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  • 20.03.2019 Schweizer Nahrungsmittelhersteller bereit für den Brexit

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    Schweizer Nahrungsmittelhersteller bereit für den Brexit

    20.03.2019 | 14:09:40

    (von Claire Kostmann, AWP)

    Zürich (awp) - Schweizer Lebensmittelhersteller fühlen sich für den Brexit gerüstet. Offizieller Termin für den Austritt Grossbritanniens aus der EU ist nach heutigen Stand der Dinge immer noch der 29. März - eine Verschiebung ist höchst wahrscheinlich. Wie auch immer: Nestlé und Co. halten sich bereit.

    Der Branchenprimus Nestlé etwa hat seine Vorräte in Grossbritannien aufgestockt. Priorität von Nestlé sei es, "den Konsumenten in Grossbritannien und anderen europäischen Ländern unabhängig von der endgültigen politischen Einigung weiterhin Zugang zu Nahrungsmitteln und Getränken zu gewähren", erklärte ein Firmensprecher.

    Auch der irisch-schweizerische Backwarenhersteller Aryzta hat zusätzliche Kühlhäuser für die Erhöhung der Lagerbestände organisiert und sich alternative Lieferanten für die wichtigsten Rohstoffe" besorgt. Trotzdem könnte es kurzfristig zu Engpässen kommen, was sich aber schätzungsweise 2019 mit weniger als 2 Prozent im operativen Gewinn EBITDA niederschlagen sollte.

    Alternative Lösungen

    Der Milchverarbeiter Emmi produziert für den britischen Markt den Caffè Latte und den Käse in der Schweiz, den Joghurt in Deutschland und die Desserts in Italien. Sollten sich aber aus einem "harten Brexit" Probleme ergeben, werde Emmi "alternative Produktionslösungen" prüfen, erklärte eine Firmensprecherin auf Anfrage. Grossbritannien gehöre aber "nicht zu den fünf wichtigsten Auslandsmärkten" Emmis.

    Barry Callebaut beliefert seinen britischen Partner Burton's mit jährlich mehr als 12'000 Tonnen Schokolade und Compound-Schokolade. Dieser sei "der ideale Partner", um die wachsende Nachfrage britischer Kunden "in allen möglichen Brexit-Szenarien" zu decken.

    Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli verzeichnete im vergangenen Jahr in Grossbritannien ein Wachstum von mehr als 11 Prozent auf 253 Millionen Franken. Die Insel ist für die Kilchberger damit mit einem Umsatzanteil von 5,7 Prozent der fünftgrösste europäische Markt.

    Handelsabkommen beruhigt

    Schlaflose Nächte bereitet der Brexit dem Lindt-Management aber nicht. Das Handelsabkommen der Schweiz mit Grossbritannien dürfte etwaigen Lieferproblemen vorbeugen, sagte etwa Konzernchef Dieter Weisskopf vor gut zwei Wochen an der Bilanzmedienkonferenz.

    Ende Februar wurde ein Handelsabkommen zwischen Bern und London unterzeichnet. Es tritt in Kraft, sobald das Vereinigte Königreich die EU ohne geregelten Scheidungsvertrag verlässt. Die Vereinbarung soll für die Schweiz und ihre Unternehmen eine harte Landung bestmöglich abfedern.

    ck/al/ra/rw

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  • 05.03.2019 Lindt&Sprüngli bekommt Umbruch im Handel zu spüren

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt&Sprüngli bekommt Umbruch im Handel zu spüren

    05.03.2019 | 17:46:52

    (Zusammenfassung mit Schluskurs)

    Zürich (awp) - Lindorkugeln und Pralinen haben auch 2018 die Kassen bei Lindt&Sprüngli klingeln lassen. Und in diesem Jahr soll es mindestens im gleichen Tempo weitergehen. Doch der Umbruch im Detailhandel stellt auch das erfolgsverwöhnte Unternehmen vor Herausforderungen.

    "Das Handelsumfeld ist im Wandel", stellte Lindt-Chef Dieter Weisskopf gleich zu Beginn der diesjährigen Bilanzmedienkonferenz klar. Die Händler seien unter Druck durch den Onlinehandel, durch Discounter und auch durch das verstärkte Auftreten von eigens für die Händler hergestellten Marken, den sogenannten Private-Label-Produkten. "Der Preisdruck auf die Hersteller lässt sich nicht leugnen."

    Zwar betonte Weisskopf mehrmals, dass die Konsumenten vermehrt auf Genuss setzten. Sie seien bereit, Geld für höchste Qualität auszugeben. Und Lindt sei in diesem Umfeld perfekt positioniert. Dennoch: Der Umbruch im Handel und der Preisdruck gingen auch an dem Schokoladenkonzern aus Kilchberg im letzten Jahr nicht spurlos vorbei.

    Kaum Preiserhöhungen möglich

    Das Unternehmen steigerte den Umsatz 2018 aus eigener Kraft um 5,1 Prozent auf 4,31 Milliarden Franken. Das ist immer noch schneller als das Marktwachstum, doch an die früheren Zuwachsraten konnte Lindt damit nicht mehr anknüpfen. Schon bei der Vorlage der Umsatzzahlen hatte Lindt die langfristige Messlatte von 6 bis 8 Prozent jährlichen Zuwächsen auf 5 bis 7 Prozent heruntergeschraubt.

    Das letztjährige Wachstum wurde zudem fast vollständig erzielt, indem Lindt mehr Schokolade verkaufte. Preiserhöhungen steuerten gerade einmal 0,2 Prozent bei. Und auch künftig ist hier nur wenig Spielraum auszumachen: "Wir sind praktisch in einer Null-Inflationszone bei Lebensmitteln", sagte Weisskopf.

    Was die Profite angeht, konnte Lindt im letzten Jahr immerhin von Rückenwind durch tiefe Rohstoffpreise profitieren. Der Betriebsgewinn legte mit knapp 7 Prozent auf 637 Millionen Franken etwas schneller zu als der Umsatz. Unter dem Strich blieben mit 487 Millionen Franken 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch der Rückenwind dürfte schon in diesem Jahr in Gegenwind umschlagen: Die Kakaobohnen verteuern sich wieder.

    Optimierungen der Lieferkette

    Auf der anderen Seite dürften einige Belastungsfaktoren wegfallen oder sich zumindest verringern: Bei der 2014 übernommenen US-Firma Russell Stover, die sich in den letzten Jahren als Bremsklotz erwiesen hatte, sollen sich die Umsätze laut Weisskopf in diesem Jahr stabilisieren.

    Zudem hat Lindt in den USA im letzten Jahr die Logistik neu aufgestellt. Damit sollen die gestiegenen Transportkosten aufgefangen werden, mit denen auch die Konkurrenz zu kämpfen hat. Neu läuft die Verteilung der Produkte der drei US-Gesellschaften über fünf Logistikzentren, womit die Lastwagen besser ausgelastet werden können. Auch in anderen Ländern will Lindt Verbesserungen der Lieferkette in Angriff nehmen.

    Mehr Kundendaten dank Onlinehandel

    Vorwärts machen will Lindt auch im Onlinehandel. Dieser gewinnt laufend an Bedeutung. Für Schokolade sind das nicht unbedingt gute Nachrichten. Denn das süsse Produkt profitiert davon, mit verlockenden Verpackungen hungrige Konsumenten im Laden zum Kauf zu verleiten. Solche Impulskäufe spielen jedoch im Internet kaum eine Rolle. Dazu gilt es, die Schokolade zuzustellen, ohne dass sie bei hohen Temperaturen dahin schmilzt.

    "Verkäufe über E-Commerce werden bei Schokolade nie in den Himmel wachsen", sagte Weisskopf. Dennoch sei es ein wichtiger Kanal und entscheidend, dort gut aufgestellt zu sein. So beliefert Lindt grosse Verkaufsplattformen wie Amazon und Alibaba und Tmall in China. "In den nächsten Jahren kann das schon eine ansehnliche Grösse annehmen." Im vergangenen Jahr sei der Online-Kanal auf kleiner Flamme um rund einen Fünftel gewachsen.

    Vor einem halben Jahr hat Lindt eine E-Commerce-Strategie ausgearbeitet. Dabei schielt der Schokoladenkonzern insbesondere auch auf die wertvollen Kundendaten. "Wie können wir die Kanäle nutzen, um mehr zu erfahren?" Auch die eigenen Shops sollen dazu beitragen, mehr über die Kunden zu lernen und zugleich die Marke noch bekannter zu machen. Inzwischen betreibt Lindt 460 eigene Läden.

    Insgesamt zeigte sich Weisskopf zuversichtlich. Auf die Nachfrage eines Journalisten, wie lange Lindt noch über dem Markt wachsen könne, sagte er: "Ich sehe keine Grenze."

    An der Börse kam derweil kaum Optimismus auf: Die Lindt-Partizipationsscheine verloren in einem wenig veränderten Gesamtmarkt 0,1 Prozent, die Namenaktien schlossen unverändert.

    tt/rw/ra

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  • 05.03.2019 Lindt&Sprüngli bekommt Umbruch im Handel zu spüren

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    Lindt&Sprüngli bekommt Umbruch im Handel zu spüren

    05.03.2019 | 14:45:24

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Lindorkugeln und Pralinen haben auch 2018 die Kassen bei Lindt&Sprüngli klingeln lassen. Und in diesem Jahr soll es mindestens im gleichen Tempo weitergehen. Doch der Umbruch im Detailhandel stellt auch das erfolgsverwöhnte Unternehmen vor Herausforderungen.

    "Das Handelsumfeld ist im Wandel", stellte Lindt-Chef Dieter Weisskopf gleich zu Beginn der diesjährigen Bilanzmedienkonferenz klar. Die Händler seien unter Druck durch den Onlinehandel, durch Discounter und auch durch das verstärkte Auftreten von eigens für die Händler hergestellten Marken, den sogenannten Private-Label-Produkten. "Der Preisdruck auf die Hersteller lässt sich nicht leugnen."

    Zwar betonte Weisskopf mehrmals, dass die Konsumenten vermehrt auf Genuss setzten. Sie seien bereit, Geld für höchste Qualität auszugeben. Und Lindt sei in diesem Umfeld perfekt positioniert. Dennoch: Der Umbruch im Handel und der Preisdruck gingen auch an dem Schokoladenkonzern aus Kilchberg im letzten Jahr nicht spurlos vorbei.

    Kaum Preiserhöhungen möglich

    Das Unternehmen steigerte den Umsatz 2018 aus eigener Kraft um 5,1 Prozent auf 4,31 Milliarden Franken. Das ist immer noch schneller als das Marktwachstum, doch an die früheren Zuwachsraten konnte Lindt damit nicht mehr anknüpfen. Schon bei der Vorlage der Umsatzzahlen hatte Lindt die langfristige Messlatte von 6 bis 8 Prozent jährlichen Zuwächsen auf 5 bis 7 Prozent heruntergeschraubt.

    Das letztjährige Wachstum wurde zudem fast vollständig erzielt, indem Lindt mehr Schokolade verkaufte. Preiserhöhungen steuerten gerade einmal 0,2 Prozent bei. Und auch künftig ist hier nur wenig Spielraum auszumachen: "Wir sind praktisch in einer Null-Inflationszone bei Lebensmitteln", sagte Weisskopf.

    Was die Profite angeht, konnte Lindt im letzten Jahr immerhin von Rückenwind durch tiefe Rohstoffpreise profitieren. Der Betriebsgewinn legte mit knapp 7 Prozent auf 637 Millionen Franken etwas schneller zu als der Umsatz. Unter dem Strich blieben mit 487 Millionen Franken 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch der Rückenwind dürfte schon in diesem Jahr in Gegenwind umschlagen: Die Kakaobohnen verteuern sich wieder.

    Optimierungen der Lieferkette

    Auf der anderen Seite dürften einige Belastungsfaktoren wegfallen oder sich zumindest verringern: Bei der 2014 übernommenen US-Firma Russell Stover, die sich in den letzten Jahren als Bremsklotz erwiesen hatte, sollen sich die Umsätze laut Weisskopf in diesem Jahr stabilisieren.

    Zudem hat Lindt in den USA im letzten Jahr die Logistik neu aufgestellt. Damit sollen die gestiegenen Transportkosten aufgefangen werden, mit denen auch die Konkurrenz zu kämpfen hat. Neu läuft die Verteilung der Produkte der drei US-Gesellschaften über fünf Logistikzentren, womit die Lastwagen besser ausgelastet werden können. Auch in anderen Ländern will Lindt Verbesserungen der Lieferkette in Angriff nehmen.

    Mehr Kundendaten dank Onlinehandel

    Vorwärts machen will Lindt auch im Onlinehandel. Dieser gewinnt laufend an Bedeutung. Für Schokolade sind das nicht unbedingt gute Nachrichten. Denn das süsse Produkt profitiert davon, mit verlockenden Verpackungen hungrige Konsumenten im Laden zum Kauf zu verleiten. Solche Impulskäufe spielen jedoch im Internet kaum eine Rolle. Dazu gilt es, die Schokolade zuzustellen, ohne dass sie bei hohen Temperaturen dahin schmilzt.

    "Verkäufe über E-Commerce werden bei Schokolade nie in den Himmel wachsen", sagte Weisskopf. Dennoch sei es ein wichtiger Kanal und entscheidend, dort gut aufgestellt zu sein. So beliefert Lindt grosse Verkaufsplattformen wie Amazon und Alibaba und Tmall in China. "In den nächsten Jahren kann das schon eine ansehnliche Grösse annehmen." Im vergangenen Jahr sei der Online-Kanal auf kleiner Flamme um rund einen Fünftel gewachsen.

    Vor einem halben Jahr hat Lindt eine E-Commerce-Strategie ausgearbeitet. Dabei schielt der Schokoladenkonzern insbesondere auch auf die wertvollen Kundendaten. "Wie können wir die Kanäle nutzen, um mehr zu erfahren?" Auch die eigenen Shops sollen dazu beitragen, mehr über die Kunden zu lernen und zugleich die Marke noch bekannter zu machen. Inzwischen betreibt Lindt 460 eigene Läden.

    Insgesamt zeigte sich Weisskopf zuversichtlich. Auf die Nachfrage eines Journalisten, wie lange Lindt noch über dem Markt wachsen könne, sagte er: "Ich sehe keine Grenze."

    An der Börse kommt derweil kaum Optimismus auf: Die Lindt-Partizipationsscheine verlieren in einem ungünstigen Gesamtmarkt bis 14.30 Uhr 0,1 Prozent, die Namenaktien 0,8 Prozent.

    tt/rw

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  • 05.03.2019 Lindt&Sprüngli-Aktien schwächeln nach Gewinnzahlen

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    Lindt&Sprüngli-Aktien schwächeln nach Gewinnzahlen

    05.03.2019 | 09:35:03

    Zürich (awp) - Die Lindt&Sprüngli-Papiere reagieren mit Abschlägen auf die Veröffentlichung der Gewinnzahlen für 2018. Für Experten waren in den Zahlen keine grossen Überraschungen enthalten. Bezüglich der künftigen Aussichten sind die Meinungen jedoch geteilt.

    Bis 9.10 Uhr verlieren die Partizipationsscheine in einem ungünstigen Gesamtmarkt 1,3 Prozent auf 6'415 Franken, die Namenaktien 0,5 Prozent auf 74'000 Franken. Der SPI verliert zugleich 0,49 Prozent. Die Papiere des Schokoladenkonzerns hatten im letzten Jahr noch zu den wenigen Gewinnern an der Börse gezählt, seit Jahresbeginn haben sie sich jedoch etwas unterdurchschnittlich entwickelt.

    Für Analysten beinhalten die Zahlen zur Profitabilität keine grossen Überraschungen. Gewisse Fragezeichen ergäben sich allerdings durch die Margenentwicklungen in den verschiedenen Regionen, schreibt der zuständige Vontobel-Analyst. So habe sich die Marge in Europa um 140 Basispunkte auf rekordhohe 19,3 Prozent verbessert und im Rest der Welt um 240 Basispunkte auf 18,4 Prozent. Dafür sei die Region Nafta mit einer Einbusse von 240 Basispunkten auf das tiefste Level seit zehn Jahren gefallen.

    Bezüglich der Marge verdüstern sich die Aussichten jedoch etwas. Ohne die tieferen Rohmaterialkosten im abgelaufenen Jahr hätten die Margen bereits 2018 gelitten, heisst es bei der UBS. Die Kapitalintensivität des Geschäfts erhöhe sich im Zuge des verlangsamten Wachstums. Und in diesem Jahr dürfte der Rückenwind durch die tiefen Rohstoffpreise in Gegenwind umschlagen, wie Vontobel festhält.

    Baader weist zudem daraufhin, dass strukturelle Risiken durch veränderte Konsumgewohnheiten noch nicht ausreichend im aktuellen Aktienkurs eingepreist seien.

    Deutlich optimistischer klingt es dagegen bei der ZKB: Das Geschäftsmodell von Lindt mit einer langfristigen Verbesserung der EBIT-Marge und einem überdurchschnittlichen organischen Umsatzwachstum dürfte wieder mehr Beachtung finden, nachdem die aggressive Margenstrategie von Kraft Heinz gescheitert sei, die in den vergangenen Jahren die Nahrungsmittelindustrie geprägt habe.

    Die ZKB rät daher zum "Übergewichten" der Titel, während Vontobel auf "Halten setzt" und Baader und die UBS Verkaufsempfehlungen aussprechen.

    tt/uh

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  • 05.03.2019 Lindt&Sprüngli-Chef Weisskopf verdient weiterhin weniger als Vorgänger Tanner

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    Lindt&Sprüngli-Chef Weisskopf verdient weiterhin weniger als Vorgänger Tanner

    05.03.2019 | 09:30:06

    Kilchberg (awp) - Lindt&Sprüngli-Chef Dieter Weisskopf hat 2018 mit 3,8 Millionen Franken rund 600'000 Franken mehr verdient als noch im Vorjahr. Damit musste der seit Oktober 2016 amtierende Konzernchef aber erneut mit weniger Lohn auskommen müssen als sein Vorgänger und Verwaltungsratspräsident Ernst Tanner.

    Tanner erhielt als exekutiver Verwaltungsratspräsident für 2018 gut 4 Millionen Franken, wie aus dem am Dienstag publizierten Geschäftsbericht hervorgeht. Im Vorjahr waren es 2,3 Millionen Franken gewesen für sein Verwaltungsratsmandat sowie das Präsidium, das er ab April übernommen hatte. Im Jahr 2016, als er den Posten des Konzernchefs an Weisskopf übergab, hatte er 7,7 Millionen erhalten.

    Für den gesamten Verwaltungsrat gab der Schokoladenkonzern im vergangenen Jahr 4,7 Millionen Franken aus. Im Vorjahr waren es noch knapp 3 Millionen Franken gewesen. Für die Konzernleitung wendete Lindt insgesamt 15,1 Millionen Franken auf.

    tt/uh

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  • 05.03.2019 Lindt&Sprüngli steigert Profitabilität 2018 und erhöht die Dividende

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    Lindt&Sprüngli steigert Profitabilität 2018 und erhöht die Dividende

    05.03.2019 | 07:54:20

    Kilchberg (awp) - Beim Schokoladenkonzern Lindt & Sprüngli ist auch 2018 der Gewinn schneller gewachsen als der Umsatz. An seinen Lindorkugeln und Pralinés verdiente das Unternehmen unter dem Strich 487,1 Millionen Franken, 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte um 6,9 Prozent auf 636,7 Millionen Franken, wie Lindt & Sprüngli am Dienstag mitteilte. Das sind 14,8 Prozent des Umsatzes, womit sich die Marge gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte verbesserte.

    Lindt hat sich seit vielen Jahren zum Ziel gesetzt, jedes Jahr 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte mehr an Marge herauszuholen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Beim Umsatz dagegen hat der Zürcher Schokoladenkonzern im Januar die Vorgaben heruntergeschraubt. Neu soll das Wachstum aus eigener Kraft jährlich 5 bis 7 Prozent betragen statt wie zuvor 6 bis 8 Prozent.

    2018 hatte Lindt & Sprüngli 4,31 Milliarden Franken umgesetzt, ein organisches Plus von 5,1 Prozent. Erneut lief es schleppend in den USA, vor allem beim Sorgenkind Russell Stover. Dort schrumpften die Umsätze erneut leicht. Die Abverkäufe von Russell Stover an Weihnachten seien jedoch zufriedenstellend verlaufen, schrieb Lindt in der Mitteilung.

    Trotz weiteren Bremsspuren bei der US-Tochter - mit seinem Gruppen-Wachstum hat der Schokoladenkonzern erneut den Markt geschlagen und weitere Anteile am weltweiten Schokoladengeschäft ergattert. Allerdings musste das Management um Konzernchef Dieter Weisskopf mit der Senkung des langfristigen Wachstumsziels eingestehen, dass die Luft allmählich etwas dünner wird.

    Mehr Dividende

    Die Aktionäre müssen aber nicht darben. Ihnen will Lindt den Jahresabschluss mit einer Dividende von 100 Franken pro Partizipationsschein und 1000 Franken pro Namenaktie versüssen. Das sind 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Zudem führt Lindt sein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu einer halben Milliarde Franken fort, dieses läuft noch bis Ende Juli 2019. Per Ende 2018 seien bereits Aktien und Partizipationsscheine in Höhe von 119,6 Millionen Franken, entsprechend 0,8 Prozent des Aktienkapitals, zurückgekauft worden, hiess es in der Mitteilung.

    Mit dem Zahlenset hat das Unternehmen die Erwartungen der Finanzgemeinde weitgehend erfüllt. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen EBIT von 639,0 Millionen Franken - entsprechend einer Marge von 14,8 Prozent - und einen Reingewinn von 485,5 Millionen Franken erwartet. Bei der Dividende für den Partizipationsschein hatten sie auf 100,25 Franken getippt.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

    15.01.2019 | 18:01:51

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Kilchberg (awp) - Jetzt ist es offiziell: Die hohen Wachstumsraten bei Lindt&Sprüngli von mindestens 6 Prozent sind Geschichte. Da auch 2018 das Wachstum in den USA nicht so recht auf Touren kommen wollte, senkt das Management seine langjährigen Vorgaben. Trotzdem will der Lindorkugeln-Hersteller weiterhin schneller als die Konkurrenz wachsen.

    Langfristig soll der Konzern organisch noch um 5 bis 7 Prozent zulegen statt wie bisher 6 bis 8 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Branchenbeobachter bezeichneten den Schritt als vernünftig und sinnvoll, sie hatten bereits mit dieser Senkung gerechnet. So war 2018 bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die hohen Vorgaben verfehlt wurden.

    Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Das entspricht in der Berichtswährung Franken einem Plus von 5,5 Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne die günstigen Wechselkurseinflüsse gerechnet, schaffte Lindt ein organisches Wachstum von 5,1 Prozent und konnte damit das in der ersten Jahreshälfte angeschlagene Tempo halten.

    Wandel des Kaufverhaltens

    Im Vorjahr noch hatte sich das Wachstum auf 3,7 Prozent abgeschwächt. Gewöhnt ist sich der Konzern eine deutlich schnellere Umsatzexpansion. Vor 2017 hatte Lindt letztmals im Krisenjahr 2009 eine Wachstumsdelle hinnehmen müssen.

    Doch dieses Mal dürfte es nicht bloss bei einer Delle bleiben, sondern das Wachstum dürfte dauerhaft auf dem tieferen Niveau verbleiben. Zwar ist der grösste Bremsklotz schnell identifiziert: Die 2014 übernommene US-Tochter Russell Stover. Doch die schrumpfenden Umsätze der Marke sind auch Symptome für grundlegende Veränderungen in der Handelslandschaft und im Kaufverhalten.

    So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden. Laut Analysten zeigen etwa die Zahlen aus den USA, dass längst nicht nur Russell Stover für die Abschwächung verantwortlich ist.

    Ankurbeln kann Lindt das Wachstum zwar mit eigenen Läden. Diese dürften im vergangenen Jahr einen bedeutenden Beitrag zum Umsatzplus geleistet haben. Nicht zuletzt sorgten zahlreiche Neueröffnungen - 2018 waren es rund 50 - für neue Einnahmen. Aus diesem Grund sei das starke Wachstum aber mittelfristig nicht unbedingt nachhaltig, meinen Analysten.

    "Fast eine Revolution"

    Auch das Management gesteht nun ein, dass sich die flotten jährlichen Wachstumsraten von 6 bis 8 Prozent nicht mehr aufrecht erhalten lassen. Das tiefere Wachstumsziel sei fast eine Art Revolution, kommentierte ein Experte. Eigentlich kehrt Lindt damit aber zu früheren Ambitionen zurück. Bis 2007 hatte der damalige Lindt-Patron Ernst Tanner nämlich genau die neue Zielspanne (5 bis 7%) vorgegeben.

    Doch nach der Jahrtausendwende wurden diese Ziele regelmässig übertroffen. Der Markt wuchs stetig, dazu zogen auch die Preise an. Nach rekordverdächtigen Wachstumsraten 2005 und 2006 hob Tanner das Ziel schliesslich auf die bis zuletzt geltenden 6 bis 8 Prozent an.

    Verbesserung in USA angedeutet

    Inzwischen sind die beiden zentralen Märkte Nordamerika und Europa weitgehend gesättigt. In den Schwellenländern legt Lindt zwar rasant zu, doch ist deren Umsatzanteil im Verhältnis noch bescheiden. Allerdings sind auch die neuen Ziele kein Selbstläufer. Voraussetzung, dass diese erreicht werden können, bleibt eine gewisse Verbesserung in Nordamerika.

    Der Konzern zeigt sich hier guter Dinge: Das neue Ziel werde unterstützt von einem höheren Wachstum in der Region Nafta, hiess es im Ausblick. Erreicht Lindt seine neuen Vorgaben, dürfte der Konzern immer noch schneller als der Markt wachsen und Konkurrenten Marktanteile wegschnappen.

    Auch die Profitabilität soll nach Plänen des Managements weiter zunehmen. Die EBIT-Marge werde sich wie gehabt jährlich zwischen 20 und 40 Basispunkten verbessern. Diese Vorgabe wurde gemäss Mitteilung auch 2018 erreicht. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    Die Anleger reagierten derweil verstimmt auf die Neuigkeiten. An der Börse verloren die Lindt-Namenaktien am Dienstag in einem freundlichen Gesamtmarkt 3,5 Prozent an Wert, die Partizipationsscheine gingen gar um 5,3 Prozent tiefer aus dem Handel.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

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    Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von langjährigem Wachstumsziel

    15.01.2019 | 12:21:37

    (Zusammenfassung)

    Kilchberg (awp) - Jetzt ist es offiziell: Die hohen Wachstumsraten bei Lindt&Sprüngli von mindestens 6 Prozent sind Geschichte. Da auch 2018 das Wachstum in den USA nicht so recht auf Touren kommen wollte, senkt das Management seine langjährigen Vorgaben. Trotzdem will der Lindorkugeln-Hersteller weiterhin schneller als die Konkurrenz wachsen.

    Langfristig soll der Konzern organisch noch um 5 bis 7 Prozent zulegen statt wie bisher 6 bis 8 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Branchenbeobachter bezeichneten den Schritt als vernünftig und sinnvoll, sie hatten bereits mit dieser Senkung gerechnet. So war 2018 bereits das zweite Jahr in Folge, in dem die hohen Vorgaben verfehlt wurden.

    Insgesamt verkaufte der Konzern im vergangenen Jahr für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Das entspricht in der Berichtswährung Franken einem Plus von 5,5 Prozent. Aus eigener Kraft, also ohne die günstigen Wechselkurseinflüsse gerechnet, schaffte Lindt ein organisches Wachstum von 5,1 Prozent und konnte damit das in der ersten Jahreshälfte angeschlagene Tempo halten.

    Wandel des Kaufverhaltens

    Im Vorjahr noch hatte sich das Wachstum auf 3,7 Prozent abgeschwächt. Gewöhnt ist sich der Konzern eine deutlich schnellere Umsatzexpansion. Vor 2017 hatte Lindt letztmals im Krisenjahr 2009 eine Wachstumsdelle hinnehmen müssen.

    Doch dieses Mal dürfte es nicht bloss bei einer Delle bleiben, sondern das Wachstum dürfte dauerhaft auf dem tieferen Niveau verbleiben. Zwar ist der grösste Bremsklotz schnell identifiziert: Die 2014 übernommene US-Tochter Russell Stover. Doch die schrumpfenden Umsätze der Marke sind auch Symptome für grundlegende Veränderungen in der Handelslandschaft und im Kaufverhalten.

    So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden. Laut Analysten zeigen etwa die Zahlen aus den USA, dass längst nicht nur Russell Stover für die Abschwächung verantwortlich ist.

    Ankurbeln kann Lindt das Wachstum zwar mit eigenen Läden. Diese dürften im vergangenen Jahr einen bedeutenden Beitrag zum Umsatzplus geleistet haben. Nicht zuletzt sorgten zahlreiche Neueröffnungen - 2018 waren es rund 50 - für neue Einnahmen. Aus diesem Grund sei das starke Wachstum aber mittelfristig nicht unbedingt nachhaltig, meinen Analysten.

    "Fast eine Revolution"

    Auch das Management gesteht nun ein, dass sich die flotten jährlichen Wachstumsraten von 6 bis 8 Prozent nicht mehr aufrecht erhalten lassen. Das tiefere Wachstumsziel sei fast eine Art Revolution, kommentierte ein Experte. Eigentlich kehrt Lindt damit aber zu früheren Ambitionen zurück. Bis 2007 hatte der damalige Lindt-Patron Ernst Tanner nämlich genau die neue Zielspanne (5 bis 7%) vorgegeben.

    Doch nach der Jahrtausendwende wurden diese Ziele regelmässig übertroffen. Der Markt wuchs stetig, dazu zogen auch die Preise an. Nach rekordverdächtigen Wachstumsraten 2005 und 2006 hob Tanner das Ziel schliesslich auf die bis zuletzt geltenden 6 bis 8 Prozent an.

    Verbesserung in USA angedeutet

    Inzwischen sind die beiden zentralen Märkte Nordamerika und Europa weitgehend gesättigt. In den Schwellenländern legt Lindt zwar rasant zu, doch ist deren Umsatzanteil im Verhältnis noch bescheiden. Allerdings sind auch die neuen Ziele kein Selbstläufer. Voraussetzung, dass diese erreicht werden können, bleibt eine gewisse Verbesserung in Nordamerika.

    Der Konzern zeigt sich hier guter Dinge: Das neue Ziel werde unterstützt von einem höheren Wachstum in der Region Nafta, hiess es im Ausblick. Erreicht Lindt seine neuen Vorgaben, dürfte der Konzern immer noch schneller als der Markt wachsen und Konkurrenten Marktanteile wegschnappen.

    Auch die Profitabilität soll nach Plänen des Managements weiter zunehmen. Die EBIT-Marge werde sich wie gehabt jährlich zwischen 20 und 40 Basispunkten verbessern. Diese Vorgabe wurde gemäss Mitteilung auch 2018 erreicht. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    Die Anleger reagierten derweil verstimmt auf die Neuigkeiten. An der Börse verlieren die Lindt-Namenaktien in einem freundlichen Gesamtmarkt gegen Mittag 3,4 Prozent an Wert, die Partizipationsscheine 4,1 Prozent.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt-Titel verlieren nach Senkung der Langfristziele an Boden

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt-Titel verlieren nach Senkung der Langfristziele an Boden

    15.01.2019 | 09:44:43

    Zürich (awp) - Für die Lindt&Sprüngli-Papiere geht es nach der Vorlage der Umsatzzahlen für 2018 abwärts. Zwar waren die Zahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen, doch hat Lindt nun offiziell die langfristigen Wachstumsziele nach unten geschraubt. Neu peilt der Konzern ein jährliches Plus von 5 bis 7 Prozent statt 6 bis 8 Prozent an.

    Die Lindt-Namenaktien sackt bis 9.35 Uhr um 3,1 Prozent auf 69'500 Franken ab, die Partizipationsscheine verlieren gar 3,9 Prozent auf 5'815 Franken. Der Gesamtmarkt (SPI) liegt derweil 0,5 Prozent im Plus. Noch im Vorjahr hatten die Papiere zeitweise Rekordstände von 85'400 beziehungsweise 7'270 Franken erreicht, bevor sie im Strudel der Kursstürze gegen Ende Jahr nach unten gezogen wurden.

    Analysten stuften die Senkung der Langfristguidance als vernünftigen und erwarteten, zum Teil auch überfälligen Schritt ein. Mit den neuen Zielen bestätige am Ende auch das Management, dass das Umfeld in den USA deutlich rauer geworden sei, schreibt der Analyst von Baader Helvea ("Sell").

    Laut Vontobel ("Hold") handelt es sich um "eine Art Revolution für Lindt, nachdem die Wachstumsprognose des Unternehmens fast 20 Jahre lang immer gleich war." Angesichts der gesättigten Märkte in Europa und Nordamerika sei die Anpassung aber sinnvoll. Die Markterwartungen lägen für die nächsten Jahre unter 6 Prozent.

    Sowohl die ZKB ("Übergewichten") als auch Kepler Cheuvreux ("Reduce") halten denn auch fest, dass die tieferen Wachstumsziele bereits in den Konsensschätzungen für die kommenden Jahr einberechnet sein dürften. Obwohl der Schritt erwartet wurde, sorgte teilweise der Zeitpunkt für Erstaunen: So hätte etwa Kepler damit gerechnet, dass der Entscheid anlässlich einer Investorenkonferenz verkündet werde.

    Beim Gesamtjahreswachstum indes hatte es für die Branchenbeobachter wenig Überraschungen gegeben. Die Zahlen hätten sich im Einklang mit den Halbjahrestrend sowie den Erwartungen entwickelt, lautet der Tenor. Dabei trugen insbesondere auch die eigenen Läden bzw. deren Neueröffnungen zu dem Umsatzplus bei. Ohne diese schätzt die UBS das Wachstum auf vergleichbarer Basis auf 3,4 bis 4 Prozent.

    Um die Aktie in den Augen der Investoren attraktiv zu halten, hält Baader Helvea die Ankündigung eines Effizienzprogramms im März für nötig. Denn anderen Nahrungsmittelhersteller wie Unilever und Danone hätten auf die Wachstumsverlangsamung mit einer höheren Margenausweitung reagiert.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

    15.01.2019 | 07:41:39

    (ausführliche Fassung)

    Kilchberg (awp) - Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von seinem langjährigen Wachstumsziel. In der mittleren bis langen Frist rechnet der Schokoladenkonzern neu mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent statt wie bis anhin 6 bis 8 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr ist Lindt&Sprüngli aus eigener Kraft um 5,1 Prozent gewachsen.

    Insgesamt verkaufte der Konzern für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Gegenüber dem Vorjahr ist das in der Berichtswährung Franken ein Plus von 5,5 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Analysten haben mit einer Umsatzentwicklung in dieser Grössenordnung gerechnet. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Experten (AWP-Konsens) rechneten mit einem Umsatz von 4,33 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 5,1 Prozent.

    Eigentlich ist sich der Konzern aber ein schnelleres Tempo gewohnt. Die eigene Messlatte war bislang ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent. In den letzten zwei Jahren konnten diese langfristigen Zielvorgaben allerdings nicht mehr eingehalten werden. Es harzte vor allem im wichtigsten Markt USA, wo der Schokoladenhersteller mit schrumpfenden Umsätzen seiner Tochter Russell Stover kämpft.

    Gesättigte Märkte

    Zu schaffen machen dem Premium-Schokoladenhersteller aber auch die Veränderungen im Kaufverhalten: So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden.

    Das Marktumfeld habe sich nach wie vor als schwierig erwiesen, schrieb Lindt nun. In Europa und USA seien die Schokolademärkte gesättigt und der zunehmende Preisdruck verändere die Handelslandschaft. Allerdings wachse der Premiumschokolademarkt insgesamt weiterhin - davon könne Lindt&Sprüngli profitieren. Mit der neuen Zielsetzung von 5 bis 7 Prozent Wachstum werde Lindt nach wie vor in allen Märkten überdurchschnittlich wachsen.

    Klares Wachstum in Europa

    Im vergangenen Jahr konnte Lindt&Sprüngli vor allem in den Regionen Europa und "Rest der Welt" zulegen. In Europa legte der Umsatz organisch um 5,6 Prozent zu. Das führt der Konzern in der Mitteilung auf den Zugewinn neuer Marktanteil zurück: Denn die europäischen Schokolademärkte zeichneten sich weitgehend durch stagnierendes und gar rückläufiges Wachstum aus.

    Besonders positiv entwickelte sich der Umsatz laut Mitteilung in Grossbritannien, Deutschland, Österreich und Spanien. Zudem sei es allen osteuropäischen Tochtergesellschaft gelungen, den Umsatz zweistellig zu steigern.

    Ein flottes Wachstum legte Lindt auch im Rest der Welt an den Tag. Mit einem Plus von 10,3 Prozent 2018 werde das Segment immer bedeutender für die Gruppe, schrieb Lindt. Starke Wachstumsschübe verzeichnete der Konzern vor allem in Japan, Südafrika, Brasilien und China.

    Den Umsatz kurbelten darüber hinaus auch die eigenen Lindt-Läden an. Diese sind den Angaben zufolge zweistellig gewachsen. Inzwischen betreibt der Schokoladenhersteller 460 eigene Shops weltweit - allein 2018 waren 50 Läden neu eröffnet worden.

    Russell Stover schrumpft

    Schleppend hingegen lief es für Lindt weiterhin in der Region Nordamerika (Nafta). Das organische Plus lag bei 2,8 Prozent. Der Markt stagniere und sei durch Preisdruck gezeichnet, so Lindt. Die Marken Lindt USA und Ghirardelli seien schneller als der Markt gewachsen. Beim Sorgenkind Russell Stover hingegen schrumpften die Umsätze erneut leicht.

    Lindt erhofft sich hier allerdings mittelfristig eine Verbesserung. Das neue Ziel werde unterstützt von einem höheren Wachstum in der Region Nafta, hiess es im Ausblick.

    Beim Gewinn hält Lindt an der bisherigen Zielsetzung fest. Die EBIT-Marge soll sich jährlich zwischen 20 und 40 Basispunkten verbessern. Dieses Ziel wurde gemäss Mitteilung auch 2018 erreicht. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt der Konzern aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    tt/uh

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  • 15.01.2019 Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

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    Lindt&Sprüngli senkt langfristiges Wachstumsziel auf 5 bis 7 Prozent

    15.01.2019 | 07:24:02

    Kilchberg (awp) - Lindt&Sprüngli verabschiedet sich von seinem langjährigen Wachstumsziel. In der mittleren bis langen Frist rechnet der Schokoladenkonzern neu mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 bis 7 Prozent statt wie bis anhin 6 bis 8 Prozent. Im vergangenen Geschäftsjahr ist Lindt&Sprüngli aus eigener Kraft um 5,1 Prozent gewachsen.

    Insgesamt verkaufte der Konzern für 4,31 Milliarden Franken Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés. Gegenüber dem Vorjahr ist das in der Berichtswährung Franken ein Plus von 5,5 Prozent, wie Lindt am Dienstag mitteilte. Analysten haben mit einer Umsatzentwicklung in dieser Grössenordnung gerechnet. Die von der Nachrichtenagentur AWP befragten Experten (AWP-Konsens) rechneten mit einem Umsatz von 4,33 Milliarden Franken und einem organischen Wachstum von 5,1 Prozent.

    Eigentlich ist sich der Konzern aber ein schnelleres Tempo gewohnt. Die eigene Messlatte war bislang ein Wachstum von 6 bis 8 Prozent. In den letzten zwei Jahren konnten diese langfristigen Zielvorgaben allerdings nicht mehr eingehalten werden. Es harzte vor allem im wichtigsten Markt USA, wo der Schokoladenhersteller mit schrumpfenden Umsätzen seiner Tochter Russell Stover kämpft.

    Zu schaffen machen dem Premium-Schokoladenhersteller aber auch die Veränderungen im Kaufverhalten: So achten Konsumenten vermehrt darauf, wie gesund Nahrungsmittel sind und schwören Süssigkeiten ab. Zudem kaufen sie auch häufiger online ein, wo sie weniger zu Impulskäufen von Schokolade verleitet werden.

    Das Marktumfeld habe sich nach wie vor als schwierig erwiesen, schrieb Lindt nun. In Europa und USA seien die Schokolademärkte gesättigt und der zunehmende Preisdruck verändere die Handelslandschaft. Allerdings wachse der Premiumschokolademarkt insgesamt weiterhin - davon könne Lindt&Sprüngli profitieren. Mit der neuen Zielsetzung von 5 bis 7 Prozent Wachstum werde Lindt nach wie vor in allen Märkten überdurchschnittlich wachsen.

    Beim Gewinn stellt Lindt eine Verbesserung der EBIT-Marge zwischen 20 und 40 Basispunkten in Aussicht. Auch in Zukunft soll sich diese Marge jährlich in dieser Grössenordnung ausdehnen. Der Konzern bestätigte die entsprechende Prognose. Genaueres zu den Gewinnzahlen gibt er aber wie immer etwas später bekannt, dieses Jahr ist es am 5. März soweit.

    tt/uh

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  • 17.08.2018 Lindt & Sprüngli-Manager Andreas Pfluger geht Ende Jahr in den Ruhestand

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    Lindt & Sprüngli-Manager Andreas Pfluger geht Ende Jahr in den Ruhestand

    17.08.2018 | 18:10:51

    Kilchberg (awp) - Beim Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli kommt es zu einer Veränderung in der Geschäftsleitung. Nach 25 Jahren beim Unternehmen wird Konzernleitungsmitglied Andreas Pfluger in den Ruhestand gehen. Er verlässt Lindt & Sprüngli damit per Ende 2018, heisst es am Freitagabend in einem Communiqué.

    Pflugers Verdienste werden in der Mitteilung verdankt. Seine Verantwortlichkeiten würden derweil an die verbleibenden Mitglieder der Konzernleitung übertragen.

    ra/

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  • 24.07.2018 Lindt&Sprüngli gibt nach Wachstumsdelle in den USA wieder Gas

    Betroffene Wertpapiere

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    Lindt&Sprüngli gibt nach Wachstumsdelle in den USA wieder Gas

    24.07.2018 | 12:35:16

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Lindt&Sprüngli ist auf dem Weg aus dem Formtief. In der ersten Jahreshälfte 2018 hat der Hersteller von Lindorkugeln, Osterhasen und Pralinés das Wachstumstempo wieder beschleunigt. Auch in den USA, wo es zuletzt schleppend lief, verkaufte Lindt wieder mehr Premiumschokolade. Dort will Lindt nun die Produktion ausbauen.

    Insgesamt setzte der Premiumschokolade-Hersteller in den ersten sechs Monaten 1,67 Milliarden Franken um, 7,7 Prozent mehr als im Vorjahreshalbjahr, wie er am Dienstag mitteilte. Dabei halfen auch Wechselkurseffekte. Aus eigener Kraft schaffte Lindt ein organisches Plus von 5,1 Prozent.

    Im Vorjahr hatten die schrumpfenden Umsätze der US-Tochter Russell Stover die Gruppe noch stark ausgebremst. In der Folge verfehlte Lindt das mittelfristig angestrebte organische Wachstum von 6 bis 8 Prozent deutlich. Auch dieses Jahr wird es laut dem Management noch nicht ganz dafür reichen: Die Vorgabe für dieses Jahr sieht ein Wachstum von 5 Prozent vor. Für dieses Ziel ist Lindt auf Kurs.

    Ausbau in den USA

    Während es im ersten Semester in Europa und in den Schwellenländern weiterhin gut lief, naschten auch die Konsumenten in Nordamerika wieder mehr Schokolade aus der Lindt-Küche. Besonders zum Valentinstag und an Ostern waren die Kreationen des Konzerns gefragt.

    Die beiden Hauptmarken in den USA, Lindt und Ghirardelli, konnten deutlich zulegen. Trotz schrumpfenden Erlösen beim Sorgenkind Russell Stover wuchs Lindt damit in Nordamerika (Nafta) organisch um 4,0 Prozent. Bei Russell Stover konnten die Einbussen zudem im Vergleich zum Vorjahr eingedämmt werden.

    Neue Produkte hätten hier gezogen, sagte Lindt&Sprüngli-Chef Dieter Weisskopf der Nachrichtenagentur AWP. So verstärkte die US-Tochter ihre zuckerfreie Produktlinie mit einer Schokolade, die mit Stevia-Extrakten gesüsst ist. Auch der Gesamtmarkt in den USA wuchs mit 1,5 Prozent wieder.

    Lindt stellt sich zudem auf künftiges Volumenwachstum in den USA ein und baut aus. In den nächsten drei bis vier Jahren will der Konzern am Standort Stratham rund 200 Millionen Franken in den Bau von neuen Produktionslinien sowie Kakao- und Schokolademassenanlagen stecken.

    Herausforderungen wie der Gesundheitstrend oder der verstärkte Onlinehandel bleiben aber bestehen. Anders als in den stationären Läden kann Lindt online nicht von Impulskäufen profitieren. Der Konzern wolle sich diesen Trends widmen, sagte Weisskopf. "So sind wir auch im Onlinehandel aktiv."

    Kakaopreise wieder gestiegen

    Ein Wermutstropfen gibt es dagegen beim Gewinn. Anders als von Analysten erwartet liess der Rückenwind durch sinkende Rohstoffpreise nach. Die Entspannung beim wichtigsten Rohstoff Kakao sei nur vorübergehend gewesen, meldete Lindt.

    Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT wuchs mit knapp 12 Prozent auf 117,1 Millionen Franken zwar dennoch wieder schneller als der Umsatz. Doch hatten Analysten mehr erwartet, im Schnitt 120,3 Millionen Franken. Sowohl langfristig als auch für das Gesamtjahr peilt Lindt eine Verbesserung der operativen Marge von 0,2 bis 0,4 Prozentpunkten an. Unter dem Strich verdiente Lindt 86,0 Millionen Franken, das ist ein Zuwachs von 13 Prozent.

    Grundsätzlich sieht Weisskopf Lindt bei der Profitabilität auf Kurs. Angesichts der schwankenden Rohstoffpreise sei eine gute Absicherungspolitik wichtig. Zudem setze Lindt auf Effizienzsteigerungen in allen Bereichen. Möglichkeiten für Verbesserungen ortet Weisskopf insbesondere bei der Lieferkette. Dabei gehe es darum, die Planung so zu verbessern, dass am Schluss das richtige Produkt zur richtigen Zeit am richtigen Ort sei.

    An der Börse kamen die Halbjahreszahlen von Lindt&Sprüngli gut an. Nach einem holprigen Start gewann die Namenaktien am Mittag 1,8 Prozent, die Partizipationsscheine 3,4 Prozent. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI legte um 0,46 Prozent zu.

    tt/rw

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  • 24.07.2018 Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

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    Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

    24.07.2018 | 07:19:06

    (Ausführliche Fassung)

    Kilchberg (awp) - Lindt & Sprüngli hat in der ersten Jahreshälfte 2018 7,7 Prozent mehr Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés verkauft als im Vorjahreshalbjahr. Ohne Übernahmen und Wechselkurseffekte betrug das organische Umsatzplus 5,1 Prozent - damit ist Lindt auf dem Weg aus dem Formtief vom Vorjahr.

    Insgesamt setzte der Premiumschokolade-Hersteller in den ersten sechs Monaten 1,67 Milliarden Franken um, wie er am Dienstag mitteilte. Lindt führt das Wachstum auf das "hervorragende" Saisongeschäft, neue Produkte und die eigenen Geschäfte und Cafés zurück. So verkauften sich die limitierten Goldhasen-Editionen an Ostern gut. Zudem öffneten einige neue Lindt-Boutiquen und Cafés ihre Tore.

    Im Vorjahr hatten schrumpfende Erlöse der US-Tochter Russell Stover die Gruppe ausgebremst. Das sonst so rasante Wachstumstempo verlangsamte sich in der Folge auf 3,6 Prozent. Damit verfehlte Lindt die mittelfristig angestrebten 6 bis 8 Prozent deutlich. Auch dieses Jahr soll es laut dem Management noch nicht ganz dafür reichen: Die Vorgabe für dieses Jahr sieht ein Wachstum von 5 Prozent vor.

    Ausbau in USA geplant

    In den USA, wo Lindt zuletzt mit Problemen kämpfte, wurde nun wieder vermehrt Schokolade aus der Küche des Konzerns genascht - die gesamte Region Nordamerika (Nafta) legte organisch um 4,0 Prozent zu, nach einem Rückgang von 3,0 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Zugpferd im US-Markt waren die Schlüsselmarken Lindor und Excellence. Auch Ghirardelli sei über dem Markt gewachsen.

    Das Sorgenkind Russell Stover schrumpfte zwar weiterhin, konnte die Einbussen aber eindämmen. Die US-Tochter habe den Umsatz stabilisiert und lediglich einen niedrigen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr verzeichnet, schrieb der Konzern. Lindt stellt sich zudem auf künftiges Volumenwachstum in den USA ein und baut aus. In den nächsten drei bis vier Jahren will der Konzern am Standort Stratham rund 200 Millionen Franken in den Ausbau stecken.

    Marktanteilsgewinne in europäischen Märkten

    Im umsatzmässig grössten Markt Europa wuchs Lindt organisch um 5,0 Prozent. In der Mitteilung hob der Konzern besonders die Marktanteilsgewinne in den grossen Schokolademärkten in Europa hervor. Deutlich gewachsen ist der Premiumschokoladehersteller zudem in den Schwellenländern. Im Segment "Rest der Welt" betrug das Plus 8,4 Prozent, nach 14,0 Prozent im Vorjahressemester.

    Mit den Zahlen hat Lindt die Markterwartungen beim Umsatz knapp übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 1,66 Milliarden Franken und ein organisches Wachstum von 5,0 Prozent erwartet.

    Gewinnzuwachs kleiner als erwartet

    Beim Gewinn hingegen verfehlte Lindt die Erwartungen. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Gruppe stieg um knapp 12 Prozent auf 117,1 Millionen Franken. Damit blieben 7,0 Prozent vom Umsatz als Betriebsgewinn übrig, 20 Basispunkte mehr als im Vergleichszeitraum. Unter dem Strich verdiente Lindt einen Reingewinn von 86,0 Millionen Franken, das ist ein Zuwachs von 13 Prozent. Am Markt wurde ein EBIT von 120,3 Millionen Franken sowie ein Reingewinn von 87,5 Millionen Franken prognostiziert.

    Die Entspannung beim Preis für den wichtigsten Rohstoff Kakao sei nur vorübergehend gewesen, schrieb Lindt. Die Preise hätten kurzzeitig zum Jahreswechsel ein Mehrjahrestief erreicht, seien seither aber wieder deutlich angestiegen. Die Preise für Kakaobutter seien auf hohem Niveau verblieben und lägen mittlerweile auf einem Zehnjahreshoch.

    Andere wichtige Rohstoffe wie Haselnüsse und Zucker hätten sich leicht vergünstigt. Aufgrund der guten Einkaufspolitik der Rohstoffe und zusätzlicher Effizienzsteigerungen hätten der Material- und Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz gesenkt werden können, hiess es weiter in der Mitteilung. Die Materialkosten beliefen sich auf 33,5 Prozent des Umsatzes, nach 33,8 Prozent im Vorjahreshalbjahr. Das Marketing liess sich Lindt mit 28,2 Prozent 0,2 Prozentpunkte mehr kosten.

    Den Ausblick bestätigte Lindt. Für das Gesamtjahr wird ein organisches Umsatzwachstum von 5 Prozent sowie eine Steigerung der Gewinnmargen innerhalb der langfristigen Zielsetzung von 20 bis 40 Basispunkten in Aussicht gestellt.

    tt/rw

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    Lindt&Sprüngli wächst im Halbjahr um 5,1 Prozent aus eigener Kraft

    24.07.2018 | 06:17:02

    Kilchberg (awp) - Lindt & Sprüngli hat in der ersten Jahreshälfte 7,7 Prozent mehr Lindorkugeln, Schokoladentafeln und Pralinés verkauft als im Vorjahreshalbjahr. Ohne Übernahmen und Wechselkurseffekte betrug das organische Umsatzplus 5,1 Prozent - damit ist Lindt auf dem Weg aus dem Formtief im Vorjahr.

    Insgesamt setzte der Premiumschokolade-Hersteller in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 1,67 Milliarden Franken um, wie er am Dienstag mitteilte. Auch in den USA, wo Lindt zuletzt mit Problemen kämpfte, wurde wieder vermehrt Schokolade aus der Küche des Konzerns genascht - die gesamte Region Nordamerika (Nafta) legte organisch um 4,0 Prozent zu. Die US-Tochter Russell Stover habe den Umsatz stabilisiert und lediglich einen niedrigen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr verzeichnet, schrieb der Konzern.

    Im Vorjahr hatten schrumpfende Erlöse der US-Tochter Russell Stover die Gruppe ausgebremst. Das sonst so rasante Wachstumstempo verlangsamte sich in der Folge auf 3,6 Prozent. Damit verfehlte Lindt die mittelfristig angestrebten 6 bis 8 Prozent deutlich. Auch dieses Jahr soll es laut dem Management noch nicht ganz dafür reichen: Die Vorgabe für dieses Jahr sieht ein Wachstum von 5 Prozent vor.

    Mit den Zahlen hat Lindt die Markterwartungen beim Umsatz knapp übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 1,66 Milliarden Franken und ein organisches Wachstum von 5,0 Prozent erwartet.

    Beim Gewinn hingegen verfehlte Lindt die Erwartungen. Der Betriebsgewinn (EBIT) der Gruppe stieg um 11,5 Prozent auf 117,1 Millionen Franken. Unter dem Strich blieben 86,0 Millionen Franken als Reingewinn, das ist ein Zuwachs von 12,7 Prozent. Am Markt wurde ein EBIT von 120,3 Millionen Franken sowie ein Reingewinn von 87,5 Millionen Franken prognostiziert.

    Die Entspannung beim Preis für den wichtigsten Rohstoff Kakao sei nur vorübergehend gewesen, schrieb Lindt. Die Preise hätten kurzzeitig zum Jahreswechsel ein Mehrjahrestief erreicht, seien seither aber wieder deutlich angestiegen. Die Preise für Kakaobutter seien auf hohem Niveau verblieben und lägen mittlerweile auf einem Zehnjahreshoch.

    Den Ausblick bestätigte Lindt. Für das Gesamtjahr wird ein organisches Umsatzwachstum von 5 Prozent sowie eine Steigerung der Gewinnmargen innerhalb der langfristigen Zielsetzung von 20 bis 40 Basispunkten in Aussicht gestellt.

    tt/rw

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG