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Aktuelle News

  • 21.03.2019 Deutsche Banken-Aufsichtsratsitzungen im Zeichen ...

    Deutsche Banken-Aufsichtsratsitzungen im Zeichen der Fusionsgespräche

    21.03.2019| 16:19:28

    FRANKFURT (awp international) - Unter dem Eindruck der Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank haben am Donnerstag die Aufsichtsräte beider Geldhäuser getagt. Über Inhalte der Treffen drang zunächst nichts nach draussen. Das Fusionsthema dürfte allerdings für Zündstoff gesorgt haben. Die Gewerkschaft Verdi hatte zuvor ihre ablehnende Haltung bekräftigt. "Wir werden die Kritik bei den Sitzungen der Kontrollgremien von Commerzbank und Deutscher Bank zur Sprache bringen", hatte Verdi-Bankenexperte Jan Duscheck angekündigt.

    Die Gewerkschaft befürchtet im Fall einer Fusion den Verlust von bis zu 30 000 Arbeitsplätzen. Ende 2018 beschäftigten beide Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte. "Ich glaube nicht, dass Vorstand und Aufsichtsrat grundsätzlich gut beraten wären, einen Zusammenschluss gegen den Widerstand der Arbeitnehmer durchzusetzen", sagte Duscheck. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Integration der Postbank in den Deutsche-Bank-Konzern, "bei der noch viele Massnahmen anstehen, denen Betriebsräte und Verdi zustimmen müssen".

    Die Termine für die jeweiligen Aufsichtsratssitzungen standen schon länger fest, auch wegen der Genehmigung der Jahresabschlüsse.

    Deutsche Bank und Commerzbank hatten am Sonntag nach monatelangen Spekulationen die Aufnahme von Gespräche angekündigt. Sie betonten zugleich, dass eine Fusion keine ausgemachte Sache sei. Befürworter eines Zusammengehens glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug wären, um sich gegenüber der weltweiten Konkurrenz zu behaupten.

    Manche Finanzprofis sind allerdings skeptisch. "Die Chancen, dass beide Banken eine bessere neue Einheit bilden können, sind gering - die bestehenden Ertragsprobleme lassen sich so kaum lösen", sagte Michael Hünseler, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Assenagon. Zudem werde ein Zusammenschluss auf absehbare Zeit wichtige Ressourcen bei Mitarbeitern und beim Management der Institute binden und so möglicherweise die Ertragskraft weiter schwächen.

    Positiv könnten aus Hünselers Sicht unter anderem Grössenvorteile im Privatkunden-Geschäft sein. Insgesamt bewerte er eine Fusion "jedoch als nicht zielführend, nicht zuletzt auch aufgrund komplexer Bewertungs- und Bilanzierungsfragen sowie gravierender Unterschiede in der Unternehmenskultur."

    Auch Finanzexperten, die vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragt wurden, beurteilten einen Zusammenschluss skeptisch. Danach meinten lediglich gut 15 Prozent der 174 Befragten, dass eine Fusion gut für das deutsche Finanzsystem wäre. Knapp 65 Prozent stimmten dieser Aussage nicht zu. Der Rest erwartet weder negative noch positive Folgen. "Nach Ansicht der befragten Finanzmarktexperten überwiegen bei einer Fusion zwischen Deutscher Bank und Commerzbank, die kompliziert und teuer in der Umsetzung ist, die Nachteile, erläuterte ZEW-Präsident Achim Wambach./mar/DP/fba

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  • 21.03.2019 Vergütung der Dax-Chefs leicht gesunken

    Vergütung der Dax-Chefs leicht gesunken

    21.03.2019| 14:45:51

    FRANKFURT (awp international) - Deutschlands Topmanager haben einer Studie zufolge im vergangenen Jahr im Schnitt etwas weniger verdient als 2017. Angesichts rückläufiger Erträge der Dax -Unternehmen sank die Direktvergütung ihrer Vorstandschefs durchschnittlich um sechs Prozent auf 5,6 Millionen Euro, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens Willis Towers Watson hervorgeht. "Heute ist die Vorstandsvergütung deutlich stärker als noch vor zehn Jahren an den langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolg gekoppelt und das ist auch sinnvoll", hiess es.

    Topverdiener war den Angaben zufolge wie schon im Vorjahr SAP -Chef Bill McDermott mit rund 10,2 Millionen Euro. Zu den Top drei zählten demnach auch HeidelbergCement -Lenker Bernd Scheifele (7,2 Mio.) und Adidas -Chef Kasper Rorsted (7,1 Mio). Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon , musste sich den Angaben zufolge mit rund 2,7 Millionen Euro begnügen. Ausgewertet wurden die Vergütungsdaten von 27 der 30 Dax-Konzerne, die bis Donnerstag vorlagen. Nicht enthalten sind Deutsche Bank , Linde und Wirecard .

    Die Daten beziehen sich auf die erwartete Direktvergütung der Topmanager. Diese umfasst die Grundvergütung, den Jahresbonus sowie die langfristig variable Vergütung, nicht jedoch die Altersversorgung. Zu den Vorstandsvergütungen gibt es verschiedene Studien mit teils unterschiedlichen Berechnungsmethoden./mar/DP/men

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  • 21.03.2019 Banken-Aufsichtsräte tagen nach Ankündigung von F...

    Banken-Aufsichtsräte tagen nach Ankündigung von Fusionsgesprächen

    21.03.2019| 06:33:00

    FRANKFURT (awp international) - Wenige Tage nach Bekanntgabe der Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank treffen sich am Donnerstag die jeweiligen Aufsichtsräte der beiden Geldhäuser. Die Termine für die Sitzungen der Kontrollgremien stehen schon länger fest. Es dürfte vor allem um die Genehmigung der Jahresabschlüsse gehen, das Fusionsthema aber ebenfalls zur Sprache kommen. Beschlüsse dazu werden jedoch nicht erwartet, die offiziellen Gespräche der beiden Kreditinstitute stehen noch am Anfang.

    Deutsche Bank und Commerzbank hatten am Sonntag nach monatelangen Spekulationen angekündigt, dass sie Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufnehmen. Sie betonten zugleich, dass eine Fusion keine ausgemachte Sache sei.

    Befürworter eines Zusammengehens glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug wären, um sich gegenüber der weltweiten Konkurrenz zu behaupten. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, hatten seit Monaten für starke deutsche Banken geworben. Die Gewerkschaft Verdi fürchtet dagegen den Verlust von bis zu 30 000 Arbeitsplätzen. Ende 2018 beschäftigten beide Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte./mar/DP/nas

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  • 19.03.2019 Bundesbank: Tragfähiges Geschäftsmodell entscheid...

    Bundesbank: Tragfähiges Geschäftsmodell entscheidend bei Bankfusionen

    19.03.2019| 10:52:29

    FRANKFURT (awp international) - Bei der Fusion von Kreditinstituten ist aus Sicht der Deutschen Bundesbank ein tragfähiges und nachhaltiges Geschäftsmodell entscheidend. Die Aufsicht werde daher die Annahmen der Geschäftspläne gründlich analysieren, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling am Dienstag bei einer Veranstaltung in Frankfurt. "Hier gibt es keinen Bonus, hier gibt es keinen Malus, und Champion ist keine aufsichtsrechtliche Kategorie", sagte Wuermeling, ohne Kreditinstitute namentlich zu nennen.

    Deutsche Bank und Commerzbank hatten am Wochenende nach monatelangen Spekulationen angekündigt, dass sie Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufnehmen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken.

    Wuermeling betonte, die Aufsicht sei bei Fragen von Zusammenschlüssen von Banken neutral. "Wir begleiten solche Prozesse zwar, aber wir initiieren sie sicher nicht."

    Seinen Angaben zufolge hat sich die Zahl der Kreditinstitute in Deutschland von fast 4500 im Jahr 1991 auf heute etwa 1800 verringert. "Und die Zahl wird weiter sinken", sagte der für Banken und Finanzaufsicht zuständige Bundesbank-Vorstand voraus. Fusionen seien jedoch nicht das einzige Instrument, um zum Beispiel hohe Verwaltungsaufwendungen aufzufangen. Sinnvoll könne auch die Zentralisierung einzelner Elemente beispielsweise in Verbünden, durch Kooperationen oder Auslagerung an Dritte sein. Das Problem des Zinstiefs könnten Zusammenschlüsse nicht lösen./mar/DP/tav

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  • 18.03.2019 Aussicht auf Grossbanken-Fusion beflügelt Aktionä...

    Aussicht auf Grossbanken-Fusion beflügelt Aktionärs-Fantasien

    18.03.2019| 13:23:03

    (Das Stück wurde mit Details, Analystenkommentar und Aktienreaktion neu gefasst.)

    FRANKFURT (awp international) - Die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank haben am Montag die Fantasien von Börsianern beflügelt. Auch wenn ein Zusammenschluss weiterhin in den Sternen steht, legten die Aktienkurse der Grossbanken und der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS deutlich zu. Ob die Euphorie gerechtfertigt ist, könnte sich schon in wenigen Wochen zeigen. Dem Vernehmen nach soll spätestens vor den Hauptversammlungen der Banken am 22. und 23. Mai klar sein, ob die Verhandlungen weitergehen - oder das Thema "Deutsche Commerz" zu den Akten gelegt wird.

    Für die im Leitindex Dax gelisteten Aktien der Deutschen Bank ging es am Montag bis zur Mittagszeit um 3,76 Prozent auf 8,11 Euro nach oben. Die Papiere der Commerzbank gewannen im MDax der mittelgrossen Werte fast 6,89 Prozent auf 7,64 Euro. Für die Aktien der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS ging es um mehr als 9 Prozent nach oben. Gerüchten zufolge könnte die Deutsche Bank ihre Mehrheit an der DWS versilbern, um eine Übernahme der Commerzbank zu finanzieren.

    Beide Banken hatten am Sonntag nach monatelangen Spekulationen angekündigt, dass sie Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss aufnehmen. Sie betonten jedoch, dass eine Fusion keine ausgemachte Sache sei. Beide wollen sich nun gegenseitig in die Geschäftsbücher schauen. Am Donnerstag treffen sich getrennt voneinander auch die Aufsichtsräte beider Konzerne. Diese Termine stehen schon länger fest. Trotzdem dürfte das Fusionsthema in den Kontrollgremien zur Sprache kommen.

    Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug wären, um sich gegenüber der weltweiten Konkurrenz zu behaupten. Kritiker befürchten hingegen einen drastischen Jobabbau. Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30 000 Arbeitsplätzen, aus Sicht der Aktionärsvereinigung DSW stünden sogar 50 000 Stellen auf der Kippe. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Wie Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing versuchte auch Commerzbank-Chef Martin Zielke, die Verunsicherung der Mitarbeiter im eigenen Haus zu begrenzen. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht. Und das ist Ihr Verdienst", schrieb der Manager am Sonntag an die Belegschaft. Die Bank werde "daher selbstbewusst in diese Gespräche gehen". Dabei werde er immer das Wohl der Commerzbank und aller Beteiligten im Blick haben.

    Die Bundesregierung macht ihre Haltung zu einer möglichen Fusion auch von einem Erhalt von Arbeitsplätzen abhängig. "Wir schauen natürlich auf die Zukunft der Arbeitsplätze, um die es geht", sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) am Montag im "Bild-Talk" in Berlin. Wenn es zum Verlust Tausender Stellen käme, sei dies "natürlich ein schwieriger Befund". Das Bundesfinanzministerium ist nach Angaben eines Sprechers nicht an den Fusionsgesprächen beteiligt. Man nehme die Gespräche zur Kenntnis, man begleite sie aber nicht, sagte Ministeriumssprecher Steffen Hebestreit in Berlin.

    Die Politik macht schon lange Druck in Richtung einer Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Zuletzt hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten die Bankchefs Sewing und Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai. Ministeriumssprecher Hebestreit sagte am Montag: "Ich habe keinen Druck wahrgenommen seitens des Bundesministeriums der Finanzen."

    Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht bei einer Fusion kaum Wettbewerbsprobleme, aber ein Systemrisiko. "Einiges deutet darauf hin, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen, freigeben würden", sagte Wambach, dessen Kommission die Bundesregierung berät, der "Rheinischen Post". Aber: "Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos."

    Nach Ansicht des Banken-Analysten Kian Abouhossein von JPMorgan Chase könnten von einer Fusion vor allem die Aktionäre der Commerzbank profitieren. Das Institut sei für jede am deutschen Markt interessierte Bank eine gute Wahl, schrieb der Experte. Sollte es zu einer "deutschen Lösung" kommen, müsste der Käufer einen Bewertungsaufschlag zahlen, schätzt er. Grösster Aktionär der Commerzbank ist mit 15 Prozent der deutsche Staat, der das Institut in der Finanzkrise vor zehn Jahren mit Milliardensummen vor dem Untergang gerettet hatte.

    An der Börse ist die Deutsche Bank - immerhin Deutschlands grösstes Geldhaus - aktuell gerade noch gut 16 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 9 Milliarden Euro (Stand 15.3.2019). In der Weltspitze spielen die beiden grössten börsennotierten deutschen Banken damit nicht mehr mit.

    Um das Geld für eine Fusion und einen voraussichtlich teuren Stellenabbau zusammenzubekommen, müsste die Deutsche Bank laut Experten eine Milliardensumme aufbringen. Dafür könnte die Deutsche Bank laut Insidern ihre Fondstochter DWS verkaufen. Seit dem Börsengang des Fondsanbieters vor einem Jahr hält die Bank noch rund 78 Prozent der DWS-Aktien. Nach dem jüngsten Kurssprung bei der DWS wären diese Anteile zusammen rund 4,75 Milliarden Euro wert.

    Als möglichen Kaufinteressenten haben Investmentbanker offenbar Europas grössten Versicherer Allianz im Auge. Dessen Interesse gilt Händlern zufolge jedoch keineswegs als sicher. Der Münchner Konzern ist bereits mit seinem Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors im Fondsgeschäft vertreten. Sprecher von Deutscher Bank und Allianz wollten sich dazu am Sonntag nicht äussern. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg sträubt sich Deutsche-Bank-Chef Sewing gegen einen Verkauf der DWS./stw/sl/rm/elm

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  • 18.03.2019 Grossbankaktien nach deutschen Fusionsgesprächen ...

    Grossbankaktien nach deutschen Fusionsgesprächen im Aufwind

    18.03.2019| 10:25:39

    Zürich (awp) - Die Bestätigung von Gesprächen über eine mögliche Fusion der Commerzbank mit der Deutschen Bank lässt die Marktteilnehmer europaweit auf weitere mögliche Kooperationen spekulieren. Die beiden Deutschen Grossinstitute haben am Wochenende offiziell Fusionsgespräche bestätigt - ergebnisoffen, wie beide Institute betonten. "Das heizt die Spekulationen um die Konsolidierung der Branche in Europa grundsätzlich an", sagt ein Händler.

    Um 10.20 Uhr ziehen in der Folge die Aktien der Credit Suisse und UBS um je 1,4 Prozent an und rangieren damit in der Spitzengruppe unter den SMI-Werten. Die Papiere der Commerzbank (+6,0%) und der Deutschen Bank (+2,3%) reagieren klar positiv auf die Nachrichten. Der europäische Branchenindex steigt derweil um 1,5 Prozent.

    Händler sagen, die Spekulationen, die sich seit einiger Zeit um die beiden Deutschen Banken wie auch um andere europäische Institute ranken, schienen sich nun zu bewahrheiten. Die europäische Bankenlandschaft gilt als sehr fragmentiert. Kürzlich hatte JP-Morgan-Chef Jamie Dimon, wie das Online-Portal "Cash" berichtete, in einem Interview mit Bloomberg Television erklärt, Europa brauche grenzüberschreitende Fusionen. "Wenn sich die Politik dagegen wehrt, werden sie für immer unterdurchschnittlich sein, und das ist nicht gut für ihre Wirtschaft", so Dimon "Sie sollten die Wahlmöglichkeiten hier wirklich durchdenken und zulassen, dass sich diese Banken zusammenschliessen und paneuropäisch werden."

    Dass davon auch die Schweizer Grossbanken betroffen sein könnten, ist laut Händlern derzeit zwar eher unwahrscheinlich. Aber die beiden Banken dürften von den zu erwartenden "corporate actions" profitieren. Ein Händler erklärt die Kursgewinne von CS und UBS neben der tiefen Marktbewertung und der für Banken momentan positiven Stimmung auch damit, dass die Schweizer Börsenbetreiberin, an der die zwei massgeblich beteiligt sind, einen Milliardengewinn aus dem Verkauf des Kartengeschäfts eingefahren hat.

    pre/rw

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  • 18.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

    Deutsche Bank und Commerzbank erwägen Fusion

    18.03.2019| 06:35:51

    (Ausführliche Fassung)

    FRANKFURT (awp international) - Die beiden grössten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf. Beide Geldhäuser betonten am Sonntag in Frankfurt zwar, eine Fusion sei keineswegs ausgemachte Sache. Aber allein die Möglichkeit spaltet die Gemüter. Befürworter des Zusammenschlusses glauben, dass die Banken nur gemeinsam stark genug gegenüber der weltweiten Konkurrenz sein können. Kritiker befürchten dagegen einen drastischen Jobabbau.

    Am Montag wird sich zunächst zeigen, wie die Anleger an der Frankfurter Börse auf die Bekanntgabe der Gespräche reagieren. Die Deutsche Bank hatte 2018 nach drei Verlustjahren in Folge gerade so die Rückkehr in die schwarzen Zahlen geschafft. Skandale und Prozesse verschlangen über Jahre Milliarden, der Aktienkurs ist im Keller. Die Commerzbank stieg im Herbst in die zweite Börsenliga ab und ist ebenfalls seit Jahren im Umbruch.

    Die Gewerkschaft Verdi rechnet im schlimmsten Fall mit dem Abbau von 30 000 Jobs, die Aktionärsvereinigung DSW sogar mit dem Rauswurf von bis zu 50 000 Mitarbeitern. Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte zudem vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. "Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der "Rheinischen Post" (Montag).

    Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sieht bei einer Fusion kaum Wettbewerbsprobleme, aber ein Systemrisiko. "Einiges deutet darauf hin, dass die Kartellbehörden den Zusammenschluss, gegebenenfalls unter Auflagen, freigeben würden", sagte Wambach, dessen Kommission die Bundesregierung berät, der "Rheinischen Post". Die Geschäftsfelder beider Banken überschnitten sich nur wenig und seien auch nach einer Fusion Wettbewerb ausgesetzt. Aber: "Durch den Zusammenschluss entsteht möglicherweise eine neue Bedrohung für die Finanzwelt, nämlich durch einen Anstieg des Systemrisikos."

    Verdi-Chef Frank Bsirske "leuchtet die Sinnfälligkeit dieser Fusion im Moment überhaupt nicht", wie er der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" sagte. "Bank und Commerzbank ergänzen sich nicht sinnvoll." Sinnvoller wäre aus Sicht Bsirskes, der auch dem Aufsichtsrat der Deutschen Bank angehört, "ein Crossover in internationaler Richtung".

    Die Politik macht dennoch schon lange Druck in Richtung einer Fusion. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Commerzbank-Chef Martin Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    An der Börse ist die Deutsche Bank - immerhin Deutschlands grösstes Geldhaus - aktuell gerade noch gut 16 Milliarden Euro wert, die Commerzbank rund 9 Milliarden Euro (Stand 15.3.2019). In der Weltspitze spielen die beiden grössten börsennotierten deutschen Banken damit nicht mehr mit.

    Um eine Fusion mit der Rivalin zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank voraussichtlich eine Milliardensumme. Um diese zusammenzubekommen, könnte sie sich Insidern zufolge komplett von ihrer Fondstochter DWS trennen. Einem Medienbericht zufolge prüft Europas grösster Versicherer Allianz bereits, ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn hätte. Sprecher der Unternehmen wollten den Bericht am Sonntag nicht kommentieren./tos/ben/DP/mis

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  • 17.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell Fus...

    Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell Fusion aus

    17.03.2019| 16:56:13

    (neu: weitere Reaktionen, möglicher DWS-Verkauf)

    FRANKFURT (awp international) - Eine mögliche Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wird nach monatelangen Spekulationen konkreter. Die beiden grössten Privatbanken Deutschlands nehmen Gespräche über einen eventuellen Zusammenschluss auf, wie sie am Sonntag zeitgleich in Frankfurt mitteilten. Die Deutsche Bank erklärte, der Vorstand habe beschlossen, "strategische Optionen zu prüfen". Bei der Commerzbank war von "ergebnisoffenen Gesprächen über einen eventuellen Zusammenschluss" die Rede. Beide Geldhäuser betonten, ein Zusammengehen sei keineswegs ausgemachte Sache.

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies, werben seit Monaten für starke deutsche Banken. Die Bundesregierung stehe "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber". Bei der Commerzbank hat der Bund über seine Aktienbeteiligung von gut 15 Prozent, die er seit der Finanzkrise hält, ein Mitspracherecht.

    "Das Bundesfinanzministerium nimmt die Entscheidung der beiden Privatbanken, über die Möglichkeiten einer engeren Kooperation ergebnisoffen zu sprechen, zur Kenntnis", teilte eine Sprecherin am Sonntag mit. "Wir stehen mit allen Beteiligten regelmässig in Kontakt."

    Sinnvolle Optionen

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter des Dax-Konzerns, der Vorstand werde "ausschliesslich wirtschaftlich sinnvolle Optionen verfolgen, mit denen wir an unsere Fortschritte von 2018 anknüpfen können". Ob es überhaupt zu einer Transaktion komme, stehe nicht fest. "Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können." Ein Deutsche-Bank-Sprecher betonte in Frankfurt, Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.

    Nach der mühsamen Rückkehr in die Gewinnzone 2018 will sich der Deutsche-Bank-Vorstand nach Sewings Worten weiterhin darauf konzentrieren, die Hausaufgaben im eigenen Haus zu erledigen. Allerdings sei es zugleich die Pflicht des Managements, zu prüfen, wie sie die Konsolidierung der Bankenbranche in Deutschland und Europa mitgestalten wolle.

    Politische Einmischung

    In den vergangenen Wochen hatte es wiederholt Medienberichte gegeben, Scholz und Kukies hätten Sewing und Commerzbank-Chef Martin Zielke gedrängt, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    Unions-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg warnte Scholz am Sonntag vor politischer Einmischung in die Fusionsgespräche: "Eine Fusion der beiden Banken muss nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien Sinn ergeben." Der Steuerzahler dürfe keinesfalls in Mithaftung gezogen werden.

    FDP-Chef Christian Lindner begrüsste die Fusionsgespräche zwar grundsätzlich, da Deutschland eine starke Privatbank brauche. Allerdings warnte Lindner vor zu grosser Einmischung seitens der Bundesregierung: "Eine vom Staat eingefädelte Zwangsfusion wäre weder für Kunden noch für Eigentümer gut."

    Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick, seit Kurzem Vorstand der Bürgerbewegung "Finanzwende", forderte, eine Fusion dieser Grössenordnung zu verhindern. "Mehr als 10 Jahre nach Lehman scheinen die Banken wie auch die Bundesregierung jede Lehre aus der Bankenkrise vergessen zu haben", schrieb Schick mit Blick auf die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008.

    Stellenabbau

    Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller warnte vor einer Fusion zu Lasten der Verbraucher. "Steigende Preise und weniger Angebotsvielfalt können nicht der Kollateralschaden eines Banken-Champions sein", sagte der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) der "Rheinischen Post" (Montag). Es wird befürchtet, dass bei einer möglichen Fusion nicht nur Zehntausende Stellen gestrichen, sondern auch viele Filialen geschlossen werden.

    Die Gewerkschaft Verdi lehnt eine mögliche Fusion der Banken ab. Verdi-Bankenexperte Jan Duscheck verwies auf die Gefährdung von Zehntausenden Arbeitsplätzen. "Mit einer Fusion würden zusätzliche Risiken und Probleme auf beide Banken zukommen."

    Internationale Grossbank

    Befürworter eines Zusammenschlusses befürchten unterdessen, dass Europas grösster Volkswirtschaft ansonsten auf Dauer eine schlagkräftige internationale Grossbank fehlt. Während die US-Konkurrenz längst wieder bestens verdient, dümpeln Deutschlands Grossbanken zehn Jahre nach der Finanzkrise vor sich hin. An der Börse sind die Deutsche Bank mit 16 Milliarden Euro und die Commerzbank mit rund 9 Milliarden Euro Wert aktuell vergleichsweise klein.

    Um eine Fusion mit der Rivalin zu finanzieren, bräuchte die Deutsche Bank voraussichtlich eine Milliardensumme. Um diese zusammenzubekommen, könnte sie sich Insidern zufolge komplett von ihrer Fondstochter DWS trennen. Insidern zufolge prüft Europas grösster Versicherer Allianz bereits, ob eine Zusammenführung des DWS-Geschäfts mit seinen eigenen Vermögensverwaltern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) Sinn ergebe. Sprecher der Unternehmen wollten diese Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntag nicht kommentieren./stw/ben/tos/hoe/DP/stw

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  • 17.03.2019 Deutsche Bank will sich für Fusionsentscheidung Z...

    Deutsche Bank will sich für Fusionsentscheidung Zeit nehmen

    17.03.2019| 15:41:56

    FRANKFURT (awp international) - Die Deutsche Bank will sich für die Entscheidung über eine mögliche Fusion mit der Commerzbank genügend Zeit nehmen. "Uns geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit", sagte Deutsche-Bank-Kommunikationschef Jörg Eigendorf am Sonntag vor Journalisten in Frankfurt. Einen Zusammenschluss werde es nur geben, wenn er "wirtschaftlich sinnvoll" sei. "Dafür braucht es einen guten Plan, allem voran einen guten Integrationsplan." Dieser werde jetzt mit der Commerzbank ausgelotet, danach falle eine Entscheidung. Bis dahin werde es aber "eine Weile brauchen".

    Eigendorf zufolge soll die Deutsche Bank auch nach einem Zusammenschluss eine globale Bank bleiben. Ihre "führende Position" in Deutschland und Europa könne sie nun möglicherweise mit der Commerzbank ausbauen./stw/he

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  • 17.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank sprechen über mögli...

    Deutsche Bank und Commerzbank sprechen über mögliche Fusion

    17.03.2019| 15:41:48

    (neu: Stellungnahme Finanzministerium, Aussagen Unionspolitiker Rehberg)

    FRANKFURT (awp international) - Deutsche Bank und Commerzbank nehmen Gespräche über eine mögliche Fusion auf. Das teilten die beiden Institute am Sonntag in Frankfurt mit. Der Vorstand habe "beschlossen, strategische Optionen zu prüfen", hiess es von der Deutschen Bank. Diese Optionen werde der Vorstand daraufhin bewerten, ob sie Wachstum und Profitabilität der Bank stärken. Es gebe keine Gewähr, dass es zu einer Transaktion komme. Bei der Commerzbank war von "ergebnisoffenen Gesprächen über einen eventuellen Zusammenschluss" die Rede.

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter vom Sonntag, dass eine Fusion keineswegs ausgemachte Sache sei. "Wir werden ausschliesslich wirtschaftlich sinnvolle Optionen verfolgen, mit denen wir an unsere Fortschritte von 2018 anknüpfen können", heisst es in der Nachricht. Zum jetzigen Zeitpunkt stehe nicht fest, ob es überhaupt zu einer Transaktion kommen werde. "Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können."

    Seit Monaten wird über eine Fusion der beiden Institute spekuliert. Immer wieder bekräftigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies: Deutschland brauche starke Banken. Die Bundesregierung stehe "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber". Nach der Bekanntgabe der Fusionsgespräche durch die Banken hiess es vom Bundesfinanzministerium zunächst lediglich, man nehme die Entscheidung der beiden Privatbanken zur Kenntnis. "Wir stehen mit allen Beteiligten regelmässig in Kontakt."

    Allein Kukies traf sich offiziellen Angaben zufolge im vergangenen Jahr fast zwei Dutzend Mal mit führenden Vertretern der Deutschen Bank. Bei der Commerzbank hat der Bund über seine Aktienbeteiligung von gut 15 Prozent, die er seit der Finanzkrise hält, Mitspracherecht.

    Der Unions-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg warnte Scholz vor politischer Einflussnahme. "Ich fordere Finanzminister Scholz zur Zurückhaltung auf", sagte der haushaltspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Eine Fusion der beiden Banken muss nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien Sinn ergeben. Das müssen die Banken selbst für sich entscheiden." Der Staat dürfe sich nicht einmischen. "Der Steuerzahler darf keinesfalls in Mithaftung gezogen werden. Der Anteil des Bundes an der Commerzbank legitimiert alleine keine Fusion."

    Medienberichten zufolge sollen Scholz und Kukies die Bankchefs Christian Sewing (Deutsche Bank) und Martin Zielke (Commerzbank) gedrängt haben, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    Die Sorge der Politik: Europas grösster Volkswirtschaft fehlt eine schlagkräftige internationale Grossbank. Während die US-Konkurrenz längst wieder bestens verdient, dümpeln Deutschlands Grossbanken zehn Jahre nach der Finanzkrise vor sich hin./ben/DP/stw

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  • 17.03.2019 Verdi fürchtet bei Grossbankenfusion um Zehntause...

    Verdi fürchtet bei Grossbankenfusion um Zehntausende Jobs

    17.03.2019| 14:25:35

    FRANKFURT (awp international) - Die Gewerkschaft Verdi befürchtet im Fall eines Zusammenschlusses von Deutscher Bank und Commerzbank den Verlust Zehntausender Jobs. "Wir stehen einem solchen Szenario eher ablehnend gegenüber, denn eine solche Fusion würde erheblich Arbeitsplätze kosten", sagte der Verdi-Bundesfachgruppenleiter Banken, Jan Duscheck, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. "Im ungünstigsten Fall muss man wohl den Abbau von 30 000 Stellen befürchten." Ende 2018 beschäftigten die beiden Institute zusammen gut 133 000 Vollzeitkräfte.

    Klaus Nieding, Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), befürchtet sogar einen noch grösseren Stellenabbau im Falle einer Fusion der beiden Grossbanken: "Ich befürchte, wir reden über ein mögliches Potenzial an Stellenabbau, was in einem deutlichen fünfstelligen Bereich liegt - zwischen 30 000 und vielleicht sogar 50 000 Mitarbeiter."

    Seit dem vergangenen Sommer halten sich Spekulationen über eine Fusion der angeschlagenen Deutschen Bank mit der im Umbau befindlichen Commerzbank. Immer wieder betonte das Bundesfinanzministerium, Deutschland brauche starke Banken. Der Bund ist nach einer Rettungsaktion in der Finanzkrise vor zehn Jahren mit gut 15 Prozent grösster Einzelaktionär der Commerzbank.

    "Ein solcher Zusammenschluss würde nur Sinn machen, wenn ein gestärktes Institut entstünde, das mehr Chancen auf dem Markt hätte und das langfristig Arbeitsplätze sichern würde", sagte Duscheck, der auch Mitglied im Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist. "Eine solche Perspektive können wir nicht erkennen."

    Auch DSW-Vertreter Nieding hält die Fusionsidee "für wirtschaftlich völlig unsinnig": "Es würde ja kein internationaler Champion entstehen durch diese Fusion", meint Nieding. "Beide Banken zusammen wären auch nach einer Fusion nicht in der Weltspitze angekommen."

    Duscheck riet, sowohl Deutsche Bank als auch Commerzbank sollten sich auf die Umsetzung bereits beschlossener Massnahmen konzentrieren: "Unruhe durch Fusionsspekulationen können wir nicht brauchen. Die Mitarbeiter brauchen Klarheit über die Entwicklung ihrer Institute."

    Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte am Montag gesagt, es gebe Beratungen über die aktuelle Situation. Die Bundesregierung sei "ein fairer Begleiter von privatwirtschaftlichen Diskussionen".

    Nieding kritisierte die Rolle des Bundes: "Ich habe ein Problem damit, dass sich ein Grossaktionär da so massgeblich einmischt und auch Informationen an den Kapitalmarkt durchsticht."

    Duscheck sagte, zwar könne man "nicht ausschliessen, dass es in der Bankenbranche in Deutschland in der Zukunft weitere Fusionen geben wird". Der Verdi-Bankenexperte betonte jedoch: "Womit wir nicht rechnen ist, dass ein solches Szenario jetzt kurzfristig eintritt."/ben/DP/stw

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  • 17.03.2019 Deutsche Bank und Commerzbank sprechen über mögli...

    Deutsche Bank und Commerzbank sprechen über mögliche Fusion

    17.03.2019| 14:24:34

    FRANKFURT (awp international) - Deutsche Bank und Commerzbank nehmen Gespräche über eine mögliche Fusion auf. Das teilten die beiden Institute am Sonntag in Frankfurt mit. Der Vorstand habe "beschlossen, strategische Optionen zu prüfen", hiess es von der Deutschen Bank. Diese Optionen werde der Vorstand daraufhin bewerten, ob sie Wachstum und Profitabilität der Bank stärken. Es gebe keine Gewähr, dass es zu einer Transaktion komme. Bei der Commerzbank war von "ergebnisoffenen Gesprächen über einen eventuellen Zusammenschluss" die Rede.

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter vom Sonntag, dass eine Fusion keineswegs ausgemachte Sache sei. "Wir werden ausschliesslich wirtschaftlich sinnvolle Optionen verfolgen, mit denen wir an unsere Fortschritte von 2018 anknüpfen können", heisst es in der Nachricht. Zum jetzigen Zeitpunkt stehe nicht fest, ob es überhaupt zu einer Transaktion kommen werde. "Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können."

    Seit Monaten wird über eine Fusion der beiden Institute spekuliert. Immer wieder bekräftigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies: Deutschland brauche starke Banken. Die Bundesregierung stehe "wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber".

    Allein Kukies traf sich offiziellen Angaben zufolge im vergangenen Jahr fast zwei Dutzend Mal mit führenden Vertretern der Deutschen Bank. Bei der Commerzbank hat der Bund über seine Aktienbeteiligung von gut 15 Prozent, die er seit der Finanzkrise hält, Mitspracherecht.

    Medienberichten zufolge sollen Scholz und Kukies die Bankchefs Christian Sewing (Deutsche Bank) und Martin Zielke (Commerzbank) gedrängt haben, ein Zusammengehen zu prüfen - idealerweise vor der Europawahl Ende Mai.

    Die Sorge der Politik: Europas grösster Volkswirtschaft fehlt eine schlagkräftige internationale Grossbank. Während die US-Konkurrenz längst wieder bestens verdient, dümpeln Deutschlands Grossbanken zehn Jahre nach der Finanzkrise vor sich hin./ben/DP/stw

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Stammdaten

Branche/Sektor Banken & andere Kreditinstitute
Währung Euro
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse Deut.Boerse
Börse URL www.boerse-frankfurt.com
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ISIN DE0005140008

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG