Logo money-net.ch

Utd Techs Rg

(111.06 | --- | --- | 22.01.2019)

Courtagenrechner

Berechnen

Aktuelle Daten

Vortag 111.06   Datum 22.01.2019
Eröffnung ---   Zeit ---
Letzter ---   Zeit ---
Vol. Letzter ---   Volumen ---
+/- ---   +/-% ---
Geld ---   Brief ---
Geld Vol ---   Brief Vol ---
Hoch ---   Tief ---
Bezahlte Kurse ›

Fundamentale Daten

Dividende 0.735
Dividende ex Datum 15.11.2018
Zahlbar Datum 10.12.2018
Rendite 2.55%
Nominalwert ---
Anzahl Aktien 863'384'201
Marktkapital in Mio. ---
Umsatz Vormonat 1'394'923'123

Aktuelle News

  • 14.01.2019 Airbus muss Produktionskosten für kleinsten Jet A...

    Airbus muss Produktionskosten für kleinsten Jet A220 noch kräftig drücken

    14.01.2019| 19:14:47

    MIRABEL (awp international) - Der Flugzeugbauer Airbus versucht bei seinem jüngsten und kleinsten Jet A220 weiter an der Kostenschraube zu drehen. Wie viel Verlust Airbus und sein Partner Bombardier derzeit mit jedem Jet schreiben, wollte der Chef des A220-Gemeinschaftsunternehmens, Philippe Balducchi, im Werk im kanadischen Mirabel am Montag zwar nicht beziffern. Für Gewinne seien allerdings "deutliche Kostensenkungen im zweistelligen Prozentbereich" notwendig. Dies betreffe sowohl die eigene Produktion als auch die Zulieferer.

    Airbus hatte vergangenen Juli die Mehrheit an dem Flugzeugtyp übernommen, den der angeschlagene kanadische Bombardier-Konzern zuvor unter dem Namen C-Serie entwickelt hatte. Bombardier hatte sich mit dem Projekt finanziell übernommen. Inzwischen wird der Flieger unter dem Namen Airbus A220 vermarktet, Airbus hält gut die Hälfte der Anteile an dem A220-Gemeinschaftsunternehmen.

    Der Konzern führt laut Balducchi derzeit Gespräche mit den A220-Zulieferern, um Einsparungen durchzusetzen. Grosse Fortschritte konnte der Manager allerdings noch nicht verkünden. Von den notwendigen Einsparungen habe er jetzt "ein genaueres Bild", sagte er.

    Bisher liegen mehr als 500 Bestellungen für die A220 vor, mit der Airbus auf den Markt für Flugzeuge mit 100 bis 150 Sitzen zielt. Im vergangenen Jahr wurden 33 Maschinen ausgeliefert. Das waren fast doppelt so viele wie im Vorjahr, aber weniger als ursprünglich von Bombardier geplant. 2019 soll die Zahl erneut steigern, sagte Balducchi, legte sich aber auf keine Zahl fest. Die Endmontagelinie in Mirabel ist auf 120 Maschinen pro Jahr ausgelegt. In Mobile im US-Bundesstaat Alabama will Airbus nun eine weitere Produktionslinie für bis zu 48 weitere Exemplare pro Jahr bauen.

    Weitere Nachfrage erhofft sich Airbus von der Zulassung der A220 für längere Strecken über das Meer. So habe die kanadische Luftfahrtbehörde die A220 für Flüge zugelassen, bei denen der nächste Ausweichflughafen bis zu drei Stunden entfernt ist. Die A220 kann Strecken von bis zu rund 5900 Kilometern bewältigen. Sie ist der bislang kleinste Jet in der Produktpalette von Airbus./stw/fba

    Drucken
  • 30.11.2018 Starke Nachfrage: Triebwerksbauer MTU erwartet we...

    Starke Nachfrage: Triebwerksbauer MTU erwartet weiter steigende Gewinne

    30.11.2018| 13:30:49

    (Ausführliche Fassung)

    LONDON/MÜNCHEN (awp international) - Der Münchner Triebwerksbauer MTU rechnet für 2019 und darüber hinaus mit einem weiteren Gewinnwachstum. "Bis 2025 dürften die Gewinne stetig zunehmen", teilte der MDax-Konzern am Freitag zu seinem Kapitalmarkttag in London mit. Die Wachstumsaussichten für alle Geschäftsbereiche seien besser als bisher angenommen. 2019 soll vor allem das Geschäft mit neuen Triebwerken und Ersatzteilen für Verkehrsflugzeuge stark zunehmen.

    An der Börse kamen die Nachrichten glänzend an. Knapp eine Stunde nach den am Mittag veröffentlichten Zielen lag der Kurs der MTU-Aktie mit 2,33 Prozent im Plus bei 180,00 Euro und damit merklich höher als am Vormittag.

    Für 2019 erwartet MTU-Chef Reiner Winkler in praktisch allen Bereichen Zuwächse. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll genauso stark steigen wie der Umsatz. Konkrete Prognosen gab der Vorstand aber wie zu diesem Zeitpunkt üblich nur für die einzelnen Geschäftsbereiche aus.

    So soll der Umsatz mit neuen Triebwerken im niedrigen Zehner-Prozentbereich wachsen. Für den Ersatzteil-Umsatz hat Winkler ein mittleres bis hohes einstelliges Plus im Auge. Im Gegensatz zu den Vorjahren soll auch das Geschäft mit Triebwerken für Militärflugzeuge wie den Kampfjet Eurofighter wieder zulegen - und zwar um etwa zehn Prozent. In der zivilen Triebwerkswartung rechnet Finanzchef Peter Kameritsch zwar mit einem stagnierenden Umsatz. Dies liege allerdings an einer veränderten Rechnungsstellung, sagte er. Sonst käme ein Plus im hohen einstelligen Prozentbereich heraus.

    Die Wachstumshoffnungen im Geschäft mit Antrieben für neue Verkehrsflugzeuge verdankt MTU auch dem sogenannten Getriebefan-Triebwerk, das bei dem Airbus-Mittelstreckenjet A320neo und weiteren Typen zum Einsatz kommt. Die Münchner sind hier Partner des US-Triebwerksbauers Pratt & Whitney, einer Tochter von United Technologies. Die A320neo ist der grösste Verkaufsschlager von Airbus. Dies wirkt sich auch auf die Nachfrage nach Triebwerken aus.

    Allerdings bereitete der Antrieb in den vergangenen Jahren immer wieder technische Probleme. Triebwerke mussten ausgetauscht und überarbeitet werden, Airlines klagen über zu geringe Einsatzzeiten. Und Airbus kam mit seinen Flugzeug-Auslieferungen wegen fehlender Antriebe wiederholt in Verzug. Pratt & Whitney stellte sich auf Schadenersatz-Zahlungen ein.

    An der in zehn Jahren erwarteten nächsten Generation des Getriebefans will MTU nun einen Anteil von bis zu 25 Prozent bekommen. Beim jetzigen Typ liegt er je nach Version bei 15 bis 18 Prozent. Auch bei anderen Triebwerken wie der nächsten Kampfflugzeuggeneration, die Winkler in etwa 20 Jahren erwartet, will MTU "triebwerksseitig eine tragende Rolle spielen"./stw/nas/jha/

    Drucken
  • 30.11.2018 MTU rechnet bis 2025 mit weiter steigenden Gewinnen

    MTU rechnet bis 2025 mit weiter steigenden Gewinnen

    30.11.2018| 12:38:18

    LONDON/MÜNCHEN (awp international) - Der Münchner Triebwerksbauer MTU rechnet für 2019 und darüber hinaus mit einem weiteren Gewinnwachstum. "Bis 2025 dürften die Gewinne stetig zunehmen", teilte der MDax-Konzern am Freitag zu seinem Kapitalmarkttag in London mit. Die Wachstumsaussichten für alle Geschäftsbereiche seien besser als bisher angenommen. 2019 soll vor allem das Geschäft mit neuen Triebwerken für Verkehrsflugzeuge stark zunehmen - auch wegen der starken Nachfrage für den Airbus-Mittelstreckenjet A320neo, an dessen Antrieb die Münchner mitarbeiten.

    MTU-Chef Reiner Winkler erwartet für 2019 aber auch in allen anderen Bereichen Zuwächse. Im Gegensatz zu den Vorjahren soll auch das Geschäft mit Triebwerken für Militärflugzeuge wie den Kampfjet Eurofighter wieder zulegen. Auch für den operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) erwartet der Manager konzernweit ein Plus. Denn die bereinigte Ebit-Marge soll stabil bleiben: Damit bliebe von jedem umgesetzten Euro gleich viel als operativer Gewinn beim Konzern hängen./stw/jha/

    Drucken
  • 27.11.2018 US-Industrieriese United Technologies will sich a...

    US-Industrieriese United Technologies will sich aufspalten

    27.11.2018| 06:34:00

    FARMINGTON (awp international) - Das US-Industriekonglomerat United Technologies will sich in drei separate Unternehmen aufspalten. Das bestätigte der Mischkonzern am Montag (Ortszeit) auf seiner Website. US-Medien hatten zuvor über Pläne berichtet, die Luft- und Raumfahrtsparte mit dem jüngst zugekauften Rivalen Rockwell Collins und dem Triebwerkbauer Pratt & Whitney auf eigene Füsse zu stellen. Auch die Aufzugsparte Otis und der Klimaanlagenbauer Carrier sollten eigenständig werden. Details will der Konzern am Dienstag verkünden.

    United Tech steht schon länger unter Druck von Investoren, die eine Aufspaltung fordern. Der Konzern mit Sitz in Farmington im US-Bundesstaat Connecticut, der zuletzt einen Börsenwert von knapp 103 Milliarden Dollar (90,7 Mrd Euro) hatte, wurde 1934 als Flugzeugzulieferer gegründet. In den 1970ern übernahm er Otis und Carrier und wurde so zu einem der grössten US-Industriekonglomerate. Auch der US-Konkurrent General Electric steht unter Aufspaltungsdruck, obwohl er sich in den letzten Jahren schon von etlichen Geschäftsbereiche trennte./hbr/DP/stk

    Drucken
  • 23.11.2018 China erlaubt Rockwell-Übernahme durch United Tec...

    China erlaubt Rockwell-Übernahme durch United Technologies

    23.11.2018| 14:01:52

    PEKING/FARMINGTON/CEDAR RAPIDS (awp international) - Nach den USA gibt auch China grünes Licht für die milliardenschwere Luftfahrtübernahme von Rockwell Collins durch United Technologies . Der US-Mischkonzern hatte bereits Anfang Oktober nach Zugeständnissen von US-Aufsehern die Erlaubnis bekommen, den Flugzeugausrüster Rockwell Collins für 23 Milliarden Dollar (20,2 Mrd Euro) Kaufpreis zu übernehmen.

    Am Freitag stimmte nun auch die Pekinger Behörde für Marktregulierung zu. Die Aktie von Rockwell Collins legte im vorbörslichen Handel in New York um fast 10 Prozent zu. Investoren hatten zuvor Sorge, dass der Handelsstreit zwischen dem Weissen Haus und China einen Strich durch das Vorhaben machen könnte.

    Rockwell Collins ist Spezialist für Cockpit-Technologie und Innenausstattung von Flugzeugen. Zu United Technologies gehört der Triebwerksbauer Pratt & Whitney. Gegenüber den Grosskunden von Boeing und Airbus könnte der US-Konzern nach Abschluss des Deals selbstbewusster auftreten./men/jha/

    Drucken
  • 31.10.2018 Fehlende Triebwerke: Airbus muss nach Gewinnsprun...

    Fehlende Triebwerke: Airbus muss nach Gewinnsprung Lieferziel kappen

    31.10.2018| 13:04:47

    (Zusammenfassung mit neuen Details aus Telefonkonferenz zu Liefer-Verzögerungen bei A330neo und A320neo, Diskussionen um A330 und A380, aktueller Aktienkurs)

    TOULOUSE (awp international) - Licht und Schatten bei Airbus : Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat trotz Produktionsproblemen im Sommer einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Doch der britische Triebwerkshersteller Rolls-Royce wirft die Lieferpläne des Flugzeugbauers über den Haufen. Die für 2018 geplante Auslieferung von rund 800 Passagier- und Frachtjets ist nur noch zu schaffen, weil Airbus-Chef Tom Enders jetzt 18 Exemplare des von Bombardier übernommenen Mittelstreckenjets Airbus A220 einrechnet.

    Bei seinen Gewinnplänen sieht sich Enders hingegen auf Kurs. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll in diesem Jahr weiterhin rund 5 Milliarden Euro erreichen. Analysten gingen im Schnitt zuletzt von etwa 5,1 Milliarden aus.

    Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten nach einigem Hin und Her positiv aufgenommen. Nachdem die Airbus-Aktie am Morgen zu schwächeren Werten im französischen Leitindex Cac-40 zählte, arbeitete sie sich bis zur Mittagszeit mit einem Kursplus von rund drei Prozent in das erste Viertel des Index vor.

    Faktisch werde Airbus in diesem Jahr etwa 20 Flugzeuge weniger ausliefern als geplant, sagte Finanzchef Harald Wilhelm in einer Telefonkonferenz. Betroffen von den Verzögerungen seien sowohl der modernisierte Langstreckenjet A330neo als auch der Mittelstreckenjet A320neo.

    Hintergrund sind die jüngsten Probleme des britischen Triebwerksbauers Rolls-Royce, der den Antrieb für die A330neo liefert. Das erste Flugzeug des Typs soll zwar in Kürze ausgeliefert werden. Doch Rolls-Royce schafft es wohl nicht, in diesem Jahr wie bestellt 30 Antriebe für den zweistrahligen Jet zu liefern. Bis Ende Oktober würden es lediglich 10 Exemplare, hatte Rolls-Royce vergangene Woche seinen Mitarbeitern mitgeteilt. Daher bekommt Airbus in diesem Jahr wohl auch nicht wie erhofft 15 Maschinen des Typs vom Hof. Die Auslieferungspläne seien entsprechend "angepasst" worden, hiess es bei Airbus.

    Bei den Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe machen Airbus sowohl Triebwerkshersteller als auch eigene Engpässe zu schaffen. So hinken die Triebwerksbauer Pratt & Whitney und CFM, zwischen deren Antrieben die Käufer der Jets wählen können, hinter den ursprünglichen Lieferplänen zurück. In den ersten neun Monaten konnte Airbus zwar 222 Jets der A320neo-Familie ausliefern. Es bedürfte aber weiterer Anstrengungen, um das Jahresziel für 2018 zu erreichen, hiess es vom Management - auch wegen "interner industrieller Herausforderungen".

    Die auf weniger Spritverbrauch getrimmte A320neo-Familie ist die Neuauflage des Mittelstreckenjets A320 - und Airbus' meistgefragter Flugzeugtyp. Als Reaktion auf den Erfolg hat der weltgrösste Flugzeugbauer Boeing seinem Konkurrenzmodell 737 ebenfalls eine Neuauflage unter dem Namen 737-MAX verpasst. Beide Hersteller weiten ihre Produktion der Jets wegen der starken Nachfrage aus.

    Auch deshalb lief es bei Airbus im Tagesgeschäft zuletzt besser als gedacht. Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Fünftel auf 15,45 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sprang von 655 Millionen im Vorjahr auf fast 1,6 Milliarden Euro in die Höhe. Analysten hatten einen nicht ganz so starken Anstieg erwartet. Unter dem Strich verdiente Airbus 957 Millionen Euro - gut dreimal so viel wie ein Jahr zuvor.

    Als Ursachen des Gewinnanstiegs gelten der Produktionshochlauf bei der A320neo und dem neuen Grossraumjet A350. Bis Ende des Jahres will Airbus die Produktion der A350 auf monatlich 10 Maschinen hochgefahren haben. Dadurch wird die Produktion effizienter.

    Verluste dürfte Airbus hingegen bei der gedrosselten Produktion des weltgrössten Passagierjets A380 einfahren. Bei nur noch sechs auszuliefernden Maschinen pro Jahr dürften Finanzchef Wilhelm zufolge jährlich Verluste im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich anfallen.

    Airbus hatte die Produktion mangels ausreichender Bestellungen von zeitweise bis zu 30 Jets auf nur noch sechs Maschinen zurückgefahren. Ein Anfang 2018 verkündeter Neuauftrag der Grosskundin Emirates soll den Flieger vor dem Produktionsende bewahren. Derweil stehen von der A380 und dem Langstreckenjet A330 fertige Flieger auf dem Airbus-Hof, die eigentlich ausgeliefert werden könnten - wenn es keine Diskussionen mit den Kunden gäbe. Auch diese hofft Wilhelm noch vor Jahresende zu lösen.

    Weniger auffällig war die Entwicklung in den übrigen Geschäftsbereichen. Während die Verkehrsflugzeug-Sparte ihren bereinigten operativen Gewinn auf 1,5 Milliarden Euro vervielfachte, blieb das Ergebnis im Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft mit 100 Millionen Euro praktisch stabil. Die Hubschraubersparte Airbus Helicopters verdiente infolge rückläufiger Umsätze mit 67 Millionen Euro ein Sechstel weniger als ein Jahr zuvor./stw/stk/she

    Drucken
  • 31.10.2018 Airbus muss nach Gewinnsprung Lieferziel kappen -...

    Airbus muss nach Gewinnsprung Lieferziel kappen - Rolls-Royce-Probleme

    31.10.2018| 11:11:15

    (Ausführliche Fassung)

    TOULOUSE (awp international) - Licht und Schatten bei Airbus : Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern hat trotz Produktionsproblemen im Sommer einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Doch der britische Triebwerksbauer Rolls-Royce wirft die Lieferpläne des Flugzeugbauers über den Haufen. Die für 2018 geplanten rund 800 Passagier- und Frachtjets sind für Airbus nur noch zu schaffen, weil Konzernchef Tom Enders jetzt 18 Exemplare des von Bombardier übernommenen Mittelstreckenjets Airbus A220 einrechnet. Auch bei seinem Verkaufsschlager A320neo muss sich der Konzern ranhalten.

    Bei seinen Gewinnplänen sieht sich Enders hingegen auf Kurs. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll in diesem Jahr weiterhin rund 5 Milliarden Euro erreichen. Analysten gingen im Schnitt zuletzt von etwa 5,1 Milliarden aus.

    Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten unentschieden aufgenommen. Kurz nach Handelsstart pendelte der Kurs der Airbus-Aktie zwischen Gewinn- und Verlustzone. Zuletzt lag er zwar mit 0,7 Prozent im Plus, damit gehörte das Papier aber zu den schwächeren Werten im französischen Leitindex Cac-40 .

    Hintergrund der gekappten Lieferpläne sind Probleme des britischen Triebwerksbauers Rolls-Royce, der den Antrieb für den modernisierten Airbus-Langstreckenjet A330neo liefert. Das erste Flugzeug des Typs soll zwar in Kürze ausgeliefert werden. Doch Rolls-Royce schafft es wohl nicht, in diesem Jahr wie bestellt 30 Antriebe für den zweistrahligen Jet zu liefern. Bis Ende Oktober würden es lediglich 10 Exemplare, hatte Rolls-Royce vergangene Woche seinen Mitarbeitern mitgeteilt. Daher bekommt Airbus in diesem Jahr wohl auch nicht wie erhofft 15 Maschinen des Typs vom Hof. Die Auslieferungspläne seien entsprechend "angepasst" worden, hiess es bei Airbus.

    Bei den Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe machen Airbus neben den Triebwerksherstellern unterdessen auch eigene Probleme zu schaffen. So hinken die Triebwerksbauer Pratt & Whitney und CFM, zwischen deren Antrieben die Käufer der Jets wählen können, hinter den ursprünglichen Lieferplänen zurück. In den ersten neun Monaten konnte Airbus zwar 222 Jets der A320neo-Familie ausliefern. Es bedürfte aber weiterer Anstrengungen, um das Jahresziel für 2018 zu erreichen, hiess es vom Management - auch wegen "interner industrieller Herausforderungen".

    Die auf weniger Spritverbrauch getrimmte A320neo-Familie ist die Neuauflage des Mittelstreckenjets A320 - und Airbus' meistgefragter Flugzeugtyp. Als Reaktion auf den Erfolg hat der weltgrösste Flugzeugbauer Boeing seinem Konkurrenzmodell 737 ebenfalls eine Neuauflage unter dem Namen 737-MAX verpasst. Beide Hersteller weiten ihre Produktion der Jets wegen der starken Nachfrage aus.

    Auch deshalb lief es bei Airbus im Tagesgeschäft zuletzt besser als gedacht. Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Fünftel auf 15,45 Milliarden Euro. Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sprang von 655 Millionen im Vorjahr auf fast 1,6 Milliarden Euro in die Höhe. Analysten hatten einen nicht ganz so starken Anstieg erwartet. Unter dem Strich verdiente Airbus 957 Millionen Euro - gut dreimal so viel wie ein Jahr zuvor.

    Als Ursachen des Gewinnanstiegs gelten der Produktionshochlauf bei der A320neo und dem neuen Grossraumjet A350. Bis Ende des Jahres will Airbus die Produktion der A350 auf monatlich 10 Maschinen hochgefahren haben. Dadurch wird die Produktion effizienter.

    Weniger auffällig war die Entwicklung in den übrigen Geschäftsbereichen. Während die Verkehrsflugzeug-Sparte ihren bereinigten operativen Gewinn auf 1,5 Milliarden Euro vervielfachte, blieb das Ergebnis im Rüstungs- und Raumfahrtgeschäft mit 100 Millionen Euro praktisch stabil. Die Hubschraubersparte Airbus Helicopters verdiente infolge rückläufiger Umsätze mit 67 Millionen Euro ein Sechstel weniger als ein Jahr zuvor./stw/men/fba

    Drucken
  • 15.10.2018 US-Rüstungskonzerne L3 und Harris planen Milliard...

    US-Rüstungskonzerne L3 und Harris planen Milliardenfusion

    15.10.2018| 08:05:21

    NEW YORK CITY/MELBOURNE (awp international) - Die Konsolidierungswelle in der Rüstungsindustrie rollt weiter. Die beiden US-Rüstungskonzerne L3 Technologies und Harris Corporation wollen fusionieren und damit zu einem der grössten Branchenteilnehmer werden. Beide Unternehmen zusammen kommen auf einen Marktwert von rund 33,5 Milliarden US-Dollar (29 Milliarden Euro).

    Die Verwaltungsräte hätten dem Deal bereits zugestimmt, hiess es weiter. Die L3-Aktionäre sollen je Aktie 1,3 Harris-Papiere bekommen. Am fusionierten Unternehmen würden damit die Harris-Aktionäre 54 Prozent halten.

    Klappt die Fusion, dann wird das neue Unternehmen L3 Harris Technologies nach eigenen Angaben der sechstgrösste Rüstungskonzern in den USA und mit seinen 48 000 Mitarbeitern zu den zehn grössten weltweit gehören.

    Harris Corporation mit Sitz in Melbourne im US-Bundesstaat Florida stellt Kommunikationstechnik und Radaranlagen im Bereich Militärtechnik her. Die in New York City ansässige L3 Technologies, ehemals L-3 Communications Corporation, bietet unter anderem Kommunikationssysteme sowie Instrumente für Navigation, Raumfahrt und Flugwesen an.

    Schon seit geraumer Zeit schliessen sich Rüstungskonzerne zusammen. So will etwa der Flugteile-Hersteller TransDigm Group die Firma Esterline Technologies für 3,6 Milliarden Dollar übernehmen. Boeing steht kurz vor dem Kauf des Komponentenherstellers KLX Inc. und der Mischkonzern United Technologies ist gerade dabei, den Kauf des Flugzeugausrüsters Rockwell Collins für 23 Milliarden Dollar abzuschliessen./mne/elm/fba

    Drucken
  • 11.10.2018 Safran macht Airbus Hoffnung auf mehr Triebwerke

    Safran macht Airbus Hoffnung auf mehr Triebwerke

    11.10.2018| 12:29:29

    HAMBURG (awp international) - Der französische Technologiekonzern und Triebwerksbauer Safran macht dem Flugzeugbauer Airbus Hoffnung auf ein Ende der Lieferverzögerungen. "Wir haben keine ernsten technischen Probleme. Wir sind nur einen Monat zu spät", sagte Safran-Chef Philippe Petitcolin am Donnerstag bei der Eröffnung eines neuen Werks für Triebwerksgondeln in Hamburg. "Und wir arbeiten hart daran, diese Verspätung aufzuholen." Im neuen Jahr will Petitcolin mit Airbus auch darüber sprechen, wie man gemeinsam die Flugzeugproduktion auf 70 Maschinen pro Monat hochfahren kann.

    In der neuen Anlage nahe des Hamburger Airbus-Werks will Safran ab 2020 jährlich 400 Triebwerksgondeln und -verkleidungen für die Leap-Triebwerke des meistverkauften Airbus-Jets montieren. Die Triebwerkstechnik selbst entsteht bei CFM, einem Gemeinschaftsunternehmen von Safran und dem US-Konzern General Electric .

    Airbus kämpft derzeit mit immensen Lieferverzögerungen bei seinem Verkaufsschlager, bei dem sich die Fluggesellschaften zwischen dem CFM-Antrieb und dem Triebwerk des US-Herstellers Pratt & Whitney entscheiden können. P&W kämpft allerdings schon seit der ersten A320neo-Auslieferung Anfang 2016 mit grösseren Problemen, weshalb Airbus Flugzeuge ohne Triebwerke quasi auf Halde bauen muss, bis die bestellten Antriebe eintreffen.

    Für den Konkurrenzjet des US-Flugzeugbauers Boeing - die 737-MAX - ist der Leap-Antrieb hingegen der einzige Triebwerkstyp. "Wir wollen in diesem Jahr 1100 Leap-Triebwerke ausliefern. Für 2019 liegt das Ziel bei 1800 Stück", sagte Petitcolin. Anfang kommenden Jahres dürften nach seiner Ansicht auch die Zulieferer soweit sein, dass man über einen weiteren Produktionsausbau reden könne.

    Airbus will die Produktionsrate von derzeit angepeilten 63 Mittelstreckenjets absehbar auf 70 Maschinen pro Monat ausweiten, um den immensen Auftragsberg abzuarbeiten. Bisher bremsen die Triebwerkshersteller jedoch. Petitcolin hofft nun, dass er Airbus bei Verhandlungen Anfang 2019 auch zu einer Mitfinanzierung neuer Produktionsanlagen überreden kann.

    Daneben spekuliert er darauf, dass CFM den Antrieb für den von Boeing anvisierten neuen mittelgrossen Passagierjet liefern darf. Dieser soll von Grösse und Reichweite zwischen den Mittelstreckenjets wie der Boeing 737-MAX und den Grossraumjets wie dem "Dreamliner" liegen. Ob und wie der "Boeing 797" gehandelte Flieger gebaut wird, will der US-Konzern aber erst 2019 entscheiden.

    Für eine ganz neue Flugzeuggeneration brauche es allerdings noch deutlich sparsamere Triebwerke, sagte Petitcolin. "Wenn wir die CO2-Ziele der EU für das Jahr 2030 erreichen wollen, müssen wir den Spritverbrauch noch mal um mindestens 15 Prozent senken", sagte er. Bis solch ein Flugzeug in Dienst gehe, werde es wahrscheinlich bis zum Jahr 2035 dauern. Schon die Leap-Antriebe versprechen im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell eine Ersparnis in dieser Grössenordnung.

    Rein elektrische Antriebe für Verkehrsflugzeuge hält Petitcolin hingegen für Zukunftsmusik. "Das wird vielleicht 2050 der Fall sein." Selbst wenn die Akkus fünfmal so leistungsfähig wären wie heute, müsse man für die benötigte Energie hundert Tonnen schwere Stromspeicher in die Flugzeuge einbauen, sagte er. Hybridantriebe hält er allerdings für denkbar. Er schätzt deshalb: "Es wird ein Mix."/stw/elm/she

    Drucken
  • 02.10.2018 US-Regierung: United Technologies darf Rockwell C...

    US-Regierung: United Technologies darf Rockwell Collins kaufen

    02.10.2018| 05:32:29

    WASHINGTON (awp international) - Einer der grössten Übernahmen in der Luftfahrtbranche hat eine wichtige Hürde genommen: Die US-Regierung hat nach Zugeständnissen der beteiligten Unternehmen keine Einwände gegen den Kauf des Flugzeugausrüster Rockwell Collins durch den Mischkonzern United Technologies . Das geht aus am Montag in Washington eingereichten Gerichtspapieren hervor.

    Die Übernahme hat einschliesslich Schulden ein Volumen von 30 Milliarden US-Dollar (26 Milliarden Euro) und vereinigt die Triebwerkssparte Pratt & Whitney des Mischkonzerns mit der Cockpit-Technologie und der Innenausstattung von Rockwell. Damit könnte United Technologies in Verhandlungen mit den Flugzeugbauern Airbus und Boeing künftig selbstbewusster auftreten.

    Allerdings steht noch die Genehmigung der chinesischen Behörden aus. Einige Investoren hatten sich zuletzt Sorgen gemacht, dass der Handelsstreit zwischen Peking und Washington hier zu Verzögerungen führen könnte. Laut United-Chef Greg Hayes warten die Chinesen aber nur auf das Ok der Vereinigten Staaten./he

    Drucken
  • 26.07.2018 Wartung und Ersatzteile treiben MTU-Gewinn - Akti...

    Wartung und Ersatzteile treiben MTU-Gewinn - Aktie auf Rekordhoch

    26.07.2018| 11:23:38

    (Ausführliche Fassung)

    MÜNCHEN (awp international) - Ein brummendes Geschäft mit Wartung und Ersatzteilen beflügelt die Gewinnpläne des Münchner Triebwerksbauers MTU . Vorstandschef Reiner Winkler legte deshalb am Donnerstag die Latte für das Gesamtjahr höher. Auch bei dem Antrieb für den Airbus-Verkaufsschlager A320neo sieht der Manager sein Unternehmen im Plan. An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Der Kurs der MTU-Aktie sprang am Vormittag um fast zwei Prozent nach oben und erreichte mit 176,90 Euro den höchsten Kurs seiner Geschichte. Zuletzt lagen die Papiere noch mit 0,9 Prozent im Plus.

    Analysten bewerten die Entwicklung unterschiedlich. Die Experten der Investmentbank JPMorgan erwarten, dass die MTU-Aktie in nächster Zeit bis auf 190 Euro zulegt und raten weiterhin zum Kauf. Analyst Zafer Rüzgar von der Investmentbank Equinet sieht das Kursziel hingegen bei 148 Euro und empfiehlt Anlegern, sich von den Papieren zu trennen.

    Unterdessen stimmt das brummende Ersatzteil- und Wartungsgeschäft MTU-Chef Winkler optimistischer. "Wir gehen davon aus, das dieser Trend anhält", sagte er mit Blick auf die Zwischenbilanz der ersten sechs Monate. Im Gesamtjahr soll der Umsatz deshalb auf rund 4,2 Milliarden Euro steigen und damit stärker als gedacht. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) soll von 573 Millionen im vergangenen Jahr jetzt auf etwa 640 Millionen Euro klettern. Dies ist deutlich mehr als von Analysten erwartet.

    Bisher war Winkler nur von einem moderaten Anstieg des bereinigten Ebit ausgegangen und hatte im Februar 600 bis 620 Millionen Euro ins Spiel gebracht. Der bereinigte Überschuss soll nun im ähnlichen Mass von 405 Millionen auf etwa 450 Millionen Euro zulegen. Die Vorjahreszahlen hatte MTU wegen neuer Bilanzierungsregeln angepasst.

    Im zweiten Quartal erzielte MTU einen Umsatz von gut 1,1 Milliarden Euro, fast 16 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das bereinigte Ebit schoss um 35 Prozent auf fast 160 Millionen Euro nach oben. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 112 Millionen Euro, der bereinigte Nettogewinn legte um rund 36 Prozent auf 114 Millionen Euro zu. Damit übertraf das MDax -Unternehmen durchweg die Erwartungen von Branchenexperten.

    Triebwerkshersteller verkaufen ihre neuen Antriebe oft mit wenig Gewinn oder gar Verlust. Richtig Geld verdienen sie mit Ersatzteilen und Wartung. Da Flugzeuge und ihre Antriebe meist jahrzehntelang im Einsatz sind, zahlt sich die Einführung neuer Triebwerkstypen für die Hersteller erst mit Verzögerung richtig aus. So profitieren die Münchner heute kräftig davon, dass sie an dem Triebwerk für den seit Ende der 1980er Jahre gebauten Airbus-Mittelstreckenjet A320 beteiligt sind. Von keinem anderen Airbus-Modell sind so viele Exemplare im Einsatz.

    Auch bei dem Antrieb für das Nachfolgermodell Airbus A320neo ist MTU mit im Boot und hat in München sogar eine eigene Endfertigungslinie in Betrieb genommen. Seine Auslieferungsziele habe MTU im ersten Halbjahr voll erreicht, sagte Finanzvorstand Peter Kameritsch. Im zweiten Halbjahr soll die Produktion noch einmal deutlich anziehen. Dieses sogenannte Getriebefan-Triebwerk wurde unter der Führung der United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney entwickelt. Es kommt in verschiedenen Varianten etwa auch bei den E2-Jets des brasilianischen Herstellers Embraer und dem von Bombardier entwickelten Airbus A220 zum Einsatz.

    Die Version für die A320neo bereitet allerdings noch technische Probleme. Die dadurch verzögerten Auslieferungen machen Airbus zu schaffen. Ende Juni warteten rund 80 praktisch fertige Jets der Reihe vor den Werkshallen auf die noch fehlende Antriebe. Der Rückstand soll in den kommenden Monaten aufgeholt werden./stw/tav/zb

    Drucken
  • 26.07.2018 Airbus erwartet nach Gewinnsprung 'Höllenritt' - ...

    Airbus erwartet nach Gewinnsprung 'Höllenritt' - Aktie auf Rekordhoch

    26.07.2018| 09:19:35

    (Ausführliche Fassung)

    TOULOUSE (awp international) - Fehlende Triebwerke für den Mittelstreckenjet A320neo halten den Flugzeugbauer Airbus weiter in Atem. Das Ziel, in diesem Jahr rund 800 Verkehrsflugzeuge auszuliefern, werde dadurch zum "Höllenritt", sagte Vorstandschef Tom Enders bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag in Toulouse. Nach fast sieben Monaten sei noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Es gehe aber voran. So konnte Airbus seinen Gewinn im laufenden Geschäft im zweiten Quartal verdoppeln. Der kleine Mittelstreckenjet, den Airbus gerade von Bombardier übernommen hat, drückt 2018 jedoch aufs Ergebnis.

    Die Airbus-Aktie sprang nach den Nachrichten auf ein Rekordhoch. Am Morgen legte der Kurs um bis zu 5,7 Prozent auf 111,12 Euro zu. Zuletzt lag die Aktie noch mit 4,5 Prozent im Plus. Analyst Norbert Kretlow von der Commerzbank schrieb, der Bewertungsabschlag zum ewigen Kontrahenten Boeing betrage 40 Prozent und sei damit "überzogen".

    Im zweiten Quartal verbuchte Airbus einen Umsatz von 14,85 Milliarden Euro und damit acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das bereinigte Ebit verdoppelte sich nach angepassten Vorjahreszahlen auf 1,15 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen von Analysten. Das Konzernergebnis brach hingegen überraschend um 69 Prozent auf 213 Millionen Euro ein. Hier hätten im ersten Halbjahr eine höhere Steuerquote und die Neubewertung von Finanzinstrumenten belastet, hiess es.

    Finanzchef Harald Wilhelm erklärte den enorm gewachsenen operativen Gewinn mit den Fortschritten bei dem stark gefragten Mittelstreckenjet A320neo und dem jüngsten Grossraumjet-Modell. Bei der A320neo sehe er "sehr gesunde Margen kommen". Und bei der Ende 2014 erstmals ausgelieferten A350 zahle sich neben einer runder laufenden Produktion aus, dass Airbus für die jetzt gebauten Maschinen höhere Preise vereinbart habe. Die ersten Käufer hatten noch von besonders hohen Rabatten profitiert.

    Für das laufende Jahr peilt die Airbus-Führung zwar immer noch eine deutliche Gewinnsteigerung an. Das um Sonderposten bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) soll von zuletzt 4,25 Milliarden auf 5,0 Milliarden Euro steigen. Bisher hatte Enders 5,2 Milliarden Euro als Ziel ausgegeben, dabei jedoch Effekte aus Fusionen und Übernahmen ausgeklammert.

    Airbus hatte die Schieflage des kanadischen Flugzeug- und Zugherstellers Bombardier ausgenutzt und Anfang Juli die Mehrheit an dessen Mittelstreckenjet-Programm C-Serie übernommen, die er jetzt als Airbus A220 vermarktet. Der Konzern will im zweiten Halbjahr rund 18 Flugzeuge der Reihe ausliefern. Diese kommen zu den angepeilten 800 Auslieferungen aus der bisherigen Produktpalette noch hinzu. Damit kratzt Airbus am Thron des weltgrössten Flugzeugbauers Boeing. Der US-Konzern hat sich für das laufende Jahr die Auslieferung von 810 bis 815 Verkehrsflugzeugen zum Ziel gesetzt.

    Ob Airbus seine Ziele erreicht, hängt allerdings vor allem von den Triebwerksherstellern ab, die mit der Lieferung der Antriebe für den Verkaufsschlager A320neo im Hintertreffen sind. Die Mittelstreckenjet-Familie, zu der auch die Schwestermodelle A319neo und A321neo gehören, ist Airbus' grösster Verkaufsschlager. Von den rund 7000 bestellten Maschinen im Auftragsbuch entfielen rund 6000 auf diese Flugzeugklasse, sagte Enders.

    Die modernen Triebwerke, denen die Maschinen ihren geringeren Treibstoffverbrauch verdanken, bereiten noch technische Probleme. Die Hersteller Pratt & Whitney und CFM, zwischen deren Antrieben sich die Airlines entscheiden müssen, kommen mit den Auslieferungen bisher nicht nach. Sowohl die United-Technologies-Tochter Pratt & Whitney als auch der zu General Electric und Safran gehörende Hersteller CFM arbeiteten hart daran, die Rückstände aufzuholen. Airbus habe selbst zusätzliche Kräfte mobilisiert, hiess es vom Konzern.

    Laut Enders standen bei Airbus zur Jahresmitte rund 80 Flugzeuge, denen die Triebwerke fehlten. Seit dem Höchstwert von 100 Maschinen im Mai sinke die Zahl. Enders hofft, dass der Rückstand bis Ende September aufgeholt sein wird. Finanzchef Wilhelm zufolge will sich Airbus die Kosten für die Verzögerungen mit den Triebwerksherstellern teilen.

    Über fehlende Nachfrage kann sich Airbus kaum beklagen. Auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough sammelte der Hersteller jüngst Bestellungen und Vorverträge über mehr als 400 Zivilflugzeuge ein. Boeing kam sogar über 500 Jets.

    Enders hält es für denkbar, dass Airbus nun auch die Produktion seiner Grossraumjets A350 und A330neo je nach Auftragslage weiter hochfährt. Beim weltgrössten Passagierjet A380 hat der Hersteller die Produktion hingegen mangels Nachfrage von zwischenzeitlich bis zu 30 Jets auf 6 pro Jahr gedrosselt./stw/tav/jha/

    Drucken
Ältere News ›

Stammdaten

Branche/Sektor Flugzeug- & Raumfahrtindustrie
Währung US-Dollar
Typ Aktien/Units mit Aktie/PS
Börse NYSE
Börse URL www.nyse.com
Symbol UTX
Valor 980943
ISIN ---

Performance

  +/- +/-%
Perf. 1W   +0.17%
Perf. laufende Woche --- ---
Perf. 1M +5.05 +4.76%
Perf. 3M -13.15 -10.59%
Perf. laufendes Jahr +4.58 +4.30%
Perf. 52W   -18.15%

Bezahlte Kurse

Keine Transaktionen verfügbar

Corporate action

Company Generalversammlung (30.04.2018)
Instrument Barausschüttung (11.10.2018)

Handelsplätze

Börse Letzter +/-% Volumen Datum/Zeit
Xetra 101.00 +2.15% 130 12:57:43
Deut.Boerse 98.50 -1.15% --- 12:03:01
CTA Chicago 110.71 -2.80% --- 22.01.2019
CTA IEX 110.74 -2.81% --- 22.01.2019
SIX SX 111.44 --- --- 21.01.2019
SIX SX USD 111.84 --- --- 21.01.2019

Derivate SIX Structured Products

Hoch/Tief Historisch

Vortageshoch 113.11 (22.01.2019)
Vortagestief 110.67 (22.01.2019)
Hoch 1W 114.68 (18.01.2019)
Tief 1W 109.54 (15.01.2019)
Hoch 1M 114.68 (18.01.2019)
Tief 1M 100.50 (26.12.2018)
Hoch 3M 132.36 (26.11.2018)
Tief 3M 100.50 (26.12.2018)
Hoch 1J 143.92 (21.09.2018)
Tief 1J 100.50 (26.12.2018)


Datenquelle:  SIX Financial Information AG