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(107.46 | -0.46 | -0.43% | 17.05.2019)

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Aktuelle Daten

Vortag 107.92   Datum 16.05.2019
Eröffnung 107.80   Zeit 08:00:16
Letzter 107.46   Zeit 19:23:41
Vol. Letzter 12   Volumen ---
+/- -0.46   +/-% -0.43%
Geld 107.14   Brief 107.42
Geld Vol 500   Brief Vol 500
Hoch 108.62   Tief 106.92
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Fundamentale Daten

Dividende 3.8
Dividende ex Datum 31.01.2019
Zahlbar Datum 04.02.2019
Rendite 3.54%
Nominalwert 0
Anzahl Aktien 850'000'000
Marktkapital in Mio. 91'341.00
Umsatz Vormonat 8'008'391

Aktuelle News

  • 17.05.2019 Stadler erhält angeblich den Zuschlag für Grossau...

    Stadler erhält angeblich den Zuschlag für Grossauftrag aus Berlin

    17.05.2019| 09:35:00

    Bussnang/Berlin (awp) - Der Thurgauer Zugbauer Stadler Rail kann Medienberichten zufolge auf einen Grossauftrag aus Berlin hoffen. Stadler soll nach Informationen der "Berliner Morgenpost" und des "Tagesspiegels" vom Freitag bis zu 1500 neue U-Bahnwagen für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bauen. Die unterlegene Siemens plane jedoch juristische Schritte dagegen.

    Der U-Bahn-Wagenpark Berlins soll ab 2021 komplett erneuert werden - der Auftrag hätte einen Wert von 3 Milliarden Euro. Noch bis Montag läuft eine Einspruchsfrist, in der unterlegene Bieter die Möglichkeit haben, das Ergebnis der europaweiten Ausschreibung anzufechten. Entsprechend ist die Auftragsvergabe noch nicht erfolgt, erklärten die BVG auf Anfrage von AWP. Stadler Rail wollte die Berichte nicht kommentieren.

    Laut dem "Tagesspiegel" hat sich der BVG-Verwaltungsrat jedoch bereits Anfang Mai für Stadler entschieden. Das Blatt beruft sich dabei auf gut informierte Kreise. Um den grössten Auftrag in der BVG-Geschichte hätten sich auch der französische Zughersteller Alstom und ein Konsortium aus Siemens und Bombardier beworben.

    Siemens will Klage einreichen

    Siemens will nun laut "Tagesspiegel" gegen den - noch nicht kommunizierten - Entscheid juristisch vorgehen. Angeblich soll Siemens-Chef Joe Kaeser persönlich gegenüber Vertretern des Berliner Senats die Vergabeentscheidung hart kritisiert und den Klageweg angekündigt haben.

    Bei europaweiten Ausschreibungen müssen die unterlegenen Bieter vor der endgültigen Auftragsvergabe informiert werden. Sie haben dann 15 Tage Zeit, die Entscheidung des Auftraggebers zu akzeptieren oder dagegen vorzugehen.

    Es wäre nicht der erste Rechtsstreit, mit dem sich Siemens gegen einen Auftrag zugunsten von Stadler wehrt. Weil die alten Waggons nicht mehr repariert werden konnten, hatte die BVG im Oktober 2017 für 120 Millionen Euro ohne Ausschreibung 80 Kleinprofil-Fahrzeuge bestellt.

    Im Sommer darauf einigten sich BVG und Siemens aussergerichtlich auf einen Kompromiss. Danach durfte die BVG bei Stadler zunächst nur 56 Wagen bestellen.

    ra/ys

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  • 15.05.2019 Bosch präsentiert intelligente Zapfsäule für E-Autos

    Bosch präsentiert intelligente Zapfsäule für E-Autos

    15.05.2019| 16:10:28

    (Ausführliche Fassung)

    BERLIN (awp international) - Der Automobilzulieferer Bosch hat am Mittwoch den Prototyp einer intelligenten Ladesäule für elektrische Autos vorgestellt. Gemeinsam mit dem Energieversorger EnBW will das Unternehmen den Ladeprozess und den Service rundherum damit deutlich vereinfachen. Die Suche nach der nächsten Ladestation, die Reservierung und das Bezahlen sollen so ohne Zutun des Kunden laufen.

    Auf Basis einer von Bosch entwickelten Software kann dabei das Fahrzeug in Echtzeit mit der Ladestation den Preis aushandeln. Zudem lässt sich je nach Verfügbarkeit Strom aus erneuerbaren Energiequellen wählen. Der Bezahlvorgang soll vollautomatisch ablaufen, ohne dass der Kunde Bargeld oder eine Karte zücken muss. Spielplätze oder Cafés in der Nähe soll die intelligente "Zapfsäule" ebenfalls anzeigen.

    Kostenpflichtiges Parken könnte nach den Vorstellungen von Bosch künftig ebenfalls intelligent und automatisch ablaufen. In einem Projekt gemeinsam mit Siemens erprobt das Unternehmen ein Managementsystem, bei dem die Fahrzeuge direkt mit umliegenden Parkplätzen kommunizieren. Passiert ein Fahrzeug eine Parkschranke, kann es automatisch identifiziert werden, die Gebühren können über eine virtuelle Geldbörse abgebucht werden.

    Die Grundlage beider Projekte bildet dabei eine bei Bosch entwickelte Blockchain-Technologie, eine sogenannte Distributed-Ledger-Technik (übersetzt etwa: verteilte Konten). Dabei werden die Daten sicher auf vielen verschiedenen Servern gespeichert und verbunden. Technologie und Vertrauen seien Schlüsselfaktoren für diese Lösungen, sagte Technik-Chef Michael Bolle. Bosch habe dabei auch nach Alternativen zu den grossen Plattformanbietern wie Amazon gesucht.

    Die Distributed Ledger Technologie mit ihren verteilten Datenbanken stammt aus der Kryptowährung und basiert auf Open-Source-Software. Ein grosses Problem dabei ist dabei, dass die Verfahren sehr viel Energie benötigen. Das liege unter anderem daran, dass für die Verschlüsselungsverfahren komplizierte Rechenaufgaben abgearbeitet werden müssen, erklärte Bolle, der bei Bosch auch als Chief Digital Officer die digitale Entwicklung des Konzerns verantwortet. Vor allem bei Einsätzen mit Millionen von Teilnehmern werde das schnell zu einem Problem. Bosch erprobe deshalb Alternativen, die unter anderem auch aus der Spieltheorie kommen.

    "Wir brauchen sichere, offene Plattformen und ein Internet, in dem der Nutzer souverän entscheiden kann, um Vertrauen in digitale Ökosysteme zu stärken", sagte Bosch-Chef Volkmar Denner. Ein Schlüsselfaktor für Bosch sei es, dass die Kunden die Hoheit über ihre Daten behalten. Bei der Entwicklung des Internet der Dinge arbeite Bosch eng mit Partnern zusammen. "Niemand kann das Internet der Dinge allein aufbauen."

    Das Unternehmen veranstaltet noch bis einschliesslich Donnerstag in Berlin die Konferenz Bosch Connected World in Berlin. 5000 teilnehmende Partner, 80 Aussteller und 150 Redner werden erwartet./gri/DP/he

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  • 15.05.2019 Bosch zeigt intelligente Zapfsäule für E-Autos

    Bosch zeigt intelligente Zapfsäule für E-Autos

    15.05.2019| 13:16:43

    BERLIN (awp international) - Der Automobilzulieferer Bosch hat am Mittwoch den Prototypen einer intelligenten Ladesäule für elektrische Autos vorgestellt. Gemeinsam mit dem Energieversorger EnBW will das Unternehmen den Ladeprozess damit deutlich vereinfachen. Auf Basis einer von Bosch entwickelten Software-Plattform sollen dem Nutzer dabei in Echtzeit verschiedene Preismodelle angeboten werden können. Zudem lässt sich je nach Verfügbarkeit Strom aus erneuerbaren Energiequellen wählen. Der Bezahlvorgang soll vollautomatisch ablaufen, ohne dass der Kunde Bargeld oder eine Karte zücken muss. Spielplätze oder Cafés in der Nähe soll die intelligente "Zapfsäule" ebenfalls anzeigen.

    Kostenpflichtiges Parken soll nach den Plänen von Bosch künftig ebenfalls intelligent und automatisch ablaufen. In einem Projekt gemeinsam mit Siemens erprobt das Unternehmen ein Managementsystem, bei dem die Fahrzeuge direkt mit umliegenden Parkplätzen kommunizieren. Passiert ein Fahrzeug eine Parkschranke, kann es automatisch identifiziert werden, die Gebühren können über eine virtuelle Geldbörse abgebucht werden.

    Die Grundlage beider Projekte bildet dabei eine von Bosch entwickelte Blockchain-Technologie, bei der Daten sicher verteilt auf vielen verschiedenen Servern gespeichert werden. "Wir brauchen sichere, offene Plattformen und ein Internet, in dem der Nutzer souverän entscheiden kann, um Vertrauen in digitale Ökosysteme zu stärken", sagte Bosch-Chef Volkmar Denner. Das Unternehmen veranstaltet noch bis einschliesslich Donnerstag in Berlin die Konferenz Bosch Connected World in Berlin. 5000 teilnehmende Partner, 80 Aussteller und 150 Redner werden erwartet./gri/DP/fba

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  • 15.05.2019 Gründer Hasso Plattner bereitet Abschied von SAP vor

    Gründer Hasso Plattner bereitet Abschied von SAP vor

    15.05.2019| 11:38:22

    MANNHEIM (awp international) - Aufsichtsratschef Hasso Plattner läutet seinen Abschied von SAP ein. Bei der Neuwahl des Aufsichtsrats auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Mannheim stellte sich der letzte aktive Gründer des Softwarekonzerns nur noch für drei Jahre zur Verfügung.

    "Diese drei Jahre sollen dann gleichzeitig auch meine letzte Amtszeit sein", sagte Plattner. Die Frage nach seiner Nachfolge liess der 75-Jährige zum Ärger seiner Aktionäre aber offen. "Seien Sie versichert, dass ich mich mit dieser Frage intensiv befasse", sagte er lediglich. Plattner hat sich länger als alle anderen Gründer bei SAP gehalten. Sein Mitstreiter Dietmar Hopp verabschiedete sich schon 2005 aus dem Aufsichtsrat.

    Viel Grund zu Murren haben die Aktionäre nicht bei der diesjährigen Hauptversammlung. Die Aktie erreichte erst Ende April ein Allzeithoch von 117 Euro. Beim Börsenwert hat der Softwarekonzern im Dax mit gut 135 Milliarden Euro über 40 Milliarden Euro Abstand zu Siemens , dem Industriegasehersteller Linde oder der Allianz.

    Das für die Hauptversammlung relevante Geschäftsjahr 2018 lief gut, die Anteilseigner erhalten eine höhere Dividende von 1,50 Euro. SAP-Chef Bill McDermott hob trotz eines Verlusts im ersten Quartal erst jüngst die Gewinnprognose für 2019 an./ang/DP/fba

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  • 10.05.2019 Libyen droht 40 ausländischen Firmen mit Rauswurf...

    Libyen droht 40 ausländischen Firmen mit Rauswurf - Auch Siemens betroffen

    10.05.2019| 16:39:44

    TRIPOLIS (awp international) - Die libysche Regierung hat rund 40 ausländischen Firmen gedroht, deren Tätigkeiten in dem nordafrikanischen Land zu unterbinden. Bereits am Donnerstag veröffentlichte Industrieminister Ali Abdelaziz al-Issaui eine Liste mit Firmen, die von dem sofortigen Stopp der Tätigkeiten betroffen seien, darunter neben der französischen Ölfirma Total auch der Siemens -Konzern. Später ergänzte das Ministerium, dass den Firmen eine Übergangszeit von drei Monaten gegeben werde, um alte Verträge und Lizenzen zu erneuern.

    Energieminister Al-Issaui hatte den Schritt damit begründet, dass die Genehmigungen der Firmen zum Teil seit längerem ausgelaufen seien. Beobachter sehen darin jedoch ein Manöver, um im Kampf um die Hauptstadt Tripolis Druck auf die europäischen Regierungen aufzubauen. Frankreich gilt als Unterstützer des mächtigen Generals Chalifa Haftar, der seinen Truppen den Vormarsch auf Tripolis befohlen hatte. Dort hat die international anerkannte Einheitsregierung ihren Sitz. Siemens wollte den Vorgang auf Anfrage am Freitag nicht kommentieren./sus/DP/tav

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  • 09.05.2019 Bosch investiert Milliarden in Klimaschutz - Stel...

    Bosch investiert Milliarden in Klimaschutz - Stellen auf der Kippe

    09.05.2019| 13:25:30

    (Ausführliche Fassung)

    RENNINGEN (awp international) - Der Autozulieferer Bosch investiert trotz der Konjunkturabkühlung im Autogeschäft und des Dieselskandals Milliarden in den Klimaschutz. Der Konzern will auf diese Weise schon 2020 an allen Standorten weltweit CO2-neutral arbeiten - und ist damit ehrgeiziger als manch anderes Industrieunternehmen. Gleichzeitig stehen im Dieselbereich weitere Stellen auf der Kippe. "Es wird auch in diesem Jahr zu Anpassungen kommen", sagte Bosch-Chef Volkmar Denner am Donnerstag in Renningen. "Wir wollen aber auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten."

    Die sinkenden Diesel-Marktanteile machen dem Konzern, der immer noch fast zwei Drittel seiner Erlöse mit Fahrzeugtechnik erwirtschaftet, zu schaffen. Den Diesel-Anteil in seinen Umsätzen weist Bosch zwar nicht aus. Bei dem Zulieferer hängen aber weltweit etwa 50 000 der 410 000 Arbeitsplätze vom Diesel ab. In Deutschland sind es gut 15 000.

    Im vergangenen Jahr hatte Bosch 600 Stellen in dem Bereich abgebaut, indem befristete Verträge nicht verlängert wurden oder Mitarbeiter zum Beispiel in Altersteilzeit geschickt wurden. Die weitere Entwicklung hänge vom weiteren Marktverlauf ab, sagte Denner. "Ziel ist es, Anpassungen sozialverträglich durchzuführen."

    Dabei spielt der Zulieferer in dem Skandal um manipulierte Diesel bei Volkswagen keine unbedeutende Rolle. Bosch hatte Komponenten für die problematischen Diesel von VW geliefert und ist deshalb in zahlreiche Rechtsstreitigkeiten verwickelt. In den USA hatte Bosch Klagen mit millionenschweren Vergleichen beigelegt. In Deutschland laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft noch. 1,2 Milliarden Euro hat das Unternehmen bislang für Rechtsrisiken zurückgelegt, der überwiegende Teil davon ist für Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Dieselskandal gedacht.

    Trotzdem will Bosch zwei Milliarden Euro in die Hand nehmen, um seine Standorte energieeffizienter zu machen und Ökostrom einzukaufen. "Jahr für Jahr werden wir also unseren Verbrauch bis 2030 um ein bis zwei Prozent senken", sagte Denner. Praktischer Nebeneffekt: Auf diese Weise soll bis 2030 eine Milliarde Euro eingespart werden.

    "Aber viel zu oft wird das grosse Ziel des Klimaschutzes als Fernziel verstanden, das unsere Generation erst mal nichts kosten darf", sagte Denner in seiner Rede. Mit Hilfe von zusätzlicher CO2-Kompensation und einer schnellen Umstellung auf Ökostrom will Bosch deshalb schon 2020 an allen Standorten weltweit klimaneutral sein. Bosch traue sich das zu, weil das Unternehmen seine bisherigen Ziele zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen klar übertroffen habe. Lieferanten und Kunden bezieht Bosch aber zunächst noch nicht in die Rechnung mit ein.

    Mit seinen neuen Klimazielen wagt sich Bosch als Industrieunternehmen weit vor. Siemens beispielsweise plant erst 2030, sein operatives Geschäft CO2-neutral zu machen. Daimler will zumindest seine Werke schon 2022 klimaneutral produzieren lassen. Trotz der schmerzhaften Anpassungsprozesse im Dieselgeschäft habe es Applaus aufseiten der Belegschaft gegeben, sagte Denner. "Wir glauben, dass wir die volle Unterstützung haben."

    Die Anstrengungen von Bosch kommen zudem zu einem wirtschaftlich nicht gerade günstigen Zeitpunkt. "Wir sind für die Weltkonjunktur, aber auch für die meisten unserer bedeutenden Marktsegmente skeptisch", sagte Finanzchef Stefan Asenkerschbaumer. In den ersten drei Monaten des Jahres lagen die Umsätze des Technikkonzerns nach den Worten von Asenkerschbauer nahezu auf Vorjahreshöhe. Für das gesamte Jahr rechnet er aber mit einem leichten Plus.

    Im vergangenen Jahr hat Bosch seinen Umsatz auf 78,5 Milliarden Euro erhöht, rechnet für dieses Jahr aber nur mit einem leichten Plus. Nach Steuern verdiente der Konzern 2018 etwa 3,6 Milliarden Euro - nach 3,3 Milliarden Euro im Vorjahr./ang/DP/fba

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  • 08.05.2019 Siemens steht vor grossen Umwälzungen - Aktie spr...

    Siemens steht vor grossen Umwälzungen - Aktie springt an

    08.05.2019| 10:46:21

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Der Technologiekonzern Siemens steht vor seiner grössten Transformation seit Jahren. Mit der Entscheidung, sich von seinem Energiegeschäft zu trennen, kappt das Unternehmen einen Teil seiner Wurzeln. Die DNA der Münchener wird mit der Konzentration auf die wachstumsträchtigen digitalen Geschäfte grundlegend verändert. Dabei kann Siemens auf eine robuste Entwicklung im ersten Halbjahr zurückgreifen. Investoren griffen am Mittwochmorgen bei der Aktie zu - sie lag mit einem Plus von mehr als fünf Prozent an der Dax -Spitze.

    Bei Siemens beginne in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres "eine neue Ära", sagte Konzernchef Joe Kaeser am Mittwoch nach der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal. Am Vortag hatte die Konzernführung bereits für einen Paukenschlag gesorgt. Der Technologiekonzern will sich mittelfristig von seinen Energiegeschäften trennen und sich auf die Digitalisierung konzentrieren. Seine neu zum 1. April formierte Energiesparte Gas and Power will das Unternehmen ausgliedern und bis September 2020 an die Börse bringen. Siemens-Aktionäre sollen dabei entsprechend Anteile an der neuen Gesellschaft erhalten.

    In der Sparte ist auch das seit längerem schwächelnde Kraftwerksgeschäft enthalten. Siemens geht dabei jedoch noch einen Schritt weiter: Der Konzern will seinen Aanteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen.

    Dabei will Siemens die Mehrheit an dem neuen Unternehmen abgeben aber Ankeraktionär bleiben. Der Anteil soll anfänglich bei etwas weniger als 50 Prozent liegen und auf Sicht die Sperrminorität von 25 Prozent nicht unterschreiten. Damit trennt sich Siemens von einem wesentlichen Bestandteil seines Kerngeschäfts. Dies sei "ein verdammt emotionaler Prozess", sagte Kaeser.

    Für Andreas Willi von JPMorgan bedeutet das für Siemens die grösste Umwälzung seit dem Ausstieg aus der Telekommunikation im Jahr 2006. Dies könnte den derzeit herrschenden Konglomeratsabschlag bei der Siemens-Aktie reduzieren, den der Analyst bei 35 Euro sieht. Er sieht die Entscheidung positiv, da die Ausrichtung auf das digitale Kerngeschäft für Investoren besser einsehbar sei. Allerdings mache es die Struktur von Siemens seiner Einschätzung zufolge auch komplexer. Die Ausgliederung des Energiegeschäfts ändere zudem nichts an den fundamentalen Herausforderungen, in dem sich das Geschäft befände. Auch in diesem Zusammenhang soll nun noch mehr gespart werden: Bis 2023 sollen die Kosten der Energiesparte um 1 Milliarde Euro gesenkt werden und damit doppelt so stark wie bisher geplant.

    Über die Abspaltung und spätere Börsennotierung soll eine ausserordentliche Hauptversammlung voraussichtlich im Juni 2020 entscheiden. Gas and Power umfasst die Aktivitäten in den Bereichen Öl und Gas, konventionelle Energieerzeugung, Energieübertragung und die jeweils dazugehörigen Servicegeschäfte. Siemens werde dabei sowohl Gas and Power als auch Siemens Gamesa dekonsolidieren. Das neue Unternehmen soll Siemens im Namen führen.

    "Durch die Kombination des Leistungsspektrums der konventionellen Erzeugung mit der Stromversorgung durch Erneuerbare Energien decken wir die Nachfrage der Kunden vollständig ab", sagte Konzernchef Kaeser. Er sei überzeugt, dass die Entscheidung für alle Seiten positiv sei. Der Aufsichtsrat hat den Entschluss einstimmig gebilligt und auch die Gewerkschaften tragen den Prozess mit.

    Damit trennt sich Siemens auch von seinem derzeit grössten Sorgenkind: Dem Kraftwerksgeschäft. Vor allem bei grossen Gasturbinen war in den letzten Jahren der Markt weggebrochen. Siemens läutete ein Sparprogramm ein, das den Abbau von Kapazitäten und die Streichung tausender Stellen umfasst. Siemens Gamesa entstand 2017 aus der Fusion der Siemens-Windkraftsparte mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa. Hier verlief der Start eher holprig, der Windmarkt leidet weiterhin unter Preisdruck. Laut JPMorgan-Analyst Willi sind das Energiegeschäft sowie Siemens Gamesa für einen grossen Teil der derzeit bei Siemens herrschenden Kapitalbindung verantwortlich.

    Siemens will sich künftig auf seine Wachstumsfelder konzentrieren: Kerngeschäfte werden künftig die Sparten Digital Industries sowie Smart Infrastructure sein. In den Märkten Automatisierung, industrielle Digitalisierung und intelligente Infrastruktur will Siemens deutlich zulegen und seine Stellung weiter ausbauen. Flankiert werden sie von der börsennotierten Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers sowie der Bahntechnik, welches als Wachstumsgeschäft ebenfalls gestärkt werden soll.

    Nach der gescheiterten Fusion mit dem französischen Bahnkonzern Alstom prüft Siemens dennoch verschiedene Optionen für das Mobility getaufte Geschäft. Es gebe jedoch keine Eile, eine Entscheidung zu treffen, sagte Kaeser. Früheren Aussagen zufolge ist ein Börsengang eine Erwägung.

    Siemens hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach starke Veränderungen durchlaufen: Die Börsengänge des Chipkonzerns Infineon sowie Epcos, die Ausgliederung und Börsennotierung des Lichtkonzerns Osram , die Trennung vom Telekommunikationsgeschäft gehörten unter anderem dazu dazu. In den letzten Jahren erfolgten dann der Zusammenschluss des Windgeschäfts mit Gamesa sowie der Börsengang der Medizintechniksparte Siemens Healthineers.

    Die jetzt gefällte strategische Neuausrichtung ist Teil des Programms "2020+", welches Siemens in Grundzügen bereits im vergangenen Sommer vorgelegt hatte und mit dem der Konzern Wachstum und Profitabilität ankurbeln will. Siemens wolle "proaktiv agieren, bevor wir reagieren müssen", so Kaeser. Denn Siemens kann derzeit noch auf eine recht robuste Geschäftsentwicklung bauen. Im zweiten Quartal schnitt Siemens besser ab als erwartet.

    Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebita) der Industriegeschäfte stieg um sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Den stärksten Beitrag lieferte die Sparte Digitale Fabrik, auch wenn deren Ergebnisse zurückgingen. Dicht dahinter folgte die Tochter Siemens Healthineers , die ihre Gewinne steigern konnte. Bessere Ergebnisse lieferte auch das Kraftwerksgeschäft. Die Auftragslage ist dabei robust. Der Auftragseingang nahm um sechs Prozent 23,6 Milliarden Euro zu, auch dank mehrere Grossprojekte der Bahntechniksparte.

    Die Prognose für das am 30. September endende Geschäftsjahr bekräftigte Siemens. Bereinigt um Kosten für Personalabbau in der Kraftwerkssparte erwartet der Konzern eine Marge für das Industriegeschäft von 11 bis 12 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es 11,3 Prozent gewesen. Beim Gewinn je Aktie erwartet das Management um Kaeser eine Zunahme auf 6,30 bis 7,00 Euro. Auch hier sind Kosten für Stellenabbau ausgeklammert. Finanzvorstand Ralf Thomas kündigte eine Präzisierung für das dritte Quartal an.

    Mittelfristig sollen die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen. Das Ergebnis je Aktie soll mittelfristig stärker wachsen als der Umsatz. Langfristig soll die Gewinnmarge des Industriellen Kerngeschäfts 14 bis 18 Prozent erreichen, im zweiten Quartal lag sie bei 11,7 Prozent.

    Dazu will Siemens Kosten sparen. Wie bereits angekündigt, sollen zentrale Konzernfunktionen wie die Verwaltung dezentralisiert und schlanker aufgestellt werden. Dies bedeutet einen Abbau von rund 2500 der insgesamt etwa 12 500 Arbeitsplätze in diesen Zentralfunktionen bis 2023, wie Siemens weiter mitteilte.

    Die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten bezifferte Siemens auf 400 Millionen Euro, die Aufwendungen für das Effizienzprogramm sollen bei rund 1 Milliarde Euro liegen. Bis 2023 will der Konzern durch Effizienzsteigerungen die Kosten um rund 2,2 Milliarden Euro senken. Das bereits bekannte Sparprogramm in der Kraftwerkssparte von 500 Millionen Euro ist darin bereits enthalten.

    Insgesamt sollen damit 10 400 Stellen in Verwaltung, Digital Industries und bei Smart Infrastructure abgebaut werden. Dies soll sozialverträglich geschehen. So soll der Abbau durch die derzeit herrschende Altersstruktur aufgefangen werden, so Kaeser. Gleichzeitig plant Siemens jedoch die Schaffung 20 500 neuer Stellen./nas/he/zb

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  • 08.05.2019 Siemens will im Energiegeschäft mehr sparen

    Siemens will im Energiegeschäft mehr sparen

    08.05.2019| 10:20:04

    MÜNCHEN (awp international) - Der Technologiekonzern Siemens schraubt das Sparziel für seine vor der Ausgliederung stehende Energiesparte Gas and Power nach oben. Bis 2023 sollen die Kosten der Sparte um 1 Milliarde gesenkt werden, wie aus einer Präsentation zum am Mittwoch stattfindenden Kapitalmarkttag hervorgeht. Das sind 500 Millionen Euro mehr, als das aktuelle Programm, welches im November 2017 angekündigt wurde. Die weiteren Einsparungen sollen durch den Aufbau des neuen Unternehmens erreicht werden. Konkrete Massnahmen seien dabei noch nicht entschieden, erklärte ein Siemens-Sprecher.

    Siemens will das Geschäft ausgliedern und bis September 2020 an die Börse bringen. Der Konzern will zudem seinen Mehrheitsanteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen. Das Energiegeschäft steht vor grossen Herausforderungen. So ist die Nachfrage nach grossen Gasturbinen in den letzten Jahren weggebrochen, in dem Siemens stark vertreten ist. Das Windkraftgeschäft kämpft mit hoher Konkurrenz und Preisdruck./nas/mis

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  • 08.05.2019 Siemens verdient mehr als erwartet - Robuste Auft...

    Siemens verdient mehr als erwartet - Robuste Auftragslage

    08.05.2019| 07:07:46

    MÜNCHEN (awp international) - Der Technologiekonzern Siemens hat im zweiten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis der Industriegeschäfte sei um sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in München mit. Analysten hatten mit einer Stagnation gerechnet.

    Den stärksten Beitrag lieferte die Sparte Digitale Fabrik, auch wenn deren Ergebnisse zurückgingen. Dicht dahinter folgte die Tochter Siemens Healthineers , die ihre Gewinne steigern konnte. Bessere Ergebnisse lieferte auch der Bereich Power and Gas mit dem kriselnden Kraftwerksgeschäft.

    Unter dem Strich verdiente Siemens mit 1,8 Milliarden leicht weniger als im Vorjahr, als 1,95 Milliarden erzielt wurden. Marktexperten hatten hier einen deutlicheren Rückgang erwartet. Dabei wirkten sich Steuereffekte positiv aus. Im vergangenen Jahr hatte Siemens zudem von einem Sondergewinn profitiert.

    Robust zeigte sich weiter die Auftragslage. Der Auftragseingang nahm um sechs Prozent 23,6 Milliarden Euro zu, auch dank mehrere Grossprojekte der Bahntechniksparte. Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern.

    Siemens hatte bereits am Dienstag angekündigt, sich von der Energiesparte mit ihrem Kraftwerksgeschäft trennen und diese an die Börse bringen zu wollen. Dazu soll der Anteil des Windkraftgeschäfts Siemens Gamesa in das neue Unternehmen eingebracht werden. Siemens will sich damit verstärkt auf die digitalen Geschäfte konzentrieren./nas/zb

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  • 07.05.2019 IPO/Siemens will Energiesparte an die Börse bringen

    IPO/Siemens will Energiesparte an die Börse bringen

    07.05.2019| 21:20:00

    (neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz)

    MÜNCHEN (awp international) - Paukenschlag bei Siemens: Der Technologiekonzern will sich mittelfristig von seinen Energiegeschäften trennen und sich auf die Digitalisierung konzentrieren. Seine neu zum 1. April formierte Energiesparte Gas and Power will das Unternehmen ausgliedern und bis September 2020 an die Börse bringen. In der Sparte ist auch das seit längerem schwächelnde Kraftwerksgeschäft enthalten. Siemens geht dabei jedoch noch einen Schritt weiter: Der Konzern will seinen Mehrheitsanteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen, teilte Siemens am Dienstagabend mit.

    Dabei will Siemens die Mehrheit an dem neuen Unternehmen abgeben aber Ankeraktionär bleiben. Der Anteil soll anfänglich bei etwas weniger als 50 Prozent liegen und auf Sicht die Sperrminorität nicht unterschreiten. Damit trennt sich Siemens von einem wesentlichen Bestandteil seines früheren Kerngeschäfts. Über die Abspaltung und spätere Börsennotierung soll eine ausserordentliche Hauptversammlung voraussichtlich im Juni 2020 entscheiden. Gas and Power umfasst die Aktivitäten in den Bereichen Öl und Gas, konventionelle Energieerzeugung, Energieübertragung und die jeweils dazugehörigen Servicegeschäfte. Siemens werde dabei sowohl Gas and Power als auch Siemens Gamesa dekonsolidieren. Das neue Unternehmen soll Siemens im Namen führen.

    "Durch die Kombination des Leistungsspektrums der konventionellen Erzeugung mit der Stromversorgung durch Erneuerbare Energien decken wir die Nachfrage der Kunden vollständig ab", sagte Konzernchef Joe Kaeser laut Mitteilung. Er sei überzeugt, dass die Entscheidung für alle Seiten positiv sei. "Die Eigenständigkeit gibt uns jetzt mehr Freiheit und Flexibilität", kommentierte die Chefin von Gas and Power, Lisa Davis, die Entscheidung. Das neue Unternehmen käme auf einen Umsatz von 27 Milliarden Euro Umsatz und 88 000 Mitarbeitern.

    Damit trennt sich Siemens auch von seinem derzeit grössten Sorgenkind: Dem Kraftwerksgeschäft. Vor allem bei grossen Gasturbinen war in den letzten Jahren der Markt weggebrochen. Siemens läutete ein Sparprogramm ein, das den Abbau von Kapazitäten und die Streichung tausender Stellen umfasst. Siemens Gamesa entstand 2017 aus der Fusion der Siemens-Windkraftsparte mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa. Hier verlief der Start eher holprig, der Windmarkt leidet weiterhin unter Preisdruck.

    Siemens will sich künftig auf seine Wachstumsfelder konzentrieren: Kerngeschäfte werden künftig die Sparten Digital Industries sowie Smart Infrastructure sein. In den Märkten Automatisierung, industrielle Digitalisierung und intelligente Infrastruktur will Siemens deutlich zulegen und seine Stellung weiter ausbauen. Flankiert werden sie von der börsennotierten Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers sowie der Bahntechnik, welches als Wachstumsgeschäft ebenfalls gestärkt werden soll.

    Nach der gescheiterten Fusion mit dem französischen Bahnkonzern Alstom prüft Siemens dennoch verschiedene Optionen für das Mobility getaufte Geschäft. Es gebe jedoch keine Eile, eine Entscheidung zu treffen, sagte Kaeser. Früheren Aussagen zufolge ist ein Börsengang eine Erwägung.

    Die jetzt gefällte strategische Neuausrichtung ist Teil des Programms "2020+", welches Siemens in Grundzügen bereits im vergangenen Sommer vorgelegt hatte und mit dem der Konzern Wachstum und Profitabilität ankurbeln will. Siemens wolle "proaktiv agieren, bevor wir reagieren müssen", so Kaeser. Mittelfristig sollen die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen. Das Ergebnis je Aktie soll mittelfristig stärker wachsen als der Umsatz. Langfristig soll die Gewinnmarge des Industriellen Kerngeschäfts 14 bis 18 Prozent erreichen.

    Dazu will Siemens Kosten sparen. Wie bereits angekündigt, sollen zentrale Konzernfunktionen wie die Verwaltung dezentralisiert und schlanker aufgestellt werden. Dies bedeutet einen Abbau von rund 2500 der insgesamt etwa 12.500 Arbeitsplätze in diesen Zentralfunktionen bis 2023, wie Siemens weiter mitteilte. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten bezifferte Siemens auf 400 Millionen Euro, die Aufwendungen für das Effizienzprogramm insgesamt sollen bei rund 1 Milliarde Euro liegen. Bis 2023 will der Konzern durch Effizienzsteigerungen die Kosten um rund 2,2 Milliarden Euro senken. Das bereits bekannte Sparprogramm in der Kraftwerkssparte von 500 Millionen Euro ist darin bereits enthalten.

    Insgesamt sollen damit 10 400 Stellen in Verwaltung, Digital Industries und bei Smart Infrastructure abgebaut werden. Gleichzeitig plant Siemens jedoch die Schaffung von 20 500 neuen Stellen./nas/he

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  • 07.05.2019 Siemens will Energiesparte an die Börse bringen

    Siemens will Energiesparte an die Börse bringen

    07.05.2019| 18:40:34

    (Meldung weiter ausgebaut)

    MÜNCHEN (awp international) - Der Technologiekonzern Siemens will sich mittelfristig von seinen Energiegeschäften trennen und sich auf die Digitalisierung konzentrieren. Seine neu zum 1. April formierte Energiesparte Gas and Power will das Unternehmen ausgliedern und bis 2020 an die Börse bringen. In der Sparte ist auch das seit längerem schwächelnde Kraftwerksgeschäft enthalten. Siemens geht dabei jedoch noch einen Schritt weiter: Darüber hinaus will der Konzern seinen Mehrheitsanteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen, teilte Siemens am Dienstagabend mit.

    Dabei will Siemens die Mehrheit an dem neuen Unternehmen abgeben aber starker Ankeraktionär bleiben. Der Anteil soll anfänglich bei etwas weniger als 50 Prozent liegen und auf Sicht die Sperrminorität nicht unterschreiten. Über die Abspaltung und spätere Börsennotierung soll eine ausserordentliche Hauptversammlung voraussichtlich im Juni 2020 entscheiden. Gas and Power umfasst die Aktivitäten in den Bereichen Öl und Gas, konventionelle Energieerzeugung, Energieübertragung und die jeweils dazugehörigen Servicegeschäfte. Siemens werde dabei sowohl Gas and Power als auch Siemens Gamesa dekonsolidieren.

    "Durch die Kombination des Leistungsspektrums der konventionellen Erzeugung mit der Stromversorgung durch Erneuerbare Energien decken wir die Nachfrage der Kunden vollständig ab", sagte Konzernchef Joe Kaeser laut Mitteilung. Er sei überzeugt, dass die Entscheidung für alle Seiten positiv sei. "Die Eigenständigkeit gibt uns jetzt mehr Freiheit und Flexibilität", kommentierte die Chefin von Gas and Power, Lisa Davis, die Entscheidung.

    Kerngeschäfte von Siemens werden dabei künftig die Sparten Digital Industries sowie Smart Infrastructure. Flankiert werden sie von der börsennotierten Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers sowie der Bahntechnik, welches als Wachstumsgeschäft ebenfalls gestärkt werden soll.

    Die strategische Neuausrichtung ist Teil des Programms "2020+", welches Siemens in Grundzügen bereits im vergangenen Sommer vorgelegt hatte und mit dem der Konzern Wachstum und Profitabilität ankurbeln will. Damit sollen mittelfristig die jährliche Wachstumsrate des Umsatzes und die Gewinnmarge des Industriellen Geschäfts um jeweils zwei Prozentpunkte steigen. Das Ergebnis je Aktie soll mittelfristig stärker wachsen als der Umsatz. Langfristig soll die Gewinnmarge des Industriellen Kerngeschäfts 14 bis 18 Prozent erreichen.

    Dazu will Siemens Kosten sparen. Wie bereits angekündigt, sollen zentrale Konzernfunktionen wie die Verwaltung dezentralisiert und schlanker aufgestellt werden. Dies bedeutet einen Abbau von rund 2500 der insgesamt etwa 12.500 Arbeitsplätze in diesen Zentralfunktionen bis 2023, wie Siemens weiter mitteilte. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten bezifferte Siemens auf 400 Millionen Euro. Bis 2023 will der Konzern durch Effizienzsteigerungen die Kosten um rund 2,2 Milliarden Euro senken. Das bereits bekannte Sparprogramm in der Kraftwerkssparte von 500 Millionen Euro ist darin bereits enthalten. Insgesamt sollen damit 10 400 Stellen abgebaut werden. Gleichzeitig plant Siemens jedoch die Schaffung von 20 500 neuen Stellen./nas/he

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  • 07.05.2019 Siemens will Energiesparte an die Börse bringen

    Siemens will Energiesparte an die Börse bringen

    07.05.2019| 18:13:20

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Der Technologiekonzern Siemens will seine neue Energiesparte Gas and Power ausgliedern und bis 2020 an die Börse bringen. Darüber hinaus will das Unternehmen seinen Mehrheitsanteil von 59 Prozent an dem Windradhersteller Siemens Gamesa in die neue Gesellschaft einbringen, teilte Siemens am Dienstagabend mit. Die neu formierte Sparte Gas and Power umfasst die Aktivitäten in den Bereichen Öl und Gas, konventionelle Energieerzeugung, Energieübertragung und die jeweils dazugehörigen Servicegeschäfte.

    Dabei will Siemens die Mehrheit an dem neuen Unternehmen abgeben aber starker Ankeraktionär bleiben. Der Anteil soll anfänglich bei etwas weniger als 50 Prozent liegen und auf Sicht die Sperrminorität nicht unterschreiten. Über die Abspaltung und spätere Börsennotierung soll eine ausserordentliche Hauptversammlung voraussichtlich im Juni 2020 entscheiden. Siemens werde dabei sowohl Gas and Power als auch Siemens Gamesa dekonsolidieren. Kerngeschäfte von Siemens werden dabei künftig die Sparten Digital Industries sowie Smart Infrastructure sein. Flankiert werden sie von der börsennotierten Mehrheitsbeteiligung Siemens Healthineers sowie der Bahntechnik, welches als Wachstumsgeschäft ebenfalls gestärkt werden soll./nas/he

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Stammdaten

Branche/Sektor Elektrische Geräte & Komponenten
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
Symbol SIE
Valor 827766
ISIN DE0007236101

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Perf. laufende Woche --- ---
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Hoch 1M 108.62 (17.05.2019)
Tief 1M 102.30 (07.05.2019)
Hoch 3M 108.62 (17.05.2019)
Tief 3M 94.05 (21.02.2019)
Hoch 1J 121.40 (27.07.2018)
Tief 1J 90.90 (08.02.2019)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG