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Fresenius Medical I

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Dividende ex Datum 18.05.2018
Zahlbar Datum 23.05.2018
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Anzahl Aktien 308'947'648
Marktkapital in Mio. 19'228.90
Umsatz Vormonat 1'672'794

Aktuelle News

  • 07.12.2018 Fresenius enttäuscht Anleger mit nächster Gewinnw...

    Fresenius enttäuscht Anleger mit nächster Gewinnwarnung

    07.12.2018| 11:22:16

    (Meldung weiter ausgebaut)

    BAD HOMBURG (awp international) - Beim lange erfolgsverwöhnten Gesundheitskonzern Fresenius häufen sich die Probleme. Am späten Donnerstag überraschte der Dax -Konzern schon zum zweiten Mal binnen weniger Wochen mit einer Gewinnwarnung. Das Unternehmen kappt wegen noch mehr Gegenwinds im laufenden Geschäft und hohen Investitionen seine mittelfristigen Ziele für Umsatz und Gewinn. Vor allem in seinen Privatkliniken in Deutschland und im Geschäft mit Nierenerkrankungen bei der Tochter Fresenius Medical Care (FMC ) bekommt der Konzern Druck.

    An der Börse stürzten Fresenius-Aktien zeitweise um über 14 Prozent ab. Seit Mitte Oktober haben die Titel eine steile Talfahrt hingelegt und nun schon über 40 Prozent an Wert eingebüsst. Die Papiere der Tochter FMC gerieten am Freitag in Mitleidenschaft und zeitweise fast 10 Prozent.

    Fresenius hätte sich mit der zweiten Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate selbst entzaubert, sagte ein Händler am Morgen in einer ersten Reaktion. Damit scheine für Fresenius die jahrelange Phase mit fabelhaften Wachstumsraten vorbei zu sein. Auch die Signale für das kommende Jahr kamen bei Experten nicht gut an. Laut Goldman-Analystin Veronika Dubajova liegt das für 2019 avisierte Konzernergebnis um 7 Prozent unter den Markterwartungen. Die neuen Geschäftsziele bezeichnete sie als insgesamt enttäuschend.

    Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Ziele für 2020 erreicht würden, erklärte Fresenius in Bad Homburg. Ab 2020 sei ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis soll dann etwas stärker wachsen.

    Erst Mitte Oktober hatte sich der Konzern skeptischer für das laufende Jahr gezeigt, FMC musste die Ziele gar senken. Der Dialysespezialist leidet unter schwächelnden Geschäften mit Nierenerkrankungen im wichtigen US-Markt und den wirtschaftlichen Turbulenzen in Schwellenländern, wie die Hyperinflation in Argentinien. Und in den knapp 90 Privatkliniken von Fresenius Helios hierzulande, darunter Berlin, Erfurt und Wiesbaden, belastet der Trend zu ambulanten Behandlungen: Weniger Patienten bleiben über Nacht, was die Einnahmen drückt.

    Fresenius-Chef Stephan Sturm sprach in einer Telefonkonferenz am Freitag von einem Übergangsjahr 2019. Lange war der Konzern stark gewachsen, Übernahmen wie die des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud sorgten für immer neue Gewinnbestmarken - 2018 winkt das 15. Rekordjahr in Folge. Zuletzt aber häuften sich die Probleme. Erst in letzter Sekunde konnte Sturm die geplante Übernahme des US-Konzerns Akorn abwenden, die als teurer Fehlschlag galt.

    Für das kommende Jahr rechnet Sturm mit einer Stagnation des bereinigten Gewinns. Der Umsatz dürfte aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Ursprünglich wollte Fresenius bis 2020 beim Umsatz jährlich um bis zu zehn Prozent und beim Konzernergebnis um bis zu 12,6 Prozent zulegen.

    Um das Wachstum anzukurbeln, will der Konzern mehr Geld für die Forschung und Entwicklung ausgeben. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", sagte Sturm. Übernahmen seien in den mittelfristigen Erwartungen nicht enthalten, aber auch künftig "ein wesentlicher Treiber". Ferner stellte Sturm steigende Dividenden in Aussicht.

    Auch der Dialysespezialist FMC rechnet für 2019 mit einer Gewinnstagnation. Der Umsatz soll "solide" wachsen. Mit der Übernahme des US-Unternehmens NxStage, das auf Blutwäsche zu Hause spezialisiert ist und dem Ausbau von Geschäften in Märkten wie China stünde "ein Jahr der Investitionen" bevor, sagte Vorstandschef Rice Powell./als/DP/stk

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  • 07.12.2018 Fresenius kappt mittelfristige Ziele - Aktie schw...

    Fresenius kappt mittelfristige Ziele - Aktie schwer unter Druck

    07.12.2018| 08:47:39

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Gesundheitskonzern Fresenius kappt wegen Gegendwinds im laufenden Geschäft und hohen Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele. Unternehmenschef Stephan Sturm sprach in einer Telefonkonferenz am Freitagmorgen von einem Übergangsjahr 2019 für den Konzern. Der Finanzmarkt reagiert sehr irritiert auf die überraschenden Mitteilungen von Fresenius: Die Aktie verliert auf der Handelsplattform Tradegate fast 10 Prozent.

    Fresenius hätte sich mit der zweiten Gewinnwarnung innerhalb weniger Monate selbst entzaubert, sagte ein Händler am Morgen in einer ersten Reaktion. Damit scheine für Fresenius die jahrelange Phase mit fabelhaften Wachstumsraten vorbei zu sein. Auch die Papiere der ebenfalls im Dax notierten Tochter FMC wurden vorbörslich mit fast 4 Prozent Verlust abgestraft. Dies sieht die Goldman-Expertin Veronika Dubajova allerdings als Kaufchance. Der Ausblick des Dialysedienstleisters sei eine Bereinigung und die Planspiele zur Verwendung der Barmittel könnten für Auftrieb sorgen.

    Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Ziele für 2020 erreicht würden, erklärte der Dax-Konzern am späten Donnerstag in Bad Homburg. Ab 2020 sei ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis dürfte etwas stärker zulegen.

    Mitte Oktober hatte sich der Konzern nach Enttäuschungen bei Töchtern bereits weniger optimistisch für das laufende Jahr gezeigt. So leidet der Dialysespezialist FMC unter schwächelnden Geschäften im Kernmarkt USA und ökonomischen Turbulenzen in Schwellenländer, darunter Argentinien. Und im Klinikgeschäft bei Fresenius Helios belastet der Trend zu ambulanten Behandlungen: Weniger Patienten bleiben über Nacht im Krankenhaus, was die Einnahmen drückt. Die gute Entwicklung mit Flüssigmedizin bei Fresenius Kabi konnte das nicht ausgleichen.

    Für das kommende Jahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Konzernergebnis auf gleichem Niveau wie 2018. Der Umsatz dürfte aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Fresenius arbeite an Massnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung, hiess es weiter. FMC rechnet derweil für das kommende Geschäftsjahr mit einem soliden Umsatzwachstum und einem Konzernergebnis etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018.

    Fresenius will die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Weiterentwicklung des Geschäfts im kommenden Jahr nochmals steigern. Sie sollen die Basis für das mittelfristige Wachstum stärken. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", sagte Fresenius-Chef Sturm laut Mitteilung. Übernahmen seien in den mittelfristigen Erwartungen nicht enthalten. Diese seien aber auch in Zukunft "ein wesentlicher Treiber" des Wachstums, erklärte er./jha/als/DP/stk

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  • 07.12.2018 Fresenius kappt Mittelfristziele

    Fresenius kappt Mittelfristziele

    07.12.2018| 06:35:05

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius kappt wegen einer zuletzt schwächeren Geschäftsentwicklung und hoher Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele. Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die anspruchsvollen Mittelfristziele für 2020 erreicht würden, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag nach Börsenschluss in Bad Homburg mit. Ab 2020 sei ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis dürfte etwas stärker zulegen.

    Mitte Oktober hatte sich der Konzern nach Enttäuschungen bei Töchtern bereits weniger optimistisch für das laufende Jahr gezeigt. Dies hatte den Aktienkurs auf Talfahrt geschickt. Nach Angaben eines Sprechers gelten diese Ziele weiter.

    Für das kommende Jahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Konzernergebnis auf gleichem Niveau wie 2018. Der Umsatz dürfte organisch im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Vor diesem Hintergrund arbeite Fresenius an Massnahmen zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung, hiess es weiter. Für 2019 hatte der Konzern bisher keine Prognose abgegeben.

    Fresenius Medical Care (FMC) rechnet unterdessen für das kommende Geschäftsjahr mit einem soliden Umsatzwachstum und einem Konzernergebnis in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018.

    Fresenius will die Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Weiterentwicklung des Geschäfts im kommenden Jahr noch einmal steigern. So solle die Basis für das weitere mittelfristige Wachstum gestärkt werden. "Wir bleiben sehr zuversichtlich für den mittel- und langfristigen Wachstumskurs", sagte Fresenius-Chef Stephan Sturm laut Mitteilung. Übernahmen seien in den mittelfristigen Erwartungen noch nicht enthalten. Diese seien aber auch in Zukunft "ein wesentlicher Treiber" des Wachstums, erklärte er.

    Für das Geschäftsjahr 2018 werde Fresenius seinen Aktionären eine Erhöhung der Dividende entsprechend dem Ergebniswachstum vorschlagen, hiess es weiter. Auch für das Geschäftsjahr 2019 werde eine Erhöhung der Dividende angestrebt.

    Einen detaillierten Ausblick für 2019 sowie einen mittelfristigen Ausblick kündigten Fresenius und FMC für die Bilanzvorlagen im Februar 2019 an./jha/

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  • 07.11.2018 Nein zu Änderungen an Dialysevergütung in Kalifor...

    Nein zu Änderungen an Dialysevergütung in Kalifornien erfreut FMC

    07.11.2018| 11:10:30

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Ein abgelehntes Bürgerbegehren zur Dialyseversorgung im US-Bundesstaat Kalifornien sorgt bei Fresenius Mecial Care (FMC) für Erleichterung - und für einen Kurssprung der Aktie. Das Papier zog am Mittwochmorgen in der Spitze fast um 10 Prozent an.

    Wäre der Antrag mit den Änderungen bei der Vergütung in den USA angenommen worden, hätte sich die Behandlung nach Einschätzung des Unternehmens für die Anbieter nicht mehr gerechnet. Die Erstattung wäre auf ein Niveau gefallen, "das deutlich unter den anfallenden Kosten liegt", erklärte FMC-Chef Rice Powell am Mittwoch in einer Mitteilung des Dialyseanbieters. Dank der Ablehnung könne FMC nun in Kalifornien weiterhin seine Patienten versorgen.

    Die Wähler in Kalifornien hatten zu den Zwischenwahlen auch über die sogenannte Proposition 8 abgestimmt und diesen Entwurf mit fast 62 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Mit dem Volksbegehren sollten die Anbieter gezwungen werden, bestimmte kostenüberschreitende Einnahmen den Patienten direkt oder deren Versicherern zu erstatten. Die Anbieter wie etwa FMC und Konkurrent DaVita hatten sich massiv dagegen ausgesprochen. Ihrer Meinung nach hätte ein "Ja" zum Antrag zur Schliessung von Dialysekliniken führen können.

    Für FMC kommt die Nachricht gerade recht: Das Unternehmen hatte erst kürzlich seine Umsatz- und Gewinnprognosen für das Gesamtjahr herunterschrauben müssen, weil es vor allem bei den Dienstleistungen rund um die Dialyse und in schwächelnden Schwellenländern nicht so gut läuft wie bisher.

    Nach Einschätzung von David Adlington von JPMorgan hat aber selbst das Bürgerbegehren einen Anteil an der Gewinnwarnung. Die Dialyseanbieter in den USA hatten hohe Summen in ihre Informationskampagnen gegen Propositon 8 gesteckt. FMC selbst zahlte nach eigenen Angaben im dritten Quartal 23 Millionen Euro für entsprechende Aktivitäten zum Referendum.

    Auch Branchenkenner wie Michael Jüngling von der US-Bank Morgan Stanley gehen davon aus, dass ein "Ja" zum Referendum für den Anbieter negative Folgen gehabt hätte. FMC hätte dies rund 6 Prozent des erwarteten Nettogewinns im kommenden Jahr gekostet, schrieb er. JPMorgan-Kollege Adlington sieht nun zudem das Risiko gebannt, dass ähnliche Änderungen auch in anderen US-Bundesstaaten Befürworter gefunden hätten.

    Seiner Meinung nach können sich die Anleger nun wieder auf die Fundamentaldaten bei FMC konzentrieren. Denn die Aktie erscheine derzeit günstig bewertet. FMC-Aktien haben seit der Gewinnwarnung Mitte Oktober fast ein Fünftel an Wert eingebüsst./tav/elm/jha/

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  • 07.11.2018 FMC reagiert erleichtert - Keine Änderung bei Dia...

    FMC reagiert erleichtert - Keine Änderung bei Dialyse-Vergütung in Kalifornien

    07.11.2018| 10:04:12

    BAD HOMBURG (awp international) - Die Ablehnung eines Bürgerbegehrens zur Dialyseversorgung im US-Bundesstaat Kalifornien sorgt bei Fresenius Mecial Care (FMC ) für Erleichterung. Wäre der Antrag mit den Änderungen bei der Vergütung angenommen worden, hätte sich die Behandlung nach Einschätzung des Unternehmens für die Anbieter nicht mehr gerechnet. Die Erstattung wäre auf ein Niveau gefallen, "das deutlich unter den anfallenden Kosten liegt", erklärte FMC-Chef Rice Powell am Mittwoch laut in einer Mitteilung des Dialyseanbieters. Dank der Ablehnung könne FMC nun in Kalifornien weiterhin seine Patienten versorgen.

    Auch an der Börse hat die Nachricht am Morgen für einen Kurssprung gesorgt. Die FMC-Aktie kletterte in der Spitze über 8 Prozent.

    Die Wähler in Kalifornien hatten zu den Zwischenwahlen am Vortag auch über die sogenannte Proposition 8 abstimmen dürfen und diesen Entwurf mit fast 62 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Mit dem Volksbegehren sollten die Anbieter gezwungen werden, bestimmte kostenüberschreitende Einnahmen an Patienten direkt oder deren Versicherer zurückzuzahlen. Die Anbieter wie etwa FMC und Konkurrent DaVita hatten sich massiv dagegen ausgesprochen. Ihrer Meinung nach hätte ein "Ja" zum Antrag zur Schliessung von Dialysekliniken führen können./tav/stk

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  • 30.10.2018 Weg zum Rekordjahr wird für Fresenius holpriger

    Weg zum Rekordjahr wird für Fresenius holpriger

    30.10.2018| 07:43:51

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Medizinkonzern Fresenius SE bekommt auf dem Weg zu einem neuerlichen Rekordjahr immer mehr Hindernisse zu spüren. Im abgelaufenen dritten Jahresviertel wurde das Bad Homburger Unternehmen wie bereits bekannt von schleppenden Geschäften der Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC ) und in seinen deutschen Helios-Kliniken ausgebremst. Das anhaltend florierend Geschäft mit Nachahmermitteln in der Sparte Kabi konnte dies nicht komplett ausgleichen, wie Fresenius am Dienstag bei der Vorlage seiner endgültigen Zahlen in Bad Homburg mitteilte.

    Fresenius hatte deshalb bereits Mitte Oktober seine Wachstumsprognose gesenkt und erwartet nun den währungsbereinigten Umsatz und das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis jeweils am unteren Rand der angepeilten Bandbreite. Im abgelaufenen Quartal hatte Fresenius die Erlöse um 3 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gesteigert, um Wechselkursschwankungen bereinigt betrug das Plus 4 Prozent - und damit noch etwas weniger als für das Gesamtjahr erwartet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) stagnierte bei 1,11 Milliarden Euro, das bereinigte Konzernergebnis zog um 8 Prozent auf 445 Millionen Euro an.

    Bei FMC ging der Umsatz den endgültigen Zahlen zufolge um 6 Prozent auf 4,06 Milliarden Euro zurück. Unter dem Strich sank das Ergebnis wie bereits erwartet um 8 Prozent auf 285 Millionen Euro./tav/fba

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  • 17.10.2018 Fresenius und FMC schockieren Anleger mit pessimi...

    Fresenius und FMC schockieren Anleger mit pessimistischerem Ausblick

    17.10.2018| 09:38:31

    BAD HOMBURG (awp international) - Unerwartet schleppende Geschäfte bei seinen Dialyse- und Kliniktöchtern haben den Medizinkonzern Fresenius im dritten Jahresviertel ausgebremst. Das Dax-Unternehmen zeigt sich nach der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen nun pessimistischer für das Gesamtjahr: Das Management hält inzwischen nur noch das untere Ende der bisherigen Prognosespannen für Umsatz und Ergebnis für realistisch. Die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) musste nach einem Umsatz- und Ergebnisrückgang im Jahresviertel die Ziele für 2018 zurechtstutzen.

    Dass sich die auf Flüssigmedizin spezialisierte Tochter Kabi dagegen nun optimistischer für das Gesamtjahr zeigt, interessierte die Investoren am Morgen nur wenig: Fresenius-Papiere gaben kurz nach dem Handelsbeginn um mehr als 8 Prozent nach, FMC-Anteile rutschten um fast 16 Prozent ab.

    Der Dialysespezialist FMC hatte bereits im Frühjahr seinen Umsatzausblick gekappt, nun rudert das Unternehmen bei seinen Zielen für die Erlöse zum zweiten Mal zurück. Und auch für das Ergebnis ist FMC skeptischer. Demnach soll das währungsbereinigte Umsatzwachstum 2018 nur noch bei zwei bis drei Prozent liegen. Bisher hatte das Ziel bei fünf bis sieben Prozent gelegen, wie das Unternehmen am Vorabend mitteilte. Das währungsbereinigte Wachstum des auf die Anteilseigner entfallenden Konzernergebnisses auf vergleichbarer Basis dürfte nun noch bei 11 bis 12 Prozent (zuvor: 13 bis 15 Prozent) liegen.

    Das FMC-Führungsteam um Unternehmenschef Rice Powell machte vor allem das Geschäft mit Dialysedienstleistungen in Nordamerika verantwortlich, das sich im zurückliegenden Jahresviertel schlechter als erwartet entwickelt habe. Laut einem Sprecher waren die Patientenzahlen nicht so stark gestiegen wie erhofft, zudem habe der erhöhte Anteil gesetzlich Versicherter eine Rolle gespielt. Die gesetzlichen Krankenkassen vergüten Behandlungen mit niedrigeren Sätzen als bei privat Versicherten.

    FMC verwies auch auf schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Schwellenländern. Hier kam dem Unternehmen vor allem die Hyperinflation in Argentinien in die Quere. Diese bremsenden Bedingungen dürften - zumindest teilweise - auch im vierten Quartal gelten, warnte der Dialysespezialist.

    Unterdessen stottert auch der Motor im deutschen Krankenhausgeschäft von Fresenius, wo in den Helios-Kliniken im dritten Quartal weniger Patienten behandelt wurden. Zudem schlugen dort Vorbereitungen für neue regulatorische Anforderungen negativ zu Buche. Auch Helios erwartet nun für 2018 nur noch ein organisches Umsatzwachstum am unteren Ende der zuvor genannten Bandbreite von drei bis sechs Prozent.

    Die Dampfmaschine des Konzerns bleibt damit die Tochter Kabi, deren Geschäfte sich weiterhin gut entwickelten - insbesondere in Nordamerika. Kabi rechnet deshalb damit, im Gesamtjahr am oberen Ende seiner Umsatzprognose von plus vier bis sieben Prozent herauszukommen.

    Den vorläufigen Berechnungen zufolge stieg der Umsatz des Fresenius-Konzerns im dritten Quartal um drei Prozent auf rund 8,2 Milliarden Euro, wobei negative Wechselkurseffekte mit einem Prozentpunkt zu Buche schlugen. Das um Sondereinflüsse bereinigte Konzernergebnis stieg um acht Prozent auf etwa 455 Millionen Euro.

    FMC dürfte einen Umsatzrückgang von sechs Prozent auf knapp 4,06 Milliarden Euro zu verkraften haben. Das Konzernergebnis ging voraussichtlich um acht Prozent auf 285 Millionen Euro zurück, währungsbereinigt betrug das Minus 17 Prozent. Zu Buche schlugen bei dem Dialyseunternehmen im dritten Quartal auch Kosten für Informationskampagnen in den USA. Zudem erhöhte der Konzern seine Rückstellungen für einen möglichen Vergleich mit den US-Behörden. Bei den hierzu laufenden Verhandlungen geht es um mögliche Verstösse gegen US-Korruptionsrecht, die ausserhalb der USA begangen wurden. FMC hatte selbst die die Vorgänge den Behörden im Jahr 2012 gemeldet.

    Für Fresenius könnten sich damit die Probleme wieder mehren, nachdem frühere Schwierigkeiten bei FMC mit dem Rekordergebnis im vergangenen Jahr überstanden schienen. FMC habe die Erwartungen an das dritte Quartal verfehlt, schrieb Analyst Frank Morgan vom britischen Analysehaus RBC. Dies sei zwar vorrangig auf Einmaleffekte zurückzuführen, doch zeigte sich der Experte von der Schwäche im wichtigen nordamerikanischen Markt überrascht.

    Auch das Krankenhausgeschäft, das zuletzt von der Übernahme der spanischen Krankenhauskette Quironsalud profitierte, rückt damit wieder stärker in den Fokus. Seine endgültigen Zahlen wird Fresenius am 30. Oktober vorlegen. Dann dürfte sich Fresenius-Chef Stephan Sturm wohl auch zum laufenden Gerichtsstreit um die von den Bad Homburgern abgesagte Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn äussern. Ein US-Gericht hatte kürzlich zugunsten des deutschen Dax -Konzerns geurteilt. Akorn hat angekündigt, in Berufung gehen zu wollen./tav/elm/fba

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  • 31.07.2018 Fresenius verdient mehr trotz Umsatzrückgang

    Fresenius verdient mehr trotz Umsatzrückgang

    31.07.2018| 08:36:46

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Gesundheitskonzern Fresenius hat trotz gesunkener Umsätze mehr Gewinn erwirtschaftet. Im zweiten Quartal belastete der starke Euro erneut die Geschäfte des Dax -Unternehmens. Die Erlöse gingen um 2 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro zurück, wie Fresenius am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Der Konzern ist stark in den USA aktiv und leidet unter der ungünstigen Umrechnung von Umsätzen in Dollar zu Euro. Negative Wechselkurseffekte herausgerechnet, ergab sich ein Erlösplus von 5 Prozent. Fresenius-Aktien standen im frühen Handel leicht unter Druck.

    Unter dem Strich stieg der Gewinn indes um 45 Prozent auf 652 Millionen Euro. Dabei profitierte Fresenius auch von einem Sondereffekt, da die Dialyse-Tochter Fresenius Medical Care (FMC) ihren Anteil am Ärztenetzwerk US-Ärztenetzwerk Sound Inpatient Physicians versilberte. Das für die Konzernprognose massgebliche Ergebnis erhöhte sich um 3 Prozent auf 472 Millionen Euro. "Fresenius hat sich im ersten Halbjahr 2018 ausgesprochen positiv entwickelt", erklärte Vorstandschef Stephan Sturm.

    Fresenius hält damit Kurs auf das 15. Rekordjahr in Folge, wenngleich Währungseffekte schon das erste Quartal getrübt hatte. Der Konzern ist in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Übernahmen stark gewachsen. Beim jüngsten Projekt, dem Zukauf des US-Arzneikonzerns Akorn gab es aber einen Rückschlag. Fresenius wirft den Amerikanern gefälschte Medikamententests vor und streitet sich mit ihnen vor einem US-Gericht um den Rückzug von dem Geschäft.

    Eine andere milliardenschwere Übernahme - die des amerikanischen Medizintechnikunternehmen NxStage - soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen sein, wie Fresenius mitteilte. NxStage ist weltweit führend in der Heimdialyse, die Patienten eine komfortablere Behandlung ermöglicht als in stationären Zentren zur Blutwäsche.

    Im zweiten Quartal kam den Hessen nun erneut die Übernahme der spanischen Krankenhauskette Quironsalud zugute. In der Kliniksparte Helios zogen die Umsätze um 10 Prozent an. Vor allem in Spanien liefen die Geschäfte rund. Fresenius, der grösste Krankenhausbetreiber in Deutschland, hatte Quironsalud 2016 für fast 5,8 Milliarden Euro übernommen - der teuerste Zukauf der Firmengeschichte.

    Die ebenfalls im Dax notierte Tochter FMC konnte dank des Anteilsverkaufs am Ärztenetzwerk Sound Inpatient Physicians den Gewinn gemessen am Vorjahr auf 994 Millionen Euro mehr als verdreifachen. Analysten hatten weniger erwartet. FMC hatte seine Beteiligung an Sound Inpatient Physicians für umgerechnet 1,76 Milliarden Euro an Investoren unter Leitung des US-Investmentfonds Summit Partners logeschlagen. Der starke Euro drückte den Umsatz der Bad Homburger aber nun um 6 Prozent auf gut 4,2 Milliarden Euro.

    Für seine boomende Flüssigmedizintochter Kabi ist Fresenius noch optimistischer. Für das operative Ergebnis der Sparte, die intravenös verabreichte Nachahmermedikamente, klinische Ernährung und Infusionen vertreibt, hob der Konzern die Prognose an./als/tav/DP/jha

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  • 29.07.2018 Auch deutsche Pharmakonzerne beugen sich Trump - ...

    Auch deutsche Pharmakonzerne beugen sich Trump - Keine Preiserhöhungen

    29.07.2018| 13:38:17

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Nach harscher Kritik von Präsident Donald Trump an hohen Medikamentenpreisen in den USA machen jetzt auch deutsche Pharmakonzerne Zugeständnisse. Sie folgen einer Reihe von Branchen-Schwergewichten, die auf Preiserhöhungen in Amerika verzichten, um Trump nicht zu provozieren. Was für Patienten zunächst eine gute Nachricht ist, kann langfristig jedoch auch Risiken für die Entwicklung neuer Arzneien bergen, fürchten Experten.

    Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hat inzwischen ebenfalls reagiert. "Wir planen derzeit keine Preiserhöhungen in den USA für den Rest des Jahres 2018", teilte Merck mit. Man treffe aber Preisentscheidungen "unabhängig". Ferner gibt der Pharmariese Bayer Trumps Druck nach: Man habe eine Vereinbarung unterzeichnet, die Preise für alle rezeptpflichtigen Medikamente bis zum Jahresende nicht zu erhöhen, erklärte der Konzern. Darüber sei US-Gesundheitsminister Alex Azar "persönlich" informiert worden.

    Trump hat wiederholt die hohen Kosten im US-Gesundheitssystem bemängelt, das als eines der ineffizientesten weltweit gilt. Gerade teure rezeptpflichtige und patentgeschützte Medikamente stören ihn. Jüngst hatten reihenweise Pharmariesen wie Roche , Novartis und Pfizer eingelenkt und auf Preiserhöhungen in den USA zu verzichtet. Der US-Konzern Merck & Co kündigte gar niedrigere Preise an.

    Daraufhin hatte Trump sich per Twitter bedankt. "Vielen Dank an Novartis, dass Sie Ihre Preise für verschreibungspflichtige Medikamente nicht erhöht haben. Gleiches gilt für Pfizer", schrieb er über den Kurznachrichtendienst. Man sei dabei, einen grossen Schritt zu machen, um die Preise für rezeptpflichtige Medikamente zu senken.

    Analysten sehen in dem schnellen und geschlossenen Handeln der Konzerne eine Vorsichtsmassnahme. "Sie wollen aus der Schusslinie von Trump", meint Ulrich Huwald, Analyst bei der Privatbank M.M. Warburg. Hohe Arzneipreise seien ein Politikum: "Im Herbst sind dort Halbzeitwahlen, für die Trump Erfolge braucht." Viele Ankündigungen seien aber sehr weich formuliert. "Keiner hat angekündigt, für alle Zeiten auf Preiserhöhungen in den USA zu verzichten", sagt Huwald.

    Deutsche Konzerne trifft die Debatte am Rande. Merck erzielte 2017 in seiner Arzneisparte in Nordamerika rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz - knapp zehn Prozent der Gesamterlöse. Auch Bayer erwirtschaftete mit Arzneien auf Rezept - darunter der Blutverdünner Xarelto - in Nordamerika weniger als ein Zehntel der Konzernumsätze.

    Neben Merck und Bayer sind auch das Familienunternehmen Boehringer Ingelheim und der Gesundheitskonzern Fresenius in den Vereinigten Staaten vertreten - letzterer mit seiner Dialysetochter FMC sowie intravenös verabreichten Nachahmer-Medikamenten. Doch Trumps Ärger richtet sich vorrangig gegen teure Originalpräparate. Boehringer wiederum wollte sich nicht zu Preisänderungen äussern.

    Trumps Verbaloffensive trübt gleichwohl die Perspektiven von Pharmakonzernen auf dem wichtigen US-Markt. "Während in Deutschland die Arzneipreise stark reguliert sind, konnten die Unternehmen in den Vereinigten Staaten die Preise frei setzen", sagt Huwald. "Für sie waren die USA bisher ein Eldorado." Sollten aus Trumps Drohungen Gesetzesänderungen resultieren, würde das die Pharmakonzerne treffen.

    Merck nutzte den Spielraum in Übersee etwa, um Erlösrückgänge seines Blockbuster-Mittels Rebif gegen Multiple Sklerose über Preiserhöhungen zu dämpfen. Und für das Krebsmedikament Bavencio hat der Konzern erst im Frühjahr 2017 die US-Zulassung gegen einen seltenen Hautkrebs sowie gegen Tumore im Harntrakt bekommen. Das Mittel ist für Merck mit einem US-Listenpreis von 13 000 Dollar im Monat lukrativ und die grösste Arznei-Hoffnung der Darmstädter.

    Die teure Entwicklung neuer Arzneien könnte für Pharmakonzerne bei einer dauerhaften Preisdebatte unattraktiver werden. Natürlich sei der Verzicht auf Preissenkungen für US-Patienten zunächst positiv, meint Huwald. Langfristig gebe es aber durchaus Gefahren: "Wer investiert schon in die Entwicklung von Medikamenten, wenn er keine Planungssicherheit für die Preise hat?" Im schlimmsten Fall könnten Pharmakonzerne die Forschung an neuen Mitteln auf den Prüfstand stellen. "Das wäre nicht im Sinne von Patienten."/als/DP/mis

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  • 11.06.2018 Fresenius Medical Care steigt bei US-Firma Humacy...

    Fresenius Medical Care steigt bei US-Firma Humacyte ein

    11.06.2018| 14:55:46

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Dialysekonzern Fresenius Medical Care (FMC ) steigt bei der US-Firma Humacyte ein. Patienten mit Nierenschwäche könnten somit künftig reibungsloser behandelt werden, wie FMC am Montag in Bad Homburg mitteilte. Das Dax -Unternehmen zahlt rund 150 Millionen Dollar (127,4 Mio Euro) und erhält dafür 19 Prozent der Anteile sowie die weltweiten Vermarktungsrechte am wichtigsten Produkt der Amerikaner. Deren biotechnologisch hergestelltes Blutgefäss Humacyl wird derzeit als Gefässzugang in der letzten klinischen Teststufe bei Patienten erprobt, bei denen die Blutwäsche ausserhalb des Körpers durchgeführt werden muss.

    Für den zur Dialyse notwendigen Gefässzugang werden derzeit etwa Transplantate oder Katheter verwendet. FMC erwartet sich von Humacyl durch einen effektiveren Gefässzugang weniger Komplikationen, Infektionen und Eingriffe als bei sonst gängigen Transplantaten./als/DP/tos

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  • 25.05.2018 FMC will eigene Aktien im Wert von bis zu 39 Mill...

    FMC will eigene Aktien im Wert von bis zu 39 Millionen Euro zurückkaufen

    25.05.2018| 11:49:57

    BAD HOMBURG (awp international) - Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC ) beginnt mit dem Rückkauf eigener Aktien. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, sollen vom 28. Mai bis zum 20. Juni bis zu 431 000 eigene Papiere im Wert von rund 39 Millionen Euro erworben werden. Dies entspreche rund 0,14 Prozent des gesamten Aktienkapitals der FMC. Die Papiere sollen nach dem Rückerwerb komplett eingezogen werden.

    Durch die Vernichtung der Aktien sinkt das notierte Aktienkapital der Fresenius-Tochter. FMC will damit nach eigenen Angaben den verwässernden Effekt eines zwischen 2011 und 2015 gelaufenen Anreizprogramms für Vorstandsmitglieder ausgleichen. Als wesentliche Vergütungskomponente flossen aus diesem Programm unter anderem Bezugsrechte auf Inhaberaktien an FMC. Da bestimmte Haltefristen vereinbart wurden, können diese - vorbehaltlich vordefinierter Erfolgsziele - noch ausgeübt werden./tav/bek/fba

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  • 03.05.2018 Fresenius leidet unter Euro-Stärke - Schwere Vorw...

    Fresenius leidet unter Euro-Stärke - Schwere Vorwürfe gegen Akorn

    03.05.2018| 09:21:58

    (Ausführliche Fassung)

    BAD HOMBURG (awp international) - Ein starker Euro und ein Gerichtsstreit mit dem US-Generikahersteller Akorn überschatten den Jahresstart beim Medizinkonzern Fresenius . Das laufende Jahr soll dessen ungeachtet den 15. Rekord in Folge bringen. Dank eines Wachstums in allen Regionen und Sparten nach drei Monaten sieht sich das Dax -Unternehmen aus Bad Homburg auf Kurs zu diesen Zielen. Auch die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) erhofft sich ein Rekordjahr. Im frühen Handel gaben die Aktien beider Unternehmen jeweils mehr als ein Prozent nach, am Vortag waren sie allerdings auch stark gelaufen.

    Fresenius hatte erst vor kurzem die Milliardenübernahme von Akorn in den Vereinigten Staaten platzen lassen. Die Amerikaner, die auf die Einhaltung der Übernahmezusagen pochen, reichten daraufhin beim zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Delaware Klage ein. Fresenius antwortete Ende April mit einer Gegenklage. Fresenius wirft Akorn darin "eklatante Verstösse" und "möglichen Betrug" vor. Der Konzern habe alarmierende Hinweise auf systematisches Fehlverhalten. So soll Akorn laut Fresenius beispielsweise an drei Standorten zehntausende nicht korrekte Medikamententests durchgeführt haben.

    Konkret beschuldigt wird ein ehemaliger Top-Manager der Amerikaner. Der ehedem für das Qualitätsmanagement zuständige Manager soll seit dem Jahr 2012 wissentlich die geschönten Testergebnisse über das Antibiotikum Azithromyzin an die US-Arzneimittelbehörde FDA gesendet haben. Auch mindestens fünf andere Produkte seien betroffen. Der Name des Managers, der für Akorn noch immer als Berater tätig sein soll, wurde in den Gerichts-Unterlagen geschwärzt. Akorn wiederum habe die Vorfälle bewusst vor Fresenius verheimlichen wollen.

    Ursprünglich sollte die 4,4 Milliarden Euro schwere Akorn-Übernahme die zweitgrösste in der Fresenius-Geschichte werden und die auf Flüssigmedizin spezialisierte Tochter Kabi stärken. Doch nach mehreren anonymen Hinweisen hatte Konzernchef Stephan Sturm eine Untersuchung durch externe Sachverständige eingeleitet. Auch Akorn ging den Hinweisen in einer eigenen Untersuchung nach. Fresenius liess dann den Deal platzen, weil die Nachforschungen "schwere Verstösse gegen Vorgaben der FDA zur Datenintegrität bei Akorn" zu Tage gefördert und die Amerikaner die weitere Kooperation verweigert hätten.

    Der Zukauf war ohnehin umstritten, nachdem Akorn zuletzt wegen des Preisdrucks in den USA nicht die erhofften Ergebnisse geliefert hatte. Auch Vorwürfe, dass das Akorn-Management Sturm während der Verhandlungen über angebliche Gegenangebote getäuscht haben soll, standen im Raum.

    Die Amerikaner argumentieren nun, dass Fresenius aus finanziellen Gründen einen Vorwand suche. Die Untersuchungen hätten keinen hinreichenden Grund für den Rückzug geliefert und keine Hinweise auf wissentlichen Betrug durch Akorn-Manager ergeben. Akorn fordert vom zuständigen Richter, Fresenius den Rückzug zu untersagen. Die Bad Homburger ihrerseits verlangen vom Gericht, sie ziehen zu lassen.

    Im ersten Quartal hatte Fresenius einen Umsatzrückgang um ein Prozent auf 8,12 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Prozentual zweistellige Zuwächse in Europa und Afrika konnten die Rückgänge vor allem in Nordamerika nicht komplett ausgleichen. Wechselkursbereinigt wäre der Erlös aber um sieben Prozent gestiegen. Auch organisch konnten alle Unternehmensbereiche und Regionen wachsen. Auch ohne Akorn sieht Fresenius vor allem die Tochter Kabi auf Kurs. Sie entwickele sich prächtig, lobte Sturm. Fresenius hatte kürzlich das Ziel untermauert, Kabi weiter zu stärken - falls möglich auch durch andere Zukäufe.

    Unter dem Strich stand für den gesamten Fresenius-Konzern im Berichtszeitraum von Januar bis Ende März ein Gewinn von 450 Millionen Euro. Dies war etwas weniger als im ersten Quartal 2017, das aber durch einen positiven Sondereffekt beeinflusst war. Währungsbereinigt lag der Überschuss um sieben Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis fiel damit in etwa so aus wie Analysten es erwartet hatten.

    Seine Prognosen für das Gesamtjahr liess der Konzern unangetastet. Demnach soll der Umsatz währungsbereinigt um fünf bis acht Prozent und der Gewinn um sechs bis neun Prozent steigen. Die Fresenius-Tochter FMC hatte bereits im April ihre Umsatzprognose gekappt. Ungünstige Wechselkurse und Vorgaben des US-Gesundheitssystems hielten den Dialysespezialisten im ersten Quartal unter Druck. Wie bereits berichtet, sanken Umsatz und Ergebnis prozentual zweistellig./tav/men/zb

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Stammdaten

Branche/Sektor Pharmazeutik, Kosmetik & med. Produkte
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol FME
Valor 520878
ISIN DE0005785802

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Tief 1J 55.00 (03.01.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG