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  • 18.07.2019 Schweizer Uhrenexporte legen im Juni Rückwärtsgang ein

    Betroffene Wertpapiere

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    Schweizer Uhrenexporte legen im Juni Rückwärtsgang ein

    18.07.2019 | 09:27:22

    (Mit weiteren Angaben ergänzt)

    Biel (awp) - Das Geschäft mit Schweizer Uhren hat sich im Juni etwas abgeschwächt. Im diesem Monat sind aus der Schweiz weniger Uhren ins Ausland exportiert worden als im letzten Jahr. Vor allem nach Hongkong, dem wichtigsten Exportmarkt, wurden massiv weniger Uhren ausgeliefert. Für das Halbjahr resultiert aber immer noch ein Plus bei den Ausfuhren.

    Insgesamt nahmen die Uhrenexporte im Juni nominal um 11 Prozent auf 1,74 Milliarden Franken ab, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mitteilte. Real - also um Preiseffekte bereinigt - ergab sich gar ein Minus von 16 Prozent. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Juni 2019 zwei Arbeitstage weniger zählte als der Vorjahresmonat.

    Ins Gewicht fielen aber die um 27 Prozent gesunkenen Exporte nach Hongkong, dem wichtigsten Abnehmer für Schweizer Zeitmesser. Damit schrumpften die Exporte bereits den dritten Monat in Folge in die ehemalige britische Kronkolonie. Dort dürften die anhaltenden politischen Unruhen "zweifellos eine Rolle" bei der gedrosselten Nachfrage gespielt haben, wie der Uhrenverband weiter schrieb.

    Grossbritannien +13 Prozent

    Im fast gleichen Umfang (-24 Prozent) abgenommen haben auch die Auslieferungen nach Frankreich, dem sechstgrössten Exportmarkt. In Europa bezogen auch Deutschland und Italien geringere Mengen an Uhren.

    Zugelegt haben die Ausfuhren dagegen in die USA (+7,2%), nach Japan (+3,1%) und China (+1,7%). Prozentual am stärksten legten unter den sechs grössten Exportmärkten die Exporte nach Grossbritannien zu mit einem Plus von 13 Prozent.

    Alle Preissegmente hätten im Juni einen "starken" Rückgang verzeichnet, schrieb FH weiter. Noch am wenigsten betroffen gewesen seien Uhren zu Preisen über 3'000 Franken.

    Im bisherigen Jahresverlauf verzeichneten die einzelnen Monate bis auf April und Juni jeweils Zuwachsraten. Unter dem Strich resultierte ein Anstieg der Ausfuhren um 1,4 Prozent auf über 10 Milliarden Franken.

    sig/ys

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  • 18.07.2019 Uhrenexporte legen im Juni Rückwärtsgang ein

    Betroffene Wertpapiere

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    Uhrenexporte legen im Juni Rückwärtsgang ein

    18.07.2019 | 08:35:00

    Biel (awp) - Das Geschäft mit Schweizer Uhren hat sich im Juni etwas abgeschwächt. Im diesem Monat sind aus der Schweiz weniger Uhren ins Ausland exportiert worden als im letzten Jahr. Für das Halbjahr resultiert aber immer noch ein Plus bei den Ausfuhren.

    Insgesamt nahmen die Uhrenexporte im Juni nominal um 11 Prozent auf 1,74 Milliarden Franken ab, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mitteilte. Real - also um Preiseffekte bereinigt - ergab sich gar ein Minus von 16 Prozent.

    Im bisherigen Jahresverlauf verzeichneten die einzelnen Monate bis auf April und Juni jeweils Zuwachsraten. Unter dem Strich resultierte ein Anstieg der Ausfuhren um 1,4 Prozent auf über 10 Milliarden Franken.

    Alle Preissegmente hätten im Juni einen "starken" Rückgang verzeichnet, schrieb FH weiter. Noch am wenigsten betroffen gewesen seien Uhren zu Preisen über 3'000 Franken.

    Auch regional betrachtet verzeichneten die Ausfuhren in die meisten Länder einen Rückgang. Am stärksten ins Gewicht fielen dabei die Abnahmen in Hongkong, dem wichtigsten Exportmarkt der Schweizer Uhrenindustrie, ins Gewicht. Dort nahmen die Exporte um 27 Prozent ab.

    Zugelegt haben die Ausfuhren hingegen in die USA (+7,2%), nach Japan (+3,1%) und nach China (+1,7%).

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  • 17.07.2019 Swatch verliert wegen Lieferstopp an Grauhändler Millionen an Umsatz

    Betroffene Wertpapiere

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    Swatch verliert wegen Lieferstopp an Grauhändler Millionen an Umsatz

    17.07.2019 | 18:46:23

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Biel (awp) - Der Uhrenkonzern Swatch hat genug vom Grauhandel: Im ersten Semester hat der Konzern Lieferungen an entsprechende Händler gestoppt und dadurch eine Millioneneinbusse beim Umsatz hingenommen. Mit diesem Schritt folgt der Mutterkonzern von Omega, Longines und Tissot dem Vorbild seiner Konkurrenten.

    Auf dem Graumarkt sind Uhren, die im offiziellen Handel viel Geld kosten, zu Schnäppchenpreisen zu haben. Für Luxusmarken ist das fatal: Sie leben von der Exklusivität.

    Swatch ging nun im ersten Halbjahr besonders in Europa beziehungsweise Osteuropa sowie dem Nahen Osten und Südamerika "kompromisslos" gegen Graumarkthändler vor, wie der Konzern in seinem am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbericht schrieb. Das heisst: Der Konzern stoppte die Lieferungen an Händler, die die Uhren an den Graumarkt weitergaben.

    Dreistelliger Millionenbetrag weg

    Zur Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Swatch-Chef Nick Hayek, die Versuchung für Händler sei gross, ihre Produkte nach China zu verkaufen, wo die Nachfrage stärker sei. Swatch sei dagegen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 vorgegangen, aber noch nicht im selben Ausmass wie nun.

    Kurzfristig hat dies Angaben von Swatch zufolge zwar einen Umsatzbeitrag in dreistelliger Millionenhöhe gekostet. Doch langfristig werde das zu positiven Effekten in den Hauptmärkten führen. Der Umsatz von Swatch ging von Januar bis Juni insgesamt um 188 Millionen oder 4,4 Prozent auf 4,08 Milliarden Franken zurück.

    Zum Vergleich: In den ersten fünf Monaten haben die Schweizer Uhrenexporte um 4,1 Prozent zugelegt. Die Zahlen für Juni werden am (morgigen) Donnerstag veröffentlicht, ebenso wie die Quartalszahlen von Swatch-Konkurrent Richemont.

    Rivalen setzten auf Rückkauf

    Auch Richemont kennt das Problem des Grauhandels, es beschäftigt die ganze Uhrenindustrie seit einigen Jahren. Als es vor drei Jahren zu Bremsspuren im Geschäft in China kam, begann Richemont Uhren von den Händlern zurückzukaufen. Damit wollte die Gesellschaft verhindern, dass sie am Graumarkt zu deutlich tieferen Preisen verkauft werden.

    2017 sagte auch der französische Luxusgüterkonzern LVMH dem Graumarkt den Kampf an. Dieser Markt sei ein regelrechtes Geschwür für das Luxussegment, sagte damals der Chef der LVMH-Uhrensparte, Jean-Claude Biver. Die LVMH-Luxusuhrenmarken Hublot, Zenith und TAG Heuer ermahnten Vertriebsfirmen in einem Brief. Um herauszufinden, von welchen Händlern die Uhren auf nicht offiziellen Online-Verkaufskanälen stammten, kauften sie die Uhren dort auf.

    Einbussen in Hongkong

    Unter Analysten wurde das Nachziehen von Swatch nun positiv aufgenommen. Für die UBS deutet das auf strategische Änderungen hin. Der Schritt sei schon lange erwartet worden, hiess es bei der Deutschen Bank. Für Fragezeichen sorgt allerdings noch, wie viel von den Umsatzeinbussen tatsächlich auf den Lieferstopp an Graumarkthändler entfällt.

    Klar ist: 29 Millionen des Rückgangs gehen auf das Konto von Wechselkurseinflüssen. Dazu kommt ein Umsatzeinbruch im wichtigen Markt Hongkong: Seit Wochen kommt es dort zu grossen Protesten, die schon Millionen Menschen auf die Strasse gebracht haben. Auslöser war ein Gesetz, das Auslieferungen von Menschen nach China ermöglichen sollte. Die Unruhen drückten bei Swatch die Verkäufe im zweistelligen Prozentbereich.

    Andere wichtige Märkte wie Festlandchina, Japan oder USA seien dagegen gewachsen, hiess es bei Swatch. Auch online und in den eigenen Läden habe der Konzern zugelegt.

    Zuversichtlich für Gesamtjahr

    Bei der Profitabilität hielt sich das Unternehmen besser als von der Finanzgemeinde befürchtet. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank zwar um 13 Prozent auf 547 Millionen Franken und die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent. Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 415 Millionen nach 468 Millionen im Jahr davor (-11 Prozent). Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten jedoch mit einem stärkeren Gewinnrückgang gerechnet.

    Optimistisch zeigt sich Swatch für die zweite Jahreshälfte: Der Konzern rechnet wegen der "anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten" und wegen schwächeren Vergleichszahlen nach einem schlechten vierten Quartal 2018 mit einem "starken Wachstum". Für das Gesamtjahr stellt Swatch ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht.

    An der Börse wurden die Nachrichten gut aufgenommen: Die Swatch-Inhaberpapiere gewannen bis zum Schluss 5,9 Prozent auf 306,50 Franken.

    tt/ys

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  • 17.07.2019 Swatch verliert wegen Lieferstopp an Grauhändler Millionen an Umsatz

    Betroffene Wertpapiere

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    Swatch verliert wegen Lieferstopp an Grauhändler Millionen an Umsatz

    17.07.2019 | 12:44:45

    (Zusammenfassung)

    Biel (awp) - Der Uhrenkonzern Swatch hat genug vom Grauhandel: Im ersten Semester hat der Konzern Lieferungen an entsprechende Händler gestoppt und dadurch eine Millioneneinbusse beim Umsatz hingenommen. Mit diesem Schritt folgt der Mutterkonzern von Omega, Longines und Tissot dem Vorbild seiner Konkurrenten.

    Auf dem Graumarkt sind Uhren, die im offiziellen Handel viel Geld kosten, zu Schnäppchenpreisen zu haben. Für Luxusmarken ist das fatal: Sie leben von der Exklusivität.

    Swatch ging nun im ersten Halbjahr besonders in Europa beziehungsweise Osteuropa sowie dem Nahen Osten und Südamerika "kompromisslos" gegen Graumarkthändler vor, wie der Konzern in seinem am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbericht schrieb. Das heisst: Der Konzern stoppte die Lieferungen an Händler, die die Uhren an den Graumarkt weitergaben.

    Dreistelliger Millionenbetrag weg

    Zur Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Swatch-Chef Nick Hayek, die Versuchung für Händler sei gross, ihre Produkte nach China zu verkaufen, wo die Nachfrage stärker sei. Swatch sei dagegen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2018 vorgegangen, aber noch nicht im selben Ausmass wie nun.

    Kurzfristig hat dies Angaben von Swatch zufolge zwar einen Umsatzbeitrag in dreistelliger Millionenhöhe gekostet. Doch langfristig werde das zu positiven Effekten in den Hauptmärkten führen. Der Umsatz von Swatch ging von Januar bis Juni insgesamt um 188 Millionen oder 4,4 Prozent auf 4,08 Milliarden Franken zurück.

    Zum Vergleich: In den ersten fünf Monaten haben die Schweizer Uhrenexporte um 4,1 Prozent zugelegt. Die Zahlen für Juni werden am (morgigen) Donnerstag veröffentlicht, ebenso wie die Quartalszahlen von Swatch-Konkurrent Richemont.

    Rivalen setzten auf Rückkauf

    Auch Richemont kennt das Problem des Grauhandels, es beschäftigt die ganze Uhrenindustrie seit einigen Jahren. Als es vor drei Jahren zu Bremsspuren im Geschäft in China kam, begann Richemont Uhren von den Händlern zurückzukaufen. Damit wollte die Gesellschaft verhindern, dass sie am Graumarkt zu deutlich tieferen Preisen verkauft werden.

    2017 sagte auch der französische Luxusgüterkonzern LVMH dem Graumarkt den Kampf an. Dieser Markt sei ein regelrechtes Geschwür für das Luxussegment, sagte damals der Chef der LVMH-Uhrensparte, Jean-Claude Biver. Die LVMH-Luxusuhrenmarken Hublot, Zenith und TAG Heuer ermahnten Vertriebsfirmen in einem Brief. Um herauszufinden, von welchen Händlern die Uhren auf nicht offiziellen Online-Verkaufskanälen stammten, kauften sie die Uhren dort auf.

    Einbussen in Hongkong

    Unter Analysten wurde das Nachziehen von Swatch nun positiv aufgenommen. Für die UBS deutet das auf strategische Änderungen hin. Der Schritt sei schon lange erwartet worden, hiess es bei der Deutschen Bank. Für Fragezeichen sorgt allerdings noch, wie viel von den Umsatzeinbussen tatsächlich auf den Lieferstopp an Graumarkthändler entfällt.

    Klar ist: 29 Millionen des Rückgangs gehen auf das Konto von Wechselkurseinflüssen. Dazu kommt ein Umsatzeinbruch im wichtigen Markt Hongkong: Seit Wochen kommt es dort zu grossen Protesten, die schon Millionen Menschen auf die Strasse gebracht haben. Auslöser war ein Gesetz, das Auslieferungen von Menschen nach China ermöglichen sollte. Die Unruhen drückten bei Swatch die Verkäufe im zweistelligen Prozentbereich.

    Andere wichtige Märkte wie Festlandchina, Japan oder USA seien dagegen gewachsen, hiess es bei Swatch. Auch online und in den eigenen Läden habe der Konzern zugelegt.

    Zuversichtlich für Gesamtjahr

    Bei der Profitabilität hielt sich das Unternehmen besser als von der Finanzgemeinde befürchtet. Der Betriebsgewinn (EBIT) sank zwar um 13 Prozent auf 547 Millionen Franken und die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent. Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 415 Millionen nach 468 Millionen im Jahr davor (-11 Prozent). Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten jedoch mit einem stärkeren Gewinnrückgang gerechnet.

    Optimistisch zeigt sich Swatch für die zweite Jahreshälfte: Der Konzern rechnet wegen der "anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten" und wegen schwächeren Vergleichszahlen nach einem schlechten vierten Quartal 2018 mit einem "starken Wachstum". Für das Gesamtjahr stellt Swatch ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht.

    An der Börse wurden die Nachrichten gut aufgenommen: Die Swatch-Inhaberpapiere gewinnen bis am Mittag 5,5 Prozent auf 305,30 Franken, während der Leitindex SMI um 0,94 Prozent zulegt.

    tt/ys

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  • 17.07.2019 Swatch-Aktien nach Halbjahreszahlen stark im Aufwind

    Betroffene Wertpapiere

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    Swatch-Aktien nach Halbjahreszahlen stark im Aufwind

    17.07.2019 | 09:59:17

    Zürich (awp) - Swatch-Aktien sind nach der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen sehr gefragt. Der Luxusgüterkonzern hat zwar weniger umgesetzt als erwartet, dafür beim Gewinn und damit der Marge die Erwartungen übertroffen. Zudem wird ein starkes Halbjahr in Aussicht gestellt. Bei Analysten kommt überdies das verstärkte Vorgehen gegen Grauhändler gut an.

    Die Swatch-Inhaberaktien gewinnen bis 9.55 Uhr um rund 5 Prozent auf 303,80 Franken, während der Leitindex SMI 0,35 Prozent im Plus liegt. Die Titel von Konkurrent Richemont ziehen im Schlepptau um 1,7 Prozent auf 85,56 Franken an. Richemont veröffentlicht seine Erstquartalszahlen (April bis Juni) am morgigen Donnerstag. Im bisherigen Jahresverlauf haben sich die Swatch-Titel bislang klar schwächer entwickelt als diejenigen von Richemont.

    Swatch hat zwar mit einem Umsatzrückgang von 4,4 Prozent die Erwartungen verfehlt. Allerdings fiel dafür die Profitabilität deutlich besser aus als von den Analysten erwartet. Die ZKB ("Übergewichten") hebt hervor, dass sich die Marge gegenüber dem saisonal stärkeren zweiten Halbjahr 2018 überraschend um 90 Basispunkte verbessert habe. Das stimme zuversichtlich für ein EBIT-Wachstum im zweiten Semester 2019. Swatch werde mehr als üblich an Kosten- und Optimierungsschraube drehen.

    Laut dem Analysehaus RBC ("Sector Perform") dürfte Swatch die Kosten im ersten Semester über eine Senkung der Marketingausgaben tief gehalten haben. Für Goldman Sachs ("Buy") gleicht die verstärkte Kostenkontrolle das Verfehlen der Umsatzerwartungen mehr als aus. An der Analystenkonferenz von 14 Uhr werde zudem die Frage, welcher Teil des Umsatzrückgangs auf den Kampf gegen Graumarkt zurückzuführen ist, dominieren.

    Laut Swatch kostete das "kompromisslose Vorgehen" gegen den Graumarkt beim Umsatz einen dreistelligen Millionenbetrag im ersten Semester. Wie die UBS ("Sell") schreibt, dürfte der Fokus auf den Graumarkt bei den Investoren gut ankommen, er deute auch auf strategische Änderungen hin.

    Swatch stellt für das zweite Halbjahr ein starkes Umsatzwachstum in Aussicht. Im Gesamtjahr soll es immerhin für einen Anstieg reichen. Während den Analysten die Verbesserung im zweiten Halbjahr plausibel erscheint, zeigen sie sich skeptischer gegenüber der Prognose für das Gesamtjahr. Investoren würden diesen Ausblick wohl mit Vorsicht geniessen, heisst es bei der UBS. Das Ziel sei ehrgeizig, hält auch Vontobel ("Hold") fest.

    tt/uh

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  • 17.07.2019 Swatch Group erzielt im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn

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    Swatch Group erzielt im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn

    17.07.2019 | 07:57:37

    (Ausführliche Fassung)

    Biel (awp) - Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn erzielt als noch vor Jahresfrist. Laut dem Konzern kostete das Vorgehen gegen Grauhändler einen dreistelligen Umsatzbeitrag. Für das Gesamtjahr erwartet Swatch wieder einen Umsatzanstieg.

    Der Konzern verkaufte Uhren für insgesamt 4,08 Milliarden Franken - ein Minus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,27 Milliarden, wobei um Währungseinflüsse bereinigt ein Minus von 3,7 Prozent resultierte.

    Swatch sei kompromisslos gegen Graumarkthändler vorgegangen und habe damit einen kurzfristig negativen Einfluss auf den Umsatz im ersten Halbjahr in dreistelliger Millionenhöhe in Kauf genommen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Langfristig werde dies vor allem in den Hauptmärkten zu positiven Effekten führen.

    Wegen des Lieferstopps an Graumarkthändler erhöhten sich auch die Warenvorräte gegenüber Jahresanfang um 2,6 Prozent auf 7,1 Milliarden Franken.

    Einbussen in Hongkong

    Nach der Abschwächung im Schlussquartal 2018 hätten die Umsätze im ersten Semester 2019 wieder ein sehr gutes Niveau erreicht, hiess es weiter. In Festlandchina, in Japan und auch in den USA sei das Wachstum in allen Preissegmenten sehr positiv gewesen.

    Die Verkäufe in Hongkong - einem wichtigen Absatzmarkt mit attraktiven Margen - hätten indes unter den politischen Turbulenzen gelitten. Dort büsste Swatch im zweistelligen Prozentbereich an Umsatz ein. Die Verkäufe im eigenen Detailhandel und im Onlinehandel hätten derweil ein positives Wachstum verzeichnet, hiess es weiter.

    Laut Swatch konnten weiter die Lieferengpässe im Bereich Habillage, der etwa Schalen, Zifferblätter oder Zeiger umfasst, reduziert werden. Sie seien aber noch nicht vollständig bereinigt. Die Situation solle sich im zweiten Halbjahr weiter verbessern.

    Tiefere Profitabilität

    Die tieferen Verkaufszahlen wirkten sich auch auf die Profitabilität des Bieler Uhrenkonzerns aus: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 13 Prozent auf 547 Millionen Franken und die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent. Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 415 Millionen nach 468 Millionen im Jahr davor (-11 Prozent).

    Auch der Personalbestand schrumpfte leicht: Ende Juni arbeiteten mit 36'800 Personen rund 300 Mitarbeitende weniger für Swatch.

    Im Vorfeld der Zahlenpublikation hatten von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten mit einem stärkeren Gewinnrückgang gerechnet. Sie erwarteten im Schnitt einen EBIT von 529 Millionen und einen Reingewinn von 405 Millionen. Beim Umsatz dagegen hatten sie sich mit 4,16 Milliarden Franken auf ein leicht höheres Ergebnis eingestellt.

    Starkes zweites Halbjahr erwartet

    Im Vergleich zum Vorjahr hat Swatch somit deutlich an Schwung verloren. Im Geschäftsjahr 2018 wuchs der Umsatz währungsbereinigt noch um knapp 6 Prozent bei einer Marge von 14,7 Prozent. Bereits im Jahresverlauf hatte sich das Wachstum jedoch bereits verlangsamt und das, obwohl das wichtige Weihnachtsgeschäft in die zweite Jahreshälfte fällt.

    Für die zweite Jahreshälfte in diesem Jahr zeigte sich der Konzern indes zuversichtlich: Er rechnet wegen der "anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten" und wegen schwächeren Vergleichszahlen nach einem schlechten vierten Quartal 2018 mit einem "starken Wachstum".

    Der erfolgreich implementierte Onlinehandel soll vor allem im mittleren und unteren Segment im zweiten Semester dynamisches Wachstum generieren. Insgesamt stellt Swatch daher für das Gesamtjahr ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht.

    tt/ys

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  • 17.07.2019 Korr: Swatch Group erzielt im ersten Halbjahr weniger Umsatz

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    Korr: Swatch Group erzielt im ersten Halbjahr weniger Umsatz

    17.07.2019 | 07:45:50

    (Währungsbereinigtes und ausgewiesenes Minus wurden im Lead vertauscht)

    Biel (awp) - Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz erzielt als noch vor Jahresfrist. Der Konzern verkaufte Uhren für insgesamt 4,08 Milliarden Franken - ein Minus von 4,4 Prozent, wobei um Währungseinflüsse bereinigt ein Minus von 3,7 Prozent resultierte. Für das Gesamtjahr erwartet Swatch allerdings einen Anstieg.

    Die Entwicklung der Verkaufszahlen wirkte sich auch auf die Profitabilität des Bieler Uhrenkonzerns aus: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 13 Prozent auf 547 Millionen Franken und die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent, wie Swatch am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 415 Millionen nach 468 Millionen im Jahr davor (-11 Prozent).

    Im Vorfeld der Zahlenpublikation hatten von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten allerdings mit einem stärkeren Gewinnrückgang gerechnet. Sie erwarteten im Schnitt einen EBIT von 529 Millionen und einen Reingewinn von 405 Millionen. Beim Umsatz dagegen hatten sie sich mit 4,16 Milliarden Franken auf ein leicht höheres Ergebnis eingestellt.

    Im Vergleich zum Vorjahr hat Swatch somit deutlich an Schwung verloren. Im Geschäftsjahr 2018 wuchs der Umsatz währungsbereinigt noch um knapp 6 Prozent bei einer Marge von 14,7 Prozent.

    Swatch sei kompromisslos gegen Graumarkthändler vorgegangen und habe damit einen kurzfristig negativen Einfluss auf den Umsatz im ersten Halbjahr in dreistelliger Millionenhöhe in Kauf genommen, hiess es in der Mitteilung. Langfristig werde dies vor allem in den Hauptmärkten zu positiven Effekten führen.

    Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der Konzern indes zuversichtlich: Er rechnet wegen der "anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten" und wegen schwächeren Vergleichszahlen nach einem schlechten vierten Quartal 2018 mit einem "starken Wachstum". Der erfolgreich implementierte Onlinehandel soll vor allem im mittleren und unteren Segment im zweiten Semester dynamisches Wachstum generieren. Insgesamt stellt Swatch daher für das Gesamtjahr ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht.

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  • 17.07.2019 Swatch ernennt zusätzliche Mitglieder für Konzernleitung

    Betroffene Wertpapiere

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    Swatch ernennt zusätzliche Mitglieder für Konzernleitung

    17.07.2019 | 07:25:52

    Biel (awp) - Swatch befördert per 1. August mehrere Personen in die Konzernleitung und in die erweiterte Konzernleitung. So steigt etwa Controlling-Chef Peter Steiger, der bereits Mitglied der erweiterten Konzernleitung war, neu in die Konzernleitung auf.

    In die erweiterte Konzernleitung werden die beiden Co-Chefjuristen (Chief Legal Officer) Mireille Koenig und Daniel Everts aufgenommen sowie Nivarox-FAR-CEO Roger Juillet und Lionel a Marca, der Vizepräsident und "Head of Technical and Development Management" von Blancpain und Harry Winston ist. Alle genannten Personen behielten ihre Verantwortungen unverändert bei, teilte Swatch am Mittwoch mit.

    tt/ys

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  • 17.07.2019 Swatch Group erzielt im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn

    Betroffene Wertpapiere

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    Swatch Group erzielt im ersten Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn

    17.07.2019 | 07:18:24

    Biel (awp) - Die Swatch Group hat im ersten Halbjahr weniger Umsatz erzielt als noch vor Jahresfrist. Der Konzern verkaufte Uhren für insgesamt 4,08 Milliarden Franken - ein Minus von 3,7 Prozent, wobei um Währungseinflüsse bereinigt ein Minus von 4,4 Prozent resultierte. Für das Gesamtjahr erwartet Swatch allerdings einen Anstieg.

    Die Entwicklung der Verkaufszahlen wirkte sich auch auf die Profitabilität des Bieler Uhrenkonzerns aus: Der Betriebsgewinn (EBIT) sank um 13 Prozent auf 547 Millionen Franken und die Marge um 1,3 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent, wie Swatch am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich lag der Reingewinn bei 415 Millionen nach 468 Millionen im Jahr davor (-11 Prozent).

    Im Vorfeld der Zahlenpublikation hatten von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten allerdings mit einem stärkeren Gewinnrückgang gerechnet. Sie erwarteten im Schnitt einen EBIT von 529 Millionen und einen Reingewinn von 405 Millionen. Beim Umsatz dagegen hatten sie sich mit 4,16 Milliarden Franken auf ein leicht höheres Ergebnis eingestellt.

    Im Vergleich zum Vorjahr hat Swatch somit deutlich an Schwung verloren. Im Geschäftsjahr 2018 wuchs der Umsatz währungsbereinigt noch um knapp 6 Prozent bei einer Marge von 14,7 Prozent.

    Swatch sei kompromisslos gegen Graumarkthändler vorgegangen und habe damit einen kurzfristig negativen Einfluss auf den Umsatz im ersten Halbjahr in dreistelliger Millionenhöhe in Kauf genommen, hiess es in der Mitteilung. Langfristig werde dies vor allem in den Hauptmärkten zu positiven Effekten führen.

    Für die zweite Jahreshälfte zeigte sich der Konzern indes zuversichtlich: Er rechnet wegen der "anhaltend guten Nachfrage in den wichtigsten Märkten" und wegen schwächeren Vergleichszahlen nach einem schlechten vierten Quartal 2018 mit einem "starken Wachstum". Der erfolgreich implementierte Onlinehandel soll vor allem im mittleren und unteren Segment im zweiten Semester dynamisches Wachstum generieren. Insgesamt stellt Swatch daher für das Gesamtjahr ein positives Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr in Aussicht.

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  • 07.07.2019 Presseschau vom Wochenende 27 (6./7. Juli)

    Presseschau vom Wochenende 27 (6./7. Juli)

    07.07.2019 | 17:37:21

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    SWATCH: Der Chef des grössten Schweizer Uhrenherstellers, Nick Hayek, hat die Bedeutung eines Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU in einem Interview relativiert: Für den Investitionsplatz Schweiz sei er "absolut zuversichtlich" - mit oder ohne Abkommen. "Erfolg im Export von Produkten hat nichts mit Abkommen zu tun", sagte der Präsident und Verwaltungsrat der Swatch Group in einem Interview mit den "CH Media"-Zeitungen. Entscheidender Faktor ist für Hayek, dass die Schweizer Industrie innovative und hochwertige Produkte herstelle, die - auch aufgrund ihrer Herkunft - hohes Vertrauen geniessen würden. Auch hält er nichts von den Plänen des Parlaments, Schweizer Unternehmen mittels Kontrollen vor Übernahmen durch Investoren aus China schützen zu wollen. (SaW, S. 12f.; siehe separate Meldung)

    CREDIT SUISSE: Gegen unter anderem die Grossbank richtet sich einem Medienbericht zufolge ein Verfahren der Bundesanwaltschaft. Das Verfahren heisse intern "Bulco", schreibt die "Schweiz am Wochenende". Es sei von der Bundesanwaltschaft 2008 eröffnet worden, vier Jahre bevor Michael Lauber Bundesanwalt wurde. "Bulco" sei ein Verfahren, das wegen Verdachts der qualifizierten Geldwäscherei und Beteiligung an einer kriminellen Organisation geführt wird. Im Zentrum stehe ein bulgarischer Mafia-Pate, es gehe um Handel mit Kokain aus Südamerika. Das Verfahren richte sich, wie sich jetzt zeige, auch gegen die Credit Suisse. Die Bundesanwaltschaft bestätigte auf Anfrage: "Zusätzlich zu den zurzeit zehn beschuldigten natürlichen Personen wurde das Strafverfahren im November 2013 ausgedehnt auf die Bank Credit Suisse AG wegen des Verdachts auf Mängel in der internen Organisation der Bank im Zusammenhang mit der qualifizierten Geldwäscherei." Es gelte die Unschuldsvermutung. (SaW, S. 5)

    SWISSCOM: Für den Telekomkonzern ist stabiler Umsatz ein Erfolg: "Im Preiskampf, in dieser harten Wettbewerbssituation, in der wir uns befinden, ist es das", sagte Präsident Hansueli Loosli in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" auf eine entsprechende Frage. "Wir haben es immerhin geschafft, den Gesamtumsatz stabil zu halten, in Jahren, wo Einnahmen aus Festnetz, Roaming und SMS weggebrochen sind." Mit Blick auf die geplante Übernahme von UPC Schweiz durch Sunrise sagte der Verwaltungsratspräsident: "Wir bereiten uns vor, doch noch ist unklar, wie es sich wettbewerbsrechtlich entwickeln wird, auch im Sunrise-Aktionariat ist einiges offen." Aber: "Wir befürworten eine starke Nummer zwei." (FuW, S. 8 und 10; siehe separate Meldung)

    MEYER BURGER: Beim Solarzulieferer bahnt sich laut einem Medienbericht eine strategische Neuausrichtung an. Die Gesellschaft, die Anlagen zur Herstellung von Solarzellen verkauft, erwäge den Einstieg in das Geschäft mit fertigen Modulen, schreibt die "Finanz und Wirtschaft". Aus dem Umfeld des Unternehmens sowie aus Aktionärskreisen sei zu hören, dass ein Zusammenschluss mit dem Modulhersteller REC als Option im Raum stehe. Offensichtlich sei, dass Meyer Burger Möglichkeiten erprobt, um über Beteiligungen am Verkauf von Solarmodulen und damit am Geschäft auf der nächsten Stufe der Wertschöpfungskette mitzuverdienen. Die Gesellschaft mit Sitz am Thunersee braucht dringend neuen Schub, denn sie schreibt seit 2012 Verlust. (FuW, S. 5)

    MIGROS: Im Fall von möglicher ungetreuer Geschäftsführung beim Detailhandelsriesen ist der beschuldigte langjährige Verwaltungsratspräsident der Migros-Genossenschaft Neuenburg-Freiburg (GMNEFR) in die Offensive gegangen. Damien Piller legte dem "Sonntagsblick" Dokumente vor, die ihn mutmasslich entlasten sollen. Der Migros-Genossenschafts-Bund reichte gegen Piller Strafanzeige ein. Gemäss Medienberichten soll der GMNEFR in den Jahren 2014 und 2015 zwei Zahlungen von insgesamt rund 1,7 Millionen Franken an Firmen getätigt haben, die Piller selber gehören sollen. Die Firmen hätten im Kanton Freiburg Überbauungen realisiert, in denen jeweils ein Migros-Supermarkt eingemietet sei. Piller soll dabei auch als Rechtsberater dieser Firmen fungiert haben. Gemäss dem Zeitungsbericht wurden für die vom Genossenschaftsbund getätigten Zahlungen Gegenleistungen erbracht. So hätten die Migros-Filialen in Belfaux FR und La Roche FR eine Mietzinsreduktion erhalten. ("Sonntagsblick")

    POST: Nach dem Stopp des E-Voting-Systems will mindestens einer der vier betroffenen Kantone Schadenersatz. Freiburg fordere von der Post wegen des nicht erfüllten Vertrags eine finanzielle Entschädigung, sagte Staatskanzlerin Danielle Gagnaux-Morel der "NZZ am Sonntag". Die Post hatte am Freitag bekanntgegeben, dass sie ihr bisheriges System für die Elektronische Stimmabgabe nicht mehr weiterführe. Dieses kam ausser in Freiburg in den Kantonen Basel-Stadt, Thurgau und Neuenburg zum Einsatz. Auch diese Kantone prüfen der Zeitung zufolge Schadenersatzforderungen. Die Post musste ihr System auf Druck des Bundes stoppen. Im Hinblick auf die National- und Ständeratswahlen vom nächsten Oktober kam die Bundeskanzlei nach einer Prüfung durch externe Experten zum Schluss, dass das System die bundesrechtlichen Anforderungen derzeit nicht erfüllt. (NZZaS, S. 10)

    SBB: Im Schweizer Bahnverkehr waren im letzten Monat auf den Hauptachsen bis zu 40 Prozent der Züge unpünktlich. Dies berichtet die "Sonntagszeitung" mit Verweis auf eine Auswertung der privaten Plattform puenktlichkeit.ch. Als verspätet gelten in der Schweiz Züge, die die fahrplanmässige Ankunftszeit um mindestens drei Minuten überschreiten. Im letzten Monat waren 28 Prozent der Züge von Zürich nach Bern unpünktlich. In der Gegenrichtung waren es 21,5 Prozent. Die Fahrten von Basel nach Zürich waren im selben Zeitraum sogar in 40 Prozent der Fälle verspätet, in der Gegenrichtung 13 Prozent. Ein SBB-Sprecher betonte, dass die Kundenpünktlichkeit 2019 gemäss der eigenen Pünktlichkeitszahlen des Unternehmens auf hohem Niveau stabil sei. (SoZ, S. 5)

    ENERGIE: Der Schweiz droht wegen möglichen Klimamassnahmen und dem geplanten Atomausstieg laut einer neuen Studie der Forschungsanstalt Empa im Winter ein gigantisches Stromdefizit. "Im Winterhalbjahr würden uns gemäss unserer Studie 22 Terawattstunden Strom fehlen", erklärte Forscher Martin Rüdisüli von der Abteilung Urban Energy Systems der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt in der "NZZ am Sonntag". Das sei eine enorm grosse Menge. In den letzten Jahren lag das Defizit im Winterhalbjahr im Schnitt fünfeinhalb mal tiefer bei rund vier Terawattstunden. Im vergangenen Jahr produzierten alle Schweizer Kernkraftwerke zusammen knapp 25 Terawattstunden Strom. Die Forscher rechnen damit, dass der Strombedarf in der Schweiz um fast 25 Prozent wachsen wird. (NZZaS, S. 25)

    ARBEITSMARKT: In der Schweiz sind viele Ausbildner unzufrieden mit ihren Lehrlingen. Zu diesem Schluss kommt laut "Sonntagsblick" eine Umfrage der Lehrstellenbörse Yousty bei 798 teilnehmenden Lehrbetrieben. Die Personalverantwortlichen hätten Mühe, Lehrlinge zu rekrutieren, weil die Jugendlichen den Ansprüchen der Erwachsenen nicht genügen würden. Immer öfter würden zudem Ausbildungen abgebrochen, monieren die Berufsbildner. Die Jugendlichen hätten immer weniger Ausdauer und würden von den Schulen nicht gut genug aufs Berufsleben vorbereitet. ("Sonntagsblick")

    LANDWIRTSCHAFT: Fast jedes zehnte Rind kann in der Schweiz nicht geschlachtet und verwertet werden. Dies zeigen Zahlen der Tierverkehrsdatenbank, die der "Sonntagszeitung" vorliegen. Demnach wurden letztes Jahr 627'748 Rinder geschlachtet. Gleichzeitig sind 62'230 Tiere "verendet", was bedeutete, dass die Tiere nicht verwertet werden konnten. Zwei Drittel aller verendeten Tiere lebte kein halbes Jahr lang. Schuld sind dem Bericht zufolge Krankheiten. Kälber, die zu wenig Erstmilch erhalten, sind besonders gefährdet: Ihnen kann die schlechte Stallhygiene zusetzen. Männliche Tiere verenden dabei deutlich jünger als weibliche. (SoZ, S. 6/"Le Matin Dimanche")

    WEINANBAU: Die Weinbauern im Waadtländer Lavaux reduzieren ihre Weissweinproduktion im Jahr 2019 um 15 Prozent. Es handelt sich um die wichtigste Absenkung seit 2007, wie die Westschweizer Sonntagszeitung "Le Matin Dimanche" berichtet. Der Entscheid wurde von der Sektion Lavaux des Verbands der Waadtländer Weinbauern getroffen. Sie wollen damit einen Preisverfall wegen übermässiger Lagerbestände vermeiden. Die Schweizer würden immer weniger Wein trinken und die ausländische Konkurrenz sei stark. Zwischen 2017 und 2018 ist der Konsum von Weisswein aus dem Lavaux gemäss Zahlen des Kantons Waadt um 15 Prozent gesunken. Der Lagerbestand stieg auf rund acht Millionen Liter - was dem Verbrauch während mehr als zweier Jahre entspricht. ("Le Matin Dimanche")

    WALDWIRTSCHAFT: In Schweizer Wäldern sind nach dem Dürresommer im letzten Jahr in grossem Ausmass Bäume erkrankt oder abgestorben. Besonders betroffen sind Buchen-Laubbäume, von denen mancherorts ganze Bestände tot sind, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Von tausend untersuchten Buchen, die 2018 ihre Blätter wegen der Hitze frühzeitig verloren hatten, weise nun etwa ein Sechstel sichtbare Schädigungen auf, wird Andreas Rigling von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf, zitiert. "Etwas in diesem Ausmass habe ich noch nicht erlebt." (NZZaS, S. 45)

    ys/

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  • 06.07.2019 Swatch-Chef relativiert Bedeutung von Rahmenabkommen für Wirtschaft

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    Swatch-Chef relativiert Bedeutung von Rahmenabkommen für Wirtschaft

    06.07.2019 | 05:30:39

    Bern (awp/sda) - Der Chef des grössten Schweizer Uhrenherstellers Swatch, Nick Hayek, hat die Bedeutung eines Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU in einem Interview relativiert. Für den Investitionsplatz Schweiz sei er "absolut zuversichtlich" - mit oder ohne Abkommen.

    "Erfolg im Export von Produkten hat nichts mit Abkommen zu tun", sagte der Präsident und Verwaltungsrat der Bieler Swatch Group in einem Interview mit den "CH Media"-Zeitungen vom Samstag. Entscheidender Faktor ist für Hayek, dass die Schweizer Industrie innovative und hochwertige Produkte herstelle, die - auch aufgrund ihrer Herkunft - hohes Vertrauen geniessen würden.

    "Warum verkaufen sich italienische Autos schlecht in Frankreich und Deutschland oder französische Autos schlecht in Italien und Deutschland, obwohl sie doch freien Marktzugang in Europa haben? Weil sie den Konsumenten nicht überzeugen."

    Der Exportunternehmer fürchtet sich laut eigenen Angaben nicht vor einer Isolation der Schweiz. Er warf dazu die Frage auf, warum die Schweiz aus kurzfristigem Opportunismus auf ihre Stärken verzichten und sich den "Misserfolgsmodellen vieler europäischer Länder" angleichen soll. "Wir nützen Europa vielmehr, wenn wir so bleiben, wie wir sind."

    Nichts hält Hayek von den Plänen des Parlaments, Schweizer Unternehmen mittels Kontrollen vor Übernahmen durch Investoren aus China schützen zu wollen. "So ein Quatsch." Er habe mehr Vertrauen in chinesische Unternehmer als in europäische oder US-Hedgefonds, sagte der 64-Jährige. Er warnte vor einer Dominanz von "amerikanischen Börsenmonsterfirmen".

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  • 01.07.2019 Swatch-Marke Blancpain auf Rekordkurs

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    Swatch-Marke Blancpain auf Rekordkurs

    01.07.2019 | 16:14:50

    Zürich (awp) - Die zur Swatch-Gruppe zählende Luxusuhrenmarke Blancpain hat im Jahr 2018 den höchsten Umsatz in ihrer langen Geschichte erzielt und steuert 2019 auf das nächste Rekordjahr zu. Gut läuft das Geschäft vor allem in China, wie Blancpain-Chef Marc Hayek im Interview mit dem Uhrenmagazin "Watch Around" (Vorabdruck Juni/Juli-Ausgabe) erklärte.

    Das Geschäft sei 2019 verglichen mit den hohen Verkaufszahlen aus dem Vorjahr zwar weniger "euphorisch" losgegangen, sagte Marc Hayek. "Aber wir wachsen und steuern damit auf ein weiteres Rekordjahr zu." Detaillierte Angaben zu den Umsätzen der Einzelmarken veröffentlicht die Swatch-Gruppe nicht.

    Bemerkenswert sei, dass sich die Nachfrage bei Blancpain zum Teil von Hongkong in den chinesischen Markt verlagere. "Hongkong hatte 2018 massiv steigende Zahlen, dieses Jahr ist es China", fuhr Hayek fort. Nebst Blancpain verantwortet der Sohn von Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek auch noch das Geschäft weiterer Luxusmarken wie Bréguet, Glashütte oder Jaquet Droz.

    Gut entwickelt sich laut Hayek auch der US-amerikanische Markt. "Die Vereinigten Staaten haben sich 2018 mit gutem Wachstum schön behauptet, und wir stehen in diesem Jahr noch besser da." Und auch Europa entwickle sich "recht gut". Dies gelte auch für die Verkäufe in Frankreich, die massgeblich von chinesischen Touristen geprägt werden. Sowieso sei die chinesische Kundschaft für Blancpain heute eindeutig die einflussreichste.

    mk/ra

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  • 20.06.2019 Wachsende Nachfrage nach Schweizer Uhren im Mai

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    Wachsende Nachfrage nach Schweizer Uhren im Mai

    20.06.2019 | 14:04:45

    (Zusammenfassung)

    Biel (awp) - Das Geschäft mit Schweizer Uhren läuft rund. Im Mai sind den Handelsstreitigkeiten zum Trotz vor allem nach China deutlich mehr Zeitmesser exportiert worden als noch vor einem Jahr. Weniger gut präsentiert sich die Lage in der Exportindustrie.

    Insgesamt wurden im Mai Uhren im Wert von 2,04 Milliarden Franken über die Schweizer Landesgrenzen hinaus geliefert. Das sind gut 11 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mitteilte.

    Ein zweistelliges Wachstum hatte es zuletzt im Juni des letzten Jahres gegeben. Auch Analysten hatten im Vorfeld der Mai-Publikation nicht an eine derart gute Entwicklung geglaubt. Die Uhrenexporte seien auch ohne den zusätzlichen Arbeitstag "verblüffend gut" ausgefallen, hiess es etwa bei der ZKB.

    Tatsächlich zählte der Mai in diesem Jahr einen Arbeitstag mehr als 2018. Aber auch ohne diesen Effekt läge das Exportwachstum mit geschätzt 8 bis 9 Prozent auf einem hohen Niveau, führte der Branchenverband weiter aus. Die weltweite Nachfrage nach Schweizer Uhren habe spürbar zugenommen.

    Noch vor einem Monat hatte der leichte Exportrückgang im April für leise Enttäuschung gesorgt. Mit den nun vorgelegten Daten lässt sich aber die Bilanz des laufenden Jahres sehen: In den ersten fünf Monaten wurden Uhren im Wert von 8,93 Milliarden Franken exportiert. Das ist ein Plus von 4,1 Prozent.

    Wachstumssprung in China

    Für die zuletzt gute Entwicklung waren die zweit- und drittgrössten Absatzmärkte der Uhrenbranche, die USA (+10% im Mai) und China (+81%), massgeblich verantwortlich. In China seien unüblich viele Wecker und Kleinuhren bestellt worden, doch habe sich das Geschäft auch ohne diese Stütze sehr gut entwickelt, hiess es beim Verband.

    Auch in andere für die Branche wichtige Länder wie Japan (+40%), Grossbritannien (+30%) oder Singapur (+25%) wurden deutlich mehr Uhren verschifft als letztes Jahr. Dagegen gab es im grössten Markt Hongkong (-7%) zum zweiten Mal in Folge einen Rückgang.

    In der ehemaligen britischen Kolonie sorgen seit Wochen die politischen Unruhen für teils chaotische Zustände. Das dürfte dem Geschäft mit den so wichtigen Touristen vom chinesischen Festland zusetzen. Unsichere Zeiten in Reisedestinationen, seien es Demonstrationen in Hongkong oder wie vor Jahren die Terrorangst in Frankreich, schrecken chinesische Touristen in der Regel ab.

    Mit Blick auf die Entwicklung in den verschiedenen Preissegmenten bleibt das Bild unverändert: Teure Uhren sind gefragt, die billigeren weniger. Im Mai gingen die Exporte mit Uhren zu Exportpreisen von weniger als 200 Franken mit 12 Prozent ein weiteres Mal klar zurück. Dagegen wuchsen die Ausfuhren von Luxusprodukten zu Preisen von über 3'000 Franken mit 13 Prozent.

    An der Börse erhielten die Aktien der Uhrenkonzerne Swatch und Richemont von den überraschend guten Exportdaten Aufwind.

    Weniger exportierte Medikamente

    Die Schweizer Exportwirtschaft insgesamt hat sich dagegen im Mai verhalten entwickelt. Verglichen mit April nahmen die Exporte saisonbereinigt um 0,5 Prozent auf 18,9 Milliarden Franken ab. Damit würden die Ausfuhren seit Jahresbeginn leicht abwärts tendieren, schrieb die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Donnerstag.

    Der Auslöser war der Rückgang in der umsatzgrössten Sparte, der chemisch-pharmazeutischen Produkte (-2,4%). Dies sei wahrscheinlich dem Wechsel des Vertriebsmodells in der Pharmasparte zuzuschreiben, hiess es. Besser lief es in der Bereichen Maschinen und Elektronik (+2,7%) und Präzisionsinstrumente (+4,0%). Die Uhrenexporte legten saisonbereinigt und verglichen mit April um 8,9 Prozent zu.

    Auf der Gegenseite wurden im Mai mehr Güter in die Schweiz eingeführt. Die Importe nahmen um 0,9 Prozent auf 17,2 Milliarden Franken zu. Daraus resultierte in der Handelsbilanz ein zum Vormonat um gut eine Viertel Milliarde tieferer Überschuss von 1,65 Milliarden.

    mk/tt

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  • 20.06.2019 Schweizer Uhrenexporte nehmen im Mai Fahrt auf

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    Schweizer Uhrenexporte nehmen im Mai Fahrt auf

    20.06.2019 | 10:59:30

    (Mit weiteren Angaben ergänzt)

    Biel (awp) - Das Geschäft mit Schweizer Uhren läuft. Im Monat Mai sind deutlich mehr Uhren ins Ausland exportiert worden als im letzten Jahr. Besonders gut war die Nachfrage nach Schweizer Zeitmessern im wichtigen Markt China.

    Insgesamt hat das Exportvolumen gegenüber dem Vorjahr trotz Handelssorgen sogar zweistellig zugelegt. Das war zuletzt vor gut einem Jahr der Fall.

    Die Uhrenexporte kletterten im Mai nominal um 11,4 Prozent auf 2,04 Milliarden Franken, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie FH am Donnerstag mitteilte. Real - also um Preiseffekte bereinigt - ergab sich ein Plus von 5,4 Prozent.

    Wachstum auf hohem Niveau

    Damit ist die Uhrenbranche nach einem leichten Dämpfer im April auf eindrückliche Art und Weise auf die Wachstumsspur zurückgekehrt. Das Geschäft habe zwar verglichen mit dem Vorjahr im Mai von einem zusätzlichen Arbeitstag profitiert, doch auch ohne diesen Faktor läge das Wachstum mit 8 bis 9 Prozent auf einem hohen Niveau, hiess es.

    Auffällig waren die ausserordentlich grossen Bestellungen von Weckern und kleinen Uhren gewesen. Das zeigt sich anhand der Kategorie "Übrige Produkte", wo die Exporte um beinahe zwei Drittel auf 158 Millionen Franken in die Höhe schossen. In der ungleich wichtigeren Kategorie "Armbanduhren" zog das Volumen mit knapp 9 Prozent auf 1,88 Milliarden ebenfalls kräftig an.

    Auch die Bilanz des laufenden Jahres lässt sich sehen: In den ersten fünf Monaten 2019 wurden Schweizer Uhren im Wert von 8,93 Milliarden Franken ins Ausland exportiert. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 4,1 Prozent. Im Gesamtjahr 2018 hatte die Zunahme 6,3 Prozent betragen, wobei die Branche damals nach gutem Beginn in der zweiten Jahreshälfte spürbar an Schwung verloren hatte.

    Wachstumssprung in China

    Für die gute Entwicklung im Mai des laufendenden Jahres waren die zweit- und drittgrössten Absatzmärkte USA (+10%) und China (+81%) massgeblich verantwortlich. Aber auch andere für die Branche wichtige Länder wie Japan (+40%), Grossbritannien (+30%) oder Singapur (+25%) entwickelten sich prächtig.

    Der grösste Markt Hongkong verzeichnete dagegen im zweiten Monat in Folge einen Rückgang, diesmal von 7 Prozent. Die anhaltenden Unruhen in der ehemaligen britischen Kolonie dürften das Geschäft mit den so wichtigen Touristen vom chinesischen Festland wohl weiterhin belasten.

    Ein mehr oder weniger unverändertes Bild zeigte sich, wenn man die Daten nach Preissegmenten aufschlüsselt. Günstige Uhren zu Exportpreisen von weniger als 200 Franken wurden mit einem Minus von 12 Prozent erneut weniger verschifft. Dagegen bleibt der Wachstumstrend bei teuren Zeitmessern zu Preisen von über 3'000 Franken mit einem Plus von 13 Prozent intakt.

    Überrascht hat aber die Entwicklung in den beiden mittleren Preissegmenten, die nach schwachem Jahresbeginn im Mai zu Wachstum zurückgekehrt sind. Die Exporte im zweitobersten Preissegment (500-3'000 Fr.) wuchsen um 1,4 Prozent, jene im zweituntersten Segment (200-500 Fr.) um 2,5 Prozent.

    Uhrenaktien gesucht

    An der Börse wurden die Exportdaten als "erfreuliche Überraschung" aufgenommen. Die Uhrenexporte seien im Mai deutlich besser als erwartet und auch ohne den zusätzlichen Arbeitstag "verblüffend gut" ausgefallen, hiess es bei der ZKB.

    Sowohl die Swatch-Aktien (+3,5%) als auch jene des Luxusgüterkonzerns Richemont (+1,6%) legen am Donnerstagmorgen kräftig zu. Während Swatch einen Teil der seit Jahresbeginn erlittenen Kursverluste aufholen, setzen Richemont den Steigerungslauf der letzten Wochen fort.

    mk/tt

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  • 20.06.2019 Uhrenaktien von guten Exportdaten beflügelt

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    Uhrenaktien von guten Exportdaten beflügelt

    20.06.2019 | 09:43:50

    Zürich (awp) - Die Aktien der Uhrenkonzerne Swatch und Richemont sind am Donnerstag deutlich fester in den Handel gestartet. Die Exporte von Schweizer Uhren kletterten im Mai gegenüber dem Vorjahr mit einer zweistelligen Prozentrate in die Höhe. Analysten zeigten sich von dieser Dynamik beeindruckt.

    Bis um 09.30 Uhr legen die Titel der Swatch Group um 3,0 Prozent auf 264,40 Franken zu und können so während des laufenden Jahres verloren gegangenes Terrain zurückgewinnen. Im eigentlich günstigen Börsenumfeld hatten die Inhaberaktien von Swatch nämlich vom Jahresstart an bis gestern 7 Prozent eingebüsst. Die Sorgen vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China und die schwache Entwicklung bei Uhren mit tieferen Preisen setzten den Papieren zu. China ist der wichtigste Markt für die Branche und Swatch ist mit der Hauptmarke im tieferpreisigen Segment prominent vertreten.

    Im Gegensatz zu Swatch hielten sich Richemont bislang besser: Die Aktien verteuerten sich im Laufe des Jahres um knapp 30 Prozent und gewinnen aktuell weitere 1,7 Prozent auf 83 Franken hinzu. Richemont sind dank dem sehr gut laufenden Geschäft mit Schmuckstücken der Marken Cartier und Van Cleef & Arpels weniger stark von den Entwicklungen in der Uhrenbranche abhängig. Im Gesamtmarkt geht es am heutigen Donnerstag ebenfalls weiter nach oben: Der Leitindex SMI rückt mit einem Plus von 0,7 Prozent zurück über die 10'000-Punktemarke.

    Die Uhrenexporte seien im Mai deutlich besser als erwartet ausgefallen, urteilten Patrik Schwendimann von der ZKB und Vontobel-Analyst René Weber. Und auch wenn man Sonderfaktoren wie den zusätzlichen Arbeitstag im Mai 2019 ausklammere, bleibe das vom Schweizerischen Uhrenverband (FH) bei 8 bis 9 Prozent geschätzte Wachstum "verblüffend gut", fügte Schwendimann an. Trotz guter Marktentwicklung erwartet er im ersten Halbjahr für Swatch einen Umsatzrückgang von über 3 Prozent, da die Gruppe in den weniger gut laufenden, tieferpreisigen Segmenten stark vertreten sei.

    Sehr gut hätten sich die Ausfuhren nach Asien und da besonders nach China (+81%) entwickelt, schrieb Weber. Ein Ausreisser war Hongkong mit einem Rückgang von 7 Prozent. Dies habe man am Markt jedoch erwartet. Den Uhrenverkäufern in der ehemaligen britischen Kolonie machen die seit Wochen anhaltenden Unruhen zu schaffen.

    Nach Preissegmenten aufgeteilt verweist Patrick Schwendimann auf die nach wie vor rückläufige Entwicklung bei günstigen Uhren (Preise bis 200 Fr.), während die Nachfrage nach teuren Uhren (ab 3'000 Fr.) weiterhin sehr gut sei. Überraschend sei jedoch, dass das zweitoberste Preissegment (500-3'000 Fr.) und das zweitunterste Preissegment (200-500 Fr.) wieder leicht gewachsen seien.

    mk/tt

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG