Logo money-net.ch

thyssenkrupp I

(12.57 | -0.64 | -4.81% | 17.05.2019)

Courtagenrechner

Berechnen

Aktuelle Daten

Vortag 13.205   Datum 16.05.2019
Eröffnung 13.30   Zeit 08:00:16
Letzter 12.57   Zeit 19:49:59
Vol. Letzter 200   Volumen ---
+/- -0.64   +/-% -4.81%
Geld 12.55   Brief 12.575
Geld Vol 633   Brief Vol 1'100
Hoch 13.35   Tief 12.485
Bezahlte Kurse ›

Fundamentale Daten

Dividende 0.15
Dividende ex Datum 04.02.2019
Zahlbar Datum 06.02.2019
Rendite 1.19%
Nominalwert 0
Anzahl Aktien 622'531'741
Marktkapital in Mio. 7'825.22
Umsatz Vormonat 6'053'535

Aktuelle News

  • 14.05.2019 Betriebsrat will Kündigungen bei Thyssenkrupp Sta...

    Betriebsrat will Kündigungen bei Thyssenkrupp Stahl nicht hinnehmen

    14.05.2019| 16:56:30

    (Ausführliche Fassung)

    DUISBURG (awp international) - Atempause für die Stahlarbeiter von Thyssenkrupp : Nach dem Aus für die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata sind für sie zumindest bis zum Jahresende betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Auch Standortschliessungen soll es nach Angaben der IG Metall bis dahin nicht geben.

    Das habe die Gewerkschaft mit dem Konzernvorstand von Thyssenkrupp in einem Tarifvertrag vereinbart, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel Europe, Tekin Nasikkol, am Dienstag in Duisburg. In dieser Zeit müsse der Vorstand ein Zukunftskonzept für die Stahlsparte nach dem Aus der Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata vorlegen.

    "Betriebsbedingte Kündigungen hat es noch nie gegeben und wird es auch in Zukunft nicht geben", betonte Nasikkol. "Wir wissen, wie wir uns verteidigen." Thyssenkrupp-Stahlchef Andreas Goss habe vor Betriebsräten einen schmerzhaften Weg für das Unternehmen angekündigt. Wer so etwas vorhabe, müsse sich auf "lange und harte Auseinandersetzungen" einstellen, sagte Nasikkol. Thyssenkrupp hat im Stahlbereich rund 27 000 Mitarbeiter. Grösster Standort ist das Werk in Duisburg.

    Thyssenkrupp hatte am vergangenen Freitag nach Gegenwind aus der EU-Kommission die Stahlfusion mit Tata gestoppt. Vorstandschef Guido Kerkhoff will nun den Konzern radikal umbauen und dabei 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland. In einer Rahmenvereinbarung hatte das Unternehmen der Gewerkschaft bereits am Wochenende zugesichert, dass es dabei im Gesamtkonzern möglichst keine betriebsbedingten Kündigungen geben solle.

    Kündigungen und Standortschliessungen werde es mit den Arbeitnehmervertretern auch nach dem Jahresende nicht geben, betonte der nordrhein-westfälische Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler. "Das ist für uns eine unumstössliche rote Linie." Mit der Absage der Stahlfusion tritt auch ein Tarifvertrag nicht in Kraft, in dem Beschäftigungsgarantieen bis zum Jahr 2026 vereinbart worden waren.

    Thyssenkrupp ist im laufenden Geschäftsjahr in die roten Zahlen geraten. Im zweiten Quartal belief sich der Nettoverlust auf 99 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 240 Millionen Euro im Vorjahr. Dazu trug auch eine Rückstellung von etwas mehr als 100 Millionen Euro für eine erwartete Kartellstrafe beim Stahl bei. Auch für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Thyssenkrupp mit einem Verlust./hff/DP/fba

    Drucken
  • 14.05.2019 IG Metall: Bei Thyssenkrupp Stahl Kündigungsschut...

    IG Metall: Bei Thyssenkrupp Stahl Kündigungsschutz bis Jahresende

    14.05.2019| 15:34:27

    DUISBURG (awp international) - In der Stahlsparte von Thyssenkrupp soll es nach Gewerkschaftsangaben bis zum Jahresende keine betriebsbedingten Kündigungen und keine Schliessung von Standorten geben. Das habe die IG Metall mit dem Konzernvorstand von Thyssenkrupp in einem Tarifvertrag vereinbart, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Thyssenkrupp Steel Europe, Tekin Nasikkol, am Dienstag in Duisburg. In dieser Zeit müsse der Vorstand ein Konzept für die Stahlsparte nach dem Aus der Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata vorlegen.

    Betriebsbedingte Kündigungen und Standortschliessungen werden es mit den Arbeitnehmervertretern auch danach nicht geben, betonte der nordrhein-westfälische Bezirksleiter der IG Metall, Knut Giesler. "Das ist für uns eine unumstössliche rote Linie." Der Stahlbereich von Thyssenkrupp hat rund 27 000 Mitarbeiter.

    Thyssenkrupp hatte am vergangenen Freitag nach Gegenwind aus der EU-Kommission die Stahlfusion mit Tata gestoppt. Beim nun anstehenden Konzernumbau will Vorstandschef Guido Kerkhoff konzernweit 6000 Stellen abbauen, davon 4000 in Deutschland. In einer Rahmenvereinbarung hatte das Unternehmen der Gewerkschaft zugesichert, dass es dabei möglichst keine betriebsbedingte Kündigungen geben soll./hff/DP/fba

    Drucken
  • 14.05.2019 Thyssenkrupp schreibt rote Zahlen

    Thyssenkrupp schreibt rote Zahlen

    14.05.2019| 07:08:30

    ESSEN (awp international) - Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp bekommt die konjunkturelle Abkühlung zu spüren und hat ein schwaches zweites Quartal verzeichnet. Eine schwächere Nachfrage im Komponentengeschäft und in der Stahlsparte sowie steigende Verluste im Anlagenbau liessen das operative Ergebnis in den Monaten Januar bis März sinken, wie das Unternehmen am Dienstag in Essen mitteilte. Unter dem Strich stand ein Verlust - auch wegen höherer Rückstellungen für eine erwartete Kartellstrafe im Stahlbereich.

    Das bereinigte Ergebnis sank um knapp 30 Prozent auf 353 Millionen Euro. Unter den Thyssenkrupp-Geschäften erreichte die Werftensparte nach einem leichten Verlust im Vorjahresquartal eine schwarze Null. Die Aufzugsparte verzeichnete einen leichten Ergebnisrückgang. Im Anlagenbau weitete sich der Verlust jedoch aus - hier wirkten sich niedrigere Margen bei Projekten negativ aus. Deutliche Rückgänge verzeichnete das Komponentengeschäft, dass unter der konjunkturellen Eintrübung litt, sowie die Stahlsparte, die unter anderem eine geringere Nachfrage aus der Automobilindustrie verzeichnete.

    Der Nettoverlust belief sich auf 99 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 240 Millionen Euro im Vorjahr. Negativ wirkten sich dabei auch die Erhöhung der Rückstellung für eine erwartete Kartellstrafe im Stahlgeschäft auf etwas mehr als 100 Millionen Euro aus. Der Umsatz nahm leicht um 2 Prozent auf 10,6 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang um 1 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro. Die Stahlsparte wird dabei für das zweite Quartal weiterhin als "nicht fortgeführtes Geschäft bilanziert - trotz des geplatzten Zusammenschlusses mit dem europäischen Geschäft von Tata Steel. Der Bereich soll zum dritten Quartal wieder eingegliedert werden. Dann würden auch die derzeit ausgesetzten planmässigen Abschreibungen auf die Sparte wieder auf der Konzernebene wirksam, erläuterte Thyssenkrupp. Diese würden sowohl das Ergebnis im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres als auch den Vorjahreszeitraum nachträglich belasten.

    Thyssenkrupp hatte am Freitag für einen Paukenschlag gesorgt und sowohl die geplante Stahlfusion mit Tata Steel als auch die vorgesehene Aufteilung des Konzerns abgesagt. So sah das Dax -Unternehmen keine Chance mehr, von der EU-Kommission die nötige Genehmigung für die Stahlfusion zu erhalten. Dabei hatte Konzernchef Guido Kerkhoff bereits auf ein schwaches erstes Halbjahr hingewiesen und eingeräumt, dass die aktuelle Entwicklung unter den Erwartungen läge. Vor allem die Ergebnissituation in der Stahlsparte nannte er "sehr schlecht".

    Mit der Absage der Stahlfusion, der schlechten Ergebnisentwicklung sowie dem schwachen Aktienkurs sah Kerkhoff dann auch keine Chance mehr für seine Aufspaltungspläne und vollführte eine 180-Grad-Wende bei der Strategie. Diese sieht nun den Börsengang des Aufzuggeschäfts vor. Die Zentrale soll verschlankt werden, Kosten gesenkt und die übrigen Geschäfte mehr Freiraum erhalten. Für die Komponentensparte und den Anlagenbau sucht Kerkhoff Partner, dabei signalisierte er bereits, dort nicht unbedingt die Mehrheit behalten zu müssen. Zudem sollen 6000 Stellen gestrichen werden, davon wie geplant 2000 in der Stahlsparte. Zwei Drittel des Abbaus entfallen dabei auf Deutschland.

    Die Jahresprognose hat der Konzern im Zuge dessen bereits gesenkt. Durch die Wiedereingliederung des Stahlgeschäfts fallen die ausserordentlichen Erträge weg, mit denen Thyssenkrupp bereits gerechnet hat. Dazu kommt die erwartete Kartellstrafe. Inklusive des Stahls erwartet das Unternehmen für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebit) von vergleichbar 1,4 Milliarden auf 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro sowie unter dem Strich einen Verlust. Hier war Thyssenkrupp zuvor von einer deutlichen Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen, als ein Gewinn von 60 Millionen Euro erzielt worden war./nas/he

    Drucken
  • 13.05.2019 Arbeitnehmer dringen bei Thyssenkrupp auf Klarheit

    Arbeitnehmer dringen bei Thyssenkrupp auf Klarheit

    13.05.2019| 07:36:25

    ESSEN (awp international) - Nach dem radikalen Strategiewechsel bei Thyssenkrupp dringt die IG Metall auf rasche Klarheit für die Beschäftigten. "Ich erwarte ein neues Zukunftskonzept für den Stahlbereich", sagte Stahl-Gesamtbetriebsratschef Tekin Nasikkol der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Montag). Er betonte: "Betriebsbedingte Kündigungen hat es bei uns noch nie gegeben und darf es auch in Zukunft nicht geben."

    Auch der Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler, verlangte von Vorstandschef Guido Kerkhoff rasche und verbindliche Planungen. "Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt. Es gibt aber noch keinen Restrukturierungsplan", sagte Giesler der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montag). "Der Vorstand muss diesen jetzt schnell liefern und sagen, wie er sich das vorstellt. In den nächsten Monaten brauchen wir Klarheit für alle Bereiche."

    Thyssenkrupp will - nach dem Aus für die Fusion der Stahlsparte mit dem indischen Konkurrenten Tata und den Plan für eine Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter - in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland. Personalvorstand Oliver Burkhard hatte am Wochenende auf Twitter geschrieben: "Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden, sind aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich".

    Der Gesamtbetriebsratschef der Stahlsparte sagte: "Wir hatten im Falle des Joint Ventures mit dem Tarifvertrag Zukunft eine langfristige Absicherung für Arbeitsplätze und Standorte. Jetzt haben wir diese Sicherheiten nicht mehr."

    Die Entwicklung bei Thyssenkrupp alarmiert auch die katholische Kirche. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck wies am Sonntagabend auf die Sorgen vieler Beschäftigter hin und sagte: "Umso wichtiger ist die gestern erzielte Übereinkunft im Unternehmen, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden." Er vertraue darauf, dass sich die Sozialpartnerschaft von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite bei Thyssenkrupp erneut bewähren werde und die notwendigen Anpassungen möglichst sozialverträglich gestaltet würden. Ziel müsse es sein, das für Essen und das Ruhrgebiet so wichtige Unternehmen langfristig und verlässlich zu stärken und weiterzuentwickeln.

    Nach Ansicht von Anlegervertretern wird es für Thyssenkrupp nun noch schwerer. "Man kann am neuen Ausmass des Stellenabbaus ermessen, wie wichtig der indische Konkurrent Tata als Fusionspartner gewesen ist", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Thomas Hechtfischer, der Deutschen Presse-Agentur. "Man hat drei Jahre rumgebastelt an der Stahlfusion. Das sind jetzt verlorene Jahre", betonte er. Auch in die abgeblasene Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter sei Managementkapazität und Zeit investiert worden. Der Nutzen sei bisher aber nicht sichtbar gewesen.

    Den neuen Vorstandsplan, die profitable Aufzugssparte an die Börse zu bringen, sieht Hechtfischer eher als Notlösung. "Thyssenkrupp braucht das Geld, aber auch die Dividende. Die allerbeste Lösung scheint das nicht zu sein", meinte er. Die Gewinnausschüttung des "Prunkstücks" Aufzugssparte müsste man sich künftig mit anderen Aktionären teilen.

    Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff hält derweil neben dem Aufzugsgeschäft weitere Verkäufe und Partnerschaften für möglich. "Wenn wir sehen, dass sich die Geschäfte in Partnerschaften oder anderen Strukturen besser entwickeln können, dann werden wir uns dem öffnen", sagte er dem "Handelsblatt". Man sei etwa im Bereich Autoteile für neue Lösungen offen: "Hier sind wir nicht so gross und müssen in einigen Bereichen Restrukturierungen vornehmen. Wenn wir hier künftig eine Partnerschaft eingehen, dann müssen wir nicht unbedingt die Mehrheit halten."/sck/kf/hff/vd/fbb/DP/jha

    Drucken
  • 12.05.2019 Thyssenkrupp-Chef hält weitere Verkäufe neben Auf...

    Thyssenkrupp-Chef hält weitere Verkäufe neben Aufzugssparte für möglich

    12.05.2019| 19:49:03

    ESSEN (awp international) - Thyssenkrupp -Chef Guido Kerkhoff hält neben dem Aufzugsgeschäft weitere Verkäufe und Partnerschaften für möglich. "Wenn wir sehen, dass sich die Geschäfte in Partnerschaften oder anderen Strukturen besser entwickeln können, dann werden wir uns dem öffnen?, erklärte er im Interview mit dem "Handelsblatt".

    Der Vorstand sagte am Freitag nach heftigem Gegenwind aus der EU-Kommission die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata ab. Kerkhoff liess auch die geplante Aufspaltung von Thyssenkrupp in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter fallen. Um neues Geld in die Kasse zu bekommen, will Kerkhoff die profitable Aufzugssparte an die Börse bringen.

    Im "Handelsblatt" erklärte Kerkhoff, er sei etwa im Bereich Autoteile für neue Lösungen offen: ?Hier sind wir nicht so gross und müssen in einigen Bereichen Restrukturierungen vornehmen. Wenn wir hier künftig eine Partnerschaft eingehen, dann müssen wir nicht unbedingt die Mehrheit halten."

    Auch im Anlagenbau könnte sich Thyssen-Krupp von Teilen des Geschäfts trennen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Konzernkreise. Zum Verkauf dürfe demnach auch die Werftensparte stehen./fba

    Drucken
  • 12.05.2019 Bei Thyssenkrupp sollen Kündigungen Ausnahme bleiben

    Bei Thyssenkrupp sollen Kündigungen Ausnahme bleiben

    12.05.2019| 14:20:52

    ESSEN (awp international) - Bei Thyssenkrupp könnte der radikale Konzernumbau weniger einschneidende Folgen für die Beschäftigten haben als zunächst befürchtet. Der Industriekonzern will bei dem geplanten Stellenabbau möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Das sieht eine Grundlagenvereinbarung des Unternehmens mit der IG Metall vor, wie Thyssenkrupp-Personalvorstand Oliver Burkhard mitteilte.

    Thyssenkrupp will nach dem Aus für die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata und der gestoppten Zweiteilung des Konzerns 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland. "Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden", erklärte Burkhard am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Sie seien "aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich". Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 160 000 Mitarbeiter.

    Aus Sicht der IG Metall sind mit der Grundlagenvereinbarung Mindeststandards für den fairen Umgang mit den Beschäftigten festgelegt worden. "Die roten Linien sind gezogen", sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Markus Grolms von der IG Metall, am Sonntag. "Der Umbau von Thyssenkrupp ist leider unvermeidbar." Das werde "ein schwerer, aber leider notwendiger Weg für das Unternehmen und die Beschäftigten". Die Arbeitnehmer seien "bereit, dafür Schmerzen zu ertragen, aber nicht um Aktionäre mit Sonderdividenden zu beglücken".

    Grolms bezog sich damit auf den geplanten Börsengang der profitablen Aufzugssparte des Konzerns. Er verlangte, dass die Einnahmen aus dem Börsengang "eingesetzt werden, um die Probleme in den anderen Geschäftsbereichen zu lösen". Vorstandschef Guido Kerkhoff will das Aufzugsgeschäft an die Börse bringen, Thyssenkrupp soll aber Mehrheitsaktionär bleiben.

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der Mitglied im Kuratorium des Grossaktionärs Kruppstiftung ist, begrüsste die Vereinbarung. "Das Konzept, das mir Vorstand und Gewerkschaften gemeinsam vorgestellt haben, ist überzeugend. Es bietet Zukunftschancen für Thyssenkrupp und für Arbeitsplätze in Nordrhein-Westfalen", sagte er nach einem Treffen mit Kerkhoff und Grolms am Samstag in Essen. Kerkhoff habe bestätigt, dass alle Erlöse aus dem Börsengang in das Unternehmen gesteckt werden sollen. Das sei sehr wichtig.

    Ein Grossteil der Stellenstreichungen dürfte den Stahl mit seinen 27 000 Mitarbeitern treffen. Die Traditionsparte bleibt weiterhin der Kernbereich des weit verzweigten Konzerns. Dort sollten auch bei der jetzt gestoppten Fusion mit Tata 2000 Jobs wegfallen. Die IG Metall hatte aber in Verhandlungen mit dem Unternehmen eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erreicht.

    Die IG Metall in Nordrhein-Westfalen fordert die Einhaltung dieser Vereinbarungen. Es sei "nicht ersichtlich, warum die für das Joint Venture geleisteten Zusagen nicht auch für die neue Strategie gelten sollten", sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler. Die Beschäftigten hätten ein Recht auf Standort- und Beschäftigungssicherung. "Hier ist der Vorstand jetzt gefordert schnell Klarheit zu schaffen", forderte er.

    Stellenstreichungen dürften neben dem Stahlbereich auch die Firmenzentrale und andere Verwaltungseinheiten treffen. Kerkhoff will die Verwaltungskosten im gesamten Konzern von derzeit 380 Millionen Euro pro Jahr innerhalb von zwei Jahren auf unter 200 Millionen Euro nahezu halbieren. Ausserdem könnten Unternehmensteile verkauft werden. "Manche Geschäfte werden sich ausserhalb von Thyssenkrupp besser entwickeln können", hatte Kerkhoff gesagt. Beim Verkauf oder der Verselbstständigung eines Unternehmensteils müsse Thyssenkrupp aber zunächst eine sogenannte Fair-Owner-Vereinbarung zum Schutz der Beschäftigten mit der IG Metall treffen, sagte Grolms.

    Nächste wichtige Etappe ist eine Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Mai. Dort will sich Kerkhoff die Zustimmung des Kontrollgremiums für seine Pläne abholen. Bereits am Samstagabend empfahlen mit dem Strategie-, Finanz- und Investitionsausschuss sowie dem Präsidium des Aufsichtsrats wichtige Gremien, grünes Licht zu geben./hff/DP/fba

    Drucken
  • 11.05.2019 Kreise: Gespräche mit Thyssenkrupp-Arbeitnehmerve...

    Kreise: Gespräche mit Thyssenkrupp-Arbeitnehmervertretern geplant

    11.05.2019| 16:22:35

    ESSEN (awp international) - Zu den neuen Umbauplänen und dem umfangreicheren Abbau von nunmehr 6000 Arbeitsplätzen sind bei Thyssenkrupp Gespräche zwischen dem Management und den Arbeitnehmervertretern geplant. Wie aus Kreisen von verschiedenen Seiten am Samstag verlautete, geht es zunächst um einen Rahmen und Fahrplan, wie und wann die Gespräche geführt werden. Die Arbeitnehmervertreter wollen dem Vernehmen nach erreichen, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt.

    Der Thyssenkrupp-Vorstand hat nach Gegenwind aus der EU-Kommission die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata abgesagt. Auch die geplante Aufspaltung von Thyssenkrupp in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter werde nicht weiter verfolgt, teilte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag mit. Der Konzern bleibe als Ganzes erhalten. Jedoch sollen in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen gestrichen werden, 4000 mehr als bisher geplant. Entlassungen schliesst er dabei nicht aus.

    Um neues Geld in die Kasse zu bekommen, will Kerkhoff die profitable Aufzugssparte an die Börse bringen. Dem Vernehmen wird in Kreisen der Arbeitnehmerseite ein möglicher Börsengang der Aufzugssparte nicht grundsätzlich abgelehnt. Dies könnte ein Weg sein, eine komplette Zerschlagung des Konzerns zu verhindern. Wichtig wäre deshalb, dass das Kapital aus einem möglichen Börsengang im Konzern bleibe, in die Zukunftsfähigkeit investiert werde und nicht ausgeschüttet werde.

    Für die rund 27 000 Mitarbeiter von Thyssenkrupp beim Stahl ist das Veto der EU-Kommission nach Kerkhoffs Worten "ein harter Schlag". Die IG Metall hatte eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erreicht. Dieser Tarifvertrag, der nur für den Fall einer Fusion gelte, werde jetzt nicht in Kraft treten, hatte Personalvorstand Oliver Burkhard am Freitag erläutert. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Grössenordnung nicht ausgeschlossen werden. Von den 6000 Stellen sollen 4000 in Deutschland abgebaut werden.

    Unmittelbar nach der aufgegebenen Stahlfusion und der abgeblasenen Konzernaufspaltung berät Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff dem Vernehmen nach die neuen Pläne mit wichtigen Aufsichtsräten. Laut Kreisen wollte sich der Strategie- und Investitionsausschuss des Aufsichtsrates an diesem Samstag mit dem neuen Kurs beschäftigen.

    Bei dem Managertreffen dürfte es darum gehen, dass der Ausschuss die Annahme der Vorstandspläne empfiehlt. Kerkhoff hatte bereits am Freitag deutlich gemacht, dass er den Aufsichtsrat, in dem die Krupp-Stiftung und der schwedische Investor Cevian die grössten Aktienpakete vertreten, auf seiner Seite sieht. Cevian-Co-Chef Lars Förberg forderte, es sei eine fundamentale Neuausrichtung notwendig.

    Zu den Aufgaben des Ausschusses gehört laut der Geschäftsordnung, grundlegende Änderungen der Konzernorganisation mit dem Vorstand zu erörtern und hierzu Beschlussvorschläge an den Aufsichtsrat vorzubereiten. Martina Merz ist sowohl Vorsitzende des Aufsichtsrats als auch Vorsitzende des Strategie- und Investitionsausschusses./vd/DP/zb

    Drucken
  • 10.05.2019 Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen - Kündig...

    Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen - Kündigungen möglich

    10.05.2019| 15:47:55

    (Meldung um Angaben zur Schweiz ergänzt, 4. Abschnitt nach dem Lead)

    Essen (awp/dpa) - Für die Beschäftigten bei Thyssenkrupp ist das vom Konzern erwartete Veto der EU-Kommission zur Stahlfusion mit Tata ein harter Schlag. Der Konzern will 6000 Stellen streichen und schliesst Kündigungen nicht aus.

    Der Industriekonzern Thyssenkrupp will nach der geplatzten Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen abbauen. Davon entfallen etwa 4000 Stellen auf Deutschland, sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag.

    Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Grössenordnung nicht ausgeschlossen werden, ergänzte Personalvorstand Oliver Burkhard. In der Gesamtzahl seien 2000 Stellen enthalten, die auch bei der Stahlfusion mit Tata gestrichen werden sollten. "Es ist ein recht tiefgreifender Einschnitt", sagte Burkhard.

    Für die rund 27'000 Stahlarbeiter von Thyssenkrupp sei das Veto der EU-Kommission "ein harter Schlag", sagte Kerkhoff. Ihnen hätten die Fusion mit Tata "eine Zukunftsperspektive gegeben". Die IG Metall hatte eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erreicht. Dieser Tarifvertrag werde jetzt nicht in Kraft treten, sagte Burkhard.

    Laut dem jüngsten Geschäftsbericht arbeiten bei dem Konzern weltweit rund 161'000 Menschen. Das Unternehmen ist in der Schweiz insbesondere im Aufzugs- und Fahrtreppengeschäft sowie im Materialhandel tätig. Hierzulange beträgt die Zahl der Mitarbeitenden laut einem Sprecher insgesamt rund 600. "Was das konkret für welches Geschäft und welche Standorte bedeutet, müssen wir noch detaillieren," hiess es in einer Stellungnahme gegenüber AWP.

    Aufspaltung abgesagt

    Thyssenkrupp hatte zuvor mitgeteilt, dass die seit mehr als einem Jahr angestrebte Stahlfusion mit Tata Steel voraussichtlich nicht zustande kommen werde. Man erwarte, dass die EU-Kommission die Fusion untersage. Durch den Zusammenschluss wäre Europas zweitgrösster Stahlkonzern mit rund 48'000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Grossbritannien und den Niederlanden entstehen.

    Kerkhoff hat deshalb auch die geplante Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter abgesagt. "Der Konzern bleibt als Ganzes erhalten", sagte er. Um neues Geld in die Kasse zu bekommen, will Kerkhoff jetzt die profitable Aufzugssparte des Konzerns an die Börse bringen. Das hatten Investoren immer wieder gefordert.

    yr/ra

    Drucken
  • 10.05.2019 Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen - Kündig...

    Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen - Kündigungen möglich

    10.05.2019| 14:49:46

    (neu: mehr Details, Stellungnahme von Aktionär Krupp-Stiftung, Börsenreaktion)

    ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp will nach der geplatzten Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata in den kommenden drei Jahren 6000 Stellen abbauen. Davon entfallen etwa 4000 Stellen auf Deutschland, sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Grössenordnung nicht ausgeschlossen werden, ergänzte Personalvorstand Oliver Burkhard. "Es ist ein recht tiefgreifender Einschnitt", so Burkhard.

    Auch die Stahlsparte steht vor einer Umstrukturierung. Die Lage der Branche sei aktuell schlecht, sagte Kerkhoff. Im Zuge des geplanten Zusammenschlusses mit dem europäischen Stahlgeschäft von Tata Steel hatte der Konzern bereits den Abbau von 2000 Stellen angekündigt, die in dem neuen Restrukturierungsplan enthalten seien, so Kerkhoff.

    Für die rund 27 000 Stahlarbeiter von Thyssenkrupp sei das Veto der EU-Kommission "ein harter Schlag", sagte Kerkhoff. Ihnen hätten die Fusion mit Tata "eine Zukunftsperspektive gegeben". Die IG Metall hatte eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erreicht. Dieser Tarifvertrag werde jetzt nicht in Kraft treten, sagte Burkhard.

    Thyssenkrupp hatte zuvor mitgeteilt, dass die seit mehr als einem Jahr angestrebte Stahlfusion mit Tata Steel voraussichtlich nicht zustande kommen werde. Man erwarte, dass die EU-Kommission die Fusion untersage. Kerkhoff zeigte sich enttäuscht und sprach von einem Rückschlag. Die Branche brauche eine Konsolidierung. So leide die Stahlindustrie unter erheblichen Überkapazitäten. Durch den Zusammenschluss wäre Europas zweitgrösster Stahlkonzern mit rund 48 000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Grossbritannien und den Niederlanden entstanden.

    Kerkhoff hat wegen der geplatzten Stahl-Ehe auch die geplante Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen für Werkstoffe und für Industriegüter abgesagt. "Der Konzern bleibt als Ganzes erhalten", sagte er. Um neues Geld in die Kasse zu bekommen, will Kerkhoff jetzt die profitable Aufzugsparte des Konzerns an die Börse bringen. Das hatten Investoren immer wieder gefordert. Dabei will der Konzern die Mehrheit an dem Unternehmen auch nach dem Börsengang behalten.

    An der Börse feierten die Anleger vor dem Wochenende die neuen Pläne des Managements. Der geplante Börsengang der Aufzugsparte kam bestens an. Die zuletzt schwer angeschlagenen Papiere sprangen in der Spitze um mehr als 20 Prozent nach oben, am Nachmittag betrug das Plus zuletzt noch knapp 18 Prozent auf 13,23 Euro. Allerdings waren die Aktien am Vortag noch auf den niedrigsten Stand seit fast 16 Jahren abgesackt, nach monatelangen Verlusten.

    Das Management von Thyssenkrupp will sich nun weiter nach Konsolidierungsmöglichkeiten in den Materialgeschäften umsehen. Man werde aber im Stahl sowie im Handel die Mehrheit behalten. Für andere Bereiche des Konzerns, zu dem auch Komponenten für die Automobilindustrie oder Anlagenbau gehören, kann sich Kerkhoff auch Partner vorstellen - auch in Teilbereichen.

    Die Krupp-Stiftung, grösster Aktionär bei Thyssenkrupp, sprach in einer Stellungnahme am Freitag von "einer herausfordernden Situation", in der alle Beteiligten gefordert" seien. Der Wunsch der Stiftung sei es, "dass das Unternehmen in allen Geschäftsfeldern wettbewerbsfähig aufgestellt ist, mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen und einer nachhaltigen Dividendenfähigkeit", hiess es weiter. "Vor diesem Hintergrund werden wir die neuen Vorschläge bewerten."

    Zu der Geschäftslage von Thyssenkrupp sagte Kerkhoff weitrer, diese liege unter den Erwartungen und sprach von einem "schwachen ersten Halbjahr". Thyssenkrupp will seine Zahlen für das zweite Quartal am kommenden Dienstag vorlegen./nas/hff/DP/tav/fba

    Drucken
  • 10.05.2019 Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen

    Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen

    10.05.2019| 13:54:31

    (Ausführliche Fassung)

    ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp steht vor einem neuen Restrukturierungsprogramm. So sollen 6000 Stellen in den nächsten drei Jahren gestrichen werden, sagte Vorstandsvorsitzender Guido Kerkhoff am Freitag in einer Telefonkonferenz. Zwei Drittel des Abbaus sollen dabei auf Deutschland entfallen. Die Holding soll schlanker aufgestellt und die Verwaltungskosten deutlich gesenkt werden. Da es sich um "tiefgreifende Einschnitte" handele, könnten betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden, sagte Personalvorstand Oliver Burkhard.

    Auch die Stahlsparte steht vor einer Umstrukturierung. Die Lage der Branche sei aktuell schlecht, sagte Kerkhoff. Im Zuge des geplanten Zusammenschlusses mit dem europäischen Stahlgeschäft von Tata Steel hatte der Konzern bereits den Abbau von 2000 Stellen angekündigt, die in dem neuen Restrukturierungsplan enthalten seien, so Kerkhoff.

    Thyssenkrupp hatte zuvor erklärt, dass die Fusion wegen Bedenken der EU-Kommission voraussichtlich nicht zustande kommen werde, und die geplante Aufspaltung des Unternehmens abgesagt. Kerkhoff zeigte sich enttäuscht und sprach von einem Rückschlag. Die Branche brauche eine Konsolidierung. So leide die Stahlindustrie unter erheblichen Überkapazitäten.

    Dennoch will sich das Management weiter nach Konsolidierungsmöglichkeiten in den Materialgeschäften umsehen. Man werde aber im Stahl sowie im Handel die Mehrheit behalten. Ebenso will der Konzern die Mehrheit an der Aufzugsparte behalten, die an die Börse gebracht werden soll. Für andere Bereiche des Konzerns, zu dem auch Komponenten für die Automobilindustrie oder Anlagenbau gehören, kann sich Kerkhoff auch Partner vorstellen - auch in Teilbereichen.

    Zu der Geschäftslage von Thyssenkrupp sagte Kerkhoff, diese liege unter den Erwartungen und sprach von einem "schwachen ersten Halbjahr". Thyssenkrupp will seine Zahlen für das zweite Quartal am kommenden Dienstag vorlegen./nas/fba

    Drucken
  • 10.05.2019 Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen

    Thyssenkrupp will 6000 Stellen streichen

    10.05.2019| 13:50:14

    ESSEN (awp international) - Der Industriekonzern Thyssenkrupp will nach dem Platzen der Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata 6000 Stellen abbauen. Davon entfallen 4000 Stellen auf Deutschland, sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag./hff/DP/tav

    Drucken
  • 10.05.2019 Stahlfusion wohl gescheitert - Thyssenkrupp sagt ...

    Stahlfusion wohl gescheitert - Thyssenkrupp sagt Aufspaltung ab

    10.05.2019| 12:41:15

    ESSEN (awp international) - Paukenschlag bei Thyssenkrupp : Die geplante Stahlfusion mit dem Konkurrenten Tata Steel wird voraussichtlich nicht zustande kommen. Grund sind die Wettbewerbsbedenken der Europäischen Kommission, wie das Unternehmen am Freitag in Essen mitteilte. Man erwarte, dass die EU-Kommission die Fusion untersage. Hinfällig ist damit auch die geplante Aufspaltung des Unternehmens in zwei Teile. Stattdessen erwägt Thyssenkrupp nun einen Börsengang seiner Aufzugsparte.

    Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten hervorragend an. Die Aktie von Thyssenkrupp legte am Mittag um fast 13 Prozent zu und war mit Abstand stärkster Wert im Dax .

    Thyssenkrupp und Tata hätten die Bedenken der Wettbewerbskommission trotz Nachbesserungen der geplanten Zugeständnisse nicht ausräumen können, erklärte der Konzern aus Essen. Dabei hätten die Parteien "signifikante" Zusagen gemacht. Weitere Nachbesserungen lehnen Thyssenkrupp und Tata ab. Die angestrebten Synergieeffekte des Zusammenschlusses würden sonst in einem Umfang beeinträchtigt, "dass die wirtschaftliche Logik des Joint Ventures nicht mehr gegeben wäre".

    Thyssenkrupp und Tata Steel hatten bereits im September 2017 die Grundzüge einer Fusion ihrer europäischen Stahlgeschäfte vereinbart. Seitdem steckt das Vorhaben in der Warteschleife fest. Mit der nun bevorstehenden Untersagung durch die EU ist aber auch ein weiterer Baustein der Thyssenkrupp-Strategie von Konzernchef Guido Kerkhoff hinfällig: die geplante Aufspaltung in zwei Unternehmen.

    Vorgesehen war die Aufteilung in ein Unternehmen mit dem Industriegeschäft und eines, das den Anteil am neuen Stahlunternehmen, den Stahlhandel sowie das Werftengeschäft vereint. Das Management habe die Optionen neu bewertet und werde dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Teilung abzusagen, erklärte Thyssenkrupp nun.

    Die konjunkturelle Eintrübung und deren Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung sowie das aktuelle Kapitalmarktumfeld führten dazu, dass die Teilung nicht wie vorgesehen dargestellt werden könne, begründete der Konzern den Schritt. Statt dessen strebe Thyssenkrupp eine andere Form der Neuausrichtung an.

    Im Zuge dessen erwägt das Management, die Aufzugssparte des Konzerns an die Börse zu bringen, um zu Geld zu kommen. Der Bereich gilt als Perle von Thyssenkrupp. Man werde dem Aufsichtsgremium einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten, hiess es. Zudem sollen die übrigen Geschäftsbereichen, zu denen etwa Komponenten für die Automobilindustrie und der Anlagenbau gehören, mehr Freiheiten erhalten. Auch soll die Holding schlanker aufgestellt werden. Zudem steht eine Stärkung der Kapitalbasis auf dem Programm.

    Das voraussichtliche Scheitern der Stahlfusion führt nun auch dazu, dass Thyssenkrupp seine Prognosen anpassen muss. Im dritten Quartal des bis Ende September laufenden Geschäftsjahrs werde Thyssenkrupp die Stahlsparte wieder in den Konzern eingliedern. Der Konzern erwartet daher für 2018/19 - inklusive des Stahlbereichs - ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro. Der freie Mittelzufluss vor Zu- und Verkäufen werde negativ im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet. Beim Konzernergebnis erwartet der Konzern einen Verlust.

    In der Prognose hat der Konzern auch eine Erhöhung der bestehenden Rückstellung um etwas mehr als 100 Millionen Euro für das laufende Kartellverfahren bei Grobblech berücksichtigt. Die Rückstellung werde damit auf den Betrag des erwarteten Bussgelds angehoben. Der freie Mittelzufluss des Konzerns könnte durch eine Bezahlung dieser Busse in diesem Geschäftsjahr zusätzlich belastet werden, hiess es./nas/stw/stk

    Drucken
Ältere News ›

Stammdaten

Branche/Sektor Bergbau, Kohle & Stahl
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol TKA
Valor 412006
ISIN DE0007500001

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   -6.11%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M -0.47 -3.40%
Perf. 3M -0.24 -1.82%
Perf. laufendes Jahr -1.70 -11.41%
Perf. 52W   -38.72%

Bezahlte Kurse

  • Go
Some text
Zeit Preis Volumen
19:49:59 12.57 200
18:57:37 12.555 30
18:01:24 12.57 333
17:38:49 12.565 80
16:05:09 12.57 200
14:48:09 12.62 400
14:30:22 12.585 3'980
14:15:08 12.60 175
13:46:38 12.485 1'000
13:34:20 12.485 5

Corporate action

Company Generalversammlung (01.02.2019)
Instrument Barausschüttung (20.12.2018)

Handelsplätze

Börse Letzter +/-% Volumen Datum/Zeit
Xetra 12.505 -5.59% 9'848'304 17.05.2019
LSE Europ M 12.525 -5.99% 1'127'130 17.05.2019
SIX SX 14.295 -4.16% 2'010 17.05.2019
SIX SX EUR 12.685 --- 1'500 17.05.2019
BX World 14.126 --- 300 17.05.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 13.425 (16.05.2019)
Vortagestief 12.25 (16.05.2019)
Hoch 1W 14.40 (10.05.2019)
Tief 1W 11.21 (09.05.2019)
Hoch 1M 14.40 (10.05.2019)
Tief 1M 11.21 (09.05.2019)
Hoch 3M 14.40 (10.05.2019)
Tief 3M 11.21 (09.05.2019)
Hoch 1J 24.07 (07.06.2018)
Tief 1J 11.21 (09.05.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG