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Aktuelle News

  • 18.01.2019 Munich Re: Aufräumarbeiten nach Datenleck sehr au...

    Munich Re: Aufräumarbeiten nach Datenleck sehr aufwendig

    18.01.2019| 16:22:21

    MÜNCHEN (awp international) - Nach der Entdeckung des riesigen "Collection #1"-Datensatzes gestohlener Log-in-Informationen kommt nach Einschätzung der Munich Re aufwendige Schadenbegrenzung auf betroffene Unternehmen zu. "Mit Hilfe der Datensätze könnte man versuchen, sich in Mailaccounts, Bankkonten, Firmennetzwerke oder oder soziale Netzwerke einzuloggen", sagte am Freitag Martin Kreuzer, Cyberexperte beim weltgrössten Rückversicherer. "Identitätsdiebstahl ist in hohem Mass eine Gefahr für Privatpersonen, aber auch für Unternehmen, wenn sich jemand unter dem Namen eines Mitarbeiters einloggt, die Passwörter ändert und den Zugang für den eigentlich Berechtigten sperrt."

    Die "Collection #1" enthält insgesamt 773 Millionen E-Mail-Adressen und 21 Millionen Passwörter im Klartext. Die Sammlung war auf der Cloud-Plattform Mega aufgetaucht, wo er mittlerweile gelöscht ist. "Der Zugang zur gesamten Sammlung mit über 773 Millionen Datensätzen kostete 45 Dollar", sagte Kreuzer. "Da viele Menschen ihre privaten Passwörter auch beruflich nutzen, kommt man da schnell in eine unglaubliche Dimension, was alles möglich wäre. Für betroffene Unternehmen wird das sehr aufwendig die Systeme wieder zu sichern", sagte Kreuzer.

    Die Experten des Münchner Traditionsunternehmens analysieren Internetkriminalität, da dies für das noch junge Geschäftsfeld der Cyberversicherung von grosser Bedeutung ist - die Preise richten sich nach der Risikoeinschätzung. "Mit Hilfe der Datensätze könnte man versuchen, sich in Mailaccounts, Bankkonten, Firmennetzwerke oder oder soziale Netzwerke einzuloggen", sagte Kreuzer.

    Die Täter seien wahrscheinlich verschiedene Cyberkriminelle, die die Sammlung über mehrere Jahre zusammen getragen hätten. "Warum das jemand veröffentlicht hat, darüber können wir nur spekulieren. Es ist erschreckend, was Sie für 45 Dollar bekommen können."

    Die Identifizierung der Angreifer sei bei Cyberkriminalität unglaublich schwierig, sagte Kreuzer. "Das betrifft auch die Feststellung, ob Kriminelle oder staatliche Akteure am Werk waren. Weltweit hätten mittlerweile über 35 Staaten Cyberprogramme, auch Deutschland. "Wer sich effektiv verteidigen will, muss die Angreifer verstehen. Und wer sich verteidigen kann, hat auch die Fähigkeiten in umgekehrter Richtung."

    Es gebe ein internationales Powerplay in der Cybersicherheit, bei dem die eigentlichen Akteure immer im Dunkeln blieben. "Es wird nach dem Prinzip der maximum deniability ("grösstmögliche Abstreitbarkeit") verfahren, sagte Kreuzer. "Es wird immer mit dem Finger auf bestimmte Staaten gezeigt, Russland, China und Nordkorea, aber es hat noch nie einen Politiker gegeben, der gesagt hätte: Jawohl, das war unser Land."/cho/DP/he

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  • 08.01.2019 Munich Re: Waldbrände treffen Versicherer 2018 stark

    Munich Re: Waldbrände treffen Versicherer 2018 stark

    08.01.2019| 12:23:21

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Für die Versicherungsbranche waren die Waldbrände in Kalifornien im vergangenen Jahr einer Studie zufolge die schwersten Feuer aller Zeiten. Der weltgrösste Rückversicherer Munich Re bezifferte den gesamtwirtschaftlichen Schaden am Dienstag auf 24 Milliarden US-Dollar, ein Vielfaches der bei Feuern üblichen Summe. Davon waren 18 Milliarden Dollar versichert. Die Klimaforscher der Munich Re sehen darin ein Indiz für den Klimawandel.

    Weltweit lagen die Schäden durch Naturkatastrophen der Studie zufolge 2018 bei 160 Milliarden Dollar und damit über dem inflationsbereinigten Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre, der bei 140 Milliarden Dollar lag. Mit 80 Milliarden Dollar war etwa die Hälfte der Schäden versichert. Diese Summe liegt etwa doppelt so hoch wie im Schnitt der vergangenen 30 Jahre, aber deutlich niedriger als im bisherigen Rekordjahr 2017.

    Da musste die Versicherungsbranche mit 140 Milliarden Dollar für Naturkatastrophen-Schäden geradestehen - vor allem wegen drei schwerer Hurrikane in den USA und der Karibik. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden hatten sich 2017 sogar auf 350 Milliarden Dollar summiert.

    Diesmal richteten neben Hurrikan "Michael" in den USA vor allem die Feuer in Kalifornien überraschend hohe Schäden an. "Diese Waldbrände waren ein neuer Schadenrekord, auch mit knapp 100 Todesopfern ein trauriger humanitärer Höchststand", sagte Ernst Rauch, Chef der Klimaforschungsabteilung, der Deutschen Presse-Agentur. Davor habe es in dem US-Bundesstaat bereits 2017 Rekordschäden durch Waldbrände gegeben. "Es gibt bei Naturkatastrophen immer wieder Ausreisser, aber zwei Jahre hintereinander ein Vielfaches der üblichen Schadensumme, das ist besonders auffällig."

    Die Schäden seien unter anderem deswegen so hoch, weil die Besiedlung der kalifornischen Bergregion weiterhin zunehme. "Aber das ist nicht die einzige Erklärung, es gibt meteorologische Auffälligkeiten." Kalifornien zähle zu den Regionen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten überdurchschnittlich erwärmt hätten. "Nicht die Zahl der Brände hat zugenommen, sondern die betroffene Fläche. Es brennt mehr und schneller ab."

    Ein ähnliches Muster ist nach Rauchs Worten in vielen Regionen der Welt zu beobachten, auch in Deutschland. "Die Winter sind insgesamt feuchter geworden und die Sommer trockener." Deutschland sei 2018 mehr als zwei Grad wärmer gewesen als im langjährigen Durchschnitt. "In Deutschland nähern wir uns gewissermassen in einzelnen Jahren schon dem Zwei-Grad-Wert an, auf den die globale Erwärmung gemäss des Abkommens von Paris begrenzt werden soll", sagte der Geowissenschaftler.

    Auch in Europa verursachten Dürre und Waldbrände 2018 hohe Schäden von 3,9 Milliarden Dollar, wovon aber nur ein kleiner Teil versichert war. "Europa und Nordamerika können sich an den Klimawandel relativ gut anpassen, aber 90 Prozent der Weltbevölkerung wohnen ausserhalb dieser beiden Regionen", sagte Rauch.

    Die Wirbelsturmsaison 2018 war laut Munich Re ebenfalls ungewöhnlich - es gab über den Ozeanen der Nordhalbkugel mehr Stürme als üblich. Insgesamt verursachten Wirbelstürme weltweit Gesamtschäden von 56 Milliarden Dollar. Zurückgegangen ist jedoch die Zahl der Todesopfer: Im Schnitt kommen jährlich mehr als 50 000 Menschen ums Leben, im vergangenen Jahr waren es 10 400.

    "Um den langfristig zu beobachtenden Trend höherer Schäden aus Naturkatastrophen global abzudämpfen, muss die Anpassungsfähigkeit an extreme Wetterereignisse zunehmen", sagte Rauch. "Das können beispielsweise Bauvorschriften sein oder eine vorausschauende Landnutzung. Es macht einfach keinen Sinn, in ausgewiesene Überschwemmungsgebiete hinein zu bauen. In Kalifornien müsste mit scharfem Auge darauf geschaut werden, wo gesiedelt wird."

    Die Munich Re dokumentiert seit den siebziger Jahren Naturkatastrophen weltweit, da dies für die Versicherungsbranche von Bedeutung ist. Denn die Unternehmen kalkulieren ihre Beitragssätze auf Grundlage der Daten der Vergangenheit. Die Expertise der Münchner Fachleute ist auf vielen internationalen Tagungen gefragt./cho/stw/nas

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  • 08.01.2019 Munich Re: 2018 gab es die schwersten Waldbrände ...

    Munich Re: 2018 gab es die schwersten Waldbrände aller Zeiten

    08.01.2019| 11:04:30

    MÜNCHEN (awp international) - Die kalifornischen Waldbrände 2018 haben nach einer neuen Analyse so verheerende Schäden verursacht wie kein anderes bekanntes Feuer je zuvor. Die Klimaforscher des weltgrössten Rückversicherers Munich Re sehen darin ein Indiz für den Klimawandel. Die gesamtwirtschaftliche Schadensumme bezifferte das Unternehmen am Dienstag auf 24 Milliarden Dollar, ein Vielfaches der bei Feuern üblichen Summe. "Diese Waldbrände waren ein neuer Schadenrekord, auch mit knapp 100 Todesopfern ein trauriger humanitärer Höchststand", sagte Ernst Rauch, Chef der Klimaforschungsabteilung, der Deutschen Presse-Agentur. Davor habe es in dem US-Bundesstaat bereits 2017 Rekordschäden durch Waldbrände gegeben.

    "Die Schäden sind unter anderem deswegen so hoch, weil die Besiedlung der kalifornischen Bergregion weiterhin zunimmt", sagte Rauch. "Aber das ist nicht die einzige Erklärung, es gibt meteorologische Auffälligkeiten." Kalifornien zähle zu den Regionen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten überdurchschnittlich erwärmt hätten. "Nicht die Zahl der Brände hat zugenommen, sondern die betroffene Fläche. Es brennt mehr und schneller ab."/cho/DP/jha

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  • 28.12.2018 Korr Studie: Gesetzliche Krankenkassen den Privat...

    Korr Studie: Gesetzliche Krankenkassen den Privatversicherungen überlegen

    28.12.2018| 12:05:30

    (Im 1. Satz wird klargestellt, dass gesetzliche Krankenversicherungen teils bessere Leistungen anbieten als private Krankenkassen in deren Premiumtarifen.)

    BERLIN (awp international) - Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) bieten einer Studie zufolge teils bessere Leistungen als private Krankenkassen in Premiumtarifen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens PremiumCircle im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) vorliegt.

    Danach werden bei den Top-Tarifen der privaten Versicherer im Schnitt mehr als ein Viertel (27 Prozent) der als unverzichtbar definierten Mindestanforderungen nicht erfüllt. Bei der GKV seien es nur drei Prozent. "Die wiederkehrende Behauptung, die gesetzliche Krankenversicherung sei nur zweitklassig, wird mit dieser Untersuchung klar widerlegt", sagte Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink dem RND. Stattdessen könnten etliche der untersuchten Privattarife nicht einmal elementare Leistungen garantieren, kritisierte sie.

    Für die Studie definierte PremiumCircle 103 Mindestkriterien, 100 davon sind Bestandteil des Leistungskatalogs der GKV. Zusätzlich aufgenommen wurden höhere Leistungen beim Zahnersatz und eine Kostenübernahme bei Brillen ohne Altersbeschränkung, was nach Ansicht der Studien-Autoren zu einer umfassenden Krankenversicherung gehören muss.

    Grosse Lücken im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung gibt es laut Studie bei den Privattarifen insbesondere bei Kuren und der Rehabilitation. Schlechtere Bedingungen bestünden häufig auch bei der Palliativversorgung, der häusliche Krankenpflege, der Psychotherapie sowie bei Impfungen./shy/seb/DP/tos

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  • 28.12.2018 Studie: Gesetzliche Krankenkassen den Privatversi...

    Studie: Gesetzliche Krankenkassen den Privatversicherungen überlegen

    28.12.2018| 06:41:14

    BERLIN (awp international) - Gesetzliche Krankenversicherungen (GKV) bieten einer Studie zufolge selbst in Premiumtarifen bessere Leistungen als private Krankenkassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Beratungsunternehmens PremiumCircle im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag) vorliegt.

    Danach werden bei den Top-Tarifen der privaten Versicherer im Schnitt mehr als ein Viertel (27 Prozent) der als unverzichtbar definierten Mindestanforderungen nicht erfüllt. Bei der GKV seien es nur drei Prozent. "Die wiederkehrende Behauptung, die gesetzliche Krankenversicherung sei nur zweitklassig, wird mit dieser Untersuchung klar widerlegt", sagte Grünen-Gesundheitsexpertin Maria Klein-Schmeink dem RND. Stattdessen könnten etliche der untersuchten Privattarife nicht einmal elementare Leistungen garantieren, kritisierte sie.

    Für die Studie definierte PremiumCircle 103 Mindestkriterien, 100 davon sind Bestandteil des Leistungskatalogs der GKV. Zusätzlich aufgenommen wurden höhere Leistungen beim Zahnersatz und eine Kostenübernahme bei Brillen ohne Altersbeschränkung, was nach Ansicht der Studien-Autoren zu einer umfassenden Krankenversicherung gehören muss.

    Grosse Lücken im Vergleich zur gesetzlichen Versicherung gibt es laut Studie bei den Privattarifen insbesondere bei Kuren und der Rehabilitation. Schlechtere Bedingungen bestehen häufig auch bei der Palliativversorgung, der häusliche Krankenpflege, der Psychotherapie sowie bei Impfungen./shy/DP/mis

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  • 14.12.2018 Stresstest: Europas Versicherer für Krisen gerüst...

    Stresstest: Europas Versicherer für Krisen gerüstet - Zinsen sind Achillesferse

    14.12.2018| 19:13:52

    FRANKFURT (awp international) - Europas Versicherer sind aus Sicht der Aufsichtsbehörde insgesamt gut für mögliche Krisen gerüstet. Ein möglicher Zinsschock nach oben oder unten würde die Kapitaldecke der Unternehmen aber empfindlich treffen. Im jüngsten Stresstest fielen mehrere der 42 untersuchten Unternehmen bei den Anforderungen an die Eigenmittel unter die kritische Quote von 100 Prozent, wie die europäische Versicherungsaufsicht Eiopa am Freitagabend in Frankfurt mitteilte.

    Anhaltende Niedrigzinsen, aber auch ein plötzlicher Anstieg des Zinsniveaus sowie der Lebenserwartung der Kunden erwiesen sich als Gefahr für die Versicherer-Finanzen. Mit schweren Naturkatastrophen kam die Branche deutlich besser zurecht.

    Der Test sei eine gute Grundlage, um mit den Versicherern weiter über die Anfälligkeiten und mögliche Schritte zu sprechen, sagte Eiopa-Präsident Gabriel Bernardino. Aus Deutschland hatten Europas grösster Versicherer Allianz , der weltgrösste Rückversicherer Munich Re, der Talanx-Haupteigner HDI, die R+V Versicherung und die Huk Coburg an dem Test teilgenommen. Auch andere Grössen wie Axa und Generali waren dabei. Die meisten Versicherer - darunter auch die deutschen - haben der Veröffentlichung ihrer Einzelergebnisse allerdings nicht zugestimmt.

    Im ersten Stress-Szenario, das einen Zinsanstieg mit Verwerfungen an den Kapitalmärkten sowie hohe Schäden vorsah, konnten 6 der getesteten Konzerne die kritische Marke von 100 Prozent bei den vorgeschriebenen Eigenmitteln nicht halten. Im Schnitt lag die Quote noch bei gut 145 Prozent. Im zweiten Szenario, das einen Zinsrückgang mit langfristigem Niedrigzinsumfeld und einen Anstieg der allgemeinen Lebenserwartung vorsah, sackten 7 Versicherer unter 100 Prozent. Im Schnitt lag die Quote bei gut 137 Prozent. Ohne Krise hatte sich die Quote bei den untersuchten Unternehmen im Schnitt bei rund 202 Prozent belaufen.

    Auch die teilnehmenden deutschen Unternehmen hätten sich insgesamt krisenfest gezeigt, sagte der oberste Versicherungsaufseher der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Frank Grund. Allerdings bleibe eine anhaltende Niedrigzinsphase eine Herausforderung. "Aufgrund ihrer langfristigen Verpflichtungen sind einige deutsche Unternehmen von der Niedrigzinsphase besonders betroffen." Hohe Garantiezinsen für Lebens- und Rentenversicherungen, wie in Deutschland lange Zeit üblich, gibt es in anderen europäischen Ländern oft nicht.

    stw/fba

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  • 13.12.2018 Feuer, Stürme, Explosionen - die Risiken der Indu...

    Feuer, Stürme, Explosionen - die Risiken der Industrie

    13.12.2018| 08:51:30

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Die grössten Gefahren für die weltweite Industrie sind nach wie vor analog: Feuer, Stürme und menschliches Versagen richteten dort in den vergangenen fünf Jahren den grössten Versicherungsschaden an. Allein in Deutschland machten Explosionen und Brände rund ein Viertel aller Verluste in der Industrie aus, die zwischen 2013 und 2018 von Versicherungen beglichen wurden. Das geht aus einer Analyse hervor, die der Industrie- und Spezialversicherer Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) am Donnerstag vorlegte.

    "Die Explosionen bei BASF oder der Raffinerie in Ingolstadt sowie das Feuer in der Yachtwerft von Bremen sind sicherlich noch gut in Erinnerung", sagte AGCS-Schadenschef Philipp Cremer. "In der modernen Welt des 21. Jahrhunderts sind es weiter die traditionellen Gefahren, die sehr grosse Schäden verursachen." Zwar seien Explosionen und Brände nicht an der Tagesordnung. Doch wo sie aufträten, richteten sie auch grossen Schaden an.

    Für die Studie untersuchten die Autoren rund eine halbe Million Versicherungsfälle mit einem Gesamtschaden von 58 Milliarden Euro. Feuer und Explosionen machten weltweit rund 24 Prozent der Schadenssumme aus.

    Der technische Fortschritt mache industrielle Prozesse zwar sicherer, sagte Cremer. Dafür richteten einzelne Vorfälle inzwischen grössere Schäden an. Grund dafür sei die zunehmende Vernetzung von Produktionsketten. "Das führt zu einem Durchreichen der Schäden an viele dann betroffene Unternehmen in Form von Betriebsunterbrechungsschäden", sagte Cremer. Anlagen würden zudem komplexer und teurer - entsprechend teuer werde es dann im Falle eines Schadens.

    Trotz der Dominanz herkömmlicher Risiken machten sich auch digitale Bedrohungen zunehmend bei den Versicherungsschäden bemerkbar. "Das muss nicht immer ein Hack sein", sagte Cremer. Auch Fehler und Störungen in der Betriebssoftware könnten zu Ausfällen im Betrieb führen. In den vergangenen fünf Jahren seien insgesamt 120 sogenannte Cyberclaims eingegangen.

    "Und dann haben wir die Fälle mit grosser Medienaufmerksamkeit, in denen etwa Daten von Kunden abgezogen werden." Hier sei Geschwindigkeit gefragt. "Es ist wichtig, dass man in solchen Fällen in den ersten 48 Stunden alles was man hat in Bewegung setzt, um das Datenleck zu stoppen", sagte Cremer. Er geht davon aus, dass Schäden im Cyberbereich in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung zunehmen werden.

    Bei den untersuchten Schäden in der Studie handelt es sich den Autoren zufolge nur um diejenigen, die von den Versicherungen beglichen wurden. Die tatsächlichen Industrieschäden sind demnach deutlich grösser, auch wenn die Lücke nicht so eklatant sei wie etwa bei Naturkatastrophen, bei denen auch viele unversicherte Privatleute betroffen seien.

    Auffällig: Als zweithäufigste Ursache bei den Industrie-Versicherungsschäden führen die Autoren Flugzeugunfälle auf. Sie stehen für 14 Prozent der beglichenen Verluste sowie für 3 Prozent der Schadensfälle in dem Fünfjahres-Zeitraum insgesamt. Laut Cremer ist das vor allem darauf zurückzuführen, dass Schäden im Luftverkehr zum spezifischen Portfolio der AGCS als führender Luftfahrtversicherer gehören.

    Nur eine einzige der zehn häufigsten Schadensursachen, die die Studie ausmacht, ist nicht menschengemacht: Stürme stehen für rund sieben Prozent der angemeldeten Verluste. "Die grosse Mehrheit sind auf technische oder menschliche Faktoren zurückzuführen", heisst es./maa/DP/mis

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  • 13.12.2018 Feuer und Explosionen sind Hauptschadensursache i...

    Feuer und Explosionen sind Hauptschadensursache in deutscher Industrie

    13.12.2018| 08:02:45

    MÜNCHEN (awp international) - Brände und Explosionen haben in den vergangenen fünf Jahren in der deutschen Industrie den grössten Schaden verursacht. Sie stehen für rund ein Viertel aller Verluste, die Industrieversicherungen zwischen 2013 und 2018 hierzulande beglichen haben, wie aus einer Analyse der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. AGCS ist die Industrie- und Geschäftssparte der Allianz-Versicherung . Für die Studie untersuchten die Autoren weltweit knapp eine halbe Million Versicherungsfälle mit einem Gesamtschaden von insgesamt fast 60 Milliarden Euro./maa/DP/jha

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  • 06.12.2018 Studie: Dax-Konzerne spüren zunehmend Gegenwind

    Studie: Dax-Konzerne spüren zunehmend Gegenwind

    06.12.2018| 12:29:37

    FRANKFURT (awp international) - Das Klima für Deutschlands Börsenschwergewichte wird einer Studie zufolge rauer. Der Gesamtumsatz der Dax -Konzerne stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar um 3,0 Prozent auf 333 Milliarden Euro, wie aus einer Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY hervorgeht. Es war der höchste Wert in einem dritten Vierteljahr. Zugleich verzeichneten aber 17 Konzerne Einbussen beim operativen Gewinn, ein Unternehmen rutschte sogar in die roten Zahlen.

    "Im Tagesgeschäft kämpfen viele Unternehmen mit steigenden Kosten - etwa für Rohstoffe - und mit einer nachlassenden Kauflaune der Verbraucher", erläuterte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. In diesem Jahr hätten bereits neun der 30 Dax-Konzerne ihre Gewinnprognosen gesenkt. Vor allem für die Automobilbranche sei das dritte Quartal wegen der Probleme bei der Umstellung auf das neue einheitliche Abgasprüfverfahren WLTP schwierig gewesen.

    In der Summe kletterte der operative Gewinn (Ebit) der Dax-Konzerne im dritten Quartal um 11,6 Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Dabei schlugen auch einmalige Effekte zu Buche. So erzielte beispielsweise Bayer mit dem Verkauf von Geschäftsfeldern an BASF einen milliardenschweren Veräusserungsgewinn. Bereinigt um Sondereffekte sei die Gewinnentwicklung insgesamt deutlich weniger positiv gewesen.

    Nach Einschätzung Meyers dürften die Dax-Konzerne auch im laufenden vierten Quartal Gegenwind spüren. "Die Aussichten haben sich zuletzt eingetrübt, das Wachstum des Welthandels flaut ab und neue Handelsbarrieren werden aufgebaut, was insbesondere die stark exportorientierte deutsche Wirtschaft trifft."/mar/DP/stw

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  • 04.12.2018 Munich Re: Sturmschäden 2018 wieder überdurchschn...

    Munich Re: Sturmschäden 2018 wieder überdurchschnittlich hoch

    04.12.2018| 16:29:56

    MÜNCHEN (awp international) - Tropische Wirbelstürme haben laut einer Studie in diesem Jahr volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von mehr als 50 Milliarden US-Dollar verursacht. Damit liegen die von Hurrikanen und Taifunen verursachten Verwüstungen ein weiteres Mal über dem langjährigen Schnitt von etwa 34 Milliarden Dollar.

    Besonders stark getroffen wurden die USA und Japan. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse des weltgrössten Rückversicherers Munich Re hervor. Doch blieb zumindest eine Wiederholung des Katastrophenjahrs 2017 mit Wirbelsturmschäden in dreistelliger Milliardenhöhe aus.

    Der Münchner Konzern betreibt seine eigene Klimaforschungsabteilung und dokumentiert seit Jahrzehnten Naturkatastrophen weltweit. Die Besonderheiten der Sturmsaison 2018 auf der Nordhalbkugel waren demnach eine hohe Zahl von Taifunen, die Japan trafen, und zwei Volltreffer von Hurrikanen auf dem US-Festland. "Bis Ende November gab es in allen Ozeanbecken mehr Stürme mit mindestens Tropensturmstärke als im Langfristmittel", heisst es in dem Papier.

    Von den gut 50 Milliarden Dollar Gesamtschäden muss die Versicherungsbranche knapp die Hälfte bezahlen, da die restlichen Schäden nicht versichert waren./cho/DP/stw

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  • 28.11.2018 Munich Re steigt wegen US-Drucks aus Iran-Geschäf...

    Munich Re steigt wegen US-Drucks aus Iran-Geschäft aus

    28.11.2018| 11:28:01

    MÜNCHEN (awp international) - Der weltgrösste Rückversicherer Munich Re zieht sich wegen der US-Sanktionen gegen den Iran aus seinen Geschäften in der Islamischen Republik zurück. "Wir steigen da aus", sagte Vorstandschef Joachim Wenning am Dienstagabend in München. "Wir haben in den USA mehr zu verlieren als wir im Iran zu gewinnen haben." Ein grosser Markt ist der Iran für die Münchner Rück ohnehin nicht, das Geschäftsvolumen beläuft sich nach Angaben des Unternehmens auf unter 30 Millionen Euro.

    Die EU und auch die Bundesregierung wollen die Handelswege mit dem Iran eigentlich offen halten, um das von US-Präsident Donald Trump gekündigte Atomabkommen zu retten. Doch zieht es eine ganze Reihe prominenter deutscher Unternehmen - dazu zählen Siemens und Daimler - angesichts der ungleich grösseren geschäftlichen Interessen in den Vereinigten Staaten vor, auf Nummer sicher zu gehen.

    Teurer als der Ausstieg aus dem Iran-Geschäft werden für die Munich Re die Folgen der Waldbrände in Kalifornien. Der "Marktschaden" für die Versicherungsbranche liege nach Schätzungen in der Grössenordnung von zehn Milliarden Dollar, sagte Wenning. Manche Stimmen gingen sogar von 15 Milliarden oder noch mehr aus. Wie viel davon auf die Munich Re entfalle, sei noch ungewiss. Im vergangenen Jahr hätten Waldbrände ebenfalls 15 Milliarden Dollar Schaden verursacht. "Wenn man die Analogie schliessen wollte, ist das auf jeden Fall ein dreistelliges Millionenereignis."

    Seine Gewinnprognose von 2,1 bis 2,5 Milliarden Euro für dieses Jahr hält der Münchner Konzern aber ebenso aufrecht wie das längerfristige Ziel, im Jahr 2020 wieder 2,8 Milliarden Euro zu verdienen./cho/DP/tos

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  • 19.11.2018 Brände richten Milliardenschäden an - schon 80 To...

    Brände richten Milliardenschäden an - schon 80 Tote in Kalifornien

    19.11.2018| 18:26:55

    LOS ANGELES/WASHINGTON (awp international) - Die verheerenden Waldbrände in Kalifornien haben Milliardenschäden angerichtet und inzwischen mindestens 80 Menschen das Leben gekostet. Allein im Norden des US-Bundesstaates starben nach Angaben der kalifornischen Brandschutzbehörde bisher 77 Menschen infolge des Feuers.

    Noch immer werden Hunderte Menschen vermisst: Ihre Zahl sank aber von mehr als 1200 Menschen auf 993, wie die Zeitung "San Francisco Chronicle" berichtete. Im Süden Kaliforniens starben den Behörden zufolge drei Menschen. Die Risikoanalysenfirma Risk Management Solutions (RMS) schätzte allein den versicherten Schaden, den die beiden Brände anrichteten, auf 9 bis 13 Milliarden US-Dollar (7,9 bis 11,4 Milliarden Euro).

    Die Brände waren vor mehr als einer Woche ausgebrochen. Besonders schwer wütete das sogenannte "Camp Fire" im Norden Kaliforniens. Das Feuer um den besonders stark betroffenen Ort Paradise nördlich von Sacramento war am Montag zu 65 Prozent unter Kontrolle. Das Feuer gilt jetzt schon als das tödlichste und zerstörerischste in der Geschichte des Westküstenstaates. Bisher breitete es sich der Behörde Calfire zufolge auf 607 Quadratkilometern Fläche aus, das entspricht rund zwei Dritteln der Fläche Berlins. Mehr als 11 000 Häuser wurden zerstört, mehrere Hundert beschädigt.

    Noch immer werden viele Menschen dort vermisst. Die Zahl der Todesopfer könnte daher noch weiter steigen. Der Sheriff des betroffenen Bezirks Butte County, Kory Honea, hatte am Wochenende die Menschen aufgerufen, sich zu melden, wenn sie in Sicherheit sind. Viele Menschen waren den Behörden zufolge wegen ausgefallener Mobilfunknetze nicht zu erreichen.

    Im Süden Kaliforniens hatte in den vergangenen Tagen das sogenannte "Woolsey"-Feuer nahe Los Angeles Verwüstung verursacht und rund 1500 Häuser zerstört. Darunter waren auch viele Villen von Prominenten im Küstenort Malibu. Das Feuer war am Montag zu 94 Prozent eingedämmt und damit fast komplett unter Kontrolle.

    Mit den Nachwirkungen der Brände wird Kalifornien aber lange zu kämpfen haben. Nach RMS-Schätzungen beläuft sich der versicherte Schaden des "Camp"-Feuers auf 7,5 bis 10 Milliarden US-Dollar (6,5 bis 8,7 Milliarden Euro), beim "Woolsey"-Feuer sind es demnach 1,5 bis 3 Milliarden US-Dollar (1,3 bis 2,6 Milliarden Euro). Mit einberechnet sind dabei Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen, aber auch Einnahmeausfälle für jene, deren Geschäfte zerstört wurden, oder zusätzliche Wohnkosten für Menschen, deren Häuser abgebrannt sind.

    Die Firma mahnte, angesichts des Klimawandels müssten sich Versicherer, politische Entscheider und Hausbesitzer auf häufigere und zunehmend schwere Waldbrände einstellen.

    US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende Kalifornien besucht - und zwar die Gegend um den Ort Paradise, der vom Feuer grösstenteils zerstört wurde. Trump dankte den Rettungskräften und sagte Kalifornien Unterstützung zu. Er machte das Forstmanagement für die schlimme Lage verantwortlich. Auf die Frage, ob der Klimawandel eine Ursache sei, sagte er, es gebe mehrere Faktoren. Derzeit scheine aber das Forstmanagement ein "sehr grosses Problem" zu sein. Experten hatten eine lange Dürre, verdorrte Vegetation und extreme Winde als Ursachen für das Ausmass der Brände genannt./aae/jac/DP/men

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Stammdaten

Branche/Sektor Versicherungen
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol MUV2
Valor 341960
ISIN DE0008430026

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   -0.81%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +1.70 +0.90%
Perf. 3M +7.10 +3.87%
Perf. laufendes Jahr +0.45 +0.24%
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Instrument Barausschüttung (06.02.2018)

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LSE Europ M 194.175 +1.85% 26'951 18.01.2019
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SIX SX EUR 190.45 --- --- 16.01.2019

Derivate SIX Structured Products

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Vortageshoch 191.40 (17.01.2019)
Vortagestief 188.00 (17.01.2019)
Hoch 1W 193.25 (18.01.2019)
Tief 1W 186.85 (10.01.2019)
Hoch 1M 193.25 (18.01.2019)
Tief 1M 185.20 (27.12.2018)
Hoch 3M 196.80 (28.11.2018)
Tief 3M 181.20 (26.10.2018)
Hoch 1J 200.00 (24.04.2018)
Tief 1J 175.00 (27.06.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG