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Zahlbar Datum 22.05.2018
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Marktkapital in Mio. 42'952.36
Umsatz Vormonat 4'335'428

Aktuelle News

  • 21.03.2019 Deutsche Autobauer einigen sich: E-Mobilität volk...

    Deutsche Autobauer einigen sich: E-Mobilität volkswirtschaftlich notwendig

    21.03.2019| 22:02:18

    (neu: VDA-Präsident im 5. Absatz)

    WOLFSBURG/BERLIN (awp international) - Nach dem Streit um den Antrieb der Zukunft haben deutsche Autobauer die Elektromobilität als volkswirtschaftlich notwendig bezeichnet. Angesichts der Klimaschutzziele sei der Systemwechsel zu batterieelektrischen und Hybrid-Autos politisch gewollt - jetzt müsse die Politik die Bedingungen dafür schaffen, sagte ein Manager nach Angaben aus Unternehmenskreisen.

    Im nächsten Jahrzehnt gebe es keine Alternative, weder die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle noch alternative Kraftstoffe seien bis 2030 serienreif, hiess es. Diese Festlegung ist nicht selbstverständlich - beispielsweise Toyota setzt auf die Brennstoffzelle.

    Die Chefs der drei deutschen Autobauer Volkswagen , Daimler und BMW , Herbert Diess, Dieter Zetsche und Harald Krüger, sowie VDA-Präsident Bernhard Mattes hatten am Mittwochabend miteinander gesprochen.

    Der Branchenverband VDA will ein zwischen den Herstellern abgestimmtes Forderungs-Papier erarbeiten. Dem kurzen Gespräch vorausgegangen waren Uneinigkeiten vor allem zwischen BMW-Chef Krüger und VW -Konzernchef Diess. Wirklich geändert haben sich die Positionen auch nach dem Gespräch aber nicht.

    VDA-Präsident Mattes sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitag), um mit Batteriefahrzeugen und Plug-in-Hybriden möglichst viele Kunden zu erreichen, müssten die Rahmenbedingungen stimmen: "Wir brauchen dringend mehr Engagement für eine rasche Ausweitung der Ladeinfrastruktur in Deutschland und Europa." Zudem müsse am rechtlichen Rahmen gearbeitet werden. "Es kann nicht sein, dass das Genehmigungsverfahren für eine Ladesäule ein halbes Jahr dauert", sagte Mattes.

    Ausgelöst hatte den Richtungsstreit VW-Chef Diess mit einem Strategiepapier, das in der Branche und auch in der Politik Wellen schlug. Kritiker beklagten, die Vorschläge seien zu sehr auf Volkswagen gemünzt. In dem Papier heisst es, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Im Kern geht es darum, ob Fördergelder - wie im Strategiepapier vorgesehen - künftig ausschliesslich für Batteriefahrzeuge fliessen. Staatliche Zuschüsse für Hybride sollten demnach zugunsten der Batterieautos sinken. Krüger hatte diesen Forderungen widersprochen.

    Nun einigten sich die Hersteller darauf, dass Elektromobilität Priorität habe, hiess es den Kreisen zufolge. In der Startphase könnten reine E-Autos und Plug-in-Hybride - nach dem Gesetz handele es sich in beiden Fällen um Elektrofahrzeuge - gefördert werden, um eine grössere Verbreitung zu erreichen. Bei der staatlichen Förderung haben die Autobauer allerdings unterschiedliche Schwerpunkte - des unterschiedlichen Angebots wegen: Laut VW-Strategiepapier sollten vor allem kleinere oder preiswertere Fahrzeuge und damit Geringverdiener und Kleingewerbe gefördert werden, BMW und Daimler dagegen bauen vor allem grössere Autos.

    Entscheidend sei eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, die es in Deutschland flächendeckend und vor allem in den Städten noch nicht gebe. Die Hersteller forderten den Angaben zufolge rasche politische Entscheidungen. Und: Das Angebot an grünem Strom müsse steigen. Diess hatte schon im vergangenen Jahr den deutschen Energiemix angeprangert und die Batterieproduktion oder das Fahren mit Kohlestrom als "Wahnsinn" bezeichnet.

    Krüger hatte zuvor betont: "Wo ich ganz klar anderer Meinung bin, ist Technologieoffenheit." Diess dagegen sagte in der vergangenen Woche: "Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole." Dabei bezog er sich auf weitere Antriebsvarianten neben den batterieelektrischen - eben die Brennstoffzelle, Hybride oder synthetische Kraftstoffe. Krüger hatte nicht ausgeschlossen, dass die Politik in einem wichtigen Land die Hersteller dazu verpflichten könnte, Brennstoffzellen-Autos anzubieten./tst/DP/fba

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  • 21.03.2019 BMW zahlt Mitarbeitern gut 9000 Euro Prämie

    BMW zahlt Mitarbeitern gut 9000 Euro Prämie

    21.03.2019| 15:17:03

    MÜNCHEN (awp international) - BMW , Daimler und Audi machen weniger Gewinn und senken deshalb auch ihre Mitarbeiterbeteiligung. Am meisten bekommen die 81 000 BMW-Beschäftigten in Deutschland: Ein Facharbeiter des Münchner Autokonzerns erhält 9175 Euro Erfolgsprämie für das vergangene Jahr, wie ein Sprecher am Donnerstag sagte. Vergangenes Jahr hatte die Sonderzahlung nach einem Rekordgewinn sogar 9455 Euro betragen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

    Die rund 130 000 Tarifbeschäftigten bei Daimler erhalten 4965 Euro Ergebnisbeteiligung, nach 5700 Euro im Vorjahr. Für die 61 000 Audi-Beschäftigten im Stammwerk Ingolstadt und im württembergischen Neckarsulm sinkt die Gewinnbeteiligung für einen Facharbeiter um 1100 auf 3630 Euro./rol/DP/men

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  • 21.03.2019 Autobauer einigen sich: E-Mobilität volkswirtscha...

    Autobauer einigen sich: E-Mobilität volkswirtschaftlich notwendig

    21.03.2019| 14:18:41

    (Ausführliche Fassung)

    WOLFSBURG/BERLIN (awp international) - Nach dem Streit um den Antrieb der Zukunft haben deutsche Autobauer die Elektromobilität als volkswirtschaftlich notwendig bezeichnet. Angesichts der Klimaschutzziele sei der Systemwechsel zu batterieelektrischen und Hybrid-Autos politisch gewollt - jetzt müsse die Politik die Bedingungen dafür schaffen, sagte ein Manager nach Angaben aus Unternehmenskreisen. Im nächsten Jahrzehnt gebe es keine Alternative, weder die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle noch alternative Kraftstoffe seien bis 2030 serienreif. Diese Festlegung ist nicht selbstverständlich - beispielsweise Toyota setzt auf die Brennstoffzelle.

    Die Chefs der drei deutschen Autobauer Volkswagen , Daimler und BMW , Herbert Diess, Dieter Zetsche und Harald Krüger, sowie VDA-Präsident Bernhard Mattes hatten am Mittwochabend miteinander gesprochen. Der Branchenverband VDA wird laut Kreisen ein zwischen den Herstellern abgestimmtes Forderungs-Papier erarbeiten. Dem kurzen Gespräch vorausgegangen waren Uneinigkeiten vor allem zwischen BMW-Chef Krüger und VW -Konzernchef Diess. Wirklich geändert haben sich die Positionen auch nach dem Gespräch aber nicht.

    Ausgelöst hatte Diess den Konflikt mit einem Strategiepapier, das in der Branche und auch in der Politik Wellen schlug. Kritiker beklagten, die Vorschläge seien zu sehr auf Volkswagen gemünzt. In dem Papier heisst es, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Im Kern geht es darum, ob Fördergelder - wie im Strategiepapier vorgesehen - künftig ausschliesslich für Batteriefahrzeuge fliessen. Staatliche Zuschüsse für Hybride sollten demnach zugunsten der Batterieautos sinken. Krüger hatte diesen Forderungen widersprochen.

    Nun einigten sich die Hersteller darauf, dass Elektromobilität Priorität habe, hiess es den Kreisen zufolge. In der Startphase könnten reine E-Autos und Plug-in-Hybride - nach dem Gesetz handele es sich in beiden Fällen um Elektrofahrzeuge - gefördert werden, um eine grössere Verbreitung zu erreichen. Bei der staatlichen Förderung haben die Autobauer allerdings unterschiedliche Schwerpunkte - des unterschiedlichen Angebots wegen: Laut VW-Strategiepapier sollten vor allem kleinere oder preiswertere Fahrzeuge und damit Geringverdiener und Kleingewerbe gefördert werden, BMW und Daimler dagegen bauen vor allem grössere Autos.

    Entscheidend sei eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur, die es in Deutschland flächendeckend und vor allem in den Städten noch nicht gebe. Die Hersteller forderten den Angaben zufolge rasche politische Entscheidungen. Und: Das Angebot an grünem Strom müsse steigen. Diess hatte schon im vergangenen Jahr den deutschen Energiemix angeprangert und die Batterieproduktion oder das Fahren mit Kohlestrom als "Wahnsinn" bezeichnet.

    Krüger hatte zuvor betont: "Wo ich ganz klar anderer Meinung bin, ist Technologieoffenheit." Diess dagegen sagte in der vergangenen Woche: "Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole." Dabei bezog er sich auf weitere Antriebsvarianten neben den batterieelektrischen - eben die Brennstoffzelle, Hybride oder synthetische Kraftstoffe. Krüger hatte nicht ausgeschlossen, dass die Politik in einem wichtigen Land die Hersteller dazu verpflichten könnte, Brennstoffzellen-Autos anzubieten./tst/DP/mis

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  • 21.03.2019 Europäisches Konsortium: VW will Batteriezellfors...

    Europäisches Konsortium: VW will Batteriezellforschung stärken

    21.03.2019| 11:55:29

    BERLIN/WOLFSBURG (awp international) - Volkswagen und Partner aus sieben EU-Staaten wollen gemeinsam die Forschung zu Batteriezellen für E-Autos voranbringen. Dazu schlössen sich die Partner aus Industrie und Forschung zum neuen Konsortium "European Battery Union" (EBU) zusammen, teilte Volkswagen am Donnerstag mit. Ziel sei, ab 2020 umfassende Kompetenzen bei der Batteriezellfertigung aufzubauen. Dabei gehe es sowohl um Rohstoffabbau sowie die Erforschung von Zelltechnologie und -fertigungsprozessen bis hin zum Recycling von E-Auto-Akkus. Zuvor hatten sich VW , Daimler und BMW im Streit um den Antrieb der Zukunft auf die E-Mobilität geeinigt.

    Das Konsortium, das von Volkswagen und dem schwedischen Batteriehersteller Northvolt geführt werde, will sich den Angaben zufolge an der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ausgelobten Förderung der industriellen Fertigung von Batterien beteiligen. Zuvor hatte Volkswagen bereits für den Bau einer Batteriezellenfabrik in Deutschland Fördergelder des Bundes beantragt.

    Insgesamt haben nach früheren Angaben des Wirtschaftsministeriums mehr als 30 Unternehmen Interesse an einer Förderung. Darunter seien neben Autoherstellern auch Zulieferer, Batteriehersteller, Chemieunternehmen sowie Rohstoff- und Recyclingunternehmen. Altmaier hatte angekündigt, der Bund wolle den Aufbau einer Batteriezellfertigung mit insgesamt bis zu einer Milliarde Euro fördern. Europa hinkt bei der Fertigung von Batteriezellen für E-Autos vor allem Asien hinterher./tst/DP/jha

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  • 20.03.2019 Deutsche Autobosse einigen sich nach Zoff um Zuku...

    Deutsche Autobosse einigen sich nach Zoff um Zukunft der E-Mobilität

    20.03.2019| 22:12:22

    (neu: Einigung der Autobauer auf E-Auto-Strategie im 1. und 5. Absatz)

    WOLFSBURG/MÜNCHEN (awp international) - Die VW -Forderung nach einem radikalen Wechsel zur batteriebetriebenen Elektromobilität hat die deutsche Autoindustrie gespalten. Im Kern geht es darum, ob sich die Förderung - wie es VW-Chef Herbert Diess vorschwebt - künftig ausschliesslich auf Batteriefahrzeuge konzentrieren soll. Am Mittwochabend einigten sich Diess sowie BMW -Chef Harald Krüger und Daimler -Boss Dieter Zetsche im Gespräch mit dem Präsidenten des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, auf batterieelektrische Autos und Hybride als "Gebot der Stunde", wie die Deutsche Presse-Agentur aus VW-Kreisen erfuhr. Darüber hinaus müsse die Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgebaut werden, hiess es.

    BMW-Chef Harald Krüger hatte der Forderung von Diess zuvor entschieden widersprochen. Auch an anderer Stelle spürte der VW-Chef Gegenwind: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 und machte klar, Gespräche über "Effizienzsteigerungen" werde es nur unter Bedingungen geben. Nach Einschätzung aus VW-Kreisen darf dies als gelbe Karte für Diess gelten.

    Krüger betonte: "Wo ich ganz klar anderer Meinung bin, ist Technologieoffenheit." Diess dagegen will Subventionen vor allem auf kleine vollelektrische Autos konzentrieren und sagte: "Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole." Was bedeutet das? Neben batterieelektrischen Autos gibt es weitere denkbare Antriebsvarianten - etwa die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle, Hybride oder synthetische Kraftstoffe. Diess dagegen will alles auf eine Karte, nämlich Batterien, setzen.

    Aber: Die Entwicklung in verschiedenen Teilen der Welt sei unterschiedlich, und wie schnell die Infrastruktur für reine vollelektrische Fahrzeuge entstehen werde, "das sehe ich anders", erklärte Krüger. In einigen Ländern sei Wasserstoff eine Alternative zum Batterieauto. Daraus ergebe sich Diskussionsbedarf, sagte er.

    Krüger schloss nicht aus, dass die Politik in einem wichtigen Land die Hersteller dazu verpflichten könnte, Brennstoffzellen-Autos anzubieten und sie andernfalls überhaupt keine Autos mehr dort verkaufen dürften. Deshalb sei Technologieoffenheit wichtig.

    Der am Mittwochabend erzielten Einigung zufolge gehen die Autobosse nun davon aus, dass mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenautos in den nächsten etwa zehn Jahren nicht marktreif sein würden. Ein VDA-Sprecher sagte, es habe "ein kurzes, sehr konstruktives und gutes Gespräch" gegeben. Die Details würden zeitnah bekanntgegeben. Zur Debatte über den VDA und Spekulationen über einen Austritt von VW aus dem Verband sagte Krüger zuvor: "Wir stehen zum VDA."

    Diess hatte den Konflikt mit einem Strategiepapier ausgelöst, das in der Branche und auch in der Politik heftig umstritten ist. Kritiker monieren, die Vorschläge seien zu sehr auf Volkswagen gemünzt. In dem Papier heisst es, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Das Bundeskanzleramt hat dem Vernehmen nach eine Prüfung der Vorschläge zugesagt und will sich mit Blick auf eine erste Spitzenrunde zur Zukunft der Mobilität bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im April äussern. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lässt die Vorschläge nach dpa-Informationen bereits intensiv prüfen.

    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) bekräftigte im Bundestag, dass es bis 2030 "bis zu zehn Millionen Elektro-Pkw" brauche, 500 000 Elektro-Nutzfahrzeuge und 300 000 Ladepunkte. Er nannte aber auch Wasserstoff- und Gasantriebe, deren Hochlauf notwendig sei. Im Auftrag der Regierung beraten derzeit Experten über die Zukunft der Mobilität, besonders auch mit Blick auf Klimaschutz. Am 29. März soll ein Zwischenbericht vorliegen.

    Auch vor rund 20 000 Beschäftigten auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg betonte Diess: "Die Elektromobilität ist der richtige Weg." Aber: ein E-Auto erfordere etwa 30 Prozent weniger Arbeit als ein Verbrenner. "Es wird schwer, das nur mit Fluktuation und Altersteilzeit zu bewältigen", warnte er. Die Digitalisierung werde Arbeitsplätze kosten, moderne IT erlaube es, viele Routinearbeiten und Prozesse etwa in der Verwaltung zu automatisieren. Zuvor hatte der bei der Kernmarke VW Pkw fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter angekündigt, dass in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen sollen.

    Das brachte den mächtigen Betriebsratsboss Osterloh auf die Palme. Der Zahl fehle jede Grundlage, sagte er auf der Versammlung. Zwar sei der Betriebsrat bereit, Wege zu verhandeln, die Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit gleichrangig behandelten. Aber erst müsse der Vorstand seine Hausaufgaben machen. "Bevor all diese Fragen nicht beantwortet und mit klaren Vereinbarungen versehen sind, wie wir diese Fehler beheben, werden hier keinerlei Gespräche zu weiteren Effizienzsteigerungen stattfinden."

    Diess bekräftigte, wegen der strengen EU-Vorgaben zum CO2-Ausstoss müsse der Anteil der E-Autos bei Volkswagen bis 2030 bei rund 40 Prozent liegen. FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer dagegen warnte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Elektromobilitätsstrategie von Herrn Diess ist ein Jobkiller."

    Zuvor forderten die deutschen Einzelhändler eine wirksamere und weniger bürokratische Förderung von Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Die Einzelhändler sehen in ihren Standorten grosses Potenzial für den Ausbau der Ladeinfrastruktur: Allein der Lebensmitteleinzelhandel habe mit seinen 38 000 Standorten rund 1,9 Millionen Stellplätze, die prinzipiell ausgerüstet werden könnten./tst/bch/kf/rol/DP/fba

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  • 20.03.2019 Einigung der deutschen Autobosse: E-Autos und Hyb...

    Einigung der deutschen Autobosse: E-Autos und Hybride 'Gebot der Stunde'

    20.03.2019| 21:55:29

    BERLIN/WOLFSBURG (awp international) - Im Streit um den Antrieb der Zukunft haben sich Volkswagen, Daimler und BMW auf batterieelektrische Autos und Hybride als "Gebot der Stunde" geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochabend aus VW -Kreisen. Darüber hinaus solle die Ladeinfrastruktur für E-Autos ausgebaut werden. Dagegen gehen die Autobosse nach dpa-Informationen davon aus, dass mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellenautos in den nächsten etwa zehn Jahren nicht marktreif sein würden. Die Details der Einigung würden nun erarbeitet.

    Die Chefs der deutschen Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW sowie VDA-Präsident Bernhard Mattes hatten miteinander gesprochen. Dem Gespräch vorausgegangen waren Uneinigkeiten vor allem zwischen BMW-Chef Harald Krüger und VW-Konzernchef Herbert Diess.

    Diess hatte den Konflikt mit einem Strategiepapier ausgelöst, das in der Branche und auch in der Politik heftig umstritten ist. Kritiker monieren, die Vorschläge seien zu sehr auf Volkswagen gemünzt. In dem Papier heisst es, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Im Kern geht es darum, ob sich alle Förderungen - wie es Diess vorschwebt - künftig ausschliesslich auf Batteriefahrzeuge konzentrieren sollen. BMW-Chef Harald Krüger hatte dieser Forderung widersprochen./tst/DP/fba

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  • 20.03.2019 Deutsche Auto-Hersteller einigen sich auf E-Auto-...

    Deutsche Auto-Hersteller einigen sich auf E-Auto-Strategie

    20.03.2019| 21:20:28

    BERLIN (awp international) - Im Streit um die Förderung von Autoantrieben der Zukunft haben sich deutsche Autobauer nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) auf eine gemeinsame Position geeinigt. Details würden zeitnah bekanntgegeben, sagte ein VDA-Sprecher am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Es habe "ein kurzes, sehr konstruktives und gutes Gespräch" gegeben.

    Zuvor hatten die Chefs der deutschen Autobauer Volkswagen , Daimler und BMW sowie VDA-Präsident Bernhard Mattes miteinander gesprochen. Dem Gespräch vorausgegangen waren Uneinigkeiten vor allem zwischen BMW-Chef Harald Krüger und dem VW -Vorstandsvorsitzenden Herbert Diess.

    Diess hatte den Konflikt mit einem Strategiepapier ausgelöst, das in der Branche und auch in der Politik heftig umstritten ist. Kritiker monieren, die Vorschläge seien zu sehr auf Volkswagen gemünzt. In dem Papier heisst es, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus.

    Im Kern geht es darum, ob sich alle Förderungen - wie es Diess vorschwebt - künftig ausschliesslich auf Batteriefahrzeuge konzentrieren sollen. BMW-Chef Harald Krüger widerspricht dieser Forderung entschieden./juc/DP/fba

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  • 20.03.2019 VW als Spalter - Streit der Autobosse um Zukunft ...

    VW als Spalter - Streit der Autobosse um Zukunft der E-Mobilität (Zus)

    20.03.2019| 16:03:51

    (Zusammenfassung)

    WOLFSBURG/MÜNCHEN (awp international) - Die VW -Forderung nach einem radikalen Wechsel zur batteriebetriebenen Elektromobilität spaltet die deutsche Autoindustrie. Im Kern geht es darum, ob sich die Förderung - wie es VW-Chef Herbert Diess vorschwebt - künftig ausschliesslich auf Batteriefahrzeuge konzentrieren soll. BMW -Chef Harald Krüger widersprach der Forderung entschieden. Auch an anderer Stelle spürte Diess Gegenwind: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh forderte am Mittwoch Beschäftigungssicherung bis Ende 2028 und machte klar, Gespräche über "Effizienzsteigerungen" werde es nur unter Bedingungen geben. Nach Einschätzung aus VW-Kreisen darf dies als gelbe Karte für Diess gelten.

    Krüger betonte: "Wo ich ganz klar anderer Meinung bin, ist Technologieoffenheit." Diess dagegen will Subventionen vor allem auf kleine vollelektrische Autos konzentrieren und sagte: "Technologieoffenheit ist jetzt die falsche Parole." Was bedeutet das? Neben batterieelektrischen Autos gibt es weitere denkbare Antriebsvarianten - etwa die wasserstoffbetriebene Brennstoffzelle, Hybride oder synthetische Kraftstoffe. Diess dagegen will alles auf eine Karte, nämlich Batterien, setzen.

    Aber: Die Entwicklung in verschiedenen Teilen der Welt sei unterschiedlich, und wie schnell die Infrastruktur für reine vollelektrische Fahrzeuge entstehen werde, "das sehe ich anders", erklärte Krüger. In einigen Ländern sei Wasserstoff eine Alternative zum Batterieauto. Daraus ergebe sich Diskussionsbedarf, sagte er. Am Mittwochabend wollten Diess und Krüger mit Daimler -Chef Dieter Zetsche und dem Präsidenten des Autoverbands VDA, Bernhard Mattes, ausloten, ob sie eine gemeinsame Linie finden können.

    Krüger schloss nicht aus, dass die Politik in einem wichtigen Land die Hersteller dazu verpflichten könnte, Brennstoffzellen-Autos anzubieten und sie andernfalls überhaupt keine Autos mehr dort verkaufen dürften. Deshalb sei Technologieoffenheit wichtig. Krüger sagte, darüber "werden wir heute Abend intensiv diskutieren". Zur Debatte über den VDA und Spekulationen über einen Austritt von VW aus dem Verband sagte er: "Wir stehen zum VDA."

    Diess hatte den Konflikt mit einem Strategiepapier ausgelöst, das in der Branche und auch in der Politik heftig umstritten ist. Kritiker monieren, die Vorschläge seien zu sehr auf Volkswagen gemünzt. In dem Papier heisst es, die bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus. Das Bundeskanzleramt hat dem Vernehmen nach eine Prüfung der Vorschläge zugesagt und will sich mit Blick auf eine erste Spitzenrunde zur Zukunft der Mobilität bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im April äussern. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lässt die Vorschläge nach dpa-Informationen bereits intensiv prüfen.

    Auch vor rund 20 000 Beschäftigten auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg betonte Diess: "Die Elektromobilität ist der richtige Weg." Aber: ein E-Auto erfordere etwa 30 Prozent weniger Arbeit als ein Verbrenner. "Es wird schwer, das nur mit Fluktuation und Altersteilzeit zu bewältigen", warnte er. Die Digitalisierung werde Arbeitsplätze kosten, moderne IT erlaube es, viele Routinearbeiten und Prozesse etwa in der Verwaltung zu automatisieren. Zuvor hatte der bei der Kernmarke VW Pkw fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter angekündigt, dass in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen sollen.

    Das brachte den mächtigen Betriebsratsboss Osterloh auf die Palme. Der Zahl fehle jede Grundlage, sagte er auf der Versammlung. Zwar sei der Betriebsrat bereit, Wege zu verhandeln, die Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit gleichrangig behandelten. Aber erst müsse der Vorstand seine Hausaufgaben machen. "Bevor all diese Fragen nicht beantwortet und mit klaren Vereinbarungen versehen sind, wie wir diese Fehler beheben, werden hier keinerlei Gespräche zu weiteren Effizienzsteigerungen stattfinden."

    Diess bekräftigte, wegen der strengen EU-Vorgaben zum CO2-Ausstoss müsse der Anteil der E-Autos bei Volkswagen bis 2030 bei rund 40 Prozent liegen. FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer dagegen warnte in der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Elektromobilitätsstrategie von Herrn Diess ist ein Jobkiller."

    Zuvor forderten die deutschen Einzelhändler eine wirksamere und weniger bürokratische Förderung von Ladesäulen für E-Fahrzeuge. Die Einzelhändler sehen in ihren Standorten grosses Potenzial für den Ausbau der Ladeinfrastruktur: Allein der Lebensmitteleinzelhandel habe mit seinen 38 000 Standorten rund 1,9 Millionen Stellplätze, die prinzipiell ausgerüstet werden könnten./tst/bch/kf/rol/DP/nas

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  • 20.03.2019 BMW rechnet mit weiterem schwachen Jahr - Milliar...

    BMW rechnet mit weiterem schwachen Jahr - Milliardenschwerer Sparkurs

    20.03.2019| 12:54:53

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Die Schwierigkeiten auf den Automärkten und hohe Kosten für Technik halten den Autobauer BMW auch in diesem Jahr fest im Griff. Wie im Vorjahr rechnen die Münchner weiter mit einem Gewinnrückgang. Nun will der Dax-Konzern sein Effizienzprogramm deutlich ausweiten und in den kommenden vier Jahren zusammengenommen 12 Milliarden Euro einsparen. Dennoch reicht es dieses Jahr voraussichtlich erneut nicht dazu, die Zielrendite im Kerngeschäft von mindestens 8 Prozent zu erreichen. Die Aktie sackte deutlich ab.

    Die Marge vor Zinsen und Steuern im Autobau erwartet BMW 2019 zwischen 6 und 8 Prozent, wie BMW am Mittwoch in München mitteilte. "Die hohe Volatilität erschwert eine klare Prognose", sagte Finanzchef Nicolas Peter. Damit könnte die vielbeachtete Marke für die Profitabilität im Kerngeschäft von den schwachen 7,2 Prozent im Vorjahr noch einmal deutlich sinken. Derzeit kämpfen die Autobauer mit einem schwachen Umfeld in Europa sowie den Auswirkungen des Zollstreits zwischen den USA und China. Hinzu kommen hohe Kosten für neue Modelle, Elektroantriebe und das autonome Fahren.

    Steigende Herstellkosten wegen schärferer Abgasregeln würden das Ergebnis in diesem Jahr dämpfen, hiess es. Zudem würden Wechselkurse und steigende Rohmaterialpreise vermutlich mit bis zu einem höheren dreistelligen Millionenbetrag belasten. Zudem hält der Autobauer, der die Kleinwagenmarke Mini vorwiegend in Grossbritannien baut, einen niedrigeren bis mittleren dreistelligen Millionenbetrag für den Brexit vor, wie Finanzchef Peter sagte.

    Die BMW-Stammaktie rutschte am Mittwochmittag um 5 Prozent ab. Auch beim Konzernergebnis vor Steuern enttäuschte BMW die Anleger. In diesem Jahr werde es "deutlich" und damit um mehr als zehn Prozent zurückgehen, hiess es. Damit dürfte es weniger als 8,9 Milliarden Euro betragen - von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt zuvor mit knapp 9,3 Milliarden gerechnet. Einige Bewertungseffekte im Finanzergebnis aus dem Vorjahr dürften dieses Jahr ausbleiben, darunter etwa die Neubewertung der Anteile am Carsharing-Anbieter Drivenow infolge der Komplettübernahme, bevor das Unternehmen in ein Joint Venture mit Daimler eingebracht wurde.

    Analyst Patrick Hummel von der UBS schrieb, auch das bereits bekannte Ergebnis vor Zinsen und Steuern im vierten Quartal sei von "niedriger Qualität", weil BMW viele Entwicklungsleistungen in der Bilanz aktiviert habe, womit die anfallenden Kosten dann weniger den Gewinn schmälern. Die Aktivierungsquote lag 2018 mit 43,3 Prozent deutlich höher als im Vorjahr mit 39,7 Prozent. Finanzchef Peter begründete das mit zahlreichen neuen Modellanläufen.

    Laut Peter stiegen die Forschungs- und Entwicklungsleistungen 2018 von 6,2 Prozent auf 7,1 Prozent des Umsatzes, fast 6,9 Milliarden Euro gab BMW dafür aus. In diesem Jahr soll der Anteil wieder sinken, aber noch immer über 6 Prozent liegen.

    Auch der Erzrivale Daimler peilt bei der Autosparte Mercedes-Benz einen Korridor von 6 bis 8 Prozent Marge an und hatte damit die Anleger enttäuscht. Die Margen der beiden Konzerne sind aber nicht direkt vergleichbar, da Mercedes-Benz die Gewinne aus dem weiter gut laufenden und margenstärkeren Geschäft in China in die Autosparte einbezieht, BMW die anteiligen Gewinne des chinesischen Gemeinschaftsunternehmens aber erst im Finanzergebnis ausweist.

    "Wir haben mit Blick auf die zahlreichen Zusatzbelastungen frühzeitig begonnen gegenzusteuern und bereits tiefgreifende Entscheidungen getroffen", sagte Finanzchef Nicolas Peter. Die Mitarbeiterzahl soll in diesem Jahr von knapp 135 000 nicht weiter steigen, ab 2021 sollen bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen. Die Entwicklungszeit für neue Fahrzeugmodelle soll um bis zu einem Drittel verkürzt werden.

    Im sich abzeichnenden Streit unter deutschen Herstellern rund um die Förderung von alternativen Antrieben machte BMW-Chef Harald Krüger klar, dass er nichts von der Forderung des VW-Chefs Herbert Diess nach einem Fokus auf reine Elektroantriebe hält. Verschiedene Regionen in der Welt dürften unterschiedliche Regelungen erlassen, sagte Krüger. Wer da nur auf eine einzige Technik setze, laufe Gefahr, in bestimmten Regionen gar keine Autos verkaufen zu dürfen. Hintergrund ist, dass BMW keine eigene reine Elektroplattform hat, sondern vor allem auf flexible Plattformen zum Bau von Verbrennern, Hybriden und Elektroautos gleichzeitig setzt.

    Volkswagen hingegen forciert das Angebot vor allem bei reinen Elektroautos mit seiner eigenen Elektroplattform MEB. Am Abend werde man sich im Kreis der Konzernchefs und mit VDA-Präsident Bernhard Mattes besprechen, sagte Krüger. Aufgabe des Branchenverbands VDA sei es auch, einen Kompromiss zu finden. Diess hatte eine stärkere Förderung reiner Elektroautos gefordert und will anderen alternativen Antrieben wie der Brennstoffzelle eine Absage erteilen.

    Im vergangenen Jahr war der Umsatz von BMW wie bereits bekannt um 0,8 Prozent auf 97,5 Milliarden Euro gesunken. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um knapp 8 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro ab. Der Nettogewinn fiel um ein Sechstel auf 7,2 Milliarden Euro, auch weil 2017 ein Sonderertrag aus der US-Steuerreform den Überschuss aufgebläht hatte. Die Dividende wollen die Münchener von 4 auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen./men/tih/mis

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  • 20.03.2019 BMW rechnet auch 2019 mit schwacher Auto-Marge - ...

    BMW rechnet auch 2019 mit schwacher Auto-Marge - Milliadenschweres Sparprogramm

    20.03.2019| 10:01:31

    MÜNCHEN (awp international) - Der Autobauer BMW geht auch im laufenden Jahr von einem schwachen Kerngeschäft aus und will Milliarden sparen. Die Marge vor Zinsen und Steuern im Autobau erwartet BMW 2019 zwischen 6 und 8 Prozent, wie der Dax -Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Damit könnte die vielbeachtete Marke für die Profitabilität im Kerngeschäft von den schwachen 7,2 Prozent im Vorjahr noch einmal deutlich sinken. Ein schon länger laufendes Sparprogramm wird nun deutlich ausgeweitet, von 2019 bis 2022 will BMW zusammengenommen 12 Milliarden Euro einsparen.

    "Wir haben mit Blick auf die zahlreichen Zusatzbelastungen frühzeitig begonnen gegenzusteuern und bereits tiefgreifende Entscheidungen getroffen", sagte Finanzchef Nicolas Peter. Die Mitarbeiterzahl soll in diesem Jahr nicht weiter steigen, ab 2021 sollen bis zu 50 Prozent der heutigen Antriebsvarianten entfallen. Die Entwicklungszeit für neue Fahrzeugmodelle soll um bis zu einem Drittel verkürzt werden.

    Der Autohersteller dürfte 2019 zum voraussichtlich zweiten Mal in Folge sein selbst gesetztes Rendite-Ziel von 8 bis 10 Prozent verfehlen, das BMW seit der Finanzkrise vor zehn Jahren bis zum vergangenen Jahr immer erreicht hatte. Steigende Herstellkosten wegen schärferen Abgasregeln würden das Ergebnis in diesem Jahr dämpfen, hiess es. Zudem würden Wechselkurse und steigende Rohmaterialpreise vermutlich mit bis zu einem höheren dreistelligen Millionenbetrag belasten. Wegen ausbleibender Bewertungseffekte im Finanzergebnis dürfte auch das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahreswert von 9,8 Milliarden Euro "deutlich" zurückgehen. Das bedeutet bei BMW einen Rückgang um mindestens zehn Prozent - also auf weniger als 8,9 Milliarden Euro. Analysten rechneten zuletzt mit knapp 9,3 Milliarden Euro.

    Im vergangenen Jahr war der Umsatz wie bereits bekannt um 0,8 Prozent auf 97,5 Milliarden Euro gesunken. Im Tagesgeschäft bekam das Unternehmen auf dem wichtigsten Einzelmarkt China vor allem den Zollstreit mit den USA zu spüren. In Europa belasteten die Marktverwerfungen durch die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP die Preise. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern rutschte um knapp 8 Prozent auf 9,1 Milliarden Euro ab. Der Nettogewinn fiel um ein Sechstel auf 7,2 Milliarden Euro, auch weil 2017 ein Sonderertrag aus der US-Steuerreform den Überschuss aufgebläht hatte. Die Dividende wollen die Münchener von 4 auf 3,50 Euro je Stammaktie kürzen./men/jha/

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  • 20.03.2019 BMW auf Sparkurs - Konzernchef Krüger erläutert Kurs

    BMW auf Sparkurs - Konzernchef Krüger erläutert Kurs

    20.03.2019| 06:31:00

    MÜNCHEN (awp international) - BMW hat im vergangenen Jahr zwar mehr Autos verkauft, aber deutlich weniger Gewinn gemacht als im Vorjahr. Wie es jetzt weitergeht, will Vorstandschef Harald Krüger am Mittwoch (10.00) bei Vorlage der Bilanz in München erklären. Eine Frage wird sein, ob BMW wie VW und Audi auch mit einem Stellenabbau sparen will oder ob das für die Bayern derzeit weiterhin kein Thema ist.

    Im vergangenen Jahr hatte BMW sogar 5000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Jetzt muss BMW allerdings viel mehr sparen, das hat der Vorstand vergangene Woche schon angekündigt und auf weiteren Gegenwind verwiesen.

    Denn neue Modelle und hohe Investitionen in Elektroautos, den Umbau der Werke und in Digitalisierung kosten Milliarden. Die beiden grössten Automärkte China und USA schwächeln. Die amerikanisch-chinesischen Zollstreitigkeiten hängen wie ein Damoklesschwert über den Münchnern, die ihre grossen SUV-Autos in den USA bauen und auch nach China exportieren. Und in Europa trifft der Brexit BMW mit seinen Auto- und Motorenwerken von Mini und Rolls-Royce hart. Grossbritannien ist für den Konzern der viertgrösste Absatzmarkt.

    Für das laufende Jahr hat BMW ein leichtes Absatzplus in Aussicht gestellt - was das für Umsatz und Ergebnis heisst, könnte der Vorstand am Mittwoch sagen. Spannend ist auch, ob BMW Teile seiner Produktion aus England abzieht. Möglicherweise könnten Teile der Produktion verlagert werden, etwa nach Österreich.

    Um zu sparen und finanzstarken neuen Konkurrenten Paroli bieten zu können, schliesst BMW auch Partnerschaften. In den vergangenen Wochen taten sich BMW und Daimler beim Carsharing, Mobilitätsdiensten und beim Autonomen Fahren zusammen. Ob BMW und Daimler darüber hinaus auch gemeinsam Plattformen entwickeln wollen, ist offen.

    Sparen will BMW unter anderem bei der Vielfalt von Ausstattungen, Motor- und Modellvarianten. Offen ist, welche Werke wie davon betroffen sind.

    BMW-Chef Krüger könnte sich auch zu der Forderung von VW-Chef Herbert Diess äussern, der Subventionen für Elektroautos von grossen zu kleinen Modellen umschichten lassen will. Den Zuschuss für Hybridmodelle würde VW zugunsten von vollelektrischen Autos halbieren. BMW hat im Laufe dieses Jahres zehn Hybride und zwei vollelektrische Modelle im Angebot.

    Im vergangenen Jahr hatte der BMW-Konzern 2,5 Millionen Autos verkauft. Der Umsatz war aber leicht gesunken auf 97,5 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern ging um 8 Prozent zurück auf 9,8 Milliarden Euro, und wegen höherer Steuern brach der Gewinn sogar um 17 Prozent ein auf 7,2 Milliarden Euro. Das bekommen die Geschwister Susanne Klatten und Stefan Quandt und die anderen Aktionäre zu spüren: Die Dividende soll entsprechend gekürzt werden./rol/DP/zb

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  • 20.03.2019 Tausende VW-Mitarbeiter auf Betriebsversammlung e...

    Tausende VW-Mitarbeiter auf Betriebsversammlung erwartet

    20.03.2019| 06:30:54

    WOLFSBURG (awp international) - Zoff um den neuen Abgasprüfstandard WLTP, Milliardeninvestitionen in E-Mobilität und Digitalisierung, drohende Stellenstreichungen und Sparprogramme: Die Lage bei Volkswagen bleibt angespannt. In den nächsten fünf Jahren sollen zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen wegfallen, ab 2023 sollen so die Kosten weiter sinken und der Gewinn um 5,9 Milliarden Euro jährlich steigen.

    Ziel ist, finanziellen Spielraum zu gewinnen, um zusätzliches Geld in Zukunftstechnologien stecken zu können. Das bedeutet neue Sorgen für die Beschäftigten - der verschärfte Sparkurs dürfte die Mitarbeiter daher bei der Betriebsversammlung am Mittwoch vor allem beschäftigen.

    Laut Betriebsratskreisen werden wegen der aktuellen Lage bis zu 20 000 Mitarbeiter bei der Betriebsversammlung erwartet. Sowohl VW-Konzernchef Herbert Diess als auch Betriebsratsboss Bernd Osterloh werden zur Belegschaft sprechen.

    Immerhin: die bis 2025 geltende Beschäftigungssicherung bekräftigte der Autobauer in der vergangenen Woche. Vorgesehen ist den Angaben zufolge, dass Stellen beim altersbedingten Ausscheiden von Mitarbeitern nicht neu besetzt werden. Personalvorstand Gunnar Kilian kündigte unlängst an, dass es Gespräche mit dem Betriebsrat geben werde, bei denen die Auswirkungen erarbeitet würden.

    Das brachte Betriebsratschef Osterloh auf die Palme: "Ehe der Betriebsrat in Gespräche mit dem Vorstand einsteigt, wollen wir Antworten auf unsere Fragen hören", sagte er kürzlich. Der Vorstand sei bisher nicht in der Lage gewesen, die Grössenordnung von bis zu 7000 Stellen zu erläutern. Er sprach von Managementfehlern. Als Beispiel nannte er Milliardenverluste wegen des neuen Abgastests WLTP, die nicht die Belegschaft zu verantworten habe.

    Die Marke VW verfehlte im vergangenen Jahr ihre Renditeziele, weil die Probleme rund um den Abgas- und Verbrauchstest viel Geld kosteten. Über längere Zeit konnte eine Reihe von Modellen nicht ausgeliefert werden, weil die entsprechenden Zulassungen fehlten. Dafür dürfe nicht allein die Belegschaft bluten, forderte IG Metall-Chef Jörg Hofmann in der vergangenen Woche. "Daher darf und wird es keine Entlassungen geben", sagte er "Braunschweiger Zeitung".

    Schon im Herbst 2016 hatte VW mit der Arbeitnehmerseite ein grosses Sparprogramm für die Kernmarke verabredet, das bis Ende 2020 läuft und den weltweiten Abbau von 30 000 Stellen vorsieht. "Dass in den letzten Tagen darüber hinaus über einen weiteren Arbeitsplatzabbau bei Volkswagen öffentlich diskutiert wurde, bevor es auch nur substanzielle und intern abgestimmte Planungen gibt, halte ich für einen Fehler", kritisierte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der auch im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt. Von den neuen Kürzungsplänen dürfte vor allem das VW-Stammwerk Wolfsburg betroffen sein.

    Auch mit der Politik und den Mitbewerbern ist Volkswagen in Sachen E-Mobilität nicht in allen Punkten einig. Alle bisherigen Pläne zur Verkaufsförderung sowie zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos reichten nicht aus, heisst es in einem Volkswagen-Strategiepapier.

    Demnach regt der Branchenprimus die E-Auto-Förderung bis mindestens 2025 an - besonders für Geringverdiener und Kleingewerbe. "Eine Umsetzung dieses Programms läuft klar auf Wettbewerbsverzerrung hinaus", kritisierte ein BMW -Manager. Nach Einschätzung der Bundesregierung ist Volkswagen "mit diesen Vorstellungen auf dem falschen Weg"./bch/tst/DP/zb

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Stammdaten

Branche/Sektor Fahrzeuge
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol BMW
Valor 324410
ISIN DE0005190003

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   -2.11%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M -0.69 -0.94%
Perf. 3M +2.99 +4.31%
Perf. laufendes Jahr +1.76 +2.49%
Perf. 52W   -15.40%

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Company Generalversammlung (17.05.2018)
Instrument Barausschüttung (08.03.2018)

Handelsplätze

Börse Letzter +/-% Volumen Datum/Zeit
Xetra 71.15 -1.15% 1'763'972 21.03.2019
LSE Europ M 71.33 -1.05% 187'604 21.03.2019
Other OTC Mk 80.00 -1.71% --- 17:19:58
TRADEcho 2cy 61.7902 -0.59% --- 21.03.2019
SIX SX EUR 71.90 --- --- 20.03.2019
SIX SX 82.78 --- --- 20.03.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 75.83 (20.03.2019)
Vortagestief 71.41 (20.03.2019)
Hoch 1W 76.09 (19.03.2019)
Tief 1W 70.94 (21.03.2019)
Hoch 1M 76.09 (19.03.2019)
Tief 1M 70.94 (21.03.2019)
Hoch 3M 76.09 (19.03.2019)
Tief 3M 68.10 (15.02.2019)
Hoch 1J 93.80 (02.05.2018)
Tief 1J 68.10 (15.02.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG