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  • 28.02.2019 ABB wächst im vierten Quartal solide - Strategieupdate bringt wenig Neues

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    ABB wächst im vierten Quartal solide - Strategieupdate bringt wenig Neues

    28.02.2019 | 18:13:01

    (Zusammenfassung mit Aktienschlusskurs ergänzt)

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB befindet sich einmal mehr in einer Umbauphase. Das für den Termin der Zahlenpublikation angekündigte Strategieupdate brachte allerdings wenig Neues und begeisterte kaum.

    Anlass für die Neuausrichtung war der kurz vor Weihnachten bekanntgegebene und von verschiedenen Aktionären geforderte Verkauf der Stromnetzsparte an Hitachi. Bereits damals hatte ABB die künftige Struktur des Konzerns mit vier teils neu gebildeten Divisionen umrissen.

    Im Wesentlichen umfasst der Neustart drei fundamentale Schritte. Nach dem Verkauf der Stromnetz-Sparte ist der zweite Schritt die Vereinfachung des Geschäftsmodels durch die Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Der dritte Schritt ist eine Neuorganisation der ABB in vier Divisionen, welche ab April 2019 gelten soll.

    Spartenziele ohne Überraschungen

    Für diese Sparten, nämlich Robotik & Fertigungsautomation, Antriebstechnik, Elektrifizierung sowie Industrieautomation hat ABB nun jeweils ein Zielband für die operative Marge (EBITA) formuliert. Allerdings weichen diese nicht gross voneinander ab und entsprechen in etwa den Vorgaben auf Konzernebene von 13 bis 16 Prozent. In Marktkreisen wurden die Ziele teils als wenig ambitiös bezeichnet.

    CEO Ulrich Spiesshofer bestätigte am Donnerstag vor den Medien sein mit der Neuorganisation verbundenes Sparziel: Bis 2021 sollen die Kosten bei ABB um 500 Millionen US-Dollar sinken. 200 Millionen muss alleine die Konzernzentrale in Zürich-Oerlikon liefern.

    Partnerschaft mit Dassault

    Ebenfalls am Donnerstag kündigte ABB eine Software-Partnerschaft für digitale Industrien mit Dassault Systèmes an. Gemeinsam mit den Franzosen will ABB ein Portfolio an durchgängig digitalen Lösungen entwickeln und anbieten, kombiniert mit der eigenen Digital-Plattform Ability.

    Mit der Neuausrichtung verbunden ist weiter die schrittweise Einführung eines neuen Betriebsmodells unter den Namen "ABB-OS". Es soll den Kunden die Orientierung erleichtern sowie die Agilität und die Profitabilität erhöhen. Verbunden ist dieses System mit der Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Die neue Organisation räumt dabei jedem Geschäftsbereich die volle unternehmerische Verantwortung ein.

    Wachstum im Schlussquartal ordentlich

    Mit den Zahlen für das Schlussquartal 2018 hat ABB eher besser abgeschnitten, als Analysten erwartet hatten. Auf vergleichbarer Basis - die veräusserte Stromnetzsparte wird nur noch unter der Rubrik "nicht weiter geführte Geschäfte" ausgewiesen - erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres um 7 Prozent auf 6,99 Milliarden US-Dollar und der Umsatz um 5 Prozent auf 7,40 Milliarden. Das Wachstumstempo aus dem dritten Quartal wurde damit knapp gehalten.

    Der wegen zahlreicher Sondereffekte schwierig zu vergleichende operative Gewinn auf Stufe EBITA reduzierte sich um 10 Prozent auf 584 Millionen und der Reingewinn um 19 Prozent auf 317 Millionen Dollar zurückgebildet. Die Dividende soll dennoch auf 0,80 von 0,78 Franken je Aktie erhöht werden.

    Auf das gesamte Jahr 2018 betrachtet stieg der Umsatz von ABB um 4 Prozent auf 27,66 Milliarden Dollar, während der Konzerngewinn um 2 Prozent auf 2,21 Milliarden abnahm.

    An der Börse lösten die Neuigkeiten wenig Begeisterung aus. Die Aktie verlor 2,4 Prozent.

    cf/ra

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  • 28.02.2019 ABB wächst im vierten Quartal solide - Strategieupdate bringt wenig Neues

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    ABB wächst im vierten Quartal solide - Strategieupdate bringt wenig Neues

    28.02.2019 | 15:30:28

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB befindet sich einmal mehr in einer Umbauphase. Das für den Termin der Zahlenpublikation angekündigte Strategieupdate brachte allerdings wenig Neues und begeisterte kaum.

    Anlass für die Neuausrichtung war der kurz vor Weihnachten bekanntgegebene und von verschiedenen Aktionären geforderte Verkauf der Stromnetzsparte an Hitachi. Bereits damals hatte ABB die künftige Struktur des Konzerns mit vier teils neu gebildeten Divisionen umrissen.

    Im Wesentlichen umfasst der Neustart drei fundamentale Schritte. Nach dem Verkauf der Stromnetz-Sparte ist der zweite Schritt die Vereinfachung des Geschäftsmodels durch die Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Der dritte Schritt ist eine Neuorganisation der ABB in vier Divisionen, welche ab April 2019 gelten soll.

    Spartenziele ohne Überraschungen

    Für diese Sparten, nämlich Robotik & Fertigungsautomation, Antriebstechnik, Elektrifizierung sowie Industrieautomation hat ABB nun jeweils ein Zielband für die operative Marge (EBITA) formuliert. Allerdings weichen diese nicht gross voneinander ab und entsprechen in etwa den Vorgaben auf Konzernebene von 13 bis 16 Prozent. In Marktkreisen wurden die Ziele teils als wenig ambitiös bezeichnet.

    CEO Ulrich Spiesshofer bestätigte am Donnerstag vor den Medien sein mit der Neuorganisation verbundenes Sparziel: Bis 2021 sollen die Kosten bei ABB um 500 Millionen US-Dollar sinken. 200 Millionen muss alleine die Konzernzentrale in Zürich-Oerlikon liefern.

    Partnerschaft mit Dassault

    Ebenfalls am Donnerstag kündigte ABB eine Software-Partnerschaft für digitale Industrien mit Dassault Systèmes an. Gemeinsam mit den Franzosen will ABB ein Portfolio an durchgängig digitalen Lösungen entwickeln und anbieten, kombiniert mit der eigenen Digital-Plattform Ability.

    Mit der Neuausrichtung verbunden ist weiter die schrittweise Einführung eines neuen Betriebsmodells unter den Namen "ABB-OS". Es soll den Kunden die Orientierung erleichtern sowie die Agilität und die Profitabilität erhöhen. Verbunden ist dieses System mit der Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Die neue Organisation räumt dabei jedem Geschäftsbereich die volle unternehmerische Verantwortung ein.

    Wachstum im Schlussquartal ordentlich

    Mit den Zahlen für das Schlussquartal 2018 hat ABB eher besser abgeschnitten, als Analysten erwartet hatten. Auf vergleichbarer Basis - die veräusserte Stromnetzsparte wird nur noch unter der Rubrik "nicht weiter geführte Geschäfte" ausgewiesen - erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres um 7 Prozent auf 6,99 Milliarden US-Dollar und der Umsatz um 5 Prozent auf 7,40 Milliarden. Das Wachstumstempo aus dem dritten Quartal wurde damit knapp gehalten.

    Der wegen zahlreicher Sondereffekte schwierig zu vergleichende operative Gewinn auf Stufe EBITA reduzierte sich um 10 Prozent auf 584 Millionen und der Reingewinn um 19 Prozent auf 317 Millionen Dollar zurückgebildet. Die Dividende soll dennoch auf 0,80 von 0,78 Franken je Aktie erhöht werden.

    Auf das gesamte Jahr 2018 betrachtet stieg der Umsatz von ABB um 4 Prozent auf 27,66 Milliarden Dollar, während der Konzerngewinn um 2 Prozent auf 2,21 Milliarden abnahm.

    An der Börse lösten die Neuigkeiten wenig Begeisterung aus. Die Aktie verzeichnet am Nachmittag ein Minus von 2,4 Prozent.

    cf/ra

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  • 28.02.2019 ABB-Aktie überraschend mit Kursabgaben

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    ABB-Aktie überraschend mit Kursabgaben

    28.02.2019 | 09:55:01

    Zürich (awp) - Die Aktien von ABB haben nach einer noch positiven Eröffnung am Donnerstagmorgen schnell ins Minus gedreht. Der Industriekonzern hat im vierten Quartal etwas mehr Aufträge an Land gezogen als erwartet und auch der Umsatz lag leicht über den Schätzungen der Analysten. Im Ausblick für das laufende Jahr bleibt das Management relativ vorsichtig und weist auf die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten in verschiedenen Teilen der Welt hin.

    Nach einer noch positiven Eröffnung drehten die ABB-Aktien im frühen Handel rasch ins Minus und bauten die Abgaben seither kontinuierlich aus. Um 9.45 Uhr notieren die Titel 1,2 Prozent tiefer auf 20,01 Franken, derweil der Gesamtmarkt gemessen am SMI 0,2 Prozent verliert. Der bisherige Tagestiefkurs der ABB-Aktien lag bei 19.84 Franken

    Am Markt kann man sich den relativ starken Kursverlust nicht wirklich erklären. Händler sehen nach den zuletzt erreichten Markt-Höchstständen allenfalls generell eine gewisse Zurückhaltung.

    Das ABB-Ergebnis für das vierte Quartal stösst bei den meisten Analysten durchaus auf Wohlwollen. Sowohl Umsatz wie auch Auftragseingang lagen über den - allerdings nicht allzu hohen - Erwartungen, so der Tenor. Das Ergebnis unterstreiche die gute Nachfragesituation im Bereich der Industrieaktivitäten, heisst es beispielsweise bei Vontobel.

    Im Rahmen der Erwartungen liegt die auf 80 Rappen erhöhte Dividende.

    Für gewisse Stirnfalten sorgt der eher zurückhaltende Ausblick. ABB gebe sich aufgrund der makroökonomischen Unsicherheiten weiterhin vorsichtig, schreibt beispielsweise die ZKB. Jeffries hebt diesbezüglich vor allem Europa hervor.

    Am kritischsten äussert sich Morgan Stanley. Der erste Eindruck sei weder bezüglich des Ergebnisses im vierten Quartal noch mit Blick auf das Strategie-Update sehr positiv. Für die amerikanischen Experten erscheinen zum Beispiel die neu gesetzten Ziele für die vier Divisionen "nicht genug ambitioniert".

    gab/pre

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  • 28.02.2019 ABB konkretisiert Strategie und kündet Partnerschaft mit Dassault Systèmes an

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    ABB konkretisiert Strategie und kündet Partnerschaft mit Dassault Systèmes an

    28.02.2019 | 07:59:37

    (Ausführliche Fassung)

    Zürich (awp) - ABB hat mit den Jahreszahlen die Angaben zur künftigen Strategie vom vergangenen Dezember bestätigt und konkretisiert. Gleichzeitig wurde eine Software-Partnerschaft für digitale Industrien mit Dassault Systèmes angekündigt.

    Diese globale Partnerschaft betrifft alle vier ab April 2019 neu aufgestellten Divisionen von ABB, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Gemeinsam mit Dassault soll ein Portfolio an durchgängigen digitalen Lösungen in Kombination mit der Digital-Plattform Ability angeboten werden. ABB ist bereits Partnerschaften mit Microsoft, HPE und IBM eingegangen.

    ABB sieht sich künftig als einen auf digitale Industrien fokussierten Technologieführer.

    Der Neustart von ABB umfasst drei fundamentale Schritte. Nebst dem im Dezember kommunizierten Verkauf der Stromnetz-Sparte ist der zweite Schritt die Vereinfachung des Geschäftsmodels durch die Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Der dritte Schritt ist die Neuorganisation in vier Divisionen, von denen zwei neu sind, nämlich Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Die bisherigen sind Elektrifizierungsprodukte und Industrieautomation.

    Renditeziele für einzelnen Bereiche

    Neu wurde für diese Sparten ein Zielband für die EBITA-Marge formuliert. Konkret soll die Division Robotik & Fertigungsautomation eine Marge im Bereich von 13 bis 17 Prozent erreichen, die Division Antriebstechnik eine solche von 14 bis 18 Prozent, die Division Elektrifizierung 15 bis 19 Prozent und die Division Industrieautomation 12 bis 16 Prozent.

    Bestätigt wurden die im Dezember neu formulierten Konzernziele für die EBITA-Marge (13-16%), Umsatzwachstum (3-6%) und die Kapitalrendite ROCE (15-20%).

    Die Neuausrichtung führt einerseits zu Restrukturierungskosten von 500 Millionen US-Dollar, andererseits sollen dadurch auch bis 2021 Kosten in dieser Höhe eingespart werden. ABB bestätigte damit ebenfalls Angaben vom Dezember. Von den bis 2021 geplanten Einsparungen von 500 Mio US-Dollar sollen 150 bis 200 Millionen bereits 2019 realisiert werden. Insgesamt sollen von den Einsparungen rund 300 Millionen aus den einzelnen Geschäftsbereichen kommen und rund 200 Millionen aus der Konzernzentrale.

    Neues Betriebsmodell "ABB-OS"

    Mit der Neuausrichtung verbunden ist bis 2020 die schrittweise Einführung eines neuen Betriebsmodells unter den Namen "ABB-OS". Es soll den Kunden die Orientierung erleichtern sowie die Agilität und die Profitabilität erhöhen. Verbunden ist dieses System mit der Auflösung der bisherigen Matrixstruktur des Konzerns. Die neue Organisation räumt dabei jedem Geschäftsbereich die volle unternehmerische Verantwortung für die Geschäftstätigkeit, die Funktionen, die Forschung und die Regionen ein.

    Die Konzernzentrale soll dabei weiter verschlankt werden. Gleichzeitig werden bestehende Länder- und Regionalstrukturen einschliesslich der regionalen Konzernleitungsfunktionen nach Abschluss der Transaktion aufgelöst.

    cf/gab

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  • 28.02.2019 ABB setzt im Q4 mehr um und erhöht Dividende - Details zur neuen Strategie

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    ABB setzt im Q4 mehr um und erhöht Dividende - Details zur neuen Strategie

    28.02.2019 | 07:07:54

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB hat im vierten Quartal 2018 Umsatz und Auftragseingang gesteigert, aber weniger Gewinn erzielt als im Vorjahr. Mit den Zahlen gibt das Unternehmen auch ein Update zur Strategie im Anschluss an die Ablösung der Stromnetzsparte.

    Nach der Ankündigung des Verkaufs dieser Sparte an Hitachi kurz vor Weihnachten führt ABB dieses Geschäft unter der Rubrik "nicht mehr fortgeführte Geschäfte", dies bis zum erwarteten Abschluss der Transaktion im ersten Semester 2020. Um den Vergleich mit dem Vorjahr zu ermöglichen, wurden die entsprechenden Vorjahreszahlen angepasst.

    Auf dieser vergleichbaren Basis erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem entsprechenden Quartal des Vorjahres um 7 Prozent auf 6,99 Milliarden US-Dollar und der Umsatz um 5 Prozent auf 7,40 Milliarden. Das Wachstumstempo aus dem dritten Quartal wurde damit knapp gehalten.

    Das Ergebnis von ABB ist von verschiedensten Einmaleffekten verzerrt worden und damit noch schwieriger mit den Vorjahreszahlen zu vergleichen als etwa der Umsatz. Der operative Gewinn auf Stufe EBITA reduzierte sich auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent auf 584 Mio und die entsprechende Marge um 180 Basispunkte auf 7,9 Prozent.

    Der Reingewinn hat sich um 19 Prozent auf 317 Mio Dollar zurückgebildet. Die Dividende soll dennoch auf 0,80 von 0,78 Franken je Aktie erhöht werden.

    Die breit gestreuten Erwartungen der Analysten wurden damit ausser beim EBITA gut erreicht bzw. übertroffen.

    Nebst den Zahlen macht ABB weitere Angaben zur Strategie im Anschluss an den Verkauf der Sparte Stromnetze. Bekanntlich werden die übriggebliebenen drei Divisionen neu in vier Bereiche aufgeteilt, was ab April 2019 gelten soll. Neu wurde für diese Sparten ein Zielband für die EBITA-Marge formuliert. Konkret soll die Division Robotik & Fertigungsautomation eine Marge im Bereich von 13 bis 17 Prozent erreichen, die Division Antriebstechnik eine solche von 14 bis 18 Prozent, die Division Elektrifizierung 15 bis 19 Prozent und die Division Industrieautomation 12 bis 16 Prozent.

    Bestätigt wurde auch das Kosteneinsparungsziel von 500 Mio US-Dollar bis 2021 oder die anvisierte EBITA-Marge für den Konzern von 13 bis 16 Prozent.

    cf/gab

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  • 27.02.2019 Ausblick ABB: Quartalsumsatz von 7,29 Milliarden US-Dollar erwartet

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    Ausblick ABB: Quartalsumsatz von 7,29 Milliarden US-Dollar erwartet

    27.02.2019 | 13:49:50

    Zürich (awp) - Der Energie- und Automationstechnikkonzern ABB veröffentlicht am Donnerstag, 28. Februar, die Zahlen zum Schlussquartal 2018. Zum AWP-Konsens haben insgesamt 12 Analysten beigetragen.

    Q4 2018E
    (in Mio USD)          AWP-Konsens     Q4 2017A*
    Umsatz                   7'294         6'804     
    Auftragseingang          6'931         6'328     
    Operativer EBITA           564           664    
    Reingewinn n. M.           316           393    
    (in Fr.)
    Dividende pro Aktie       0,81          0,78         
    *bereinigt, ohne Power Grids
    

    FOKUS: ABB hat für den Termin der Zahlenpublikation auch ein Strategieupdate für die Zeit nach dem Verkauf der Sparte Stromnetze angekündigt. Darauf liegt auch der Hauptfokus der Analysten. Unter anderem erhoffen sie sich Angaben zum Zeitrahmen bis zum Erreichen der im vergangenen Dezember neu formulierten Mittelfristziele oder zu den mit dem Verkauf der Division geplanten Einsparungen von rund 500 Millionen US-Dollar.

    Das Ergebnis von ABB dürfte von verschiedensten Einmaleffekten verzerrt worden und damit schwierig zu beurteilen sein. Der operative Gewinn dürfte gemäss den Prognosen von hohen Kosten im Zusammenhang mit den nicht weitergeführten Aktivitäten (also der Stromnetzsparte), von Restrukturierungs- und Integrationskosten durch die Übernahme von General Electric Industrial Solutions (GEIS) sowie von weiteren Kosten wegen des Verkaufs der Stromnetz-Sparte belastet werden. Entsprechend der zahlreichen Unwägbarkeiten liegen auch die Gewinnschätzungen der Analysten relativ weit auseinander.

    ZIELE: CEO Ulrich Spiesshofer gab sich im Dezember zurückhaltend, was die konjunkturellen Aussichten anbelangt. Die in den vergangenen Monaten von den Ökonomen stetig nach unten revidierten Aussichten für das globale Wachstum mahnten zur Vorsicht, meinte er dazu. Gleichwohl zeigte er sich zuversichtlich, dass ABB an Wachstum zulegen werde.

    Seinen Optimismus stützte er einerseits auf das gute Momentum im Bestellungseingang und andererseits auf die durch den Verkauf der Stromnetzsparte abnehmende Volatilität.

    Die Profitabilität wird allerdings wegen des Verkaufs der Sparte und der damit verbundenen Kosten vorerst etwas zurückgehen, liess ABB mit Blick auf 2019 verlauten. Nach Abschluss der Transaktion im ersten Semester 2020 werde die Marge aber wieder steigen und den neu angestrebten Zielbereich von 13 bis 16 Prozent erreichen, so zumindest die Prognose.

    Dieser Wert wurde im Dezember in der Spanne etwas forscher fixiert, denn bisher galt für die operative Marge auf Stufe EBITA eine Bandbreite von 11 bis 16 Prozent. Das Mittelfristziel für das Umsatzwachstum wurde bei jener Gelegenheit ebenfalls leicht erhöht auf 3 bis 6 Prozent im Jahr, zuvor galt eine Spanne von 3 bis 5 Prozent.

    PRO MEMORIA: ABB und Hitachi haben im Dezember den Spekulationen um einen Verkauf der Stromnetz-Sparte ein Ende gesetzt und Nägel mit Köpfen gemacht. Die Sparte wird an Hitachi verkauft. Gleichzeitig organisiert ABB die verbleibenden Sparten neu und richtet sich ausschliesslich auf die digitalen Industrien aus.

    Demnach übernimmt Hitachi vorerst gut 80 Prozent der Stromnetzsparte, ABB behält knapp 20 Prozent. Die Transaktion bewertet die Sparte mit rund 11 Milliarden US-Dollar. Nach Abzug von einmaligen Transaktionskosten, dem Steueraufwand sowie weiterer Effekte erhält ABB für diese Tranche netto rund 7,6 bis 7,8 Milliarden.

    Diese Mittel will ABB nach Abschluss der Transaktion im ersten Semester 2020 über Aktienrückkäufe oder auf ähnliche Weise zu 100 Prozent an die Aktionäre zurückführen, sollte sich nicht in der Zwischenzeit eine bessere Variante dafür finden.

    Mit den im Dezember angekündigten Massnahmen, also dem Verkauf der Stromnetz-Sparte und einer Neuorganisation, will CEO Ulrich Spiesshofer eine neue ABB schaffen, einen "auf digitale Industrien fokussierten Technologieführer". Negative Folgen für den Industriestandort Schweiz bzw. einen grösseren Stellenabbau sieht Spiesshofer nicht. "Die Schweiz wird der Schlüssel-Hub für die Sparte bleiben", sagte er. Hitachi wolle den Hauptsitz der Sparte Hitachi-ABB Power Grids in der Schweiz behalten. Auch die Forschung und Entwicklung der Division sowie die Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Spiesshofer bezifferte die Anzahl Mitarbeiter in der Stromnetz-Division in der Schweiz auf rund 2'800 von insgesamt 6'500 Mitarbeitern.

    Zu Anpassungen wird es allenfalls am Konzernhauptsitz in Oerlikon kommen. Dieser soll laut Spiesshofer im Zuge der Neuausrichtung weiter optimiert werden. Inwieweit sich das auf die Arbeitsplätze hierzulande auswirken wird, wollte der CEO nicht genauer beziffern.

    Der Neustart von ABB umfasst laut dem CEO drei fundamentale Schritte. Nebst dem Verkauf der Stromnetz-Sparte ist der zweite Schritt die Vereinfachung des Geschäftsmodels durch die Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Und als dritten Schritt bezeichnete der ABB-Chef die Organisation in vier Divisionen, von denen zwei neu sind, nämlich Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Die bisherigen sind Elektrifizierungsprodukte und Industrieautomation. Die Neuausrichtung führt zu Restrukturierungskosten von 500 Millionen US-Dollar.

    AKTIENKURS: ABBs Aktienkurs kommt zuletzt kaum vom Fleck. Unmittelbar nach der Ankündigung des Verkaufs der Stromnetzsparte am 17. Dezember gab die Aktie gar noch einige Tage nach. Seit dem 2-Jahres-Tief am 27. Dezember bei 18,03 Franken hat der Titel zwar etwas an Boden gut gemacht, mit der bisherigen Performance seit Jahresbeginn von knapp 9 Prozent können ABB mit dem Gesamtmarkt (SMI +12%) nicht ganz mithalten. Und im Vorjahr resultierte ein massives Minus von beinahe 30 Prozent.

    Homepage: www.abb.com

    an/cf

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  • 19.02.2019 ABB erhält Auftrag für indische Eisenbahn über 42 Millionen US-Dollar

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    ABB erhält Auftrag für indische Eisenbahn über 42 Millionen US-Dollar

    19.02.2019 | 09:46:21

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB hat in Indien einen grösseren Auftrag von den indischen Staatsbahnen erhalten. Im Rahmen dieses Projekts wird ABB Antriebstechnik für elektrische Lokomotiven liefern.

    Der Auftrag kommt von der Firma Diesel Locomotive Works (DLW) in Varanasi und hat ein Volumen von 42 Millionen US-Dollar, wie ABB am Dienstag mitteilte. Der Auftrag für Traktionsausrüstung sei der bisher grösste dieser Art in Indien. Die Umrichter von ABB werden speziell auf die Bedürfnisse von Indian Railways ausgelegt.

    Die indischen Bahnbetreiber wollen mit der Umstellung von Diesel- auf Elektrozüge den nachhaltigen Verkehr stärken.

    cf/rw

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  • 03.02.2019 Presseschau vom Wochenende 5 (02./03. Februar)

    Presseschau vom Wochenende 5 (02./03. Februar)

    03.02.2019 | 19:22:03

    (Abschnitt zu Telekommunikation aktualisiert)

    Bern (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    TELEKOMMUNIKATION: Am Schweizer Telekommarkt könnte sich das Übernahmekarussell in Bewegung setzen. Sunrise sei in fortgeschrittenen Gesprächen, um UPC in der Schweiz zu kaufen, berichtet die Financial Times (Online) unter Berufung auf Kreise. Wann eine Einigung verkündet werden könne sei unklar und die Gespräche könnten auch noch scheitern, hiess es weiter. Von Sunrise hiess es am Sonntag in einer Stellungnahme gegenüber AWP, man nehme die Medienberichte der vergangenen Tage zur Kenntnis, kommentiere jedoch keine Spekulationen. Liberty Global, der Muttergesellschaft von UPC Schweiz, und ihr Chef Mike Fries hätten in den vergangenen Monaten wiederholt Gespräche über eine Konsolidierung innerhalb des Schweizer Marktes geführt, heisst es in dem Bericht der FT weiter. Auch frühere Gespräche mit Sunrise seien gescheitert, hätten die Kreise berichtet. (FT, 02.02. Online; NZZas, 03.03., S. 31, siehe separate Meldung)

    ABB: ABB-Chef Ulrich Spiesshofer sieht Europa beim Thema Roboter nicht als chancenlos an. "Europa kann bei den Robotern eine sehr starke Rolle spielen", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", "die Innovationskraft ist da." Er wolle seinen Konzern zum "führenden Unternehmen in digitalen Industrien" machen und dabei den ewigen Rivalen Siemens hinter sich lassen, sagte Spiesshofer weiter. "Wir sind im vielem voraus, abgesehen vielleicht von der digitalen Fabrik." Für die reklamiert Siemens-Chef Joe Kaeser die Weltmarktführung. ABB sei dagegen "in Prozessautomation, in Antriebs- wie Steuerungstechnik und beim Thema Elektromobilität ganz vorne", betonte Spiesshofer. "Und bei den Robotern hat Siemens gar nichts zu bieten". ABB ist nach seinen Worten in dem Bereich die Nummer zwei weltweit, hinter dem japanischen Konzern Fanuc. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.02., Online, siehe separate Meldung)

    RAIFFEISEN: Die Kehrtwende der Raiffeisengruppe bei ihrem Bankensystemen kostet die Bank laut einem Medienbericht einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Bank hatte am Donnerstag angekündigt, die 49-Prozent-Beteiligung von Avaloq am bisherigen Joint-Venture Arizon entgegen den vorherigen Planungen selbst komplett zu übernehmen. Laut einem Bericht des Tagesanzeigers (02.02.) kostet der Deal 69 Millionen Franken. In dieser Summe seien der Preis der Aktien und die Integrationskosten enthalten, hiess es unter Berufung auf Insider. Raiffeisen hatte zusammen mit der Übernahme von Arizon Rückstellungen in Höhe von 69 Millionen Franken angekündigt. (TA, 02.02., S. 10; siehe separate Meldung)

    SNB: Die Schweizerische Nationalbank SNB soll laut der "SonntagsZeitung" mithelfen, die Altersvorsorge AHV zu sanieren. Dies verlange eine Links-Rechts-Allianz. Angeführt werde diese von SP-Ständerat und Ex-Gewerkschaftsführer Paul Rechsteiner sowie dem SVP-Ständerat Alex Kuprecht. Im Vordergrund stehe die Idee, die Überschüsse der SNB aus den Negativzinsen in die Pensionskassen zu leiten. Die Negativzinsen seien eine "Lenkungsabgabe, um den Franken weniger attraktiv zu machen", heisst es in einem Konzept. Die Einnahmen dürften daher nicht bei der SNB gehortet oder in die Staatskasse fliessen. "Es ist absurd, dass auch die Sozialversicherungen unter den Negativzinsen leiden müssen", sagte Rechsteiner zu der Zeitung. Eine Rückerstattung sei daher überfällig. Die SNB solle in einem ersten Schritt dazu bewogen werden, einen freiwilligen Beitrag an die Pensionskassen zu zahlen. (SoZ, S. 15,16; siehe auch separate Meldung)

    MITARBEITERMOBILITÄT: Schweizer Arbeitnehmer scheuen sich laut der "SonntagsZeitung" davor, für ihre Karriere ins Ausland zu gehen. So beklagt sich etwa der Konzernchef der Swiss, Thomas Klühr, dass die Mobilität nicht gerade zugenommen habe. Auch der Verband Arbeitgeber Banken bemerke die Entwicklung: "Wir haben Rückmeldungen von Banken, wonach das Interesse an Auslandsaufenthalten rückläufig ist", sagte Geschäftsführer Balz Stückelberger zu der Zeitung. Man beobachte eine gewisse Selbstgefälligkeit von Arbeitnehmern und Schweizer wollten ihre Komfortzone nur ungern verlassen, hiess es diesbezüglich vom Beratungsunternehmen Korn Ferry. (SoZ, 03.02. S. 31f)

    MIGROS: Jeannine Pilloud rechnet sich bei ihrer Kandidatur für das Migros-Präsidium gute Chancen aus. "Meines Wissens wurde meine Kandidatur relativ eindeutig favorisiert, weshalb ich mich entschieden habe, mich zur Wahl als Migros-Präsidentin zu stellen", sagte sie gegenüber der NZZ am Sonntag. Das Evaluationsgremium habe sie zwar forciert. Dem Vernehmen nach hätten die Mitglieder der 23-köpfigen Verwaltung aber nicht geschlossen für sie gestimmt, schreibt die Zeitung weiter. Vielmehr soll sie nur knapp den Vorzug vor Ursula Nold erhalten haben. Mit Nold kandidiert auch die langjährige Präsidentin der Delegiertenversammlung für das Amt, welche die Mechanismen und die Politik in der Migros aus dem Effeff kenne. (NZZaS, 03.02., S. 27)

    ENERGIEPOLITIK: Der geplante Kohleausstieg Deutschlands wird nach Ansicht von Schweizer Energieunternehmen auch Auswirkungen auf den hiesigen Strommarkt haben. "Die Versorgungssicherheit in Deutschland nimmt durch den Entscheid deutlich ab", sagt ein Sprecher des Energieunternehmens Axpo gegenüber der "NZZ am Sonntag". Deutschland werde mit dem Kohleausstieg zum Importeur. Die Situationen der Knappheit würden "stark zunehmen". Davon werde die Schweiz negativ betroffen sein. Gemäss der Axpo werde es mit dem deutschen Kohleausstieg noch wichtiger, "dass wir einen sicheren und langen Betrieb der Kernkraftwerke in der Schweiz gewährleisten können". Mit dem deutschen Kohleausstieg habe die Erhaltung des Kraftwerksparks noch mehr an Bedeutung gewonnen, sagt eine Sprecherin der BKW - und zwar inklusive der bestehenden Atomkraftwerke. (NZZaS. 03.02., S.31)

    SPENDEN: Die Bill & Melinda Gates Foundation ist die mit Abstand grösste Stiftung weltweit und laut der "NZZ am Sonntag" kommt ein Grossteil der Spenden des Microsoft-Mitgründers verschiedenen Schweizer Organisationen zugute. Gemäss der 979-seitigen Steuererklärung für 2017 floss mit rund 1,2 Milliarden Dollar mehr als ein Viertel der gesamten Zuwendungen in die Schweiz. Die Beträge der 176 Einzelspenden variierten zwischen wenigen zehntausend und einigen hundert Millionen Dollar. Am meisten floss an Gesundheitsorganisationen in Genf. In der langen Liste fänden sich aber auch Spenden an Organisationen wie die Stiftung des deutschen Milliardärs Klaus-Michael Kühne. (NZZaS, 03.02., S. 27)

    yr/

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  • 03.02.2019 Update Presseschau vom Wochenende 5 (02./03. Februar)

    Update Presseschau vom Wochenende 5 (02./03. Februar)

    03.02.2019 | 18:02:26

    (Ergänzt um Meldung zu UPC)

    Bern (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    TELEKOMMUNIKATION: Nachdem die Gespräche zwischen Vodafone und Liberty Global, der Muttergesellschaft von UPC, bestätigt wurden, wir nun auch Sunrise Schweiz als ein Interessent für den Kabelnetzanbieter und Liberty-Tochter UPC gehandelt. Sunrise sei in fortgeschrittenen Gesprächen, um UPC in der Schweiz zu kaufen, berichtet die Financial Times (Online) unter Berufung auf Kreise. Wann eine Einigung verkündet werden könne sei unklar und die Gespräche könnten auch noch scheitern, hiess es weiter. Von Sunrise hiess es am Sonntag in einer Stellungnahme gegenüber AWP, man nehme die Medienberichte der vergangenen Tage zur Kenntnis, kommentiere jedoch keine Spekulationen. In mehreren Artikeln in Schweizer Medien wird zudem ein mögliches Interesse von Vodafone an UPC beleuchtet. Anlass dazu bieten einmal die laufenden Gespräche zwischen Vodafone und Liberty Global. Die Unternehmen haben inzwischen einen entsprechenden Bericht der FT vom Freitag bestätigt. Dabei geht es um den Kauf mehrerer europäischer Ländergesellschaften von Liberty Global, ohne dass jedoch UPC in der Schweiz genannt wird. (FT, 02.02. Online; NZZas, 03.03., S. 31)

    ABB: ABB-Chef Ulrich Spiesshofer sieht Europa beim Thema Roboter nicht als chancenlos an. "Europa kann bei den Robotern eine sehr starke Rolle spielen", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", "die Innovationskraft ist da." Er wolle seinen Konzern zum "führenden Unternehmen in digitalen Industrien" machen und dabei den ewigen Rivalen Siemens hinter sich lassen, sagte Spiesshofer weiter. "Wir sind im vielem voraus, abgesehen vielleicht von der digitalen Fabrik." Für die reklamiert Siemens-Chef Joe Kaeser die Weltmarktführung. ABB sei dagegen "in Prozessautomation, in Antriebs- wie Steuerungstechnik und beim Thema Elektromobilität ganz vorne", betonte Spiesshofer. "Und bei den Robotern hat Siemens gar nichts zu bieten". ABB ist nach seinen Worten in dem Bereich die Nummer zwei weltweit, hinter dem japanischen Konzern Fanuc. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.02., Online, siehe separate Meldung)

    RAIFFEISEN: Die Kehrtwende der Raiffeisengruppe bei ihrem Bankensystemen kostet die Bank laut einem Medienbericht einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Bank hatte am Donnerstag angekündigt, die 49-Prozent-Beteiligung von Avaloq am bisherigen Joint-Venture Arizon entgegen den vorherigen Planungen selbst komplett zu übernehmen. Laut einem Bericht des Tagesanzeigers (02.02.) kostet der Deal 69 Millionen Franken. In dieser Summe seien der Preis der Aktien und die Integrationskosten enthalten, hiess es unter Berufung auf Insider. Raiffeisen hatte zusammen mit der Übernahme von Arizon Rückstellungen in Höhe von 69 Millionen Franken angekündigt. (TA, 02.02., S. 10; siehe separate Meldung)

    SNB: Die Schweizerische Nationalbank SNB soll laut der "SonntagsZeitung" mithelfen, die Altersvorsorge AHV zu sanieren. Dies verlange eine Links-Rechts-Allianz. Angeführt werde diese von SP-Ständerat und Ex-Gewerkschaftsführer Paul Rechsteiner sowie dem SVP-Ständerat Alex Kuprecht. Im Vordergrund stehe die Idee, die Überschüsse der SNB aus den Negativzinsen in die Pensionskassen zu leiten. Die Negativzinsen seien eine "Lenkungsabgabe, um den Franken weniger attraktiv zu machen", heisst es in einem Konzept. Die Einnahmen dürften daher nicht bei der SNB gehortet oder in die Staatskasse fliessen. "Es ist absurd, dass auch die Sozialversicherungen unter den Negativzinsen leiden müssen", sagte Rechsteiner zu der Zeitung. Eine Rückerstattung sei daher überfällig. Die SNB solle in einem ersten Schritt dazu bewogen werden, einen freiwilligen Beitrag an die Pensionskassen zu zahlen. (SoZ, S. 15,16; siehe auch separate Meldung)

    MITARBEITERMOBILITÄT: Schweizer Arbeitnehmer scheuen sich laut der "SonntagsZeitung" davor, für ihre Karriere ins Ausland zu gehen. So beklagt sich etwa der Konzernchef der Swiss, Thomas Klühr, dass die Mobilität nicht gerade zugenommen habe. Auch der Verband Arbeitgeber Banken bemerke die Entwicklung: "Wir haben Rückmeldungen von Banken, wonach das Interesse an Auslandsaufenthalten rückläufig ist", sagte Geschäftsführer Balz Stückelberger zu der Zeitung. Man beobachte eine gewisse Selbstgefälligkeit von Arbeitnehmern und Schweizer wollten ihre Komfortzone nur ungern verlassen, hiess es diesbezüglich vom Beratungsunternehmen Korn Ferry. (SoZ, 03.02. S. 31f)

    MIGROS: Jeannine Pilloud rechnet sich bei ihrer Kandidatur für das Migros-Präsidium gute Chancen aus. "Meines Wissens wurde meine Kandidatur relativ eindeutig favorisiert, weshalb ich mich entschieden habe, mich zur Wahl als Migros-Präsidentin zu stellen", sagte sie gegenüber der NZZ am Sonntag. Das Evaluationsgremium habe sie zwar forciert. Dem Vernehmen nach hätten die Mitglieder der 23-köpfigen Verwaltung aber nicht geschlossen für sie gestimmt, schreibt die Zeitung weiter. Vielmehr soll sie nur knapp den Vorzug vor Ursula Nold erhalten haben. Mit Nold kandidiert auch die langjährige Präsidentin der Delegiertenversammlung für das Amt, welche die Mechanismen und die Politik in der Migros aus dem Effeff kenne. (NZZaS, 03.02., S. 27)

    ENERGIEPOLITIK: Der geplante Kohleausstieg Deutschlands wird nach Ansicht von Schweizer Energieunternehmen auch Auswirkungen auf den hiesigen Strommarkt haben. "Die Versorgungssicherheit in Deutschland nimmt durch den Entscheid deutlich ab", sagt ein Sprecher des Energieunternehmens Axpo gegenüber der "NZZ am Sonntag". Deutschland werde mit dem Kohleausstieg zum Importeur. Die Situationen der Knappheit würden "stark zunehmen". Davon werde die Schweiz negativ betroffen sein. Gemäss der Axpo werde es mit dem deutschen Kohleausstieg noch wichtiger, "dass wir einen sicheren und langen Betrieb der Kernkraftwerke in der Schweiz gewährleisten können". Mit dem deutschen Kohleausstieg habe die Erhaltung des Kraftwerksparks noch mehr an Bedeutung gewonnen, sagt eine Sprecherin der BKW - und zwar inklusive der bestehenden Atomkraftwerke. (NZZaS. 03.02., S.31)

    SPENDEN: Die Bill & Melinda Gates Foundation ist die mit Abstand grösste Stiftung weltweit und laut der "NZZ am Sonntag" kommt ein Grossteil der Spenden des Microsoft-Mitgründers verschiedenen Schweizer Organisationen zugute. Gemäss der 979-seitigen Steuererklärung für 2017 floss mit rund 1,2 Milliarden Dollar mehr als ein Viertel der gesamten Zuwendungen in die Schweiz. Die Beträge der 176 Einzelspenden variierten zwischen wenigen zehntausend und einigen hundert Millionen Dollar. Am meisten floss an Gesundheitsorganisationen in Genf. In der langen Liste fänden sich aber auch Spenden an Organisationen wie die Stiftung des deutschen Milliardärs Klaus-Michael Kühne. (NZZaS, 03.02., S. 27)

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  • 03.02.2019 Presseschau vom Wochenende 5 (02./03. Februar)

    Presseschau vom Wochenende 5 (02./03. Februar)

    03.02.2019 | 16:45:28

    Bern (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ABB: ABB-Chef Ulrich Spiesshofer sieht Europa beim Thema Roboter nicht als chancenlos an. "Europa kann bei den Robotern eine sehr starke Rolle spielen", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", "die Innovationskraft ist da." Er wolle seinen Konzern zum "führenden Unternehmen in digitalen Industrien" machen und dabei den ewigen Rivalen Siemens hinter sich lassen, sagte Spiesshofer weiter. "Wir sind im vielem voraus, abgesehen vielleicht von der digitalen Fabrik." Für die reklamiert Siemens-Chef Joe Kaeser die Weltmarktführung. ABB sei dagegen "in Prozessautomation, in Antriebs- wie Steuerungstechnik und beim Thema Elektromobilität ganz vorne", betonte Spiesshofer. "Und bei den Robotern hat Siemens gar nichts zu bieten". ABB ist nach seinen Worten in dem Bereich die Nummer zwei weltweit, hinter dem japanischen Konzern Fanuc. (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 03.02., Online, siehe separate Meldung)

    RAIFFEISEN: Die Kehrtwende der Raiffeisengruppe bei ihrem Bankensystemen kostet die Bank laut einem Medienbericht einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Die Bank hatte am Donnerstag angekündigt, die 49-Prozent-Beteiligung von Avaloq am bisherigen Joint-Venture Arizon entgegen den vorherigen Planungen selbst komplett zu übernehmen. Laut einem Bericht des Tagesanzeigers (02.02.) kostet der Deal 69 Millionen Franken. In dieser Summe seien der Preis der Aktien und die Integrationskosten enthalten, hiess es unter Berufung auf Insider. Raiffeisen hatte zusammen mit der Übernahme von Arizon Rückstellungen in Höhe von 69 Millionen Franken angekündigt. (TA, 02.02., S. 10; siehe separate Meldung)

    SNB: Die Schweizerische Nationalbank SNB soll laut der "SonntagsZeitung" mithelfen, die Altersvorsorge AHV zu sanieren. Dies verlange eine Links-Rechts-Allianz. Angeführt werde diese von SP-Ständerat und Ex-Gewerkschaftsführer Paul Rechsteiner sowie dem SVP-Ständerat Alex Kuprecht. Im Vordergrund stehe die Idee, die Überschüsse der SNB aus den Negativzinsen in die Pensionskassen zu leiten. Die Negativzinsen seien eine "Lenkungsabgabe, um den Franken weniger attraktiv zu machen", heisst es in einem Konzept. Die Einnahmen dürften daher nicht bei der SNB gehortet oder in die Staatskasse fliessen. "Es ist absurd, dass auch die Sozialversicherungen unter den Negativzinsen leiden müssen", sagte Rechsteiner zu der Zeitung. Eine Rückerstattung sei daher überfällig. Die SNB solle in einem ersten Schritt dazu bewogen werden, einen freiwilligen Beitrag an die Pensionskassen zu zahlen. (SoZ, S. 15,16; siehe auch separate Meldung)

    IPO: Stadler Rail und Medacta International werden erneut als Kandidaten für einen Börsengang gehandelt. Laut einem Bericht des Tagesanzeiger unter Berufung auf "mit der Sache vertraute Personen", befassen sich beide Unternehmen mit entsprechenden Plänen und ein Börsengang könne noch vor Ostern erfolgen, wie es hiess. Bei Stadler sei ein formeller Startschuss aber noch nicht gefallen und ob es zu einer Transaktion komme, hänge auch von der Entwicklung an den Finanzmärkten ab. Ein IPO sei eine Option, sagte eine Sprecherin gegenüber dem Blatt. Der Medacta-Finanzchef Corrado Farsetta habe erklärt, dass die in Familienbesitz stehende Firma verschiedene Optionen prüfe, um die Entwicklung zu beschleunigen - auch einen Börsengang. (TA, 02.02., S.11)

    MITARBEITERMOBILITÄT: Schweizer Arbeitnehmer scheuen sich laut der "SonntagsZeitung" davor, für ihre Karriere ins Ausland zu gehen. So beklagt sich etwa der Konzernchef der Swiss, Thomas Klühr, dass die Mobilität nicht gerade zugenommen habe. Auch der Verband Arbeitgeber Banken bemerke die Entwicklung: "Wir haben Rückmeldungen von Banken, wonach das Interesse an Auslandsaufenthalten rückläufig ist", sagte Geschäftsführer Balz Stückelberger zu der Zeitung. Man beobachte eine gewisse Selbstgefälligkeit von Arbeitnehmern und Schweizer wollten ihre Komfortzone nur ungern verlassen, hiess es diesbezüglich vom Beratungsunternehmen Korn Ferry. (SoZ, 03.02. S. 31f)

    MIGROS: Jeannine Pilloud rechnet sich bei ihrer Kandidatur für das Migros-Präsidium gute Chancen aus. "Meines Wissens wurde meine Kandidatur relativ eindeutig favorisiert, weshalb ich mich entschieden habe, mich zur Wahl als Migros-Präsidentin zu stellen", sagte sie gegenüber der NZZ am Sonntag. Das Evaluationsgremium habe sie zwar forciert. Dem Vernehmen nach hätten die Mitglieder der 23-köpfigen Verwaltung aber nicht geschlossen für sie gestimmt, schreibt die Zeitung weiter. Vielmehr soll sie nur knapp den Vorzug vor Ursula Nold erhalten haben. Mit Nold kandidiert auch die langjährige Präsidentin der Delegiertenversammlung für das Amt, welche die Mechanismen und die Politik in der Migros aus dem Effeff kenne. (NZZaS, 03.02., S. 27)

    ENERGIEPOLITIK: Der geplante Kohleausstieg Deutschlands wird nach Ansicht von Schweizer Energieunternehmen auch Auswirkungen auf den hiesigen Strommarkt haben. "Die Versorgungssicherheit in Deutschland nimmt durch den Entscheid deutlich ab", sagt ein Sprecher des Energieunternehmens Axpo gegenüber der "NZZ am Sonntag". Deutschland werde mit dem Kohleausstieg zum Importeur. Die Situationen der Knappheit würden "stark zunehmen". Davon werde die Schweiz negativ betroffen sein. Gemäss der Axpo werde es mit dem deutschen Kohleausstieg noch wichtiger, "dass wir einen sicheren und langen Betrieb der Kernkraftwerke in der Schweiz gewährleisten können". Mit dem deutschen Kohleausstieg habe die Erhaltung des Kraftwerksparks noch mehr an Bedeutung gewonnen, sagt eine Sprecherin der BKW - und zwar inklusive der bestehenden Atomkraftwerke. (NZZaS. 03.02., S.31)

    SPENDEN: Die Bill & Melinda Gates Foundation ist die mit Abstand grösste Stiftung weltweit und laut der "NZZ am Sonntag" kommt ein Grossteil der Spenden des Microsoft-Mitgründers verschiedenen Schweizer Organisationen zugute. Gemäss der 979-seitigen Steuererklärung für 2017 floss mit rund 1,2 Milliarden Dollar mehr als ein Viertel der gesamten Zuwendungen in die Schweiz. Die Beträge der 176 Einzelspenden variierten zwischen wenigen zehntausend und einigen hundert Millionen Dollar. Am meisten floss an Gesundheitsorganisationen in Genf. In der langen Liste fänden sich aber auch Spenden an Organisationen wie die Stiftung des deutschen Milliardärs Klaus-Michael Kühne. (NZZaS, 03.02., S. 27)

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  • 03.02.2019 ABB-Chef: Europa kann bei Robotern sehr starke Rolle spielen

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    ABB-Chef: Europa kann bei Robotern sehr starke Rolle spielen

    03.02.2019 | 16:02:21

    FRANKFURT (awp international) - ABB-Chef Ulrich Spiesshofer sieht Europa beim Thema Roboter nicht als chancenlos an. "Europa kann bei den Robotern eine sehr starke Rolle spielen", sagte der Manager der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung", "die Innovationskraft ist da."

    Er wolle seinen Konzern zum "führenden Unternehmen in digitalen Industrien" machen und dabei den ewigen Rivalen Siemens hinter sich lassen, sagte Spiesshofer weiter. "Wir sind im vielem voraus, abgesehen vielleicht von der digitalen Fabrik." Für die reklamiert Siemens-Chef Joe Kaeser die Weltmarktführung.

    ABB sei dagegen "in Prozessautomation, in Antriebs- wie Steuerungstechnik und beim Thema Elektromobilität ganz vorne", betonte Spiesshofer. "Und bei den Robotern hat Siemens gar nichts zu bieten". ABB ist nach seinen Worten in dem Bereich die Nummer zwei weltweit, hinter dem japanischen Konzern Fanuc./he

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  • 28.01.2019 ABB-Aktie nach Verkaufsempfehlung von Berenberg unter Druck

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    ABB-Aktie nach Verkaufsempfehlung von Berenberg unter Druck

    28.01.2019 | 10:12:31

    Zürich (awp) - Die Aktien von ABB gehören am Montag im frühen Geschäft zu den schwächsten unter den hiesigen Bluechips. Belastet wird der Titel insbesondere von einer Abstufung durch die Bank Berenberg auf "Sell", verbunden mit einer Kurszielsenkung.

    Bis um 09.55 Uhr fallen ABB um 1,7 Prozent auf 19,03 Franken zurück. Gehandelt sind bereits gut 1,4 Millionen Aktien und damit etwa ein Fünftel eines durchschnittlichen Handelstages. Der Gesamtmarkt (SMI) steht 0,55 Prozent tiefer.

    Die Bank verweist in einer Neueinschätzung der Aktie auf substantiell höhere Kosten und sich abschwächende Industriemärkte. Ausserdem geht sie davon aus, dass ABB in den Bereichen Nieder- und Mittelspannung sowie Prozessautomation Marktanteile verliert, wie sie in einer Ende vergangener Woche publizierten Studie schreibt. Sie reduziert deshalb die Erwartungen für den Gewinn je Aktie in den kommenden Jahren um 26 bis 31 Prozent.

    Berenberg macht sich weiter Sorgen, dass der Bestellungseingang im zweistelligen Prozentbereich zurückfallen könnte. Und im zuletzt starken Geschäft mit Robotern hätten die rückläufigen Zahlen eines Konkurrenten angezeigt, dass auch hier die Risiken eher nach unten gerichtet seien. Diese Umstände würden durch die dank des Verkaufs der Stromnetzsparte zufliessenden Mittel von 7,7 Milliarden US-Dollar und den für 2020 zu erwartenden Gewinn nur teilweise ausgeglichen.

    Insgesamt sieht Berenberg den Ausblick für die Industrieproduktion in den OECD-Staaten für die kommenden Monate "alles andere als hell". ABB starte in diese Phase überdies mit einem 4 Prozent tieferen Bestellungsbestand als noch 2015. In dieser Schätzung ist der Einfluss der verkauften Sparte Stromnetze bereits herausgerechnet.

    Für Berenberg ist die ABB-Aktie auf dem aktuellen Niveau teuer. Die auf den Konsens-Schätzungen basierenden Bewertungen seien zudem irrelevant, da die Schätzungen zu hoch seien.

    cf/ra

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  • 22.01.2019 WEF 2019: ABB-Chef Ulrich Spiesshofer tauscht sich mit Abe und Bolsonaro aus

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    WEF 2019: ABB-Chef Ulrich Spiesshofer tauscht sich mit Abe und Bolsonaro aus

    22.01.2019 | 15:26:01

    Davos (awp/sda) - ABB-Chef Ulrich Spiesshofer trifft am diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos sowohl den japanischen Premierminister Shinzo Abe als auch den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro.

    Nachdem der Industriekonzern kurz vor Weihnachten verkündet hat, die Stromnetzsparte an Hitachi aus Japan zu verkaufen, freue er sich auf ein Treffen mit Abe am (morgigen) Mittwoch, sagte Spiesshofer in einem Interview mit Keystone-SDA am Dienstag am World Economic Forum (WEF).

    80 Prozent der grössten Sparte des Schweizer Konzerns geht an das japanische Konglomerat, knapp 20 Prozent behält ABB. Die Transaktion bewertet die Sparte mit rund elf Milliarden US-Dollar.

    Zudem treffe er am "International Leaders Business Council" am Dienstagnachmittag auf Bolsonaro.

    Den Puls der Welt spüren

    Das WEF sei eine fantastische Plattform, um sich mit Kunden, Vertretern der wesentlichen Regierungen der Welt, Mitbewerbern und Wissenschaftlern auszutauschen. "Für jemanden wie mich, der ein globales Unternehmen führt, ist es eine gute Gelegenheit zum Anfang des Jahres, den Puls der Welt zu spüren." Er sei dann für das Jahr wieder neu gerüstet.

    Auf die Frage, ob er enttäuscht sei, dass US-Präsident Donald Trump seine Teilnahme abgesagt hat und auch sonst kein US-Vertreter der Regierung vor Ort ist, sagte er lediglich, immer mal wieder sei das eine oder andere Land stärker vertreten. Und auch in diesem Jahr fehle es seiner Ansicht nach nicht an hochkarätigen Gästen.

    Kerngeschäft Digitalisierung

    Die diesjährige Forumswoche steht unter dem Motto "Globalisierung 4.0: Eine globale Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution gestalten". Was die vierte industrielle Revolution angeht, wolle ABB führend sein, betonte Spiesshofer. Mit den Veränderungen im Dezember 2018 habe man sich klar aufgestellt, um sich "ganz sauber" auf die digitalen Industrien zu konzentrieren.

    Gleichzeitig mit dem Verkauf des Stromnetzgeschäfts hatte ABB die verbleibenden Sparten dahingehen neu ausgerichtet.

    Das WEF-Treffen wurde am Dienstagvormittag offiziell eröffnet und läuft noch bis Freitag. Mehr als 3000 Teilnehmer aus der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind in den Bündner Bergen zusammengekommen.

    ys/yr

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  • 20.01.2019 Presseschau vom Wochenende 3 (19./20. Januar)

    Presseschau vom Wochenende 3 (19./20. Januar)

    20.01.2019 | 18:00:37

    Bern (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ABB: CEO Ulrich Spiesshofer hat mit seinem Unternehmen nach dem Verkauf der Stromnetzsparte Grosses vor. "Beim Einsatz von Maschinenlernen und künstlicher Intelligenz wollen wir Geschichte schreiben", sagte er in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". ABB sei im Robotergeschäft einmalig aufgestellt. Die Absicht, den Erlös aus dem Verkauf der Stromnetzsparte an die Aktionäre auszuschütten, bezeichnete Spiesshofer als "gegenwärtigen Plan". Er erinnerte an frühere Geschehnisse bei ABB, als ein Aktienrückkauf wegen Übernahmen zurückgestellt wurde. Es sei damals eine "bessere Alternative" aufgetaucht. (NZZ, S. 29 ; siehe auch separate Meldung)

    BARRY CALLEBAUT: Die Familie Jacobs und ihre Jacobs-Holding verabschiedet sich nicht vom Schokoladenkonzern Barry Callebaut. "Die Jacobs Holding bleibt Mehrheitsaktionärin", erklärte deren Sprecher gegenüber der "SonntagsZeitung". Er trat damit Befürchtungen von Investoren entgegen, dass sich die Familie zurückziehe - wie sie es vor Jahren beim Personaldienstleister Adecco getan hatte. Die Jacobs Holding hält 50,1 Prozent an Barry Callebaut. (SoZ, S. 38)

    VETROPACK: CEO Johan Reiter ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Der Hersteller von Glasverpackungen hat laut dem Chef seine Ziele erreicht, wie er der "Finanz und Wirtschaft" sagte. So habe seine Firma im zweiten Halbjahr 2018 ähnlich gut abgeschnitten wie im ersten. Für 2019 gab sich Reiter ebenfalls optimistisch. "Die positive Entwicklung für Glasverpackungen dürfte im laufenden Jahr weitergehen." (FuW, S. 8, siehe auch separate Meldung)

    SBB: CEO Andreas Meyer hat sich trotz anhaltender Probleme beim neuen Doppelstockzug "FV-Dosto" in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende" gegen strengere Auflagen der Politik bei Beschaffungen ausgesprochen. Das Gesetz sei bereits heute streng und verursache einen grossen Aufwand. Meyer schiebt die Schuld für die Verspätungen und technischen Probleme weiterhin dem Lieferanten in die Schuhe. "Die Gründe für die momentane Situation liegen klar bei Bombardier." Über Strafzahlungen für Bombardier werde "im Moment" nicht gesprochen, meinte er ausserdem. Gleichzeitig hielt Meyer fest: "Der Vertrag, den wir mit Bombardier abgeschlossen haben, ist ein harter Vertrag mit Strafzahlungen, die über das Übliche hinausgehen." (SaW, S. 2+3, siehe auch separate Meldung)

    MIGROS/DIGITEC GALAXUS: Der Detailhändler Migros und dessen Online-Tochter Digitec Galaxus rücken noch enger zusammen. Laut der "NZZ am Sonntag" wurde das Sortiment des Online-Warenhauses um 20'000 Produkte aus dem Migros-Universum erweitert, konkret mit Waren aus den Migros-Supermärkten sowie den Fachmärkten Micasa, Melectronics, Do it & Garden, Interio und Sportxx. (NZZaS, S. 23)

    MANOR: Die zur Maus-Frères-Gruppe gehörende Warenhauskette Manor, die in der letzten Wochen den Chef ausgewechselt hat, ist 2018 geschrumpft, wie die "NZZ am Sonntag" vermeldete. Demnach gingen die Verkäufe um 2,8 Prozent zurück und kamen in der Grössenordnung von 2,3 bis 2,4 Milliarden Franken zu liegen. Laut einem im Bericht zitierten Firmensprecher hat Manor 2018 gleichwohl profitabel gearbeitet. (NZZaS, S. 24)

    CH MEDIA: Das Medienunternehmen CH Media hat laut der "NZZ am Sonntag" die Nachfolge von Markus Gilli als Chef von Tele Züri, Tele Bärn und Tele M1 geregelt. Demnach wird Pascal Scherrer, derzeit Redaktionsleiter von Radio SRF 3, Geschäftsleiter und Oliver Steffen neuer Chefredaktor. (NZZaS, S. 11)

    WEF: Das am Dienstag beginnende Weltwirtschaftsforum (WEF) dürfte auch in den kommenden Jahren in Davos stattfinden. WEF-Gründer Klaus Schwab habe sich verpflichtet, mit dem Grossanlass für die kommenden Jahr in Davos zu bleiben, berichtete die "SonntagsZeitung" unter Berufung auf Tourismusdirektor Reto Branschi. "Im Herbst wurde mit dem WEF ein Vertrag für die nächsten drei Jahre mit der Option auf weitere drei Jahre unterzeichnet", wurde Branschi zitiert. Das WEF fand seit der Gründung 1971 mit einer Ausnahme in Davos statt. In der Vergangenheit hatte Klaus Schwab wiederholt mit dem Wegzug des WEF von Davos gedroht. (SoZ, S. 34)

    BANKEN: Die Schweizer Banken müssen sich laut einer Recherche der "SonntagsZeitung" auf eine starke Konkurrenz aus dem Ausland gefasst machen. Dass die neuen Anbieter Potenzial haben, zeigt eine beim Vergleichsdiensts Moneyland in Auftrag gegebene Erhebung. Er verglich die Bezahlkarten der ausländischen Anbieter Revolut und Transferwise mit den beliebtesten Schweizer Gratiskreditkarten. Bei deren Smartphone-Apps zieht Moneyland-Experte Ralf Beyeler ein klares Fazit: "Die Apps der ausländischen Anbieter sind den Schweizer Lösungen weit überlegen." (SoZ, S. 37)

    HANDELSSTREIT: Der Bundesrat ist wegen des Handelskonflikts beunruhigt. Dieser berge "das Risiko einer schweren Handels- und damit Weltwirtschaftskrise", schrieb die Landesregierung laut der "NZZ am Sonntag" in ihrem neuen Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik. Als Gegenmassnahme will der Bundesrat unter anderem das Netz an Freihandelsabkommen erweitern. Konkret werde ein Beitritt zur transpazifischen Handelspartnerschaft "sorgfältig geprüft". Dieser gehören derzeit zwölf Staaten an. Am WEF in Davos möchte der Bundesrat zudem die seit langem angestrebte Erneuerung des Freihandelsabkommens mit Japan lancieren. Hierfür strebt Ueli Maurer ein Treffen mit Japans Premierminister Shinzo Abe an. (NZZaS., S. 8+9)

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  • 20.01.2019 ABB-Chef will "Geschichte schreiben" - Ausschüttung ist "gegenwärtiger Plan"

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    ABB-Chef will "Geschichte schreiben" - Ausschüttung ist "gegenwärtiger Plan"

    20.01.2019 | 11:12:01

    Zürich (awp) - ABB-Chef Ulrich Spiesshofer hat mit seinem Unternehmen nach dem Verkauf des Stromnetzsparte Grosses vor. "Beim Einsatz von Maschinenlernen und künstlicher Intelligenz wollen wir Geschichte schreiben", sagte er in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ, Samstagsausgabe). ABB sei im Robotergeschäft einmalig aufgestellt. "Wir verkaufen nicht nur Roboter, sondern helfen etwa jedem Kunden, auch kleineren, wie er diese einsetzen und trainieren kann."

    Spiesshofer sieht sich in diesem Zusammenhang auch nicht als "Kurzfrist-Optimierer". Er wolle das langfristig Richtige tun. Er widersprach dabei auch der Darstellung, der Verkauf der Stromnetzsparte sei auf Druck der aktivistischen Aktionäre unter Führung von Cevian eingefädelt worden. "Der Eindruck trügt", so der CEO.

    Er hat laut eigener Einschätzung zudem Rückendeckung vieler Investoren für die neue Strategie. Er habe im letzten Monat rund drei Viertel des Aktienkapitals getroffen. Die Massnahmen hätten "breite Unterstützung" gefunden. Die verhaltene Reaktion der Börse macht dem Firmenchef nicht zu schaffen: "Wenn man überzeugt ist, dass etwas langfristig das Richtige ist, muss man auch bereit sein, kurzfristig etwas Gegenwind zu ertragen."

    Die Absicht, den Erlös aus dem Verkauf der Stromnetzsparte an die Aktionäre auszuschütten, bezeichnete Spiesshofer als "gegenwärtigen Plan". Er erinnerte an frühere Geschehnisse bei ABB, als ein Aktienrückkauf wegen Übernahmen zurückgestellt wurde. Es sei damals eine "bessere Alternative" aufgetaucht. "Unsere oberste Maxime ist es stets, den grösstmöglichen Wert für alle Stakeholder der ABB zu schaffen."

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG