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  • 21.02.2019 GAM von Manager-Affäre gebeutelt - Aktie bricht weiter ein

    GAM von Manager-Affäre gebeutelt - Aktie bricht weiter ein

    21.02.2019 | 13:08:24

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat im vergangenen Jahr einen Verlust in Milliardenhöhe eingefahren. Nach der Affäre um den im Sommer 2018 freigestellten Investmentmanager Tim Haywood betreibt die Gesellschaft immer noch Schadensbegrenzung.

    Haywood wurde wegen Unregelmässigkeiten im Risikomanagement suspendiert. Mittlerweile ist die interne Untersuchung abgeschlossen und der Investmentmanager wurde wegen "schweren Fehlverhaltens" entlassen. Es seien erhebliche Mängel bei Fähigkeiten und Sorgfalt festgestellt worden, teilte GAM am Donnerstag mit. Das Unternehmen selbst muss die internen Kontrollen verbessern.

    Die von Haywood betreuten Fonds mit der so genannten Absolute-Return-Bond-Strategie (ARBF) werden derzeit liquidiert. Seit Mitte Dezember gab es wegen der volatilen Märkte jedoch keine weiteren Rückzahlungen an die Kunden. Die Liquidierung soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

    Auch Cantab-Übernahme Fehlschlag

    Die nach der Suspendierung von Haywood eingebrochenen verwalteten Vermögen sind im Dezember weiter gesunken - auf 132,2 Milliarden Franken und damit noch deutlich stärker als von Analysten erwartet. Ende 2017 verwaltete GAM noch Vermögen in Höhe von 158,7 Milliarden Franken.

    Wegen des massiven Rückgangs und der geringeren Profitabilität kam es 2018 zu einer Goodwill-Wertminderung in Höhe von 883,4 Millionen Franken. Aber nicht nur die Haywood-Geschichte belastete: Weitere 120,7 Millionen Wertminderung nach Steuern fielen auf die 2016 übernommene Cantab an. Restrukturierungskosten kosteten weitere 31 Millionen.

    Unter dem Strich lag der Nettoverlust nach IFRS im Geschäftsjahr 2018 bei 929,1 Millionen. Es überrascht daher nicht, dass auf eine Dividende verzichtet wird. Zudem erhalten der ehemalige CEO Alexander Friedman, der im Zuge der Affäre Anfang November zurücktrat, sowie Finanzchef Richard McNamara keinen Bonus.

    Märkte spielen auch nicht mit

    "2018 war das schwierigste Jahr für GAM seit ihrer Unabhängigkeit vor zehn Jahren, und 2019 wird ebenfalls herausfordernd", sagte Präsident Hugh Scott-Barrett. Die "ARBF-Situation" sei "zutiefst bedauerlich". GAM konzentriere sich nun voll auf die Massnahmen, um den Vermögensverwalter wieder zu einem starken Unternehmen zu machen.

    Mit Blick in die Zukunft hiess es aber, das Umfeld für die Asset-Management-Branche bleibe angesichts eines schwächeren Wirtschaftswachstums sowie geopolitischer Spannungen insgesamt schwierig. Die Anleger seien nach wie vor vorsichtig und preissensitiv.

    Für das laufende Jahr geht GAM daher von einem sinkenden operativen Gewinn aus. Der Vergleichswert, der bereinigte operative Gewinn, erreichte vor Steuern 126,7 Millionen Franken. Er war damit bereits in 2018 um 27 Prozent rückläufig.

    Priorität hat jetzt die Restrukturierung sowie die Stabilisierung des Geschäfts. Das Vertrauen der Kunden und Aktionäre muss schnellstens zurückgewonnen werden. Die im Dezember angekündigte Restrukturierung sei "im vollen Gange", hiess es am Donnerstag. Rund ein Drittel der Stellen, die im Laufe des Jahres abgebaut werden sollen, seien bereits gestrichen worden.

    Keine Wetten auf Turnaround

    Einen neuen ständigen Konzernchef hat GAM derweil noch nicht bestimmt. Nach dem Rücktritt Friedmans übernahm Verwaltungsrat David Jacob interimistisch. Da zunächst die Restrukturierung im Vordergrund stehe, werde es keinen "unmittelbaren Wechsel" geben, sagte dieser am Donnerstag.

    An der Börse verlieren die GAM-Aktien gegen 12.30 Uhr 6,7 Prozent auf 3,37 Franken. Sie notieren allerdings noch über dem Allzeittief bei 2,76 Franken von Mitte Dezember.

    Die ZKB warnt davor, auf einen Turnaround zu wetten, und rät dazu, von der GAM-Aktie besser die Finger zu lassen. "Uns fehlt nach wie vor die Phantasie, in welcher Strategiegruppe GAM demnächst messbare Zuflüsse erreichen will", schreibt der zuständige Analyst. Gerade für institutionelle Investoren lägen die Hürden sehr hoch bei einem Asset Manager zu investieren, der gerade erst eine ganze Strategie liquidieren musste.

    ys/ra

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  • 21.02.2019 GAM-Aktien geben nach Geschäftszahlen weiter nach

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

    Story

    GAM-Aktien geben nach Geschäftszahlen weiter nach

    21.02.2019 | 10:15:00

    Zürich (awp) - Die Aktien des Asset Managers GAM geben am Donnerstag an der Schweizer Börse nach Vorlage der Geschäftszahlen 2018 erneut nach. Das nach den Verfehlungen eines Fondsmanagers in eine schwere Krise geratene Finanzinstitut gab am Morgen einen Verlust von fast einer Milliarde Franken bekannt, das Minus war in dieser Grössenordnung allerdings schon angekündigt worden. Der Abfluss bei den verwalteten Vermögen fiel aber noch einmal stärker aus, als von den Analysten erwartet.

    Nach einer sehr schwachen Eröffnung notieren die GAM-Titel gegen 9.30 Uhr an der insgesamt freundlichen Börse noch um 2,6 Prozent im Minus auf 3,51 Franken. Damit notieren sie immerhin noch über dem Mitte Dezember erreichten Allzeittief von 2,76 Franken. Weiterhin liegen sie damit aber um fast 80 Prozent unter ihrer Bewertung von vor einem Jahr als sie noch bei fast 18 Franken gehandelt wurden.

    GAM habe auch im Dezember noch heftige Geldabflüsse hinnehmen müssen, stellt UBS-Analyst Mate Nemes in einem ersten Kommentar fest. Auch die verwalteten Vermögen seien sowohl in der Sparte Investment Management wie auch in der Sparte Private Labelling klar unter den Erwartungen des Marktes ausgefallen. Als negativ bewertet der Experte zudem den starken Rückgang der Bruttomarge im zweiten Semester. Das UBS-Research bleibt bei seinem Rating "Neutral" für die Aktien bei einem Preisziel von 6,20 Franken.

    Insgesamt verbleibe GAM in einer sehr schwierigen Situation, stellen auch die Experten der Bank Vontobel fest. Zwar habe das Unternehmen die im Dezember angekündigten Kostenmassnahmen bestätigt, der Druck auf die Gebühreneinnahmen bleibe aber stark, kommentiert Analyst Andreas Venditti. Nehme man noch den Rückgang der verwalteten Vermögen dazu, so überschätze der Markt die Ertragssituation für das laufende Jahr wohl noch, meint Venditti, der sein bisheriges "Hold"-Rating nun unter Revision nehmen will.

    Pessimistisch zeigt sich auch Michael Kunz von der Zürcher Kantonalbank (ZKB). Ihm fehle nach wie vor die Fantasie, in welcher Strategiegruppe GAM demnächst messbare Zuflüsse erreichen wolle - lägen doch für institutionelle Investoren die Hürden sehr hoch, bei einem Asset Manager zu investieren, der gerade erst eine ganze Strategie liquidieren musste. Er sehe weiterhin keine ausreichende Entlohnung für das Risiko, auf einen Turnaround zu wetten: "Wir empfehlen nach wie vor, von der GAM-Aktie besser die Finger zu lassen."

    tp/ra

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  • 21.02.2019 GAM mit Milliardenverlust nach Haywood-Affäre

    GAM mit Milliardenverlust nach Haywood-Affäre

    21.02.2019 | 08:57:53

    (Ergänzt um mehr Details)

    Zürich (awp) - Der in Schieflage geratene Vermögensverwalter GAM hat im vergangenen Jahr einen Verlust in Milliardenhöhe eingefahren. Nach der Affäre um den suspendierten Investmentmanager Tim Haywood brachen die verwalteten Vermögen ein.

    Haywood wurde im Sommer 2018 wegen Verfehlungen suspendiert, und die von ihm betreuten Fonds mit der so genannten Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF) wurden ausgesetzt. Die derzeit laufende Liquidation der Fonds solle in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, teilte der Asset Manager am Donnerstag mit.

    Die interne Untersuchung und das Disziplinarverfahren gegen Haywood wurden derweil abgeschlossen und der Investment Director wurde "aufgrund schweren Fehlverhaltens entlassen". Bezüglich Fähigkeiten und Sorgfalt seien erhebliche Mängel festgestellt worden. Ausserdem muss GAM selbst die Kontrollmechanismen verbessern.

    Auch Cantab-Übernahme Fehlschlag

    "2018 war das schwierigste Jahr für GAM seit ihrer Unabhängigkeit vor zehn Jahren, und 2019 wird ebenfalls herausfordernd", liess sich Verwaltungsratspräsident Hugh Scott-Barrett in der Mitteilung zitieren. Es werde zutiefst bedauert, dass alle Anspruchsgruppen von "der ARBF-Situation" betroffen waren. Man konzentriere sich voll darauf, die notwendigen Massnahmen umzusetzen, damit GAM wieder ein starkes Unternehmen werde. Die Gesellschaft hatte in der Vergangenheit zu UBS und dann zu Julius Bär gehört.

    Unter dem Strich lag der Nettoverlust nach IFRS im Geschäftsjahr 2018 bei 929,1 Millionen Franken nach 123,2 Millionen im Jahr zuvor. Wegen des massiven Rückgangs der verwalteten Vermögen und der geringeren Profitabilität kam es 2018 zu einem Wertminderungsaufwand bezüglich Goodwill in Höhe von 883,4 Millionen Franken.

    Aber nicht nur die Haywood-Geschichte belastete das Ergebnis und die verwalteten Vermögen: Weitere 120,7 Millionen Franken Wertminderung nach Steuern sind auf die 2016 übernommene Cantab zurückzuführen. Zudem fielen Restrukturierungskosten von 31 Millionen an.

    Dividendenverzicht

    Operativ sieht es etwas besser aus: Der bereinigte operative Gewinn vor Steuern erreichte 126,7 Millionen im Jahr 2018. Allerdings war auch das ein Rückgang von 27 Prozent - hauptsächlich wegen geringerer performanceabhängiger Erträge sowie Vermögensverwaltungsgebühren und Kommissionen.

    Wie ebenfalls bereits angekündigt, wird in diesem Jahr keine Dividende ausgezahlt, um rascher wieder Kapitalpolster aufzubauen. Für das laufende Jahr und die Jahre nach 2019 strebt GAM eine Dividendenzahlung von mindestens 50 Prozent des operativen Reingewinns an, was das Unternehmen am Donnerstag bestätigte.

    Die verwalteten Vermögen sind im Dezember weiter gesunken auf 132,2 Milliarden nach 139,1 Milliarden Franken Ende November. Und damit noch deutlich stärker als von Analysten erwartet: Vontobel und ZKB schätzten den Stand per Ende 2018 auf 136,0 Milliarden beziehungsweise 134,0 Milliarden.

    Ende 2017 machten die Vermögen noch 158,7 Milliarden Franken aus. Im Gesamtjahr 2018 ist es zu Abflüssen von 13,2 Milliarden gekommen, nachdem im Vorjahr Nettoneugeld in der Höhe von 24,3 Milliarden zugeflossen war.

    Schwieriges Umfeld

    In der Sparte Investment Management sind 11,0 Milliarden Franken auf Abflüsse aus den ARB-Fonds von Haywood zurückzuführen. Dazu kamen weitere Nettoabflüsse von 10,5 Milliarden aus nicht ARBF-Strategien sowie negative Markt- und Wechselkurseffekte in Höhe von 6,8 Milliarden. Im Private Labelling hingegen stiegen die verwalteten Vermögen: Nettozuflüsse von 8,3 Milliarden standen negative Markt- und Wechselkurseffekte von 6,5 Milliarden gegenüber.

    Für das laufende Jahr geht GAM nach wie vor davon aus, dass die operativen Gewinne wegen der wesentlich geringeren Vermögensbasis im Investment Management und damit entsprechend geringeren Erträgen deutlich unter dem Vorjahr liegen werden. Angesichts des schwächeren Wirtschaftswachstums sowie geopolitischer Spannungen bleibe das Umfeld für die Asset-Management-Industrie insgesamt schwierig, hiess es. Die Anleger seien nach wie vor vorsichtig und preissensitiv.

    Priorität hat für GAM das Restrukturierungsprogramm sowie die Stabilisierung des Geschäfts, um Profitabilität und Aktionärswert zu verbessern. Daher würden die Mittelfristziele "ausgesetzt". In der Vergangenheit sollte das verwässerte operative Ergebnis pro Aktie auf annualisierter Basis um über 10 Prozent steigen sowie eine Umsatzrendite von 35 bis 40 Prozent erreicht werden - beides über einen Geschäftszyklus von fünf bis acht Jahren.

    Stabilisierung hat Priorität

    Die im Dezember angekündigte Restrukturierung ist "im vollen Gange". Wie bereits bekannt, will GAM bei den fixen Personal- und Sachkosten bis Ende 2019 mindestens 40 Millionen Franken einsparen. Im Laufe des Jahres sollen unter anderem rund 10 Prozent der Stellen abgebaut werden, ein Drittel der betroffenen Stellen seien bereits gestrichen. Ende September waren weltweit mehr als 900 Menschen beim Unternehmen beschäftigt.

    Der volle Nutzen der Massnahmen werde sich im Jahr 2020 niederschlagen. Die Geschäftsleitung prüfe zudem weitere Möglichkeiten der Kostensenkung.

    Zur derzeit laufenden Suche nach einem neuem Chef gab es am Donnerstag zunächst keine Neuigkeiten. Alexander Friedman trat im Zuge der Affäre Anfang November als CEO zurück. Interimistisch übernahm Verwaltungsrat David Jacob die Führung.

    Für das Geschäftsjahr 2018 soll für die Geschäftsleitung eine variable Vergütung in Höhe von insgesamt 5,6 Millionen Franken beantragt werden, ein Rückgang von 59 Prozent. Friedman erhält keinen Bonus für 2018. Auch Finanzchef Richard McNamara sowie Jacob haben keinen Anspruch auf eine variable Vergütung.

    ys/ra

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  • 21.02.2019 GAM mit Milliardenverlust nach Haywood-Affäre

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

    Story

    GAM mit Milliardenverlust nach Haywood-Affäre

    21.02.2019 | 07:28:50

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat im vergangenen Jahr wie bereits in Aussicht gestellt einen sehr hohen Verlust eingefahren. Nach der Affäre um den suspendierten Investmentmanager Tim Haywood sind die verwalteten Vermögen eingebrochen.

    Unter dem Strich lag der Nettoverlust nach IFRS bei 929,1 Millionen Franken nach 123,2 Millionen im Jahr zuvor. Das Unternehmen hatte im Dezember einen Verlust von 925 Millionen in Aussicht gestellt.

    Wegen des massiven Rückgangs der verwalteten Vermögen und der geringeren Profitabilität kam es 2018 zu einem Wertminderungsaufwand bezüglich Goodwill in Höhe von 883,4 Millionen Franken, wie der Asset Manager am Donnerstag mitteilte. Wie ebenfalls bereits angekündigt, wird in diesem Jahr keine Dividende ausgezahlt.

    Die verwalteten Vermögen sind im Dezember weiter gesunken auf 132,2 Milliarden nach 139,1 Milliarden Franken Ende November. Und für das laufenden Jahr geht GAM nach wie vor von erheblich tieferen Resultaten aus als im Vorjahr.

    Die Mittelfristziele werden "ausgesetzt". Man wolle sich zunächst auf die Umsetzung des Restrukturierungsprogramms und die Stabilisierung des Geschäfts konzentrieren, um die Profitabilität und den Aktionärswert zu verbessern, hiess es.

    In der Vergangenheit sollte das verwässerte operative Ergebnis pro Aktie auf annualisierter Basis um über 10 Prozent steigen sowie eine Umsatzrendite von 35 bis 40 Prozent erreicht werden - beides über einen Geschäftszyklus von fünf bis acht Jahren.

    Seit Sommer in Schieflage

    GAM war im Sommer 2018 stark in Schieflage geraten, nachdem der Investmentmanager Haywood wegen Verfehlungen suspendiert und die von ihm betreuten Fonds ausgesetzt worden waren. Die Liquidation der Fonds soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, wie es am Donnerstag heisst.

    Die Untersuchung und das Disziplinarverfahren gegen Haywood sind derweil abgeschlossen. Der suspendierte Investment Director sei nun "aufgrund von grobem Fehlverhalten entlassen" worden.

    Zur derzeit laufenden Suche nach einem neuem Chef gab es am Donnerstag zunächst keine Neuigkeiten. Alexander Friedman trat im Zuge der Affäre Anfang November als CEO zurück. Interimistisch übernahm Verwaltungsrat David Jacob die Führung.

    ys/ra

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  • 11.01.2019 GAM-Investoren erhalten offenbar fast das ganze Geld zurück

    GAM-Investoren erhalten offenbar fast das ganze Geld zurück

    11.01.2019 | 19:30:00

    Zürich (awp) - Die Anleger in den eingefrorenen Anleihefonds der GAM Holding könnten fast ihr gesamtes Geld zurückerhalten. Dies schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg mit Bezug auf unterrichtete Kreise. Das Unternehmen nähere sich dem Ende des Liquidierungsprozesses, der durch die Suspendierung eines Fonds-Managers ausgelöst wurde, hiess es in dem Bericht.

    GAM hatte bekanntlich im August mehr als 7 Milliarden US-Dollar in neun Fonds eingefroren. Jetzt verkauft der Asset-Manager gemäss dem Bericht die letzten Positionen und könnte die Liquidation in den kommenden Wochen abschliessen. GAM selber hatte letzten Monat mitgeteilt, dass je nach Fonds (per 12. Dezember) bereits zwischen 66 und 92 Prozent der Vermögen an die Anleger zurückgegeben worden seien. Vorbehältlich der Marktbedingungen sollte der Liquidationsprozess im ersten Quartal 2019 abgeschlossen werden, hiess es zudem.

    News erst nach Abschluss des Prozesses

    GAM äusserte sich zum Artikel schriftlich in einer Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt: "Der Liquidationsprozess der Fonds läuft noch, weshalb eine Aussage über den Abschluss des Prozesses und das Ergebnis zum aktuellen Zeitpunkt verfrüht wäre. Wir werden die Investoren direkt informieren, sobald die Liquidation abgeschlossen ist."

    GAM rechnet für das vergangene Jahr - gemäss Medienmitteilung von Mitte Dezember - mit einem Verlust von fast 1 Milliarde Franken. Das Unternehmen leidet seit der Suspendierung des Investment-Managers Tim Haywood Ende Juli 2018 unter hohen Geldabflüssen. Ihm wurde ein nicht korrektes Risikomanagement vorgeworfen. GAM hat im letzten Monat auch eine umfassende Restrukturierung angekündigt.

    uh/ra/jb

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  • 07.01.2019 GAM erweitert Team für Schwellenländeraktien mit Rob Mumford

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

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    GAM erweitert Team für Schwellenländeraktien mit Rob Mumford

    07.01.2019 | 11:27:00

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat die Investmentsparte im Bereich Schwellenländeraktien personell verstärkt. Rob Mumford wird neu von seinem Standort in Hongkong aus als Investmentmanager für GAM tätig sein, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Er war zuvor bei MNP Advisers als Managing Partner beschäftigt.

    Mumford arbeite mit den in London tätigen Tim Love und Joaquim Nogueira zusammen, und das Team habe per Ende November 2018 ein Vermögen von über 970 Millionen Dollar verwaltet, teilte GAM weiter mit.

    sta/rw

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  • 13.12.2018 GAM rechnet 2018 mit Milliardenverlust und baut massiv Stellen ab

    GAM rechnet 2018 mit Milliardenverlust und baut massiv Stellen ab

    13.12.2018 | 18:20:03

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM kämpft um das Vertrauen der Aktionäre. Angesichts eines voraussichtlichen Verlusts in Milliardenhöhe ein schwieriges Unterfangen. Jetzt sollen einschneidende Massnahmen umgesetzt werden.

    Das Unternehmen rechnet für das zu Ende gehende Jahr mit einem Verlust von fast 1 Milliarde Franken, wie es am Donnerstag bekanntgab. Eine "umfassende" Restrukturierung soll nun Profitabilität und Aktionärswert "kurzfristig unterstützen". Auch das "Kontrollumfeld" solle weiter verbessert werden.

    GAM leidet seit der Suspendierung des Investment-Managers Tim Haywood Ende Juli unter hohen Geldabflüssen. Haywood wurde ein nicht korrektes Risikomanagement vorgeworfen, sodass der von ihm verwaltete Fonds geschlossen wurde und derzeit liquidiert wird.

    "Wollen Vertrauen zurückgewinnen"

    "Wir sind entschlossen, alles Nötige zu tun, um das Vertrauen unserer Stakeholder zurückzugewinnen", sagte Unternehmenschef David Jacob am Donnerstag. Es gelte jetzt, das Geschäft zu stabilisieren. Und: Mit der heutigen Ankündigung wolle man Aktionären und Kunden noch vor den endgültigen Jahresergebnissen ein klares Bild geben, sagte er an einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

    Sein Vorgänger, Alexander Friedman, hatte nach der Zahlenvorlage zum dritten Quartal im Oktober in der Kritik gestanden, weil er die Anleger für Massnahmen bezüglich Ertragsausfall und Kosten auf später vertröstete. Ein Strategie-Update war erst für die Bilanzmedienkonferenz im Februar 2019 angesetzt.

    Anfang November gab Friedman dann den CEO-Posten ab, und Jacob übernahm interimistisch die Führung. Die Suche nach einem neuen Gruppenchef läuft noch.

    Hohe Goodwill-Wertberichtigung

    Für GAM besteht jedoch schneller Handlungsbedarf. Nachdem der Asset Manager bereits im dritten Quartal massive Abflüsse erlitten hatte, ist es in den vergangenen zwei Monaten zu weiteren Nettoabflüssen in der Höhe von 4,2 Milliarden Franken im Investment Management gekommen. Insgesamt sanken die verwalteten Vermögen der Gruppe auf 139,1 Milliarden Franken per Ende November nach 146,1 Milliarden per Ende September.

    Wegen des Einbruchs der verwalteten Vermögen und der geringeren Profitabilität kommt es 2018 zu einem Wertminderungsaufwand bezüglich Goodwill in Höhe von rund 885 Millionen Franken. Dabei handle es sich um "historischen" Goodwill, hiess es vom Management. GAM gehörte in der Vergangenheit zu UBS und dann zu Julius Bär.

    Beratungskosten im Zusammenhang mit der Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF), dem von Haywood geführten Fonds, sowie Aufwendungen wegen des Restrukturierungsprogramms werden mit 30 Millionen beziffert.

    Keine Dividende

    Unter dem Strich erwartet der Asset Manager für das Geschäftsjahr 2018 einen Nettoverlust nach IFRS von rund 925 Millionen Franken, nach einem Reingewinn von 123,2 Millionen im Jahr zuvor.

    Der sogenannte zugrundeliegende Gewinn vor Steuern, in dem Sonderfaktoren ausgeklammert sind, erreicht den Schätzungen zufolge allerdings etwa 125 Millionen Franken nach 172,5 Millionen im Vorjahr. Für das Jahr 2019 rechnet das Unternehmen noch einmal mit einem "erheblich tieferen" bereinigten Ergebnis.

    Auf eine Dividende soll angesichts der prekären Lage für 2018 verzichtet werden. Ab 2019 sei eine Ausschüttung von mindestens 50 Prozent des zugrundeliegenden Reingewinns anvisiert.

    Stellenabbau um 10 Prozent

    Im Rahmen der Restrukturierung sollen im Laufe des Jahres 2019 konzernweit rund 10 Prozent der Stellen abgebaut werden. Die bereits angekündigten Anpassungen im Portfoliomanagement seien darin enthalten. GAM hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, Teams zusammenzulegen. Ende September waren weltweit mehr als 900 Menschen beim Unternehmen beschäftigt.

    An der Börse gaben GAM am Donnerstag massiv ab und verloren rund 22 Prozent auf 3,58 Franken und stehen damit im laufenden Jahr 77 Prozent im Minus. Das Tief wurde am Donnerstag bei 3,15 Franken markiert. Passend zur Weihnachtszeit "die nächste schöne Bescherung", kommentierte die ZKB die neuste Gewinnwarnung etwas ironisch.

    ys/tt

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  • 13.12.2018 GAM rechnet 2018 mit Milliardenverlust und baut massiv Stellen ab

    GAM rechnet 2018 mit Milliardenverlust und baut massiv Stellen ab

    13.12.2018 | 12:19:33

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM kämpft um das Vertrauen der Aktionäre. Angesichts eines voraussichtlichen Verlusts in Milliardenhöhe ein schwieriges Unterfangen. Jetzt sollen einschneidende Massnahmen umgesetzt werden.

    Das Unternehmen rechnet für das zu Ende gehende Jahr mit einem Verlust von fast 1 Milliarde Franken, wie es am Donnerstag bekanntgab. Eine "umfassende" Restrukturierung soll nun Profitabilität und Aktionärswert "kurzfristig unterstützen". Auch das "Kontrollumfeld" solle weiter verbessert werden.

    GAM leidet seit der Suspendierung des Investment-Managers Tim Haywood Ende Juli unter hohen Geldabflüssen. Haywood wurde ein nicht korrektes Risikomanagement vorgeworfen, sodass der von ihm verwaltete Fonds geschlossen wurde und derzeit liquidiert wird.

    "Wollen Vertrauen zurückgewinnen"

    "Wir sind entschlossen, alles Nötige zu tun, um das Vertrauen unserer Stakeholder zurückzugewinnen", sagte Unternehmenschef David Jacob am Donnerstag. Es gelte jetzt, das Geschäft zu stabilisieren. Und: Mit der heutigen Ankündigung wolle man Aktionären und Kunden noch vor den endgültigen Jahresergebnissen ein klares Bild geben, sagte er an einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

    Sein Vorgänger, Alexander Friedman, hatte nach der Zahlenvorlage zum dritten Quartal im Oktober in der Kritik gestanden, weil er die Anleger für Massnahmen bezüglich Ertragsausfall und Kosten auf später vertröstete. Ein Strategie-Update war erst für die Bilanzmedienkonferenz im Februar 2019 angesetzt.

    Anfang November gab Friedman dann den CEO-Posten ab, und Jacob übernahm interimistisch die Führung. Die Suche nach einem neuen Gruppenchef läuft noch.

    Hohe Goodwill-Wertberichtigung

    Für GAM besteht jedoch schneller Handlungsbedarf. Nachdem der Asset Manager bereits im dritten Quartal massive Abflüsse erlitten hatte, ist es in den vergangenen zwei Monaten zu weiteren Nettoabflüssen in der Höhe von 4,2 Milliarden Franken im Investment Management gekommen. Insgesamt sanken die verwalteten Vermögen der Gruppe auf 139,1 Milliarden Franken per Ende November nach 146,1 Milliarden per Ende September.

    Wegen des Einbruchs der verwalteten Vermögen und der geringeren Profitabilität kommt es 2018 zu einem Wertminderungsaufwand bezüglich Goodwill in Höhe von rund 885 Millionen Franken. Dabei handle es sich um "historischen" Goodwill, hiess es vom Management. GAM gehörte in der Vergangenheit zu UBS und dann zu Julius Bär.

    Beratungskosten im Zusammenhang mit der Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF), dem von Haywood geführten Fonds, sowie Aufwendungen wegen des Restrukturierungsprogramms werden mit 30 Millionen beziffert.

    Keine Dividende

    Unter dem Strich erwartet der Asset Manager für das Geschäftsjahr 2018 einen Nettoverlust nach IFRS von rund 925 Millionen Franken, nach einem Reingewinn von 123,2 Millionen im Jahr zuvor.

    Der sogenannte zugrundeliegende Gewinn vor Steuern, in dem Sonderfaktoren ausgeklammert sind, erreicht den Schätzungen zufolge allerdings etwa 125 Millionen Franken nach 172,5 Millionen im Vorjahr. Für das Jahr 2019 rechnet das Unternehmen noch einmal mit einem "erheblich tieferen" bereinigten Ergebnis.

    Auf eine Dividende soll angesichts der prekären Lage für 2018 verzichtet werden. Ab 2019 sei eine Ausschüttung von mindestens 50 Prozent des zugrundeliegenden Reingewinns anvisiert.

    Stellenabbau um 10 Prozent

    Im Rahmen der Restrukturierung sollen im Laufe des Jahres 2019 konzernweit rund 10 Prozent der Stellen abgebaut werden. Die bereits angekündigten Anpassungen im Portfoliomanagement seien darin enthalten. GAM hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, Teams zusammenzulegen. Ende September waren weltweit mehr als 900 Menschen beim Unternehmen beschäftigt.

    An der Börse geben GAM am Donnerstag massiv ab. Aktuell verlieren sie 23 Prozent auf 3,53 Franken und stehen damit im laufenden Jahr 78 Prozent im Minus. Das Tief wurde am Donnerstag bei 3,15 Franken markiert. Passend zur Weihnachtszeit "die nächste schöne Bescherung", kommentierte die ZKB die neuste Gewinnwarnung etwas ironisch.

    ys/tt

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  • 13.12.2018 GAM-Aktien verlieren nach Gewinnwarnung mehr als ein Viertel

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

    Story

    GAM-Aktien verlieren nach Gewinnwarnung mehr als ein Viertel

    13.12.2018 | 09:58:38

    Zürich (awp) - Die Aktien von GAM brechen am Donnerstag im frühen Handel ein. Am Morgen hatte das Unternehmen einen Verlust in der Höhe von fast 1 Milliarde Franken in Aussicht gestellt und ein weiteres Restrukturierungsprogramm angekündigt. Die hohen Wertberichtigungen kommen für Analysten überraschend.

    GAM verlieren am Donnerstag gegen 9.50 Uhr 27 Prozent auf 3,36 Franken. Das Tief wurde bei 3,22 Franken markiert. Damit ist die Aktie nur noch gut ein Fünftel so viel wert wie noch zu Jahresanfang 2018.

    "Es ist fast schon unheimlich, wie sich GAM dieses Jahr mit negativen Meldungen noch einmal selbst überbieten kann", kommentiert die ZKB die News vom Morgen. Ob das Unternehmen mit den angekündigten Massnahmen noch einmal die Kurve kriegen kann, stehe in den Sternen. Es sei zu befürchten, "dass auch wichtige Fondsmanager nicht nur ihren Marktwert sondieren werden".

    Bis zur neusten Gewinnwarnung war er noch von einem leicht positiven Jahresresultat ausgegangen. Es gebe weiterhin keinen Grund die Aktie anzufassen, lautet das Fazit des zuständigen ZKB-Analysten.

    Die Abflüsse aus dem Kerngeschäft "Investment Management" würden sich beschleunigen, merkt Vontobel zudem negativ an. Mit Blick auf das Sparprogramm schreibt der zuständige Analyst, die Kostensenkungen seien zwar etwas höher als erwartet. Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Kosten weniger stark fallen als die Erträge, was zu erneut niedrigeren Gewinnschätzungen führen dürfte.

    ys/tt

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  • 13.12.2018 GAM startet umfassende Restrukturierung - 2018 fast 1 Mrd Verlust erwartet

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

    Story

    GAM startet umfassende Restrukturierung - 2018 fast 1 Mrd Verlust erwartet

    13.12.2018 | 07:43:05

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM rechnet für das zu Ende gehende Jahr mit einem Verlust von fast 1 Milliarde Franken. Das Unternehmen startet daher ein umfassendes Restrukturierungsprogramm.

    Die Massnahmen sollen das Geschäft vereinfachen und die Effizienz steigern, teilte GAM am Donnerstag mit. Auch das "Kontrollumfeld" solle weiter verbessert werden.

    GAM leidet seit der Suspendierung des Investment-Managers Tim Haywood im Juli unter hohen Geldabflüssen. Haywood wurde ein nicht korrektes Risikomanagement vorgeworfen, sodass der von ihm verwaltete Fonds geschlossen wurde und derzeit liquidiert wird. Anfang November trat in Folge der Affäre dann Alexander Friedman als CEO zurück. Interimistisch übernahm David Jacob die Führung.

    Weitere Abflüsse

    Von Ende September bis Ende November ist es zu weiteren Nettoabflüssen gekommen, wie es am Donnerstag hiess. Wegen der erwarteten tieferen verwalteten Vermögen und der geringeren Profitabilität komme es 2018 zu einem Wertminderungsaufwand bezüglich Goodwill in Höhe von rund 885 Millionen Franken. Weitere Wertberichtigungen fallen auf Investment-Management- und Kundenverträge an.

    Unter dem Strich erwartet der Asset Manager für das Geschäftsjahr 2018 einen Nettoverlust nach IFRS von rund 925 Millionen Franken, nach einem Reingewinn von 123,2 Millionen im Jahr zuvor. Auch für 2019 rechnet GAM noch mit "erheblich tieferen" Resultaten als im ersten Halbjahr 2018 und im Gesamtjahr 2018.

    Auf eine Dividende soll angesichts der prekären Lage für 2018 verzichtet werden. Ab 2019 sei eine Ausschüttung von mindestens 50 Prozent des zugrundeliegenden Reingewinns anvisiert.

    Stellenabbau um 10 Prozent

    Im Rahmen der Restrukturierung sollen im Laufe des Jahres 2019 konzernweit rund 10 Prozent der Stellen abgebaut werden. Die bereits angekündigten Anpassungen im Portfoliomanagement seien darin enthalten, hiess es weiter in der Mitteilung. In das Kerngeschäft werde indes weiter investiert.

    Mithilfe der Restrukturierung sollen die fixen Personal- und Sachkosten bis Ende 2019 mindestens um 40 Millionen Franken reduziert werden - gegenüber der annualisierten Kostenbasis zum Halbjahr 2018 von 282,2 Millionen. Die Einsparungen würden sich allerdings erst in den Ergebnissen für 2020 vollständig niederschlagen.

    Am 21. Februar 2019 werde mit der Bekanntgabe der endgültigen Ergebnisse für das Gesamtjahr 2018 über strategische Prioritäten, die Konzernziele und weitere Details des Restrukturierungsprogramms informiert.

    ys/tt

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  • 11.12.2018 GAM stellt 18 Investmentmanager auf die Strasse

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

    Story

    GAM stellt 18 Investmentmanager auf die Strasse

    11.12.2018 | 11:43:32

    Zürich (awp) - Der unter Vermögensabflüssen leidende Fondsspezialist GAM baut nach dem Zwischenfall mit dem suspendierten Investmentmanager Tim Haywood wie angekündigt Arbeitsplätze ab. Konkret sollen 18 leitende Investmentmanagerpositionen abgebaut werden, 14 davon in Zürich und deren vier in London, wie AWP von einer mit der Sache vertrauten Person erfahren hat.

    "Alle Mitarbeiter bei GAM sind nun sehr besorgt", erklärte die anonyme Quelle weitere. "Die Mitarbeiter hatten vom Management eigentlich erwartet, dass es schon früher handelt, nicht erst jetzt", um ein klares Signal an den Markt zu senden, hiess es weiter. Die Abgänge würden sich nun bestimmt positiv auf die Kosten auswirken, da die freigestellten Führungskräfte hohe Boni-Bezüger gewesen seien.

    Mit den Aussagen konfrontiert, erklärte ein offizieller Sprecher des Unternehmens, dass "die Restrukturierung in den Investmentteams" - insbesondere bei Festverzinslichen und bei Aktien - tatsächlich in vollem Gange sei. Ziel sei es, effizienter zu werden. Die konkrete Anzahl der betroffenen Stellen wollte der Sprecher jedoch nicht bestätigten. Er sagte bloss, dass "der Prozess noch am Laufen ist".

    Ausgelöst durch Whistleblower

    Mitte November - zwei Wochen nach dem Ausscheiden von Ex-Chef Alexander Friedman - hatte der neue GAM-Chef David Jacob in einer internen Mitteilung die Zusammenlegung von Teams in den Bereich Anleihen- und Aktieninvestments bereits angekündigt. Dabei werde es zu "Redundanzen" und entsprechend zu Entlassungen kommen, hatte ein GAM-Sprecher damals erklärt.

    Ausgelöst worden war die interne Untersuchung gegen den Investmentmanager Haywood ursprünglich durch die Informationen eines Whistleblowers. In der Folge hatte GAM die Liquidierung der von diesem verwalteten Fonds der "Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF)" beschlossen. Alleine im dritten Quartal waren die von GAM verwalteten Vermögen daher um 11 Prozent geschrumpft.

    Die Aktie von GAM ging seit Bekanntwerden der Neuigkeiten auf Talfahrt. Seit dem letzten Sommer sank ihr Wert um 57 Prozent, von ursprünglich 11,50 Franken Mitte Juli auf heute noch etwa 4,40 Franken. Der SPI-Index als Benchmark fiel im Berichtszeitraum bloss um 6,3 Prozent.

    al/kw/rw

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  • 10.12.2018 GAM-Partner Atlanticomnium verstärkt Kreditmarkt-Team

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

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    GAM-Partner Atlanticomnium verstärkt Kreditmarkt-Team

    10.12.2018 | 12:25:00

    Genf (awp) - Die auf Kreditmärkte spezialisierte Genfer Firma Atlanticomnium hat Patrick Smouha zum Co-Manager der Credit Opportunities Strategien von GAM ernannt. Smouha sei derzeit als Assistant Fund Manager für den Handel und die Ausführung von Transaktionen verantwortlich und werde ab Januar 2019 zusammen mit den bisherigen Managern Anthony Smouha und Grégoire Mivelaz das Team in Genf leiten.

    Die Credit Opportunities Strategien von GAM zielen laut einer Mitteilung vom Montag darauf ab, ein konstantes Einkommen aus Anleihen von sogenannten Investment-Grade-Unternehmen zu erzielen. Der Schwerpunkt liege dabei auf nachrangigen Anleihen.

    sta/yr

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  • 20.11.2018 Vermögensverwalter GAM legt Teams zusammen und baut Stellen ab

    Betroffene Wertpapiere

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    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

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    Vermögensverwalter GAM legt Teams zusammen und baut Stellen ab

    20.11.2018 | 15:38:58

    Zürich (awp) - Bei dem unter Vermögensabflüssen leidenden Fondsspezialisten GAM kommt es zwei Wochen nach dem Führungswechsel zu einem Abbau von Arbeitsplätzen.

    Der neue GAM-Chef David Jacob hat in einer internen Mitteilung die Zusammenlegung von Teams in den Bereich Anleihen- und Aktieninvestments angekündigt. Dabei werde es zu "Redundanzen" kommen, wie ein GAM-Sprecher am Dienstag entsprechende Medienberichte bestätigte.

    Laut der internen Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AWP vorliegt, werden im Anleihenbereich die Kapazitäten in London, Zürich und New York zusammengelegt, im Aktienbereich soll die Europa-Expertise zu einem Team verschmolzen werden. Zum möglichen Umfang des Stellenabbaus machte der Unternehmen gegenüber AWP keine Angaben. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf Branchenkreise vom Wegfall von rund 20 Arbeitsplätzen berichtet.

    Chefwechsel wegen Krise

    Der langjährige GAM-CEO Alexander Friedman war Anfang November abgetreten, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Monaten Vermögensabflüsse in Milliardenhöhe hinnehmen musste. Interimistisch übernahm David Jacob die Führung des Asset Managers, die Suche nach einem neuen Gruppenchef sei eingeleitet, hiess es damals.

    Auslöser für die hohen Vermögensabflüsse war die Suspendierung des Investment-Managers Tim Haywood. In der Folge der im Juli erfolgten Suspendierung hatte der Vermögensverwalter die Liquidierung der von Haywood verwalteten Fonds der "Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF)" beschlossen. Alleine im dritten Quartal waren die von GAM verwalteten Vermögen um 11 Prozent geschrumpft.

    Beobachter erwarten von der GAM-Führung seit einiger Zeit wegen der sinkenden Erträge einen Kostenabbau. Auch der GAM-Sprecher bestätigte, dass das Unternehmen derzeit prüfe, wie es die Effizienz weiter verbessern könne.

    tp/jb

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  • 06.11.2018 Vermögensverwalter GAM wechselt Chef aus - Friedman geht per sofort

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

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    Vermögensverwalter GAM wechselt Chef aus - Friedman geht per sofort

    06.11.2018 | 12:20:53

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM wechselt nach den milliardenschweren Vermögensabflüssen der letzten Monate seinen Chef aus. CEO Alexander Friedman verlässt das Unternehmen per sofort. Interimistisch übernimmt Verwaltungsratsmitglied David Jacob die Position, die Suche nach einem neuen Gruppenchef ist eingeleitet.

    Friedman und der Verwaltungsrat hätten sich "darauf geeinigt, dass der nächste Entwicklungsschritt des Unternehmens unter neuer Führung angegangen werden" solle, teilte GAM am Dienstag mit. Der Fokus des Interims-CEO Jacob soll nun auf der weiteren Umsetzung der GAM-Strategie sowie auf der Profitabilität liegen.

    GAM leidet seit Suspendierung des Investment-Managers Tim Haywood unter hohen Geldabflüssen. In der Folge der im Juli erfolgten Suspendierung hatte der Vermögensverwalter die Liquidierung der von Haywood verwalteten Fonds der "Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF)" beschlossen. Alleine im dritten Quartal schrumpften die von GAM verwalteten Vermögen um 11 Prozent auf noch 146,1 Milliarden Franken.

    Kein Zeitrahmen

    Der neue Interims-CEO Jacob ist seit April 2017 Mitglied des GAM-Verwaltungsrats. Der 1964 geborene US-britische Doppelbürger war bei verschiedenen Finanzinstituten in leitender Funktion tätig. Von 2014 bis 2016 war er CEO des Londoner Bondspezialisten Rogge Global Partners, der 2017 von Allianz Global Investors übernommen wurde.

    Einen Zeitrahmen für die Suche nach einem neuen CEO habe sich GAM bewusst nicht gegeben, sagte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. "Wir wollen uns Zeit nehmen, um die beste Person zu finden." Dabei schaue sich GAM sowohl unternehmensintern wie extern nach einem Nachfolger für Friedman um. Interims-CEO Jacob stehe dabei als Nachfolger definitiv nicht zur Verfügung.

    Hohe Vergütungen

    Der GAM-Verwaltungsrat dankt Friedman in der Mitteilung für seine Leistungen. Er habe das Geschäft "während einer Zeit beispielloser Herausforderungen kompetent geführt", hiess es. Bei seiner Entscheidung im Juli, den "Investment Director" zu suspendieren, habe er "die volle Unterstützung des Verwaltungsrates" gehabt, betonte das Unternehmen.

    Friedman hatte das Amt des GAM-CEO im Herbst 2014 übernommen. Er war in den letzten Jahren nicht zuletzt auch wegen hoher Lohnbezüge immer wieder in die Kritik geraten. Im Jahr 2017 hatte die GAM-Generalversammlung nach scharfer Kritik eines Hedgefonds gar die vorgesehenen Management-Vergütungen abgelehnt.

    Zu allfälligen Abgangsentschädigungen für Friedman wollte der GAM-Sprecher am Dienstag keine Angaben machen. Über die Entschädigungen werde man bei der Publikation des Vergütungsbericht im kommenden Jahr informieren, sagte er.

    Harte Entscheide

    Am Aktienmarkt wurde der Abgang Friedmans als "überfälliger Schritt" bezeichnet. Neben der "Haywood-Affäre" und einer "umstrittenen Kommunikation" sei GAM in den vergangenen Monaten auch mit einem hohen Abschreiber für die 2016 übernommene Cantab und einer insgesamt unbefriedigende Fonds-Performance aufgefallen, erinnert etwa die ZKB.

    Zudem dürften die Vermögensabflüsse für GAM noch nicht ausgestanden sein: Beobachter gehen davon aus, dass sich diese im Oktober zwar verringert hätten, aber "weiterhin signifikant" seien - die Bank Vontobel schätzt die Abflüsse auf über 1 Milliarde Franken. Da nun die Kosten an die deutlich gesunkenen Erträge angepasst werden müssen, dürften dem neuen GAM-Management nun "harte Entscheide" bevorstehen.

    Aktie sinkt

    GAM war in den vergangenen Wochen auch als mögliches Ziel für eine Übernahme genannt worden. Laut einem Bericht der "Financial Times" soll etwa die britische Schroders Interesse an einem Teil des Unternehmens bekundet haben. Bei GAM würden solche Gerüchte weiterhin nicht kommentiert, hiess es.

    Am Aktienmarkt sind die GAM-Titel zunächst mit klaren Gewinnen in den Handel gestartet, die allerdings im Verlauf des Vormittags kontinuierlich abbröckelten. Gegen Mittag liegen die Aktien um 3,7 Prozent im Minus bei 5,85 Franken.

    tp/ys

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  • 06.11.2018 Vermögensverwalter GAM sucht neuen Chef - Friedman geht per sofort

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    GAM Hldg N 3.122 -0.27 -8.07% 17.19 2.76 1'960'808

    Story

    Vermögensverwalter GAM sucht neuen Chef - Friedman geht per sofort

    06.11.2018 | 08:40:02

    (Meldung mit Angaben von GAM-Sprecher ergänzt)

    Zürich (awp) - Der unter hohen Geldabflüssen leidende Vermögensverwalter GAM muss einen neuen Chef suchen. Der derzeitige CEO Alexander Friedman, der unter starker Kritik stand, verlässt das Unternehmen per sofort. Interimistisch übernimmt David Jacob, Mitglied des Verwaltungsrats, die CEO-Position. Gleichzeitig wurde die Suche nach einem neuen Gruppenchef eingeleitet.

    Friedman und der Verwaltungsrat hätten sich "darauf geeinigt, dass der nächste Entwicklungsschritt des Unternehmens unter neuer Führung angegangen werden" solle, teilte GAM am Dienstag mit. Die Rolle von Interims-CEO Jacob sei es sicherzustellen, dass das Unternehmen die erforderlichen Massnahmen "so rasch als möglich" umsetzt, schreibt GAM. Weitere Informationen würden "zu gegebener Zeit" kommuniziert.

    Kein Zeitrahmen

    Der Brite Jacob ist seit April 2017 Mitglied des Verwaltungsrats und hatte laut Mitteilung bereits Führungspositionen bei anderen Vermögensverwaltern inne. Von 2014 bis 2016 war er CEO des Londoner Bondspezialisten Rogge Global Partners, der 2017 von Allianz Global Investors übernommen wurde.

    Einen Zeitrahmen für die Suche nach einem neuen CEO habe sich GAM bewusst nicht gegeben, ergänzte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. "Wir wollen uns Zeit nehmen, um die beste Person zu finden." Dabei schaue sich GAM sowohl intern wie extern nach einem Nachfolger für Friedman um. Interims-CEO Jacob sei allerdings kein Kandidat.

    GAM leidet unter Geldabflüssen in Milliardenhöhe, seitdem der Investment-Manager Tim Haywood Ende Juli nach Kritik an seinem Umgang mit dem Risikomanagement suspendiert worden war. In der Folge hatte GAM die Liquidierung der von Haywood betreuten Fonds beschlossen.

    Per Ende September lagen die von GAM verwalteten Vermögen noch bei 146,1 Milliarden Franken gegenüber 163,8 Milliarden per Ende Juni, wie das Unternehmen Ende Oktober mitgeteilt hatte. Der Kurs der GAM-Aktie fiel Ende Oktober auf einen Tiefstwert von 5,37 Franken, nachdem sie im Februar 2018 noch bei über 18 Franken gehandelt worden war.

    Kritik wegen hoher Löhne

    Der GAM-Verwaltungsrat dankt Friedman in der Mitteilung für seine Leistungen. Er habe das Geschäft "während einer Zeit beispielloser Herausforderungen" kompetent geführt, hiess es. Während seiner Zeit als CEO habe er ein umfangreiches Umbauprogramm vorangetrieben. Und bei seiner Entscheidung im Juli, einen "Investment Director" zu suspendieren, habe er "die volle Unterstützung des Verwaltungsrates" gehabt.

    Friedman übernahm das Amt des GAM-CEO im Herbst 2014. Er war aber unter anderem auch wegen hoher Lohnbezüge immer wieder in die Kritik geraten. Im Jahr 2017 hatte die GAM-Generalversammlung nach scharfer Kritik eines Hedgefonds gar die Management-Vergütungen abgelehnt.

    Zu allfälligen Abgangsentschädigungen für Friedman wollte der GAM-Sprecher am Dienstag keine Angaben machen. Über die Entschädigungen werde man bei der Publikation des Vergütungsbericht im kommenden Jahr informieren, sagte er.

    Applaus an Börse erwartet

    Am Aktienmarkt dürfte der Wechsel an der GAM-Spitze begrüsst werden. Im vorbörslichen Handel notiert die GAM-Aktie am Dienstagmorgen um 7,3 Prozent im Plus.

    tp/ys

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG