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Aktuelle News

  • 17.01.2019 Siemens/Alstom-Zugfusion: Keine weiteren Zugestän...

    Siemens/Alstom-Zugfusion: Keine weiteren Zugeständnisse an Brüssel

    17.01.2019| 13:30:17

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN/BRÜSSEL (awp international) - Im Ringen um die geplante Fusion der Siemens -Zugsparte mit dem französischen Hersteller Alstom wollen die Konzerne der EU-Kommission nicht noch weiter entgegen kommen. Die Kommission sieht das Vorhaben äusserst kritisch. Man werde nun abwarten, wie Brüssel entscheidet, hiess es am Donnerstag aus Kreisen des Münchner Technologiekonzerns. In den vergangenen Tagen hätten die Verantwortlichen noch einmal mit weiteren Angeboten nachgelegt. Im Umfeld der Unternehmen äusserte man sich skeptisch, die Kommission damit überzeugt zu haben. Mehr Konzessionen werde es aber nicht geben.

    Die Behörde fürchtet um den Wettbewerb innerhalb der EU, wenn die Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge TGV und ICE zusammengehen - sowohl bei den Zügen als auch bei der Signaltechnik. Sie verlangt deshalb, dass die Wettbewerber Teile dieser Geschäftsbereiche an Konkurrenten abtreten.

    Aus Sicht der beiden Konzerne sowie ihrer jeweiligen Regierungen ist die Fusion hingegen ein wichtiger Schritt, um einer wachsenden Zug-Konkurrenz aus China künftig etwas entgegenzusetzen. Siemens hat deshalb nach eigenen Angaben unter anderem Veräusserungen mit einem Volumen von rund vier Prozent des Umsatzes angeboten, also etwa 600 Millionen Euro. Diese hätten sich vor allem auf die Signaltechnik bezogen, bei der der Wettbewerb in Europa als vergleichsweise schwach gilt.

    Für die Wettbewerbsbehörden Grossbritanniens, Spaniens, der Niederlande, Belgiens und Deutschlands jedoch ist das nicht ausreichend. Sie bezogen in Briefen an die EU-Kommission gegen das Vorhaben Stellung.

    Knackpunkt in den Diskussionen waren den Kreisen zufolge Forderungen der EU-Behörde, wonach die Konzerne auch im Bereich der Hochgeschwindigkeitstechnik mit Geschwindigkeiten ab 250 Kilometern pro Stunde Zugeständnisse machen sollten. Siemens habe daraufhin einer Technik-Übertragung seiner älteren Velaro-Technologie an die Konkurrenz zugestimmt, auf der auch der ICE 3 basiert.

    Die Kommission forderte demnach aber auch den Zugriff der Konkurrenz auf neuere Zugplattformen für zehn Jahre. In dieser Zeit hätte Siemens/Alstom diese Technik nicht selbst nutzen dürfen - zu lange für die Unternehmen, wie es nun hiess. Man sei mit den eigenen Zugeständnissen bereits "ziemlich an die Kante gegangen". Von den Einwänden im Bereich der Hochgeschwindigkeitstechnik sei man überrascht worden, hiess es am Donnerstag. Der Wettbewerb sei hier angesichts mehrerer europäischer Konkurrenten weitgehend gegeben.

    Der Ball liegt damit im Feld der Kommission. Bis zum 18. Februar muss sie entscheiden, ob sie der Fusion zustimmt, oder nicht. Doch auch wenn Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager in der Sache federführend ist, innerhalb der EU-Kommission gibt es durchaus Differenzen. Eine Aussprache unter den 28 EU-Kommissaren bezeichnete Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici am Dienstag als "ehrliche, offene Diskussion". "Wir wollen die Entwicklungen der Wirtschaft von morgen mit in Betracht ziehen. Wir sind nicht naiv", sagte der französische Sozialist weiter.

    Druck macht zudem auch die französische Regierung, die die Fusion genauso wie die deutsche klar befürwortet. "Eine Ablehnung der EU-Kommission wäre ein wirtschaftlicher Irrtum und auch ein politischer Fehler", sagte Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Mittwoch in Paris nach einer Kabinettssitzung in ungewohnt deutlichen Worten. Falls der Deal in Europa scheitere, wäre das ein "schlechtes Signal" für die Menschen in Europa.

    Ein Scheitern der Fusion hätte für die Konzerne indes kaum kurzfristige Auswirkungen. Sowohl dem französischen Zughersteller Alstom als auch der entsprechenden Siemens-Sparte geht es blendend. Im dritten Quartal (per Ende Dezember) verdoppelte Alstom das Neugeschäft auf 3,4 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Paris mitteilte. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 2 Milliarden Euro. Auch die Zugsparte von Siemens verzeichnete zuletzt deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis.

    Mit dem Zusammengehen wollten Siemens und Alstom dem inzwischen weltgrössten Zughersteller CRRC aus China frühzeitig etwas entgegensetzen. Sie fürchten, dass China bei der nächsten Ausschreibungswelle für Hochgeschwindigkeitszüge in Europa in rund fünf Jahren bereits mitmischen könnte./maa/nas/DP/jha

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  • 17.01.2019 Kreise: Keine weiteren Zugeständnisse bei Zugfusi...

    Kreise: Keine weiteren Zugeständnisse bei Zugfusion Siemens/Alstom

    17.01.2019| 11:09:42

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Bei der geplanten Zugfusion zwischen Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom lehnen die Konzerne offenbar ein weiteres Entgegenkommen an die europäische Wettbewerbsbehörde ab. Es werde keine neuen Zugeständnisse geben, hiess es aus Kreisen des Münchner Elektrokonzerns am Donnerstag. Man warte jetzt auf die Entscheidung der Behörde. Diese soll bis zum 18. Februar fallen.

    Sollte die Fusion an den wettbewerbsrechtlichen Bedenken der EU-Kommission scheitern, wolle Siemens alle Optionen für sein Zuggeschäft prüfen, verlautete aus den Unternehmenskreisen weiter. Dies könnte auch einen Börsengang mit einschliessen. Als unwahrscheinlich gilt hingegen, dass der Konzern die bereits weit fortgeschrittene Verselbständigung seiner Zugsparte wieder zurückdreht. Denn das Zukunftsprogramm "Vision 2020+" des Konzernchefs Joe Kaeser sieht ausdrücklich mehr Selbstständigkeit der einzelnen Geschäfte vor.

    Die EU-Kommission sieht eine Fusion derzeit kritisch und hat wettbewerbsrechtliche Bedenken angemeldet, wenn die Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge TGV und ICE zusammengehen - sowohl bei den Zügen als auch bei der Signaltechnik. Auch das Argument, welches besonders Siemens-Chef Kaeser immer wieder vorbringt - die Wappnung gegen die aufkommende Konkurrenz in China - will die Kommission so nicht gelten lassen. Dass chinesische Zug- oder Signaltechnikanbieter in absehbarer Zeit auf den europäischen Markt vordringen, erscheint der Behörde derzeit unwahrscheinlich.

    Siemens und Alstom machten Ende des vergangenen Jahres Zugeständnisse. Sie boten an, sich von Geschäftsbereichen vor allem in der Signaltechnik, aber auch im Zugbereich zu trennen. Die betroffenen Bereiche stellen jedoch lediglich rund 4 Prozent des erwarteten Gesamtumsatzes dar, also etwa 600 Millionen Euro. Für die Wettbewerbsbehörden Grossbritanniens, Spaniens, der Niederlande, Belgiens und Deutschlands jedoch ist das nicht ausreichend. Sie bezogen in Briefen an die EU-Kommission gegen das Vorhaben Stellung.

    Wie es nun aus den Kreisen weiter hiess, hätten die beiden Konzerne gegenüber der Kommission nochmals leicht nachgelegt, ohne jedoch das zu verkaufende Umsatzvolumen zu verändern. Knackpunkt der Bedenken der EU-Kommission sind jedoch offenbar die Technologien für Hochgeschwindigkeitszüge. Sowohl Alstom als auch Siemens sind mit dem TGV und dem ICE hier stark vertreten.

    Siemens habe dabei die Übertragung seiner älteren Velaro-Technologie angeboten, die auf dem ICE 3 basiert. Zudem sei der Konzern bereit gewesen, seine neueste Technologie für fünf Jahre zu lizensieren. Die Kommission habe jedoch zehn Jahre verlangt. Dies würde für Siemens bedeuten, sich für zehn Jahre aus dem europäischen Hochgeschwindigkeitsmarkt zurückzuziehen. Dies mache für den Konzern jedoch wirtschaftlich keinen Sinn, verlautete aus den Kreisen.

    Sowohl Siemens als auch Alstom hatten zuletzt betont, wie stark die jeweiligen Zuggeschäfte aktuell auch ohne Partner dastünden. Siemens habe genügend Spielraum, um das Geschäft auch alleine weiter zu entwickeln, hiess es daher auch aus Unternehmenskreisen. Neue Gespräche etwa mit der kanadischen Konkurrenz von Bombardier sieht man daher in München aktuell nicht. Siemens und Bombardier sollen in der Vergangenheit mehrfach über eine Fusion ihrer Zugsparten verhandelt haben./nas/jha/

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  • 17.01.2019 Kreise: Keine weiteren Zugeständnisse bei geplant...

    Kreise: Keine weiteren Zugeständnisse bei geplanter Zugfusion Siemens/Alstom

    17.01.2019| 11:04:18

    MÜNCHEN (awp international) - Bei der geplanten Zugfusion zwischen Siemens und dem französischen Konkurrenten Alstom lehnen die Konzerne offenbar ein weiteres Entgegenkommen an die europäische Wettbewerbsbehörde ab. Es werde keine neuen Zugeständnisse geben, hiess es aus Kreisen des Münchner Elektrokonzerns am Donnerstag. Man warte jetzt auf die Entscheidung der Behörde. Diese will bis zum 18. Februar entscheiden.

    Sollte die Fusion an den wettbewerbsrechtlichen Bedenken der EU-Kommission scheitern, wolle Siemens alle Optionen für sein Zuggeschäft prüfen, verlautete aus den Unternehmenskreisen weiter. Dies könnte auch einen Börsengang mit einschliessen. Als unwahrscheinlich gilt hingegen, dass der Konzern die bereits weit fortgeschrittene Verselbständigung seiner Zugsparte wieder zurückdreht. Denn das Zukunftsprogramm "Vision 2020+" des Konzernchefs Joe Kaeser sieht ausdrücklich mehr Selbstständigkeit der einzelnen Geschäfte vor.

    Die EU-Kommission sieht eine Fusion derzeit kritisch und hat wettbewerbsrechtliche Bedenken angemeldet, wenn die Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge TGV und ICE zusammengehen - sowohl bei den Zügen als auch bei der Signaltechnik. Auch das Argument, welches besonders Siemens-Chef Kaeser immer wieder vorbringt - die Wappnung gegen die aufkommende Konkurrenz in China - will die Kommission so nicht gelten lassen. Dass chinesische Zug- oder Signaltechnikanbieter in absehbarer Zeit auf den europäischen Markt vordringen, erscheint der Behörde derzeit unwahrscheinlich./nas/jha/

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  • 17.01.2019 Alstom mit starker Auftragslage vor geplanter Zug...

    Alstom mit starker Auftragslage vor geplanter Zugfusion mit Siemens

    17.01.2019| 08:05:16

    PARIS (awp international) - Alstom zeigt sich vor der geplanten Fusion mit dem Zuggeschäft von Siemens in einer guten Verfassung. Im dritten Quartal (per Ende Dezember) konnte Alstom sein Neugeschäft auf 3,4 Milliarden Euro verdoppeln, wie der französische Konzern am Donnerstag in Paris mitteilte. Der Umsatz stieg um 10 Prozent auf 2 Milliarden Euro.

    Nach neun Monaten kann Alstom auf einen Auftragseingang von 10,5 Milliarden Euro und einem Auftragsbestand von 39,7 Milliarden Euro blicken. Der Umsatz legte in diesem Zeitraum um 18 Prozent auf 6 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr 2018/19 erwartet Alstom einen Umsatz von rund 8 Milliarden Euro und eine bereinigte operative Marge (Ebit) von etwa 7 Prozent.

    Zu der geplanten Fusion mit dem Zugeschäft von Siemens gab es von Alstom zunächst keine neuen Aussagen. Die EU-Wettbewerbsbehörde sieht die Pläne kritisch und hat kartellrechtliche Bedenken geltend gemacht.

    Alstom und Siemens hätten Zugeständnisse vor allem in der Signaltechnik aber auch bei Zügen gemacht, erklärte Alstom, bekräftigte aber auch frühere Aussagen, es sei nicht sicher, ob diese ausreichten. Insgesamt umfassen die Zusagen der Konzerne rund 4 Prozent des Umsatzes. Mehrere europäische Kartellbehörden, unter anderem die deutsche, haben jedoch kritisiert, dass dies zu wenig sei. Die EU-Kommission will bis zum 18. Februar entscheiden./nas/jha/

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  • 10.01.2019 Kaeser fordert langfristig orientierte China-Stra...

    Kaeser fordert langfristig orientierte China-Strategie der Wirtschaft

    10.01.2019| 13:19:44

    BERLIN (awp international) - Der künftige Chef des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Siemens-Chef Joe Kaeser, hat sich für eine langfristig orientierte, gemeinsame China-Strategie von Wirtschaft und Politik ausgesprochen. Kaser sagte am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Wir brauchen für Deutschland und Europa eine ganzheitliche und differenzierte Bewertung zum Umgang mit China. Das schliesst die politische und wirtschaftliche Einschätzung der grossen Chancen aber auch die Herausforderungen mit ein."

    Kaeser ist von Februar an neuer Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses. Er ging auch auf die geplante Fusion der Zugsparten von Siemens und Alstom ein. "Die beabsichtigte Formung eines global agierenden Europäischen Champions in der Bahntechnik wird ein prominenter Testfall werden, ob die Europäische Union verstanden hat, wie man mit umsichtiger und langfristig angelegter Unternehmenspolitik nachhaltige Antworten auf staatsgelenkte Firmenpolitik findet", so Kaeser.

    Die Zusammenlegung der Zugsparten von Siemens und Alstom aus Frankreich ist eine Antwort vor allem auf die Konkurrenz durch den weltgrössten Bahnkonzern CRRC aus China. Das Fusionsprojekt wird derzeit von den EU-Wettbewerbshütern intensiv geprüft.

    Der Industrieverband BDI fordert in einem neuen Grundsatzpapier zu China unter anderem, die EU-Fusionskontrolle zu überprüfen. Während in China durch Eingriffe der Regierung im weltweiten Massstab Grosskonzerne geschmiedet werden, berücksichtigen die EU-Wettbewerbshüter als relevanten Markt bei europäischen Fusionen allein Europas Binnenmarkt. Weiter heisst es, China verzerre durch staatliche Eingriffe Märkte und Preise.

    Kaser sagte: "Die deutsche Wirtschaft sollte sich auf ihre Kraft und Stärken berufen und kritische Themen gemeinsam mit der Politik selbstbewusst und lösungsorientiert angehen. In einer Welt, die mit der Digitalisierung die 4. Industrielle Revolution eingeleitet hat, haben Nationalismus und Protektionismus keinen Platz."/hoe/DP/mis

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  • 10.01.2019 Osram-Chef zeichnet trübes Bild - Aktie rutscht ab

    Osram-Chef zeichnet trübes Bild - Aktie rutscht ab

    10.01.2019| 11:23:10

    (neu: Aktienkurs, Analystenstimmen, Hintergrund)

    AUGSBURG (awp international) - Beim Lichtkonzern Osram kommt beim Rückblick auf das abgelaufene Jahresviertel keine Freude auf. "Die ersten Daten deuten darauf hin, dass das vergangene Quartal bei uns noch schwächer ausgefallen ist, als dies manche Finanzexperten und wir noch vor einigen Monaten erwartet haben", sagte Firmenchef Olaf Berlien der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück. Was mir aber für das neue Jahr am meisten Sorgen bereitet, ist die rückläufige Auto-Konjunktur."

    An der Börse stiessen Anleger die Osram-Papiere ab. Die Aktie verlor zwischenzeitlich 9 Prozent an Wert. Vor allem die Aussagen zur Autoindustrie stiessen Investoren sauer auf. Dabei passte ins Bild, dass die Experten der UBS ihre Schätzungen für die globale Autoproduktion am Donnerstag von plus 1,7 Prozent auf nur noch plus 0,3 Prozent senkten und die Kursziele für zahlreiche Zulieferer kappten. Osram ist stark vom Automarkt abhängig. Derzeit macht das Geschäft rund die Hälfte des Umsatzes aus.

    Investoren hatten bei Osram schon einiges mitmachen müssen: Bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. September endete, hatte Osram unter anderem wegen der Probleme in der Autoindustrie weniger Gewinn erzielt und schon zuvor zweimal seine Prognose senken müssen. Zudem verschob der Vorstand sein Ziel, bis 2020 wieder einen Umsatz von 5 Milliarden Euro zu erreichen, auf unbestimmte Zeit.

    Für das laufende Jahr hat der Konzern bereits eine zurückhaltende Prognose abgegeben. So dürfte die bereinigte operative Marge weiter sinken: von 14,7 Prozent auf 12 bis 14 Prozent. Der vergleichbare Umsatz dürfte stabil bleiben oder moderat um bis zu 3 Prozent wachsen. Bereits auf der Bilanzpressekonferenz Anfang November hatte Berlien eingeräumt, dass das erste Halbjahr schwächer ausfallen werde als das zweite. Und er warnte vor Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Automarkt und durch Handelskonflikte.

    Die Schwäche der Automobilindustrie gehe nur zum Teil auf den Diesel-Skandal zurück, sagte Berlien nun der "Augsburger Allgemeinen". "Denn in den letzten drei Monaten sind in China die Autoverkäufe massiv um bis zu 16 Prozent eingebrochen. Das ist für uns schmerzlich." Hinzu kämen die jüngsten Einbrüche im Geschäft von Apple und Samsung .

    "Firmen aus der Auto-und Smartphone-Branche sind extrem wichtige Kunden für uns", betonte der Osram-Chef. "Wir spüren den Handelskonflikt zwischen den USA und China, nachdem wir schon 2018 unter dem hierzulande wenig bekannten Handelskonflikt zwischen Südkorea und China gelitten haben." Dies habe zu einem zehnprozentigen Rückgang von Osrams Lieferungen an koreanische Autohersteller geführt.

    Auch der Brexit sei für Osram als Zulieferer vieler Branchen eine Belastung: "Ich schaue mit grosser Sorge auf die Entscheidung des britischen Parlaments am Dienstag, denn sie wird Auswirkungen auf die gesamte Industrie und deshalb auch auf Osram haben", sagte der Konzernchef.

    Als Reaktion auf die schwächere Entwicklung hatte Berlien im November eine Neuausrichtung angekündigt, bei der die bestehenden Geschäftsbereiche einen neuen Zuschnitt erhalten. Zudem soll das Unternehmen unabhängiger von der Automobilindustrie werden.

    Osram will sich dabei von einem Lichthersteller zu einem "Anbieter von Lösungen" entwickeln. Die Photonik etwa bietet nach Ansicht Berliens neue Anwendungsmöglichkeiten abseits der klassischen Beleuchtung, wie in der Sensorik oder Visualisierung. Dadurch erhofft sich Osram, neue Wachstumsfelder in der Industrie oder der Unterhaltungselektronik zu eröffnen. Mittelfristig strebt Osram jeweils ein Drittel Umsatz in den Bereichen Auto, Industrie sowie Mobil- und Gebäudeinfrastruktur an.

    Dabei hätte Osram nichts gegen einen Grossaktionär, der den Kurs unterstützt. Bislang ist das Unternehmen komplett im Streubesitz. In den vergangenen Jahren rankten sich immer wieder Spekulationen um eine Übernahme der früheren Siemens-Tochter. Nach dem Rückzug von Siemens würde Berlien den Einstieg eines neuen Ankeraktionärs daher begrüssen. "Ein solch grösserer Aktionär hat grundsätzlich den Vorteil, dass er ein Unternehmen in seiner Strategie unterstützen kann." Dies gelte vor allem für langfristige Themen, auch wenn es einmal konjunkturell nicht so gut laufe. Er kommentiere aber grundsätzlich keine Spekulationen über mögliche Investoren. Zuletzt hatten Medien berichtet, dass Finanzinvestoren wie Bain Capital oder Carlyle Interesse an dem Konzern haben könnten./nas/he/fba

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  • 10.01.2019 Osram blickt pessimistisch auf das vergangene Qua...

    Osram blickt pessimistisch auf das vergangene Quartal

    10.01.2019| 08:24:18

    (Ausführliche Fassung)

    AUGSBURG (awp international) - Beim Lichtkonzern Osram kommt beim Rückblick auf das abgelaufene Jahresviertel keine Freude auf. "Die ersten Daten deuten darauf hin, dass das vergangene Quartal bei uns noch schwächer ausgefallen ist, als dies manche Finanzexperten und wir noch vor einigen Monaten erwartet haben", sagte Firmenchef Olaf Berlien der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag). "Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück. Was mir aber für das neue Jahr am meisten Sorgen bereitet, ist die rückläufige Auto-Konjunktur." Die Aktie verlor nach den Aussagen im vorbörslichen Handel knapp 4 Prozent an Wert.

    Bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2017/18, das am 30. September endete, hatte Osram unter anderem wegen der Probleme in der Autoindustrie weniger Gewinn erzielt und zweimal seine Prognose senken müssen. Zudem verschob der Vorstand sein Ziel, bis 2020 wieder einen Umsatz von 5 Milliarden Euro zu erreichen, auf unbestimmte Zeit.

    Für das laufende Jahr hat der Konzern bereits eine zurückhaltende Prognose abgegeben. So dürfte die bereinigte operative Marge weiter sinken: von 14,7 Prozent auf 12 bis 14 Prozent. Der vergleichbare Umsatz dürfte stabil bleiben oder moderat um bis zu 3 Prozent wachsen. Bereits auf der Bilanzpressekonferenz Anfang November hatte Berlien eingeräumt, dass das erste Halbjahr schwächer ausfallen werde als das zweite. Und er warnte vor Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Automarkt und durch Handelskonflikte.

    Die Schwäche der Automobilindustrie gehe nur zu einem Teil auf den Diesel-Skandal zurück, sagte Berlien nun der "Augsburger Allgemeinen". "Denn in den letzten drei Monaten sind in China die Autoverkäufe massiv um bis zu 16 Prozent eingebrochen. Das ist für uns schmerzlich." Hinzu kämen die jüngsten Einbrüche im Geschäft von Apple und Samsung .

    "Firmen aus der Auto-und Smartphone-Branche sind extrem wichtige Kunden für uns", betonte der Osram-Chef. "Wir spüren den Handelskonflikt zwischen den USA und China, nachdem wir schon 2018 unter dem hierzulande wenig bekannten Handelskonflikt zwischen Südkorea und China gelitten haben." Dies habe zu einem zehnprozentigen Rückgang von Osrams Lieferungen an koreanische Autohersteller geführt.

    Auch der Brexit sei für Osram als Zulieferer für viele Branchen eine Belastung: "Ich schaue mit grosser Sorge auf die Entscheidung des britischen Parlaments am Dienstag, denn sie wird Auswirkungen auf die gesamte Industrie und deshalb auch auf Osram haben", sagte der Konzernchef.

    Als Reaktion auf die schwächere Entwicklung hatte Berlien im November eine Neuausrichtung angekündigt, bei der die bestehenden Geschäftsbereiche einen neuen Zuschnitt erhalten. Zudem soll das Unternehmen unabhängiger von der Automobilindustrie werden.

    In den vergangenen Jahren rankten sich immer wieder Spekulationen um eine Übernahme von Osram, einer früheren Tochter des Elektrokonzerns Siemens. Nach dem Rückzug von Siemens würde Berlien den Einstieg eines Grossaktionärs begrüssen. "Ein solch grösserer Aktionär hat grundsätzlich den Vorteil, dass er ein Unternehmen in seiner Strategie unterstützen kann." Dies gelte vor allem für langfristige Themen, auch wenn es einmal konjunkturell nicht so gut laufe. Er kommentiere aber grundsätzlich keine Spekulationen über mögliche Investoren. Zuletzt hatten Medien berichtet, dass Finanzinvestoren wie Bain Capital oder Carlyle Interesse an dem Konzern haben könnten./nas/he/stw/fba

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  • 10.01.2019 Osram blickt pessimistisch auf das vergangene Qua...

    Osram blickt pessimistisch auf das vergangene Quartal

    10.01.2019| 06:54:23

    AUGSBURG (awp international) - Beim Lichtkonzern Osram kommt beim Blick auf die Zahlen des abgelaufenen Jahresviertels keine Freude auf. "Die ersten Daten deuten darauf hin, dass das vergangene Quartal bei uns noch schwächer ausgefallen ist, als dies manche Finanzexperten und wir noch vor einigen Monaten erwartet haben", sagte Firmenchef Olaf Berlien der "Augsburger Allgemeine" (Donnerstagausgabe). "Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück. Was mir aber für das neue Jahr am meisten Sorgen bereitet, ist die rückläufige Auto-Konjunktur."

    Die Schwäche der Automobilindustrie gehe nur zu einem Teil auf den Diesel-Skandal zurück, sagte Berlien. "Denn in den letzten drei Monaten sind in China die Autoverkäufe massiv um bis zu 16 Prozent eingebrochen. Das ist für uns schmerzlich." Dazu kämen die jüngsten Einbrüche im Geschäft von Apple und Samsung . "Firmen aus der Auto-und Smartphone-Branche sind extrem wichtige Kunden für uns?, betonte der Osram-Chef. "Wir spüren den Handelskonflikt zwischen den USA und China, nachdem wir schon 2018 unter dem hierzulande wenig bekannten Handelskonflikt zwischen Südkorea und China gelitten haben", sagte Berlien. "Das führte zu einem zehnprozentigen Rückgang unserer Lieferungen an koreanische Autohersteller."

    Auch der Brexit sei für Osram als Zulieferer für viele Branchen eine Belastung: "Ich schaue mit grosser Sorge auf die Entscheidung des britischen Parlaments am Dienstag, denn sie wird Auswirkungen auf die gesamte Industrie und deshalb auch auf Osram haben", betonte der Konzernchef.

    Nach dem Rückzug von Siemens würde Osram den Einstieg eines Grossaktionärs begrüssen. "Ein solch grösserer Aktionär hat grundsätzlich den Vorteil, dass er ein Unternehmen in seiner Strategie unterstützen kann", sagte Berlien. Dies gelte insbesondere für langfristige Themen, auch wenn es einmal konjunkturell nicht so gut laufe. Er kommentiere aber grundsätzlich keine Spekulationen über mögliche Investoren./he

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  • 10.01.2019 Deutsche Industrie fordert härteren Kurs gegenübe...

    Deutsche Industrie fordert härteren Kurs gegenüber China

    10.01.2019| 06:49:04

    (Ausführliche Fassung)

    BERLIN/PEKING (awp international) - Dumping-Preise, zunehmende Übernahmen europäischer Hightech-Firmen, staatliche Eingriffe - China wird auch mit umstrittenen Methoden immer mehr zur wirtschaftlichen Supermacht. Die deutsche Industrie schlägt nun Alarm und fordert einen härteren Kurs gegenüber Peking. Die Marktwirtschaft müsse "widerstandsfähiger" gemacht werden, heisst es in einem Grundsatzpapier des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Zwischen unserem Modell einer liberalen, offenen und sozialen Marktwirtschaft und Chinas staatlich geprägter Wirtschaft entsteht ein Systemwettbewerb."

    Das Papier sagt im Kern aus: Die europäische und deutsche Industrie mit dem Modell einer liberalen und sozialen Marktwirtschaft ist noch in einer starken Position auf dem Weltmarkt. Doch China wird immer stärker - und die Europäische Union muss aufpassen, bei wichtigen Zukunftstechnologien wie der Künstlichen Intelligenz nicht den Anschluss zu verlieren. Deswegen müsse die EU ihre Instrumente nachschärfen und China mehr entgegensetzen.

    China entwickle sich entgegen früherer Erwartungen absehbar nicht hin zu Marktwirtschaft und Liberalismus, so BDI-Präsident Dieter Kempf. Das Land verzerre durch staatliche Eingriffe Märkte und Preise. Die Folge seien weltweite Überkapazitäten etwa bei Stahl. Künftig sei damit auch zum Beispiel bei Robotik oder Batteriezellen zu rechnen.

    Der BDI legt insgesamt 54 Forderungen vor, damit Europa und Deutschland wettbewerbsfähiger gegenüber dem chinesischen Staatskapitalismus werden können. Konkret schlägt der Verband vor, das EU-Beihilferecht und die Anti-Subventions-Instrumente zu schärfen. Europa müsse effektiv gegen Firmen vorgehen können, die nicht in der EU produzieren und staatliche Subventionen erhalten.

    Zwar seien ausländische Investitionen auch aus China grundsätzlich willkommen. Es solle aber eine neuartige Subventionskontrolle eingeführt werden, die staatlich finanzierte Übernahmen europäischer Technologieunternehmen untersuchen und notfalls verhindern soll. In der öffentlichen Auftragsvergabe sollten hohe Qualitätsstandards ein Muss werden, Dumping-Preise ausländischer Anbieter müssten auf Subventionen durchleuchtet werden können.

    Auch die EU-Fusionskontrolle müsse man anpassen. Während in China durch Eingriffe der Regierung im weltweiten Massstab Grosskonzerne geschmiedet werden, berücksichtigen die EU-Wettbewerbshüter als relevanten Markt bei europäischen Fusionen allein den hiesigen Binnenmarkt. "Hier sollte gegengesteuert und das vom Markt getriebene Bilden europäischer Champions zugelassen werden."

    Die EU-Kommission prüft derzeit die Zusammenlegung der Zugsparten von Siemens und Alstom - Hintergrund ist die Konkurrenz des weltgrössten Bahnkonzerns CRRC aus China. Medienberichten zufolge steht die Fusion aber wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter auf der Kippe.

    "Der Systemwettbewerb mit China zwingt uns dazu, strategischer und langfristiger zu denken", heisst es in dem BDI-Papier. Die deutsche Industrie wolle auch weiterhin die Chancen des wirtschaftlichen Austausches mit China nutzen, betont Kempf. Direkte Markteingriffe sollten in Europa die Ausnahme bleiben.

    Jedoch dürfe niemand die Herausforderungen, vor die China die EU und Deutschland stelle, ausblenden: "Ohne in unsere Infrastruktur zu investieren, unsere Bildungssysteme zu verbessern und die Forschung und Entwicklung in Zukunftsbranchen zu fördern, haben wir wenig Chancen, mit einem China zu konkurrieren, das genau diese Dinge tut." Die EU brauche ausserdem ein höheres Budget: "Die Forschungsausgaben sollten auf 160 Milliarden Euro über den nächsten 7-Jahres-Zeitraum erhöht und damit gegenüber dem jetzigen Niveau verdoppelt werden."

    Der BDI verlangt ausserdem, dass sich der chinesische Markt für ausländische Investoren weiter öffnen müsse. "Während chinesische Unternehmen bisher einen relativ freien Zugang zum EU-Binnenmarkt geniessen, gilt dies umgekehrt nicht in gleichem Masse für ausländische Unternehmen in China", heisst es in dem Papier. Je schneller China mit Wirtschaftsreformen und Marktöffnung Wettbewerbsgleichheit zwischen chinesischen und EU-Unternehmen auf dem Weltmarkt schaffe, desto weniger müssten neue Kontrollinstrumente zum Einsatz kommen.

    China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands ausserhalb der EU. Das Reich der Mitte versucht seit Jahren, einerseits über zunehmende Firmenkäufe ausländische Spitzentechnologie zu übernehmen und andererseits über Investitionen in die europäische Infrastruktur politischen Einfluss zu gewinnen. Das Hauptvehikel dafür ist die "neue Seidenstrasse" - von Peking als "Belt and Road"-Initiative beworben. Bis 2049, zum 100. Geburtstag der Volksrepublik, will China technologisch Weltspitze sein.

    Die Bundesregierung hatte zuletzt vor allem mit Blick auf China zum Schutz vor Spionage und des geistigen Eigentums die Hürden für ausländische Investoren erhöht. Das Kabinett senkte für sensible Bereiche die Schwelle, ab der es einen Anteilserwerb prüfen kann./hoe/DP/zb

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  • 10.01.2019 Deutsche Industrie fordert härteren Kurs gegenübe...

    Deutsche Industrie fordert härteren Kurs gegenüber China

    10.01.2019| 06:31:00

    BERLIN (awp international) - Die deutsche Industrie hat sich für einen härteren Kurs der Europäischen Union gegenüber dem Wirtschaftsriesen China ausgesprochen. Zwar seien ausländische Investitionen auch aus der Volksrepublik grundsätzlich willkommen, wie es in einem Grundsatzpapier des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) heisst. China aber verzerre durch staatliche Eingriffe Märkte und Preise. Der BDI sieht einen "Systemwettbewerb" zwischen dem Modell einer liberalen, offenen und sozialen Marktwirtschaft sowie Chinas staatlich geprägter Wirtschaft. Das Papier liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

    Der BDI fordert darin, die EU solle eine neuartige Subventionskontrolle einführen, die staatlich finanzierte Übernahmen europäischer Technologieunternehmen untersuchen und notfalls verhindern soll. Auch die EU-Fusionskontrolle solle überprüft werden. Während in China durch Eingriffe der Regierung im weltweiten Massstab Grosskonzerne geschmiedet werden, berücksichtigen die EU-Wettbewerbshüter als relevanten Markt bei europäischen Fusionen allein Europas Binnenmarkt. "Hier sollte gegengesteuert und das vom Markt getriebene Bilden europäischer Champions zugelassen werden."

    Ein Beispiel ist der weltgrösste Bahnkonzern CRRC aus China. Die EU-Kommission prüft derzeit die Zusammenlegung der Zugsparten von Siemens und Alstom - Hintergrund dafür ist vor allem die Konkurrenz von CRRC. Medienberichten zufolge steht die Fusion aber wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter auf der Kippe./hoe/DP/zb

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  • 28.12.2018 Studie: US-Konzerne dominieren die Weltbörsen stä...

    Studie: US-Konzerne dominieren die Weltbörsen stärker denn je

    28.12.2018| 09:28:54

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - US-Konzerne haben ihren Vorsprung an den internationalen Börsen trotz der Kursturbulenzen in diesem Jahr weiter ausgebaut. Deutschlands Börsenschwergewichte rutschten dagegen im weltweiten Ranking der wertvollsten Unternehmen insgesamt ab, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Lediglich zwei deutsche Konzerne finden sich demnach noch unter den Top 100. Im Jahr zuvor waren es noch sechs Firmen.

    Die teuersten Unternehmen der Welt sind den Angaben zufolge trotz teilweise deutlicher Kursverluste US-Technologiekonzerne. Spitzenreiter mit einem Börsenwert von 754 Milliarden Dollar ist Microsoft (Stichtag 21.12.). Der Softwareriese verdrängte damit Apple . Der iPhone-Hersteller Apple verlor in der Gunst der Anleger und kommt auf Rang zwei (715 Mrd), gefolgt von der Google -Muttergesellschaft Alphabet (685 Mrd).

    Als wertvollstes deutsches Unternehmen liegt SAP auf Rang 61 mit einem Börsenwert von 117 Milliarden Dollar. Siemens kommt auf Platz 89. Der Versicherungskonzern Allianz, Volkswagen , Bayer und BASF sind dagegen nicht mehr unter den Top 100.

    Wegen der starken Ausrichtung auf ausländische Märkte litten deutsche Konzerne eher unter den aktuellen handelspolitischen Spannungen und Strafzöllen als etwa die US-Unternehmen, begründete Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, das relativ schwache Abschneiden der deutschen Top-Konzerne. "Zudem verliert derzeit die europäische Wirtschaft insgesamt an Fahrt, während die Konjunktur in den USA nach wie vor brummt."

    Hinzu komme der Umbruch in der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie. "Hohe Investitionen in Zukunftstechnologien schmälern die Gewinne, und die Digitalisierung sowie der Vormarsch der Elektromobilität stellen bisherige Geschäftsmodelle infrage", erläuterte Barth. Zudem befinde sich der wichtige chinesische Absatzmarkt im Rückwärtsgang. All das verunsichere die Anleger.

    Insgesamt stammen den Angaben zufolge die 5 wertvollsten Konzerne der Welt aus den USA. Dazu zählen auch der Online-Riese Amazon und die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway von Warren Buffett. Von den 100 höchstbewerteten Unternehmen haben 57 ihren Sitz in Nordamerika (Vorjahr 55). Nur 22 stammen aus Europa (Vorjahr 24), unverändert 21 Unternehmen kommen aus Asien und dem pazifischen Raum.

    Die wertvollsten Unternehmen ausserhalb der USA sind demnach die beiden chinesischen Internetkonzerne Tencent und Alibaba. Sie belegen die Ränge 6 und 10. Das teuerste europäische Unternehmen ist der Lebensmittelkonzern Nestlé, der mit einem Börsenwert von 252 Milliarden Dollar auf Platz 15 landet.

    Die Bedeutung klassischer Industriekonzerne nimmt den Angaben zufolge aus Sicht der Anleger weiter ab: Nur noch 6 Industrieunternehmen finden sich den Angaben zufolge unter den Top 100 wieder, vor einem Jahr waren es noch 8. Demgegenüber rangieren 21 US-Internet- und Technologiekonzerne unter den höchstbewerteten Unternehmen der Welt - aber nur 2 europäische./mar/DP/she

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  • 28.12.2018 US-Technologieriesen an der Spitze der 100 wertvo...

    US-Technologieriesen an der Spitze der 100 wertvollsten Unternehmen

    28.12.2018| 09:11:44

    FRANKFURT (awp international) - Microsoft , Apple und die Google -Mutter Alphabet sind einer Studie zufolge die wertvollsten Unternehmen der Welt. Spitzenreiter mit einem Börsenwert von 754 Milliarden Dollar ist Microsoft (Stichtag 21.12.), wie aus einer am Freitag veröffentlichten Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Der Softwareriese verdrängte den iPhone-Hersteller Apple, der in der Gunst der Anleger verlor, auf Rang zwei (715 Mrd). Die Google-Muttergesellschaft Alphabet (685 Mrd) kam auf Platz drei. Deutschlands Börsenschwergewichte rutschten im weltweiten Ranking der 100 wertvollsten Unternehmen ab.

    Lediglich zwei deutsche Konzerne finden sich demnach noch unter den Top 100. Im Jahr zuvor waren es noch sechs Firmen. Als wertvollstes deutsches Unternehmen liegt SAP auf Rang 61 mit einem Börsenwert von 117 Milliarden Dollar. Siemens kommt auf Platz 89. Der Versicherungsriese Allianz, Volkswagen , Bayer und BASF sind dagegen nicht mehr unter den Top 100.

    Wegen der starken Ausrichtung auf ausländische Märkte litten deutsche Konzerne eher unter den aktuellen handelspolitischen Spannungen und Strafzöllen als etwa die US-Unternehmen, begründete Hubert Barth, Vorsitzender der EY-Geschäftsführung in Deutschland, die Entwicklung. "Zudem verliert derzeit die europäische Wirtschaft insgesamt an Fahrt, während die Konjunktur in den USA nach wie vor brummt." Hinzu komme der Umbruch in der für Deutschland so wichtigen Autoindustrie.

    Von den 100 höchstbewerteten Unternehmen haben demnach 57 ihren Sitz in Nordamerika (Vorjahr 55). Nur 22 stammen aus Europa (Vorjahr 24), unverändert 21 Unternehmen kommen aus Asien und dem pazifischen Raum./mar/DP/she

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Stammdaten

Branche/Sektor Elektrische Geräte & Komponenten
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol SIE
Valor 827766
ISIN DE0007236101

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Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +0.54 +0.55%
Perf. 3M -1.67 -1.67%
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Hoch 1M 100.74 (18.01.2019)
Tief 1M 95.00 (27.12.2018)
Hoch 3M 104.64 (08.11.2018)
Tief 3M 95.00 (27.12.2018)
Hoch 1J 125.58 (24.01.2018)
Tief 1J 95.00 (27.12.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG