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Eröffnung 91.05   Zeit 08:00:28
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Fundamentale Daten

Dividende 1.4
Dividende ex Datum 18.05.2018
Zahlbar Datum 22.05.2018
Rendite 1.50%
Nominalwert 0
Anzahl Aktien 1'228'504'232
Marktkapital in Mio. 114'300.03
Umsatz Vormonat 4'149'185

Aktuelle News

  • 28.12.2018 Studie: US-Konzerne dominieren die Weltbörsen stä...

    Studie: US-Konzerne dominieren die Weltbörsen stärker denn je

    28.12.2018| 09:28:54

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - US-Konzerne haben ihren Vorsprung an den internationalen Börsen trotz der Kursturbulenzen in diesem Jahr weiter ausgebaut. Deutschlands Börsenschwergewichte rutschten dagegen im weltweiten Ranking der wertvollsten Unternehmen insgesamt ab, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Lediglich zwei deutsche Konzerne finden sich demnach noch unter den Top 100. Im Jahr zuvor waren es noch sechs Firmen.

    Die teuersten Unternehmen der Welt sind den Angaben zufolge trotz teilweise deutlicher Kursverluste US-Technologiekonzerne. Spitzenreiter mit einem Börsenwert von 754 Milliarden Dollar ist Microsoft (Stichtag 21.12.). Der Softwareriese verdrängte damit Apple . Der iPhone-Hersteller Apple verlor in der Gunst der Anleger und kommt auf Rang zwei (715 Mrd), gefolgt von der Google -Muttergesellschaft Alphabet (685 Mrd).

    Als wertvollstes deutsches Unternehmen liegt SAP auf Rang 61 mit einem Börsenwert von 117 Milliarden Dollar. Siemens kommt auf Platz 89. Der Versicherungskonzern Allianz, Volkswagen , Bayer und BASF sind dagegen nicht mehr unter den Top 100.

    Wegen der starken Ausrichtung auf ausländische Märkte litten deutsche Konzerne eher unter den aktuellen handelspolitischen Spannungen und Strafzöllen als etwa die US-Unternehmen, begründete Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, das relativ schwache Abschneiden der deutschen Top-Konzerne. "Zudem verliert derzeit die europäische Wirtschaft insgesamt an Fahrt, während die Konjunktur in den USA nach wie vor brummt."

    Hinzu komme der Umbruch in der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie. "Hohe Investitionen in Zukunftstechnologien schmälern die Gewinne, und die Digitalisierung sowie der Vormarsch der Elektromobilität stellen bisherige Geschäftsmodelle infrage", erläuterte Barth. Zudem befinde sich der wichtige chinesische Absatzmarkt im Rückwärtsgang. All das verunsichere die Anleger.

    Insgesamt stammen den Angaben zufolge die 5 wertvollsten Konzerne der Welt aus den USA. Dazu zählen auch der Online-Riese Amazon und die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway von Warren Buffett. Von den 100 höchstbewerteten Unternehmen haben 57 ihren Sitz in Nordamerika (Vorjahr 55). Nur 22 stammen aus Europa (Vorjahr 24), unverändert 21 Unternehmen kommen aus Asien und dem pazifischen Raum.

    Die wertvollsten Unternehmen ausserhalb der USA sind demnach die beiden chinesischen Internetkonzerne Tencent und Alibaba. Sie belegen die Ränge 6 und 10. Das teuerste europäische Unternehmen ist der Lebensmittelkonzern Nestlé, der mit einem Börsenwert von 252 Milliarden Dollar auf Platz 15 landet.

    Die Bedeutung klassischer Industriekonzerne nimmt den Angaben zufolge aus Sicht der Anleger weiter ab: Nur noch 6 Industrieunternehmen finden sich den Angaben zufolge unter den Top 100 wieder, vor einem Jahr waren es noch 8. Demgegenüber rangieren 21 US-Internet- und Technologiekonzerne unter den höchstbewerteten Unternehmen der Welt - aber nur 2 europäische./mar/DP/she

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  • 28.12.2018 US-Technologieriesen an der Spitze der 100 wertvo...

    US-Technologieriesen an der Spitze der 100 wertvollsten Unternehmen

    28.12.2018| 09:11:44

    FRANKFURT (awp international) - Microsoft , Apple und die Google -Mutter Alphabet sind einer Studie zufolge die wertvollsten Unternehmen der Welt. Spitzenreiter mit einem Börsenwert von 754 Milliarden Dollar ist Microsoft (Stichtag 21.12.), wie aus einer am Freitag veröffentlichten Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Der Softwareriese verdrängte den iPhone-Hersteller Apple, der in der Gunst der Anleger verlor, auf Rang zwei (715 Mrd). Die Google-Muttergesellschaft Alphabet (685 Mrd) kam auf Platz drei. Deutschlands Börsenschwergewichte rutschten im weltweiten Ranking der 100 wertvollsten Unternehmen ab.

    Lediglich zwei deutsche Konzerne finden sich demnach noch unter den Top 100. Im Jahr zuvor waren es noch sechs Firmen. Als wertvollstes deutsches Unternehmen liegt SAP auf Rang 61 mit einem Börsenwert von 117 Milliarden Dollar. Siemens kommt auf Platz 89. Der Versicherungsriese Allianz, Volkswagen , Bayer und BASF sind dagegen nicht mehr unter den Top 100.

    Wegen der starken Ausrichtung auf ausländische Märkte litten deutsche Konzerne eher unter den aktuellen handelspolitischen Spannungen und Strafzöllen als etwa die US-Unternehmen, begründete Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, die Entwicklung. "Zudem verliert derzeit die europäische Wirtschaft insgesamt an Fahrt, während die Konjunktur in den USA nach wie vor brummt." Hinzu komme der Umbruch in der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie.

    Von den 100 höchstbewerteten Unternehmen haben demnach 57 ihren Sitz in Nordamerika (Vorjahr 55). Nur 22 stammen aus Europa (Vorjahr 24), unverändert 21 Unternehmen kommen aus Asien und dem pazifischen Raum./mar/DP/she

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  • 28.11.2018 Die Messe, die sich selbst überflüssig machte: Au...

    Die Messe, die sich selbst überflüssig machte: Aus für die Cebit

    28.11.2018| 16:22:18

    (neu: weitere Reaktionen)

    HANNOVER (awp international) - Nach über 30 Jahren ist die Cebit Geschichte: Die einst weltgrösste Computershow wird eingestellt. Rückläufige Buchungen für 2019 erhöhten zuletzt den Druck auf die Deutsche Messe AG. Die deutsche Wirtschaft habe in den vergangenen Jahren immer wieder thematische Überschneidungen der Cebit und der weitaus grösseren Hannover Messe beklagt, sagte Deutsche-Messe-Vorstandschef Jochen Köckler. Darüber hinaus ist Digitalisierung der Megatrend der meisten Branchen - und damit der meisten Messen. Eine Messe wie die Cebit stosse daher auf sinkende Nachfrage. Der Metallarbeitgeberverband Niedersachsenmetall sprach von einem "Schlag ins Kontor", der Branchenverband Bitkom bedauerte die Entscheidung.

    "Das ist ein herber Verlust für die Wirtschaft in Niedersachsen", meinte der Chef der Unternehmerverbände des Bundeslandes (UVN), Volker Müller, und betonte: "Dass so ein Thema beerdigt wird, ist auch ein fatales Signal für den Standort Deutschland." Ein Ende mit Schrecken sei jedoch besser als ein Schrecken ohne Ende. Mit der Cebit verliere der Messestandort Hannover eins seiner wichtigsten Standbeine - diese Ansicht teilt auch die IHK Niedersachsen (IHKN). Die Messe habe das Image des Wirtschaftsstandorts weltweit geprägt, meinte IHKN-Präsident Helmut Streiff und forderte: "Diese Kompetenz darf uns nicht verloren gehen."

    Die oppositionelle FDP im Landtag in Hannover sprach von einem "Desaster" und einer krachenden Niederlage für Niedersachsens Digital- und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU). Der FDP-Bundestagsabgeordnete Manuel Höferlein meinte: "Während die Bundesregierung von einer Führungsrolle bei der digitalen Transformation träumt, zeigt das Ende der einst weltgrössten Digitalmesse, wo wir in Deutschland wirklich stehen: Auf dem digitalen Nebengleis."

    Wie geht es weiter? Die "industrienahen Digitalthemen" sollen in die Hannover Messe, die weltgrösste Industriemesse, eingebunden werden. Und der Rest? Dafür sind nach Veranstalterangaben Fachveranstaltungen geplant, die sich "gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen" richten sollen. Dabei hatten die Organisatoren im Sommer noch vergeblich versucht, die Cebit als "Europas führendes Digital-Event" neu zu positionieren. Insgesamt lockte die Cebit in neuem Gewand aber nur 120 000 Menschen aufs Messegelände - noch einmal deutlich weniger als 2017 mit 200 000 Besuchern.

    Dennoch zogen die Cebit-Macher noch ein positives Fazit für ihr neues Konzept: Erstmals war die Messe in runderneuertem Gewand mit Festival-Charakter an den Start gegangen. Messe-Vorstand Oliver Frese sagte damals, alle Ziele seien erreicht worden.

    Zu besten Zeiten um die Jahrtausendwende hatte die Messe noch bis zu 800 000 Besucher gezählt, dann ging die Kurve kontinuierlich nach unten. Ein Grund war dafür auch hausgemacht: Die Cebit wollte sich zu den Hoch-Zeiten des Personal Computers immer wieder von den als "Beutelratten" verschmähten Privatbesuchern trennen und speziell auf Business-Kunden ausrichten. Unterhaltungselektronik wie Spielekonsolen war nicht mehr gern gesehen. Und nicht zuletzt zog auch die stetig wachsende Mobilfunkmesse Mobile World Congress nach ihrem Umzug von Südfrankreich nach Barcelona immer mehr Stammkunden aus der Telekommunikations-Branche aus Hannover ab.

    Die alte und neue Cebit seien nicht zu vergleichen, betonte Frese Mitte Juni. Aussteller und Partner seien allesamt zufrieden gewesen. In wirtschaftlichen Zahlen spiegelte sich diese Begeisterung allerdings nicht unbedingt wider: Event statt Messe, Streetfood statt Bratwurst - das funktionierte offensichtlich nicht.

    Erstmals hatte die Cebit im laufenden Jahr im Sommermonat Juni statt im Schneeregen des März stattgefunden. Roboter und autonome Fahrzeuge wurden präsentiert, der Software-Konzern SAP steuerte mit einem Riesenrad zur lockeren Atmosphäre bei - und spendierte der Messe ein neues Wahrzeichen. Grosse Messe-Kunden wie Hewlett Packard Enterprise, Vodafone und Salesforce unterstützten den Angaben zufolge das neue Messe-Konzept. Microsoft dagegen hatte in diesem Jahr auf eine Cebit-Präsenz verzichtet.

    Die Entscheidung bedeutet auch einen tiefen Einschnitt für Frese: Der Messechef bat den Aufsichtsrat um Entbindung von seinen Aufgaben zum 31. Dezember - das Gremium erfüllte seinen Wunsch. Bernd Althusmann, Aufsichtsratschef und Niedersachsens Wirtschaftsminister, sprach von "Bedauern und Respekt". Es sei bedauerlich, einen so erfahrenen Messemacher zu verlieren, betonte der CDU-Politiker. Mit dem neuen Konzept der Cebit habe Frese "Mut, Innovationskraft und Pioniergeist" bewiesen. "Der weitere Nachfragerückgang bei der neuen Cebit ist umso bedauerlicher, gleichzeitig zeigt er aber auch, dass die Cebit-Idee in der gesamten Wirtschaft angekommen ist", sagte Althusmann.

    Diese Ansicht teilt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: "Der digitale Wandel findet inzwischen überall statt, auch auf allen anderen Messen. Die Cebit ist insofern ein Opfer des eigenen Erfolges", sagte der SPD-Politiker. "Ein wichtiges Kapitel der Messen in Hannover geht zu Ende, und das ist sehr schade."

    Dennoch gilt: "Unabhängig von der positiven Resonanz, die das neue Konzept fand, muss es sich natürlich auch für den Veranstalter rechnen", betonte Bitkom-Präsident Achim Berg. Markt und Messelandschaft hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. "Das ist ein Schlag ins Kontor für den Messestandort Hannover und damit für den gesamten Wirtschaftsstandort Niedersachsen", sage der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsenmetall, Volker Schmidt: "Die Cebit war für drei Jahrzehnte ein echtes Aushängeschild und hat massgeblich zum Renommee der gesamten deutschen Informations- und Kommunikations-Wirtschaft beigetragen."

    Zumal die Computershow 1986 - vor 32 Jahren - als Paukenschlag begann: Denn ihre Premiere wurde gleich von einem Todesfall überschattet. Der Computer-Unternehmer Heinz Nixdorf brach auf einer Messe-Party auf der Tanzfläche mit einem Herzinfarkt zusammen und starb. 1995 stimmte Microsoft-Gründer Bill Gates auf der Cebit auf das - damals - neue Zeitalter des Betriebssystems ein. Ein Jahr später war Windows 95 etabliert. Aber auch die Messe-Konkurrenz wurde stärker.

    Für die Deutsche Messe AG sinkt die Bedeutung der Cebit auch in wirtschaftlicher Hinsicht schon seit Jahren. Das Unternehmen sei angesichts anderer starker Veranstaltungen und das wachsende Auslandsgeschäft "sicher und solide" aufgestellt, sagte Köckler. Die Marke Cebit will die Deutsche Messe im Ausland weiter nutzen. Ganz verschwindet die Cebit also nicht./rek/tst/DP/tos

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  • 28.11.2018 Aus für die Cebit

    Aus für die Cebit

    28.11.2018| 15:10:28

    (Meldung weiter ausgebaut)

    HANNOVER (awp international) - Nach über 30 Jahren ist die Cebit Geschichte: Die einst weltgrösste Computershow wird eingestellt. Rückläufige Buchungen für 2019 erhöhten zuletzt den Druck auf die Deutsche Messe AG. Die deutsche Wirtschaft habe in den vergangenen Jahren immer wieder thematische Überschneidungen der Cebit und der weitaus grösseren Hannover Messe beklagt, sagte Deutsche-Messe-Vorstandschef Jochen Köckler. Darüber hinaus ist Digitalisierung der Megatrend der meisten Branchen - und damit der meisten Messen. Eine Messe wie die Cebit stosse daher auf sinkende Nachfrage. Der Metallarbeitgeberverband Niedersachsenmetall sprach von einem "Schlag ins Kontor", der Branchenverband Bitkom bedauerte die Entscheidung.

    Wie geht es weiter? Die "industrienahen Digitalthemen" sollen in die Hannover Messe, die weltgrösste Industriemesse, eingebunden werden. Und der Rest? Dafür sind nach Veranstalterangaben Fachveranstaltungen geplant, die sich "gezielt an Entscheider ausgewählter Branchen" richten sollen.

    Dabei hatten die Organisatoren im Sommer noch vergeblich versucht, die Cebit als "Europas führendes Digital-Event" neu zu positionieren. Insgesamt lockte die Cebit in neuem Gewand aber nur 120 000 Menschen aufs Messegelände - noch einmal deutlich weniger als 2017 mit 200 000 Besuchern. Dennoch zogen die Cebit-Macher noch ein positives Fazit für ihr neues Konzept: Erstmals war die Messe in runderneuertem Gewand mit Festival-Charakter an den Start gegangen. Messe-Vorstand Oliver Frese sagte damals, alle Ziele seien erreicht worden.

    Zu besten Zeiten um die Jahrtausendwende hatte die Messe noch bis zu 800 000 Besucher gezählt, dann ging die Kurve kontinuierlich nach unten. Ein Grund war dafür auch hausgemacht: Die Cebit wollte sich zu den Hoch-Zeiten des Personal Computers immer wieder von den als "Beutelratten" verschmähten Privatbesuchern trennen und speziell auf Business-Kunden ausrichten. Unterhaltungselektronik wie Spielekonsolen war nicht mehr gern gesehen. Und nicht zuletzt zog auch die stetig wachsende Mobilfunkmesse Mobile World Congress nach ihrem Umzug nach Barcelona immer mehr Stammkunden aus der Telekommunikations-Branche aus Hannover ab.

    Die alte und neue Cebit seien nicht zu vergleichen, betonte Frese Mitte Juni. Aussteller und Partner seien allesamt zufrieden gewesen. In wirtschaftlichen Zahlen spiegelte sich diese Begeisterung allerdings nicht unbedingt wider: Event statt Messe, Streetfood statt Bratwurst - das funktionierte offensichtlich nicht.

    Erstmals hatte die Cebit im laufenden Jahr im Sommermonat Juni statt im Schneeregen des März stattgefunden. Roboter und autonome Fahrzeuge wurden präsentiert, der Software-Konzern SAP steuerte mit einem Riesenrad zur lockeren Atmosphäre bei - und spendierte der Messe ein neues Wahrzeichen. Grosse Messe-Kunden wie Hewlett Packard Enterprise, Vodafone und Salesforce unterstützten den Angaben zufolge das neue Messe-Konzept. Microsoft dagegen hatte in diesem Jahr auf eine Cebit-Präsenz verzichtet.

    Die Entscheidung bedeutet auch einen tiefen Einschnitt für Frese: Der Messechef bat den Aufsichtsrat um Entbindung von seinen Aufgaben zum 31. Dezember - das Gremium erfüllte seinen Wunsch. Bernd Althusmann, Aufsichtsratschef und Niedersachsens Wirtschaftsminister, sprach von "Bedauern und Respekt". Es sei bedauerlich, einen so erfahrenen Messemacher zu verlieren, betonte der CDU-Politiker. Mit dem neuen Konzept der Cebit habe Frese "Mut, Innovationskraft und Pioniergeist" bewiesen. "Der weitere Nachfragerückgang bei der neuen Cebit ist umso bedauerlicher, gleichzeitig zeigt er aber auch, dass die Cebit-Idee in der gesamten Wirtschaft angekommen ist", sagte Althusmann.

    Diese Ansicht teilt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: "Der digitale Wandel findet inzwischen überall statt, auch auf allen anderen Messen. Die Cebit ist insofern ein Opfer des eigenen Erfolges", sagte der SPD-Politiker. "Ein wichtiges Kapitel der Messen in Hannover geht zu Ende, und das ist sehr schade."

    Dennoch gilt: "Unabhängig von der positiven Resonanz, die das neue Konzept fand, muss es sich natürlich auch für den Veranstalter rechnen", betonte Bitkom-Präsident Achim Berg. Markt und Messelandschaft hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. "Das ist ein Schlag ins Kontor für den Messestandort Hannover und damit für den gesamten Wirtschaftsstandort Niedersachsen", sage der Hauptgeschäftsführer von Niedersachsenmetall, Volker Schmidt: "Die Cebit war für drei Jahrzehnte ein echtes Aushängeschild und hat massgeblich zum Renommee der gesamten deutschen Informations- und Kommunikations-Wirtschaft beigetragen."

    Zumal die Computershow 1986 - vor 32 Jahren - als Paukenschlag begann: Denn ihre Premiere wurde gleich von einem Todesfall überschattet. Der Computer-Unternehmer Heinz Nixdorf brach auf einer Messe-Party auf der Tanzfläche mit einem Herzinfarkt zusammen und starb. 1995 stimmte Microsoft-Gründer Bill Gates auf der Cebit auf das - damals - neue Zeitalter des Betriebssystems ein. Ein Jahr später war Windows 95 etabliert. Aber auch die Messe-Konkurrenz wurde stärker.

    Für die Deutsche Messe AG sinkt die Bedeutung der Cebit auch in wirtschaftlicher Hinsicht schon seit Jahren. Das Unternehmen sei angesichts anderer starker Veranstaltungen und das wachsende Auslandsgeschäft "sicher und solide" aufgestellt, sagte Köckler. Die Marke Cebit will die Deutsche Messe im Ausland weiter nutzen. Ganz verschwindet die Cebit also nicht./rek/tst/DP/nas

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  • 28.11.2018 US-Softwarehersteller Salesforce erfreut Anleger ...

    US-Softwarehersteller Salesforce erfreut Anleger mit starkem Umsatzwachstum

    28.11.2018| 06:35:22

    SAN FRANCISCO (awp international) - Ein boomendes Cloud-Geschäft hat dem US-Softwarehersteller Salesforce im dritten Quartal ein überraschend starkes Umsatzplus beschert. Im Jahresvergleich kletterten die Erlöse um 26 Prozent auf 3,39 Milliarden Dollar (3,0 Mrd Euro), wie der SAP-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

    Hohe Investitionen drückten den Quartalsgewinn zwar von 107 Millionen auf 105 Millionen Dollar, doch das war deutlich mehr als an der Wall Street erwartet. Die Aktie legte nachbörslich kräftig zu. Für Freude bei Anlegern sorgte auch der Geschäftsausblick - Salesforce hob die Jahresprognose sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn an./hbr/DP/zb

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  • 21.11.2018 Gleiches Geld für gleiche Arbeit: SAP schliesst L...

    Gleiches Geld für gleiche Arbeit: SAP schliesst Lücken in Bezahlung

    21.11.2018| 12:06:24

    WALLDORF (awp international) - Ein Jahr nach Einführung des Gesetzes gegen Lohnungerechtigkeit will das Management des Softwarekonzerns SAP Unterschiede in der Bezahlung beseitigen. "Wir haben uns als Unternehmen das Ziel gesetzt gleiches Geld für gleiche Arbeit und gleiche Leistung", sagte der Personalchef von SAP Deutschland Cawa Younosi, der Deutschen Presse-Agentur.

    Dafür hat der Softwarekonzern die Gehälter seiner deutschen Mitarbeiter mit Hilfe eines externen Beratungsunternehmens analysiert. "Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei denen Anpassungen vorgenommen werden, liegt bei 1,2 Prozent der Gesamtbelegschaft in Deutschland." Noch im Dezember sollen diese Lücken ausgeglichen werden. Ausserhalb Deutschlands hat SAP schon im Oktober damit begonnen.

    Seit diesem Jahr haben Frauen und Männer in Deutschland nach dem sogenannten Entgelttransparenzgesetz ein Recht darauf in grösseren Firmen zu erfahren, was ihre Pendants verdienen. Ausserdem müssen diese Unternehmen das überprüfen. Ziel ist es, Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern auszumerzen. Bei SAP werde allerdings schon immer auf gleiche Bezahlung geachtet, so Younosi. Deshalb sei die Lücke auch nur "sehr gering" gewesen.

    Der Softwarekonzern ist wie viele IT-Firmen nicht in der Tarifbindung. Tarifverträge, wie sie beispielsweise bei Bosch oder Daimler , aber auch beim IT-Konzern IBM gelten, können helfen, solche Unterschiede von vorne herein zu verhindern. Denn das Tarifwerk gibt für weite Teile der Belegschaft vor, welcher Lohn für welchen Arbeitsplatz vorgesehen ist. "Für aussertariflich Beschäftigte gelten ähnliche Regelungen, die garantieren, dass sich die Bezahlung nach der jeweiligen Ebene und der Aufgabenschwierigkeit richtet", sagt ein Daimler-Sprecher. Ähnlich geht man bei Bosch vor. Man überprüfe ausserdem regelmässig, ob es Unterschiede in der Bezahlung für gleiche Jobs gebe, so ein Bosch-Sprecher.

    In der IT-Branche dürfte einer der Vorreiter bei dem Thema der US-Konzern IBM sein. Der Technologiekonzern legt seit den 1930er Jahren Wert darauf, dass Männer und Frauen gleich bezahlt werden. In Deutschland hat IBM ausserdem einen Haustarifvertrag. Auch bei SAP-Konkurrent Microsoft setzt man inzwischen auf den Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit".

    Bei SAP fährt man laut Personalchef Younosi nun aber eine "Nulltoleranzstrategie". Es gehe dabei nicht nur um Unterschiede zwischen den Geschlechtern: "Wir wollen auch nicht, dass ein Mann schlechter bezahlt wird als ein anderer Mann oder eine Frau", so Younosi. Allerdings räumt er ein: "Der Anteil der Frauen, bei denen das Gehalt angepasst wurde, ist etwas höher als bei den Männern." Bei rund 25 000 Beschäftigten in Deutschland habe man bei 143 Männern und 123 Frauen Nachholbedarf aufgedeckt. Der Frauenanteil bei SAP liegt in Deutschland wie in anderen IT-Firmen auch nur bei etwa 30 Prozent. Weltweit beschäftigte SAP zuletzt etwa 95 000 Mitarbeiter.

    Der so genannte "Gender Pay Gap " bezeichnet in der Regel die durchschnittliche Lohnlücke zwischen Männern und Frauen über alle Branchen und Berufe hinweg. In Deutschland lag sie laut Statistischem Bundesamt zuletzt bei 21 Prozent. Frauen verdienen meist schlechter, weil sie häufiger in Teilzeit und in schlechter bezahlten Berufen zum Beispiel im sozialen Bereich arbeiten. Rechnet man diese Faktoren heraus, ist der Lohnunterschied geringer, aber immer noch da.

    Aber auch innerhalb von Konzernen verdienen Frauen teilweise weniger - etwa, weil sie eine Weile in Teilzeit gearbeitet haben und dadurch Nachteile in der Karriere haben. Nach der Beobachtung von Christine Muhr, IT-Fachsekretärin bei der Gewerkschaft Verdi in Baden-Württemberg, gilt das insbesondere in IT-Berufen.

    Um die Lücke zu schliessen, müssten Frauen in Fach- und Führungspositionen gefördert werden, betont ein Sprecher des Technologiekonzerns Bosch. Bei Microsoft versucht man seit Jahren mit flexiblen Arbeitsbedingungen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern und so auch die Karrierechancen von Frauen zu verbessern. Auch bei SAP bemüht man sich, Frauen anzulocken und schreibt zum Beispiel Führungspositionen inzwischen in Teilzeit aus. "Wir tun alles dafür, dass der Frauenanteil steigt", sagt Personalchef Younosi. "Das Problem ist, dass im Tech-Bereich die Gesamtanzahl der Frauen, aus der wir rekrutieren können, nicht sehr hoch ist."/ang/DP/jha

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  • 12.11.2018 Infineon tiefrot - Furcht vor Abwärtszyklus im Ch...

    Infineon tiefrot - Furcht vor Abwärtszyklus im Chipsektor

    12.11.2018| 18:48:12

    (Zusammenfassung; neu Schlusskurse, weitere Analystenstimmen, mehr Infos zur aktuellen Entwicklung im Technologiesektor)

    FRANKFURT (awp international) - Die Sorge vor einem Abwärtszyklus in der Halbleiterbranche hat die Papiere von Infineon am Montag trotz positiv gewerteter Quartalszahlen nach unten gerissen. Im frühen Handel noch zeitweise um gut viereinhalb Prozent fester, beendeten die Anteile des Chipherstellers den Tag als Dax-Schlusslicht mit minus 7,83 Prozent auf 16,765 Euro.

    Ende Oktober hatten sie sich von ihrem Jahrestief bei etwas unter 16 Euro zunächst etwas erholen können bis auf knapp über 19 Euro Anfang November. Diese Erholung ist dahin. Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Montag mit minus 1,77 Prozent ebenfalls in schwacher Form.

    Analysten werteten die Quartalszahlen und auch den Ausblick des deutschen Chipproduzenten im Grundsatz positiv, fanden aber im Detail auch Schwachstellen. So sei die Profitabilität im wichtigen Autogeschäft erneut den Erwartungen hinterher gehinkt, schrieb Günther Hollfelder von der Baader Bank. Zudem mehren sich Stimmen, die einen Konjunkturabschwung befürchteten. Für Infineon käme dieser aufgrund des Ausbaus der Kapazitäten zu einem ungünstigen Zeitpunkt, hiess es vom Analysehaus Mainfirst. Die Experten bezweifeln, dass die langfristigen Investitonen "kurzfristig korrigiert" werden könnten. Laut den Analysten der UBS rechnen viele am Markt derzeit mit einem Abwärtszyklus im Halbleitersektor.

    Die von Infineon am Vormittag angekündigte Übernahme des Dresdner Startups Siltectra für 124 Millionen Euro, mit der der Konzern sein Siliziumkarbid-Geschäft erweitert, hatte am Montag kaum Einfluss auf den Kurs, waren sich Marktteilnehmer am Ende des Tages einig. Der Zukauf sei schlicht zu klein, sagte ein Händler. Viele Investoren seien vor der Vorlage der Geschäftszahlen aber etwas zu optimistisch gewesen nach den zuletzt sehr positiven Aussagen des Konzerns etwa auf dem Auto-Investorentag. "Die Quartalszahlen waren gut und der Ausblick ist besser als erwartet - aber letztlich spielt da auch erheblicher Rückenwind von der Währungsseite eine Rolle", so der Händler.

    Er nannte zudem die Unsicherheit wegen Qimonda als Belastung. Infineon musste für die ehemalige Tochter erhöhte Rückstellungen vornehmen. Hintergrund ist eine seit Jahren laufende Klage des Insolvenzverwalters von Qimonda. Infineon hatte das DRAM-Speicherchipgeschäft ausgegliedert und 2006 an die Börse gebracht, Anfang 2009 musste das Geschäft wegen eines drastischen Preisverfalls Insolvenz anmelden.

    Alles in allem hätten nun die zuvor optimistisch in die Zahlen gegangenen Anleger ihre Infineon-Positionen wieder verkauft, so dass die Aktie nun auch charttechnisch weiter unter Druck stehe, führte er aus. Analyst Harald Schnitzer von der DZ Bank hält indes den Kursrutsch zum Wochenauftakt für überzogen.

    Unter den Sektorindizes in Europa wurde zum Wochenauftakt die gesamte Technologiebranche mit einem Minus von 3,7 Prozent von den Anlegern besonders gemieden. Auch hier ist die Erholung seit Ende Oktober nach dem Ausverkauf wieder dahin. Im Dax verbuchten am Montag neben Infineon die Anteile von SAP nach dem laut Analysten kostspieligen Zukauf von Qualtrics in den USA hohe Verluste von 5,6 Prozent.

    In den USA ging es an der Nasdaq-Börse zum Wochenauftakt ebenfalls weiter abwärts. Dort brachen die Aktien des US-Sensorenherstellers und Apple-Zulieferers Lumentum nach gekappten Jahreszielen um knapp ein Drittel ihres Wertes ein. Die Umsatz- und Gewinnwarnung riss auch die Papiere des an der schweizerischen Börse notierten österreichischen Wettbewerbers AMS mit mehr als 22 Prozent in die Tiefe, der ebenso wie Lumentum Komponenten zur 3D-Gesichtserkennung in den neuen iPhone-Modellen von Apple beisteuert. Apple-Papiere verloen in New York mehr als 4 Prozent./ajx/bek/jha/ajx/tos

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  • 12.11.2018 SAP rüstet sich mit teurer Übernahme für Kampf mi...

    SAP rüstet sich mit teurer Übernahme für Kampf mit Salesforce

    12.11.2018| 07:24:33

    (Ausführliche Fassung)

    WALLDORF (awp international) - SAP ist überraschend weiter auf grosser Einkaufstour. Für das US-Unternehmen Qualtrics, das eigentlich bald an die Börse gehen wollte, legt Europas grösster Softwarehersteller acht Milliarden Dollar (rund 7 Mrd Euro) auf den Tisch. Dies teilte SAP am späten Sonntagabend in Walldorf mit. Mit der in Euro teuersten Übernahme in der Geschichte des Unternehmens will sich SAP weiter stärken, um den schnell wachsenden US-Konkurrenten Salesforce in Schach zu halten und diesen in seinem Stammgeschäft weiter anzugreifen. Salesforce hatte sich erst vor Kurzem den Hersteller Mulesoft für rund 6,5 Milliarden Dollar gesichert.

    SAP selbst hatte Anfang des Jahres den Salesforce-Konkurrenten Callidus für 2,4 Milliarden Dollar gekauft. Vorstandschef Bill McDermott hatte eigentlich angekündigt, vorerst nur kleinere Ergänzungskäufe anzupeilen. Jetzt hat der seit 2014 allein amtierende Unternehmenschef aber doch erneut grösser zugeschlagen. In einer Telefonkonferenz mit Analysten am Morgen sprach der Amerikaner von einem weiteren "mutigen Schritt" für den wertvollsten Dax-Konzern.

    Mit acht Milliarden Dollar ist Qualtrics in Dollar gemessen nur etwas billiger als der 2014 gekaufte Hersteller von Reisekostensoftware Concur. Dieser hatte 8,3 Milliarden Dollar inklusive Schulden gekostet, da der Euro damals aber mehr wert war, lag der umgerechnete Kaufpreis unter den jetzigen 7 Milliarden Euro. Diesen will SAP in bar zahlen. Die Finanzierung sei gesichert. Die Übernahme soll im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein.

    Qualtrics zähle zu den weltweiten Pionieren im Software-Bereich Experience Management (XM), hiess es. Qualtrics sammelt Daten zu Kunden, Mitarbeitern, Produkten und Marken. Unter anderem sollen Webseitenbesucher so schneller wiedererkannt werden, um ihnen gezielt Produkte anbieten zu können.

    Die zugekaufte Firma erwarte für das Gesamtjahr 2018 über 400 Millionen US-Dollar Umsatz und zukünftige Wachstumsraten von über 40 Prozent. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Utah wollte eigentlich bald selbst an die Börse gehen.

    Mit der Übernahme will SAP vor allem das Geschäft mit Unternehmenssoftware in der sogenannten Cloud - also online - stärken. Hier ist derzeit der Rivale Salesforce Branchenprimus. SAP ist der grösste Anbieter von Unternehmenssoftware insgesamt, will den Kaliforniern aber auch in der Cloud ans Leder.

    Salesforce wächst hier aber - unter anderem getrieben von Übernahmen - weiter rasant, so dass das 1999 von Konzernchef Marc Benioff gegründete Unternehmen SAP auch künftig beim Gesamtumsatz angreifen könnte. McDermott hat in den vergangenen Jahren zunehmend auf das stark wachsende Cloudgeschäft gesetzt und die Erfolge mit Software für das Management von Kundenbeziehungen und für den Vertrieb (CRM) betont.

    Noch sind die Grössenverhältnisse zwischen den beiden Konzernen eindeutig: SAP machte vergangenes Jahr mit Software on- und offline 19,5 Milliarden Euro Umsatz, davon 3,8 Milliarden in der Cloudsparte. Salesforce brachte im Geschäftsjahr 2017/18 (Ende Januar) rund 10,5 Milliarden Dollar Umsatz auf die Waage (9 Mrd Euro), davon 9,7 Milliarden Dollar mit Software über die Cloud. Salesforce wächst wegen des grösseren Anteils von Cloudsoftware insgesamt weiter schneller als die Walldorfer.

    Salesforce-Chef Benioff hat sich zum Ziel gesetzt, 2022 die Hürde von 20 Milliarden Dollar Umsatz (17,6 Mrd Euro) zu knacken. SAP hat für das Jahr 2020 derzeit einen Umsatz von bis zu 29 Milliarden Euro im Plan./zb/men/fba

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  • 12.11.2018 SAP kauft US-Unternehmen Qualtrics für acht Milli...

    SAP kauft US-Unternehmen Qualtrics für acht Milliarden Dollar

    12.11.2018| 06:31:00

    BERLIN (awp international) - Der deutsche Softwarehersteller SAP kauft das US-Unternehmen Qualtrics für acht Milliarden US-Dollar. Das teilte das Walldorfer Unternehmen am späten Sonntagabend in einer Pflichtmitteilung mit. Die Gremien von SAP und Qualtrics hätten die Transaktion bereits genehmigt, die Aktionäre von Qualtrics hätten ebenfalls zugestimmt. Die Akquisition dürfte im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein.

    Qualtrics zähle zu den weltweiten Pionieren im Software-Bereich Experience Management (XM), mit dem Unternehmen in der vermehrt durch Erlebnisse bestimmten Geschäftswelt erfolgreich sein können, hiess es. Die XM-Plattform von Qualtrics sammele Feedback und Daten in den vier Unternehmensbereichen Kunden, Mitarbeiter, Produkt und Marke. Qualtrics erwarte für das Gesamtjahr 2018 über 400 Millionen US-Dollar Umsatz und zukünftige Wachstumsraten von über 40 Prozent.

    Gemäss der Vereinbarung erwerbe SAP alle von Qualtrics ausgegebenen Aktien für acht Milliarden US-Dollar in bar, teilte das Unternehmen mit. SAP habe eine Finanzierung in Höhe von insgesamt sieben Milliarden Euro zur Deckung des Kaufpreises und der akquisitionsbedingten Kosten gesichert./hme/DP/zb

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  • 19.10.2018 EU-Kommission genehmigt Übernahme von GitHub durc...

    EU-Kommission genehmigt Übernahme von GitHub durch Microsoft

    19.10.2018| 17:02:20

    BRÜSSEL (awp international) - Microsoft hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme der populären Software-Entwicklungsplattform GitHub bekommen. Die Brüsseler Kartellwächter sehen keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs und genehmigten den Zusammenschluss am Freitag ohne Auflagen. Auch gebe es für Microsoft keinen Anreiz, den offenen Charakter der Plattform von GitHub zu verändern, urteilte die Kommission. Die Übernahme ist dem Softwarekonzern aus Redmond insgesamt 7,5 Milliarden Dollar (rund 6,4 Mrd Euro) wert.

    GitHub ist eine offene Plattform, auf der zuletzt mehr als 1,8 Millionen Unternehmen und Entwicklerteams an gemeinsamen Projekten gearbeitet haben. Zu den Nutzern gehören auch Schwergewichte der Branche wie Google , SAP und IBM . Vor allem Microsoft-Chef Satya Nadella war zugetraut worden, die Entwickler-Gemeinde von der Übernahme zu überzeugen. Sein Vorgänger Steve Ballmer hatte OpenSource-Software noch als Teufelswerk bezeichnet./gri/DP/fba

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  • 18.10.2018 SAP enttäuscht bei Marge - Starkes Wachstum mit C...

    SAP enttäuscht bei Marge - Starkes Wachstum mit Cloudsoftware

    18.10.2018| 08:33:25

    (Ausführliche Fassung)

    WALLDORF (awp international) - Bei Europas grösstem Softwarehersteller SAP drückt das starke Wachstum im Bereich Cloudsoftware wieder deutlich auf die Rendite. Im dritten Quartal sank die bereinigte operative Marge, wie das Dax-Schwergewicht am Donnerstag in Walldorf mitteilte. Branchenexperten hatten hingegen mit einem deutlichen Anstieg gerechnet. Finanzchef Luka Mucic führte die Entwicklung auf das starke Wachstum in der noch nicht so rentablen Cloudsparte zurück, die Software zur Miete aus dem Internet anbietet. Ihre Prognosen für 2018 hoben die Walldorfer vor allem wegen des starken Umsatzwachstums an.

    Am Aktienmarkt verfing dieser Schritt aber zunächst nicht. Kurz nach Handelsstart in Frankfurt verlor die SAP-Aktie rund drei Prozent an Wert. Ein Händler sprach von auf den ersten Blick durchwachsenen Resultaten, die Optimisten wie Pessimisten Nahrung böten. Analyst Knut Woller von der Baader Bank verwies auf die unerwartet gesunkene operative Marge. Er lobte aber die verbesserten Wachstumsaussichten.

    In diesem Jahr peilt das SAP-Management um Vorstandschef Bill McDermott zum ersten Mal seit 2013 wieder eine steigende Marge an. Das hatte in den ersten beiden Quartalen auch funktioniert. Zwischen Juli und Ende September machte das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern aber nur 28,9 Prozent vom Umsatz aus - 0,4 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Analysten hatten einen Anstieg auf 30,1 Prozent geschätzt.

    Bei der Cloudsoftware mache SAP grössere Fortschritte, sagte Mucic in einer Telefonkonferenz. Die Analysten hätten offensichtlich nicht mit einem so starken Wachstum der Cloudsoftware und dem entsprechend hohen Umsatzanteil dieses bislang noch weniger rentablen Geschäfts gerechnet. Mit dem starken Wachstum sei SAP aber gut gewappnet, die erneut angehobenen Jahresziele zu erreichen. Zudem sei die Marge - bereinigt um Wechselkursschwankungen - im dritten Quartal um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.

    McDermott sprach von deutlichen Marktanteilsgewinnen gegenüber der Konkurrenz im Cloudbereich. SAP hat mit dem neuen Programmpaket C4 Hana vor allem den US-Rivalen Salesforce ins Visier genommen, der auf Vertriebsabteilungen von Unternehmen spezialisiert ist. "Unsere Wachstumstreiber zeigen ihre ganze Stärke", sagte der US-Amerikaner. Das Softwarebündel S4 Hana zur Unternehmenssteuerung gewann ebenfalls erneut Hunderte Kunden.

    Auch dank der milliardenschweren Callidus-Übernahme im Frühjahr kletterten die Umsätze mit den im Abo vertriebenen Softwarelösungen im dritten Quartal um fast 40 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Hingegen schwächelte der Verkauf neuer Lizenzen für Softwarepakete, die beim Kunden fest installiert werden. Vor allem in Nordamerika und in Teilen Europas schwenkten die Kunden schneller auf die Cloudangebote um. Die Lizenzen für fest installierte Software bringen hohe Einmalumsätze, bei Cloudsoftware dagegen verteilen die Umsätze sich über die Vertragslaufzeit und fliessen nur nach und nach ins Unternehmen.

    Der Gesamterlös kletterte im abgelaufenen Jahresviertel um 8 Prozent auf 6,02 Milliarden Euro. Der starke Euro kostete dabei zwei Prozentpunkte Wachstum, weil nach der Umrechnung weniger von im Ausland erzielten Erlösen übrigbleibt. Auf Jahressicht geht SAP nun von einem währungsbereinigten Umsatzplus von 7,5 bis 8,5 Prozent aus. Bisher standen 6 bis 7,5 Prozent im Plan. Nach neun Monaten hat SAP bereits 10 Prozent vorzuweisen. Auch die Cloudsparte soll etwas stärker abschneiden als bisher geplant.

    Das bereinigte operative Ergebnis legte im dritten Quartal um 6 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro zu. SAP klammert hier Kosten für die aktienbasierte Vergütung des Managements und der Belegschaft aus, aber auch Aufwendungen für Übernahmen und den Konzernumbau. Dank der besseren Umsatzaussichten geht der Konzern auch beim operativen Ergebnis am Jahresende von rund 25 Millionen Euro mehr aus als bisher.

    Unter dem Strich bekam der Konzern erneut zu spüren, dass wegen des steigenden Aktienkurses mehr Geld für die aktienbasierte Vergütung fällig wurde, der Konzerngewinn ging um 2 Prozent auf 974 Millionen Euro zurück./men/stw/fba

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  • 18.10.2018 SAP enttäuscht bei Marge - Starkes Wachstum mit C...

    SAP enttäuscht bei Marge - Starkes Wachstum mit Cloudsoftware

    18.10.2018| 06:31:09

    WALLDORF (awp international) - Europas grösster Softwarehersteller SAP hat wegen des starken Wachstums bei Cloudsoftware im dritten Quartal deutlicher weniger profitabel abgeschnitten als erwartet. Die um Sonderposten bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern sank im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozentpunkte auf 28,9 Prozent, wie das Dax-Schwergewicht am Donnerstag in Walldorf mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlichen Anstieg auf 30,1 Prozent gerechnet. Grund sei vor allem das starke Wachstum der noch nicht so renditestarken Software zur Miete über das Internet, sagte Finanzvorstand Luka Mucic in einer Telefonkonferenz. Dort mache SAP grössere Fortschritte. Währungsbereinigt habe die Marge zudem um 0,1 Prozentpunkte zugelegt.

    Beim Umsatz kommen die Walldorfer dagegen so gut voran, dass sie zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognosen anhoben. Der Gesamterlös kletterte im abgelaufenen Jahresviertel um 8 Prozent auf 6,02 Milliarden Euro, die Umsätze mit Cloudsoftware wuchsen auch dank einer Übernahme unerwartet stark um 40 Prozent. Das machte ein schwächeres Abschneiden bei der Lizenzsoftware wett.

    Das bereinigte operative Ergebnis legte um 6 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich bekam der Konzern zu spüren, dass mehr Kosten für die aktienbasierten Vergütungsprogramme von Management und Belegschaft anfielen, der Konzerngewinn ging um 2 Prozent auf 974 Millionen Euro zurück./men/mis

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Stammdaten

Branche/Sektor Internet, Software & IT-Dienstleistungen
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol SAP
Valor 345952
ISIN DE0007164600

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   +2.23%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +4.64 +5.38%
Perf. 3M -1.94 -2.09%
Perf. laufendes Jahr +3.65 +4.19%
Perf. 52W   -1.70%

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Company Generalversammlung (17.05.2018)
Instrument Barausschüttung (21.02.2018)

Handelsplätze

Börse Letzter +/-% Volumen Datum/Zeit
Xetra 93.10 +2.90% 3'671'131 18.01.2019
LSE Europ M 93.195 +2.80% 664'608 18.01.2019
Other OTC Mk 105.00 +1.45% --- 18.01.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 90.84 (17.01.2019)
Vortagestief 89.00 (17.01.2019)
Hoch 1W 93.41 (18.01.2019)
Tief 1W 87.69 (14.01.2019)
Hoch 1M 93.41 (18.01.2019)
Tief 1M 84.02 (03.01.2019)
Hoch 3M 95.50 (08.11.2018)
Tief 3M 84.02 (03.01.2019)
Hoch 1J 108.42 (26.09.2018)
Tief 1J 81.37 (09.02.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG