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  • 20.01.2019 Presseschau vom Wochenende 3 (19./20. Januar)

    Presseschau vom Wochenende 3 (19./20. Januar)

    20.01.2019 | 18:00:37

    Bern (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ABB: CEO Ulrich Spiesshofer hat mit seinem Unternehmen nach dem Verkauf der Stromnetzsparte Grosses vor. "Beim Einsatz von Maschinenlernen und künstlicher Intelligenz wollen wir Geschichte schreiben", sagte er in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". ABB sei im Robotergeschäft einmalig aufgestellt. Die Absicht, den Erlös aus dem Verkauf der Stromnetzsparte an die Aktionäre auszuschütten, bezeichnete Spiesshofer als "gegenwärtigen Plan". Er erinnerte an frühere Geschehnisse bei ABB, als ein Aktienrückkauf wegen Übernahmen zurückgestellt wurde. Es sei damals eine "bessere Alternative" aufgetaucht. (NZZ, S. 29 ; siehe auch separate Meldung)

    BARRY CALLEBAUT: Die Familie Jacobs und ihre Jacobs-Holding verabschiedet sich nicht vom Schokoladenkonzern Barry Callebaut. "Die Jacobs Holding bleibt Mehrheitsaktionärin", erklärte deren Sprecher gegenüber der "SonntagsZeitung". Er trat damit Befürchtungen von Investoren entgegen, dass sich die Familie zurückziehe - wie sie es vor Jahren beim Personaldienstleister Adecco getan hatte. Die Jacobs Holding hält 50,1 Prozent an Barry Callebaut. (SoZ, S. 38)

    VETROPACK: CEO Johan Reiter ist mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden. Der Hersteller von Glasverpackungen hat laut dem Chef seine Ziele erreicht, wie er der "Finanz und Wirtschaft" sagte. So habe seine Firma im zweiten Halbjahr 2018 ähnlich gut abgeschnitten wie im ersten. Für 2019 gab sich Reiter ebenfalls optimistisch. "Die positive Entwicklung für Glasverpackungen dürfte im laufenden Jahr weitergehen." (FuW, S. 8, siehe auch separate Meldung)

    SBB: CEO Andreas Meyer hat sich trotz anhaltender Probleme beim neuen Doppelstockzug "FV-Dosto" in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende" gegen strengere Auflagen der Politik bei Beschaffungen ausgesprochen. Das Gesetz sei bereits heute streng und verursache einen grossen Aufwand. Meyer schiebt die Schuld für die Verspätungen und technischen Probleme weiterhin dem Lieferanten in die Schuhe. "Die Gründe für die momentane Situation liegen klar bei Bombardier." Über Strafzahlungen für Bombardier werde "im Moment" nicht gesprochen, meinte er ausserdem. Gleichzeitig hielt Meyer fest: "Der Vertrag, den wir mit Bombardier abgeschlossen haben, ist ein harter Vertrag mit Strafzahlungen, die über das Übliche hinausgehen." (SaW, S. 2+3, siehe auch separate Meldung)

    MIGROS/DIGITEC GALAXUS: Der Detailhändler Migros und dessen Online-Tochter Digitec Galaxus rücken noch enger zusammen. Laut der "NZZ am Sonntag" wurde das Sortiment des Online-Warenhauses um 20'000 Produkte aus dem Migros-Universum erweitert, konkret mit Waren aus den Migros-Supermärkten sowie den Fachmärkten Micasa, Melectronics, Do it & Garden, Interio und Sportxx. (NZZaS, S. 23)

    MANOR: Die zur Maus-Frères-Gruppe gehörende Warenhauskette Manor, die in der letzten Wochen den Chef ausgewechselt hat, ist 2018 geschrumpft, wie die "NZZ am Sonntag" vermeldete. Demnach gingen die Verkäufe um 2,8 Prozent zurück und kamen in der Grössenordnung von 2,3 bis 2,4 Milliarden Franken zu liegen. Laut einem im Bericht zitierten Firmensprecher hat Manor 2018 gleichwohl profitabel gearbeitet. (NZZaS, S. 24)

    CH MEDIA: Das Medienunternehmen CH Media hat laut der "NZZ am Sonntag" die Nachfolge von Markus Gilli als Chef von Tele Züri, Tele Bärn und Tele M1 geregelt. Demnach wird Pascal Scherrer, derzeit Redaktionsleiter von Radio SRF 3, Geschäftsleiter und Oliver Steffen neuer Chefredaktor. (NZZaS, S. 11)

    WEF: Das am Dienstag beginnende Weltwirtschaftsforum (WEF) dürfte auch in den kommenden Jahren in Davos stattfinden. WEF-Gründer Klaus Schwab habe sich verpflichtet, mit dem Grossanlass für die kommenden Jahr in Davos zu bleiben, berichtete die "SonntagsZeitung" unter Berufung auf Tourismusdirektor Reto Branschi. "Im Herbst wurde mit dem WEF ein Vertrag für die nächsten drei Jahre mit der Option auf weitere drei Jahre unterzeichnet", wurde Branschi zitiert. Das WEF fand seit der Gründung 1971 mit einer Ausnahme in Davos statt. In der Vergangenheit hatte Klaus Schwab wiederholt mit dem Wegzug des WEF von Davos gedroht. (SoZ, S. 34)

    BANKEN: Die Schweizer Banken müssen sich laut einer Recherche der "SonntagsZeitung" auf eine starke Konkurrenz aus dem Ausland gefasst machen. Dass die neuen Anbieter Potenzial haben, zeigt eine beim Vergleichsdiensts Moneyland in Auftrag gegebene Erhebung. Er verglich die Bezahlkarten der ausländischen Anbieter Revolut und Transferwise mit den beliebtesten Schweizer Gratiskreditkarten. Bei deren Smartphone-Apps zieht Moneyland-Experte Ralf Beyeler ein klares Fazit: "Die Apps der ausländischen Anbieter sind den Schweizer Lösungen weit überlegen." (SoZ, S. 37)

    HANDELSSTREIT: Der Bundesrat ist wegen des Handelskonflikts beunruhigt. Dieser berge "das Risiko einer schweren Handels- und damit Weltwirtschaftskrise", schrieb die Landesregierung laut der "NZZ am Sonntag" in ihrem neuen Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik. Als Gegenmassnahme will der Bundesrat unter anderem das Netz an Freihandelsabkommen erweitern. Konkret werde ein Beitritt zur transpazifischen Handelspartnerschaft "sorgfältig geprüft". Dieser gehören derzeit zwölf Staaten an. Am WEF in Davos möchte der Bundesrat zudem die seit langem angestrebte Erneuerung des Freihandelsabkommens mit Japan lancieren. Hierfür strebt Ueli Maurer ein Treffen mit Japans Premierminister Shinzo Abe an. (NZZaS., S. 8+9)

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  • 20.01.2019 ABB-Chef will "Geschichte schreiben" - Ausschüttung ist "gegenwärtiger Plan"

    Betroffene Wertpapiere

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    ABB-Chef will "Geschichte schreiben" - Ausschüttung ist "gegenwärtiger Plan"

    20.01.2019 | 11:12:01

    Zürich (awp) - ABB-Chef Ulrich Spiesshofer hat mit seinem Unternehmen nach dem Verkauf des Stromnetzsparte Grosses vor. "Beim Einsatz von Maschinenlernen und künstlicher Intelligenz wollen wir Geschichte schreiben", sagte er in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" (NZZ, Samstagsausgabe). ABB sei im Robotergeschäft einmalig aufgestellt. "Wir verkaufen nicht nur Roboter, sondern helfen etwa jedem Kunden, auch kleineren, wie er diese einsetzen und trainieren kann."

    Spiesshofer sieht sich in diesem Zusammenhang auch nicht als "Kurzfrist-Optimierer". Er wolle das langfristig Richtige tun. Er widersprach dabei auch der Darstellung, der Verkauf der Stromnetzsparte sei auf Druck der aktivistischen Aktionäre unter Führung von Cevian eingefädelt worden. "Der Eindruck trügt", so der CEO.

    Er hat laut eigener Einschätzung zudem Rückendeckung vieler Investoren für die neue Strategie. Er habe im letzten Monat rund drei Viertel des Aktienkapitals getroffen. Die Massnahmen hätten "breite Unterstützung" gefunden. Die verhaltene Reaktion der Börse macht dem Firmenchef nicht zu schaffen: "Wenn man überzeugt ist, dass etwas langfristig das Richtige ist, muss man auch bereit sein, kurzfristig etwas Gegenwind zu ertragen."

    Die Absicht, den Erlös aus dem Verkauf der Stromnetzsparte an die Aktionäre auszuschütten, bezeichnete Spiesshofer als "gegenwärtigen Plan". Er erinnerte an frühere Geschehnisse bei ABB, als ein Aktienrückkauf wegen Übernahmen zurückgestellt wurde. Es sei damals eine "bessere Alternative" aufgetaucht. "Unsere oberste Maxime ist es stets, den grösstmöglichen Wert für alle Stakeholder der ABB zu schaffen."

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  • 17.01.2019 Korr Anleihe: ABB nimmt in zwei Tranchen insgesamt 450 Mio Fr. auf

    Betroffene Wertpapiere

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    ABB N --- --- --- --- --- ---

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    Korr Anleihe: ABB nimmt in zwei Tranchen insgesamt 450 Mio Fr. auf

    17.01.2019 | 16:06:15

    (Titel und Betrag zweite Tranche korrigiert)

    Zürich (awp) - ABB begibt unter Federführung von UBS und Credit Suisse zwei Anleihen zu folgenden Konditionen:

    1. Tranche: 
    Betrag:              280 Mio Fr.
    Zinssatz:            0,3% (erster kurzer Coupon)
    Emissionspreis:      100,041%
    Liberierung:         06.02.2019
    Laufzeit:            5,5 Jahre, bis 06.08.2024
    Rating:              A/A2 (S&P/Moody's)
    Valor:               45'720'680 (0)
    Kotierung:           SIX, Handel ab 4.2.2019
    2. Tranche: 
    Betrag:              170 Mio Fr.
    Zinssatz:            1,00% (erster kurzer Coupon)
    Emissionspreis:      100,126%
    Liberierung:         06.02.2019
    Laufzeit:            10,25 Jahre, bis 07.05.2029
    Rating:              A/A2 (S&P/Moody's)
    Valor:               45'720'681 (8)
    Kotierung:           SIX, Handel ab 4.2.2019
    

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  • 17.01.2019 Anleihe: ABB nimmt in zwei Tranchen insgesamt 430 Mio Fr. auf

    Betroffene Wertpapiere

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    Anleihe: ABB nimmt in zwei Tranchen insgesamt 430 Mio Fr. auf

    17.01.2019 | 16:00:00

    Zürich (awp) - ABB begibt unter Federführung von UBS und Credit Suisse zwei Anleihen zu folgenden Konditionen:

    1. Tranche: 
    Betrag:              280 Mio Fr.
    Zinssatz:            0,3% (erster kurzer Coupon)
    Emissionspreis:      100,041%
    Liberierung:         06.02.2019
    Laufzeit:            5,5 Jahre, bis 06.08.2024
    Rating:              A/A2 (S&P/Moody's)
    Valor:               45'720'680 (0)
    Kotierung:           SIX, Handel ab 4.2.2019
    2. Tranche: 
    Betrag:              150 Mio Fr.
    Zinssatz:            1,00% (erster kurzer Coupon)
    Emissionspreis:      100,126%
    Liberierung:         06.02.2019
    Laufzeit:            10,25 Jahre, bis 07.05.2029
    Rating:              A/A2 (S&P/Moody's)
    Valor:               45'720'681 (8)
    Kotierung:           SIX, Handel ab 4.2..2019
    

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  • 17.01.2019 Anleihe: ABB nimmt in zwei Tranchen insgesamt 450 Mio Fr. auf

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    ABB N --- --- --- --- --- ---

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    Anleihe: ABB nimmt in zwei Tranchen insgesamt 450 Mio Fr. auf

    17.01.2019 | 15:52:40

    Zürich (awp) - ABB begibt unter Federführung von UBS und Credit Suisse zwei Anleihen zu folgenden Konditionen:

    1. Tranche: 
    Betrag:              280 Mio Fr.
    Zinssatz:            0,3% (erster kurzer Coupon)
    Emissionspreis:      100,041%
    Liberierung:         06.02.2019
    Laufzeit:            5,5 Jahre, bis 06.08.2024
    Rating:              A/A2 (S&P/Moody's)
    Valor:               45'720'680 (0)
    Kotierung:           SIX, Handel ab 4.2.2019
    2. Tranche: 
    Betrag:              170 Mio Fr.
    Zinssatz:            1,00% (erster kurzer Coupon)
    Emissionspreis:      100,126%
    Liberierung:         06.02.2019
    Laufzeit:            10,25 Jahre, bis 07.05.2029
    Rating:              A/A2 (S&P/Moody's)
    Valor:               45'720'681 (8)
    Kotierung:           SIX, Handel ab 4.2.2019
    

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  • 23.12.2018 Presseschau vom Wochenende 51 (22./23. Dezember)

    Betroffene Wertpapiere

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    CS Group N --- --- --- --- --- ---

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    Presseschau vom Wochenende 51 (22./23. Dezember)

    23.12.2018 | 17:39:05

    Bern (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ABB: Viele Mitarbeiter, auch auf Kaderstufe, verstünden nicht, warum die ABB-Führung - entgegen früheren Aussagen - die Stromnetzsparte an die japanische Hitachi verkauft, obwohl ABB-CEO Ulrich Spiesshofer dieses Geschäft dauernd als "zukunftsträchtig" lobte, selbst am Tag des Verkaufs, schreibt die "Schweiz am Wochenende". Ex-ABB-Schweiz-Chef Edwin Somm stellt im Interview wegen der Kehrtwende einen Vertrauensverlust bei Kunden und Mitarbeitenden fest. Die ABB-Führung habe nicht wirklich erklärt, was jetzt anders sein soll: "Warum jetzt dieses gesunde Geschäft bei Hitachi eine bessere Zukunft haben soll als bei ABB, ist mir unverständlich." (SaW, S. 13)

    CREDIT SUISSE: Rückblickend hätte der Wechsel auf dem operativen Chefsessel laut Verwaltungsratspräsident Urs Rohner früher stattfinden sollen. "Aus heutiger Sicht hätte ich allerdings den Führungswechsel schneller durchziehen sollen", sagte Rohner in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Auch der Umbau der Gruppe wäre ihm zufolge bereits früher sinnvoll gewesen: "Mit dem heutigen Kenntnisstand hätten wir früher eine Kapitalerhöhung durchgeführt und wären auch rascher auf das jetzige Geschäftsmodell umgeschwenkt." Im Rückblick sei man immer schlauer. "Wenn wir damals alles gewusst hätten, was wir heute wissen, und dies im Marktumfeld möglich gewesen wäre, hätten wir uns 2009 für eine Kapitalerhöhung aussprechen sollen, statt Pflichtwandelanleihen zu emittieren." (NZZ Samstag, S. 29; siehe auch separate Meldung)

    UBS: Ein früherer Basler UBS-Angestellter könnte wegen wirtschaftlichen Nachrichtendiensts und Verletzung des Bank- und des Geschäftsgeheimnisses verurteilt werden. René S. muss sich ab dem 7. Januar 2019 vor dem Bundesstrafgericht verantworten, wie der "Tages-Anzeiger" schreibt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mittvierziger vor, Kundendaten aus der Grossbank an die deutschen Steuerbehörden verkauft zu haben - für über eine Million Euro. René S. bestreitet die Vorwürfe. Handfeste Beweise gegen den Familienvater liegen nicht vor. (TA Samstag, S. 13)

    CALIDA: Laut CEO Reiner Pichler bewegt sich der Trend hin zu ökologischer Nachhaltigkeit und zu einer Rückbesinnung auf Qualität. Das komme dem 1941 gegründeten Traditionsunternehmens entgegen, sagte er in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". "Der allgemeine Trend - vor allem bei jungen Kunden - kommt uns entgegen." Das Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Qualität gehöre seit je zu den Wurzeln von Calida, weshalb man sich nicht verstellen müsse, um die Millennials, die Generation der nach 1980 Geborenen, anzusprechen. Gleichzeitig beobachtet Pichler den Trend zu Rabattschlachten, die sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte häufen, mit Sorge. "Diese Discount-Politik ist nicht gut. Sie sorgt dafür, dass dem Kunden der eigentliche Wert eines Bekleidungsstückes nicht mehr bewusst ist." (NZZ Samstag, S. 31)

    LOHNZAHLUNGEN IN EURO: Im Kampf gegen den starken Franken sind Schweizer Arbeitgeber unter anderem auf Lohnzahlungen in Euro ausgewichen. Nun kommt ein solcher Fall erstmals vor Bundesgericht, wie die Zeitungen "Zentralschweiz am Sonntag" und "Ostschweiz am Sonntag" berichten. Am 15. Januar 2019 müssen sich die obersten Richter mit einer Tochter der Technologiefirma Von Roll Infratec im jurassischen Choindez befassen. Im Juni 2011 hatte sie der Belegschaft bekanntgegeben, allen in der Eurozone wohnhaften Beschäftigten aus Spargründen die Löhne ab 2012 in Euro auszuzahlen. Im Januar 2016 klagte ein französischer Mitarbeiter des jurassischen Werks und forderte von seinem Arbeitgeber die Zahlung von gut 19'400 Franken, die ihm wegen Euro-Lohnregelung entgangen seien. Das jurassische Arbeitsgericht verurteilte das Werk in erster Instanz zur Nachzahlung von 18'881 Franken. Die Lohnzahlung in Euro verstosse gegen das Personenfreizügigkeitsabkommen und gelte gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag in der Swissmem-Branche als illegal. Von Roll zog das Urteil bis vor Bundesgericht weiter. ("Zentralschweiz am Sonntag"/"Ostschweiz am Sonntag")

    SRG: Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) streicht nach Sparvorschlägen ihrer Mitarbeiter nur 170 statt wie angekündigt 250 Stellen. Dies berichtet die "NZZ am Sonntag" unter Berufung auf eine interne Mitteilung des öffentlichen Rundfunkbetriebs. Zu den Spartipps zählen demnach etwa die gemeinsame Beschaffung von Drucksachen und Informatik-Tools, den Vorzug bestimmter Lieferanten, die Beschränkung des Aufwands für Leihpersonal, die Reduktion der Anzahl Drucker in den Büros und anderes mehr. Die Reduktion soll in den kommenden vier Jahren vor allem über die natürliche Personalfluktuation erfolgen. Kündigungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden. Im Oktober hatte die SRG darauf hingewiesen, dass der Abbau geringer ausfallen dürfte, weil Sparmassnahmen bei Immobilien, Technik, Distribution und Verwaltung greifen würden. Im vergangenen Juni hatte die SRG-Führung angekündigt, dass sie 100 Millionen Franken einsparen werde. Die SRG begründete die Sparrunde mit der Plafonierung der Gebühreneinnahmen auf 1,2 Milliarden Franken pro Jahr sowie sinkenden Werbeeinnahmen. Die SRG beschäftigt ohne Tochterunternehmen 6000 Personen, die sich 5000 Stellen teilen. (NZZaS, S. 9)

    FIFA: Der Weltfussballverband Fifa muss wegen nicht gelieferter Tickets nach einem Bundesgerichtsurteil den Schweizer Ticketbroker JB Sports Marketing mit 17 Millionen Dollar entschädigen, wie die "Sonntagszeitung" schreibt. Die Fifa hatte für das WM-Turnier 2014 in Brasilien ein Kontingent mit einer beträchtlichen Anzahl Tickets garantiert, dieses aber nur teilweise an den Billett-Partner mit Sitz im schwyzerischen Freienbach geliefert. Daraufhin klagte die Firma gegen die Fifa. Das Bundesgericht wies am 28. November eine Beschwerde ab. Das Schiedsgerichtsurteil ist damit rechtskräftig, die Fifa muss bezahlen. Der Verband überwies demnach das Geld bereits vor dem Urteil des Bundesgerichts. Die Sache dürfte für die Fifa dem Zeitungsbericht zufolge aber noch teurer werden. Das Gericht bestätigte in seinem Urteil, dass die Fifa auch für die WM 2018 in Russland hätte ein Kartenkontingent liefern müssen. Der Ticketbroker bereite eine neue Klage vor, die ihm weitere 20 Millionen Dollar einbringen könnte, schreibt die Zeitung. (SoZ, S.5)

    SONNTAGSARBEIT: Weihnachten ist vielen Firmen nicht mehr heilig, die Sonntagsarbeit in der Schweiz ist auf einem Rekordhoch. Die Arbeit an Sonn- und Feiertagen nahm rasant zu, wie eine Auswertung der "Sonntagszeitung" zeigt. Gemäss der Analyse der Gesuche für einen Sondereinsatz am Wochenende stieg in den letzten drei Jahren die Anzahl bewilligter Gesuche um über 30 Prozent auf mehr als 2000 an. Alleine für Feiertagsarbeit etwa zu Weihnachten wurden mehr als 800 Gesuche bewilligt, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) der Zeitung bestätigte. 2018 wurde für über 70'000 Arbeitsplätze Sonn- und Feiertagsarbeit bewilligt. Der Anstieg hat dem Bericht zufolge mehrere Ursachen. Als Begründung werden das besondere Konsumbedürfnis und technische wie wirtschaftliche Unentbehrlichkeit angeführt. Jedes Unternehmen, das Bedarf nach einem Sondereinsatz am Wochenende hat, benötigt vom Seco eine entsprechende Bewilligung. Antragsteller finden sich in vielen Branchen, von Verkaufsgeschäften über Zulieferer des Detailhandels bis hin zu Pharmaunternehmen, Banken und Industriefirmen sowie dem Internetkonzern Google. Für die Sondereinsätze der Mitarbeiter ist ein Lohnzuschlag von mindestens 50 Prozent fällig. (SoZ, S. 37f.)

    KRANKENKASSENPRÄMIEN: Familien in der Schweiz zahlen mittlerweile bis zu 20 Prozent des Einkommens für die Krankenkasse. Dies zeigen neue Zahlen des Bundesamts für Gesundheit (BAG), über welche die "NZZ am Sonntag" berichtet. In neun Kantonen übersteigen demnach die Prämienkosten einen Fünftel des Haushaltsbudgets, darunter in Zürich, Bern, Luzern sowie in den beiden Basel. Die Berechnung gilt für eine vierköpfige Familie mit zwei älteren Kindern und einem Jahreseinkommen von 70'000 Franken. Berücksichtigt ist ebenso die staatliche Prämienverbilligung. Haushalte aus dem Mittelstand, welche keine Vergünstigung erhalten, werden zum Teil noch stärker belastet. Spitzenreiter ist gemäss der Erhebung des BAG der Kanton Basel-Stadt mit einer Jahresprämie von maximal 21'600 Franken für eine vierköpfige Familie. Dies entspricht einer Zunahme von 50 Prozent seit 2007. Trotz steigender Prämien haben mehrere Kantone ihre Mittel für die Vergünstigung gekürzt. In Bern nahmen die kantonalen Zuschüsse seit 2010 von 290 Millionen auf 80 Millionen Franken ab. Aktuell profitiert ein Viertel der Bevölkerung von einer Prämienverbilligung. (NZZaS, S. 23)

    KLIMASCHUTZ: Der bisher einzige Schweizer im Weltall, der Waadtländer Physiker Claude Nicollier, hat in einem Zeitungsinterview die Schweiz zu mehr Klimaschutz angemahnt. "Die Schweiz ist nicht das beste Beispiel", sagte der 74-Jährige dem "Sonntagsblick". "Wir könnten mehr tun, um unseren Beitrag zu leisten. Andere Länder, gerade in Skandinavien, sind uns weit voraus." Etwa bei der Windkraft brauche es hierzulande mehr Engagement. "Dabei müssen wir auch akzeptieren, dass sich die Landschaft ändert." Beim Anblick der Erde aus dem All sei die Schönheit das Erste, was einem durch den Kopf gehe. Schaue man genauer hin, sehe man die Narben, die der Mensch dem Planeten geschlagen habe. Die Spuren der Feuer in den Wäldern auf Madagaskar, in Indonesien, Zentralafrika, Südamerika. Dann realisiere man, wie zerbrechlich dieser Planet und wie dünn die Atmosphäre sei, die man betrachte. Nicollier umkreiste vier Mal (1992, 1993, 1996 und 1999) die Erde an Bord eines amerikanischen Space Shuttles. Insgesamt verbrachte er 42 Tage, 12 Stunden, 6 Minuten und 9 Sekunden im Weltraum. Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählte 1993 die Reparatur des Weltraumteleskops Hubble. ("Sonntagsblick")

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  • 19.12.2018 Fitch setzt ABB-Kreditrating auf "Rating Watch Positive"

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    Fitch setzt ABB-Kreditrating auf "Rating Watch Positive"

    19.12.2018 | 18:02:18

    Zürich (awp) - Fitch signalisiert eine baldige Aufstufung der Kreditratings des Industriekonzerns ABB. Die Ratingagentur hat am Mittwoch die Bewertungen auf "Rating Watch Positive" gesetzt. Aktuell lautet die Bonitätseinstufung von ABB "A-" und auch das kurzfristige Rating "F2". Fitch rechnet mit einer Aufstufung um einen Notch.

    Die Rating-Aktion folgt auf den Verkauf von 80 Prozent des Stromnetzgeschäfts von ABB an Hitachi. Fitch denkt, dass das künftig tiefere Engagement von ABB im Versorgungsgeschäft langfristig positiv für das Rentabilitäts- und Kreditprofil sein wird. Zudem rechne man mit einer verbesserten Cash-Generierung.

    ra/lie

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  • 19.12.2018 Moody's senkt ABB-Ausblick auf negativ - Rating A2/P-1 bestätigt

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    Moody's senkt ABB-Ausblick auf negativ - Rating A2/P-1 bestätigt

    19.12.2018 | 14:50:09

    Zürich (awp) - Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für das Kreditrating für den Technologiekonzern ABB auf "negativ" von zuvor "stabil" gesenkt. Das Langfristrating lautet jedoch weiterhin "A2" und das Kurzfristrating "P-1", wie aus der Mitteilung vom Mittwoch hervorgeht.

    Als Grund für den gesenkten Ausblick nennt Moody's den Verkauf von 80,1 Prozent der Stromnetzsparte an den japanischen Konzern Hitachi und insbesondere die Pläne von ABB, den Erlös daraus an die Aktionäre auszuschütten.

    Die Änderung im Ausblick reflektiere, dass die Art der Transaktion einen Wechsel der Unternehmenspolitik hin zu einem mehr aktionärsfreundlichem Kurs markiere, heisst es in der Begründung weiter. Durch den Verkauf verliere ABB einen substantiellen Teil seines Umsatzes (28 Prozent vom Gruppenumsatz) und seines Ergebnisses (22 Prozent operatives Ergebnis), schrieb Moody's weiter.

    Um seine Kreditkennzahlen zu verbessern und eine Abstufung zu vermeiden, müsse sich ABB durch Ergebnisverbesserungen bei den weiter fortgeführten Kerneinheiten und eine ausgeglichenere Finanzierungspolitik Richtung der Anforderungen eines A2-Ratings bewegen.

    yr/tp

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  • 18.12.2018 ABB-Chef: Haben genug finanzielle Feuerkraft für Akquisitionen

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    ABB-Chef: Haben genug finanzielle Feuerkraft für Akquisitionen

    18.12.2018 | 17:25:18

    Zürich (awp) - ABB verfügt nach Abschluss des geplanten Wandels von einem Infrastrukturbetreiber zu einem Lieferanten von Industrieprodukten über ausreichend finanzielle Mittel, um Akquisitionen zu finanzieren. Dies sagte Konzernchef Ulrich Spiesshofer am Dienstag in einem Bloomberg-Interview.

    Der Technologiekonzern hatte zu Wochenbeginn den Verkauf seiner Stromnetzsparte an die japanische Hitachi angekündigt. Die insgesamt 11 Milliarden US-Dollar, die ABB zufliessen werden, sollen aber voll und ganz an die Aktionäre zurückgehen.

    Die Gruppe könnte etwa Anwendungssoftware und Aktiva in den Bereichen Messung und Analytik zukaufen. Diese seien für die Digitalisierung der Gruppe entscheidend. ABB könne auch kleine oder mittlere Unternehmen kaufen, um den Bereich Elektrifizierung in Lateinamerika, Afrika oder den USA zu stärken, sagte Spiesshofer.

    ra/yr

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  • 17.12.2018 ABB gibt Stromnetzsparte ab und stellt sich ein weiteres Mal neu auf

    ABB gibt Stromnetzsparte ab und stellt sich ein weiteres Mal neu auf

    17.12.2018 | 18:09:09

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Zürich (awp) - ABB und Hitachi haben den Spekulationen um einen Verkauf der Stromnetz-Sparte ein Ende gesetzt und Nägel mit Köpfen gemacht. Die Sparte wird an Hitachi verkauft. Gleichzeitig organisiert ABB die verbleibenden Sparten neu und richtet sich ausschliesslich auf die digitalen Industrien aus.

    Erst vor wenigen Tagen bestätigten die beiden Unternehmen, was gerüchteweise schon länger herumgeboten wurde. Man führe Gespräche über die Zukunft der grössten Sparte von ABB, hiess es aus Japan und Oerlikon. Am Montag wurden nun die Pläne konkretisiert.

    Demnach übernimmt Hitachi vorerst gut 80 Prozent der Stromnetzsparte, ABB behält knapp 20 Prozent. Die Transaktion bewertet die Sparte mit rund 11 Milliarden US-Dollar. Nach Abzug von einmaligen Transaktionskosten, dem Steueraufwand sowie weiterer Effekte erhält ABB für diese Tranche netto rund 7,6 bis 7,8 Milliarden.

    Diese Mittel will ABB nach Abschluss der Transaktion im ersten Semester 2020 über Aktienrückkäufe oder auf ähnliche Weise zu 100 Prozent an die Aktionäre zurückführen. Dass ABB damit dem Druck von Cevian oder anderen Aktionären, welche schon länger eine Abspaltung der Division gefordert hatten, nachgegeben habe, bestritt CEO Ulrich Spiesshofer anlässlich einer Medienkonferenz.

    Spiesshofer sieht "Win, win, win-Situation"

    "Der Deal ergibt eine dreifache Gewinnsituation für ABB, Hitachi und die Sparte selber", verteidigte er den Schritt. Mit den heute angekündigten Massnahmen, also dem Verkauf der Stromnetz-Sparte und der Neuorganisation, will er eine neue ABB schaffen, einen "auf digitale Industrien fokussierten Technologieführer".

    ABB behält wie erwähnt vorerst 19,9 Prozent an der herausgelösten Stromnetzsparte, besitzt aber eine Option zum Verkauf dieses Anteils nach drei Jahren. Der Preis für den Verkauf des Restanteils soll zu einem fairen Marktwert erfolgen, jedoch mindestens 90 Prozent des vereinbarten Unternehmenswerts ausmachen.

    Negative Folgen für den Industriestandort Schweiz bzw. einen grösseren Stellenabbau sieht Spiesshofer nicht. "Die Schweiz wird der Schlüssel-Hub für die Sparte bleiben", sagte er. Hitachi wolle den Hauptsitz der Sparte Hitachi-ABB Power Grids in der Schweiz behalten. Auch die Forschung und Entwicklung der Division sowie die Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Spiesshofer bezifferte die Anzahl Mitarbeiter in der Stromnetz-Division in der Schweiz auf rund 2'800 von insgesamt 6'500 Mitarbeitern.

    Zu Anpassungen wird es allenfalls am Konzernhauptsitz in Oerlikon kommen. Dieser soll laut Spiesshofer im Zuge der Neuausrichtung weiter optimiert werden. Insgesamt will ABB durch den Verkauf der Division rund 500 Millionen US-Dollar jährlich und konzernweit einsparen. Inwieweit sich das auf die Arbeitsplätze hierzulande auswirken wird, wollte er nicht genauer beziffern.

    Divisionen werden neu aufgeteilt und gestärkt

    Damit ist aber der für ABB zweite wichtige Punkt angesprochen. Der Neustart von ABB umfasst laut dem CEO drei fundamentale Schritte. Nebst dem Verkauf der Stromnetz-Sparte ist der zweite Schritt die Vereinfachung des Geschäftsmodels durch die Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Und als dritten Schritt bezeichnete der ABB-Chef die Organisation in vier Divisionen, von denen zwei neu sind, nämlich Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Die bisherigen sind Elektrifizierung und Industrieautomation. Jede der vier Divisionen markiere auf dem globalen Markt die erste oder zweite Position, so Spiesshofer.

    Alle kundenbezogenen Aktivitäten und Aufgaben auf lokaler Ebene würden künftig von diesen Geschäftsbereichen geleitet, welche gleichzeitig auf Länderebene gestärkt werden sollen, hiess es dazu. Die bestehenden Regional- und Länderstrukturen sollen indes aufgelöst werden.

    An der Börse lösten die Nachrichten keine grosse Euphorie aus. ABB-Aktien büssten bis Handelsende in einem schwachen Gesamtmarkt um 1,8 Prozent ein. Die Papiere hatten zuvor letzte Woche deutlich zugelegt, als die Gespräche mit Hitachi bestätigt wurden.

    cf/rw/ra

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  • 17.12.2018 ABB gibt Stromnetzsparte ab und stellt sich ein weiteres Mal neu auf

    ABB gibt Stromnetzsparte ab und stellt sich ein weiteres Mal neu auf

    17.12.2018 | 14:04:49

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - ABB und Hitachi haben den Spekulationen um einen Verkauf der Stromnetz-Sparte ein Ende gesetzt und Nägel mit Köpfen gemacht. Die Sparte wird an Hitachi verkauft. Gleichzeitig organisiert ABB die verbleibenden Sparten neu und richtet sich ausschliesslich auf die digitalen Industrien aus.

    Erst vor wenigen Tagen bestätigten die beiden Unternehmen, was gerüchteweise schon länger herumgeboten wurde. Man führe Gespräche über die Zukunft der grössten Sparte von ABB, hiess es aus Japan und Oerlikon. Am Montag wurden nun die Pläne konkretisiert.

    Demnach übernimmt Hitachi vorerst gut 80 Prozent der Stromnetzsparte, ABB behält knapp 20 Prozent. Die Transaktion bewertet die Sparte mit rund 11 Milliarden US-Dollar. Nach Abzug von einmaligen Transaktionskosten, dem Steueraufwand sowie weiterer Effekte erhält ABB für diese Tranche netto rund 7,6 bis 7,8 Milliarden.

    Diese Mittel will ABB nach Abschluss der Transaktion im ersten Semester 2020 über Aktienrückkäufe oder auf ähnliche Weise zu 100 Prozent an die Aktionäre zurückführen. Dass ABB damit dem Druck von Cevian oder anderen Aktionären, welche schon länger eine Abspaltung der Division gefordert hatten, nachgegeben habe, bestritt CEO Ulrich Spiesshofer anlässlich einer Medienkonferenz.

    Spiesshofer sieht "Win, win, win-Situation"

    "Der Deal ergibt eine dreifache Gewinnsituation für ABB, Hitachi und die Sparte selber", verteidigte er den Schritt. Mit den heute angekündigten Massnahmen, also dem Verkauf der Stromnetz-Sparte und der Neuorganisation, will er eine neue ABB schaffen, einen "auf digitale Industrien fokussierten Technologieführer".

    ABB behält wie erwähnt vorerst 19,9 Prozent an der herausgelösten Stromnetzsparte, besitzt aber eine Option zum Verkauf dieses Anteils nach drei Jahren. Der Preis für den Verkauf des Restanteils soll zu einem fairen Marktwert erfolgen, jedoch mindestens 90 Prozent des vereinbarten Unternehmenswerts ausmachen.

    Negative Folgen für den Industriestandort Schweiz bzw. einen grösseren Stellenabbau sieht Spiesshofer nicht. "Die Schweiz wird der Schlüssel-Hub für die Sparte bleiben", sagte er. Hitachi wolle den Hauptsitz der Sparte Hitachi-ABB Power Grids in der Schweiz behalten. Auch die Forschung und Entwicklung der Division sowie die Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Spiesshofer bezifferte die Anzahl Mitarbeiter in der Stromnetz-Division in der Schweiz auf rund 2'800 von insgesamt 6'500 Mitarbeitern.

    Zu Anpassungen wird es allenfalls am Konzernhauptsitz in Oerlikon kommen. Dieser soll laut Spiesshofer im Zuge der Neuausrichtung weiter optimiert werden. Insgesamt will ABB durch den Verkauf der Division rund 500 Millionen US-Dollar jährlich und konzernweit einsparen. Inwieweit sich das auf die Arbeitsplätze hierzulande auswirken wird, wollte er nicht genauer beziffern.

    Divisionen werden neu aufgeteilt und gestärkt

    Damit ist aber der für ABB zweite wichtige Punkt angesprochen. Der Neustart von ABB umfasst laut dem CEO drei fundamentale Schritte. Nebst dem Verkauf der Stromnetz-Sparte ist der zweite Schritt die Vereinfachung des Geschäftsmodels durch die Auflösung der bisherigen Matrixstruktur. Und als dritten Schritt bezeichnete der ABB-Chef die Organisation in vier Divisionen, von denen zwei neu sind, nämlich Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Die bisherigen sind Elektrifizierung und Industrieautomation. Jede der vier Divisionen markiere auf dem globalen Markt die erste oder zweite Position, so Spiesshofer.

    Alle kundenbezogenen Aktivitäten und Aufgaben auf lokaler Ebene würden künftig von diesen Geschäftsbereichen geleitet, welche gleichzeitig auf Länderebene gestärkt werden sollen, hiess es dazu. Die bestehenden Regional- und Länderstrukturen sollen indes aufgelöst werden.

    An der Börse lösten die Nachrichten keine grosse Euphorie aus. Die Aktie zeigte sich am Mittag in einem schwachen Gesamtmarkt in etwa gehalten.

    cf/rw

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  • 17.12.2018 ABB löst an der Börse mit Spartenverkauf keine Euphorie aus

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    ABB N --- --- --- --- --- ---

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    ABB löst an der Börse mit Spartenverkauf keine Euphorie aus

    17.12.2018 | 09:50:21

    Zürich (awp) - Die Aktien des Industriekonzerns ABB sind am Montag zwar mit deutlichen Gewinnen in den Handel gestartet, gaben diese aber schon nach kurzer Zeit wieder ab. Der vorbörslich verkündete Verkauf der Stromnetzsparte an die japanische Hitachi löst am Markt somit keine Euphorie aus.

    Die ABB-Valoren legen bis gegen 9.30 Uhr um 0,1 Prozent auf 19,60 Franken zu, wobei die Volumina überdurchschnittlich sind. In den ersten Handelsminuten hatte der Kurs noch um über 2,5 Prozent angezogen, zeitweise stand die Aktie in der ersten halben Stunde aber auch schon leicht im Minus. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert derweil 0,41 Prozent tiefer. Die ABB-Dividendenpapiere hatten bislang seit Anfang Jahr rund ein Viertel an Wert eingebüsst.

    Der zuständige Analyst der ZKB führt in seinem Kommentar vor Augen, wie bedeutend der aktuelle Schritt für ABB ist. Insgesamt veräussere ABB rund 26 Prozent der Umsatzes und 22 Prozent des operativen Gewinnes (EBITA).

    Gleichwohl kommentiert der Experten die Veräusserung sehr zurückhaltend. Das Unternehmen erfülle damit die Forderung verschiedener Aktionärsgruppen. Der genannte Preis liege zudem am unteren Rand der Erwartungen, lautet seine Einschätzung.

    Positiv sei immerhin, dass die aus der Transaktion resultierenden Mittel an die Aktionäre zurückgeführt werden sollen, so der ZKB-Analyst weiter. "Vorsichtig" bleibe er betreffend der genannten Mittelfristziele.

    Etwas positiver gestimmt ist der Experte von Vontobel, der die Veräusserung grundsätzlich positiv sieht. Auch er lobt das Management vor allem für den Plan, die Einnahmen aus dem Deal zum Beispiel für Aktienrückkäufe einzusetzen. Das könnte den Aktienkurs in den möglichweise bevorstehenden turbulenteren Zeiten stützen, heisst es im Kommentar.

    Dass die ABB-Aktie nicht durch die Decke schiesst, ist für Händler auch aus einem anderen Grund keine Überraschung. Ein Deal habe sich spätestens seit Mitte der letzten Woche abgezeichnet, als ABB Gespräche mit Hitachi bestätigte. Danach hatte sich der Aktienkurs schon nach oben bewegt.

    rw/sig

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  • 17.12.2018 ABB verkauft Stromnetz-Sparte an Hitachi - Neuausrichtung des Konzerns

    Betroffene Wertpapiere

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    ABB verkauft Stromnetz-Sparte an Hitachi - Neuausrichtung des Konzerns

    17.12.2018 | 08:01:18

    (Ausführliche Fassung)

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB und die japanische Hitachi haben ihre erst vergangene Woche bestätigten Gespräche zu einem raschen Abschluss gebracht. Hitachi übernimmt in einem ersten Schritt etwas mehr als 80 Prozent der Stromnetzsparte von ABB. ABB will sich in der Folge neu aufstellen.

    Gemäss der Vereinbarung erhält ABB für gut 80 Prozent der Stromnetzsparte netto 7,6 bis 7,8 Milliarden US-Dollar, wobei ein Sparten-Gesamtwert von 11 Milliarden zugrunde gelegt wird.

    ABB behält vorerst 19,9 Prozent an der herausgelösten Stromnetzsparte, besitzt aber eine Option zum Verkauf dieses Anteils nach drei Jahren, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Der Preis für den Verkauf des Restanteil soll zu einem fairen Marktwert erfolgen, jedoch mindestens 90 Prozent des vereinbarten Unternehmenswerts ausmachen. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Hälfte des Jahres 2020 geplant.

    Mit dem Teilverkauf der Sparte erweitern die beiden Unternehmen ihre bereits bestehende Partnerschaft. ABB sieht durch den Deal den mit der Transformation der Sparte geschaffenen Wert realisiert. Mit der vorerst einbehaltenen Beteiligung von knapp 20 Prozent soll der Übergang sichergestellt werden.

    Verkaufserlös soll den Aktionären zu Gute kommen

    ABB will 100 Prozent des erwarteten Erlöses aus dem Verkauf "zügig und effizient" durch Aktienrückkäufe oder einen vergleichbaren Mechanismus an die Aktionäre ausschütten. Die bisherige Dividendenpolitik soll beibehalten werden, ebenso das Kreditrating auf dem Niveau "Single A".

    Die Loslösung der Sparte von ABB führt zu nicht operativen Restrukturierungskosten von rund 500 Millionen US-Dollar, dafür verspricht sich das Unternehmen 500 Millionen jährliche Einsparungen durch eine höhere Effizienz.

    Struktur von ABB soll vereinfacht werden

    Gleichzeitig mit der Einigung mit Hitachi kündigt ABB eine strategische Neuaufstellung an. Die bisherige Matrixstruktur soll demnach mit Abschluss der Transaktion im Jahr 2020 aufgelöst werden. ABB will die Struktur des Konzerns vereinfachen.

    Sie wird allerdings wie bisher vier Geschäftsbereiche enthalten, nämlich Elektrifizierung, Industrieautomation, Robotik & Fertigungsautomation sowie Antriebstechnik. Alle kundenbezogenen Aktivitäten und Aufgaben auf lokaler Ebene würden künftig von diesen Geschäftsbereichen geleitet, welche gleichzeitig auf Länderebene gestärkt werden sollen, hiess es dazu. Die bestehenden Regional- und Länderstrukturen sollen indes aufgelöst werden.

    Die Aktivitäten des Konzerns konzentrieren sich laut den Angaben künftig auf die Gruppenstrategie, das Portfolio- und Performance-Management, die Kapitalallokation, die Kerntechnologien sowie die Plattform "Ability".

    cf/rw

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  • 17.12.2018 ABB und Hitachi besiegeln Deal zu Stromnetz-Sparte

    Betroffene Wertpapiere

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    ABB und Hitachi besiegeln Deal zu Stromnetz-Sparte

    17.12.2018 | 07:16:14

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB und die japanische Hitachi haben sich auf einen Deal zum Verkauf der Stromnetzsparte geeinigt. Demnach übernimmt Hitachi in einem ersten Schritt gut 80 Prozent der Stromnetzsparte von ABB und bezahlt dafür 7,6 bis 7,8 Milliarden US-Dollar, was einem Gesamtwert der Sparte von 11 Milliarden entspricht.

    ABB behält vorerst 19,9 Prozent an der herausgelösten Stromnetzsparte, besitzt aber eine Option zum Verkauf dieses Anteils nach drei Jahren, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Der Preis für den Verkauf des Restanteil soll zu einem fairen Marktwert erfolgen, jedoch mindestens 90 Prozent des vereinbarten Unternehmenswerts ausmachen. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Hälfte des Jahres 2020 geplant.

    ABB will 100 Prozent des erwarteten Erlöses auf dem Verkauf "zügig und effizient" durch Aktienrückkäufe oder einen vergleichbaren Mechanismus an die Aktionäre ausschütten. ABB verspricht sich durch die Transaktion eine Vereinfachung des Geschäftsmodels. So soll die bisherige Matrixstruktur des Konzerns mit Abschluss der Transaktion aufgelöst werden.

    cf/rw

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  • 17.12.2018 ABB und Hitachi sollen am Montag Einigung zu Stromsparten-Deal bekanntgeben

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    ABB und Hitachi sollen am Montag Einigung zu Stromsparten-Deal bekanntgeben

    17.12.2018 | 06:30:01

    Zürich (awp) - Der Industriekonzern ABB und die japanische Hitachi sollen offenbar am Montag eine Einigung zu einer Übernahme von ABB's Stromsparte bekanntgeben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters am Montag unter Bezug auf die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Gemäss diesem Artikel zahlt Hitachi bis zu 7 Milliarden US-Dollar für einen Anteil von 50 Prozent.

    cf/rw

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG