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  • 11.06.2019 GAM ernennt in Australien Alison Wallis zur Leiterin Institutional Business

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    GAM Hldg N 4.444 -0.02 -0.36% 14.70 2.76 711'505

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    GAM ernennt in Australien Alison Wallis zur Leiterin Institutional Business

    11.06.2019 | 09:09:38

    Zürich (awp) - Das Fondshaus GAM hat in Australien Alison Wallis zur Leiterin des Geschäfts mit institutionellen Kunden ernannt. Wallis wird von der Filiale in Sidney aus arbeiten und an Alex Zaika, den Chef von GAM-Australien, rapportieren.

    In ihrer Funktion werde Alison Wallis für die Entwicklung des Geschäfts und die Betreuung von institutionellen Kunden verantwortlich sein, teilte GAM am Dienstag mit. Ihre Ernennung sei auch aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach Pensionsfonds erfolgt.

    Wallis wechselt von der australischen Investmentgesellschaft Brookvine zu GAM. Bei Brookvine war während sechs Jahren sie ebenfalls für das Geschäft mit institutionellen Kunden verantwortlich.

    mk/ra

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  • 24.05.2019 GAM-Aktien nach Einstieg von George Soros über Investmentvehikel gesucht

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    GAM-Aktien nach Einstieg von George Soros über Investmentvehikel gesucht

    24.05.2019 | 18:43:53

    (Mit Schlusskurs wiederholt)

    Zürich (awp) - Die Aktien von GAM notieren am Freitag im früheren Handel deutlich höher. Der Vermögensverwalter hat einen neuen Aktionär, hinter dem niemand geringerer als der ungarisch-stämmige US-Investor George Soros steckt.

    GAM-Aktien schossen bis Börsenschluss um 15,4 Prozent auf 4,67 Franken in die Höhe, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI um 0,7 Prozent zulegte. Im laufenden Jahr ist die GAM-Aktie damit um 21 Prozent geklettert.

    2018 waren die Titel um Dreiviertel eingebrochen. Besonders belastet hatte die Affäre um den im Sommer suspendierten Investmentmanager Tim Haywood, der später wegen angeblich schweren Fehlverhaltens entlassen wurde. Im Dezember erreichte die Aktie einen Tiefpunkt bei 2,76 Franken.

    Nun hält neu SFM UK Management LLP - SFM steht für Soros Fund Management - eine Beteiligung von 3 Prozent an GAM, wie aus einer Beteiligungsmeldung an die Schweizer Börse SIX vom Freitag hervorgeht. Entstanden ist die Meldepflicht am 16. Mai 2019 durch den Erwerb von Aktien. Ob die Position von 0 auf 3 Prozent aufgebaut wurde oder in den vergangenen Wochen sukzessive, ist nicht klar. Erst ab einer Schwelle von 3 Prozent muss ein Investor die Beteiligung offenlegen.

    Üblicherweise stehen die grossen Investmentgesellschaft im Kontakt mit den Unternehmen und führen eine umfassende "Due Diligence" durch, bevor sie sich für eine Investition entscheiden. Ein GAM-Sprecher wollte die Beteiligung auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

    Die in London ansässige SFM UK Management ist eine Tochtergesellschaft des Soros Fund Management - dem Hedgefonds der Investoren-Legende George Soros - und versorgt diesen mit Investment Management Services.

    ys/uh

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  • 24.05.2019 Neuer GAM-CEO soll offenbar mit Tim Rainsford ein interner Mann werden

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    Neuer GAM-CEO soll offenbar mit Tim Rainsford ein interner Mann werden

    24.05.2019 | 17:10:00

    Zürich (awp) - Beim Assetmanager GAM soll sich bei der Suche nach einem neuen CEO eine interne Lösung abzeichnen. Favorit für den Posten sei der Verkaufschef Tim Rainsford, heisst es in einem Artikel der Nachrichtenagentur Reuters. Diese bezieht sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Im Rennen um den Platz an der operativen Spitze ist laut der Agentur auch der Investment-Chef Matthew Beesley.

    Seit dem Rücktritt von CEO Alexander Friedman im vergangenen November leitet der Verwaltungsrat David Jacob das Unternehmen interimistisch.

    GAM wollte die Spekulationen auf Anfrage von AWP nicht kommentieren. Die Suche nach einem definitiven Nachfolger für Friedman laufe sowohl intern als auch extern weiter, sagte ein Sprecher. Mit Jacob verfüge das Unternehmen derzeit aber über eine gute Lösung für die Führung es Unternehmens, deshalb bestehe auch kein Zeitdruck.

    cf/kw

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  • 24.05.2019 Neuer GAM-CEO soll mit Tim Rainsford ein interner Mann werden

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    Neuer GAM-CEO soll mit Tim Rainsford ein interner Mann werden

    24.05.2019 | 16:58:26

    Zürich (awp) - Beim Assetmanager GAM soll sich bei der Suche nach einem neuen CEO eine interne Lösung abzeichnen. Favorit für den Posten sei der Verkaufschef Tim Rainsford, heisst es in einem Artikel der Nachrichtenagentur Reuters. Diese bezieht sich dabei auf mit der Sache vertraute Personen. Im Rennen um den Platz an der operativen Spitze ist laut der Agentur auch der Investment-Chef Matthew Beesley.

    Seit dem Rücktritt von CEO Alexander Friedman im vergangenen November leitet der Verwaltungsrat David Jacob das Unternehmen interimistisch.

    GAM wollte die Spekulationen auf Anfrage von AWP nicht kommentieren. Die Suche nach einem definitiven Nachfolger für Friedman laufe sowohl intern als auch extern weiter, sagte ein Sprecher. Mit Jacob verfüge das Unternehmen derzeit aber über eine gute Lösung für die Führung es Unternehmens, deshalb bestehe auch kein Zeitdruck.

    cf/kw

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  • 24.05.2019 GAM-Aktien nach Einstieg von George Soros über Investmentvehikel gesucht

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    GAM-Aktien nach Einstieg von George Soros über Investmentvehikel gesucht

    24.05.2019 | 09:49:15

    Zürich (awp) - Die Aktien von GAM notieren am Freitag im früheren Handel deutlich höher. Der Vermögensverwalter hat einen neuen Aktionär, hinter dem niemand geringerer als der ungarisch-stämmige US-Investor George Soros steckt.

    GAM legen gegen 9.30 Uhr 7,9 Prozent auf 4,37 Franken zu, während der Gesamtmarkt gemessen am SPI lediglich leicht im Plus steht. Im laufenden Jahr notiert die GAM-Aktie aktuell 13 Prozent höher und bleibt damit hinter dem Gesamtmarkt zurück (SPI +18,6%).

    2018 waren die Titel um Dreiviertel eingebrochen. Besonders belastet hatte die Affäre um den im Sommer suspendierten Investmentmanager Tim Haywood, der später wegen angeblich schweren Fehlverhaltens entlassen wurde. Im Dezember erreichte die Aktie einen Tiefpunkt bei 2,76 Franken.

    Nun hält neu SFM UK Management LLP - SFM steht für Soros Fund Management - eine Beteiligung von 3 Prozent an GAM, wie aus einer Beteiligungsmeldung an die Schweizer Börse SIX vom Freitag hervorgeht. Entstanden ist die Meldepflicht am 16. Mai 2019 durch den Erwerb von Aktien. Ob die Position von 0 auf 3 Prozent aufgebaut wurde oder in den vergangenen Wochen sukzessive, ist nicht klar. Erst ab einer Schwelle von 3 Prozent muss ein Investor die Beteiligung offenlegen.

    Üblicherweise stehen die grossen Investmentgesellschaft im Kontakt mit den Unternehmen und führen eine umfassende "Due Diligence" durch, bevor sie sich für eine Investition entscheiden. Ein GAM-Sprecher wollte die Beteiligung auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

    Die in London ansässige SFM UK Management ist eine Tochtergesellschaft des Soros Fund Management - dem Hedgefonds der Investoren-Legende George Soros - und versorgt diesen mit Investment Management Services.

    ys/uh

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  • 08.05.2019 GAM-Aktionäre verweigern Entlastung - Fondsmanager vor den Türen

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    GAM-Aktionäre verweigern Entlastung - Fondsmanager vor den Türen

    08.05.2019 | 15:44:42

    (Meldung nach Abschluss der Generalversammlung ergänzt)

    Zürich (awp/reu) - Die Aktionäre des Fondshauses GAM haben der Firmenspitze einen Denkzettel verpasst. Auf der Generalversammlung am Mittwoch verweigerten die Eigner der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat die Entlastung.

    Mit 49,43 Prozent lag die Zustimmungsrate knapp unter der erforderlichen Schwelle von 50 Prozent. Das Votum hat zwar keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen. Dennoch können nun sämtliche Aktionäre eine sogenannte Verantwortlichkeitsklage einreichen.

    Allerdings rechnet GAM nun nicht mit Klagen seitens der Eigentümer, wie ein GAM-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP sagte. Vor einer Entlastung hätten die Aktionäre wohl den Abschluss der Liquidation der ARBF-Fonds des suspendierten Investment-Managers Tim Haywood abwarten wollen, vermutete er. Abgeschlossen werden solle die im Juli: "Von diesem Standpunkt aus kam die Generalversammlung wohl zu früh", sagte der Sprecher.

    Ein solches Misstrauensvotum seitens einer Generalversammlung ist selten. Vergangene Woche hatten sich allerdings auch die UBS-Aktionäre gegen die Entlastung der Konzernleitung und des Aufsichtsgremiums ausgesprochen.

    Nur 72 Prozent für Vergütungsbericht

    Alle anderen Punkte wurden von den GAM-Aktionären abgesegnet. Katia Coudray, Jacqui Irvine und Monika Machon wurden etwa als neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt; Benjamin Meuli, Nancy Mistretta und David Jacob wurden als Mitglieder des Gremiums bestätigt. Und Hugh Scott-Barrett wurde zum Präsidenten des Verwaltungsrats wiedergewählt.

    Die Aktionäre genehmigten zudem in einer freiwilligen Konsultativabstimmung den Vergütungsbericht für 2018, aller ding mit "nur" 72 Prozent Ja-Stimmen. Die Vergütungen von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat in den Jahren 2018 und 2019 vereinigteb rund 90 Prozent Ja-Stimmen auf sich.

    Turbulentes Jahr

    GAM blickt wegen massiver Geldabflüsse auf ein turbulentes Jahr zurück. Auslöser war die Suspendierung von Fondsmanager Tim Haywood im vergangenen Juli. Das Unternehmen wirft ihm Verstösse gegen interne Richtlinien vor. Nach dem Vorfall leitete die Gesellschaft die Liquidierung der von dem Mann verwalteten milliardenschweren Anleihen-Fonds ein.

    In der Folge zogen die Kunden allerdings auch aus anderen Anlagevehikeln Gelder ab. Der Börsenkurs kollabierte und Firmenchef Alexander Friedman wurde ersetzt.

    Haywood vor den Türen

    Einlass in die Generalversammlung begehrte am Mittwoch auch der inzwischen entlassene Haywood. Laut eigenen Angaben hatte er GAM-Aktien gekauft um an der Versammlung teilzunehmen. Einlass erhielt er allerdings nicht. Laut dem GAM-Sprecher hatte es der Brite versäumt, seine Aktien ins Aktionärsregister eintragen zu lassen, womit er auch nicht teilnahmeberechtigt war.

    Haywood hatte gegen die Genehmigung des Geschäftsberichts stimmen wollen, wie er gegenüber Journalisten sagte. Der Geschäftsbericht enthalte seiner Meinung nach nämlich falsche Anschuldigungen gegen ihn.

    tp/jb

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  • 08.05.2019 GAM-Aktionäre verweigern Firmenspitze die Entlastung

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    GAM-Aktionäre verweigern Firmenspitze die Entlastung

    08.05.2019 | 11:15:00

    Zürich (awp/reu) - Die Aktionäre des Fondshauses GAM haben der Firmenspitze einen Denkzettel verpasst. Auf der Generalversammlung am Mittwoch verweigerten die Eigner der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat die Entlastung.

    Mit 49,43 Prozent lag die Zustimmungsrate knapp unter der erforderlichen Schwelle von 50 Prozent. Das Votum hat zwar keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen. Dennoch können nun sämtliche Aktionäre eine sogenannte Verantwortlichkeitsklage einreichen.

    Ein solches Misstrauensvotum ist selten. Vergangene Woche hatten sich die UBS-Aktionäre gegen die Entlastung der Konzernleitung und des Aufsichtsgremiums ausgesprochen.

    Entlassener Fondsmanager darf nicht rein

    GAM blickt wegen massiver Geldabflüsse auf ein turbulentes Jahr zurück. Auslöser war die Suspendierung eines Fondsmanagers Ende Juli. Das Unternehmen wirft ihm Verstösse gegen interne Richtlinien vor. Nach dem Vorfall liquidierte die Gesellschaft die von dem Mann verwalteten Anleihen-Fonds.

    Auch aus anderen Anlagevehikeln zogen die Anleger Gelder ab. Der Börsenkurs kollabierte und Firmenchef Alexander Friedman wurde ersetzt.

    Der Fondsmanager wurde inzwischen entlassen. Dennoch kaufte er eigenen Angaben zufolge im März oder April Aktien des Fondshauses. Um gegen die Genehmigung des Geschäftsberichts zu stimmen, wollte er an der Aktionärsversammlung teilnehmen. Denn dieser enthalte seiner Meinung nach falsche Anschuldigungen gegen ihn, sagte er zu Journalisten.

    GAM habe ihm aber mitgeteilt, ein Verfahrensfehler bei der Registrierung der Aktien führe dazu, dass er an der Generalversammlung nicht teilnehmen könnte. GAM konnte für eine Stellungnahme bislang nicht erreicht werden.

    jb/

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  • 26.04.2019 Presse: Aktionärsberater empfehlen Nicht-Entlastung für GAM-VR und GL

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    Presse: Aktionärsberater empfehlen Nicht-Entlastung für GAM-VR und GL

    26.04.2019 | 08:05:00

    Zürich (awp) - Die Stimmrechtsberater Glass Lewis und Ethos empfehlen den Aktionären des Vermögensverwalters GAM, an der kommenden Generalversammlung am 8. Mai dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung die Entlastung zu verwehren. Das berichtet die "Financial Times" am Freitag.

    Im vergangenen Jahr war GAM durch die Entlassung des Investmentmanagers Tim Haywood wegen "schweren Fehlverhaltens" und der Auflösung der von ihm verwalteten Fonds in Turbulenzen geraten. Der Schritt, die Entlastung zu verweigern, sei in der Schweiz üblich und erleichtere es, zu einem späteren Zeitpunkt rechtliche Forderungen zu stellen, hiess es weiter.

    Laut der Zeitung äusserten sowohl Ethos als auch Glass Lewis Zweifel daran, ob die internen Kontrollmechanismen bei GAM in der Affäre ordentlich funktioniert hätten.

    yr/kw

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  • 18.04.2019 GAM-Titel steigen nach Medienberichten um Käufersuche

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    GAM-Titel steigen nach Medienberichten um Käufersuche

    18.04.2019 | 16:53:55

    Zürich (awp) - Die Titel des angeschlagenen Asset Managers GAM legen am Donnerstag an der Schweizer Börse nach einem Medienbericht um einen möglichen Verkauf des Unternehmens stark zu. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Nachmittag, dass das Finanzinstitut über Investmentbanken nach einem Käufer für sich selbst suche.

    Die GAM-Führung untersuche mit den US-Banken JPMorgan und Citigroup mehrere Optionen, die von einem mehrheitlichen Verkauf bis zum Verkauf eines Minderheitsanteils reichten, schrieb Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Auch ein Management-Buyout sei eine Option. Ein GAM-Sprecher erklärte auf AWP-Anfrage lediglich, dass das Unternehmen Marktgerüchte nicht kommentiere.

    Laut Bloomberg wurden bereits verschiedene potenzielle Käufer kontaktiert, die nun bis Anfang Mai ein allfälliges Interesse bekunden könnten. Unter den Interessenten seien diverse Banken, Asset Manager und Versicherer, darunter die Genfer Union Banque Privée (UBP), die französische Natixis aber auch Beteiligungsgesellschaften.

    Um GAM gibt es immer wieder Verkaufsgerüchte. Diese wurden auch durch Aussagen des Managements angeheizt: Es würden alle Optionen geprüft würden, um den Aktionärswert zu optimieren, hatte Verwaltungsratspräsident Hugh Scott-Barret im vergangenen Sommer gesagt. Das Finanzinstitut war damals in eine tiefe Krise geraten, nachdem es den Investment Manager Tim Haywood suspendiert hatte.

    In der Folge musste es die von ihm verwalteten Fonds liquidieren und erlitt Geldabflüsse in Milliardenhöhe. Am Mittwoch erklärte GAM anlässlich der Zahlenvorlage zum ersten Quartal, dass bei der Liquidierung der betroffenen Strategien nun ein Ende in Sicht sei.

    An der Börse SIX notieren die GAM-Aktien gegen 16.50 Uhr noch um 8,7 Prozent im Plus auf 4,38 Franken, nachdem sie zwischenzeitlich auf ein Tageshoch von 4,92 Franken angestiegen waren. Bereits am Mittwoch hatten die Titel nach dem Quartalsbericht um 15 Prozent zugelegt. Im Vergleich zum Stand von vor einem Jahr haben die Aktien aber immer noch rund 75 Prozent verloren.

    tp/ys

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  • 17.04.2019 GAM-Titel nach Zwischenbericht und Update zur Fonds-Liquidierung stark gesucht

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    GAM-Titel nach Zwischenbericht und Update zur Fonds-Liquidierung stark gesucht

    17.04.2019 | 10:05:02

    Zürich (awp) - Die Aktien des Vermögensverwalters GAM ziehen am Mittwoch im frühen Handel deutlich an, obwohl es im ersten Quartal zu weiteren Abflüssen im "Investment Management" gekommen ist. Zuversichtlich stimmt Analysten, dass bei der laufenden Liquidierung der ARBF-Strategien ein Ende in Sicht ist.

    GAM gewinnen gegen 9.45 Uhr 8,2 Prozent auf 3,80 Franken, in einem ansonsten wenig bewegten Gesamtmarkt. Im vergangenen Jahr waren die Titel um drei Viertel eingebrochen und notierten im Tief im Dezember bei 2,76 Franken. Mit dem aktuellen Plus sind sie mittlerweile in etwa auf dem Stand von Ende 2018 (3,86 Franken).

    Der Abschluss der Liquidierung der ARBF-Strategien bis Mitte 2019 sei positiv, wenn Verluste verhindert werden können, kommentiert Vontobel die Ankündigungen vom Morgen. So komme die durch die Suspendierung des Investmentmanagers Tim Haywood losgetretene Misere zu einem Ende.

    Die Verkaufsvereinbarung für die restlichen Vermögenswerte der betroffenen Fonds sei klar positiv, schreibt zudem die UBS. Die zuständigen Analysten zeigten sich aber enttäuscht über das späte Datum. Sie hätten denn auch eine negative Aktienkursreaktion erwartet.

    Auch Vontobel schreibt mit Blick auf die negativen Aspekte: Die Abflüsse im Investment Management seien höher als erwartet, und die Mischung deute auf weiteren Druck auf die Marge bei den Gebühren hin.

    Bei den Abflüssen würden zudem besonders die aus den Aktienstrategien hervorstechen, "da man unseres Erachtens hier schlecht mit einem Überschwappen von ARBF-Effekten argumentieren kann", fügt die ZKB hinzu.

    Zwar sei die positive Entwicklung im "Private Labelling"-Geschäft erfreulich, aber das dürfte wohl nicht ausreichen, um den Markt von einer wesentlichen Veränderung des Investment Case zu überzeugen, heisst es zudem noch von der UBS mit Blick auf den zweiten tiefmargigen Bereich von GAM.

    "Weil die Firma per Saldo quer über die ganze Produktpalette weiterhin Assets verliert, sehen wir keinen Grund, warum man ausgerechnet jetzt auf einen Turnaround wetten sollte", zieht die ZKB das Fazit. Noch einmal einen Short neu aufzumachen ("nachdem wir unseren im August leider zu früh geschlossen hatten"), lohne sich auf dem jetzigen Kursniveau jedoch auch nicht mehr.

    ys/kw

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  • 17.04.2019 GAM erleidet weitere Abflüsse im Investment Management

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    GAM erleidet weitere Abflüsse im Investment Management

    17.04.2019 | 09:22:33

    (Ergänzt um mehr Details)

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat die verwalteten Vermögen nach dem starken Einbruch 2018 im ersten Quartal 2019 insgesamt wieder etwas gesteigert. Im wichtigen Geschäft "Investment Management" ist es allerdings zu weiteren Milliardenabflüssen gekommen.

    Im "Investment Management" seien in den ersten drei Monaten des Jahres 4,0 Milliarden Franken an Kundengeldern abgeflossen, teilte der Asset Manager am Mittwoch mit. Und das konnte durch positive Markt- und Wechselkursentwicklungen in der Höhe von 3,0 Milliarden nur teilweise ausgeglichen werden.

    Am Markt war zwar mit einem Anstieg der verwalteten Vermögen gerechnet worden, aber mit deutlich geringeren Abflüssen. Bereits im vergangenen Jahr war es zu massiven Abflüssen gekommen im Zuge der Affäre um den im Sommer 2018 suspendierten und später wegen "schweren Fehlverhaltens" entlassenen Investmentmanager Tim Haywood.

    Haywood war für die Absolute-Return-Bond-Strategie mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF) zuständig. Die betroffenen Fonds wurden zwei Tage nach seiner Suspendierung vom Handel ausgesetzt. Daraufhin zogen viele Anleger ihre Gelder ab, weshalb die Liquidierung beschlossen wurde.

    Schwierige Zeit "bald hinter uns"

    Der grösste Teil des Abflusses im ersten Quartal 2019 ist mit 2,3 Milliarden auf Aktienfonds zurückzuführen. Betroffen waren insbesondere Strategien in Europa und Asien. Allerdings profitierte der Aktienbereich gleichzeitig auch am stärksten von der positiven Entwicklung an den Märkten (+1,1 Milliarden).

    Die verwalteten Vermögen in der Sparte gingen somit im ersten Jahresviertel auf 55,1 Milliarden zurück von 56,1 Milliarden per Ende 2018.

    "Während sich die Anlageperformance über einen Drei- bzw. Fünfjahreszeitraum verbesserte, wurden die Nettomittelflüsse im ersten Quartal weiterhin von den Ereignissen rund um die ARBF-Strategien beeinflusst", liess sich der Interimschef David Jacob in der Mitteilung zitieren. "Diese schwierige Zeit" werde GAM aber bald hinter sich bringen.

    Liquidierung bis Mitte Juli

    Denn bis auf die letzte Gruppe von materiellen Vermögenswerten seien mittlerweile alle verkauft. Zudem sei über den Rest ebenfalls bereits eine Vereinbarung getroffen worden. GAM rechnet daher mit dem Abschluss der derzeit laufenden Liquidation der von Haywood betreuten Fonds bis Mitte Juli 2019.

    Konkret wurden jüngst zwei "gewichtige" ARBF-Positionen verkauft, wie es am Mittwoch hiess. Und in den nächsten Wochen erfolge eine weitere Ausschüttung, womit dann 89 bis 95 Prozent des Onshore-Fondsvermögen und 80 bis 84 Prozent des Offshore-Fondsvermögens an die Kunden zurückbezahlt sein dürften.

    Zudem habe sich GFG Alliance verpflichtet, alle ausstehenden verbrieften Schuldverschreibungen aus Energiekontrakten zu erwerben, die auf Konten gehalten werden, die in die ARBF-Strategie investiert wurden - dies zur gleichen Bewertung wie bei deren Kauf.

    Der Abschluss dieser Transaktion wird am oder vor dem 15. Juli 2019 erwartet. Die gesamte Ausschüttung wird je nach Fonds und Mandaten voraussichtlich zwischen 99,6 Prozent und 101,0 Prozent der zu Beginn der Liquidation gehaltenen Beträge, die im August 2018 beschlossen wurde, liegen.

    Weiterhin kein neuer CEO

    Im "Private Labelling"-Geschäft, in dem die Gesellschaft Fondslösungen für Dritte anbietet, erzielte das Unternehmen derweil Nettozuflüsse und die verwalteten Vermögen stiegen auf 82,3 Milliarden von 76,1 Milliarden Ende 2018. Die Assets under Management der gesamten Gruppe beliefen sich damit per Ende März 2019 auf 137,4 Milliarden Franken im Vergleich zu 132,2 Milliarden Ende 2018.

    Mit der laufenden Restrukturierung sieht sich GAM zudem auf Kurs. Man sei auf gutem Weg, die angestrebten Kosteneinsparungen von 40 Millionen Franken zu erreichen. Die Gesellschaft hatte angekündigt, im Laufe des Jahres rund 10 Prozent der Stellen abzubauen.

    GAM geht zudem nach wie vor davon aus, dass die Ergebnisse im ersten Halbjahr 2019 wegen der wesentlich geringeren verwalteten Vermögen im Investment Management und der damit verbundenen tieferen Einnahmen "deutlich" unter dem ersten Halbjahr 2018 liegen werden.

    Klarer Fokus bleibe es, "GAM wieder als einen führenden aktiven Asset Manager zu positionieren", so Jacob. Er folgte als CEO auf Zeit, nachdem Alexander Friedman Anfang November nach starker Kritik zurückgetreten war. Die Suche nach einem neuen Konzernchef läuft noch.

    ys/ra

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  • 17.04.2019 GAM im ersten Quartal mit weiteren Abflüssen im Investment Management

    Betroffene Wertpapiere

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    GAM im ersten Quartal mit weiteren Abflüssen im Investment Management

    17.04.2019 | 07:30:53

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat die verwalteten Vermögen im ersten Quartal 2019 insgesamt wieder etwas gesteigert nach dem starken Einbruch im vergangenen Jahr. Im wichtigen Geschäft "Investment Management" ist es allerdings zu weiteren Milliardenabflüssen gekommen.

    Der Nettoabfluss der Kundengelder belief sich im "Investment Management" auf 4,0 Milliarden Franken, teilte der Asset Manager am Mittwoch mit. Diese seien durch positive Markt- und Wechselkursentwicklungen von 3,0 Milliarden nur teilweise ausgeglichen worden. Die in dem Bereich verwalteten Vermögen gingen somit im ersten Jahresviertel auf 55,1 Milliarden zurück von 56,1 Milliarden per Ende 2018.

    Damit hat GAM Schätzungen von Analysten verfehlt: Vontobel und die ZKB hatten mit einem Anstieg der verwalteten Vermögen im Investment Management gerechnet und zwar im Umfang von 58,0 Milliarden beziehungsweise 57,6 Milliarden. Ausserdem waren sie von Netto-Abflüssen von 1,2 Milliarden beziehungsweise von 1,0 Milliarden ausgegangen.

    Es war bereits im vergangenen Jahr zu massiven Abflüssen gekommen im Zuge der Affäre um den suspendierten und anschliessend wegen "schweren Fehlverhaltens" entlassenen Investmentmanager Tim Haywood.

    Im "Private Labelling"-Geschäft, in dem die Gesellschaft Fondslösungen für Dritte anbietet, erzielte das Unternehmen hingegen Nettozuflüsse von 1,9 Milliarden sowie positive Markt- und Wechselkursentwicklungen von 4,3 Milliarden Franken. Die verwalteten Vermögen legten auf 82,3 Milliarden von 76,1 Milliarden Ende 2018 zu.

    Die Assets under Management (AuM) der gesamten Gruppe beliefen sich damit per Ende März 2019 auf 137,4 Milliarden Franken im Vergleich zu 132,2 Milliarden Ende 2018.

    Der Abschluss der derzeit laufenden Liquidation der von Haywood betreuten Fonds wird indes in den kommenden Monaten erwartet. In den nächsten zwei Wochen dürften zunächst 80 bis 95 Prozent je nach Fondsart an die Kunden zurückbezahlt sein, wie es am Mittwoch hiess.

    Mit Blick auf das laufende Jahr geht GAM nach wie vor davon aus, dass die Finanzergebnisse im ersten Halbjahr wegen der wesentlich geringeren verwalteten Vermögen im Investment Management und der damit verbundenen tieferen Einnahmen "deutlich" unter dem ersten Halbjahr 2018 liegen werden.

    ys/ra

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  • 04.04.2019 GAM nominiert drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat

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    GAM nominiert drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat

    04.04.2019 | 07:58:00

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat drei neue Mitglieder für den Verwaltungsrat nominiert. Katia Coudray, Jacqui Irvine und Monika Machon würden zur Wahl in das Aufsichtsgremium vorgeschlagen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in einem Communiqué mit.

    Alle drei Kandidatinnen verfügten über ausgewiesene berufliche Erfahrung in der Asset-Management-Branche, hiess es. Die Schweizerin Katia Coudray war von 2015 bis 2018 Chefin von Syz Asset Management. Die Britin Jacqui Irvine war bis 2018 Group General Counsel und Company Secretary der Janus Henderson Group. Und die deutsch-britische Doppelbürgerin Monika Machon war von 2013 bis 2016 Senior Vice President und Treasurer beim Versicherer AIG.

    Die drei nominierten Frauen ersetzen Diego du Monceau, Ezra Field und Monica Mächler, die sich an der ordentlichen Generalversammlung vom 8. Mai nicht mehr zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat stellen.

    Verwaltungsratspräsident soll Hugh Scott-Barrett bleiben. Zusätzlich sollen Benjamin Meuli, Nancy Mistretta und David Jacob erneut ins Aufsichtsgremium gewählt werden.

    jb/ys

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  • 29.03.2019 Presse: Liquidierung der umstrittenen GAM-Fonds verzögert sich

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    GAM Hldg N 4.444 -0.02 -0.36% 14.70 2.76 711'505

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    Presse: Liquidierung der umstrittenen GAM-Fonds verzögert sich

    29.03.2019 | 09:49:17

    Zürich (awp) - Beim Vermögensverwalter GAM dürfte sich die endgültige Liquidierung umstrittener Fonds, die der freigestellte Investmentmanager Tim Haywood betreut hatte, verzögern. Das schreibt die "Financial Times" am Freitag. Entscheidend ist, was mit den Schuldpapieren von Firmen des indisch-britischen Unternehmers Sanjeev Gupta geschehen wird.

    Ursprünglich habe man bei GAM gehofft, dass man die Fonds in den Monaten Januar und Februar an die Anleger zurückbezahlen könne, wie die Zeitung von der Firma nahestehender Quellen erfahren hat. Danach wurde der März als Ziel ausgegeben. Doch nun dürften sich die Transaktionen in den Monat April hinein verschieben, hiess es.

    Während ein Grossteil der 7,3 Milliarden Franken schweren Fonds rasch an die Anleger zurückbezahlt wurde, verbleiben den Angaben zufolge noch Papiere im Wert 1,5 Milliarden. Die noch ausstehenden Fonds stünden unter anderem mit Schuldpapieren von Firmen des Unternehmers Sanjeev Gupta im Zusammenhang.

    Sollte sich Gupta dazu entschliessen diese Schuldpapiere demnächst nicht an GAM zurückzubezahlen, dann müsse der Vermögensverwalter nach Käufern dafür suchen, die wohl einen deutlichen Abschlag auf den Papieren verlangen würden, so der Bericht weiter. Noch bleibt offen, ob Gupta zu zahlen bereit sei. Sowohl er als auch GAM hätten zu diesem Thema auf Anfrage der Zeitung nicht Stellung bezogen.

    Tim Haywood wurde bei GAM wegen Unregelmässigkeiten im Risikomanagement vergangenen Sommer suspendiert und dann wegen "schweren Fehlverhaltens" entlassen. Er betreute die Fonds mit der so genannten Absolute-Return-Bond-Strategie (ARBF), die liquidiert werden. Haywood soll auch die Transaktionen mit den Gupta-Firmen eingefädelt haben.

    mk/tt

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  • 21.02.2019 GAM von Manager-Affäre gebeutelt - Aktie bricht weiter ein

    GAM von Manager-Affäre gebeutelt - Aktie bricht weiter ein

    21.02.2019 | 14:08:24

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Der Vermögensverwalter GAM hat im vergangenen Jahr einen Verlust in Milliardenhöhe eingefahren. Nach der Affäre um den im Sommer 2018 freigestellten Investmentmanager Tim Haywood betreibt die Gesellschaft immer noch Schadensbegrenzung.

    Haywood wurde wegen Unregelmässigkeiten im Risikomanagement suspendiert. Mittlerweile ist die interne Untersuchung abgeschlossen und der Investmentmanager wurde wegen "schweren Fehlverhaltens" entlassen. Es seien erhebliche Mängel bei Fähigkeiten und Sorgfalt festgestellt worden, teilte GAM am Donnerstag mit. Das Unternehmen selbst muss die internen Kontrollen verbessern.

    Die von Haywood betreuten Fonds mit der so genannten Absolute-Return-Bond-Strategie (ARBF) werden derzeit liquidiert. Seit Mitte Dezember gab es wegen der volatilen Märkte jedoch keine weiteren Rückzahlungen an die Kunden. Die Liquidierung soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

    Auch Cantab-Übernahme Fehlschlag

    Die nach der Suspendierung von Haywood eingebrochenen verwalteten Vermögen sind im Dezember weiter gesunken - auf 132,2 Milliarden Franken und damit noch deutlich stärker als von Analysten erwartet. Ende 2017 verwaltete GAM noch Vermögen in Höhe von 158,7 Milliarden Franken.

    Wegen des massiven Rückgangs und der geringeren Profitabilität kam es 2018 zu einer Goodwill-Wertminderung in Höhe von 883,4 Millionen Franken. Aber nicht nur die Haywood-Geschichte belastete: Weitere 120,7 Millionen Wertminderung nach Steuern fielen auf die 2016 übernommene Cantab an. Restrukturierungskosten kosteten weitere 31 Millionen.

    Unter dem Strich lag der Nettoverlust nach IFRS im Geschäftsjahr 2018 bei 929,1 Millionen. Es überrascht daher nicht, dass auf eine Dividende verzichtet wird. Zudem erhalten der ehemalige CEO Alexander Friedman, der im Zuge der Affäre Anfang November zurücktrat, sowie Finanzchef Richard McNamara keinen Bonus.

    Märkte spielen auch nicht mit

    "2018 war das schwierigste Jahr für GAM seit ihrer Unabhängigkeit vor zehn Jahren, und 2019 wird ebenfalls herausfordernd", sagte Präsident Hugh Scott-Barrett. Die "ARBF-Situation" sei "zutiefst bedauerlich". GAM konzentriere sich nun voll auf die Massnahmen, um den Vermögensverwalter wieder zu einem starken Unternehmen zu machen.

    Mit Blick in die Zukunft hiess es aber, das Umfeld für die Asset-Management-Branche bleibe angesichts eines schwächeren Wirtschaftswachstums sowie geopolitischer Spannungen insgesamt schwierig. Die Anleger seien nach wie vor vorsichtig und preissensitiv.

    Für das laufende Jahr geht GAM daher von einem sinkenden operativen Gewinn aus. Der Vergleichswert, der bereinigte operative Gewinn, erreichte vor Steuern 126,7 Millionen Franken. Er war damit bereits in 2018 um 27 Prozent rückläufig.

    Priorität hat jetzt die Restrukturierung sowie die Stabilisierung des Geschäfts. Das Vertrauen der Kunden und Aktionäre muss schnellstens zurückgewonnen werden. Die im Dezember angekündigte Restrukturierung sei "im vollen Gange", hiess es am Donnerstag. Rund ein Drittel der Stellen, die im Laufe des Jahres abgebaut werden sollen, seien bereits gestrichen worden.

    Keine Wetten auf Turnaround

    Einen neuen ständigen Konzernchef hat GAM derweil noch nicht bestimmt. Nach dem Rücktritt Friedmans übernahm Verwaltungsrat David Jacob interimistisch. Da zunächst die Restrukturierung im Vordergrund stehe, werde es keinen "unmittelbaren Wechsel" geben, sagte dieser am Donnerstag.

    An der Börse verlieren die GAM-Aktien gegen 12.30 Uhr 6,7 Prozent auf 3,37 Franken. Sie notieren allerdings noch über dem Allzeittief bei 2,76 Franken von Mitte Dezember.

    Die ZKB warnt davor, auf einen Turnaround zu wetten, und rät dazu, von der GAM-Aktie besser die Finger zu lassen. "Uns fehlt nach wie vor die Phantasie, in welcher Strategiegruppe GAM demnächst messbare Zuflüsse erreichen will", schreibt der zuständige Analyst. Gerade für institutionelle Investoren lägen die Hürden sehr hoch bei einem Asset Manager zu investieren, der gerade erst eine ganze Strategie liquidieren musste.

    ys/ra

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG