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  • 03.05.2019 Boeing-Absturz und Naturkatastrophen schlagen auf Swiss Re-Gewinn

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re N 93.56 +0.12 +0.13% 102.95 84.20 663'295

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    Boeing-Absturz und Naturkatastrophen schlagen auf Swiss Re-Gewinn

    03.05.2019 | 17:32:42

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Zürich (awp) - Naturkatastrophen und der Absturz einer Boeing 737 Max mit folgendem Grounding der gesamten 737-Max-Flotte haben der Swiss Re im Startquartal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Gewinn tauchte, die Finanzgemeinde reagierte enttäuscht, die Aktie fiel.

    Unter dem Strich erzielte die Swiss Re von Januar bis Ende März einen Reingewinn von 429 Millionen Dollar, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Freitag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahreszeitraum, als Naturkatastrophen ausgeblieben waren, hatte der Konzern 457 Millionen Dollar verdient. Dass der Gewinn nicht noch stärker fiel, ist dem Steigflug der Börsen seit Jahresbeginn zu verdanken.

    Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Grossschäden hätten das Ergebnis im Startquartal belastet, schrieb die Swiss Re. Darunter seien die Überschwemmungen in Nord-Australien, der Zyklon Idai in Mosambik, der Flugzeugabsturz von Ethiopian Airlines und das anschliessende Flugverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 Max. Zudem wurde das Ergebnis durch weitere erhebliche Schadenforderungen infolge von Ereignissen des Vorjahres, insbesondere durch den Taifun "Jebi" in Japan, beeinträchtigt.

    Dies führte zu einer Verschlechterung des Schaden-Kostensatzes (Combined Ratio) im Sach-Rückversicherungsgeschäft (P&C) auf 110,3 Prozent, nachdem er im vergleichsweise schadenarmen ersten Quartal 2018 bei 92,0 Prozent gelegen hatte. Bei einem Wert von über 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch nicht profitabel.

    Gewinneinbruch in der Sach-Rückversicherung

    Der Gewinn im Sach-Rückversicherungsgeschäft stürzte auf 13 Millionen Dollar ab von 345 Millionen ein Jahr zuvor. Alleine die Überschwemmungen in Nord-Australien hätten mit rund 210 Millionen zu Buche geschlagen, hiess es. Die Zusatzbelastung durch "Jebi" bezifferte die Swiss Re dagegen nicht.

    Etwa 90 Millionen Dollar fielen in der Sach-Rückversicherung für den Absturz der Boeing-Maschine in Äthiopien und das anschliessende Flugverbot für die Boeing 737 Max-Flotte an. Die Gesamtbelastung durch den Fall sei noch nicht absehbar, sagte Finanzchef John Dacey in einer Telefonkonferenz.

    Denn ein Ende des Flugverbots ist noch nicht in Sicht. Bis zur Feststellung der Absturzursache müssen alle Maschinen dieses Typs am Boden bleiben, da bereits wenige Monate vor dem Unglück in Äthiopien ein solches Flugzeug in Indonesien abgestürzt war.

    Derzeit gehe man zusammen mit anderen Versicherern die Policen von Boeing durch, um abzuschätzen, wie viele Policen zur Auszahlung kommen könnten, sagte Dacey. Denn es könnten wegen des Groundings aller Boeing 737 Max-Maschinen noch Schadenersatzklagen von Airlines auf den amerikanischen Flugzeugbauer zukommen.

    Firmenversicherung mit Verlust

    Der Fall schlug auch auf das Erstversicherungsgeschäft der Swiss Re mit Unternehmenskunden durch. Die Belastung hierdurch sei weniger als halb so gross wie im Sach-Rückversicherungsgeschäft, erklärte Dacey - im Klartext also weniger als 45 Millionen Dollar.

    Die gesamte Firmenversicherungssparte erlitt durch mittlere und grosse von Menschen angerichteten Schäden einen Verlust von 55 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 41 Millionen im Vorjahr. Die Performance sei unbefriedigend, erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler im Communiqué.

    Nun geht die Swiss Re bei ihrem Sorgenkind über die Bücher: Die Geschäftseinheit führe derzeit eine umfassende Strategieanalyse durch und prüfe bis zum Sommer sämtliche Geschäftssparten und Schadenrückstellungen. Insbesondere das Probleme verursachende Haftpflichtgeschäft in den USA solle weiter zurückgestutzt werden, sagte Finanzchef Dacey.

    Immerhin ist an der Preisfront eine Entspannung erkennbar. Im ersten Quartal seien die Preise breit abgestützt um 5 Prozent gestiegen.

    Konzernchef optimistisch

    Im Gegensatz zu den anderen Sparten glänzte die Leben- und Krankenrückversicherung: Mit dem Schub durch die weltweite Börsenhausse konnte die Einheit einen Rekordgewinn von 328 Millionen Dollar einfahren nach 201 Millionen im Vorjahr.

    Das Volumen konnte die Swiss Re derweil im ersten Quartal steigern: Die verdienten Nettoprämien wuchsen konzernweit um 5,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

    Aufgrund der erfolgreichen Vertragserneuerungen seit Jahresbeginn bleibe man auch für das Sach-Rückversicherungsgeschäft optimistisch, erklärte Mumenthaler. Bei der Firmenversicherung gehe man die ungenügende Leistung an.

    Analysten zeigten sich dagegen enttäuscht und sprachen von einem weiteren schwachen Resultat. Die Aktie tauchte an der Schweizer Börse bis zum Schluss um gut 3 Prozent.

    jb/mk

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  • 03.05.2019 Boeing-Absturz und Naturkatastrophen schlagen auf Swiss Re-Gewinn

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Swiss Re N 93.56 +0.12 +0.13% 102.95 84.20 663'295

    Story

    Boeing-Absturz und Naturkatastrophen schlagen auf Swiss Re-Gewinn

    03.05.2019 | 12:58:08

    (Zusammenfassung)

    Zusammenfassung: Von Johannes Brinkmann, AWP

    Zürich (awp) - Naturkatastrophen und der Absturz einer Boeing 737 Max mit folgendem Grounding der gesamten 737-Max-Flotte haben der Swiss Re im Startquartal einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Gewinn tauchte, die Finanzgemeinde reagierte enttäuscht, die Aktie fiel.

    Unter dem Strich erzielte die Swiss Re von Januar bis Ende März einen Reingewinn von 429 Millionen Dollar, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Freitag in einem Communiqué bekannt gab. Im Vorjahreszeitraum, als Naturkatastrophen ausgeblieben waren, hatte der Konzern 457 Millionen Dollar verdient. Dass der Gewinn nicht noch stärker fiel, ist dem Steigflug der Börsen seit Jahresbeginn zu verdanken.

    Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Grossschäden hätten das Ergebnis im Startquartal belastet, schrieb die Swiss Re. Darunter seien die Überschwemmungen in Nord-Australien, der Zyklon Idai in Mosambik, der Flugzeugabsturz von Ethiopian Airlines und das anschliessende Flugverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 Max. Zudem wurde das Ergebnis durch weitere erhebliche Schadenforderungen infolge von Ereignissen des Vorjahres, insbesondere durch den Taifun "Jebi" in Japan, beeinträchtigt.

    Dies führte zu einer Verschlechterung des Schaden-Kostensatzes (Combined Ratio) im Sach-Rückversicherungsgeschäft (P&C) auf 110,3 Prozent, nachdem er im vergleichsweise schadenarmen ersten Quartal 2018 bei 92,0 Prozent gelegen hatte. Bei einem Wert von über 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch nicht profitabel.

    Gewinneinbruch in der Sach-Rückversicherung

    Der Gewinn im Sach-Rückversicherungsgeschäft stürzte auf 13 Millionen Dollar ab von 345 Millionen ein Jahr zuvor. Alleine die Überschwemmungen in Nord-Australien hätten mit rund 210 Millionen zu Buche geschlagen, hiess es. Die Zusatzbelastung durch "Jebi" bezifferte die Swiss Re dagegen nicht.

    Etwa 90 Millionen Dollar fielen in der Sach-Rückversicherung für den Absturz der Boeing-Maschine in Äthiopien und das anschliessende Flugverbot für die Boeing 737 Max-Flotte an. Die Gesamtbelastung durch den Fall sei noch nicht absehbar, sagte Finanzchef John Dacey in einer Telefonkonferenz.

    Denn ein Ende des Flugverbots ist noch nicht in Sicht. Bis zur Feststellung der Absturzursache müssen alle Maschinen dieses Typs am Boden bleiben, da bereits wenige Monate vor dem Unglück in Äthiopien ein solches Flugzeug in Indonesien abgestürzt war.

    Derzeit gehe man zusammen mit anderen Versicherern die Policen von Boeing durch, um abzuschätzen, wie viele Policen zur Auszahlung kommen könnten, sagte Dacey. Denn es könnten wegen des Groundings aller Boeing 737 Max-Maschinen noch Schadenersatzklagen von Airlines auf den amerikanischen Flugzeugbauer zukommen.

    Firmenversicherung mit Verlust

    Der Fall schlug auch auf das Erstversicherungsgeschäft der Swiss Re mit Unternehmenskunden durch. Die Belastung hierdurch sei weniger als halb so gross wie im Sach-Rückversicherungsgeschäft, erklärte Dacey - im Klartext also weniger als 45 Millionen Dollar.

    Die gesamte Firmenversicherungssparte erlitt durch mittlere und grosse von Menschen angerichteten Schäden einen Verlust von 55 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 41 Millionen im Vorjahr. Die Performance sei unbefriedigend, erklärte Konzernchef Christian Mumenthaler im Communiqué.

    Nun geht die Swiss Re bei ihrem Sorgenkind über die Bücher: Die Geschäftseinheit führe derzeit eine umfassende Strategieanalyse durch und prüfe bis zum Sommer sämtliche Geschäftssparten und Schadenrückstellungen. Insbesondere das Probleme verursachende Haftpflichtgeschäft in den USA solle weiter zurückgestutzt werden, sagte Finanzchef Dacey.

    Immerhin ist an der Preisfront eine Entspannung erkennbar. Im ersten Quartal seien die Preise breit abgestützt um 5 Prozent gestiegen.

    Konzernchef optimistisch

    Im Gegensatz zu den anderen Sparten glänzte die Leben- und Krankenrückversicherung: Mit dem Schub durch die weltweite Börsenhausse konnte die Einheit einen Rekordgewinn von 328 Millionen Dollar einfahren nach 201 Millionen im Vorjahr.

    Das Volumen konnte die Swiss Re derweil im ersten Quartal steigern: Die verdienten Nettoprämien wuchsen konzernweit um 5,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Dollar.

    Aufgrund der erfolgreichen Vertragserneuerungen seit Jahresbeginn bleibe man auch für das Sach-Rückversicherungsgeschäft optimistisch, erklärte Mumenthaler. Bei der Firmenversicherung gehe man die ungenügende Leistung an.

    Analysten zeigten sich dagegen enttäuscht und sprachen von einem weiteren schwachen Resultat. Die Aktie tauchte an der Schweizer Börse bis zum Mittag um knapp 3 Prozent, während der Gesamtmarkt SMI um 0,1 Prozent im Plus stand.

    jb/mk

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  • 03.05.2019 Swiss Re-Aktien nach enttäuschenden Quartalszahlen stark unter Druck

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Swiss Re N 93.56 +0.12 +0.13% 102.95 84.20 663'295

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    Swiss Re-Aktien nach enttäuschenden Quartalszahlen stark unter Druck

    03.05.2019 | 09:56:53

    Zürich (awp) - Die Swiss Re-Aktien stehen am Freitag an der Börse stark unter Druck. Der Rückversicherer hat mit seinen vorbörslich publizierten Zahlen die Erwartungen am Markt deutlich enttäuscht. Vor allem die hohen Schäden einschliesslich zusätzlichen Schäden für den Japan-Sturm Jebi vom letzten Herbst waren nicht so erwartet worden.

    Gegen 9.45 Uhr notieren Swiss Re um 3,5 Prozent im Minus auf 94,16 Franken. Der Leitindex SMI liegt derweil mit -0,03 Prozent ganz knapp im Minus. Bis anhin sind bereits gut 550'000 Aktien gehandelt worden, über die Hälfte des durchschnittlichen Tagesvolumens.

    Beim Quartalsergebnis handle es sich um ein "weiteres schwaches Resultat", auch wenn die starken Finanzergebnisse positiv seien, kommentieren etwa die Analysten der UBS. Immerhin verbessere sich der Ausblick bezüglich der Preisentwicklung im Geschäft, halten sie fest. Die Resultate des ersten Quartals zeigen für die Experten der Grossbank aber auch deutlich, warum Preiserhöhungen so nötig seien. Sie bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung für die Swiss Re-Titel.

    Vor allem der Taifun "Jebi" habe der Swiss Re einen Strich durch die Rechnung gemacht, halten die Analysten von RBC fest. Sie schätzen aufgrund der Quartalszahlen, dass der Taifun, der im September in Japan getobt hatte, die Swiss Re-Rechnung im Quartal mit über 0,5 Milliarden Dollar belastet hat - geschätzt hatten sie den Schaden zuvor mit 0,4 Milliarden. Die kanadische Bank stuft die Swiss Re-Aktien mit "Sector Perform" ein.

    Das Kennzahlenset sei insgesamt schlechter als erwartet, stellen auch die ZKB-Experten fest. Positiv ausgefallen seien immerhin die Lebens- und Krankenrückversicherung und der Anlageerfolg. Ob das ReAssure-IPO erfolgt, sei weiterhin offen, stellen das Research der Kantonalbank fest, die an ihrer Einstufung "Marktgewichten" festhalten.

    Erneut seien die Belastungen aus Grossschäden höher ausgefallen als erwartet, heisst es auch bei JPMorgan. Nicht nur in der Sach-Rückversicherung, sondern auch im Geschäft mit Grossfirmen vermeldete Swiss Re grössere und mittlere Schäden, die zu einer klar verschlechterten "Combined Ratio" führten. Immerhin sei der Ausblick auf die Erneuerungsrunde im April mit guten Volumen und höheren Preisen etwas positiver, so die US-Analysten, die Swiss Re mit "Overweight" einstufen.

    Als "klar enttäuschend" werden die Resultate der Sach-Rückversicherung auch von den Goldman Sachs-Analysten bewertet. Swiss Re dürfte auch stärker vom Taifun Jebi belastet worden sein als die Wettbewerber. Positiv zu vermerken sei dagegen das "unterstützende" Marktumfeld für den Rückversicherer. Insgesamt würden die derzeitigen Probleme die langfristige Performance aber nicht beeinträchtigen, so die Experten der US-Investmentbank. Sie bleiben bei ihrer Kaufempfehlung.

    Vor allem die Combined Ratio für das Schadengeschäft wie auch für das Grossfirmensegment seien klar schwächer ausgefallen als erwartet, heisst es auch bei der Deutschen Bank. Als enttäuschend bewerten die Analysten aber auch die Erneuerungsrunden im April, wobei der Preiseffekt von +1 Prozent relativ schwach ausgefallen sei. Die Deutsche Bank hält allerdings ebenfalls weiter an ihrem "Buy"-Rating fest.

    tp/ra

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  • 03.05.2019 Swiss Re-Gewinn im ersten Quartal von Grossschäden belastet

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
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    Swiss Re-Gewinn im ersten Quartal von Grossschäden belastet

    03.05.2019 | 08:00:46

    (Ausführliche Fassung)

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal 2019 weniger verdient als noch vor Jahresfrist. Eine Reihe von Grossschäden belasteten die Rechnung, während die Hausse an den Finanzmärkten den Gewinnrückgang abfederte.

    In einer Mitteilung vom Freitag weist die Swiss Re für das erste Jahresviertel einen Gewinn in Höhe von 429 Millionen US-Dollar aus nach 457 Millionen im Jahr zuvor. Die meisten Analysten hatten sich im Vorfeld der Zahlenpublikation bedeckt gehalten und keine Schätzungen zu den Ergebnissen berechnet. Es war nur schwer abschätzbar, wie stark Katastrophenschäden auf das Ergebnis drücken würden.

    Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Grossschäden belasteten das Ergebnis, darunter die Überschwemmungen in Nord-Australien, der Zyklon Idai in Mosambik, der Flugzeugabsturz von Ethiopian Airlines und das anschliessende Flugverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 MAX. Zudem wurde das Ergebnis durch erhebliche weitere Schadenforderungen infolge von Ereignissen des Vorjahres, insbesondere des Taifuns Jebi in Japan, beeinträchtigt.

    Das führte dazu, dass sich der Kosten-Schadensatz (Combined Ratio) im Sach-Rückversicherungsgeschäft (P&C) auf 110,3 Prozent verschlechterte nach 92,0 Prozent im vergleichsweise schadenarmen ersten Quartal 2018. Der Gewinn im Sach-Rückversicherungsgeschäft stürzte auf 13 Millionen ab von 345 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

    Alleine die Überschwemmungen in Nord-Australien hätten mit rund 210 Millionen Dollar zu Buche geschlagen. Etwa 90 Millionen Dollar fielen für den Absturz der Boeing-Maschine in Äthiopien und das anschliessende Flugverbot für die Boeing 737 MAX an.

    Firmenkundengeschäft mit Verlust

    Verschlechtert hat sich auch das Ergebnis im Erstversicherungsgeschäft insbesondere mit Grossfirmen, Corporate Solutions. Auch hier hatten Grossschäden die Resultate negativ beeinflusst und zu einer Erhöhung der Combined Ratio auf 116,3 Prozent von 100,2 Prozent im Vorjahr geführt. Ein Wert über 100 Prozent zeigt an, dass das Geschäft versicherungstechnisch nicht profitabel läuft.

    Die Sparte erlitt einen Verlust von 55 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 41 Millionen Dollar im Vorjahr. Das Ergebnis wurde erheblich beeinträchtigt durch grosse und mittlere von Menschenhand verursachte Schäden, die sich vor allem im Vorjahr ereignet hatten.

    Nun geht die Swiss Re bei ihrem Sorgenkind über die Bücher: "Die Geschäftseinheit führt derzeit eine umfassende Strategieanalyse durch und prüft dabei sämtliche Geschäftssparten und Schadenrückstellungen", schrieb die Swiss Re.

    Die verdienten Nettoprämien erhöhten sich um 12,3 Prozent auf 1 Milliarde Dollar. Die aktive Bereinigung des allgemeinen Haftpflicht-Portefeuilles in den USA wurde durch Zuwächse bei Credit und Property sowie durch Zinserhöhungen erfolgreich wettgemacht.

    Die Swiss Re erwarte, dass sich die positive Dynamik der Preise im Firmenkundengeschäft 2019 beschleunigen werde, nachdem im ersten Quartal bereits ein breit abgestützter Preisanstieg um 5 Prozent verzeichnet worden sei, hiess es weiter.

    Leben- und Krankengeschäft mit Rekordgewinn

    Besser schnitt wiederum die Leben- und Krankenrückversicherung ab. Mit dem Rückenwind der weltweiten Börsen kletterte der Spartengewinn auf 328 Millionen Dollar in die Höhe nach 201 Millionen im Vorjahr. Dies sei ein Rekordgewinn, schrieb der Konzern.

    Das Volumen steigerte Swiss Re derweil im ersten Quartal: Die verdienten Nettoprämien wuchsen gruppenweit um 5,5 Prozent auf 8,775 Milliarden Dollar. Im April erneuern die Rückversicherer jeweils weitere Verträge mit Fokus auf das asiatische Geschäft.

    Dabei habe sich die Preissituation um 1 Prozent weiter verbessert und das Vertragsprämienvolumen sei um 18 Prozent angewachsen, hielt die Swiss Re dazu fest.

    "Unser Prämienwachstum und das sehr gute Anlageergebnis im ersten Quartal 2019 sind sehr erfreulich", erklärte Finanzchef John Dacey.

    Konzernchef optimistisch

    Aufgrund der erfolgreichen Vertragserneuerungen seit Jahresbeginn bleibe man auch für das Sach-Rückversicherungsgeschäft optimistisch, während die Leben- und Krankenrückversicherung erneut eine starke Performance geliefert habe, wird Konzernchef Christian Mumenthaler zitiert. "Bei Life Capital konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung des allfälligen Börsengangs von Reassure im Jahr 2019."

    Corporate Solutions bleibe anspruchsvoll, aber man gehe die aktuell unzureichende Performance konsequent und dezidiert an. Unter Leitung des neuen Spartenchefs Andreas Berger finde derzeit eine umfassende Überprüfung der Strategie und Aktivitäten der Geschäftseinheit statt, die im zweiten Quartal abgeschlossen sein werde, erklärte Mumenthaler.

    jb/ra/tp

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  • 03.05.2019 Swiss Re startet erste Tranche Aktienrückkaufprogramm am 6. Mai

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    Swiss Re startet erste Tranche Aktienrückkaufprogramm am 6. Mai

    03.05.2019 | 07:39:34

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re startet die erste Tranche seines angekündigten Aktienrückkaufprogramms am nächsten Montag. Auf Basis des Schlusskurses vom 30. April dürfte die Swiss Re maximal 20,4 Millionen Namenaktien oder 6,02 Prozent ihre Kapitals zurückkaufen.

    Im Rahmen des Rückkaufprogramms wird an der Schweizer Börse SIX eine zweite Linie errichtet, auf der ausschliesslich die Swiss Re als Käuferin auftritt, wie dem am Freitag veröffentlichten Angebotsprospekt zu entnehmen ist.

    Die Rückkaufspreise würden in Anlehnung an die Kurse der auf der ersten Linie gehandelten Namenaktien gebildet, heisst es. Der Rückkauf auf der zweiten Linie ab dem 6. Mai soll bis längstens am 18. Februar 2020 aufrechterhalten werden.

    Über die Durchführung und den Startzeitpunkt der zweiten Tranche des Aktienrückkaufprogramms von 1 Milliarde Franken werde der Verwaltungsrat abhängig von der Entwicklung des Überschusskapitals der Gruppe im Jahr 2019 nach eigenem Ermessen später entscheiden. Die Swiss Re-Generalversammlung hatte dem Rückkaufprogramm Mitte April 2019 zugestimmt.

    Wie die Swiss Re weiter bekannt gab, wird die Geschäftsleitung ausgebaut. Per Anfang Juli 2019 werden Personalchef Nigel Fretwell sowie Chefjurist Hermann Geiger neu Mitglieder der Geschäftsleitung. Mit der Ergänzung der beiden "ausgewiesenen Führungskräfte" werde die Bedeutung von Personalthemen sowie Recht und Compliance innerhalb des Unternehmens unterstrichen.

    tp/jb

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  • 03.05.2019 Swiss Re mit weniger Gewinn im ersten Quartal

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    Swiss Re mit weniger Gewinn im ersten Quartal

    03.05.2019 | 07:23:33

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re hat im ersten Quartal 2019 weniger verdient als noch vor Jahresfrist. Eine Reihe von Grossschäden belasteten die Rechnung, während die Hausse an den Finanzmärkten den Gewinnrückgang abfederte.

    In einer Mitteilung vom Freitag weist die Swiss Re für das erste Jahresviertel einen Gewinn in Höhe von 429 Millionen US-Dollar aus nach 457 Millionen im Jahr zuvor. Die meisten Analysten hatten sich im Vorfeld der Zahlenpublikation bedeckt gehalten und keine Schätzungen zu den Ergebnissen berechnet. Es war nur schwer abschätzbar, wie stark Katastrophenschäden auf das Ergebnis drücken würden.

    Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Grossschäden belasteten das Ergebnis, darunter die Überschwemmungen in Nord-Australien, der Zyklon Idai in Mosambik, der Flugzeugabsturz von Ethiopian Airlines und das anschliessende Flugverbot für Maschinen des Typs Boeing 737 MAX. Zudem wurde das Ergebnis durch erhebliche weitere Schadenforderungen infolge von Ereignissen des Vorjahres, insbesondere des Taifuns Jebi in Japan, beeinträchtigt.

    Das führte dazu, dass sich der Kosten-Schadensatz (Combined Ratio) im Rückversicherungsgeschäft auf 110,3 Prozent verschlechtert hat nach 92,0 Prozent im vergleichsweise schadenarmen ersten Quartal 2018. Der Gewinn im Rückversicherungsgeschäft stürzte auf 13 Millionen ab von 345 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

    Verschlechtert hat sich auch das Ergebnis im Versicherungsgeschäft insbesondere mit Grossfirmen, Corporate Solutions. Auch hier hatten Grossschäden die Resultate negativ beeinflusst und zu einer Erhöhung der Combined Ratio auf 116,3 Prozent von 100,2 Prozent im Vorjahr geführt. Ein Wert über 100 Prozent zeigt an, dass das Geschäft versicherungstechnisch nicht profitabel läuft. Die Sparte erlitt einen Verlust von 55 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 41 Millionen Dollar im Vorjahr.

    Besser schnitt wiederum die Leben- und Krankenrückversicherung ab. Mit dem Rückenwind der weltweiten Börsen kletterte der Spartengewinn auf 328 Millionen Dollar in die Höhe nach 201 Millionen im Vorjahr.

    Das Volumen steigerte Swiss Re derweil im ersten Quartal: Die verdienten Nettoprämien wuchsen gruppenweit um 5,5 Prozent auf 8,775 Milliarden Dollar. Im April erneuern die Rückversicherer jeweils weitere Verträge mit Fokus auf das asiatische Geschäft. Dabei habe sich die Preissituation weiter verbessert und das Vertragsprämienvolumen sei um 18 Prozent angewachsen, hielt Swiss Re dazu fest.

    jb/ra

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  • 02.05.2019 Ausblick Swiss Re: Belastung aus Grossschäden und Preisentwicklung im Fokus

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
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    Ausblick Swiss Re: Belastung aus Grossschäden und Preisentwicklung im Fokus

    02.05.2019 | 15:15:58

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re veröffentlicht am Freitag, 3. Mai, die Resultate zum ersten Quartal 2019. Aufgrund der hohen Schätzungsunsicherheit und der grossen Bandbreite bei den vorliegenden Schätzungen, wird an dieser Stelle auf die Erstellung eines AWP-Konsens für die Quartalszahlen verzichtet.

    FOKUS: Im Fokus des Interesses steht die Belastung aus Grossschäden, die von Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachten Unglücken angerichtet wurden. So dürfte einerseits der Taifun "Jebi", der im vergangenen September in Japan wütete, viel teurer werden als ursprünglich gedacht. Mittlerweile rechnet der Markt mit einem Gesamtschaden von rund 12 Milliarden Dollar, nachdem sich die Schätzungen per Ende 2018 noch auf 7 bis 9 Milliarden Dollar belaufen hatten. Der grösste Teil davon dürfte die Swiss Re treffen, die einen Anteil von rund 10 Prozent an dem Schaden tragen müsse, schätzen Analysten. Es sei zu erwarten, dass der Schweizer Konzern eine halbe Milliarde mehr Kosten tragen müsste als die noch im Februar in Aussicht gestellten 711 Millionen US-Dollar.

    Hinzu kam eine Reihe von Grossschäden im ersten Quartal, nachdem Naturkatastrophen im Vorjahresquartal ausgeblieben waren. So gab es Anfang Februar eine Jahrhundertflut im Nordosten Australiens, die einen Gesamtschaden von schätzungsweise bis zu 1 Milliarde Dollar angerichtet hat. Dort ist die Swiss Re traditionellerweise stark engagiert mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent, schätzt die ZKB. Im März fegte Wintersturm "Eberhard" über West- und Zentraleuropa, der vor allem Deutschland traf und einen versicherten Schaden von gut 1 Milliarde Dollar hinterliess. Im gleichen Monat gab es schwere Überschwemmungen im Mittleren Westen der USA, die auch rund 1 Milliarde Dollar versicherte Schäden anrichteten.

    Die von Menschen angerichteten Katastrophen umfassen den Absturz der Boeing 737 Max in Äthiopien und einen Dammbruch in Brasilien, wodurch eine Schlammlawine ganze Dörfer unter sich begrub. Die Swiss Re gehört zu Versicherern von Boeing und Ethiopian Airways. Nach dem Absturz wurde ein Flugverbot für alle Boeing 737 Max verhängt. Teuer dürfte auch das Glyphosat-Gerichtsurteil gegen den US-Agrarchemiekonzern Monsanto werden, der von der deutschen Bayer übernommen worden war. Kosten für Rückrufe bei Toyota und Cyberschadenfälle dürften die Firmenversicherungssparte Corso der Swiss Re belasten.

    Auf der anderen Seite dürften die Gewinne in der Lebens- und Krankenversicherung gestiegen sein. Auch werde die Swiss Re vom Steigflug der Börsen im ersten Quartal in Höhe von rund 400 Millionen Dollar beim Gewinn profitieren, schätzen Analysten. Von Interesse dürfte auch das Ausmass der Preiserhöhungen bei den April-Erneuerungen in Asien sein.

    ZIELE: "Alles in allem ist mein Ausblick für 2019 positiv", hatte Konzernchef Christian Mumenthaler im Februar bei der Vorlage der Ergebnisse von 2018 gesagt. Mit der Erneuerungsrunde im Januar sei er sehr zufrieden. Man habe leicht höhere Preise durchsetzen und das Volumen kräftig ausbauen können. Die Swiss Re erhöhte das zur Erneuerung anstehende Prämienvolumen um 19 Prozent auf 10 Milliarden Dollar. Die Steigerung sei auf Grosstransaktionen und Wachstum im Kerngeschäft zurückzuführen. Die Preisqualität habe sich um 1 Prozent verbessert, hatte Finanzchef John Dacey im Februar erklärt.

    Zudem erwartet die Swiss Re, dass sich das Preisniveau - infolge der Naturkatastrophen 2018 - im Laufe des Jahres weiter verbessern und sich positiv auf anstehende Erneuerungsrunden auswirken wird. Im Firmenkundengeschäft stiegen die Preise ebenfalls um 3 Prozent, und das positive Momentum scheint sich fortzusetzen. Der Bereich Life & Health Reinsurance wächst nach wie vor, wobei Gewinne aus Neuabschlüssen neues Kapital generieren, wie der Konzern erklärt hatte.

    PRO MEMORIA: An der Generalversammlung vom 17. April wurde die um 12 Prozent auf 5,60 Franken je Aktie erhöhte Dividende und das neue Aktienrückkaufprogramm bestehend aus zwei Tranchen von jeweils bis zu 1 Milliarde Franken genehmigt. Darüber hinaus wurden an der GV alle vorgeschlagenen Verwaltungsratsmitglieder wiedergewählt; auch Präsident Walter Kielholz wurde als Präsident bestätigt.

    Beim geplanten Börsengang der Sparte Reassure sieht sich Swiss Re nicht unter Zeitdruck: Die Vorbereitungen liefen, hatte Finanzchef John Dacey an der Bilanzmedienkonferenz gesagt: "Wir sind bereit, sobald die Marktbedingungen vernünftig sind." Wenn aber die Bedingungen an den Finanzmärkten ungünstig sein sollten oder eine abnormal hohe Volatilität herrsche, "sind wir nicht unter Druck, den IPO durchzuführen. Wir beabsichtigen die Durchführung des Börsengangs, haben aber keine Pistole am Kopf", sagte Dacey.

    Die Swiss Re hat auf Basis des firmeneigenen Bewertungssystems Economic Value Management (EVM) für 2018 einen Verlust ausgewiesen. Grund sind die erneut hohen Naturkatastrophenschäden. Der EVM-Verlust betrug 693 Millionen US-Dollar nach einem Minus im Vorjahr in Höhe von 9 Millionen. Das EVM-Modell misst Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf einer marktnahen Basis und dient der Steuerung des Geschäfts.

    Gemessen am Swiss Solvency Test (SST) kann sich Swiss Re auf ein dickes Kapitalpolster stützen. Die SST-Quote liegt auf Basis der Geschäftszahlen des Jahres 2018 mit 251 Prozent klar über dem Zielwert von 220 Prozent. Für den Rückversicherungsbereich allein nannte der Konzern eine SST-Quote von 218 Prozent.

    AKTIENKURS: Die Swiss Re-Aktie hat sich dieses Jahr unterdurchschnittlich entwickelt. Der Aktienkurs kletterte seit Anfang Januar um rund 9 Prozent in die Höhe, während der Leitindex SMI um gut 15 Prozent gewann. Derzeit kostet eine Swiss Re-Aktie 97,44 Franken.

    Homepage: www.swissre.com

    an/jb/mk

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  • 18.04.2019 Swiss Re publiziert "Financial Condition Report" mit Fokus auf Details zum SST

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Swiss Re N 93.56 +0.12 +0.13% 102.95 84.20 663'295

    Story

    Swiss Re publiziert "Financial Condition Report" mit Fokus auf Details zum SST

    18.04.2019 | 07:23:26

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re gibt am Donnerstag im Rahmen des neu veröffentlichten "Financial Condition Reports" Details zum Kapitalmanagement nach dem Swiss Solvency Test (SST) bekannt. Dabei liegt die SST-Quote der Gruppe - wie bereits bekannt - bei 252 Prozent Prozent und damit klar über dem Zielwert von 220 Prozent. Die SST 2019 befinde sich mit 218 Prozent auf einem starken Niveau, teilte der Rückversicherer weiter mit.

    Der Bericht enthält im weiteren detaillierte Angaben zu den verschiedenen Geschäftsaktivitäten, der Performance nach Rechnungslegungsstandard US GAAP, dem Risikomanagement und -profil der Gruppe sowie zur Bewertung und Kalkulation im Kapitalmanagement gemäss dem SST. Dabei habe die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma das interne Rechnungsmodell für den SST von Swiss Re gutgeheissen.

    sig/kw

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  • 10.04.2019 Swiss Re: Besiedelung von Risikogebieten treibt Katastrophenschäden hoch

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re: Besiedelung von Risikogebieten treibt Katastrophenschäden hoch

    10.04.2019 | 10:30:00

    Zürich (awp) - Die zunehmende Besiedelung von Risikogebieten treibt die Naturkatastrophenschäden hoch. Die vergangenen zwei Jahre waren für die Versicherungsbranche die teuersten der Geschichte.

    Insgesamt mussten die Versicherungskonzerne in den Jahren 2017 und 2018 Schäden durch Naturkatastrophen von 219 Milliarden US-Dollar bezahlen. Das sei so viel wie noch nie in einem Zweijahreszeitraum, stellte der Rückversicherer Swiss Re in seiner Sigma-Studie fest, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

    Dabei schlagen nicht nur die Riesennaturgewalten wie Hurrikane, Erdbeben oder Winterstürme zu Buche. Mehr als die Hälfte der Schäden sei auf kleinere und mittlere Schadenereignisse zurückzuführen, stellte das Swiss Re-Institut fest. Darunter fielen etwa Hochwasser, sintflutartige Regenfälle, Sturzfluten, Schnee- und Eisstürme, Dürre oder Waldbrände. Auch Winterstürme ausserhalb Europas zählt der zweitgrösste Rückversicherer dazu.

    Ebenfalls in diese Kategorie gehörten Folgeereignisse nach Erdbeben oder Hurrikanen wie beispielsweise Tsunamis, Sturmfluten oder Regenfälle. Auch Bodenverflüssigungen nach Erdbeben, die ganze Ortschaften verschlucken, sind hierzu zu zählen.

    Immer mehr Häuser in Gefahrengebieten

    Zu den Gründen für die steigenden Schäden durch kleinere und mittlere Ereignissen zählen das Bevölkerungswachstum, die fortschreitende Verstädterung sowie die zunehmende Konzentration von Vermögenswerten in Gebieten, die extremen Wetterbedingungen und somit den Folgen des Klimawandels ausgesetzt seien, hiess es. So würden vor allem in Asien immer mehr Menschen in riesigen Städten wohnen, die oft an der Küste lägen.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tropensturm auf diese dichtbesiedelten Gebiete - etwa in China - treffe, habe sich vervielfacht. Angesichts der Konzentration von Menschen und Vermögenswerten in den Metropolen sei die Wahrscheinlichkeit von schweren Schäden massiv gestiegen, hiess es in der Studie.

    Die fortschreitende Verstädterung, auch in hochwassergefährdeten Gebieten an Küsten und in Flussebenen, die zunehmende Bautätigkeit in Waldbrandgebieten, wie zum Beispiel an der Schnittstelle von Wald und Siedlungsraum, und die langfristigen Folgen des Klimawandels würden auch in Zukunft zu einem Anstieg der Schäden durch kleinere und mittlere Schadenereignisse führen, erklärte Swiss Re-Underwritingchef Edouard Schmid.

    Dies zeigte sich im vergangenen Jahr besonders deutlich. Seit 1990 seien in Amerika 60 Prozent der neuen Wohnhäuser an der Schnittstelle von Wald und Siedlungsgebiet gebaut worden, hiess es in der Studie. Wenn da mal ein Waldbrand auflodere, verbreite der sich schnell und sei schwierig zu bekämpfen.

    Noch nie so viele Feuersbrunstschäden

    Die verheerenden Feuersbrünste im vergangenen Jahr in Kalifornien legten grosse Flächen in Schutt und Asche. Dutzende Menschen starben. Die Brandwalzen im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat trieben weltweit die versicherten Schäden durch Brände auf 17 Milliarden Dollar in die Höhe. Das sei ein neuer Allzeitrekord, schrieb die Swiss Re.

    Und es zeigt sich eine unheilvolle Häufung. Die Hälfte der zehn grössten Feuersbrunstschäden in der Welt hätten sich in den vergangenen beiden Jahren ereignet, stellte die Swiss Re fest.

    Alleine das "Camp Fire" im November mit 86 Toten dürfte die Versicherungen 12 Milliarden Dollar kosten. Weil Katastrophen durch Riesennaturgewalten wie Hurrikane, Erdbeben oder Winterstürme im vergangenen Jahr nicht so schlimm waren wie im Rekordjahr 2017, war diese das "Camp Fire" der teuerste Versicherungsschaden im 2018. Dahinter kamen die Hurrikane Micheal in den USA und der Typhoon Jebi in Japan.

    2018 insgesamt unterdurchschnittliches Jahr

    Insgesamt richteten Natur- und von Menschenhand verursachte Katastrophen im vergangenen Jahr einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 165 Milliarden Dollar an, wovon 155 Milliarden Dollar auf Naturkatastrophen entfielen. Dies ist immerhin nicht einmal die Hälfte von 2017, als 350 Milliarden Dollar an Schäden zu beklagen waren.

    Damit war 2018 ein unterdurchschnittliches Schadensjahr: Der Schnitt der vergangenen zehn Jahre liegt bei 220 Milliarden Dollar wirtschaftliche Schäden. Von den Gesamtschäden im 2018 seien rund die Hälfte versichert gewesen, schrieb die Swiss Re.

    Zusammengenommen waren die Jahre 2017 und 2018 allerdings die zweitteuersten der Geschichte. Nur der Zweijahreszeitraum 2010 und 2011 hatte mit 720 Milliarden Dollar noch höhere Katastrophenschäden aufgewiesen, erklärte die Swiss Re auf Anfrage. Damals musste die Versicherungsbranche aber weniger Schäden bezahlen, so dass hier in einem Zweijahresvergleich die Jahre 2017 und 2018 an der Spitze stehen.

    jb/yr

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  • 02.04.2019 Boeing-Absturz wird Rückversicherer auf Jahre belasten

    Betroffene Wertpapiere

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    Muenchener Rueckv N --- --- --- --- --- ---

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    Boeing-Absturz wird Rückversicherer auf Jahre belasten

    02.04.2019 | 07:11:36

    London (awp/sda/reu) - Der Absturz der Boeing-Maschine von Ethiopian Airlines mit 157 Toten und das weltweite Flugverbot der 737 Max 8 wird für die Rückversicherungen teuer. Insgesamt könnten die Schadenszahlungen für die Branche mit ihren Aushängeschildern Munich Re und Swiss Re die Milliardengrenze überschreiten.

    Die Schadensansprüche für die Branche könnten sich auf eine Milliarde Dollar summieren, erklärte James Vickers vom Versicherungsmakler Willis Re im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Für den Luftfahrt-Rückversicherungs-Markt, "der sehr klein und sehr, sehr spezialisiert" sei, sei das eine sehr hohe Summe, ergänzte er. Das könnte die Branche über drei bis vier Jahre belasten.

    Die britische Global Aerospace führt ein Konsortium von Versicherern und Rückversicherern, die Boeing versichern. Die Münchener Rück hatte zuletzt die für sie zu erwartende Schadenshöhe aus dem Absturz auf 100 bis 120 Millionen Euro beziffert.

    Der Versicherungskonzern Talanx, zu dem auch die Hannover Rück gehört, erklärte derweil, als Teil eines Konsortiums wohl mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag dabei zu sein. Boeing habe eine Produkthaftpflicht-Police beim Konsortium abgeschlossen, das auch für finanzielle Folgen eines vorübergehenden Flugverbots aufkomme.

    Noch keine Zahlen von Swiss Re

    Auch die Swiss Re oder Berkshire Hathaway des Milliardärs Warren Buffett dürften vom Fall Boeing betroffen sein. Bei Schweizer Rückversicherer hält man sich allerdings mit einem Kommentar zu möglichen Schadensansprüchen noch zurück. Dazu sei es noch zu früh, liess der Konzern auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP durchblicken.

    Vor gut drei Wochen war eine der neuen Boeing 737 MAX von Ethiopian Airlines in Äthiopien abgestürzt, 157 Menschen verloren ihr Leben. Beim Absturz einer Maschine des gleichen Typs waren im Oktober in Indonesien schon 189 Passagiere gestorben. Bis zur Feststellung der Ursache gilt praktisch weltweit ein Flugverbot für diese Flugzeug-Baureihe.

    Ein mit Spannung erwarteter Untersuchungsbericht über den jüngsten Absturz werde möglicherweise im Lauf der Woche veröffentlicht, sagte ein Insider.

    mk/ra

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  • 21.03.2019 Fitch erteilt den Schweizer Versicherungen gute Noten

    Betroffene Wertpapiere

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    Zurich Insur Gr N --- --- --- --- --- ---
    Helvetia Hldg N --- --- --- --- --- ---

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    Fitch erteilt den Schweizer Versicherungen gute Noten

    21.03.2019 | 13:00:01

    Zürich (awp) - Die Kreditratingagentur Fitch stellt dem Schweizer Versicherungssektor ein gutes Zeugnis aus. Die Versicherer hätten 2018 in einem herausfordernden Marktumfeld mit anhaltend tiefen Zinsen und volatilen Finanzmärkten ihre Einnahmen gesteigert, hielt Fitch in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht fest. Der Sektor sei insgesamt stark kapitalisiert.

    Den Schweizer Lebensversicherern sei es gelungen, den Prämienabrieb in dem mit Zinsgarantien belasteten Kollektivlebengeschäft dank Wachstum im Bereich der teilautonomen Sammellösungen zu kompensieren. Laut Fitch dürfte dies auch in Zukunft möglich sein. Allerdings werde sich das Wachstum insgesamt auf einem eher tiefen Niveau bewegen, hiess es.

    Ein Problem seien nicht nur die tiefen Zinsen, auch die volatile Entwicklung an den Finanzmärkten mache den Lebensversicherern zu schaffen. Die allgemein tieferen Kapitalerträge hätten zuletzt eine Aufstockung der Reserven notwendig gemacht, was die Rentabilität der Firmen belaste, so Fitch.

    Dennoch hätten die Lebensversicherer im Jahr davor - also 2017 - im Durchschnitt eine Eigenkapitalrendite von guten 8 Prozent erzielt. Der anlageseitige Druck werde zwar anhalten, doch müssten künftig wohl weniger Reserven stark aufgebaut werden. Fitch geht davon aus, dass sich die Rendite kurz- bis mittelfristig im Bereich von 5 bis 7 Prozent bewegen dürfte.

    Im Schaden- und Haftpflichtgeschäft rechnet Fitch nur mit moderatem Wachstum. Der Markt gilt in der Schweiz als gesättigt und stark umworben. Insbesondere im Motorfahrzeuggeschäft gebe es Überkapazitäten, hiess es.

    Die Versicherer seien aber trotz des Wettbewerbs beim Zeichnen von Sachgeschäft diszipliniert geblieben, was sich auszahle. Die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote habe 2017 gute 95 Prozent betragen und werde künftig wohl weiterhin klar unter der Schwelle von 100 Prozent bleiben, glauben die Fitch-Experten. Liegt der Wert unter 100 Prozent, dann verdient ein Versicherer in diesem Geschäft Geld.

    mk/ra

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  • 18.03.2019 Swiss Re gehört zu Versicherern von Boeing und Ethiopian

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    Swiss Re gehört zu Versicherern von Boeing und Ethiopian

    18.03.2019 | 14:01:16

    Zürich (awp/reu) - Auf den Rückversicherungskonzern Swiss Re könnten nach dem Absturz eines Boeing-Flugzeugs der Ethiopian Airlines vor gut einer Woche Schadenersatzforderungen zukommen.

    Der Konzern gehöre zu Versicherungskonsortien, die sowohl den Flugzeughersteller als auch die Airline versichert hätten, erklärte eine Sprecherin von Siss Re. In beiden Fällen sei Swiss Re nicht der führende Versicherer. Angaben zu den Details der Versicherungsdeckung lehnte die Sprecherin ab.

    Am 10. März war eine Ethiopian-Maschine des Typs Boeing 737 MAX aus bislang ungeklärten Gründen abgestürzt. 157 Menschen kamen dabei ums Leben. Es ist bereits das zweite Unglück mit diesem relativ neuen Flugzeugmodell. Boeing empfahl seinen Kunden, die rund 350 betriebenen Maschinen dieses Typs vorerst am Boden zu lassen, nachdem zuvor bereits zahlreiche nationale Behörden weltweit ein Startverbot verhängt hatten.

    cf/

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  • 14.03.2019 Swiss Re weist tieferes ökonomische Eigenkapital aus

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re weist tieferes ökonomische Eigenkapital aus

    14.03.2019 | 08:44:28

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re weist auf Basis des firmeneigenen Bewertungssystems Economic Value Management (EVM) für 2018 einen Verlust aus. Grund sind die erneut hohen Naturkatastrophenschäden. Konzernchef Christian Mumenthaler hat derweil im letzten Jahr etwas mehr verdient und Präsident Walter Kielholz soll im Amt bestätigt werden.

    Der EVM-Verlust betrug laut Mitteilung vom Donnerstag 693 Millionen US-Dollar nach einem Minus im Vorjahr in Höhe von 9 Millionen. Das EVM-Modell misst Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf einer marktnahen Basis und dient der Steuerung des Geschäfts. Auch die Vergütungen des Managements richten sich danach.

    Die Rechnung belastet haben laut Swiss Re nebst ungünstigen Entwicklungen an den Finanzmärkten erneut verheerende Naturkatastrophen. Nach einem relativ günstigen Schadenverlauf im ersten Semester verwüsteten im zweiten Halbjahr die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" weite Teile an der US-Ostküste. In Japan wüteten die Taifune "Jebi" und "Trami". Swiss Re musste Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar schultern.

    Tieferes ökonomische Kapital

    Das ökonomische Eigenkapital (Economic Net Worth, ENW) sank zum Jahresende auf 36,0 Milliarden Dollar nach einem Wert von 37,7 Milliarden im Jahr davor. Auf das Kapital gedrückt hätten die Dividenden und Aktienrückkaufprogramme im Wert von insgesamt 2,9 Milliarden sowie die Auswirkungen ungünstiger Wechselkursentwicklungen. Auf der Gegenseite habe der Gesamtbeitrag zum ökonomischen Eigenkapital von 2,2 Milliarden die negativen Effekte teilweise ausgeglichen.

    Je Aktie erhöhte sich das ökonomische Eigenkapital auf 119,96 Dollar von zuvor 119,74 Dollar. In Franken rückte die Kennzahl auf 118,20 von 116,67 Franken vor. Das Wachstum des Kapitals habe mit 4,4 Prozent das über den Versicherungszyklus angestrebte Ziel von 10 Prozent im vergangenen Jahr verfehlt, so die Mitteilung.

    Gemessen am Swiss Solvency Test (SST) kann sich Swiss Re auf ein dickes Kapitalpolster stützen. Die SST-Quote liege mit 251 Prozent klar über dem Zielwert von 220 Prozent, hiess es. Allerdings sank sie im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozentpunkte, was Swiss Re mit den Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen begründet.

    Chef verdient etwas mehr

    Im Geschäftsbericht weist Swiss Re auch die an das Management gezahlten Vergütungen aus. Insgesamt erhielt Christian Mumenthaler für 2018 ein Salär in Höhe von 5,81 Millionen Franken, nach 5,23 Millionen im Jahr davor. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz erhielt 3,88 Millionen nach 4,17 Millionen.

    Weiter hat Swiss Re auch noch die Einladung zur Generalversammlung vom 17. April versendet. Wie bereits bekannt, schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 5,60 Franken je Aktie vor. Das sind 60 Rappen mehr als im letzten Jahr.

    Ausserdem hat die Gruppe ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. In einer ersten Tranche sollen Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Franken zurückgekauft werden, was kurz nach der GV beginnen soll. Danach könnte eine zweite Tranche von ebenfalls bis zu 1 Milliarde folgen, je nachdem wie hoch das Überschusskapital sein wird. Dies sei unter anderem abhängig davon, ob die Tochter Reassure an die Börse gebracht wird.

    Nun ist auch klar, dass Präsident Walter Kielholz zumindest für ein weiteres Jahr an der Spitze des Konzerns bleiben möchte. Der Verwaltungsrat schlägt ihn der Generalversammlung zur Wiederwahl vor.

    mk/yr

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  • 24.02.2019 Presseschau vom Wochenende 8 (23./24. Februar)

    Presseschau vom Wochenende 8 (23./24. Februar)

    24.02.2019 | 18:33:46

    Zürich (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    UBS: Die Printmedien befassen sich am Wochenende umfangreich mit dem Steuerstreit der Grossbank in Frankreich und der in erster Instanz verhängten Rekordstrafe. Die "Sonntagszeitung" schreibt: Es gebe bisher keinen Zeugen, der sagt, er sei von UBS-Bankern in Frankreich dazu überredet worden, sein unversteuertes Geld in die Schweiz zu bringen. Das könnte sich jedoch bald ändern. Vor dem Bundesgericht sei ein Fall hängig, bei dem es um die Herausgabe der Daten von 45'000 Kundenbeziehungen an Frankreich geht. Die Eidgenössische Steuerverwaltung wolle diese im Rahmen der Amtshilfe liefern. Die französischen Strafbehörden erhoffen sich von den Daten genauere Angaben zu unversteuerten Konten. Die UBS befürchtet, dass die Daten auch im laufenden Strafverfahren gegen sie eingesetzt würden, schreibt die Zeitung. Bisher sei es der Grossbank gelungen, sich der Herausgabe der Daten zu widersetzen: Das Bundesverwaltungsgericht hat die Datenherausgabe im vergangenen Jahr unterbunden. Dagegen hat die Eidgenössische Steuerverwaltung rekurriert. Das letztinstanzliche Urteil wird laut SoZ in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet. (SoZ, S.36)

    ROCHE: Der Schweizer Pharmakonzern steht einem Medienbericht zufolge kurz vor einem milliardenschweren Zukauf in den USA. Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Roche an Spark Therapeutics interessiert sei. Der Konzern wolle für das Biotechnologie-Unternehmen fast fünf Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Sparks Marktbewertung betrug zum Handelsende am Freitag allerdings lediglich knapp zwei Milliarden Dollar. Der Zukauf könnte am Montag oder bereits früher angekündigt werden, heisst es. Es sei jedoch auch noch möglich, dass die Verhandlungen scheiterten und keine Transaktion zustande komme. (WSJ; siehe auch separate Meldung)

    SWISS RE: Walter Kielholz will laut "Sonntagszeitung" erneut als Verwaltungsratspräsident des Rückversicherungskonzerns Swiss Re kandidieren. Er trete an der Generalversammlung im April nochmals an, schreibt sie und beruft sich dabei auf "eine sichere Quelle". Der Manager sitze schon seit 21 Jahren im Verwaltungsrat, und sei schon seit zehn Jahren dessen Präsident. An seiner langen Amtszeit sei daher bereits Kritik laut geworden. (SoZ, S.40)

    LAFARGEHOLCIM: Der Zementkonzern hat in der letzten Dezemberwoche bei der Untersuchungskammer des Pariser Appellationsgerichts Einsprache gegen Ermittlungen der französischen Justiz eingereicht. Ein Unternehmenssprecher bestätigt dies gegenüber der "Sonntagszeitung". Am 28. Juni 2018 hatten die Justizbehörden in Paris gegen die französische Tochtergesellschaft Lafarge SA eine Ermittlung gestartet wegen Terrorfinanzierung, Komplizenschaft bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Gefährdung von Leben anderer und Missachtung von EU-Sanktionen gegen islamistische Gruppierungen in Syrien, wie die Zeitung weiter schreibt. 2017 hatte LafargeHolcim eingeräumt, dass die örtlichen Verantwortlichen in der syrischen Zementfabrik Jalabiya von Lafarge in den Jahren 2013 und 2014 Schutz- und Lösegelder an islamistische Terrorgruppen in Syrien gezahlt hätten. (SoZ, S.38)

    CLARIANT: Die Auflösung der Aktionärsgruppe um die früheren Süd-Chemie-Eigner wird, sofern von Dauer, Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Verwaltungsrats bei Clariant haben, schreibt "Finanz und Wirtschaft". Die Aktionärsgruppe der einstigen Eigentümerfamilien von Süd-Chemie, 2011 vom Schweizer Spezialchemiekonzern übernommen, habe sich "still und heimlich" aufgelöst. Die Gruppe war mit rund 14 Prozent Anteil jahrelang der grösste Einzelaktionär von Clariant - bis im vergangenen Jahr Sabic aus Saudi-Arabien als neuer Grossaktionär mit rund 25 Prozent eingestiegen ist. Die früheren Süd-Chemie-Eigner sind aktuell noch mit zwei Verwaltungsräten vertreten. (FuW, S.6)

    NESTLÉ: Der Lebensmittelkonzern kritisiert das Angebot von Milchdrinks, Riegeln und Joghurts, die mit Eiweiss angereichert sind. Stefan Palzer, Forschungschef und Konzernleitungsmitglied bei Nestlé, sagte der "Sonntagszeitung": "In unseren Breitengraden macht ein Proteinzusatz in der Ernährung nur bedingt Sinn, vorausgesetzt, man ernährt sich ausgewogen. In Milch und Käse nehmen wir genügend Protein auf." Einzig für spezielle Bevölkerungsgruppen - etwa ältere Personen - sowie in Schwellenländern, wo gewisse Bevölkerungsschichten an Proteinmangel litten, hält Palzer Proteinzusätze für sinnvoll. Nestlé teile damit die Kritik der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Das Unternehmen führt selbst einige Produkte, um einen Proteinmangel zu decken, wie die Zeitung schreibt. (SoZ, S.37)

    VALORA: Der Kioskbetreiber steht nicht auf dem Einkaufszettel von Coop, wie die "Sonntagszeitung" berichtet. Spekulationen von Mitte Januar, der Detailhandelsriese habe Interesse an Valora, seien falsch, wie aus der obersten Führungsetage zu vernehmen sei. Natürlich würde Coop gerne einzelne gut gelegene Standorte von Valora übernehmen, aber sicher nicht den Konzern als Ganzes, sagt ein Topmanager der Zeitung. Brezelkönig etwa halte er für attraktiv, aber diese Takeaway-Tochterfirma wolle Valora nicht verkaufen. Valora-Chef Michael Mueller stellt indes klar, dass nicht Valora Urheber des Gerüchts sei. (SoZ, S.37)

    PANALPINA: Der Logistikkonzern führt derzeit Gespräche mit dem Logistikkonzern Agility Group aus Kuwait über einen möglichen Schulterschluss. Nun sagte Agility-Finanzchef Ehab Aziz an einem Webcast zu den Jahreszahlen für 2018 laut "Finanz und Wirtschaft": "Es ist zu früh, um über Strategien und Bewertungen zu sprechen oder darüber, wer wen kauft." Später entgegnete er auf eine Frage zu Panalpina: "Ich habe nicht gesagt, dass wir verkaufen." Die Diskussionen mit Panalpina seien jedoch von industrieller Logik getrieben. Es gehe um eine mögliche Kombination der Logistikaktivitäten, um nichts anderes. (FuW, S.6)

    SPITÄLER: In den Verwaltungsräten von Spitälern dominieren laut Meldungen der "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" Ärzte, Politiker und Anwälte. Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine Studie der aktuellsten Geschäftsberichte. Die Zusammensetzung der obersten Führungsgremien von Spitälern stünde im scharfen Kontrast zum Rest der Wirtschaft. Dort wiesen zwei von drei Verwaltungsratsmitgliedern auch Erfahrungen in einer Geschäftsleitung auf. In den Aufsichtsgremien von Spitälern seien dagegen viel seltener ehemalige oder aktuelle Geschäftsleitungsmitglieder zu finden. Experten sähen in der ungenügenden Durchmischung der Verwaltungsräte einen wichtigen Grund für die hohen Kosten der Spitäler. ("Ostschweiz am Sonntag"/"Zentralschweiz am Sonntag")

    COOP: Ab März wird Coop laut dem "Sonntagsblick" aus dem sogenannten UN Global Compact austreten, einem Pakt der Uno zur Vermeidung von Machtmissbrauch bei Firmen. Derzeit machten rund 150 Schweizer Firmen dabei mit. Antonio Hautle, der Direktor bei Global Compact Switzerland, bestätigt diesen Umstand der Zeitung. Als Hauptgrund für diese Vorgehensweise wird vermutet, dass es um einen obligatorischen Geldbeitrag gehe. "Wir sind überzeugt, dass wir den besten Beitrag an eine nachhaltige Entwicklung leisten, wenn wir uns direkt für Projekte in der Schweiz und im Ausland engagieren", rechtfertigt sich Coop auf Anfrage der Zeitung. Man unterstütze aber die Prinzipien des UN Global Compact und werde sich auch weiterhin daran orientieren. ("Sonntagsblick")

    SBB: Die Schweizerischen Bundesbahnen benutzen laut der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche" lediglich eine grobe Methode, um die Pünktlichkeit ihrer Züge zu bestimmen. Diese basiere auf der elektronischen Kontrolle von Fahrscheinen im Zug. Daher wichen die Pünktlichkeitswerte von den SBB auch von anderen Datenquellen ab. Die SBB geben gegenüber der Zeitung an, dass ihre Methode mit einer Fehlerquote von ungefähr zehn Prozent behaftet ist. Es ginge jedoch bei den Daten vielmehr um eine interne Angelegenheit, die zur Behebung von Problemen diene. ("Le Matin Dimanche")

    ARBEITSMARKT: Laut dem "Sonntagsblick" lassen sich immer mehr Stellensuchende ihr Schweizer Arbeitslosengeld in ein EU-Land auszahlen. Vor fünf Jahren wurden 1530 Gesuche für einen solchen Leistungsexport bewilligt - im Jahr 2018 seien es bereits 3540 gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. Experten vermuteten, dass die bessere Wirtschaftslage in den europäischen Ländern ein Faktor für diese Entwicklung sei. Früher mussten gekündigte Personen zudem zuerst in der Schweiz auf Stellensuche gehen, bevor die Bewilligung eines Leistungsexports infrage kam. Neu sei dies auch direkt nach dem Jobverlust möglich. Darüber hinaus werde der Leistungsexport bei den Stellensuchenden bekannter. Das Schweizer Arbeitslosengeld sei im vergangenen Jahr mit 1003 Fällen am meisten über die Arbeitsämter in Portugal bezogen worden. Auf deutschen Arbeitsämtern seien es 575 Personen gewesen. ("Sonntagsblick")

    ys/

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  • 21.02.2019 Swiss Re erholt sich 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres

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    Swiss Re erholt sich 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres

    21.02.2019 | 18:53:18

    (Zusammenfassung mit Aktienschlusskurs ergänzt)

    Zürich (awp) - Die Swiss Re hat sich im 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres erholt, das für die Versicherungsbranche das teuerste Jahr der Geschichte gewesen war. Allerdings blieb der Gewinn wegen erneut teuren Naturkatastrophen deutlich unter den Erwartungen. Die Aktionäre freuten sich dennoch über hohe Ausschüttungen.

    Insgesamt kletterte der Gewinn im vergangenen Jahr auf 421 Millionen US-Dollar, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag bekannt gab. Im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt musste die Swiss Re Katastrophenschäden von 4,7 Milliarden Dollar stemmen.

    Allerdings schlugen auch 2018 happige Katastrophenschäden zu Buche. 2018 sei für die gesamte Versicherungsbranche mit Katastrophenschäden von 81 Milliarden Dollar das viertteuerste Jahr überhaupt, sagte Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Und dies nach dem Jahr 2017, das mit 150 Milliarden Dollar das teuerste Jahr in der Geschichte gewesen war.

    Höhere Schäden als erwartet

    Alleine die Swiss Re musste im letzten Jahr Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar übernehmen. Nach einem relativ günstigen Schadenverlauf im ersten Semester zogen im zweiten Halbjahr die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" in den USA sowie die Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan eine Schneise der Verwüstung.

    Ebenfalls in den USA wüteten mehrere verheerende Feuersbrünste, die zehntausende von Menschen in die Flucht trieben. In Kanada sorgte ein Sturm für grosse Schäden, in Australien war es ein Hagelsturm. Hinzu kam der Brückeneinsturz in Genua.

    Überdies hinterliess der Börsentaucher im Schlussquartal Kratzer im Ergebnis. Zudem wurde der Reingewinn durch eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards US-GAAP belastet. Diese schlug mit 599 Millionen Dollar vor Steuern zu Buche. Ohne die Änderung hätte der Konzern einen Reingewinn von 894 Millionen Dollar eingefahren.

    Aber auch damit wäre die Swiss Re noch weit von früheren Gewinnhöhen entfernt. In den Jahren 2012 bis 2016 hatten beim Rückversicherer unter dem Strich jeweils Reingewinne von 3,5 bis 4,6 Milliarden in der Kasse geklingelt.

    Kein Trend

    "Wenn die Jahre gut sind, übertreffen wir unsere Ziele, wenn die Jahre schlecht sind, liegen wir drunter. Wir sehen uns als Zentralbank der Versicherungen. Wir sind die Schockabsorbierer des Systems", sagte Mumenthaler. Bei hohen Katastrophenschäden sei das die Art der Resultate, die man erwarten müsse.

    Einen Trend aus den letzten Jahren ableiten, wollte Mumenthaler nicht. "Wir glauben, die Katastrophen sind zufällig über die Zeitachse verteilt." Der Klimawandel habe zwar einen Einfluss, der sei aber graduell über die Zeit. Die Katastrophen hätten eine natürliche Volatilität, die den Mustern der letzten 100 Jahre entspreche.

    Dennoch: Tendenziell sei künftig mit steigenden Schäden zu rechnen, sagte Mumenthaler. Dazu trage unter anderem das Wirtschaftswachstum bei und die Tatsache, dass immer mehr Menschen in gefährdeten Gebieten wohnen würden.

    Aktie geht hoch

    Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Analysten verfehlt. Dennoch spendeten die Investoren Applaus und liessen die Aktie um 0,5 Prozent auf 97,92 Franken klettern, während der Gesamtmarkt SMI lediglich um 0,2 Prozent stieg.

    Denn die Swiss Re will einen Geldregen über den Aktionären ausschütten. So wird die Dividende um 12 Prozent erhöht und ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, nachdem das alte erst Anfang Woche abgeschlossen war.

    Positiver Ausblick

    "Alles in allem ist mein Ausblick für 2019 positiv", sagte Mumenthaler. Mit der Erneuerungsrunde im Januar sei er sehr zufrieden. Man habe leicht höhere Preise durchsetzen und das Volumen kräftig ausbauen können.

    Sorgenkind bleibt allerdings die Firmenversicherungssparte Corporate Solutions. Diese konnte im vergangenen Jahr den Verlust zwar deutlich von 741 Millionen auf noch 405 Millionen Dollar eindämmen. Aber die Lage auf dem Markt für Firmenversicherungen sei immer noch schwierig, vergleichbar mit den Jahren 2000 und 2001 nach dem Platzen der Internetblase, sagte der Swiss Re-Chef.

    Die Preise seien seit 2012 um ein Fünftel gefallen. Da sei die Preiserhöhung von 3 Prozent im vergangenen Jahr nicht genug, sagte Mumenthaler. "Wir kämpfen für höhere Preise."

    jb/mk

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG