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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

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    Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

    15.01.2019 | 18:01:51

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Kilchberg (awp) - Jetzt ist es offiziell: Die hohen Wachstumsraten bei Lindt&Sprüngli von mindestens 6 Prozent sind Geschichte. Da auch 2018 das Wachstum in den USA nicht so recht auf Touren kommen wollte, senkt das Management seine langjährigen Vorgaben. Trotzdem will der Lindorkugeln-Hersteller weiterhin schneller als die Konkurrenz wachsen.

    Langfristig soll der Konzern organisch noch um 5 bis 7 Prozent zulegen statt wie bisher 6 bis 8 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Branchenbeobachter bezeichneten den Schritt als vernünftig und sinnvoll, sie hatten bereits mit dieser Senkung gerechnet. So war 2018 bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die hohen Vorgaben verfehlt wurden.

    Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Das entspricht in der Berichtswährung Franken einem Plus von 5,5 Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne die günstigen Wechselkurseinflüsse gerechnet, schaffte Lindt ein organisches Wachstum von 5,1 Prozent und konnte damit das in der ersten Jahreshälfte angeschlagene Tempo halten.

    Wandel des Kaufverhaltens

    Im Vorjahr noch hatte sich das Wachstum auf 3,7 Prozent abgeschwächt. Gewöhnt ist sich der Konzern eine deutlich schnellere Umsatzexpansion. Vor 2017 hatte Lindt letztmals im Krisenjahr 2009 eine Wachstumsdelle hinnehmen müssen.

    Doch dieses Mal dürfte es nicht bloss bei einer Delle bleiben, sondern das Wachstum dürfte dauerhaft auf dem tieferen Niveau verbleiben. Zwar ist der grösste Bremsklotz schnell identifiziert: Die 2014 übernommene US-Tochter Russell Stover. Doch die schrumpfenden Umsätze der Marke sind auch Symptome für grundlegende Veränderungen in der Handelslandschaft und im Kaufverhalten.

    So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden. Laut Analysten zeigen etwa die Zahlen aus den USA, dass längst nicht nur Russell Stover für die Abschwächung verantwortlich ist.

    Ankurbeln kann Lindt das Wachstum zwar mit eigenen Läden. Diese dürften im vergangenen Jahr einen bedeutenden Beitrag zum Umsatzplus geleistet haben. Nicht zuletzt sorgten zahlreiche Neueröffnungen - 2018 waren es rund 50 - für neue Einnahmen. Aus diesem Grund sei das starke Wachstum aber mittelfristig nicht unbedingt nachhaltig, meinen Analysten.

    "Fast eine Revolution"

    Auch das Management gesteht nun ein, dass sich die flotten jährlichen Wachstumsraten von 6 bis 8 Prozent nicht mehr aufrecht erhalten lassen. Das tiefere Wachstumsziel sei fast eine Art Revolution, kommentierte ein Experte. Eigentlich kehrt Lindt damit aber zu früheren Ambitionen zurück. Bis 2007 hatte der damalige Lindt-Patron Ernst Tanner nämlich genau die neue Zielspanne (5 bis 7%) vorgegeben.

    Doch nach der Jahrtausendwende wurden diese Ziele regelmässig übertroffen. Der Markt wuchs stetig, dazu zogen auch die Preise an. Nach rekordverdächtigen Wachstumsraten 2005 und 2006 hob Tanner das Ziel schliesslich auf die bis zuletzt geltenden 6 bis 8 Prozent an.

    Verbesserung in USA angedeutet

    Inzwischen sind die beiden zentralen Märkte Nordamerika und Europa weitgehend gesättigt. In den Schwellenländern legt Lindt zwar rasant zu, doch ist deren Umsatzanteil im Verhältnis noch bescheiden. Allerdings sind auch die neuen Ziele kein Selbstläufer. Voraussetzung, dass diese erreicht werden können, bleibt eine gewisse Verbesserung in Nordamerika.

    Der Konzern zeigt sich hier guter Dinge: Das neue Ziel werde unterstützt von einem höheren Wachstum in der Region Nafta, hiess es im Ausblick. Erreicht Lindt seine neuen Vorgaben, dürfte der Konzern immer noch schneller als der Markt wachsen und Konkurrenten Marktanteile wegschnappen.

    Auch die Profitabilität soll nach Plänen des Managements weiter zunehmen. Die EBIT-Marge werde sich wie gehabt jährlich zwischen 20 und 40 Basispunkten verbessern. Diese Vorgabe wurde gemäss Mitteilung auch 2018 erreicht. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    Die Anleger reagierten derweil verstimmt auf die Neuigkeiten. An der Börse verloren die Lindt-Namenaktien am Dienstag in einem freundlichen Gesamtmarkt 3,5 Prozent an Wert, die Partizipationsscheine gingen gar um 5,3 Prozent tiefer aus dem Handel.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

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    Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

    15.01.2019 | 12:21:37

    (Zusammenfassung)

    Kilchberg (awp) - Jetzt ist es offiziell: Die hohen Wachstumsraten bei Lindt&Sprüngli von mindestens 6 Prozent sind Geschichte. Da auch 2018 das Wachstum in den USA nicht so recht auf Touren kommen wollte, senkt das Management seine langjährigen Vorgaben. Trotzdem will der Lindorkugeln-Hersteller weiterhin schneller als die Konkurrenz wachsen.

    Langfristig soll der Konzern organisch noch um 5 bis 7 Prozent zulegen statt wie bisher 6 bis 8 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Branchenbeobachter bezeichneten den Schritt als vernünftig und sinnvoll, sie hatten bereits mit dieser Senkung gerechnet. So war 2018 bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die hohen Vorgaben verfehlt wurden.

    Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Das entspricht in der Berichtswährung Franken einem Plus von 5,5 Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne die günstigen Wechselkurseinflüsse gerechnet, schaffte Lindt ein organisches Wachstum von 5,1 Prozent und konnte damit das in der ersten Jahreshälfte angeschlagene Tempo halten.

    Wandel des Kaufverhaltens

    Im Vorjahr noch hatte sich das Wachstum auf 3,7 Prozent abgeschwächt. Gewöhnt ist sich der Konzern eine deutlich schnellere Umsatzexpansion. Vor 2017 hatte Lindt letztmals im Krisenjahr 2009 eine Wachstumsdelle hinnehmen müssen.

    Doch dieses Mal dürfte es nicht bloss bei einer Delle bleiben, sondern das Wachstum dürfte dauerhaft auf dem tieferen Niveau verbleiben. Zwar ist der grösste Bremsklotz schnell identifiziert: Die 2014 übernommene US-Tochter Russell Stover. Doch die schrumpfenden Umsätze der Marke sind auch Symptome für grundlegende Veränderungen in der Handelslandschaft und im Kaufverhalten.

    So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden. Laut Analysten zeigen etwa die Zahlen aus den USA, dass längst nicht nur Russell Stover für die Abschwächung verantwortlich ist.

    Ankurbeln kann Lindt das Wachstum zwar mit eigenen Läden. Diese dürften im vergangenen Jahr einen bedeutenden Beitrag zum Umsatzplus geleistet haben. Nicht zuletzt sorgten zahlreiche Neueröffnungen - 2018 waren es rund 50 - für neue Einnahmen. Aus diesem Grund sei das starke Wachstum aber mittelfristig nicht unbedingt nachhaltig, meinen Analysten.

    "Fast eine Revolution"

    Auch das Management gesteht nun ein, dass sich die flotten jährlichen Wachstumsraten von 6 bis 8 Prozent nicht mehr aufrecht erhalten lassen. Das tiefere Wachstumsziel sei fast eine Art Revolution, kommentierte ein Experte. Eigentlich kehrt Lindt damit aber zu früheren Ambitionen zurück. Bis 2007 hatte der damalige Lindt-Patron Ernst Tanner nämlich genau die neue Zielspanne (5 bis 7%) vorgegeben.

    Doch nach der Jahrtausendwende wurden diese Ziele regelmässig übertroffen. Der Markt wuchs stetig, dazu zogen auch die Preise an. Nach rekordverdächtigen Wachstumsraten 2005 und 2006 hob Tanner das Ziel schliesslich auf die bis zuletzt geltenden 6 bis 8 Prozent an.

    Verbesserung in USA angedeutet

    Inzwischen sind die beiden zentralen Märkte Nordamerika und Europa weitgehend gesättigt. In den Schwellenländern legt Lindt zwar rasant zu, doch ist deren Umsatzanteil im Verhältnis noch bescheiden. Allerdings sind auch die neuen Ziele kein Selbstläufer. Voraussetzung, dass diese erreicht werden können, bleibt eine gewisse Verbesserung in Nordamerika.

    Der Konzern zeigt sich hier guter Dinge: Das neue Ziel werde unterstützt von einem höheren Wachstum in der Region Nafta, hiess es im Ausblick. Erreicht Lindt seine neuen Vorgaben, dürfte der Konzern immer noch schneller als der Markt wachsen und Konkurrenten Marktanteile wegschnappen.

    Auch die Profitabilität soll nach Plänen des Managements weiter zunehmen. Die EBIT-Marge werde sich wie gehabt jährlich zwischen 20 und 40 Basispunkten verbessern. Diese Vorgabe wurde gemäss Mitteilung auch 2018 erreicht. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    Die Anleger reagierten derweil verstimmt auf die Neuigkeiten. An der Börse verlieren die Lindt-Namenaktien in einem freundlichen Gesamtmarkt gegen Mittag 3,4 Prozent an Wert, die Partizipationsscheine 4,1 Prozent.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt-Titel verlieren nach Senkung der Langfristziele an Boden

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    Lindt-Titel verlieren nach Senkung der Langfristziele an Boden

    15.01.2019 | 09:44:43

    Zürich (awp) - Für die Lindt&Sprüngli-Papiere geht es nach der Vorlage der Umsatzzahlen für 2018 abwärts. Zwar waren die Zahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, doch hat Lindt nun offiziell die langfristigen Wachstumsziele nach unten geschraubt. Neu peilt der Konzern ein jährliches Plus von 5 bis 7 Prozent statt 6 bis 8 Prozent an.

    Die Lindt-Namenaktien sackt bis 9.35 Uhr um 3,1 Prozent auf 69'500 Franken ab, die Partizipationsscheine verlieren gar 3,9 Prozent auf 5'815 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) liegt derweil 0,5 Prozent im Plus. Noch im Vorjahr hatten die Papiere zeitweise Rekordstände von 85'400 beziehungsweise 7'270 Franken erreicht, bevor sie im Strudel der Kursstürze gegen Ende Jahr nach unten gezogen wurden.

    Analysten stuften die Senkung der Langfristguidance als vernünftigen und erwarteten, zum Teil auch überfälligen Schritt ein. Mit den neuen Zielen bestätige am Ende auch das Management, dass das Umfeld in den USA deutlich rauer geworden sei, schreibt der Analyst von Baader Helvea ("Sell").

    Laut Vontobel ("Hold") handelt es sich um "eine Art Revolution für Lindt, nachdem die Wachstumsprognose des Unternehmens fast 20 Jahre lang immer gleich war." Angesichts der gesättigten Märkte in Europa und Nordamerika sei die Anpassung aber sinnvoll. Die Markterwartungen lägen für die nächsten Jahre unter 6 Prozent.

    Sowohl die ZKB ("Übergewichten") als auch Kepler Cheuvreux ("Reduce") halten denn auch fest, dass die tieferen Wachstumsziele bereits in den Konsensschätzungen für die kommenden Jahr einberechnet sein dürften. Obwohl der Schritt erwartet wurde, sorgte teilweise der Zeitpunkt für Erstaunen: So hätte etwa Kepler damit gerechnet, dass der Entscheid anlässlich einer Investorenkonferenz verkündet werde.

    Beim Gesamtjahreswachstum indes hatte es für die Branchenbeobachter wenig Überraschungen gegeben. Die Zahlen hätten sich im Einklang mit den Halbjahrestrend sowie den Erwartungen entwickelt, lautet der Tenor. Dabei trugen insbesondere auch die eigenen Läden bzw. deren Neueröffnungen zu dem Umsatzplus bei. Ohne diese schätzt die UBS das Wachstum auf vergleichbarer Basis auf 3,4 bis 4 Prozent.

    Um die Aktie in den Augen der Investoren attraktiv zu halten, hält Baader Helvea die Ankündigung eines Effizienzprogramms im März für nötig. Denn anderen Nahrungsmittelhersteller wie Unilever und Danone hätten auf die Wachstumsverlangsamung mit einer höheren Margenausweitung reagiert.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

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    Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

    15.01.2019 | 07:41:39

    (ausführliche Fassung)

    Kilchberg (awp) - Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von seinem langjährigen Wachstumsziel. In der mittleren bis langen Frist rechnet der Schokoladenkonzern neu mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent statt wie bis anhin 6 bis 8 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr ist Lindt&Sprüngli aus eigener Kraft um 5,1 Prozent gewachsen.

    Insgesamt verkaufte der Konzern für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Gegenüber dem Vorjahr ist das in der Berichtswährung Franken ein Plus von 5,5 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Analysten haben mit einer Umsatzentwicklung in dieser Grössenordnung gerechnet. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Experten (AWP-Konsens) rechneten mit einem Umsatz von 4,33 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 5,1 Prozent.

    Eigentlich ist sich der Konzern aber ein schnelleres Tempo gewohnt. Die eigene Messlatte war bislang ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent. In den letzten zwei Jahren konnten diese langfristigen Zielvorgaben allerdings nicht mehr eingehalten werden. Es harzte vor allem im wichtigsten Markt USA, wo der Schokoladenhersteller mit schrumpfenden Umsätzen seiner Tochter Russell Stover kämpft.

    Gesättigte Märkte

    Zu schaffen machen dem Premium-Schokoladenhersteller aber auch die Veränderungen im Kaufverhalten: So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden.

    Das Marktumfeld habe sich nach wie vor als schwierig erwiesen, schrieb Lindt nun. In Europa und USA seien die Schokolademärkte gesättigt und der zunehmende Preisdruck verändere die Handelslandschaft. Allerdings wachse der Premiumschokolademarkt insgesamt weiterhin - davon könne Lindt&Sprüngli profitieren. Mit der neuen Zielsetzung von 5 bis 7 Prozent Wachstum werde Lindt nach wie vor in allen Märkten überdurchschnittlich wachsen.

    Klares Wachstum in Europa

    Im vergangenen Jahr konnte Lindt&Sprüngli vor allem in den Regionen Europa und "Rest der Welt" zulegen. In Europa legte der Umsatz organisch um 5,6 Prozent zu. Das führt der Konzern in der Mitteilung auf den Zugewinn neuer Marktanteil zurück: Denn die europäischen Schokolademärkte zeichneten sich weitgehend durch stagnierendes und gar rückläufiges Wachstum aus.

    Besonders positiv entwickelte sich der Umsatz laut Mitteilung in Grossbritannien, Deutschland, Österreich und Spanien. Zudem sei es allen osteuropäischen Tochtergesellschaft gelungen, den Umsatz zweistellig zu steigern.

    Ein flottes Wachstum legte Lindt auch im Rest der Welt an den Tag. Mit einem Plus von 10,3 Prozent 2018 werde das Segment immer bedeutender für die Gruppe, schrieb Lindt. Starke Wachstumsschübe verzeichnete der Konzern vor allem in Japan, Südafrika, Brasilien und China.

    Den Umsatz kurbelten darüber hinaus auch die eigenen Lindt-Läden an. Diese sind den Angaben zufolge zweistellig gewachsen. Inzwischen betreibt der Schokoladenhersteller 460 eigene Shops weltweit - allein 2018 waren 50 Läden neu eröffnet worden.

    Russell Stover schrumpft

    Schleppend hingegen lief es für Lindt weiterhin in der Region Nordamerika (Nafta). Das organische Plus lag bei 2,8 Prozent. Der Markt stagniere und sei durch Preisdruck gezeichnet, so Lindt. Die Marken Lindt USA und Ghirardelli seien schneller als der Markt gewachsen. Beim Sorgenkind Russell Stover hingegen schrumpften die Umsätze erneut leicht.

    Lindt erhofft sich hier allerdings mittelfristig eine Verbesserung. Das neue Ziel werde unterstützt von einem höheren Wachstum in der Region Nafta, hiess es im Ausblick.

    Beim Gewinn hält Lindt an der bisherigen Zielsetzung fest. Die EBIT-Marge soll sich jährlich zwischen 20 und 40 Basispunkten verbessern. Dieses Ziel wurde gemäss Mitteilung auch 2018 erreicht. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

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    Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

    15.01.2019 | 07:24:02

    Kilchberg (awp) - Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von seinem langjährigen Wachstumsziel. In der mittleren bis langen Frist rechnet der Schokoladenkonzern neu mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent statt wie bis anhin 6 bis 8 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr ist Lindt&Sprüngli aus eigener Kraft um 5,1 Prozent gewachsen.

    Insgesamt verkaufte der Konzern für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Gegenüber dem Vorjahr ist das in der Berichtswährung Franken ein Plus von 5,5 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Analysten haben mit einer Umsatzentwicklung in dieser Grössenordnung gerechnet. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Experten (AWP-Konsens) rechneten mit einem Umsatz von 4,33 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 5,1 Prozent.

    Eigentlich ist sich der Konzern aber ein schnelleres Tempo gewohnt. Die eigene Messlatte war bislang ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent. In den letzten zwei Jahren konnten diese langfristigen Zielvorgaben allerdings nicht mehr eingehalten werden. Es harzte vor allem im wichtigsten Markt USA, wo der Schokoladenhersteller mit schrumpfenden Umsätzen seiner Tochter Russell Stover kämpft.

    Zu schaffen machen dem Premium-Schokoladenhersteller aber auch die Veränderungen im Kaufverhalten: So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden.

    Das Marktumfeld habe sich nach wie vor als schwierig erwiesen, schrieb Lindt nun. In Europa und USA seien die Schokolademärkte gesättigt und der zunehmende Preisdruck verändere die Handelslandschaft. Allerdings wachse der Premiumschokolademarkt insgesamt weiterhin - davon könne Lindt&Sprüngli profitieren. Mit der neuen Zielsetzung von 5 bis 7 Prozent Wachstum werde Lindt nach wie vor in allen Märkten überdurchschnittlich wachsen.

    Beim Gewinn stellt Lindt eine Verbesserung der EBIT-Marge zwischen 20 und 40 Basispunkten in Aussicht. Auch in Zukunft soll sich diese Marge jährlich in dieser Grössenordnung ausdehnen. Der Konzern bestätigte die entsprechende Prognose. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt er aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    tt/uh

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  • 17.08.2018 Lindt & Sprüngli-Manager Andreas Pfluger geht Ende Jahr in den Ruhestand

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    Lindt & Sprüngli-Manager Andreas Pfluger geht Ende Jahr in den Ruhestand

    17.08.2018 | 18:10:51

    Kilchberg (awp) - Beim Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli kommt es zu einer Veränderung in der Geschäftsleitung. Nach 25 Jahren beim Unternehmen wird Konzernleitungsmitglied Andreas Pfluger in den Ruhestand gehen. Er verlässt Lindt & Sprüngli damit per Ende 2018, heisst es am Freitagabend in einem Communiqué.

    Pflugers Verdienste werden in der Mitteilung verdankt. Seine Verantwortlichkeiten würden derweil an die verbleibenden Mitglieder der Konzernleitung übertragen.

    ra/

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  • 24.07.2018 Lindt&Sprüngli gibt nach Wachstumsdelle in den USA wieder Gas

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    Lindt&Sprüngli gibt nach Wachstumsdelle in den USA wieder Gas

    24.07.2018 | 12:35:16

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Lindt&Sprüngli ist auf dem Weg aus dem Formtief. In der ersten Jahreshälfte 2018 hat der Hersteller von Lindorkugeln, Osterhasen und Pralinés das Wachstumstempo wieder beschleunigt. Auch in den USA, wo es zuletzt schleppend lief, verkaufte Lindt wieder mehr Premiumschokolade. Dort will Lindt nun die Produktion ausbauen.

    Insgesamt setzte der Premiumschokolade-Hersteller in den ersten sechs Monaten 1,67 Milliarden Franken um, 7,7 Prozent mehr als im Vorjahreshalbjahr, wie er am Dienstag mitteilte. Dabei halfen auch Wechselkurseffekte. Aus eigener Kraft schaffte Lindt ein organisches Plus von 5,1 Prozent.

    Im Vorjahr hatten die schrumpfenden Umsätze der US-Tochter Russell Stover die Gruppe noch stark ausgebremst. In der Folge verfehlte Lindt das mittelfristig angestrebte organische Wachstum von 6 bis 8 Prozent deutlich. Auch dieses Jahr wird es laut dem Management noch nicht ganz dafür reichen: Die Vorgabe für dieses Jahr sieht ein Wachstum von 5 Prozent vor. Für dieses Ziel ist Lindt auf Kurs.

    Ausbau in den USA

    Während es im ersten Semester in Europa und in den Schwellenländern weiterhin gut lief, naschten auch die Konsumenten in Nordamerika wieder mehr Schokolade aus der Lindt-Küche. Besonders zum Valentinstag und an Ostern waren die Kreationen des Konzerns gefragt.

    Die beiden Hauptmarken in den USA, Lindt und Ghirardelli, konnten deutlich zulegen. Trotz schrumpfenden Erlösen beim Sorgenkind Russell Stover wuchs Lindt damit in Nordamerika (Nafta) organisch um 4,0 Prozent. Bei Russell Stover konnten die Einbussen zudem im Vergleich zum Vorjahr eingedämmt werden.

    Neue Produkte hätten hier gezogen, sagte Lindt&Sprüngli-Chef Dieter Weisskopf der Nachrichtenagentur AWP. So verstärkte die US-Tochter ihre zuckerfreie Produktlinie mit einer Schokolade, die mit Stevia-Extrakten gesüsst ist. Auch der Gesamtmarkt in den USA wuchs mit 1,5 Prozent wieder.

    Lindt stellt sich zudem auf künftiges Volumenwachstum in den USA ein und baut aus. In den nächsten drei bis vier Jahren will der Konzern am Standort Stratham rund 200 Millionen Franken in den Bau von neuen Produktionslinien sowie Kakao- und Schokolademassenanlagen stecken.

    Herausforderungen wie der Gesundheitstrend oder der verstärkte Onlinehandel bleiben aber bestehen. Anders als in den stationären Läden kann Lindt online nicht von Impulskäufen profitieren. Der Konzern wolle sich diesen Trends widmen, sagte Weisskopf. "So sind wir auch im Onlinehandel aktiv."

    Kakaopreise wieder gestiegen

    Ein Wermutstropfen gibt es dagegen beim Gewinn. Anders als von Analysten erwartet liess der Rückenwind durch sinkende Rohstoffpreise nach. Die Entspannung beim wichtigsten Rohstoff Kakao sei nur vorübergehend gewesen, meldete Lindt.

    Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT wuchs mit knapp 12 Prozent auf 117,1 Millionen Franken zwar dennoch wieder schneller als der Umsatz. Doch hatten Analysten mehr erwartet, im Schnitt 120,3 Millionen Franken. Sowohl langfristig als auch für das Gesamtjahr peilt Lindt eine Verbesserung der operativen Marge von 0,2 bis 0,4 Prozentpunkten an. Unter dem Strich verdiente Lindt 86,0 Millionen Franken, das ist ein Zuwachs von 13 Prozent.

    Grundsätzlich sieht Weisskopf Lindt bei der Profitabilität auf Kurs. Angesichts der schwankenden Rohstoffpreise sei eine gute Absicherungspolitik wichtig. Zudem setze Lindt auf Effizienzsteigerungen in allen Bereichen. Möglichkeiten für Verbesserungen ortet Weisskopf insbesondere bei der Lieferkette. Dabei gehe es darum, die Planung so zu verbessern, dass am Schluss das richtige Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort sei.

    An der Börse kamen die Halbjahreszahlen von Lindt&Sprüngli gut an. Nach einem holprigen Start gewann die Namenaktien am Mittag 1,8 Prozent, die Partizipationsscheine 3,4 Prozent. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI legte um 0,46 Prozent zu.

    tt/rw

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  • 24.07.2018 Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

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    Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

    24.07.2018 | 07:19:06

    (Ausführliche Fassung)

    Kilchberg (awp) - Lindt & Sprüngli hat in der ersten Jahreshälfte 2018 7,7 Prozent mehr Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés verkauft als im Vorjahreshalbjahr. Ohne Übernahmen und Wechselkurseffekte betrug das organische Umsatzplus 5,1 Prozent - damit ist Lindt auf dem Weg aus dem Formtief vom Vorjahr.

    Insgesamt setzte der Premiumschokolade-Hersteller in den ersten sechs Monaten 1,67 Milliarden Franken um, wie er am Dienstag mitteilte. Lindt führt das Wachstum auf das "hervorragende" Saisongeschäft, neue Produkte und die eigenen Geschäfte und Cafés zurück. So verkauften sich die limitierten Goldhasen-Editionen an Ostern gut. Zudem öffneten einige neue Lindt-Boutiquen und Cafés ihre Tore.

    Im Vorjahr hatten schrumpfende Erlöse der US-Tochter Russell Stover die Gruppe ausgebremst. Das sonst so rasante Wachstumstempo verlangsamte sich in der Folge auf 3,6 Prozent. Damit verfehlte Lindt die mittelfristig angestrebten 6 bis 8 Prozent deutlich. Auch dieses Jahr soll es laut dem Management noch nicht ganz dafür reichen: Die Vorgabe für dieses Jahr sieht ein Wachstum von 5 Prozent vor.

    Ausbau in USA geplant

    In den USA, wo Lindt zuletzt mit Problemen kämpfte, wurde nun wieder vermehrt Schokolade aus der Küche des Konzerns genascht - die gesamte Region Nordamerika (Nafta) legte organisch um 4,0 Prozent zu, nach einem Rückgang von 3,0 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Zugpferd im US-Markt waren die Schlüsselmarken Lindor und Excellence. Auch Ghirardelli sei über dem Markt gewachsen.

    Das Sorgenkind Russell Stover schrumpfte zwar weiterhin, konnte die Einbussen aber eindämmen. Die US-Tochter habe den Umsatz stabilisiert und lediglich einen niedrigen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr verzeichnet, schrieb der Konzern. Lindt stellt sich zudem auf künftiges Volumenwachstum in den USA ein und baut aus. In den nächsten drei bis vier Jahren will der Konzern am Standort Stratham rund 200 Millionen Franken in den Ausbau stecken.

    Marktanteilsgewinne in europäischen Märkten

    Im umsatzmässig grössten Markt Europa wuchs Lindt organisch um 5,0 Prozent. In der Mitteilung hob der Konzern besonders die Marktanteilsgewinne in den grossen Schokolademärkten in Europa hervor. Deutlich gewachsen ist der Premiumschokoladehersteller zudem in den Schwellenländern. Im Segment "Rest der Welt" betrug das Plus 8,4 Prozent, nach 14,0 Prozent im Vorjahressemester.

    Mit den Zahlen hat Lindt die Markterwartungen beim Umsatz knapp übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 1,66 Milliarden Franken und ein organisches Wachstum von 5,0 Prozent erwartet.

    Gewinnzuwachs kleiner als erwartet

    Beim Gewinn hingegen verfehlte Lindt die Erwartungen. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Gruppe stieg um knapp 12 Prozent auf 117,1 Millionen Franken. Damit blieben 7,0 Prozent vom Umsatz als Betriebsgewinn übrig, 20 Basispunkte mehr als im Vergleichszeitraum. Unter dem Strich verdiente Lindt einen Reingewinn von 86,0 Millionen Franken, das ist ein Zuwachs von 13 Prozent. Am Markt wurde ein EBIT von 120,3 Millionen Franken sowie ein Reingewinn von 87,5 Millionen Franken prognostiziert.

    Die Entspannung beim Preis für den wichtigsten Rohstoff Kakao sei nur vorübergehend gewesen, schrieb Lindt. Die Preise hätten kurzzeitig zum Jahreswechsel ein Mehrjahrestief erreicht, seien seither aber wieder deutlich angestiegen. Die Preise für Kakaobutter seien auf hohem Niveau verblieben und lägen mittlerweile auf einem Zehnjahreshoch.

    Andere wichtige Rohstoffe wie Haselnüsse und Zucker hätten sich leicht vergünstigt. Aufgrund der guten Einkaufspolitik der Rohstoffe und zusätzlicher Effizienzsteigerungen hätten der Material- und Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz gesenkt werden können, hiess es weiter in der Mitteilung. Die Materialkosten beliefen sich auf 33,5 Prozent des Umsatzes, nach 33,8 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Das Marketing liess sich Lindt mit 28,2 Prozent 0,2 Prozentpunkte mehr kosten.

    Den Ausblick bestätigte Lindt. Für das Gesamtjahr wird ein organisches Umsatzwachstum von 5 Prozent sowie eine Steigerung der Gewinnmargen innerhalb der langfristigen Zielsetzung von 20 bis 40 Basispunkten in Aussicht gestellt.

    tt/rw

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  • 24.07.2018 Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

    24.07.2018 | 06:17:02

    Kilchberg (awp) - Lindt & Sprüngli hat in der ersten Jahreshälfte 7,7 Prozent mehr Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés verkauft als im Vorjahreshalbjahr. Ohne Übernahmen und Wechselkurseffekte betrug das organische Umsatzplus 5,1 Prozent - damit ist Lindt auf dem Weg aus dem Formtief im Vorjahr.

    Insgesamt setzte der Premiumschokolade-Hersteller in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 1,67 Milliarden Franken um, wie er am Dienstag mitteilte. Auch in den USA, wo Lindt zuletzt mit Problemen kämpfte, wurde wieder vermehrt Schokolade aus der Küche des Konzerns genascht - die gesamte Region Nordamerika (Nafta) legte organisch um 4,0 Prozent zu. Die US-Tochter Russell Stover habe den Umsatz stabilisiert und lediglich einen niedrigen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr verzeichnet, schrieb der Konzern.

    Im Vorjahr hatten schrumpfende Erlöse der US-Tochter Russell Stover die Gruppe ausgebremst. Das sonst so rasante Wachstumstempo verlangsamte sich in der Folge auf 3,6 Prozent. Damit verfehlte Lindt die mittelfristig angestrebten 6 bis 8 Prozent deutlich. Auch dieses Jahr soll es laut dem Management noch nicht ganz dafür reichen: Die Vorgabe für dieses Jahr sieht ein Wachstum von 5 Prozent vor.

    Mit den Zahlen hat Lindt die Markterwartungen beim Umsatz knapp übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 1,66 Milliarden Franken und ein organisches Wachstum von 5,0 Prozent erwartet.

    Beim Gewinn hingegen verfehlte Lindt die Erwartungen. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Gruppe stieg um 11,5 Prozent auf 117,1 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben 86,0 Millionen Franken als Reingewinn, das ist ein Zuwachs von 12,7 Prozent. Am Markt wurde ein EBIT von 120,3 Millionen Franken sowie ein Reingewinn von 87,5 Millionen Franken prognostiziert.

    Die Entspannung beim Preis für den wichtigsten Rohstoff Kakao sei nur vorübergehend gewesen, schrieb Lindt. Die Preise hätten kurzzeitig zum Jahreswechsel ein Mehrjahrestief erreicht, seien seither aber wieder deutlich angestiegen. Die Preise für Kakaobutter seien auf hohem Niveau verblieben und lägen mittlerweile auf einem Zehnjahreshoch.

    Den Ausblick bestätigte Lindt. Für das Gesamtjahr wird ein organisches Umsatzwachstum von 5 Prozent sowie eine Steigerung der Gewinnmargen innerhalb der langfristigen Zielsetzung von 20 bis 40 Basispunkten in Aussicht gestellt.

    tt/rw

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  • 11.03.2018 Presseschau vom Wochenende 10 (10.11. März)

    Presseschau vom Wochenende 10 (10.11. März)

    11.03.2018 | 13:15:38

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    RAIFFEISEN: Ein gewichtiges Thema der Wochenendpresse aus wirtschaftlicher Sicht ist erneut die Raiffeisen-Gruppe. So schreibt die "SonntagsZeitung", dass Ex-Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz mit dem umstrittenen Geheimdeal um Commtrain Card Solutions innert einem Jahr eine Rendite von 400 Prozent gemacht haben soll. Konkret habe er mit einem Einsatz von 400'000 CHF einen Gewinn von 1,7 Mio CHF erzielt, berichtet die Zeitung und zitiert dazu aus dem dem Blatt vorliegenden Gutachten des Aktienrechtlers Peter Forstmoser. Wie die Zeitung weiter schreibt, wollte Raiffeisen Vincenz nach seinem Abgang als Gruppenchef mit einem Beratervertrag ausstatten. So sollte Vincenz während fünf Jahren für Beratungsleistungen jährlich je eine halbe Millionen erhalten. Der von Raiffeisen-Verwaltungsratspräsident Johannes Ruegg-Stürm eingebrachte Vorschlag wurde vom Verwaltungsrat indes abgelehnt, schreibt die SonntagsZeitung. (SonntagsZeitung, S. 35)

    Gleichzeitig schreibt der "SonntagsBlick" in derselben Angelegenheit, dass Vincenz und der ebenfalls in Untersuchungshaft sitzende Geschäftspartner Beat Stocker von Anfang an versucht hätten, die Berichterstattung über die heiklen Transaktionen zu verhindern und mit juristischen Konsequenzen gedroht hätten. Zu einer formellen Klage sei es aber zum Beispiel bei Publikationen auf "Inside Paradeplatz" - trotz zahlreicher juristischer Manöver - nicht gekommen.

    Der ad interim als Verwaltungsratspräsident amtende Pascal Gantenbein stellte sich in einem Interview mit dem "Tages-Anzeiger" hinter CEO Patrik Gisel. Er schliesst allerdings nicht aus, dass es im Zuge der Aufklärung auch noch für Gisel Konsequenzen geben könnte. (Tages-Anzeiger, Samstagsausgabe S. 9).

    ROCHE: Wie die "Finanz und Wirtschaft" (FuW) am Wochenende schreibt, dürfte Roche-Konzernchef Severin Schwan im vergangenen Jahr der Top-Verdiener unter den Schweizer Managern gewesen sein. Werden die ihm für 2017 zugesprochenen aktienbasierten Vergütung zum Marktwert berechnet, hätte Schwan eine Gesamtentschädigung von 15,1 Mio CHF erhalten, zitiert das Blatt Ethos-Direktor Vincent Kaufmann. Unter den SMI-Unternehmen würden nur Nestlé und Roche die aktienbasierte Vergütung der Unternehmensspitze nach dem Steuerwert berechnen, alle anderen verwenden den Marktwert, so Kaufmann weiter. Im Vergütungsbericht von Roche sind die aktienbasierte Vergütung des Roche-CEO mit einem reduzierten Verkehrswert von 55,8% aufgeführt, was zum ausgewiesenen Gesamtsalär von 11,7 Mio für Schwan führt. (FuW; S. 1)

    TAMEDIA: Tamedia will gemäss einem Bericht der "Schweiz am Wochenende" (SaW) die Basler Zeitung (Baz) kaufen. Mehrere voneinander unabhängige und gut unterrichte Quellen würden Gespräche zwischen Christoph Blocher/Rolf Bollmann auf Seite Baz und Pietro Supino/Christoph Tonini von Tamedia bestätigen, schreibt die Zeitung. Laut einer Quelle sei Mitte Februar bereits Einigkeit erreicht worden. Wie die Schweiz am Wochenende weiter schreibt, würde Tamedia von Blocher die Baz übernehmen und ihm im Gegenzug den Tamedia-Anteil von 65% am Gratis-Anzeiger "Tagblatt der Stadt Zürich" überlassen sowie zusätzlich eine Entschädigung in Millionenhöhe entrichten. Baz-Verwaltungsrat Bollmann erklärte gegenüber dem SaW, dass sich seit längerer Zeit verschiedene Verlage für die Baz interessieren würden und deshalb auch immer wieder Gespräche stattfinden würden. Diese seien aber ergebnislos verlaufen. Von Seite Tamedia hiess es, dass es kein Geheimnis sei, dass Tamedia eine Übernahme der Baz prüfen würde, sollte sie zum Verkauf stehen. (Schweiz am Wochenende, S. 5)

    LINDT & SPRÜNGLI: Lindt & Sprüngli-Chef Dieter Weisskopf glaubt weiterhin an ein organisches Wachstum von 6 bis 8% für die nächsten Jahre, wie er in einem Interview mit der "SonntagsZeitung" sagte. Für dieses Jahr sei die Wachstumsprognose aber "vorsichtigerweise" auf 5% gesenkt worden. Derzeit bremst die US-Tochter Russell Stover den Konzern aus. Die Frage, ob das Management Russell Stover falsch eingeschätzt hat, beschäftigt inzwischen auch die Revisoren von PWC. Denn in den Büchern von Lindt & Sprüngli stehen 769 Mio CHF an Goodwill im Zusammenhang mit der Übernahme von Russell Stover. Die Revisoren führten diesen Goodwill in ihrem Prüfbericht als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt auf, wie die "NZZ am Sonntag" bekannt machte. Der Grund: Die Bewertung des Goodwills hängt von den zukünftigen Ergebnissen von Russell Stover ab und damit von Schätzungen und Prognosen der Geschäftsleitung. Sind diese bislang zu hoch ausgefallen, drohte eine Wertberichtigung. Im Jahr 2017 lag die Performance von Russell Stover unter der Prognose, wie PWC festhält. Die Geschäftsleitung habe diese Situation in der diesjährigen Berechnung angemessen abgebildet. Nach einer Prüfung der Schätzungen, Prognosen und Bewertungen der Geschäftsleitung kam PWC zum Schluss, dass die verwendeten Modelle und Annahmen geeignet seien, um die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte nachzuweisen. Im Klartext: Dieses Jahr keine Wertberichtigung vorzunehmen, war gerechtfertigt. Doch wenn sich die US-Tochter weiter unter den Erwartungen entwickelt, droht ein solcher einfach später. (SonntagsZeitung, S. 38 und NZZ am Sonntag S. 27; siehe separate Meldung)

    SWISS: Die Fluggesellschaft Swiss will auf Europaflügen von und nach Genf ein neues Verpflegungskonzept testen. Dabei sollen Passagiere mit dem Economy-Tarif "Eco Light" vermehrt für Essen und Getränke zur Kasse gebeten werden, schreibt die "SonntagsZeitung". Die übrigen Fluggäste in der Economy Klasse sollen dagegen nach wie vor kostenlose Verpflegung in Form von Mineralwasser und einem Snack erhalten, ergänzt die Airline Swiss am Sonntag in einer Stellungnahme. Gleichzeitig erklärte der Konzernchef von Swiss Thomas Klühr gegenüber der Zeitung, dass sich der Standort Genf für die Fluggesellschaft über den Erwartungen entwickle. Er gehe davon aus, dass Swiss im Jahr 2018 in Genf schwarze Zahlen schreiben werde. Damit dürfte die Swiss ihre Basis in Genf wohl behalten, so Klühr weiter. (SonntagsZeitung S. 37; siehe separate Meldung)

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  • 11.03.2018 Lindt & Sprüngli-Chef hält an mittelfristigen Wachstumszielen fest

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt & Sprüngli-Chef hält an mittelfristigen Wachstumszielen fest

    11.03.2018 | 12:04:27

    Kilchberg ZH (awp/sda) - Lindt & Sprüngli-Chef Dieter Weisskopf glaubt weiterhin an ein organisches Wachstum von 6 bis 8 Prozent für die nächsten Jahre, wie er in einem Interview sagte. Derzeit bremst aber US-Tochter Russell Stover den Konzern aus. Das beschäftigt auch die Wirtschaftsprüfer.

    Für dieses Jahr sei die Wachstumsprognose "vorsichtigerweise" auf 5 Prozent gesenkt worden, sagte Weisskopf im Interview mit der "SonntagsZeitung". Grund sei der Markt in den USA. Schon im letzten Jahr verfehlte Lindt & Sprüngli mit 3,7 Prozent die eigenen Wachstumsziele.

    Auf die Frage, ob er den 2014 übernommenen Pralinéproduzenten Russell Stover falsch eingeschätzt habe, antwortete Weisskopf: "Uns hat die Entwicklung im Drogeriehandel überrascht".

    Dort habe das Unternehmen eine starke Präsenz und Kundschaft. Allerdings gehen weniger Kunden in die Drogerien, weil der Onlinehandel und andere Anbieter diesen das Monopol für verschreibungspflichtige Medikamente streitig machen. Das wiederum ist auch schlecht für die Impulskäufe von Schokolade in der Drogerie.

    Revisoren nehmen Goodwill unter die Lupe

    Die Frage, ob das Management Russell Stover falsch eingeschätzt hat, beschäftigt inzwischen auch die Revisoren von PWC. Denn in den Büchern von Lindt & Sprüngli stehen 769 Millionen Franken an Goodwill im Zusammenhang mit der Übernahme von Russell Stover.

    Die Revisoren führten diesen Goodwill in ihrem Prüfbericht als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt auf, wie die "NZZ am Sonntag" bekannt machte. Der Grund: Die Bewertung des Goodwills hängt von den zukünftigen Ergebnissen von Russell Stover ab und damit von Schätzungen und Prognosen der Geschäftsleitung. Sind diese bislang zu hoch ausgefallen, drohte eine Wertberichtigung.

    Im Jahr 2017 lag die Performance von Russell Stover unter der Prognose, wie PWC festhält. Die Geschäftsleitung habe diese Situation in der diesjährigen Berechnung angemessen abgebildet.

    Nach einer Prüfung der Schätzungen, Prognosen und Bewertungen der Geschäftsleitung kam PWC zum Schluss, dass die verwendeten Modelle und Annahmen geeignet seien, um die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte nachzuweisen.

    Wertberichtigung droht

    Im Klartext: Dieses Jahr keine Wertberichtigung vorzunehmen, war gerechtfertigt. Doch wenn sich die US-Tochter weiter unter den Erwartungen entwickelt, droht ein solcher einfach später.

    Laut Experten ist das durchaus nicht unwahrscheinlich: Aus heutiger Sicht sei die Übernahme strategisch richtig gewesen, aber überbezahlt, zitiert die "NZZ am Sonntag" Marc Possa, Fondsmanager des Aktienfonds SaraSelect. Sollte das US-Geschäft noch ein bis zwei Jahre schwach bleiben und die Zinsen in den USA wie allgemein erwartet steigen, käme Lindt um eine Wertberichtigung wohl nicht herum.

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  • 06.03.2018 Lindt & Sprüngli jagt zum nächsten Rekordergebnis - Aktie leicht im Minus

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt & Sprüngli jagt zum nächsten Rekordergebnis - Aktie leicht im Minus

    06.03.2018 | 18:09:44

    (Zusammenfassung mit Aktienschlusskurs ergänzt)

    Kilchberg (awp/sda) - Süsse Stimmung bei Lindt & Sprüngli: Der Schokoladenkonzern hat letztes Jahr unter dem neuen Konzernchef Dieter Weisskopf wieder ein neues Rekordergebnis erzielt. Allerdings flachte das Wachstum wegen Schwierigkeiten in den USA ab.

    Obwohl das rückläufige US-Geschäft das Wachstumstempo 2017 drosselte, hat Lindt & Sprüngli erneut mehr verdient. Der Reingewinn erhöhte sich um 7,8% auf 452,5 Mio CHF. Gesteigert wurde auch die Marge auf Ebene Betriebsgewinn (Ebit) und zwar um 0,2 Prozentpunkte auf 14,6% - auch dank tiefer Kakaopreise.

    Die Aktionäre sollen vom höheren Gewinn auch profitieren. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung nämlich eine um 5,7% höhere Dividende, was bei der Namenaktie einem Betrag von 930 CHF und beim PS einem solche von 93,00 CHF entspricht.

    Der Gegenwind auf den Märkten, gegen den schon Weisskopfs Vorgänger Ernst Tanner kämpfte, spitzte sich letztes Jahr weiter zu. In Europa kamen zum generell rückläufigen Schokoladenkonsum viele politische Unsicherheiten und geringes Wirtschaftswachstum hinzu. Obwohl die Konsumentenstimmung gedrückt war, legte Lindt & Sprüngli in Europa organisch 6,2% zu. Auf dem Heimmarkt resultierte ein Plus von 0,7%.

    US-ABSATZKANÄLE LEIDEN WEGEN AMAZON

    Optimistisch stimmt Weisskopf in Europa, wo der Konzern rund 47% des Umsatzes erzielt, dass der Premiummarkt wächst. Der Trend, lieber weniger, dafür von besserer Qualität gilt auch für den Sorgenmarkt Nordamerika, wo der Umsatz 1,6% schrumpfte. Die USA steuern gut 34% zum Gesamtumsatz bei und Kanada 5,8%.

    "Wir sind nicht zufrieden mit dem USA-Geschäft", sagte Weisskopf. Zusätzlich zum Preisdruck von Hard- und Softdiscountern machte dem Konzern in den USA die Omnipräsenz von Amazon zu schaffen. "Der E-Commerce über Amazon schadet unseren wichtigsten Absatzkanälen, den Drogeriemärkten und Warenhäusern", sagte Weisskopf.

    In den USA ist Lindt & Sprüngli mit den Linien Lindt und Ghirardelli im Marktdurchschnitt zwar gewachsen. Das süsse Geschäft versalzen hat jedoch die Praliné-Tochter Russel Stover, die vor vier Jahren übernommen wurde. Ihre Neuausrichtung dauert länger als erwartet. Immerhin sei der Absatz der zuckerfreien Schokolade, die Stover letztes Jahr mit Stevia lancierte, erfreulich, so Weisskopf.

    Im Gegensatz zu den gesättigten Märkten des Westens geht in den jüngeren Lindt & Sprüngli-Märkten im Rest der Welt die Post ab. Noch steuern Länder wie Brasilien, China, Russland und Japan erst 12,8% zum Konzernumsatz bei. Allerdings war das Wachstum mit 12,4% überdurchschnittlich. Hier sieht Weisskopf grosses Potenzial.

    INVESTITIONEN IN LINDT SHOPS

    Um noch mehr Konsumenten zu erreichen, werden die Hälfte der für dieses Jahr geplanten 30 bis 40 neuen Lindt-Shops in der Region Rest der Welt eröffnet. Bereits 2017 kamen 50 neue Läden hinzu - insgesamt umfasst das Ladennetz 410 Shops.

    Es hat uns sehr weh getan, dass wir erstmals unsere Wachstumsprognose verpasst haben", sagte Weisskopf weiter. Insgesamt hat Lindt & Sprüngli den Umsatz 2017 um 4,8% auf 4,09 Mrd CHF erhöht - das organische Wachstum lag nur bei 3,7%. Diese Umsatzzahlen wurden bereits im Januar publiziert und verfehlten die Prognose von 6 bis 8 Prozent (organisch) klar.

    Weisskopf betonte: "Der Standort Schweiz bleibt für uns absolut wichtig." Derzeit investiert der Konzern 30 Mio CHF in ein Kakao-Verarbeitungszentrum in Olten SO, wo Kakaobohnen für den Export verarbeitet werden.

    Jährlich 10 Mio CHF investiert das Unternehmen in die Nachhaltigkeit. Inzwischen hat Lindt & Sprüngli 60'000 Bauern in Afrika und Lateinamerika ausgebildet. 79% der Bohnen können sauber zurückverfolgt werden. Beim Kakaobutter sollen dieses Jahr 20% rückverfolgbar sein.

    FRAUENANTEIL SINKT

    Im Verwaltungsrat von Lindt & Sprüngli steht ein Wechsel an. Petra Schadeberg-Herrmann, die seit 2014 im Gremium ist, steht nicht zur Wiederwahl zur Verfügung. Als Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung Silvio Denz vor. Der Unternehmer ist in den Bereichen Luxusgüter, Wein, Gastronomie, Hotellerie, Kunst sowie Immobilien tätig.

    Zum Rückgang des Frauenanteils sagte Weisskopf: "Der Verwaltungsrat soll kein Herrengremium sein." Das Unternehmen habe zahlreiche Programme, um Frauen zu fördern.

    Die Lindt-Papiere profitierten nicht vom Zahlenausweis: Die Namenaktie schloss mit 0,4% leicht tiefer bei 67'600 CHF, der PS verlor 0,6% auf 5'560 CHF, dies in einem leicht steigenden Gesamtmarkt (SPI +0,2%). Das positive Gesamtbild werde von der enttäuschenden Wachstumsprognose für das laufende Geschäftsjahr getrübt, hiess es u.a. Auch der am Morgen angekündigte Aktienrückkauf über 500 Mio CHF vermochte die Investoren nicht milder zu stimmen.

    uh/mk

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  • 06.03.2018 Lindt & Sprüngli jagt zum nächsten Rekordergebnis - Aktie leicht im Minus

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt & Sprüngli jagt zum nächsten Rekordergebnis - Aktie leicht im Minus

    06.03.2018 | 15:34:58

    (Zusammenfassung)

    Kilchberg (awp/sda) - Süsse Stimmung bei Lindt & Sprüngli: Der Schokoladenkonzern hat letztes Jahr unter dem neuen Konzernchef Dieter Weisskopf wieder ein neues Rekordergebnis erzielt. Allerdings flachte das Wachstum wegen Schwierigkeiten in den USA ab.

    Obwohl das rückläufige US-Geschäft das Wachstumstempo 2017 drosselte, hat Lindt & Sprüngli erneut mehr verdient. Der Reingewinn erhöhte sich um 7,8% auf 452,5 Mio CHF. Gesteigert wurde auch die Marge auf Ebene Betriebsgewinn (Ebit) und zwar um 0,2 Prozentpunkte auf 14,6% - auch dank tiefer Kakaopreise.

    Die Aktionäre sollen vom höheren Gewinn auch profitieren. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung nämlich eine um 5,7% höhere Dividende, was bei der Namenaktie einem Betrag von 930 CHF und beim PS einem solche von 93,00 CHF entspricht.

    Der Gegenwind auf den Märkten, gegen den schon Weisskopfs Vorgänger Ernst Tanner kämpfte, spitzte sich letztes Jahr weiter zu. In Europa kamen zum generell rückläufigen Schokoladenkonsum viele politische Unsicherheiten und geringes Wirtschaftswachstum hinzu. Obwohl die Konsumentenstimmung gedrückt war, legte Lindt & Sprüngli in Europa organisch 6,2% zu. Auf dem Heimmarkt resultierte ein Plus von 0,7%.

    US-ABSATZKANÄLE LEIDEN WEGEN AMAZON

    Optimistisch stimmt Weisskopf in Europa, wo der Konzern rund 47% des Umsatzes erzielt, dass der Premiummarkt wächst. Der Trend, lieber weniger, dafür von besserer Qualität gilt auch für den Sorgenmarkt Nordamerika, wo der Umsatz 1,6% schrumpfte. Die USA steuern gut 34% zum Gesamtumsatz bei und Kanada 5,8%.

    Wir sind nicht zufrieden mit dem USA-Geschäft", sagte Weisskopf. Zusätzlich zum Preisdruck von Hard- und Softdiscountern machte dem Konzern in den USA die Omnipräsenz von Amazon zu schaffen. "Der E-Commerce über Amazon schadet unseren wichtigsten Absatzkanälen, den Drogeriemärkten und Warenhäusern", sagte Weisskopf.

    In den USA ist Lindt & Sprüngli mit den Linien Lindt und Ghirardelli im Marktdurchschnitt zwar gewachsen. Das süsse Geschäft versalzen hat jedoch die Praliné-Tochter Russel Stover, die vor vier Jahren übernommen wurde. Ihre Neuausrichtung dauert länger als erwartet. Immerhin sei der Absatz der zuckerfreien Schokolade, die Stover letztes Jahr mit Stevia lancierte, erfreulich, so Weisskopf.

    Im Gegensatz zu den gesättigten Märkten des Westens geht in den jüngeren Lindt & Sprüngli-Märkten im Rest der Welt die Post ab. Noch steuern Länder wie Brasilien, China, Russland und Japan erst 12,8% zum Konzernumsatz bei. Allerdings war das Wachstum mit 12,4% überdurchschnittlich. Hier sieht Weisskopf grosses Potenzial.

    INVESTITIONEN IN LINDT SHOPS

    Um noch mehr Konsumenten zu erreichen, werden die Hälfte der für dieses Jahr geplanten 30 bis 40 neuen Lindt-Shops in der Region Rest der Welt eröffnet. Bereits 2017 kamen 50 neue Läden hinzu - insgesamt umfasst das Ladennetz 410 Shops.

    Es hat uns sehr weh getan, dass wir erstmals unsere Wachstumsprognose verpasst haben", sagte Weisskopf weiter. Insgesamt hat Lindt & Sprüngli den Umsatz 2017 um 4,8% auf 4,09 Mrd CHF erhöht - das organische Wachstum lag nur bei 3,7%. Diese Umsatzzahlen wurden bereits im Januar publiziert und verfehlten die Prognose von 6 bis 8 Prozent (organisch) klar.

    Weisskopf betonte: "Der Standort Schweiz bleibt für uns absolut wichtig." Derzeit investiert der Konzern 30 Mio CHF in ein Kakao-Verarbeitungszentrum in Olten SO, wo Kakaobohnen für den Export verarbeitet werden.

    Jährlich 10 Mio CHF investiert das Unternehmen in die Nachhaltigkeit. Inzwischen hat Lindt & Sprüngli 60'000 Bauern in Afrika und Lateinamerika ausgebildet. 79% der Bohnen können sauber zurückverfolgt werden. Beim Kakaobutter sollen dieses Jahr 20% rückverfolgbar sein.

    FRAUENANTEIL SINKT

    Im Verwaltungsrat von Lindt & Sprüngli steht ein Wechsel an. Petra Schadeberg-Herrmann, die seit 2014 im Gremium ist, steht nicht zur Wiederwahl zur Verfügung. Als Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung Silvio Denz vor. Der Unternehmer ist in den Bereichen Luxusgüter, Wein, Gastronomie, Hotellerie, Kunst sowie Immobilien tätig.

    Zum Rückgang des Frauenanteils sagte Weisskopf: "Der Verwaltungsrat soll kein Herrengremium sein." Das Unternehmen habe zahlreiche Programme, um Frauen zu fördern.

    Die Lindt-Papiere profitierten nicht von den heutigen News. Um 15.30 Uhr notierte die Aktie 1,2% tiefer bei 67'100 CHF, der PS verlor 0,8% auf 5'550 CHF, dies in einem ansonsten freundlichen Gesamtmarkt (SPI +0,4%). Das positive Gesamtbild werde von der enttäuschenden Wachstumsprognose für das laufende Geschäftsjahr getrübt, hiess es u.a. Auch der am Morgen angekündigte Aktienrückkauf über 500 Mio CHF vermochte die Investoren nicht milder zu stimmen.

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  • 06.03.2018 Lindt&Sprüngli steigert EBIT-Marge, erhöht Dividende und plant Aktienrückkauf

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt&Sprüngli steigert EBIT-Marge, erhöht Dividende und plant Aktienrückkauf

    06.03.2018 | 08:17:24

    (ergänzt mit weiteren Details)

    Kilchberg (awp) - Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2017 die Gewinnzahlen verbessert und damit mehr oder weniger im Rahmen der Schätzungen abgeschlossen. Einmal mehr wird die Dividende erhöht, zudem soll bereits nächste Woche ein Aktienrückkaufprogramm gestartet werden. Für das laufende Jahr 2018 erwartet der Schokoladen-Hersteller ein Wachstum von 5% mit einer Marge im Rahmen der strategischen Langfristziele.

    Bereits bekannt seit Mitte Januar sind die Verkaufszahlen, nun hat der Konzern auch noch seine Gewinnzahlen veröffentlicht. Der Betriebsgewinn (EBIT) legte laut Mitteilung vom Dienstag um 5,8% auf 595,4 Mio CHF und der Reingewinn um 7,8% auf 452,5 Mio zu. Der Gruppen-Umsatz stieg um 4,4% auf 4,09 Mrd CHF. Organisch waren es +3,7%, womit Lindt klar unter dem eigenen strategischen Zielwert von 6-8% lag. Schwach lief bekanntlich das Geschäft des vor ein paar Jahren übernommenen US-Schokoladenherstellers Russell Stover, der seit einiger Zeit entsprechend restrukturiert wird.

    MARGE UM 20 BZW. 30 BASISPUNKTE VERBESSERT

    Da die Gewinnzahlen schneller gewachsen sind als der Umsatz, fallen auch die Margen etwas höher aus als im Vorjahr. Auf operativer Ebene ergibt sich eine Margenausweitung um 20 Basispunkte auf 14,6%, beim Reingewinn sind es 30 Basispunkte auf 11,1%. Das Unternehmen lag mit den vorgelegten Zahlen mehr oder weniger im Rahmen der Schätzungen, hatte allerdings zusammen mit dem Umsatz bereits gewisse Andeutungen bzgl. Marge gegeben.

    Die Aktionäre sollen vom höheren Gewinn profitieren. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung nämlich eine Erhöhung der Dividende um 5,7%. Dies entspricht einem Betrag von 930 CHF pro Namenaktie (420 CHF aus verrechnungssteuerfreier Agio-Ausschüttung und 510 CHF aus Bilanzgewinn) bzw. analog von 93,00 CHF pro Partizipationsschein.

    Daneben will Lindt "aufgrund der hohen Liquidität, der soliden Bilanz und des kontinuierlich hohen Cash Flows" ein Rückkaufprogramm für Namenaktien und Partizipationsscheine im Umfang von bis zu 500 Mio CHF starten. Der Rückkauf soll bereits am 12. März beginnen und dauert bis längstens 31. Juli 2019. Eine zweite Handelslinie an der Schweizer Börse SIX wird dazu eingerichtet.

    ORGANISCHES WACHSTUM VON RUND 5% FÜR 2018 ERWARTET

    Für die weitere Zukunft gibt sich der Konzern zuversichtlich und bestätigt entsprechend das mittel- bis langfristige organische Wachstumsziel von 6-8% kombiniert mit einer jährlichen Erhöhung der EBIT-Marge um 20 bis 40 Basispunkte. Etwas zurückhaltender gibt sich das Management für das laufende Jahr 2018.

    Erwartet wird "aufgrund der anhaltenden strategischen Neuausrichtung von Russell Stover und den aktuellen Herausforderungen am US-amerikanischen Markt" nämlich lediglich ein organisches Wachstum von rund 5% und eine Steigerung der operativen Gewinnmarge innerhalb der langfristigen Zielsetzung. Wie bereits angekündigt, soll der Standort Schweiz dieses Jahr ausgebaut werden. Dazu werden über 30 Mio CHF in den Ausbau und in die Modernisierung des Werks in Olten, dem sogenannten Lindt Cocoa Center, fliessen. Damit werden ab Frühjahr 2019 weitere Kapazitäten für das Wachstum der gesamten Gruppe geschaffen, wie es hiess.

    Wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist, wird 2018 ausserdem die Präsenz in neuen Märkten ausgebaut. Ein neues regionales Büro in Ungarn soll die geplante Expansion in weitere osteuropäische Länder unterstützen. In Mexiko werde ausserdem diesen Monat eine Tochtergesellschaft eröffnet. Zudem will der Konzern den Angaben zufolge die Expansion der eigenen Läden (Lindt Shops) in "spannenden Grossstädten" und die Kooperationspartnerschaften im Bereich Duty Free vorantreiben, aber auch verschiedene Produktneuheiten lancieren.

    WECHSEL IM VERWALTUNGSRAT

    Ausserdem kommt es noch zu einer Veränderung im Verwaltungsrat. Petra Schadeberg-Herrmann, die seit 2014 im Gremium ist, wird sich "aus persönlichen Gründen" nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stellen. Als Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat an der Generalversammlung vom 3. Mai 2018 Silvio Denz zur Neuwahl vor. Denz ist als Schweizer Unternehmer in den Bereichen Luxusgüter, Wein, Gastronomie, Hotellerie, Kunst sowie Immobilien tätig.

    uh/gab

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  • 06.03.2018 Lindt&Sprüngli steigert EBIT-Marge auf 14,6% - Aktienrückkauf über 500 Mio CHF

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    Lindt&Sprüngli steigert EBIT-Marge auf 14,6% - Aktienrückkauf über 500 Mio CHF

    06.03.2018 | 06:53:56

    Kilchberg (awp) - Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Geschäftsjahr 2017 die Gewinnzahlen verbessert und damit mehr oder weniger im Rahmen der Schätzungen abgeschlossen. Einmal mehr wird die Dividende erhöht, zudem will der Konzern bereits nächste Woche ein Aktienrückkaufprogramm starten. Im Ausblick bestätigt der Schokoladen-Hersteller seine mittel- bis langfristigen strategischen Ziele zu Umsatz und EBIT-Marge.

    Der Betriebsgewinn (EBIT) legte im Berichtsjahr um 5,8% auf 595,4 Mio CHF zu, der Reingewinn um 7,8% auf 452,5 Mio. Entsprechend ergibt sich eine im Vergleich zum Vorjahr höhere EBIT-Marge von 14,6% (VJ 14,4%) bzw. eine Reingewinnmarge von 11,1% (10,8%), wie es im Geschäftsbericht heisst, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

    Die Verkaufszahlen sind seit Mitte Januar bekannt: Der Gruppen-Umsatz stieg um 4,4% auf 4,09 Mrd CHF, organisch waren es +3,7%. Der Konzern blieb damit klar unter seinem eigenen langfristigen strategischen Zielwert von 6-8%. Ohne Russell Stover lag das organische Wachstum bei 5,9%.

    Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung aufgrund der Zahlen die Ausschüttung einer höheren Dividende, und zwar von 930 CHF (VJ 880) pro Namenaktie bzw. 93,00 CHF (88,00) pro PS.

    Das Unternehmen lag mit den vorgelegten Zahlen mehr oder weniger im Rahmen der Schätzungen, hatte allerdings zusammen mit dem Umsatz auch schon gewisse Andeutungen bzgl. Marge gegeben. Analysten prognostizierten im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen EBIT von 597,3 Mio (Marge 14,6%) sowie einen Reingewinn von 444,4 Mio CHF. Die Dividende für den PS wurde mit 94,40 CHF etwas höher erwartet.

    Für die weitere Zukunft gibt sich der Konzern weiter optimistisch und bestätigt das mittel- bis langfristige organische Wachstumsziel von 6-8% kombiniert mit einer jährlichen Erhöhung der EBIT-Marge um 20-40 Basispunkte.

    Daneben hat Lindt "aufgrund der hohen Liquidität, der soliden Bilanz und des kontinuierlich hohen Cash Flows" beschlossen, ein Rückkaufprogramm für Namenaktien und Partizipationsscheine im Umfang von bis zu 500 Mio CHF zu starten. Der Rückkauf soll bereits am 12. März beginnen und dauert bis längstens 31. Juli 2019.

    uh/ra

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG