf Versicherungs-Geschäftsteile der zweitgrössten spanischen Bank BBVA abgegeben. Neben dem Dax-Konzern habe auch die italienische Generali SPA auf die Sparten geboten, schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

    Es handle sich um Geschäftsteile vorwiegend in Lateinamerika, die 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro wert sein könnten, hiess es weiter. Die Lebensversicherung der BBVA sei nicht Teil des Pakets. Im zweiten Quartal könnte die BBVA den Käufer auswählen./fba/jsl

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  • 18.03.2019 Aussicht auf Grossbanken-Fusion beflügelt Aktionä...

    Aussicht auf Grossbanken-Fusion beflügelt Aktionärs-Fantasien

    18.03.2019| 14:23:03

    (Das Stück wurde mit Details, Analystenkommentar und Aktienreaktion neu gefasst.)

    FRANKFURT (awp international) - Die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank haben am Montag die Fantasien von Börsianern beflügelt. Auch wenn ein Zusammenschluss weiterhin in den Sternen steht, legten die Aktienkurse der Grossbanken und der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS deutlich zu. Ob die Euphorie gerechtfertigt ist, könnte sich schon in wenigen Wochen zeigen. Dem Vernehmen nach soll spätestens vor den Hauptversammlungen der Banken am 22. und 23. Mai klar sein, ob die Verhandlungen weitergehen - oder das Thema "Deutsche Commerz" zu den Akten gelegt wird.

    Für die im Leitindex Dax gelisteten Aktien der Deutschen Bank ging es am Montag bis zur Mittagszeit um 3,76 Prozent auf 8,11 Euro nach oben. Die Papiere der Commerzbank gewannen im MDax der mittelgrossen Werte fast 6,89 Prozent auf 7,64 Euro. Für die Aktien der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS ging es um mehr als 9 Prozent nach oben. Gerüchten zufolge könnte die Deutsche Bank ihre Mehrheit an der DWS versilbern, um eine Übernahme der Commerzbank zu finanzieren.

    Beide Banken hatten am Sonntag nach monatelangen Spekulationen angekündigt, dass sie Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufnehmen. Sie betonten jedoch, dass eine Fusion keine ausgemachte Sache sei. Beide wollen sich nun gegenseitig in die Geschäftsbücher schauen. Am Donnerstag treffen sich getrennt voneinander auch die Aufsichtsräte beider Konzerne. Diese Termine stehen schon länger fest. Trotzdem dürfte das Fusionsthema in den Kontrollgremien zur Sprache kommen.

    Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug wären, um sich gegenüber der weltweiten Konkurrenz zu behaupten. Kritiker befürchten hingegen einen drastischen Jobabbau. Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30 000 Arbeitsplätzen, aus Sicht der Aktionärsvereinigung DSW stünden sogar 50 000 Stellen auf der Kippe. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Wie Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing versuchte auch Commerzbank-Chef Martin Zielke, die Verunsicherung der Mitarbeiter im eigenen Haus zu begrenzen. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Und das ist Ihr Verdienst", schrieb der Manager am Sonntag an die Belegschaft. Die Bank werde "daher selbstbewusst in diese Gespräche gehen". Dabei werde er immer das Wohl der Commerzbank und aller Beteiligten im Blick haben.

    Die Bundesregierung macht ihre Haltung zu einer möglichen Fusion auch von einem Erhalt von Arbeitsplätzen abhängig. "Wir schauen natürlich auf die Zukunft der Arbeitsplätze, um die es geht", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Montag im "Bild-Talk" in Berlin. Wenn es zum Verlust Tausender Stellen käme, sei dies "natürlich ein schwieriger Befund". Das Bundesfinanzministerium ist nach Angaben eines Sprechers nicht an den Fusionsgesprächen beteiligt. Man nehme die Gespräche zur Kenntnis, man begleite sie aber nicht, sagte Ministeriumssprecher Steffen Hebestreit in Berlin.

    Die Politik macht schon lange Druck in Richtung einer Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Zuletzt hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten die Bankchefs Sewing und Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai. Ministeriumssprecher Hebestreit sagte am Montag: "Ich habe keinen Druck wahrgenommen seitens des Bundesministeriums der Finanzen."

    Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht bei einer Fusion kaum Wettbewerbsprobleme, aber ein Systemrisiko. "Einiges deutet darauf hin, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen, freigeben würden", sagte Wambach, dessen Kommission die Bundesregierung berät, der "Rheinischen Post". Aber: "Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos."

    Nach Ansicht des Banken-Analysten Kian Abouhossein von JPMorgan Chase könnten von einer Fusion vor allem die Aktionäre der Commerzbank profitieren. Das Institut sei für jede am deutschen Markt interessierte Bank eine gute Wahl, schrieb der Experte. Sollte es zu einer "deutschen Lösung" kommen, müsste der Käufer einen Bewertungsaufschlag zahlen, schätzt er. Grösster Aktionär der Commerzbank ist mit 15 Prozent der deutsche Staat, der das Institut in der Finanzkrise vor zehn Jahren mit Milliardensummen vor dem Untergang gerettet hatte.

    An der Börse ist die Deutsche Bank - immerhin Deutschlands grösstes Geldhaus - aktuell gerade noch gut 16 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 9 Milliarden Euro (Stand 15.3.2019). In der Weltspitze spielen die beiden grössten börsennotierten deutschen Banken damit nicht mehr mit.

    Um das Geld für eine Fusion und einen voraussichtlich teuren Stellenabbau zusammenzubekommen, müsste die Deutsche Bank laut Experten eine Milliardensumme aufbringen. Dafür könnte die Deutsche Bank laut Insidern ihre Fondstochter DWS verkaufen. Seit dem Börsengang des Fondsanbieters vor einem Jahr hält die Bank noch rund 78 Prozent der DWS-Aktien. Nach dem jüngsten Kurssprung bei der DWS wären diese Anteile zusammen rund 4,75 Milliarden Euro wert.

    Als möglichen Kaufinteressenten haben Investmentbanker offenbar Europas grössten Versicherer Allianz im Auge. Dessen Interesse gilt Händlern zufolge jedoch keineswegs als sicher. Der Münchner Konzern ist bereits mit seinem Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors im Fondsgeschäft vertreten. Sprecher von Deutscher Bank und Allianz wollten sich dazu am Sonntag nicht äussern. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sträubt sich Deutsche-Bank-Chef Sewing gegen einen Verkauf der DWS./stw/sl/rm/elm

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  • 18.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

    Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

    18.03.2019| 07:35:51

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die beiden grössten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf. Beide Geldhäuser betonten am Sonntag in Frankfurt zwar, eine Fusion sei keineswegs ausgemachte Sache. Aber allein die Möglichkeit spaltet die Gemüter. Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug gegenüber der weltweiten Konkurrenz sein können. Kritiker befürchten dagegen einen drastischen Jobabbau.

    Am Montag wird sich zunächst zeigen, wie die Anleger an der Frankfurter Börse auf die Bekanntgabe der Gespräche reagieren. Die Deutsche Bank hatte 2018 nach drei Verlustjahren in Folge gerade so die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Skandale und Prozesse verschlangen über Jahre Milliarden, der Aktienkurs ist im Keller. Die Commerzbank stieg im Herbst in die zweite Börsenliga ab und ist ebenfalls seit Jahren im Umbruch.

    Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30 000 Jobs, die Aktionärsvereinigung DSW sogar mit dem Rauswurf von bis zu 50 000 Mitarbeitern. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte zudem vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. "Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der "Rheinischen Post" (Montag).

    Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht bei einer Fusion kaum Wettbewerbsprobleme, aber ein Systemrisiko. "Einiges deutet darauf hin, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen, freigeben würden", sagte Wambach, dessen Kommission die Bundesregierung berät, der "Rheinischen Post". Die Geschäftsfelder beider Banken überschnitten sich nur wenig und seien auch nach einer Fusion Wettbewerb ausgesetzt. Aber: "Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos."

    Verdi-Chef Frank Bsirske "leuchtet die Sinnfälligkeit dieser Fusion im Moment überhaupt nicht", wie er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" sagte. "Bank und Commerzbank ergänzen sich nicht sinnvoll." Sinnvoller wäre aus Sicht Bsirskes, der auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank angehört, "ein Crossover in internationaler Richtung".

    Die Politik macht dennoch schon lange Druck in Richtung einer Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Commerzbank-Chef Martin Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    An der Börse ist die Deutsche Bank - immerhin Deutschlands grösstes Geldhaus - aktuell gerade noch gut 16 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 9 Milliarden Euro (Stand 15.3.2019). In der Weltspitze spielen die beiden grössten börsennotierten deutschen Banken damit nicht mehr mit.

    Um eine Fusion mit der Rivalin zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank voraussichtlich eine Milliardensumme. Um diese zusammenzubekommen, könnte sie sich Insidern zufolge komplett von ihrer Fondstochter DWS trennen. Einem Medienbericht zufolge prüft Europas grösster Versicherer Allianz bereits, ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn hätte. Sprecher der Unternehmen wollten den Bericht am Sonntag nicht kommentieren./tos/ben/DP/mis

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  • 17.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell Fus...

    Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell Fusion aus

    17.03.2019| 17:56:13

    (neu: weitere Reaktionen, möglicher DWS-Verkauf)

    FRANKFURT (awp international) - Eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wird nach monatelangen Spekulationen konkreter. Die beiden grössten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf, wie sie am Sonntag zeitgleich in Frankfurt mitteilten. Die Deutsche Bank erklärte, der Vorstand habe beschlossen, "strategische Optionen zu prüfen". Bei der Commerzbank war von "ergebnisoffenen Gesprächen über einen eventuellen Zusammenschluss" die Rede. Beide Geldhäuser betonten, ein Zusammengehen sei keineswegs ausgemachte Sache.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Die Bundesregierung stehe "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber". Bei der Commerzbank hat der Bund über seine Aktienbeteiligung von gut 15 Prozent, die er seit der Finanzkrise hält, ein Mitspracherecht.

    "Das Bundesfinanzministerium nimmt die Entscheidung der beiden Privatbanken, über die Möglichkeiten einer engeren Kooperation ergebnisoffen zu sprechen, zur Kenntnis", teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. "Wir stehen mit allen Beteiligten regelmässig in Kontakt."

    Sinnvolle Optionen

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter des Dax-Konzerns, der Vorstand werde "ausschliesslich wirtschaftlich sinnvolle Optionen verfolgen, mit denen wir an unsere Fortschritte von 2018 anknüpfen können". Ob es überhaupt zu einer Transaktion komme, stehe nicht fest. "Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können." Ein Deutsche-Bank-Sprecher betonte in Frankfurt, Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.

    Nach der mühsamen Rückkehr in die Gewinnzone 2018 will sich der Deutsche-Bank-Vorstand nach Sewings Worten weiterhin darauf konzentrieren, die Hausaufgaben im eigenen Haus zu erledigen. Allerdings sei es zugleich die Pflicht des Managements, zu prüfen, wie sie die Konsolidierung der Bankenbranche in Deutschland und Europa mitgestalten wolle.

    Politische Einmischung

    In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten Sewing und Commerzbank-Chef Martin Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    Unions-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg warnte Scholz am Sonntag vor politischer Einmischung in die Fusionsgespräche: "Eine Fusion der beiden Banken muss nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien Sinn ergeben." Der Steuerzahler dürfe keinesfalls in Mithaftung gezogen werden.

    FDP-Chef Christian Lindner begrüsste die Fusionsgespräche zwar grundsätzlich, da Deutschland eine starke Privatbank brauche. Allerdings warnte Lindner vor zu grosser Einmischung seitens der Bundesregierung: "Eine vom Staat eingefädelte Zwangsfusion wäre weder für Kunden noch für Eigentümer gut."

    Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick, seit Kurzem Vorstand der Bürgerbewegung "Finanzwende", forderte, eine Fusion dieser Grössenordnung zu verhindern. "Mehr als 10 Jahre nach Lehman scheinen die Banken wie auch die Bundesregierung jede Lehre aus der Bankenkrise vergessen zu haben", schrieb Schick mit Blick auf die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008.

    Stellenabbau

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. "Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der "Rheinischen Post" (Montag). Es wird befürchtet, dass bei einer möglichen Fusion nicht nur Zehntausende Stellen gestrichen, sondern auch viele Filialen geschlossen werden.

    Die Gewerkschaft Verdi lehnt eine mögliche Fusion der Banken ab. Verdi-Bankenexperte Jan Duscheck verwies auf die Gefährdung von Zehntausenden Arbeitsplätzen. "Mit einer Fusion würden zusätzliche Risiken und Probleme auf beide Banken zukommen."

    Internationale Grossbank

    Befürworter eines Zusammenschlusses befürchten unterdessen, dass Europas grösster Volkswirtschaft ansonsten auf Dauer eine schlagkräftige internationale Grossbank fehlt. Während die US-Konkurrenz längst wieder bestens verdient, dümpeln Deutschlands Grossbanken zehn Jahre nach der Finanzkrise vor sich hin. An der Börse sind die Deutsche Bank mit 16 Milliarden Euro und die Commerzbank mit rund 9 Milliarden Euro Wert aktuell vergleichsweise klein.

    Um eine Fusion mit der Rivalin zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank voraussichtlich eine Milliardensumme. Um diese zusammenzubekommen, könnte sie sich Insidern zufolge komplett von ihrer Fondstochter DWS trennen. Insidern zufolge prüft Europas grösster Versicherer Allianz bereits, ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn ergebe. Sprecher der Unternehmen wollten diese Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag nicht kommentieren./stw/ben/tos/hoe/DP/stw

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  • 17.03.2019 Kreise: Deutsche Bank könnte DWS für Bankenfusion...

    Kreise: Deutsche Bank könnte DWS für Bankenfusion verkaufen - Allianz-Interesse?

    17.03.2019| 13:12:54

    FRANKFURT/MÜNCHEN (awp international) - Die Deutsche Bank könnte sich für eine Fusion mit der Commerzbank laut Insidern von ihrer Fondstochter DWS trennen. Derzeit prüfe Europas grösster Versicherer Allianz , ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn ergebe, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

    Auch Europas grösster Vermögensverwalter Amundi, der mehrheitlich zur französischen Bank Credit Agricole gehört, käme als Käufer in Frage. Sprecher von Deutscher Bank, Allianz und Amundi wollten die Informationen nicht kommentieren.

    Vorangetrieben wird die Idee des DWS-Verkaufs offenbar von interessierten Kreisen. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing selbst sträube sich gegen eine Trennung von der Fondstochter, berichtet Bloomberg. Die Deutsche Bank hatte einen Minderheitsanteil an der DWS erst vor rund einem Jahr an die Börse gebracht. Ein Verkauf der restlichen Anteile könnte dem Institut einen Teil des Geldes einbringen, das es für ein Zusammengehen mit der Commerzbank benötigen würde.

    Die DWS war an der Börse zuletzt rund 5,6 Milliarden Euro wert. Die 78-prozentige Beteiligung der Deutschen Bank könnte daher rund 4,3 Milliarden Euro einbringen. Um eine Fusion mit der Commerzbank samt der Integration und der Neubewertung von Vermögenswerten zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank laut DZ-Bank-Analyst Christian Koch etwa 8 Milliarden Euro./stw

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  • 08.03.2019 Allianz macht Vorstands-Bezahlung stärker vom Akt...

    Allianz macht Vorstands-Bezahlung stärker vom Aktienkurs abhängig

    08.03.2019| 13:43:40

    MÜNCHEN (awp international) - Europas grösster Versicherer Allianz schraubt die Bezahlung seiner Vorstände nach oben. So steigt die gesamte Zielvergütung der Manager ab dem laufenden Jahr im Vergleich zu 2018 um zehn Prozent. Allerdings müssen sich Konzernchef Oliver Bäte und seine Vorstandskollegen ab diesem Jahr auch deutlich stärker an der Wertentwicklung der Allianz-Aktie messen lassen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht.

    Denn der langfristige Bonus, der an die Entwicklung des Aktienkurses über vier Jahre geknüpft ist, macht künftig 45 Prozent der gesamten Zielvergütung aus. Bisher waren es nur 25 Prozent. Der Jahresbonus, der von der Gewinnentwicklung und der Leistung des Managers abhängt, bleibt bei 25 Prozent. Der bis 2018 übliche Mittelfrist-Bonus entfällt. Der Anteil der Grundvergütung klettert dafür von 25 auf 30 Prozent.

    Zudem muss jeder Manager innerhalb der ersten drei Jahre ein Jahres-Grundgehalt in Aktien des Dax-Konzerns anlegen - und sie so lange halten, wie er dem Führungsgremium angehört. Vorstandschef Bäte muss sogar zwei Grundgehälter investieren. Die Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 8. Mai über die neue Vergütungsstruktur abstimmen. Allerdings hat ihr Votum formal keine Auswirkungen und kann nur als Signal verstanden werden.

    Die Grundgehälter überstiegen bei Bäte bereits in den Jahren 2017 und 2018 jeweils die Millionengrenze. Insgesamt erhielt der Manager im abgelaufenen Jahr sogar 10,3 Millionen Euro und damit gut doppelt so viel wie 2017, weil diesmal der Mittelfristbonus für mehrere Jahre hinzukam. In den Summen sind jeweils auch die Beiträge zur Altersversorgung enthalten./stw/mis/fba

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Stammdaten

Branche/Sektor Versicherungen
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol ALV
Valor 322646
ISIN DE0008404005

Performance

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Company Gesellschaftsereignis Übersicht (15.05.2019)
Instrument Barausschüttung (15.02.2019)

Handelsplätze

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BX World 230.761 --- 746 17.05.2019
SIX SX EUR 204.40 --- 100 17.05.2019
TRADEcho 3cy 177.49056 -0.16% --- 17.05.2019
SIX SX 230.20 --- --- 16.05.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 206.80 (16.05.2019)
Vortagestief 200.60 (16.05.2019)
Hoch 1W 206.80 (16.05.2019)
Tief 1W 195.80 (13.05.2019)
Hoch 1M 216.20 (02.05.2019)
Tief 1M 195.80 (13.05.2019)
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Tief 3M 192.28 (21.02.2019)
Hoch 1J 216.20 (02.05.2019)
Tief 1J 170.38 (27.06.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG