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Rendite 5.29%
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Anzahl Aktien 601'995'196
Marktkapital in Mio. 39'809.94
Umsatz Vormonat 5'680'233

Aktuelle News

  • 14:59:11 Trump lässt bei Zöllen locker - wettert aber gege...

    Trump lässt bei Zöllen locker - wettert aber gegen die EU

    19.05.2019| 14:59:11

    WASHINGTON (awp international) - Auto-Strafzölle für die EU und Japan vertagt, Stahlzölle mit Kanada und Mexiko aufgehoben und mit der Türkei halbiert: US-Präsident Donald Trump hat im weltweiten Handelsstreit seine selbst aufgebauten Hürden teils wieder abgebaut. Die Schritte nährten an den internationalen Börsen Hoffnungen, dass der seit Monaten andauernde Handelskrieg der USA mit China nicht eskaliert.

    Eine Entscheidung über angedrohte Sonderzölle auf Auto-Einfuhren aus der Europäischen Union und Japan schob das Weisse Haus am Freitag (Ortszeit) für ein halbes Jahr auf. Einer Erklärung aus dem Weissen Haus zufolge soll nun zunächst über entsprechende Handelsabkommen verhandelt werden. Kurz nach Bekanntgabe der Entscheidung machte Trump aber bereits wieder Stimmung gegen die Europäer und erklärte, die EU sei bezüglich ihres Handelsgebarens schlimmer als China.

    Am selben Tag gab der Republikaner auch eine Einigung mit Kanada und Mexiko bekannt. Demnach sollen die von ihm eingeführten Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus den beiden Ländern binnen 48 Stunden aufgehoben werden. Es ist das erste Mal, dass Trump im Zuge seiner "Amerika-Zuerst"-Strategie Zölle wieder abschafft. Tags zuvor hatte er gegen die Türkei gerichtete Stahlzölle halbiert.

    Aus der Politik wie auch aus der Wirtschaft Europas kam vorsichtiger Beifall. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström will bereits nächste Woche in Paris mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sprechen. Trump reist nach Japan und trifft sich unter anderem mit Premierminister Shinzo Abe.

    Malmström machte umgehend klar, dass die EU sehr wohl bereit sei, ein Handelsabkommen über Industrieprodukte, darunter auch Autos, mit den USA zu verhandeln. Man sei aber nicht bereit, über Dinge zu verhandeln, die nicht mit den Spielregeln der Welthandelsorganisation vereinbar seien. Dabei geht es auch darum, dass die US-Regierung Autoimporte als Bedrohung der nationalen Sicherheit einstuft.

    Die Vorsicht könnte berechtigt sein. Bei einem Auftritt am Freitagnachmittag wetterte Trump bereits wieder gegen die EU. "Sie schicken Mercedes-Benz hier rein, als wären es Kekse. Sie schicken BMWs hierhin", sagte der US-Präsident. Die EU baue Handelsbarrieren auf, verweigere aber die Einfuhr von US-Produkten. "Sie wollen unsere Agrarprodukte nicht. Sie wollen unsere Autos nicht." Trump fügte hinzu: "Es ist eine sehr unfaire Situation."

    Der Republikaner stört sich sehr daran, dass die Handelsbilanz der USA seit Jahren im Minus ist. Er sieht den enormen Saldo als Folge der Politik anderer Länder, die aus seiner Sicht mit unfairen Methoden ihre Exportwirtschaften fördern. Trump macht Druck auf grosse Handelspartner, damit diese mehr aus den USA importieren. Unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit überzog er im Frühjahr 2018 die ganze Welt mit Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminium.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, die EU sei bereit, ein Industriezollabkommen mit den USA abzuschliessen, durch das Autozölle auf beiden Seiten auf Null gesenkt werden. Zu bedauern sei, "dass die US-Seite Autoimporte nunmehr als Bedrohung der nationalen Sicherheit einstuft".

    US-Handelsminister Wilbur Ross argumentierte, das Entwicklungspotenzial für Fahrzeugtechnik habe auch eine militärische Dimension. Wenn dies einheimischen Herstellern durch eine Dominanz ausländischer Anbieter auf dem Automarkt genommen würde, könne dies Auswirkungen auf die nationale Sicherheit haben. Die Argumentation gilt unter Experten als fadenscheinig. Die USA sind in Sachen Rüstungstechnik weltweit unangreifbar in Führung.

    Laut Trump hatten US-Hersteller 2017 auf dem amerikanischen Automarkt mit 3,7 Millionen in den USA produzierten und verkauften Einheiten nur noch einen Marktanteil von 22 Prozent - 1985 seien es 67 Prozent gewesen. Im selben Zeitraum hätten sich die Autoimporte aus dem Ausland von 4,6 auf 8,3 Millionen Einheiten fast verdoppelt. Der Löwenanteil der eingeführten Fahrzeuge kommt aus Japan.

    Trump behält sich vor, weiterhin Zölle zu verhängen, sollten binnen 180 Tagen keine erfolgreichen Verhandlungen zustande kommen. Die deutschen Hersteller wären davon besonders hart betroffen. Sie haben einen grossen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Ausserdem haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt. Von dort drohen als Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere Strafmassnahmen.

    Trump nannte am Freitag ausdrücklich die zu Ende verhandelten Abkommen mit Südkorea sowie den Nachbarstaaten Mexiko und Kanada als mögliche Vorbilder für Abkommen mit der EU und Japan. Südkorea hatte sich in der Vereinbarung unter anderem bereit erklärt, die Einfuhren von US-Autos zu verdoppeln und die Standards, etwa bei Abgastests, anzugleichen.

    Die USA, Kanada und Mexiko hatten sich auf ein neues Freihandelsabkommen mit dem Namen USMCA geeinigt, das aber noch von den Parlamenten der drei Länder unterzeichnet werden muss. Die Abgeordneten hatten erhebliche Vorbehalte, vor allem wegen der Stahl- und Aluminiumzölle, die nun am Freitag aufgehoben wurden./dm/hma/cy/DP/he

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  • 14:58:30 Wende beim Mega-Deal: FC Bayern und BMW brechen V...

    Wende beim Mega-Deal: FC Bayern und BMW brechen Verhandlungen ab

    19.05.2019| 14:58:30

    MÜNCHEN (awp international) - Das geplante Sponsorengeschäft zwischen dem FC Bayern und dem Münchner Autokonzern BMW ist überraschend geplatzt. Wie der deutsche Fussball-Rekordchampion kurz nach dem Vollzug der 29. Meisterschaft am Wochenende mitteilte, hat er die Gespräche über eine mögliche Partnerschaft "aufgrund fehlender Vertrauensbasis" abgebrochen. Das Treffen fand laut Club bereits am 8. Mai statt.

    "Über die Gründe für diese Entscheidung möchte der FC Bayern derzeit Stillschweigen bewahren", hiess es in der Erklärung. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet.

    Das Aus kommt überraschend, denn beide Seiten hatten bereits eine Absichtserklärung abgegeben. Man habe "eine Vereinbarung mit BMW für die Zukunft. Sowohl im Basketball als auch im Fussball", hatte Präsident Uli Hoeness im März mitgeteilt. Auf das kolportierte Gesamtvolumen in Höhe von 800 Millionen Euro reagierte er verärgert.

    "Die Summen, die da in der Welt rumgeistern, die stimmen hinten und vorne nicht", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende damals. Der Einstieg bei den Basketballern war zum 1. Juli geplant.

    Bei einer Einigung mit BMW hätte der Münchner Autokonzern den bisherigen Bayern-Partner Audi ablösen müssen. Mit dem BMW-Konkurrenten aus Ingolstadt läuft noch ein Vertrag bis 2025. Zudem ist Audi mit 8,33 Prozent am FC Bayern beteiligt.

    Nun die Wende. Laut "FAS" wollten die BMW-Oberen früher einsteigen, hatten aber keinen Erfolg. Audi-Chef Bram Schot, der auf keinen Fall vor Vertragsende 2025 Platz für den Auto-Rivalen machen wollte, besserte sein Angebot auf. Die Ingolsträdter sollen künftig spekulierte 60 Millionen Euro pro Jahr zahlen.

    Laut "Bild am Sonntag" liegt der jährliche Betrag an den FC Bayern bislang bei 40 Millionen Euro. Im Gegenzug würde der Kontrakt laut den Berichten bis zur Saison 2030/31 ausgedehnt. Die "FAS" schreibt von einem finanziellen Engagement in Höhe von insgesamt einer Milliarde Euro. Eine Summe, die aus Sicht von BMW "wirtschaftlich nicht vertretbar" sei, wie es in dem Zeitungsbericht hiess.

    "Die Verhandlungen sind beendet, und wir werden nicht Sponsor des FC Bayern München", sagte ein BMW-Sprecher am Samstag. Zu Details äusserte er sich auch nicht. Leicht sind die Zeiten für den Konzern nicht. Die BMW-Aktie hat innerhalb eines Jahres 25 Prozent ihres Wertes verloren. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in München hagelte es Kritik wegen drohender Kartellstrafe, Gewinneinbruch, Kursverlust und Dividendenkürzung.

    Der FC Bayern wurde laut Mitteilung beim Treffen am 8. Mai durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Uli Hoeness, dessen Stellverteter Herbert Hainer sowie den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge vertreten. Seitens BMW haben nach Angaben des deutschen Meisters Harald Krüger (Vorstandsvorsitzender), Nicolas Peter (Vorstand Finanzen) und Pieter Nota (Vorstand Vertrieb und Marke BMW) teilgenommen./kun/DP/he

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  • 17.05.2019 Trump verschiebt Entscheidung über Autozölle

    Trump verschiebt Entscheidung über Autozölle

    17.05.2019| 21:53:43

    (Zusammenfassung)

    WASHINGTON (awp international) - US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung über angedrohte Sonderzölle auf Auto-Einfuhren aus der Europäischen Union und Japan für ein halbes Jahr aufgeschoben. Trump veröffentlichte am Freitag eine entsprechende amtliche Erklärung. Demnach soll nun zunächst über entsprechende Handelsabkommen verhandelt werden.

    Am selben Tag gab der US-Präsident eine Einigung mit Kanada und Mexiko bekannt. Demnach sollen die von ihm eingeführten Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte aus den beiden Ländern binnen 48 Stunden aufgehoben werden. Es ist das erste Mal, dass Trump im Zuge seiner "Amerika-Zuerst"-Strategie Zölle wieder abschafft.

    Trump stört sich sehr daran, dass die Handelsbilanz der USA seit Jahren im Minus ist. Er sieht den enormen Saldo als Folge der Politik anderer Länder, die aus seiner Sicht mit unfairen Methoden ihre Exportwirtschaften fördern. Er macht Druck auf grosse Handelspartner, damit diese mehr aus den USA importieren. Unter dem Deckmantel der nationalen Sicherheit überzog er im Frühjahr 2018 die ganze Welt mit Sonderzöllen auf Stahl- und Aluminium. Viele Länder führten daraufhin Vergeltungszölle gegen die USA ein.

    Die EU und Japan haben nun sechs Monate Zeit, um mit Washington eine Einigung zu erzielen und die Zölle auf Autoimporte abzuwenden. Trump fährt in der kommenden Woche nach Japan und trifft sich unter anderem mit Ministerpräsident Shinzo Abe. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström wird zudem in der kommenden Woche Gespräche mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer führen.

    Ziel ist es, zu einem limitierten Freihandelsabkommen nur für Industriegüter zu kommen und die gegenseitigen Zollschranken auf alle Industrieprodukte komplett abzubauen. Die Abmachung hatten Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Juli vergangenen Jahres getroffen.

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, die EU sei bereit, ein Industriezollabkommen mit den USA abzuschliessen, durch das Autozölle auf beiden Seiten auf Null gesenkt werden. Zu bedauern sei, "dass die US-Seite Autoimporte nunmehr als Bedrohung der nationalen Sicherheit einstuft".

    US-Handelsminister Wilbur Ross hatte dem Weissen Haus Mitte Februar einen Bericht zu einer Untersuchung vorgelegt. Darin kam er zu dem Schluss, dass Autoimporte eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen.

    Ross argumentierte, das Entwicklungspotenzial für Fahrzeugtechnik habe auch eine militärische Dimension. Wenn dies einheimischen Herstellern durch eine Dominanz ausländischer Anbieter auf dem Automarkt genommen würde, könne dies Auswirkungen auf die nationale Sicherheit haben. Die Argumentation gilt unter Experten als fadenscheinig. Die USA sind in Sachen Rüstungstechnik weltweit unangreifbar in Führung.

    Laut Trump hatten US-Hersteller 2017 auf dem amerikanischen Automarkt mit 3,7 Millionen in den USA produzierten und verkauften Einheiten nur noch einen Marktanteil von 22 Prozent - 1985 seien es 67 Prozent gewesen. Im selben Zeitraum hätten sich die Autoimporte aus dem Ausland von 4,6 auf 8,3 Millionen Einheiten fast verdoppelt. Der Löwenanteil der eingeführten Fahrzeuge kommt aus Japan.

    Trump behält sich vor, weiterhin Zölle zu verhängen, sollten binnen 180 Tagen keine erfolgreichen Verhandlungen zustande kommen. Die deutschen Hersteller wären davon besonders hart betroffen. Sie haben einen grossen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Ausserdem haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt. Von dort drohen als Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere Strafmassnahmen.

    Trump nannte am Freitag ausdrücklich die zu Ende verhandelten Abkommen mit Südkorea sowie den Nachbarstaaten Mexiko und Kanada als mögliche Vorbilder für Abkommen mit der EU und Japan. Südkorea hatte sich in der Vereinbarung unter anderem bereit erklärt, die Einfuhren von US-Autos zu verdoppeln und die Standards, etwa bei Abgastests, anzugleichen.

    Die USA, Kanada und Mexiko hatten sich auf ein neues Freihandelsabkommen mit dem Namen USMCA geeinigt, das aber noch von den Parlamenten der drei Länder unterzeichnet werden muss. Die Abgeordneten hatten erhebliche Vorbehalte, vor allem wegen der Stahl- und Aluminiumzölle, die nun am Freitag aufgehoben wurden.

    Neben der Aufhebung der Zölle einigten sich die drei Länder auch darauf, alle Rechtsstreitigkeiten in der Sache beizulegen. Ausserdem wollen sie wirksam gegen Transitstahl, der etwa aus China kommt und in das jeweils andere Land weitergereicht wird, vorgehen. Für die Aufhebung der Zölle müssen die beiden US-Nachbarländer also sicherstellen, dass Stahl aus China nicht über den Umweg Kanada oder Mexiko in die USA gelangen kann.

    Kanadas Premierminister Justin Trudeau erklärte, man wolle mit dem gemeinsamen Freihandelsabkommen voranschreiten. Da mache es keinen Sinn, gegenseitig Zölle auf Stahl und Aluminium zu erheben. Der mexikanische Vizeaussenminister Jesús Seade begrüsste die Einigung. Sie ebne den Weg für eine Ratifizierung des USMCA, schrieb er auf Twitter./dm/hma/DP/he

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  • 17.05.2019 EU-Kommission begrüsst Trump-Entscheid zu Autozöllen

    EU-Kommission begrüsst Trump-Entscheid zu Autozöllen

    17.05.2019| 18:23:27

    BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Kommission hat sich erleichtert über die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump geäussert, die Entscheidung über mögliche Sonderzöllen auf Auto-Einfuhren zu verschieben. Man begrüsse, dass die Vereinigten Staaten und die EU trotz einiger Differenzen "loyal und gewissenhaft" an den Absprachen aus dem vergangenen Sommer festhielten, sagte ein Sprecher am Freitag. Neue Sonderzölle in die eine und andere Richtung könnten so vermieden werden.

    EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström warnte Trump erneut davor, europäische Autoexporte als eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA zu sehen. Diese Vorstellung weise man entschieden zurück, und sie werde auch nicht Teil von Verhandlungen sein können, kommentierte die Schwedin.

    Die im vergangenen Juli zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker getroffene Vereinbarung sieht zur Schlichtung des Handelsstreits zwischen den USA und der EU vor, dass beide Seiten Gespräche über die Abschaffung von Zöllen auf Industriegüter beginnen und vorerst keine neuen Sonderzölle verhängen. Zudem versprach die EU, die Bedingungen für Flüssiggasimporte zu verbessern und daran zu arbeiten, den transatlantischen Sojahandel zu fördern.

    Die Gespräche über ein Zollabkommen werden derzeit vorbereitet und sollen aus EU-Sicht möglichst bald beginnen./aha/DP/stk

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  • 17.05.2019 Trump verschiebt Entscheid über Autozölle

    Trump verschiebt Entscheid über Autozölle

    17.05.2019| 16:44:06

    (Meldung weiter ausgebaut)

    WASHINGTON (awp international) - US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung über angedrohte Sonderzölle auf Auto-Einfuhren aus der Europäischen Union und Japan für ein halbes Jahr aufgeschoben. Trump veröffentlichte am Freitag eine entsprechende Proklamation. Demnach soll nun zunächst über entsprechende Handelsabkommen verhandelt werden. Trump fährt in der nächsten Woche nach Japan und trifft sich unter anderem mit Ministerpräsident Shinzo Abe.

    EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström wird ebenfalls nächste Woche zu Handelsgesprächen in Washington erwartet, wo sie mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer reden will. Ziel ist es, die gegenseitigen Zollschranken auf alle Industrieprodukte komplett abzubauen. Diese Zielsetzung geht auf eine Abmachung zwischen Trump und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker aus dem Juli vergangenen Jahres zurück. Trump hatte im vergangenen Jahr ebenfalls mit Bezug auf die nationale Sicherheit bereits Strafzölle auf Stahl- und Aluminium-Importe aus der EU verhängt, worauf die Gemeinschaft mit Vergeltungszöllen auf US-Produkte reagierte.

    "Die Frist von 180 Tagen muss nun intensiv genutzt werden, um in den Verhandlungen zwischen der EU und den USA zu guten Ergebnissen zu kommen", sagte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie in Deutschland (VDA), Bernhard Mattes. "Zölle oder Quoten würden gleichermassen den internationalen Handel beschränken." Die Weltwirtschaft wird zudem vom Handelskrieg zwischen China und den USA belastet, die gegeneinander zahlreiche Sonderzölle verhängt haben.

    Ziel der transatlantischen Verhandlungen müsse sein, die Möglichkeiten für freien und fairen Handel auszuweiten und offene Märkte auf allen Seiten sicherzustellen, sagte Mattes. Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie basiere zu einem grossen Teil auf dem freien Zugang zu den Märkten.

    US-Handelsminister Wilbur Ross hatte dem Weissen Haus Mitte Februar einen Bericht zu einer Untersuchung vorgelegt. Darin kam er zu dem Schluss, dass Autoimporte eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Ross argumentierte, das Entwicklungspotenzial für Fahrzeugtechnik habe auch eine militärische Dimension. Wenn dies einheimischen Herstellern durch eine Dominanz ausländischer Anbieter auf dem Automarkt genommen würde, könne dies Auswirkungen auf die nationale Sicherheit haben. Die Argumentation gilt unter Experten als fadenscheinig. Die USA sind in Sachen Rüstungstechnik weltweit unangreifbar in Führung.

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie forderte die US-Regierung auf, den Ross-Bericht zur Gefährdung der nationalen Sicherheit zu veröffentlichen. "Die durch die Untersuchung geschaffene Unsicherheit ist für Unternehmen und unsere transatlantischen Wertschöpfungsketten gefährlich. Autos gefährden nicht die nationale Sicherheit der USA", betonte BDI-Präsident Dieter Kempf.

    Laut Trump hatten US-Hersteller 2017 auf dem amerikanischen Automarkt mit 3,7 Millionen in den USA produzierten und verkauften Einheiten nur noch einen Marktanteil von 22 Prozent - 1985 seien es 67 Prozent gewesen. Im selben Zeitraum hätten sich die Autoimporte aus dem Ausland von 4,6 auf 8,3 Millionen Einheiten fast verdoppelt. Der Löwenanteil der eingeführten Fahrzeuge kommt aus Japan.

    Trump behält sich vor, weiterhin Zölle zu verhängen, sollten binnen 180 Tagen keine erfolgreichen Verhandlungen zustande kommen. Er nannte ausdrücklich die zu Ende verhandelten Abkommen mit Südkorea sowie den Nachbarstaaten Mexiko und Kanada als mögliche Vorbilder. Südkorea hatte sich in dem Abkommen unter anderem bereit erklärt, die Einfuhren von US-Autos zu verdoppeln und die Standards, etwa bei Abgastests, anzugleichen.

    Sollte der Ausgang für die USA nicht zufriedenstellend sein, sei "der Präsident per Statut autorisiert, andere Massnahmen zu ergreifen, die Importe zu korrigieren und die Bedrohung, die der importierte Artikel für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellt, zu eliminieren", heisst es in der Proklamation.

    Die deutschen Hersteller wären von Sonderzöllen besonders hart betroffen. Sie haben einen grossen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Ausserdem haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt. Von dort drohen als Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere Strafmassnahmen.

    Trump ist die Handelspolitik mit der EU seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Aus seiner Sicht können etwa europäische Autobauer einfach in die USA exportieren, während es für US-Firmen umgekehrt schwieriger sei. Die Herstellverbände in der Automobilbranche der USA, denen auch deutsche Firmen angehören, streben ebenfalls eine Harmonisierung an.

    In der Tat erhebt Europa im Durchschnitt etwas höhere Zölle als die USA. Der Welthandelsorganisation (WTO) zufolge liegt der EU-Schnitt bei etwa 5 Prozent, in den USA werden im Schnitt 3,4 Prozent fällig. Auch wenn man die Zollsätze für einzelne Güter mit den importierten Mengen gewichtet, liegt Europa höher. Dieser gewichtete Zollsatz beträgt für die EU in der Summe 3,0 Prozent, in den USA sind es 2,4 Prozent. Für einzelne Produktgruppen gibt es noch grössere Unterschiede, auf Autos erhebt die EU etwa 10 Prozent Einfuhrzoll.

    Trump stört sich seit langem an der Präsenz deutscher Autos auf amerikanischen Strassen. Schon 1990 drohte er in einem interview des "Playboy" damit, Steuern auf "jeden Mercedes zu verhängen, der in dieses Land rollt"./dm/hma/DP/stk

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  • 17.05.2019 Trump verschiebt Entscheid über Autozölle

    Trump verschiebt Entscheid über Autozölle

    17.05.2019| 14:57:32

    WASHINGTON (awp international) - US-Präsident Donald Trump will erst in etwa einem halben Jahr über mögliche Sonderzölle auf Autoimporte unter anderem aus der EU entscheiden. Der Aufschub gelte für 180 Tage, heisst es in einer am Freitag veröffentlichten Proklamation des Präsidenten. Ursprünglich wollte Trump bis spätestens 18. Mai über höhere Abgaben auf Autoimporte entscheiden.

    Das US-Handelsministerium hatte dem Weissen Haus Mitte Februar einen Bericht zu einer Untersuchung vorgelegt, ob Autoimporte eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Trump hatte daraufhin zunächst 90 Tage Zeit, um eine Entscheidung über die Einführung von Sonderzöllen zu treffen.

    Die deutschen Hersteller wären durch die Sonderzölle besonders hart getroffen. Sie haben einen grossen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Ausserdem haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt. Von dort drohen als Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere Strafmassnahmen.

    Trump ist die Handelspolitik mit der EU seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge. Aus seiner Sicht können etwa europäische Autobauer einfach in die USA exportieren, während es für US-Firmen umgekehrt schwieriger ist.

    In der Tat erhebt Europa im Durchschnitt etwas höhere Zölle als die USA. Der Welthandelsorganisation (WTO) zufolge liegt der EU-Schnitt bei etwa 5 Prozent, in den USA werden im Schnitt 3,4 Prozent fällig. Auch wenn man die Zollsätze für einzelne Güter mit den importierten Mengen gewichtet, liegt Europa höher. Dieser gewichtete Zollsatz beträgt für die EU in der Summe 3,0 Prozent, in den USA sind es 2,4 Prozent. Für einzelne Produktgruppen gibt es noch grössere Unterschiede, auf Autos erhebt die EU etwa 10 Prozent Einfuhrzoll.

    Trump stört sich seit langem an der Präsenz deutscher Autos auf amerikanischen Strassen. Schon 1990 drohte er in einem interview des "Playboy" damit, Steuern auf "jeden Mercedes zu verhängen, der in dieses Land rollt"./dm/hma/DP/jha

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  • 17.05.2019 Wdh: Auto-Neuzulassungen sinken in der EU den ach...

    Wdh: Auto-Neuzulassungen sinken in der EU den achten Monat in Folge

    17.05.2019| 08:08:15

    (Im zweiten Satz wurde ein Wort korrigiert: Vorjahreszeitraum)

    BRÜSSEL (awp international) - Auf dem europäischen Automarkt ist die Nachfrage im vergangenen Monat zum achten Mal hintereinander gefallen. Mit einem Minus von 0,4 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum war der Abschlag allerdings recht überschaubar. Insgesamt wurden im April gut 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft, wie der Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Im Vormonat war das Minus mit 3,9 Prozent deutlicher gewesen.

    Besonders stark schmolz das Interesse im April im Vereinigten Königreich mit minus 4,1 Prozent. In Deutschland lag der Rückgang bei 1,1 Prozent. In Frankreich (+0,4%), Italien (+1,5%) und Spanien (+2,6%) legten die Neuzulassungen hingegen zu.

    Mit Blick auf die Autohersteller verzeichnete der Volkswagen-Konzern im April einen Absatzschwund von 3,7 Prozent. Dabei schnitten die Marken VW (-7,2%) und Audi (-5,4%) noch schlechter ab. Skoda (+1,4%), Seat (+2,9%) und Porsche (+4,5%) legten hingegen sogar zu.

    Der BMW-Konzern steigerte dank eines Anstiegs von 12,6 Prozent bei der Marke BMW die Neuzulassungen insgesamt um 7,7 Prozent. Bei Daimler ergaben ein Plus bei der Kleinwagenmarke Smart von mehr als einem Fünftel und ein Anstieg bei der Marke Mercedes von 3,6 Prozent insgesamt eine Steigerung von 5,4 Prozent.

    Der zum französischen Fahrzeugbauer PSA gehörende Automobilkonzern Opel verzeichnete hingegen zusammen mit der britischen Vauxhall ein Minus von 3,4 Prozent. Dank eines deutlichen Anstiegs bei der Marke Citroen konnten die Franzosen dennoch ein kleines Plus über die Ziellinie retten./fba/he

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  • 17.05.2019 Auto-Neuzulassungen sinken in der EU den achten M...

    Auto-Neuzulassungen sinken in der EU den achten Monat in Folge

    17.05.2019| 08:03:06

    BRÜSSEL (awp international) - Auf dem europäischen Automarkt ist die Nachfrage im vergangenen Monat zum achten Mal hintereinander gefallen. Mit einem Minus von 0,4 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahrestraum war der Abschlag allerdings recht überschaubar.

    Insgesamt wurden im April gut 1,3 Millionen Fahrzeuge verkauft, wie der Branchenverband Acea am Freitag in Brüssel mitteilte. Im Vormonat war das Minus mit 3,9 Prozent deutlicher gewesen.

    Besonders stark schmolz das Interesse im April im Vereinigten Königreich mit minus 4,1 Prozent. In Deutschland lag der Rückgang bei 1,1 Prozent. In Frankreich (+0,4%), Italien (+1,5%) und Spanien (+2,6%) legten die Neuzulassungen hingegen zu.

    Mit Blick auf die Autohersteller verzeichnete der Volkswagen-Konzern im April einen Absatzschwund von 3,7 Prozent. Dabei schnitten die Marken VW (-7,2%) und Audi (-5,4%) noch schlechter ab. Skoda (+1,4%), Seat (+2,9%) und Porsche (+4,5%) legten hingegen sogar zu.

    Der BMW-Konzern steigerte dank eines Anstiegs von 12,6 Prozent bei der Marke BMW die Neuzulassungen insgesamt um 7,7 Prozent. Bei Daimler ergaben ein Plus bei der Kleinwagenmarke Smart von mehr als einem Fünftel und ein Anstieg bei der Marke Mercedes von 3,6 Prozent insgesamt eine Steigerung von 5,4 Prozent.

    Der zum französischen Fahrzeugbauer PSA gehörende Automobilkonzern Opel verzeichnete hingegen zusammen mit der britischen Vauxhall ein Minus von 3,4 Prozent. Dank eines deutlichen Anstiegs bei der Marke Citroen konnten die Franzosen dennoch ein kleines Plus über die Ziellinie retten./fba/he

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  • 16.05.2019 BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

    BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

    16.05.2019| 17:39:10

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - BMW -Chef Harald Krüger hat vor der Entscheidung über eine Verlängerung seines Vertrages ein schlechtes Zeugnis von den Aktionären bekommen. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in München hagelte es Kritik. Kartellstrafe, Gewinneinbruch, Kursverlust und Dividendenkürzung: "Von BMW kommen derzeit nur Hiobsbotschaften", sagte Janne Werning von Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken.

    Die Vizepräsidentin der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), Daniela Bergdolt, sagte: "Ich bin nicht zufrieden mit BMW!" Viele Probleme seien hausgemacht, BMW habe die Zeichen der Zeit zu spät erkannt. "Sie haben sich viel zu lange auf Ihrer Position der Stärke ausgeruht", warf Bergdolt der Konzernspitze vor. Sie erwarte von BMW eine Strategie, "die Tesla vom Tisch bläst". Der US-Rivale gilt als Elektroautopionier und wächst mit seinem ersten Massenmarktmodell Model 3 derzeit stark.

    Die BMW-Aktie hat innerhalb eines Jahres 25 Prozent ihres Wertes verloren. Der Münchner Autobauer hatte im vergangenen Jahr zwar mehr Autos verkauft als im Vorjahr, aber der Gewinn vor Steuern sank von den 10,7 Milliarden Euro des Rekordjahrs 2017 auf 9,8 Milliarden Euro und soll im laufenden Jahr sogar unter 8,9 Milliarden Euro fallen. Die drohende Milliardenstrafe der EU-Kartellwächter wegen Technikgesprächen mit VW und Daimler ist nur ein Grund.

    Im Gegensatz zum Volkswagen-Konzern setzen BMW und Daimler nicht voll auf das Batterieauto, sondern auch auf Benzin-, Diesel- und Hybridautos mit Verbrenner- und Elektroantrieb kombiniert. Das erfordert zwar noch höhere Investitionen. Doch technologische Offenheit sei entscheidend, um die verschiedenen Kundenwünsche flexibel bedienen zu können, sagte Krüger. Alles auf eine Karte zu setzen, "ist der falsche Weg und für den Wohlstand in Deutschland gefährlich". Mit zehn elektrifizierten Autos habe BMW heute das breiteste Angebot und sei beim Verkauf Marktführer in Europa.

    Daniel Bauer, Chef der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), lobte diese Strategie. Dagegen kritisierte Union-Investment-Vertreter Werning: "BMW wirkt zaghaft, kraft- und mutlos." Die Konkurrenz in Wolfsburg, Ingolstadt und Stuttgart drücke bei der Elektromobilität mehr aufs Tempo, BMW fahre mit angezogener Handbremse.

    Mit einem deutlichen Seitenhieb auf Vorstandschef Krüger sagte der Fonds-Analyst: "Daimler wandelt sich zur Holding und sorgt mit dem anstehenden Wechsel an der Konzernspitze für neue Impulse."

    Der 66-jährige Daimler-Chef Dieter Zetsche übergibt sein Amt kommende Woche an Ola Källenius (49). Der 53-jährige Krüger steht seit vier Jahren an der Spitze von BMW, sein jetziger Vertrag läuft in genau einem Jahr aus. Über eine Verlängerung entscheidet der neue Aufsichtsrat.

    Die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt, die knapp die Hälfte der Aktien und Stimmrechte halten, wurden am Donnerstag erneut ins Kontrollgremium gewählt. Neu sind dort der frühere SAP -Manager Vishal Sikka und die IG-Metall-Funktionärin Verena Dohna-Jäger.

    Wie die anderen Autobauer kämpft auch BMW mit der weltweit schwächeren Nachfrage und neuen Zollhürden. Zugleich müssen die Hersteller enorme Summen in Elektroautos und die Umrüstung der Fabriken investieren, um die Vorgaben in China und der EU einzuhalten und Strafabgaben zu vermeiden. Dazu kommen Investitionen in selbstfahrende Autos und Mobilitätsdienste, um nicht in naher Zukunft als blosser Zulieferer der finanzstarken IT-Konzerne dazustehen.

    SdK-Chef Bauer sagte, langfristig betrachtet schneide die BMW-Aktie deutlich besser als Daimler. Analyst Daniel Schwarz von der Schweizer Grossbank Credit Suisse erwartet in einer aktuellen Studie, dass BMW den Tiefpunkt der Profitabilität jetzt erreicht habe. Nächstes Jahr hätten die Münchner die jüngste Modellpalette im Wettbewerb.

    Max Burton vom US-Analysehaus Bernstein kommt in einer Branchenstudie vom Montag zu dem Schluss, BMW sollte die weniger profitable Kleinwagenmarke Mini aufgeben und noch viel stärker auf grosse, margenstarke Plug-in-Hybride setzen. Das bringe Pluspunkte bei den EU-Klimavorschriften und mehr Gewinn./rol/men/DP/fba

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  • 16.05.2019 BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

    BMW-Aktionäre watschen Konzernführung ab

    16.05.2019| 14:48:15

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - BMW -Chef Harald Krüger hat vor der Entscheidung über eine Verlängerung seines Vertrages ein schlechtes Zeugnis von den Aktionären bekommen. Auf der Hauptversammlung am Donnerstag in München hagelte es Kritik. Kartellstrafe, Gewinneinbruch, Kursverlust und Dividendenkürzung: "Von BMW kommen derzeit nur Hiobsbotschaften", sagte Janne Werning von Union Investment, der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken.

    Die Vizepräsidentin der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW), Daniela Bergdolt, sagte: "Ich bin nicht zufrieden mit BMW!" Viele Probleme seien hausgemacht, BMW habe die Zeichen der Zeit zu spät erkannt. "Sie haben sich viel zu lange auf Ihrer Position der Stärke ausgeruht", warf Bergdolt der Konzernspitze vor. Sie erwarte von BMW eine Strategie, "die Tesla vom Tisch bläst". Der US-Rivale gilt als Elektroautopionier und wächst mit seinem ersten Massenmarktmodell Model 3 derzeit stark.

    Die BMW-Aktie hat innerhalb eines Jahres 25 Prozent ihres Wertes verloren. Der Münchner Autobauer hatte im vergangenen Jahr zwar mehr Autos verkauft als im Vorjahr, aber der Gewinn vor Steuern sank von den 10,7 Milliarden Euro des Rekordjahrs 2017 auf 9,8 Milliarden Euro und soll im laufenden Jahr sogar unter 8,9 Milliarden Euro fallen. Die drohende Milliardenstrafe der EU-Kartellwächter wegen Technikgesprächen mit VW und Daimler ist nur ein Grund.

    Im Gegensatz zum Volkswagen -Konzern setzen BMW und Daimler nicht voll auf das Batterieauto, sondern auch auf Benzin-, Diesel- und Hybridautos mit Verbrenner- und Elektroantrieb kombiniert. Das erfordert zwar noch höhere Investitionen. Doch technologische Offenheit sei entscheidend, um die verschiedenen Kundenwünsche flexibel bedienen zu können, sagte Krüger. "Alles auf eine Karte zu setzen", "ist der falsche Weg und für den Wohlstand in Deutschland gefährlich". Mit zehn elektrifizierten Autos habe BMW heute das breiteste Angebot und sei beim Verkauf Marktführer in Europa.

    Daniel Bauer, Chef der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), lobte diese Strategie. Dagegen kritisierte Werning: "BMW wirkt zaghaft, kraft- und mutlos." Die Konkurrenz in Wolfsburg, Ingolstadt und Stuttgart drücke bei der Elektromobilität mehr aufs Tempo, BMW fahre mit angezogener Handbremse.

    Mit einem deutlichen Seitenhieb auf Vorstandschef Krüger sagte der Fonds-Analyst: "Daimler wandelt sich zur Holding und sorgt mit dem anstehenden Wechsel an der Konzernspitze für neue Impulse."

    Der 66-jährige Daimler-Chef Dieter Zetsche übergibt sein Amt kommende Woche an Ola Källenius. Der 53-jährige Krüger steht seit vier Jahren an der Spitze von BMW, sein jetziger Vertrag läuft in genau einem Jahr aus. Über eine Verlängerung entscheidet der neue Aufsichtsrat.

    Die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt, die knapp die Hälfte der Aktien und Stimmrechte halten, bewarben sich am Donnerstag erneut für den Aufsichtsrat. Neu kandidierte der frühere SAP -Manager Vishal Sikka. Ausserdem zieht die IG-Metall-Funktionärin Verena Dohna-Jäger neu in das Kontrollgremium ein.

    Wie die anderen Autobauer kämpft auch BMW mit der weltweit schwächeren Nachfrage und neuen Zollhürden. Zugleich müssen sie enorme Summen in Elektroautos und die Umrüstung der Fabriken investieren, um die Vorgaben in China und der EU einzuhalten und Strafabgaben zu vermeiden. Dazu kommen Investitionen in selbstfahrende Autos und Mobilitätsdienste, um nicht in naher Zukunft als blosser Zulieferer der finanzstarken IT-Konzerne dazustehen.

    Bauer sagte, langfristig betrachtet schneide die BMW-Aktie deutlich besser als Daimler. Analyst Daniel Schwarz von der Schweizer Grossbank Credit Suisse erwartet in einer aktuellen Studie, dass BMW den Tiefpunkt der Profitabilität jetzt erreicht habe. Nächstes Jahr habe BMW die jüngste Modellpalette im Wettbewerb.

    Max Burton vom US-Analysehaus Bernstein kommt in einer Branchenstudie vom Montag zu dem Schluss, BMW sollte die weniger profitable Kleinwagenmarke Mini aufgeben und noch viel stärker auf grosse, margenstarke Plug-in-Hybride setzen. Das bringe Pluspunkte bei den EU-Klimavorschriften und mehr Gewinn./rol/men/DP/jha

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  • 16.05.2019 BMW-Chef verteidigt Flexibilität bei Elektroantri...

    BMW-Chef verteidigt Flexibilität bei Elektroantrieben

    16.05.2019| 10:25:57

    MÜNCHEN (awp international) - Der Autobauer BMW bleibt bei seiner abwartenden Haltung rund um die Antriebsart der Zukunft. "Alles auf eine Karte zu setzen, das ist aus meiner Sicht unternehmerisch nicht klug", verteidigte Vorstandschef Harald Krüger den Kurs des Dax -Konzerns rund um den Elektroantrieb auf der Hauptversammlung am Donnerstag in München. Es gebe nicht die eine passende Lösung für alle Anforderungen. "Deshalb werden verschiedene Antriebsformen nebeneinander bestehen", sagte er.

    Die Autobauer BMW und auch Daimler stellen sich mit ihrer flexiblen Haltung in der Branche gegen Volkswagen -Chef Herbert Diess, der den Fokus auf rein batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge auch im Kurs der Politik verankert sehen möchte. Das hatte im Autobranchenverband VDA vorübergehend zu öffentlichem Streit geführt.

    BMW und Daimler setzen verstärkt auf die sogenannten Hybridantriebe - eine Mischform aus Verbrenner- und Elektroantrieb. Die beiden Premiumhersteller haben ihre grosse Stärke bei den gewinnträchtigen schweren Luxuskarossen, die vor allem als Dienstwagen verkauft werden. Beide wollen sich die künftigen Hauptantriebstechnologien weitgehend offen halten. "Technologische Offenheit ist entscheidend, um auf die regulatorischen Anforderungen und Kundenwünsche in verschiedenen Märkten vorbereitet zu sein", sagte Krüger./men/jha/

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  • 15.05.2019 Trump will Entscheidung über Autozölle aufschieben

    Trump will Entscheidung über Autozölle aufschieben

    15.05.2019| 18:42:43

    (Ausführliche Fassung)

    WASHINGTON (awp international) - US-Präsident Donald Trump will nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg seine bis Samstag anstehende Entscheidung über die Einführung von Zöllen auf Autoimporte aus der EU verschieben. Die Entscheidung soll bis zu sechs Monate hinausgezögert werden, berichtete die US-Agentur unter Berufung auf Quellen im Weissen Haus am Mittwoch.

    Die US-Regierung äusserte sich auf dpa-Anfrage zunächst nicht. Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hatte bereits in der vorigen Woche gemutmasst, dass es zu einer Verschiebung kommen könnte.

    Am Mittwoch zogen die US-Börsen unmittelbar nach Bekanntwerden der Nachricht kräftig an und machten teils vorher erlittene Verluste wett - dank eines Sprunges bei den Aktien der Autohersteller. Trump wolle zunächst Handelsgespräche mit der EU und Japan abwarten, hiess es zur Begründung für den Aufschub in dem Bericht.

    Das US-Handelsministerium hatte Mitte Februar dem Weissen Haus einen Bericht vorgelegt, in dem die Autoimporte aus der EU als eine Gefahr für die Nationale Sicherheit der USA angesehen werden. Trump hatte daraufhin zunächst 90 Tage Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. Diese Frist würde am kommenden Samstag (18. Mai) auslaufen.

    "Sollte sich die Nachricht bestätigen, wäre das aus Sicht der deutschen Automobilindustrie ein positives Zeichen", sagte der Präsident des deutschen Branchenverbandes VDA, Bernhard Mattes. "Die Zeit sollte gut genutzt werden, um in den Verhandlungen zwischen der EU und den USA zu konstruktiven Ergebnissen zu kommen. Der Erfolg der deutschen Automobilindustrie beruht unter anderem auf freiem und fairem weltweiten Handel."

    Die deutschen Hersteller wären durch US-Zölle besonders hart getroffen. Sie haben einen grossen Anteil an den EU-Exporten in die USA. Ausserdem haben Hersteller wie VW , Daimler und BMW sowie Zulieferer eigene Standorte in den USA. Von denen aus beliefern sie unter anderem den chinesischen Markt. Von dort drohen als Vergeltung von Trumps Sonderzöllen gegen Einfuhren aus China weitere Strafmassnahmen.

    Die EU will genauso wie die US-Autobranche die Zölle unbedingt vermeiden. Bei einem Gespräch zwischen EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Trump vor einem Jahr war vereinbart worden, dass beide Seiten Gespräche über ein Abkommen aufnehmen, das den Verzicht von Zöllen auf alle Industrieprodukte vorsieht. Die Vorbereitungen für diese Gespräche sind in vollem Gange.

    Die USA streben ebenso eine Vereinbarung mit Japan an - wie Europa ein grosser Autoexporteur in die USA. Trump bricht nächste Woche zu einem Besuch in Tokio auf und wird dort unter anderem auch mit Ministerpräsident Shinzo Abe zusammenkommen. Mit China befinden sich die USA in einem offenen Handelskrieg. Die Sonderzölle auf Warenimporte im Wert von 200 Milliarden Dollar hatten die USA am vergangenen Freitag von zehn auf 25 Prozent erhöht, China kündigte Vergeltungsmassnahmen an./dm/hma/DP/jsl

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Stammdaten

Branche/Sektor Fahrzeuge
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol BMW
Valor 324410
ISIN DE0005190003

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   +0.26%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M -7.86 -10.10%
Perf. 3M -3.31 -4.52%
Perf. laufendes Jahr -0.57 -0.81%
Perf. 52W   -21.30%

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Vortagestief 69.19 (16.05.2019)
Hoch 1W 71.00 (09.05.2019)
Tief 1W 65.15 (17.05.2019)
Hoch 1M 78.01 (23.04.2019)
Tief 1M 65.15 (17.05.2019)
Hoch 3M 78.01 (23.04.2019)
Tief 3M 65.15 (17.05.2019)
Hoch 1J 93.44 (17.05.2018)
Tief 1J 65.15 (17.05.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG