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Marktkapital in Mio. 24'395.01
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Aktuelle News

  • 07.12.2018 Fresenius enttäuscht Anleger mit nächster Gewinnw...

    Fresenius enttäuscht Anleger mit nächster Gewinnwarnung

    07.12.2018| 11:22:16

    (Meldung weiter ausgebaut)

    BAD HOMBURG (awp international) - Beim lange erfolgsverwöhnten Gesundheitskonzern Fresenius häufen sich die Probleme. Am späten Donnerstag überraschte der Dax -Konzern schon zum zweiten Mal binnen weniger Wochen mit einer Gewinnwarnung. Das Unternehmen kappt wegen noch mehr Gegenwinds im laufenden Geschäft und hohen Investitionen seine mittelfristigen Ziele für Umsatz und Gewinn. Vor allem in seinen Privatkliniken in Deutschland und im Geschäft mit Nierenerkrankungen bei der Tochter Fresenius Medical Care (FMC ) bekommt der Konzern Druck.

    An der Börse stürzten Fresenius-Aktien zeitweise um über 14 Prozent ab. Seit Mitte Oktober haben die Titel eine steile Talfahrt hingelegt und nun schon über 40 Prozent an Wert eingebüsst. Die Papiere der Tochter FMC gerieten am Freitag in Mitleidenschaft und zeitweise fast 10 Prozent.

    Fresenius hätte sich mit der zweiten Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate selbst entzaubert, sagte ein Händler am Morgen in einer ersten Reaktion. Damit scheine für Fresenius die jahrelange Phase mit fabelhaften Wachstumsraten vorbei zu sein. Auch die Signale für das kommende Jahr kamen bei Experten nicht gut an. Laut Goldman-Analystin Veronika Dubajova liegt das für 2019 avisierte Konzernergebnis um 7 Prozent unter den Markterwartungen. Die neuen Geschäftsziele bezeichnete sie als insgesamt enttäuschend.

    Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Ziele für 2020 erreicht würden, erklärte Fresenius in Bad Homburg. Ab 2020 sei ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis soll dann etwas stärker wachsen.

    Erst Mitte Oktober hatte sich der Konzern skeptischer für das laufende Jahr gezeigt, FMC musste die Ziele gar senken. Der Dialysespezialist leidet unter schwächelnden Geschäften mit Nierenerkrankungen im wichtigen US-Markt und den wirtschaftlichen Turbulenzen in Schwellenländern, wie die Hyperinflation in Argentinien. Und in den knapp 90 Privatkliniken von Fresenius Helios hierzulande, darunter Berlin, Erfurt und Wiesbaden, belastet der Trend zu ambulanten Behandlungen: Weniger Patienten bleiben über Nacht, was die Einnahmen drückt.

    Fresenius-Chef Stephan Sturm sprach in einer Telefonkonferenz am Freitag von einem Übergangsjahr 2019. Lange war der Konzern stark gewachsen, Übernahmen wie die des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud sorgten für immer neue Gewinnbestmarken - 2018 winkt das 15. Rekordjahr in Folge. Zuletzt aber häuften sich die Probleme. Erst in letzter Sekunde konnte Sturm die geplante Übernahme des US-Konzerns Akorn abwenden, die als teurer Fehlschlag galt.

    Für das kommende Jahr rechnet Sturm mit einer Stagnation des bereinigten Gewinns. Der Umsatz dürfte aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Ursprünglich wollte Fresenius bis 2020 beim Umsatz jährlich um bis zu zehn Prozent und beim Konzernergebnis um bis zu 12,6 Prozent zulegen.

    Um das Wachstum anzukurbeln, will der Konzern mehr Geld für die Forschung und Entwicklung ausgeben. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", sagte Sturm. Übernahmen seien in den mittelfristigen Erwartungen nicht enthalten, aber auch künftig "ein wesentlicher Treiber". Ferner stellte Sturm steigende Dividenden in Aussicht.

    Auch der Dialysespezialist FMC rechnet für 2019 mit einer Gewinnstagnation. Der Umsatz soll "solide" wachsen. Mit der Übernahme des US-Unternehmens NxStage, das auf Blutwäsche zu Hause spezialisiert ist und dem Ausbau von Geschäften in Märkten wie China stünde "ein Jahr der Investitionen" bevor, sagte Vorstandschef Rice Powell./als/DP/stk

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  • 07.12.2018 Fresenius kappt mittelfristige Ziele - Aktie schw...

    Fresenius kappt mittelfristige Ziele - Aktie schwer unter Druck

    07.12.2018| 08:47:39

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Gesundheitskonzern Fresenius kappt wegen Gegendwinds im laufenden Geschäft und hohen Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele. Unternehmenschef Stephan Sturm sprach in einer Telefonkonferenz am Freitagmorgen von einem Übergangsjahr 2019 für den Konzern. Der Finanzmarkt reagiert sehr irritiert auf die überraschenden Mitteilungen von Fresenius: Die Aktie verliert auf der Handelsplattform Tradegate fast 10 Prozent.

    Fresenius hätte sich mit der zweiten Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate selbst entzaubert, sagte ein Händler am Morgen in einer ersten Reaktion. Damit scheine für Fresenius die jahrelange Phase mit fabelhaften Wachstumsraten vorbei zu sein. Auch die Papiere der ebenfalls im Dax notierten Tochter FMC wurden vorbörslich mit fast 4 Prozent Verlust abgestraft. Dies sieht die Goldman-Expertin Veronika Dubajova allerdings als Kaufchance. Der Ausblick des Dialysedienstleisters sei eine Bereinigung und die Planspiele zur Verwendung der Barmittel könnten für Auftrieb sorgen.

    Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Ziele für 2020 erreicht würden, erklärte der Dax-Konzern am späten Donnerstag in Bad Homburg. Ab 2020 sei ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis dürfte etwas stärker zulegen.

    Mitte Oktober hatte sich der Konzern nach Enttäuschungen bei Töchtern bereits weniger optimistisch für das laufende Jahr gezeigt. So leidet der Dialysespezialist FMC unter schwächelnden Geschäften im Kernmarkt USA und ökonomischen Turbulenzen in Schwellenländer, darunter Argentinien. Und im Klinikgeschäft bei Fresenius Helios belastet der Trend zu ambulanten Behandlungen: Weniger Patienten bleiben über Nacht im Krankenhaus, was die Einnahmen drückt. Die gute Entwicklung mit Flüssigmedizin bei Fresenius Kabi konnte das nicht ausgleichen.

    Für das kommende Jahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Konzernergebnis auf gleichem Niveau wie 2018. Der Umsatz dürfte aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Fresenius arbeite an Massnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung, hiess es weiter. FMC rechnet derweil für das kommende Geschäftsjahr mit einem soliden Umsatzwachstum und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018.

    Fresenius will die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Weiterentwicklung des Geschäfts im kommenden Jahr nochmals steigern. Sie sollen die Basis für das mittelfristige Wachstum stärken. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", sagte Fresenius-Chef Sturm laut Mitteilung. Übernahmen seien in den mittelfristigen Erwartungen nicht enthalten. Diese seien aber auch in Zukunft "ein wesentlicher Treiber" des Wachstums, erklärte er./jha/als/DP/stk

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  • 07.12.2018 Fresenius kappt Mittelfristziele

    Fresenius kappt Mittelfristziele

    07.12.2018| 06:35:05

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius kappt wegen einer zuletzt schwächeren Geschäftsentwicklung und hoher Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele. Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die anspruchsvollen Mittelfristziele für 2020 erreicht würden, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss in Bad Homburg mit. Ab 2020 sei ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis dürfte etwas stärker zulegen.

    Mitte Oktober hatte sich der Konzern nach Enttäuschungen bei Töchtern bereits weniger optimistisch für das laufende Jahr gezeigt. Dies hatte den Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Nach Angaben eines Sprechers gelten diese Ziele weiter.

    Für das kommende Jahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Konzernergebnis auf gleichem Niveau wie 2018. Der Umsatz dürfte organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Vor diesem Hintergrund arbeite Fresenius an Massnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung, hiess es weiter. Für 2019 hatte der Konzern bisher keine Prognose abgegeben.

    Fresenius Medical Care (FMC) rechnet unterdessen für das kommende Geschäftsjahr mit einem soliden Umsatzwachstum und einem Konzernergebnis in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018.

    Fresenius will die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Weiterentwicklung des Geschäfts im kommenden Jahr noch einmal steigern. So solle die Basis für das weitere mittelfristige Wachstum gestärkt werden. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", sagte Fresenius-Chef Stephan Sturm laut Mitteilung. Übernahmen seien in den mittelfristigen Erwartungen noch nicht enthalten. Diese seien aber auch in Zukunft "ein wesentlicher Treiber" des Wachstums, erklärte er.

    Für das Geschäftsjahr 2018 werde Fresenius seinen Aktionären eine Erhöhung der Dividende entsprechend dem Ergebniswachstum vorschlagen, hiess es weiter. Auch für das Geschäftsjahr 2019 werde eine Erhöhung der Dividende angestrebt.

    Einen detaillierten Ausblick für 2019 sowie einen mittelfristigen Ausblick kündigten Fresenius und FMC für die Bilanzvorlagen im Februar 2019 an./jha/

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  • 07.11.2018 Nein zu Änderungen an Dialysevergütung in Kalifor...

    Nein zu Änderungen an Dialysevergütung in Kalifornien erfreut FMC

    07.11.2018| 11:10:30

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Ein abgelehntes Bürgerbegehren zur Dialyseversorgung im US-Bundesstaat Kalifornien sorgt bei Fresenius Mecial Care (FMC) für Erleichterung - und für einen Kurssprung der Aktie. Das Papier zog am Mittwochmorgen in der Spitze fast um 10 Prozent an.

    Wäre der Antrag mit den Änderungen bei der Vergütung in den USA angenommen worden, hätte sich die Behandlung nach Einschätzung des Unternehmens für die Anbieter nicht mehr gerechnet. Die Erstattung wäre auf ein Niveau gefallen, "das deutlich unter den anfallenden Kosten liegt", erklärte FMC-Chef Rice Powell am Mittwoch in einer Mitteilung des Dialyseanbieters. Dank der Ablehnung könne FMC nun in Kalifornien weiterhin seine Patienten versorgen.

    Die Wähler in Kalifornien hatten zu den Zwischenwahlen auch über die sogenannte Proposition 8 abgestimmt und diesen Entwurf mit fast 62 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Mit dem Volksbegehren sollten die Anbieter gezwungen werden, bestimmte kostenüberschreitende Einnahmen den Patienten direkt oder deren Versicherern zu erstatten. Die Anbieter wie etwa FMC und Konkurrent DaVita hatten sich massiv dagegen ausgesprochen. Ihrer Meinung nach hätte ein "Ja" zum Antrag zur Schliessung von Dialysekliniken führen können.

    Für FMC kommt die Nachricht gerade recht: Das Unternehmen hatte erst kürzlich seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr herunterschrauben müssen, weil es vor allem bei den Dienstleistungen rund um die Dialyse und in schwächelnden Schwellenländern nicht so gut läuft wie bisher.

    Nach Einschätzung von David Adlington von JPMorgan hat aber selbst das Bürgerbegehren einen Anteil an der Gewinnwarnung. Die Dialyseanbieter in den USA hatten hohe Summen in ihre Informationskampagnen gegen Propositon 8 gesteckt. FMC selbst zahlte nach eigenen Angaben im dritten Quartal 23 Millionen Euro für entsprechende Aktivitäten zum Referendum.

    Auch Branchenkenner wie Michael Jüngling von der US-Bank Morgan Stanley gehen davon aus, dass ein "Ja" zum Referendum für den Anbieter negative Folgen gehabt hätte. FMC hätte dies rund 6 Prozent des erwarteten Nettogewinns im kommenden Jahr gekostet, schrieb er. JPMorgan-Kollege Adlington sieht nun zudem das Risiko gebannt, dass ähnliche Änderungen auch in anderen US-Bundesstaaten Befürworter gefunden hätten.

    Seiner Meinung nach können sich die Anleger nun wieder auf die Fundamentaldaten bei FMC konzentrieren. Denn die Aktie erscheine derzeit günstig bewertet. FMC-Aktien haben seit der Gewinnwarnung Mitte Oktober fast ein Fünftel an Wert eingebüsst./tav/elm/jha/

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  • 30.10.2018 Weg zum Rekordjahr wird für Fresenius holpriger

    Weg zum Rekordjahr wird für Fresenius holpriger

    30.10.2018| 07:43:51

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius SE bekommt auf dem Weg zu einem neuerlichen Rekordjahr immer mehr Hindernisse zu spüren. Im abgelaufenen dritten Jahresviertel wurde das Bad Homburger Unternehmen wie bereits bekannt von schleppenden Geschäften der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC ) und in seinen deutschen Helios-Kliniken ausgebremst. Das anhaltend florierend Geschäft mit Nachahmermitteln in der Sparte Kabi konnte dies nicht komplett ausgleichen, wie Fresenius am Dienstag bei der Vorlage seiner endgültigen Zahlen in Bad Homburg mitteilte.

    Fresenius hatte deshalb bereits Mitte Oktober seine Wachstumsprognose gesenkt und erwartet nun den währungsbereinigten Umsatz und das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis jeweils am unteren Rand der angepeilten Bandbreite. Im abgelaufenen Quartal hatte Fresenius die Erlöse um 3 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gesteigert, um Wechselkursschwankungen bereinigt betrug das Plus 4 Prozent - und damit noch etwas weniger als für das Gesamtjahr erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stagnierte bei 1,11 Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis zog um 8 Prozent auf 445 Millionen Euro an.

    Bei FMC ging der Umsatz den endgültigen Zahlen zufolge um 6 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich sank das Ergebnis wie bereits erwartet um 8 Prozent auf 285 Millionen Euro./tav/fba

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  • 17.10.2018 Fresenius und FMC schockieren Anleger mit pessimi...

    Fresenius und FMC schockieren Anleger mit pessimistischerem Ausblick

    17.10.2018| 09:38:31

    BAD HOMBURG (awp international) - Unerwartet schleppende Geschäfte bei seinen Dialyse- und Kliniktöchtern haben den Medizinkonzern Fresenius im dritten Jahresviertel ausgebremst. Das Dax-Unternehmen zeigt sich nach der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen nun pessimistischer für das Gesamtjahr: Das Management hält inzwischen nur noch das untere Ende der bisherigen Prognosespannen für Umsatz und Ergebnis für realistisch. Die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) musste nach einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im Jahresviertel die Ziele für 2018 zurechtstutzen.

    Dass sich die auf Flüssigmedizin spezialisierte Tochter Kabi dagegen nun optimistischer für das Gesamtjahr zeigt, interessierte die Investoren am Morgen nur wenig: Fresenius-Papiere gaben kurz nach dem Handelsbeginn um mehr als 8 Prozent nach, FMC-Anteile rutschten um fast 16 Prozent ab.

    Der Dialysespezialist FMC hatte bereits im Frühjahr seinen Umsatzausblick gekappt, nun rudert das Unternehmen bei seinen Zielen für die Erlöse zum zweiten Mal zurück. Und auch für das Ergebnis ist FMC skeptischer. Demnach soll das währungsbereinigte Umsatzwachstum 2018 nur noch bei zwei bis drei Prozent liegen. Bisher hatte das Ziel bei fünf bis sieben Prozent gelegen, wie das Unternehmen am Vorabend mitteilte. Das währungsbereinigte Wachstum des auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnisses auf vergleichbarer Basis dürfte nun noch bei 11 bis 12 Prozent (zuvor: 13 bis 15 Prozent) liegen.

    Das FMC-Führungsteam um Unternehmenschef Rice Powell machte vor allem das Geschäft mit Dialysedienstleistungen in Nordamerika verantwortlich, das sich im zurückliegenden Jahresviertel schlechter als erwartet entwickelt habe. Laut einem Sprecher waren die Patientenzahlen nicht so stark gestiegen wie erhofft, zudem habe der erhöhte Anteil gesetzlich Versicherter eine Rolle gespielt. Die gesetzlichen Krankenkassen vergüten Behandlungen mit niedrigeren Sätzen als bei privat Versicherten.

    FMC verwies auch auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Schwellenländern. Hier kam dem Unternehmen vor allem die Hyperinflation in Argentinien in die Quere. Diese bremsenden Bedingungen dürften - zumindest teilweise - auch im vierten Quartal gelten, warnte der Dialysespezialist.

    Unterdessen stottert auch der Motor im deutschen Krankenhausgeschäft von Fresenius, wo in den Helios-Kliniken im dritten Quartal weniger Patienten behandelt wurden. Zudem schlugen dort Vorbereitungen für neue regulatorische Anforderungen negativ zu Buche. Auch Helios erwartet nun für 2018 nur noch ein organisches Umsatzwachstum am unteren Ende der zuvor genannten Bandbreite von drei bis sechs Prozent.

    Die Dampfmaschine des Konzerns bleibt damit die Tochter Kabi, deren Geschäfte sich weiterhin gut entwickelten - insbesondere in Nordamerika. Kabi rechnet deshalb damit, im Gesamtjahr am oberen Ende seiner Umsatzprognose von plus vier bis sieben Prozent herauszukommen.

    Den vorläufigen Berechnungen zufolge stieg der Umsatz des Fresenius-Konzerns im dritten Quartal um drei Prozent auf rund 8,2 Milliarden Euro, wobei negative Wechselkurseffekte mit einem Prozentpunkt zu Buche schlugen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Konzernergebnis stieg um acht Prozent auf etwa 455 Millionen Euro.

    FMC dürfte einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf knapp 4,06 Milliarden Euro zu verkraften haben. Das Konzernergebnis ging voraussichtlich um acht Prozent auf 285 Millionen Euro zurück, währungsbereinigt betrug das Minus 17 Prozent. Zu Buche schlugen bei dem Dialyseunternehmen im dritten Quartal auch Kosten für Informationskampagnen in den USA. Zudem erhöhte der Konzern seine Rückstellungen für einen möglichen Vergleich mit den US-Behörden. Bei den hierzu laufenden Verhandlungen geht es um mögliche Verstösse gegen US-Korruptionsrecht, die ausserhalb der USA begangen wurden. FMC hatte selbst die die Vorgänge den Behörden im Jahr 2012 gemeldet.

    Für Fresenius könnten sich damit die Probleme wieder mehren, nachdem frühere Schwierigkeiten bei FMC mit dem Rekordergebnis im vergangenen Jahr überstanden schienen. FMC habe die Erwartungen an das dritte Quartal verfehlt, schrieb Analyst Frank Morgan vom britischen Analysehaus RBC. Dies sei zwar vorrangig auf Einmaleffekte zurückzuführen, doch zeigte sich der Experte von der Schwäche im wichtigen nordamerikanischen Markt überrascht.

    Auch das Krankenhausgeschäft, das zuletzt von der Übernahme der spanischen Krankenhauskette Quironsalud profitierte, rückt damit wieder stärker in den Fokus. Seine endgültigen Zahlen wird Fresenius am 30. Oktober vorlegen. Dann dürfte sich Fresenius-Chef Stephan Sturm wohl auch zum laufenden Gerichtsstreit um die von den Bad Homburgern abgesagte Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn äussern. Ein US-Gericht hatte kürzlich zugunsten des deutschen Dax -Konzerns geurteilt. Akorn hat angekündigt, in Berufung gehen zu wollen./tav/elm/fba

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  • 01.10.2018 Fresenius muss Akorn nicht übernehmen

    Fresenius muss Akorn nicht übernehmen

    01.10.2018| 15:37:26

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Im Tauziehen um die Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn kann der Medizinkonzern Fresenius aufatmen. Das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Delaware hat entschieden, dass der Bad Homburger Dax -Konzern Akorn nicht kaufen muss. Das Gericht sah ausreichend Gründe für Fresenius, sich von dem Geschäft zurückzuziehen.

    Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Akorn will nun in Berufung gehen, wie der Konzern am Montag in einer Stellungnahme ankündigte. Fresenius-Aktien schnellten nach der Nachricht dennoch um 9 Prozent in die Höhe. Akorn-Papiere waren zum Start der Wall Street am Montag kurzzeitig ausgesetzt, nach der Wiederaufnahme des Handels brach der Kurs um mehr als die Hälfte ein.

    Da sich die Geschäfte von Akorn kurz nach Bekanntwerden der Übernahmeabsichten von Fresenius schlechter entwickelt hatten, galt der geplante Zukauf als Fehlgriff. Darunter hatten Fresenius-Aktien stark gelitten.

    Der Akorn-Kauf für mehr als 4 Milliarden Euro sollte eigentlich der zweitgrösste in der Unternehmensgeschichte nach dem rund 5,8 Milliarden Euro schweren Zukauf des spanischen Krankenhausbetreibers Quironsalud werden. Doch Fresenius hatte den Akorn-Kauf im April überraschend abgeblasen und schwere Vorwürfe gegen den Generikahersteller wegen angeblich fehlerhafter Medikamententests erhoben. Der US-Konzern bestritt diese und pochte auf die Übernahme - danach sahen sich beide Unternehmen vor Gericht.

    Richter Travis Laster folgte nun der Argumentation des Dax-Konzerns, wonach Akorn zahlreiche Fehler vertuscht habe. Fresenius hatte vier Akorn-Managern, darunter dem früheren Chef der Qualitätskontrolle, vorgeworfen, Daten von Medikamententests geschönt und diese für Neuzulassungsanträge bei der US-Medikamentenaufsicht FDA verwendet zu haben. Auch hatte Fresenius Sicherheitslücken im Computersystem von Akorn bemängelt, wodurch die Manipulation von Tests prinzipiell jedem möglich gewesen sei.

    Fresenius-Chef Stephan Sturm hatte die Reissleine gezogen, nachdem beim Unternehmen im Frühjahr mehrere anonyme Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten Akorns eingegangen waren. Der US-Konzern hatte Fresenius hingegen lange Zeit vorgeworfen, die Tests als Vorwand zu nutzen, um sich von dem Deal zurückzuziehen. Denn die Amerikaner hatten nach der Unterzeichnung des Übernahmevorhabens schlechtere Zahlen ausgewiesen, als ursprünglich erwartet.

    Tatsächlich hatte auch Fresenius ähnliche Missstände in einem Werk seiner Flüssigmedizinsparte Fresenius Kabi einräumen müssen. Allerdings hatte der Konzern argumentiert, dass diese sofort abgeschafft worden seien.

    Für Fresenius stand in dem Streit viel auf dem Spiel, weshalb Konzernchef Stephan Sturm persönlich Ende August zu den Schlussplädoyers nach Delaware flog. Nach einer Reihe von geglückten Übernahmen wurde ihm das Akorn-Debakel persönlich angelastet. Er hatte beteuert, dass die Prüfung der Akorn-Bücher die aufwändigste und sorgfältigste seiner Amtszeit gewesen sei. Hätte Fresenius Akorn nun übernehmen müssen, wäre es laut Sturm teuer geworden. So hatte etwa Fresenius-Kabi-Chef Mats Henriksson im Juli vor Gericht von Kosten in dreistelliger Millionenhöhe gesprochen, die allein zur Behebung der Altlasten bei Akorn fällig geworden wären.

    Die Medikamententests waren nicht der einzige Knackpunkt bei Akorn. Das Unternehmen war bereits in der Vergangenheit wegen eines Bilanzskandals in die Schlagzeilen geraten. Zuletzt ermittelte die FDA in einem Werk in Somerset im US-Bundesstaat New Jersey. Dort fanden die Ermittler Hinweise auf ein mit Metallresten verunreinigtes Anästhetikum. Akorn musste zudem sterile Augentropfen zurückrufen, nachdem diese durch die Qualitätstests gefallen waren./tav/tih/he

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  • 01.10.2018 Gerichtsentscheid: Fresenius muss Akorn nicht übe...

    Gerichtsentscheid: Fresenius muss Akorn nicht übernehmen

    01.10.2018| 13:46:54

    BAD HOMBURG (awp international) - Im Tauziehen um die Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn kann der Medizinkonzern Fresenius aufatmen. Das zuständige US-Gericht hat entschieden, dass der Bad Homburger Dax -Konzern Akorn nicht kaufen muss. Das Gericht sah ausreichend Gründe für Fresenius, sich von dem Geschäft zurückzuziehen. Fresenius-Aktien schnellten am Montag um 9 Prozent in die Höhe, während Akorn vorbörslich einbrachen.

    Fresenius hatte die geplante milliardenschwere Übernahme im Frühjahr überraschend abgeblasen und schwere Vorwürfe gegen Akorn wegen angeblich fehlerhafter Medikamententests erhoben. Der US-Konzern bestritt diese und pochte auf die Übernahme - danach sahen sich beide Unternehmen vor Gericht./tav/jha/

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  • 31.07.2018 Fresenius verdient mehr trotz Umsatzrückgang

    Fresenius verdient mehr trotz Umsatzrückgang

    31.07.2018| 08:36:46

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Gesundheitskonzern Fresenius hat trotz gesunkener Umsätze mehr Gewinn erwirtschaftet. Im zweiten Quartal belastete der starke Euro erneut die Geschäfte des Dax -Unternehmens. Die Erlöse gingen um 2 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zurück, wie Fresenius am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Der Konzern ist stark in den USA aktiv und leidet unter der ungünstigen Umrechnung von Umsätzen in Dollar zu Euro. Negative Wechselkurseffekte herausgerechnet, ergab sich ein Erlösplus von 5 Prozent. Fresenius-Aktien standen im frühen Handel leicht unter Druck.

    Unter dem Strich stieg der Gewinn indes um 45 Prozent auf 652 Millionen Euro. Dabei profitierte Fresenius auch von einem Sondereffekt, da die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) ihren Anteil am Ärztenetzwerk US-Ärztenetzwerk Sound Inpatient Physicians versilberte. Das für die Konzernprognose massgebliche Ergebnis erhöhte sich um 3 Prozent auf 472 Millionen Euro. "Fresenius hat sich im ersten Halbjahr 2018 ausgesprochen positiv entwickelt", erklärte Vorstandschef Stephan Sturm.

    Fresenius hält damit Kurs auf das 15. Rekordjahr in Folge, wenngleich Währungseffekte schon das erste Quartal getrübt hatte. Der Konzern ist in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Übernahmen stark gewachsen. Beim jüngsten Projekt, dem Zukauf des US-Arzneikonzerns Akorn gab es aber einen Rückschlag. Fresenius wirft den Amerikanern gefälschte Medikamententests vor und streitet sich mit ihnen vor einem US-Gericht um den Rückzug von dem Geschäft.

    Eine andere milliardenschwere Übernahme - die des amerikanischen Medizintechnikunternehmen NxStage - soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen sein, wie Fresenius mitteilte. NxStage ist weltweit führend in der Heimdialyse, die Patienten eine komfortablere Behandlung ermöglicht als in stationären Zentren zur Blutwäsche.

    Im zweiten Quartal kam den Hessen nun erneut die Übernahme der spanischen Krankenhauskette Quironsalud zugute. In der Kliniksparte Helios zogen die Umsätze um 10 Prozent an. Vor allem in Spanien liefen die Geschäfte rund. Fresenius, der grösste Krankenhausbetreiber in Deutschland, hatte Quironsalud 2016 für fast 5,8 Milliarden Euro übernommen - der teuerste Zukauf der Firmengeschichte.

    Die ebenfalls im Dax notierte Tochter FMC konnte dank des Anteilsverkaufs am Ärztenetzwerk Sound Inpatient Physicians den Gewinn gemessen am Vorjahr auf 994 Millionen Euro mehr als verdreifachen. Analysten hatten weniger erwartet. FMC hatte seine Beteiligung an Sound Inpatient Physicians für umgerechnet 1,76 Milliarden Euro an Investoren unter Leitung des US-Investmentfonds Summit Partners logeschlagen. Der starke Euro drückte den Umsatz der Bad Homburger aber nun um 6 Prozent auf gut 4,2 Milliarden Euro.

    Für seine boomende Flüssigmedizintochter Kabi ist Fresenius noch optimistischer. Für das operative Ergebnis der Sparte, die intravenös verabreichte Nachahmermedikamente, klinische Ernährung und Infusionen vertreibt, hob der Konzern die Prognose an./als/tav/DP/jha

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  • 13.07.2018 Streit um Akorn-Übernahme: Fresenius fürchtet hoh...

    Streit um Akorn-Übernahme: Fresenius fürchtet hohe Kosten bei Niederlage

    13.07.2018| 08:50:27

    BAD HOMBURG/WILMINGTON (awp international) - Im Streit um die abgesagte Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn fürchtet der Medizinkonzern Fresenius bei einer Niederlage hohe Kosten. Müssten die Bad Homburger Akorn übernehmen, würden sie alle von Unregelmässigkeiten betroffenen Produkte des US-Konzerns zurückrufen und dessen Betriebsprozesse überarbeiten, sagte Fresenius-Manager Mats Henriksson am Donnerstag vor einem Gericht im US-Bundesstaat Delaware. Dies werde vier Jahre dauern und etwa 254 Millionen US-Dollar (218 Mio Euro) kosten.

    An der Börse sorgte das für deutliche Verluste. Die im Dax notierte Fresenius-Aktie gab gegen den Trend mehr als zwei Prozent nach. Henriksson verwies darauf, dass Fresenius 2013 selbst mit ähnlichen Unregelmässigkeiten bei Medizintests zu kämpfen hatte, wie der Konzern sie dem zunächst von ihm umgarnten US-Generikahersteller Akorn heute zum Vorwurf macht. So hätten Prüfer der US-Gesundheitsbehörde FDA im Jahr 2013 Tests und Daten aus einem Fresenius-Werk in Indien in Frage gestellt.

    Wegen ähnlicher Probleme bei Akorn hatte Fresenius im April die eigentlich geplante milliardenschwere Übernahme des US-Unternehmens abgesagt. Akorn klagt dagegen. "Der grosse Unterschied ist, das wir bei Fresenius über ein Werk sprachen", sagte Henriksson. Bei Akorn gehe es dagegen um Probleme in Forschung und Entwicklung in mehreren Werken.

    Am Gericht in Wilmington muss Richter Travis Laster entscheiden, ob die Bad Homburger den Akorn-Deal berechtigterweise abgeblasen haben - oder ob sie die vereinbarte Übernahme für 4,3 Milliarden US-Dollar (3,7 Mrd Euro) durchziehen müssen.

    Fresenius hatte Akorns Klage im April als unbegründet bezeichnet, weil der Hersteller von Nachahmer-Medikamenten mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllt habe. So habe die von Fresenius eingeleitete, unabhängige Untersuchung unter anderem schwerwiegende Verstösse gegen FDA-Vorgaben zur Datenintegrität bei Akorn zutage gefördert.

    Henriksson zufolge brauchte Fresenius nach seinem eigenen Fall von 2013 zwei Jahre, um die Probleme aufzuarbeiten. Laut der FDA hatte die Computer-Software in dem Werk indischen Kalyani unerwünschte oder unpassende Ergebnisse bei Medizintests ignoriert. Fresenius habe das Werk daraufhin geschlossen und den Vertrieb aller dort gefertigten Produkte gestoppt. Dem Hersteller Akorn wirft Fresenius vor, ähnlich mangelhafte Testmethoden verwendet und Testergebnisse teilweise vernichtet zu haben./stw/zb/fba

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  • 07.06.2018 Philips setzt auf Kooperationen mit deutschen Kli...

    Philips setzt auf Kooperationen mit deutschen Kliniken

    07.06.2018| 13:22:06

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT/MÜNCHEN (awp international) - Der Elektro- und Gesundheitskonzern Philips plant zahlreiche Partnerschaften mit deutschen Kliniken. Dabei kommen die Niederländer dem Konkurrenten Siemens in die Quere. Nachdem Philips bereits eine Kooperation mit den Kliniken Köln abgeschlossen hatte, gab das Unternehmen am Donnerstag ein 50 Millionen Euro umfassendes Projekt mit dem Städtischen Klinikum München bekannt. Dabei werden binnen acht Jahren mehr als 200 diagnostische Systeme wie MRTs, CTs, Ultraschall- und Röntgengeräte erneuert.

    "Wir haben Interesse an weiteren Partnerschaften mit Kliniken und planen Dutzende in Deutschland", sagte Philips-Vorstandschef Frans van Houten der Deutschen Presse-Agentur. "Es besteht eine grosse Nachfrage von Krankenhäusern nach Partnern, die Technologie und integrierte Plattformen liefern können." In Deutschland gebe es einen gewissen Rückstand: "Die IT-Ausrüstung ist in vielen Krankenhäusern in die Jahre gekommen."

    In der Kooperation mit dem Städtischen Klinikum München geht es aber um mehr als die Erneuerung von Geräten. Der Einsatz von integrierter Software solle Ärzten helfen, Diagnosen zu verbessern und die Effizienz von Behandlungen zu steigern, wie van Houten erklärte.

    Philips betreut zudem die Ausstattung mit Experten vor Ort und durchleuchtet Behandlungsprozesse auf Sparpotenziale. So erlaubten es bestimmte Computertomografen, Doppelanalysen zu vermeiden und Kranke mit chronischer Nierenschwäche schonender zu untersuchen. Zudem werde an den Klinik-Standorten in Bogenhausen, Schwabing, Neuperlach und Harlaching mit einheitlicher Software gearbeitet. Auch das soll die Diagnose und Versorgung verbessern sowie Wartezeiten senken.

    Kooperation zwischen Unternehmen und Kliniken sind nicht ungewöhnlich. Im Herbst schloss die Medizintechnik-Sparte von Siemens eine Technologie-Partnerschaft mit dem Klinikum Braunschweig. Damals hatte Philips im Rennen um den Auftrag das Nachsehen.

    Für viele Krankenhäuser in Deutschland sind Partnerschaften willkommen, um teure Geräte zu erneuern. In den Kliniken mangelt es oft an Geld: Laut der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) gab es 2017 eine Investitionslücke von fast 2,8 Milliarden Euro. Die Bundesländer zahlten bei weitem nicht so viel, wie für Modernisierung nötig sei, klagt der Verband. Von den etwa 1950 Krankenhäusern schreibt rund ein Viertel rote Zahlen. Umgekehrt profitieren Konzerne von Partnerschaften, indem sie Kliniken über Jahre an sich binden.

    Der Trend in der Gesundheit gehe zu immer mehr Technologie, sagte van Houten. "Es geht immer noch darum, in der Radiologie etwa Röntgenbilder zu erstellen, aber zunehmend darum, komplexe Daten auszuwerten, um Ärzten zu besseren Diagnosen zu verhelfen". Der deutsche Markt ist für ihn nicht nur wegen seiner Grösse attraktiv. So spiele künstliche Intelligenz und Datenauswertung hierzulande bisher kaum eine Rolle, während sie in den USA schon weit verbreitet sei.

    Van Houten hat den einstigen Mischkonzern, der von Fernsehern über Halbleiter bis zu Glühlampen und Medizintechnik alles anbot, kräftig umgebaut. So gab Philips das Geschäft mit Unterhaltungselektronik auf, die Lichtsparte wurde ausgelagert und an die Börse gebracht.

    Philips setzt auf Medizintechnik und wendet sich mit Elektrogeräten wie Rasierern, elektrischen Zahnbürsten oder Kaffeemaschinen an Verbraucher. Das Gesundheitsgeschäft wuchs ferner mit Übernahmen. Mit Kliniken hat der Konzern auch Partnerschaften etwa in Schweden und Spanien. Einen direkten Einstieg in den deutschen Krankenhausmarkt lehnt van Houten indes ab: "Wir wollen kein Klinikbetreiber werden."

    Beim Projekt mit dem Städtischen Klinikum München - einem der grössten kommunalen Häuser in Deutschland - setzt Philips auf ein aufgeteiltes Risiko. Im Vertrag sind erfolgsabhängige Vergütungen für den Konzern verankert, die fällig werden, wenn etwa die Zahl der Patienten in einem Bereich steigt. Axel Fischer, Geschäftsführer der Klinik, sagt zu der Kooperation: "Damit möchten wir insbesondere die Attraktivität des Klinikums für Patienten, Ärzte und Pflegekräfte erhöhen."/als/DP/stw

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  • 06.06.2018 Fresenius ordnet Klinikgeschäft für mögliche Über...

    Fresenius ordnet Klinikgeschäft für mögliche Übernahmen neu

    06.06.2018| 11:38:35

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Gesundheitskonzern Fresenius ordnet sein Klinikgeschäft neu, um die Voraussetzungen für weitere mögliche Übernahmen im Ausland zu schaffen. 38 Einrichtungen und 13 Service-Gesellschaften in Deutschland mit einem Schwerpunkt auf stationärer Rehabilitation und Pflege würden zum 1. Juli von der Kliniktochter Helios auf die Dienstleister-Sparte Vamed übertragen. "Fresenius Helios konzentriert sich künftig noch stärker auf das Akut-Klinikgeschäft und dessen weitere Internationalisierung", erklärte der Dax -Konzern am Mittwoch in Bad Homburg.

    Das Volumen des Geschäfts inklusive Schulden betrage 485 Millionen Euro und werde intern finanziert. Der Schritt schärfe das "Wachstumsprofil von Fresenius Helios mit einer noch klareren Ausrichtung auf die Akutversorgung von Patienten", sagte Vorstandschef Stephan Sturm.

    Fresenius hatte sein Klinikgeschäft 2016 mit der Übernahme der spanischen Krankenhauskette Quirónsalud gestärkt - mit fast 5,8 Milliarden Euro die grösste in der Firmengeschichte. Die Spanier konzentrieren sich auf Akutversorgung. Daher liesse sich ein präziser zugeschnittenes Helios-Geschäft leichter mit Quirónsalud integrieren.

    Helios betreibt 137 Krankenhäuser in Deutschland und Spanien und ist damit nach eigenen Angaben Marktführer in Europa. Sturm hatte bereits signalisiert, dass er für weitere Klinik-Zukäufe im Ausland offen ist.

    Der private deutsche Krankenhausmarkt gilt unter den grossen Betreibern Fresenius, Asklepios und Rhön-Klinikum als weitgehend aufgeteilt. Allerdings hatte Fresenius in den vergangenen Jahren ein hohes Übernahmetempo vorgelegt und versucht derzeit, vom zunächst geplanten Milliarden-Zukauf des US-Konzerns Akorn zurückzutreten./als/DP/tav

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Stammdaten

Branche/Sektor Pharmazeutik, Kosmetik & med. Produkte
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
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Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol FRE
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ISIN DE0005785604

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG