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  • 21.03.2019 Fitch erteilt den Schweizer Versicherungen gute Noten

    Betroffene Wertpapiere

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    Fitch erteilt den Schweizer Versicherungen gute Noten

    21.03.2019 | 12:00:01

    Zürich (awp) - Die Kreditratingagentur Fitch stellt dem Schweizer Versicherungssektor ein gutes Zeugnis aus. Die Versicherer hätten 2018 in einem herausfordernden Marktumfeld mit anhaltend tiefen Zinsen und volatilen Finanzmärkten ihre Einnahmen gesteigert, hielt Fitch in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht fest. Der Sektor sei insgesamt stark kapitalisiert.

    Den Schweizer Lebensversicherern sei es gelungen, den Prämienabrieb in dem mit Zinsgarantien belasteten Kollektivlebengeschäft dank Wachstum im Bereich der teilautonomen Sammellösungen zu kompensieren. Laut Fitch dürfte dies auch in Zukunft möglich sein. Allerdings werde sich das Wachstum insgesamt auf einem eher tiefen Niveau bewegen, hiess es.

    Ein Problem seien nicht nur die tiefen Zinsen, auch die volatile Entwicklung an den Finanzmärkten mache den Lebensversicherern zu schaffen. Die allgemein tieferen Kapitalerträge hätten zuletzt eine Aufstockung der Reserven notwendig gemacht, was die Rentabilität der Firmen belaste, so Fitch.

    Dennoch hätten die Lebensversicherer im Jahr davor - also 2017 - im Durchschnitt eine Eigenkapitalrendite von guten 8 Prozent erzielt. Der anlageseitige Druck werde zwar anhalten, doch müssten künftig wohl weniger Reserven stark aufgebaut werden. Fitch geht davon aus, dass sich die Rendite kurz- bis mittelfristig im Bereich von 5 bis 7 Prozent bewegen dürfte.

    Im Schaden- und Haftpflichtgeschäft rechnet Fitch nur mit moderatem Wachstum. Der Markt gilt in der Schweiz als gesättigt und stark umworben. Insbesondere im Motorfahrzeuggeschäft gebe es Überkapazitäten, hiess es.

    Die Versicherer seien aber trotz des Wettbewerbs beim Zeichnen von Sachgeschäft diszipliniert geblieben, was sich auszahle. Die durchschnittliche Schaden-Kosten-Quote habe 2017 gute 95 Prozent betragen und werde künftig wohl weiterhin klar unter der Schwelle von 100 Prozent bleiben, glauben die Fitch-Experten. Liegt der Wert unter 100 Prozent, dann verdient ein Versicherer in diesem Geschäft Geld.

    mk/ra

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  • 18.03.2019 Swiss Re gehört zu Versicherern von Boeing und Ethiopian

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re gehört zu Versicherern von Boeing und Ethiopian

    18.03.2019 | 13:01:16

    Zürich (awp/reu) - Auf den Rückversicherungskonzern Swiss Re könnten nach dem Absturz eines Boeing-Flugzeugs der Ethiopian Airlines vor gut einer Woche Schadenersatzforderungen zukommen.

    Der Konzern gehöre zu Versicherungskonsortien, die sowohl den Flugzeughersteller als auch die Airline versichert hätten, erklärte eine Sprecherin von Siss Re. In beiden Fällen sei Swiss Re nicht der führende Versicherer. Angaben zu den Details der Versicherungsdeckung lehnte die Sprecherin ab.

    Am 10. März war eine Ethiopian-Maschine des Typs Boeing 737 MAX aus bislang ungeklärten Gründen abgestürzt. 157 Menschen kamen dabei ums Leben. Es ist bereits das zweite Unglück mit diesem relativ neuen Flugzeugmodell. Boeing empfahl seinen Kunden, die rund 350 betriebenen Maschinen dieses Typs vorerst am Boden zu lassen, nachdem zuvor bereits zahlreiche nationale Behörden weltweit ein Startverbot verhängt hatten.

    cf/

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  • 14.03.2019 Swiss Re weist tieferes ökonomische Eigenkapital aus

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re N 97.62 -0.24 -0.25% 100.40 84.20 1'164'142

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    Swiss Re weist tieferes ökonomische Eigenkapital aus

    14.03.2019 | 07:44:28

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re weist auf Basis des firmeneigenen Bewertungssystems Economic Value Management (EVM) für 2018 einen Verlust aus. Grund sind die erneut hohen Naturkatastrophenschäden. Konzernchef Christian Mumenthaler hat derweil im letzten Jahr etwas mehr verdient und Präsident Walter Kielholz soll im Amt bestätigt werden.

    Der EVM-Verlust betrug laut Mitteilung vom Donnerstag 693 Millionen US-Dollar nach einem Minus im Vorjahr in Höhe von 9 Millionen. Das EVM-Modell misst Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf einer marktnahen Basis und dient der Steuerung des Geschäfts. Auch die Vergütungen des Managements richten sich danach.

    Die Rechnung belastet haben laut Swiss Re nebst ungünstigen Entwicklungen an den Finanzmärkten erneut verheerende Naturkatastrophen. Nach einem relativ günstigen Schadenverlauf im ersten Semester verwüsteten im zweiten Halbjahr die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" weite Teile an der US-Ostküste. In Japan wüteten die Taifune "Jebi" und "Trami". Swiss Re musste Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar schultern.

    Tieferes ökonomische Kapital

    Das ökonomische Eigenkapital (Economic Net Worth, ENW) sank zum Jahresende auf 36,0 Milliarden Dollar nach einem Wert von 37,7 Milliarden im Jahr davor. Auf das Kapital gedrückt hätten die Dividenden und Aktienrückkaufprogramme im Wert von insgesamt 2,9 Milliarden sowie die Auswirkungen ungünstiger Wechselkursentwicklungen. Auf der Gegenseite habe der Gesamtbeitrag zum ökonomischen Eigenkapital von 2,2 Milliarden die negativen Effekte teilweise ausgeglichen.

    Je Aktie erhöhte sich das ökonomische Eigenkapital auf 119,96 Dollar von zuvor 119,74 Dollar. In Franken rückte die Kennzahl auf 118,20 von 116,67 Franken vor. Das Wachstum des Kapitals habe mit 4,4 Prozent das über den Versicherungszyklus angestrebte Ziel von 10 Prozent im vergangenen Jahr verfehlt, so die Mitteilung.

    Gemessen am Swiss Solvency Test (SST) kann sich Swiss Re auf ein dickes Kapitalpolster stützen. Die SST-Quote liege mit 251 Prozent klar über dem Zielwert von 220 Prozent, hiess es. Allerdings sank sie im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozentpunkte, was Swiss Re mit den Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen begründet.

    Chef verdient etwas mehr

    Im Geschäftsbericht weist Swiss Re auch die an das Management gezahlten Vergütungen aus. Insgesamt erhielt Christian Mumenthaler für 2018 ein Salär in Höhe von 5,81 Millionen Franken, nach 5,23 Millionen im Jahr davor. Der langjährige Verwaltungsratspräsident Walter Kielholz erhielt 3,88 Millionen nach 4,17 Millionen.

    Weiter hat Swiss Re auch noch die Einladung zur Generalversammlung vom 17. April versendet. Wie bereits bekannt, schlägt der Verwaltungsrat die Ausschüttung einer Dividende von 5,60 Franken je Aktie vor. Das sind 60 Rappen mehr als im letzten Jahr.

    Ausserdem hat die Gruppe ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt. In einer ersten Tranche sollen Aktien im Wert von bis zu 1 Milliarde Franken zurückgekauft werden, was kurz nach der GV beginnen soll. Danach könnte eine zweite Tranche von ebenfalls bis zu 1 Milliarde folgen, je nachdem wie hoch das Überschusskapital sein wird. Dies sei unter anderem abhängig davon, ob die Tochter Reassure an die Börse gebracht wird.

    Nun ist auch klar, dass Präsident Walter Kielholz zumindest für ein weiteres Jahr an der Spitze des Konzerns bleiben möchte. Der Verwaltungsrat schlägt ihn der Generalversammlung zur Wiederwahl vor.

    mk/yr

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  • 24.02.2019 Presseschau vom Wochenende 8 (23./24. Februar)

    Presseschau vom Wochenende 8 (23./24. Februar)

    24.02.2019 | 17:33:46

    Zürich (awp/sda) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    UBS: Die Printmedien befassen sich am Wochenende umfangreich mit dem Steuerstreit der Grossbank in Frankreich und der in erster Instanz verhängten Rekordstrafe. Die "Sonntagszeitung" schreibt: Es gebe bisher keinen Zeugen, der sagt, er sei von UBS-Bankern in Frankreich dazu überredet worden, sein unversteuertes Geld in die Schweiz zu bringen. Das könnte sich jedoch bald ändern. Vor dem Bundesgericht sei ein Fall hängig, bei dem es um die Herausgabe der Daten von 45'000 Kundenbeziehungen an Frankreich geht. Die Eidgenössische Steuerverwaltung wolle diese im Rahmen der Amtshilfe liefern. Die französischen Strafbehörden erhoffen sich von den Daten genauere Angaben zu unversteuerten Konten. Die UBS befürchtet, dass die Daten auch im laufenden Strafverfahren gegen sie eingesetzt würden, schreibt die Zeitung. Bisher sei es der Grossbank gelungen, sich der Herausgabe der Daten zu widersetzen: Das Bundesverwaltungsgericht hat die Datenherausgabe im vergangenen Jahr unterbunden. Dagegen hat die Eidgenössische Steuerverwaltung rekurriert. Das letztinstanzliche Urteil wird laut SoZ in den nächsten Tagen oder Wochen erwartet. (SoZ, S.36)

    ROCHE: Der Schweizer Pharmakonzern steht einem Medienbericht zufolge kurz vor einem milliardenschweren Zukauf in den USA. Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Roche an Spark Therapeutics interessiert sei. Der Konzern wolle für das Biotechnologie-Unternehmen fast fünf Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Sparks Marktbewertung betrug zum Handelsende am Freitag allerdings lediglich knapp zwei Milliarden Dollar. Der Zukauf könnte am Montag oder bereits früher angekündigt werden, heisst es. Es sei jedoch auch noch möglich, dass die Verhandlungen scheiterten und keine Transaktion zustande komme. (WSJ; siehe auch separate Meldung)

    SWISS RE: Walter Kielholz will laut "Sonntagszeitung" erneut als Verwaltungsratspräsident des Rückversicherungskonzerns Swiss Re kandidieren. Er trete an der Generalversammlung im April nochmals an, schreibt sie und beruft sich dabei auf "eine sichere Quelle". Der Manager sitze schon seit 21 Jahren im Verwaltungsrat, und sei schon seit zehn Jahren dessen Präsident. An seiner langen Amtszeit sei daher bereits Kritik laut geworden. (SoZ, S.40)

    LAFARGEHOLCIM: Der Zementkonzern hat in der letzten Dezemberwoche bei der Untersuchungskammer des Pariser Appellationsgerichts Einsprache gegen Ermittlungen der französischen Justiz eingereicht. Ein Unternehmenssprecher bestätigt dies gegenüber der "Sonntagszeitung". Am 28. Juni 2018 hatten die Justizbehörden in Paris gegen die französische Tochtergesellschaft Lafarge SA eine Ermittlung gestartet wegen Terrorfinanzierung, Komplizenschaft bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Gefährdung von Leben anderer und Missachtung von EU-Sanktionen gegen islamistische Gruppierungen in Syrien, wie die Zeitung weiter schreibt. 2017 hatte LafargeHolcim eingeräumt, dass die örtlichen Verantwortlichen in der syrischen Zementfabrik Jalabiya von Lafarge in den Jahren 2013 und 2014 Schutz- und Lösegelder an islamistische Terrorgruppen in Syrien gezahlt hätten. (SoZ, S.38)

    CLARIANT: Die Auflösung der Aktionärsgruppe um die früheren Süd-Chemie-Eigner wird, sofern von Dauer, Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Verwaltungsrats bei Clariant haben, schreibt "Finanz und Wirtschaft". Die Aktionärsgruppe der einstigen Eigentümerfamilien von Süd-Chemie, 2011 vom Schweizer Spezialchemiekonzern übernommen, habe sich "still und heimlich" aufgelöst. Die Gruppe war mit rund 14 Prozent Anteil jahrelang der grösste Einzelaktionär von Clariant - bis im vergangenen Jahr Sabic aus Saudi-Arabien als neuer Grossaktionär mit rund 25 Prozent eingestiegen ist. Die früheren Süd-Chemie-Eigner sind aktuell noch mit zwei Verwaltungsräten vertreten. (FuW, S.6)

    NESTLÉ: Der Lebensmittelkonzern kritisiert das Angebot von Milchdrinks, Riegeln und Joghurts, die mit Eiweiss angereichert sind. Stefan Palzer, Forschungschef und Konzernleitungsmitglied bei Nestlé, sagte der "Sonntagszeitung": "In unseren Breitengraden macht ein Proteinzusatz in der Ernährung nur bedingt Sinn, vorausgesetzt, man ernährt sich ausgewogen. In Milch und Käse nehmen wir genügend Protein auf." Einzig für spezielle Bevölkerungsgruppen - etwa ältere Personen - sowie in Schwellenländern, wo gewisse Bevölkerungsschichten an Proteinmangel litten, hält Palzer Proteinzusätze für sinnvoll. Nestlé teile damit die Kritik der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Das Unternehmen führt selbst einige Produkte, um einen Proteinmangel zu decken, wie die Zeitung schreibt. (SoZ, S.37)

    VALORA: Der Kioskbetreiber steht nicht auf dem Einkaufszettel von Coop, wie die "Sonntagszeitung" berichtet. Spekulationen von Mitte Januar, der Detailhandelsriese habe Interesse an Valora, seien falsch, wie aus der obersten Führungsetage zu vernehmen sei. Natürlich würde Coop gerne einzelne gut gelegene Standorte von Valora übernehmen, aber sicher nicht den Konzern als Ganzes, sagt ein Topmanager der Zeitung. Brezelkönig etwa halte er für attraktiv, aber diese Takeaway-Tochterfirma wolle Valora nicht verkaufen. Valora-Chef Michael Mueller stellt indes klar, dass nicht Valora Urheber des Gerüchts sei. (SoZ, S.37)

    PANALPINA: Der Logistikkonzern führt derzeit Gespräche mit dem Logistikkonzern Agility Group aus Kuwait über einen möglichen Schulterschluss. Nun sagte Agility-Finanzchef Ehab Aziz an einem Webcast zu den Jahreszahlen für 2018 laut "Finanz und Wirtschaft": "Es ist zu früh, um über Strategien und Bewertungen zu sprechen oder darüber, wer wen kauft." Später entgegnete er auf eine Frage zu Panalpina: "Ich habe nicht gesagt, dass wir verkaufen." Die Diskussionen mit Panalpina seien jedoch von industrieller Logik getrieben. Es gehe um eine mögliche Kombination der Logistikaktivitäten, um nichts anderes. (FuW, S.6)

    SPITÄLER: In den Verwaltungsräten von Spitälern dominieren laut Meldungen der "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" Ärzte, Politiker und Anwälte. Die Zeitungen berufen sich dabei auf eine Studie der aktuellsten Geschäftsberichte. Die Zusammensetzung der obersten Führungsgremien von Spitälern stünde im scharfen Kontrast zum Rest der Wirtschaft. Dort wiesen zwei von drei Verwaltungsratsmitgliedern auch Erfahrungen in einer Geschäftsleitung auf. In den Aufsichtsgremien von Spitälern seien dagegen viel seltener ehemalige oder aktuelle Geschäftsleitungsmitglieder zu finden. Experten sähen in der ungenügenden Durchmischung der Verwaltungsräte einen wichtigen Grund für die hohen Kosten der Spitäler. ("Ostschweiz am Sonntag"/"Zentralschweiz am Sonntag")

    COOP: Ab März wird Coop laut dem "Sonntagsblick" aus dem sogenannten UN Global Compact austreten, einem Pakt der Uno zur Vermeidung von Machtmissbrauch bei Firmen. Derzeit machten rund 150 Schweizer Firmen dabei mit. Antonio Hautle, der Direktor bei Global Compact Switzerland, bestätigt diesen Umstand der Zeitung. Als Hauptgrund für diese Vorgehensweise wird vermutet, dass es um einen obligatorischen Geldbeitrag gehe. "Wir sind überzeugt, dass wir den besten Beitrag an eine nachhaltige Entwicklung leisten, wenn wir uns direkt für Projekte in der Schweiz und im Ausland engagieren", rechtfertigt sich Coop auf Anfrage der Zeitung. Man unterstütze aber die Prinzipien des UN Global Compact und werde sich auch weiterhin daran orientieren. ("Sonntagsblick")

    SBB: Die Schweizerischen Bundesbahnen benutzen laut der Westschweizer Zeitung "Le Matin Dimanche" lediglich eine grobe Methode, um die Pünktlichkeit ihrer Züge zu bestimmen. Diese basiere auf der elektronischen Kontrolle von Fahrscheinen im Zug. Daher wichen die Pünktlichkeitswerte von den SBB auch von anderen Datenquellen ab. Die SBB geben gegenüber der Zeitung an, dass ihre Methode mit einer Fehlerquote von ungefähr zehn Prozent behaftet ist. Es ginge jedoch bei den Daten vielmehr um eine interne Angelegenheit, die zur Behebung von Problemen diene. ("Le Matin Dimanche")

    ARBEITSMARKT: Laut dem "Sonntagsblick" lassen sich immer mehr Stellensuchende ihr Schweizer Arbeitslosengeld in ein EU-Land auszahlen. Vor fünf Jahren wurden 1530 Gesuche für einen solchen Leistungsexport bewilligt - im Jahr 2018 seien es bereits 3540 gewesen. Die Zeitung beruft sich dabei auf Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco. Experten vermuteten, dass die bessere Wirtschaftslage in den europäischen Ländern ein Faktor für diese Entwicklung sei. Früher mussten gekündigte Personen zudem zuerst in der Schweiz auf Stellensuche gehen, bevor die Bewilligung eines Leistungsexports infrage kam. Neu sei dies auch direkt nach dem Jobverlust möglich. Darüber hinaus werde der Leistungsexport bei den Stellensuchenden bekannter. Das Schweizer Arbeitslosengeld sei im vergangenen Jahr mit 1003 Fällen am meisten über die Arbeitsämter in Portugal bezogen worden. Auf deutschen Arbeitsämtern seien es 575 Personen gewesen. ("Sonntagsblick")

    ys/

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  • 21.02.2019 Swiss Re erholt sich 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re erholt sich 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres

    21.02.2019 | 17:53:18

    (Zusammenfassung mit Aktienschlusskurs ergänzt)

    Zürich (awp) - Die Swiss Re hat sich im 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres erholt, das für die Versicherungsbranche das teuerste Jahr der Geschichte gewesen war. Allerdings blieb der Gewinn wegen erneut teuren Naturkatastrophen deutlich unter den Erwartungen. Die Aktionäre freuten sich dennoch über hohe Ausschüttungen.

    Insgesamt kletterte der Gewinn im vergangenen Jahr auf 421 Millionen US-Dollar, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag bekannt gab. Im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt musste die Swiss Re Katastrophenschäden von 4,7 Milliarden Dollar stemmen.

    Allerdings schlugen auch 2018 happige Katastrophenschäden zu Buche. 2018 sei für die gesamte Versicherungsbranche mit Katastrophenschäden von 81 Milliarden Dollar das viertteuerste Jahr überhaupt, sagte Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Und dies nach dem Jahr 2017, das mit 150 Milliarden Dollar das teuerste Jahr in der Geschichte gewesen war.

    Höhere Schäden als erwartet

    Alleine die Swiss Re musste im letzten Jahr Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar übernehmen. Nach einem relativ günstigen Schadenverlauf im ersten Semester zogen im zweiten Halbjahr die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" in den USA sowie die Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan eine Schneise der Verwüstung.

    Ebenfalls in den USA wüteten mehrere verheerende Feuersbrünste, die zehntausende von Menschen in die Flucht trieben. In Kanada sorgte ein Sturm für grosse Schäden, in Australien war es ein Hagelsturm. Hinzu kam der Brückeneinsturz in Genua.

    Überdies hinterliess der Börsentaucher im Schlussquartal Kratzer im Ergebnis. Zudem wurde der Reingewinn durch eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards US-GAAP belastet. Diese schlug mit 599 Millionen Dollar vor Steuern zu Buche. Ohne die Änderung hätte der Konzern einen Reingewinn von 894 Millionen Dollar eingefahren.

    Aber auch damit wäre die Swiss Re noch weit von früheren Gewinnhöhen entfernt. In den Jahren 2012 bis 2016 hatten beim Rückversicherer unter dem Strich jeweils Reingewinne von 3,5 bis 4,6 Milliarden in der Kasse geklingelt.

    Kein Trend

    "Wenn die Jahre gut sind, übertreffen wir unsere Ziele, wenn die Jahre schlecht sind, liegen wir drunter. Wir sehen uns als Zentralbank der Versicherungen. Wir sind die Schockabsorbierer des Systems", sagte Mumenthaler. Bei hohen Katastrophenschäden sei das die Art der Resultate, die man erwarten müsse.

    Einen Trend aus den letzten Jahren ableiten, wollte Mumenthaler nicht. "Wir glauben, die Katastrophen sind zufällig über die Zeitachse verteilt." Der Klimawandel habe zwar einen Einfluss, der sei aber graduell über die Zeit. Die Katastrophen hätten eine natürliche Volatilität, die den Mustern der letzten 100 Jahre entspreche.

    Dennoch: Tendenziell sei künftig mit steigenden Schäden zu rechnen, sagte Mumenthaler. Dazu trage unter anderem das Wirtschaftswachstum bei und die Tatsache, dass immer mehr Menschen in gefährdeten Gebieten wohnen würden.

    Aktie geht hoch

    Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Analysten verfehlt. Dennoch spendeten die Investoren Applaus und liessen die Aktie um 0,5 Prozent auf 97,92 Franken klettern, während der Gesamtmarkt SMI lediglich um 0,2 Prozent stieg.

    Denn die Swiss Re will einen Geldregen über den Aktionären ausschütten. So wird die Dividende um 12 Prozent erhöht und ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, nachdem das alte erst Anfang Woche abgeschlossen war.

    Positiver Ausblick

    "Alles in allem ist mein Ausblick für 2019 positiv", sagte Mumenthaler. Mit der Erneuerungsrunde im Januar sei er sehr zufrieden. Man habe leicht höhere Preise durchsetzen und das Volumen kräftig ausbauen können.

    Sorgenkind bleibt allerdings die Firmenversicherungssparte Corporate Solutions. Diese konnte im vergangenen Jahr den Verlust zwar deutlich von 741 Millionen auf noch 405 Millionen Dollar eindämmen. Aber die Lage auf dem Markt für Firmenversicherungen sei immer noch schwierig, vergleichbar mit den Jahren 2000 und 2001 nach dem Platzen der Internetblase, sagte der Swiss Re-Chef.

    Die Preise seien seit 2012 um ein Fünftel gefallen. Da sei die Preiserhöhung von 3 Prozent im vergangenen Jahr nicht genug, sagte Mumenthaler. "Wir kämpfen für höhere Preise."

    jb/mk

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  • 21.02.2019 Swiss Re erholt sich 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Swiss Re N 97.62 -0.24 -0.25% 100.40 84.20 1'164'142

    Story

    Swiss Re erholt sich 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres

    21.02.2019 | 15:51:51

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Die Swiss Re hat sich im 2018 etwas vom Einbruch des Vorjahres erholt, das für die Versicherungsbranche das teuerste Jahr der Geschichte gewesen war. Allerdings blieb der Gewinn wegen erneut teuren Naturkatastrophen deutlich unter den Erwartungen. Die Aktionäre freuten sich dennoch über hohe Ausschüttungen.

    Insgesamt kletterte der Gewinn im vergangenen Jahr auf 421 Millionen US-Dollar, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag bekannt gab. Im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt musste die Swiss Re Katastrophenschäden von 4,7 Milliarden Dollar stemmen.

    Allerdings schlugen auch 2018 happige Katastrophenschäden zu Buche. 2018 sei für die gesamte Versicherungsbranche mit Katastrophenschäden von 81 Milliarden Dollar das viertteuerste Jahr überhaupt, sagte Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler auf der Bilanzmedienkonferenz in Zürich. Und dies nach dem Jahr 2017, das mit 150 Milliarden Dollar das teuerste Jahr in der Geschichte gewesen war.

    Höhere Schäden als erwartet

    Alleine die Swiss Re musste im letzten Jahr Katastrophenschäden von 3 Milliarden Dollar übernehmen. Nach einem relativ günstigen Schadenverlauf im ersten Semester zogen im zweiten Halbjahr die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" in den USA sowie die Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan eine Schneise der Verwüstung.

    Ebenfalls in den USA wüteten mehrere verheerende Feuersbrünste, die zehntausende von Menschen in die Flucht trieben. In Kanada sorgte ein Sturm für grosse Schäden, in Australien war es ein Hagelsturm. Hinzu kam der Brückeneinsturz in Genua.

    Überdies hinterliess der Börsentaucher im Schlussquartal Kratzer im Ergebnis. Zudem wurde der Reingewinn durch eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards US-GAAP belastet. Diese schlug mit 599 Millionen Dollar vor Steuern zu Buche. Ohne die Änderung hätte der Konzern einen Reingewinn von 894 Millionen Dollar eingefahren.

    Aber auch damit wäre die Swiss Re noch weit von früheren Gewinnhöhen entfernt. In den Jahren 2012 bis 2016 hatten beim Rückversicherer unter dem Strich jeweils Reingewinne von 3,5 bis 4,6 Milliarden in der Kasse geklingelt.

    Kein Trend

    "Wenn die Jahre gut sind, übertreffen wir unsere Ziele, wenn die Jahre schlecht sind, liegen wir drunter. Wir sehen uns als Zentralbank der Versicherungen. Wir sind die Schockabsorbierer des Systems", sagte Mumenthaler. Bei hohen Katastrophenschäden sei das die Art der Resultate, die man erwarten müsse.

    Einen Trend aus den letzten Jahren ableiten, wollte Mumenthaler nicht. "Wir glauben, die Katastrophen sind zufällig über die Zeitachse verteilt." Der Klimawandel habe zwar einen Einfluss, der sei aber graduell über die Zeit. Die Katastrophen hätten eine natürliche Volatilität, die den Mustern der letzten 100 Jahre entspreche.

    Dennoch: Tendenziell sei künftig mit steigenden Schäden zu rechnen, sagte Mumenthaler. Dazu trage unter anderem das Wirtschaftswachstum bei und die Tatsache, dass immer mehr Menschen in gefährdeten Gebieten wohnen würden.

    Aktie geht hoch

    Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Analysten verfehlt. Dennoch spendeten die Investoren Applaus und liessen die Aktie bis 15.40 Uhr um 0,9 Prozent auf 98,30 Franken klettern, während der Gesamtmarkt SMI lediglich um 0,3 Prozent stieg.

    Denn die Swiss Re will einen Geldregen über den Aktionären ausschütten. So wird die Dividende um 12 Prozent erhöht und ein neues milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm aufgelegt, nachdem das alte erst Anfang Woche abgeschlossen war.

    Positiver Ausblick

    "Alles in allem ist mein Ausblick für 2019 positiv", sagte Mumenthaler. Mit der Erneuerungsrunde im Januar sei er sehr zufrieden. Man habe leicht höhere Preise durchsetzen und das Volumen kräftig ausbauen können.

    Sorgenkind bleibt allerdings die Firmenversicherungssparte Corporate Solutions. Diese konnte im vergangenen Jahr den Verlust zwar deutlich von 741 Millionen auf noch 405 Millionen Dollar eindämmen. Aber die Lage auf dem Markt für Firmenversicherungen sei immer noch schwierig, vergleichbar mit den Jahren 2000 und 2001 nach dem Platzen der Internetblase, sagte der Swiss Re-Chef.

    Die Preise seien seit 2012 um ein Fünftel gefallen. Da sei die Preiserhöhung von 3 Prozent im vergangenen Jahr nicht genug, sagte Mumenthaler. "Wir kämpfen für höhere Preise."

    jb/mk

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  • 21.02.2019 Aktien von Swiss Re etwas höher trotz Enttäuschung im Firmenkundengeschäft

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Swiss Re N 97.62 -0.24 -0.25% 100.40 84.20 1'164'142

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    Aktien von Swiss Re etwas höher trotz Enttäuschung im Firmenkundengeschäft

    21.02.2019 | 10:04:12

    Zürich (awp) - Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re haben sich am Donnerstag nach einem anfänglichen Taucher zu Handelsbeginn wieder gefangen. Die Gesellschaft hat zwar mit den Jahresresultaten die Erwartungen der Finanzgemeinde zwar deutlich verfehlt. Versüsst wird das Ganze aber mit einer höher als erwartet ausgefallenen Dividende sowie einem neuen Aktienrückkaufprogramm.

    Um 10 Uhr legen die Swiss Re-Aktien um 0,3 Prozent auf 97,76 Franken zu. Der Gesamtmarkt (SMI) notiert derweil um 0,2 Prozent höher als zum Vortagesschluss.

    Der Rückversicherer steigerte 2018 zwar den Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich, Analysten hatten aber mit wesentlich mehr gerechnet. Grosse Schadenereignisse sowie eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards verhagelten dem Rückversicherer 2018 ein besseres Ergebnis. 2018 war gemäss der Swiss Re für die gesamte Versicherungsbranche das viertteuerste Jahr der Geschichte.

    Insgesamt habe Swiss Re gemischte Resultate für 2018 publiziert, heisst es in einem Kommentar eines Marktbeobachters. Klar schlechter als erwartet abgeschnitten habe Swiss Re etwa im Firmenkundengeschäft. Dort müsse wohl ein Schadenereignis bei einem Kunden massiv negativ zu Buche geschlagen haben, so ein Händler. In der grössten Sparte, der Sachrückversicherung, sei trotz der hohen Schäden, der zugrundeliegende Schaden-Kosten-Satz (Combined Ratio) hingegen besser ausgefallen als erwartet, kommentierete ein Analyst.

    Zu den positiven Aspekten gehört für Marktbeobachter die Dividende, die höher als erwartete ausgefallen ist. Gemäss AWP-Konsens wurde ein Betrag von 5,29 Franken erwartet, in der Tat wird der Rückversicherer 5,60 Franken ausschütten. Auf so ein Zeichen hätten die "Bullen" gewartet, schreiben die Analysten der UBS dazu.

    Als positiv bewertet wird von den UBS-Experten auch, dass der Verwaltungsrat ein neues Aktienrückkaufprogramm beantragen will. Zudem sei der geplante Börsengang der Sparte Reassure auf Kurs, erklärte ein Analyst. Auch sei die Erneuerungsrunde im Januar stark ausgefallen. Die Aussichten für die Sachrückversicherung würden sich verbessern.

    Swiss Re bleibe trotz der höher als erwartet ausgefallenen Schadensumme weiter gut kapitalisiert, erwähnt Jefferies einen weiteren positiven Aspekt des Ergebnisses.

    jb/uh

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  • 21.02.2019 Swiss Re steigert Gewinn trotz hohen Katastrophenschäden deutlich

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Swiss Re N 97.62 -0.24 -0.25% 100.40 84.20 1'164'142

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    Swiss Re steigert Gewinn trotz hohen Katastrophenschäden deutlich

    21.02.2019 | 07:55:03

    (Ausführliche Fassung)

    Zürich (awp) - Nach dem Einbruch im Vorjahr hat Swiss Re 2018 wieder deutlich mehr verdient. Der Reingewinn kletterte auf 421 Millionen Dollar. Die Katastrophenschäden waren zwar hoch, aber nicht so gewaltig wie im Vorjahr.

    Im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt hatte Swiss Re ihren Kunden nach den rekordteuren Naturkatastrophen mit 4,7 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

    2018 ist es nicht ganz so schlimm, auch wenn Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Katastrophen der Swiss Re erneut grosse Kosten eingebrockt haben. Die Gesamtschadenbelastung aus Katastrophen belaufe sich auf 3 Milliarden Dollar, teilte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag in einem Communiqué mit. Insgesamt kosteten die Naturkatastrophen die Swiss Re 2,2 Milliarden Dollar, während 0,8 Milliarden Dollar auf von Menschenhand verursachte Katastrophen entfielen.

    Im laufenden Jahr haben vor allem die Grossschäden des US-Hurrikans "Florence", der Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan oder des Brückeneinsturzes in Genua die Rechnung geprägt. Und in den USA schlug der Hurrikan "Michael" zu. 2018 sei für die gesamte Versicherungsbranche das viertteuerste Jahr der Geschichte. Im vierten Quartal schlugen am meisten die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan zu Buche.

    Zudem wurde der Reingewinn durch eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards US-GAAP belastet. Diese schlug mit 599 Millionen Dollar vor Steuern zu Buche. Ohne die Änderung hätte der Konzern einen Reingewinn von 894 Millionen Dollar eingefahren.

    Wieder Gewinn im P&C-GESCHÄFT

    Im Sachrückversicherungsgeschäft konnte die Swiss Re wieder einen Gewinn von 370 Millionen Dollar erzielen, nachdem sie im Vorjahr einen Verlust von 413 Millionen Dollar erlitten hatte. Der Schaden-Kosten-Satz (sog. Combined Ratio) verbesserte sich von 111,5 Prozent auf 104,0 Prozent. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel.

    Aber auch im Erstversicherungsgeschäft für grosse Firmenkunden (Corporate Solutions) ging es wieder aufwärts, wenn auch nicht so stark wie erhofft. Der Verlust der Sparte schrumpfte von 741 Millionen Dollar auf 405 Millionen Dollar. Der Schaden-Kosten-Satz verbesserte sich auf 117,5 Prozent, nach schlechten 133,4 Prozent im Vorjahr.

    Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Reingewinn von 608 Millionen Dollar gerechnet. Bei der Combined Ratio im Sachrückversicherungsgeschäft hatten sie 103,9 Prozent prognostiziert, bei der Firmenkundenversicherung waren sie von 107,7 Prozent ausgegangen.

    Firmenkundengeschäft enttäuschend

    "Die Katastrophen im letzten Jahr haben sich, wie zu erwarten war, negativ auf unser Property & Casualty-Geschäft ausgewirkt", erklärte Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler. "Zudem sind die Jahresergebnisse von Corporate Solutions leider enttäuschend. Trotz des schwierigen Umfelds sehe ich der Zukunft von Swiss Re optimistisch entgegen. Ich freue mich, dass wir bei den Vertragserneuerungen unseres P&C-Rückversicherungsgeschäfts im Januar das Prämienvolumen steigern und zugleich die laufenden Kosten konstant halten konnten."

    In der Sparte Leben- und Krankenrückversicherung (Life & Health Reinsurance) sank der Gewinn von 1,092 Milliarden auf 761 Millionen Dollar. "Das Anlageergebnis war solide, aber niedriger als im Vorjahr", schrieb die Swiss Re. Bei Life Capital schrumpfte der Gewinn von 161 Millionen auf 23 Millionen Dollar. Die Entwicklung am britischen Anlagemakrt sei negativ gewesen, was entsprechende Auswirkungen auf fondsgebundene und partizipierende Erträge gehabt habe.

    Die gebuchten Bruttoprämien der Gruppe stiegen um 4,7 Prozent auf 36,4 Milliarden Dollar, vor allem dank Prämienwachstum im gesamten Leben- und Krankengeschäft der Gruppe.

    Die Dividende will die Swiss Re auf 5,60 Fr. je Aktie erhöhen. Im Vorjahr hatte sie 5,00 Fr. je Titel ausgeschüttet.

    jb/ys/tt

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  • 21.02.2019 Swiss Re steigert Gewinn trotz hohen Katastrophenschäden deutlich

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re N 97.62 -0.24 -0.25% 100.40 84.20 1'164'142

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    Swiss Re steigert Gewinn trotz hohen Katastrophenschäden deutlich

    21.02.2019 | 07:29:19

    Zürich (awp) - Nach dem Einbruch im Vorjahr hat die Swiss Re 2018 wieder deutlich mehr verdient. Der Reingewinn kletterte auf 421 Millionen Dollar. Die Katastrophenschäden waren zwar hoch, aber nicht so gewaltig wie im Vorjahr.

    Im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt hatte Swiss Re ihren Kunden nach den rekordteuren Naturkatastrophen mit 4,7 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

    2018 ist es nicht ganz so schlimm, auch wenn Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Katastrophen der Swiss Re erneut grosse Kosten eingebrockt haben. Die Gesamtschadenbelastung aus Katastrophen belaufe sich auf 3 Milliarden Dollar, teilte der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag in einem Communiqué mit.

    Im laufenden Jahr haben vor allem die Grossschäden des US-Hurrikans "Florence", der Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan oder des Brückeneinsturzes in Genua die Rechnung geprägt. Und in den USA schlug der Hurrikan "Michael" zu. Die vorläufigen Schätzungen unterliegen aber höheren Unsicherheiten als gewöhnlich, betonte der Rückversicherer. Unter Umständen müssten sie noch angepasst werden. 2018 sei für die gesamte Versicherungsbranche das viertteuerste Jahr der Geschichte. Im vierten Quartal schlugen am meisten die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan zu Buche.

    Zudem wurde der Reingewinn durch eine Änderung des US-Rechnungslegungsstandards US-GAAP belastet. Diese schlug mit 599 Millionen Dollar vor Steuern zu Buche. Ohne die Änderung hätte der Konzern einen Reingewinn von 894 Millionen Dollar eingefahren.

    Der Schaden-Kosten-Satz (sog. Combined Ratio) im Sachrückversicherungsgeschäft verbesserte sich von 111,5 Prozent auf 104,0 Prozent. Aber auch im Erstversicherungsgeschäft für grosse Firmenkunden (Corporate Solutions) gelang eine Verbessrung auf 117,5 Prozent, nach schlechten 133,4 Prozent im Vorjahr. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel.

    Mit den Zahlen hat die Swiss Re die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Analysten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit einem Reingewinn von 608 Millionen Dollar gerechnet. Bei der Combined Ratio im Sachrückversicherungsgeschäft hatten sie 103,9 Prozent prognostiziert, bei der Firmenkundenversicherung waren sie von 107,7 Prozent ausgegangen.

    "Die Katastrophen im letzten Jahr haben sich, wie zu erwarten war, negativ auf unser Property & Casualty-Geschäft ausgewirkt", erklärte Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler. "Zudem sind die Jahresergebnisse von Corporate Solutions leider enttäuschend. Trotz des schwierigen Umfelds sehe ich der Zukunft von Swiss Re optimistisch entgegen. Ich freue mich, dass wir bei den Vertragserneuerungen unseres P&C Re-Geschäfts im Januar das Prämienvolumen steigern und zugleich die laufenden Kosten konstant halten konnten."

    Die Dividende will die Swiss Re auf 5,60 Fr. je Aktie erhöhen. Im Vorjahr hatte sie 5,00 Fr. je Titel ausgeschüttet.

    jb/ys

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  • 20.02.2019 Ausblick Swiss Re: Jahresgewinn von 608 Millionen US-Dollar erwartet

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    Ausblick Swiss Re: Jahresgewinn von 608 Millionen US-Dollar erwartet

    20.02.2019 | 13:46:56

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re gibt am Donnerstag, 21. Februar, die Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2018 bekannt. Zum AWP-Konsens haben insgesamt sieben Analysten beigetragen.

    2018E 
    (in Mio USD)            AWP-Konsens       2017A    
    Reingewinn                   608            331 
    Eigenkapital              28'539         33'374  
    (in %)
    Combined Ratio P&C         103,9          111,5 
    Combinde Ratio CorSo       107,8          133,4
    (in Fr.)
    Dividende je Aktie          5,29           5,00
    

    FOKUS: Trotz hoher Katastrophenschäden erwarten Analysten einen markanten Gewinnanstieg bei der Swiss Re im 2018. Denn im Vorjahr hatten vor allem die Hurrikane "Harvey", "Irma" und "Maria" das Ergebnis zerzaust und unter dem Strich den Reingewinn von 3,56 Milliarden auf 331 Millionen Dollar in die Tiefe gerissen. Insgesamt hatte Swiss Re ihren Kunden nach den rekordteuren Naturkatastrophen mit 4,7 Milliarden Dollar unter die Arme gegriffen.

    2018 ist es nicht ganz so schlimm, auch wenn Naturkatastrophen und von Menschenhand verursachte Katastrophen der Swiss Re erneut grosse Kosten eingebrockt haben. Die Gesamtschadenbelastung für die Swiss Re aus Katastrophen dürfte sich im Geschäftsjahr 2018 auf 2,9 Milliarden Dollar vor Steuern summieren. Im laufenden Jahr haben vor allem die Grossschäden des US-Hurrikans "Florence", der Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan oder des Brückeneinsturzes in Genua die Rechnung geprägt. Und in den USA schlug der Hurrikan "Michael" zu. Die vorläufigen Schätzungen unterliegen aber höheren Unsicherheiten als gewöhnlich, betont der Rückversicherer. Unter Umständen müssten sie noch angepasst werden. 2018 wird für die gesamte Versicherungsbranche ein teures Jahr.

    Alleine im vierten Quartal schlugen am meisten die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan zu Buche. Nur die Schadenbelastung aus grossen Naturkatastrophen in den Monaten Oktober bis Dezember kostet die Swiss Re schätzungsweise 1,0 Milliarden Dollar. Die Camp- und Woolsey-Brände vom November etwa belasteten die Rechnung mit 375 Millionen. Beide Brände wüteten über eine Woche lang und verursachten nach Swiss Re-Schätzungen einen Gesamtschaden von 16 Milliarden Dollar für die Versicherer weltweit.

    Analysten erwarten angesichts der hohen Schäden bescheidene Jahreszahlen der Swiss Re. Zudem dürfte die Talfahrt der Aktienmärkte zu Jahresschluss aufs Ergebnis durchgeschlagen haben. Allerdings könne die Swiss Re die Grosschäden gut kompensieren. Dennoch rechnen die Analysten mit einer Erhöhung der Dividende. Damit dürfte die Swiss Re eine höhere Dividendensumme ausschütten als sie Reingewinn erzielt haben dürfte.

    Wie immer richtet sich der Blick anlässlich der Bilanzmedienkonferenz auch auf die in der Branche wichtige Vertragserneuerungsrunde Januar. Nach vielen Jahren des Preisdrucks scheinen laut Konzernchef der Swiss Re, Christian Mumenthaler, zumindest einige wichtige Märkte des Nichtlebengeschäfts einen Wendepunkt gefunden zu haben. Die Branche verzeichne dort einen leichten Anstieg des Preisniveaus.

    Zudem stellt sich auch die Frage nach einem neuen Aktienrückkaufprogramm. Erst Anfang Woche hatte der Rückversicherer das im Mai des vergangenen Jahres gestartete Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1 Milliarde Franken abgeschlossen.

    ZIELE: Die Swiss Re misst die Leistung anhand mittelfristiger Ziele: Die Gruppe will über den Versicherungszyklus mit der Eigenkapitalrendite den risikofreien Zinssatz zehnjähriger US-Staatsanleihen um mindestens 700 Basispunkte übertreffen. In der Sach- und Haftpflichtrückversicherungen (P&C Re) gilt für die Rendite eine Zielbandbreite von 10-15 Prozent, für die Leben- und Kranke-Sparte (L&H Re) von 10-12 Prozent und für Corporate Solutions (Erstversicherungsgeschäft) von 10-15 Prozent.

    Das ökonomische Eigenkapital je Aktie will die Swiss Re über den Versicherungszyklus auf Gruppenebene derweil jährlich um 10 Prozent steigern. Dabei ist es das Ziel, "überschüssiges" Kapital, das keine Verwendung für das operative Geschäft findet, an die Aktionäre zurückzuführen. Dies setzt Swiss Re mit einem weiteren Aktienrückkaufprogramm um.

    PRO MEMORIA: Die Swiss Re hat im laufenden Geschäftsjahr nach neun Monaten einen Gewinn in Höhe von 1,09 Milliarden Dollar erzielt. Der Rückversicherer musste aufgrund von Katastrophen zwar Kosten im Umfang von 1,6 Milliarden schultern, einen hohen Gewinn warf hingegen das Lebengeschäft ab. Ohne die Sonderbelastung, die durch eine Änderung in der Rechnungslegung hervorgerufen wurde, würde sich der Gewinn gar auf 1,2 Milliarden belaufen.

    Die Pläne für einen Börsengang der Tochter ReAssure könnten laut Medienberichten durchkreuzt werden. Laut dem britischen Nachrichtensender Sky News ist der Spezialversicherer Rothesay Life offenbar an einer Übernahme von ReAssure interessiert. Die Swiss Re wollte den Bericht nicht kommentieren. Gemäss diesem ist Rothesay Life vor einigen Wochen mit Kaufabsichten an den Rückversicherer herangetreten. Als möglichen Preis nannte der Sender 3,5 Milliarden britische Pfund, umgerechnet etwa 4,3 Milliarden Franken.

    Zudem hat die japanische Versicherungsgruppe MS&AD ihren Anteil an ReAssure von 15 auf 25 Prozent ausgebaut. Mit der Investition unterstreiche MS&AD ihre Wertschätzung für das Geschäftsmodell von ReAssure, hiess es im Dezember. Die Investition kostet die Japaner 315 Millionen Pfund, wobei die Transaktion auf einer Bewertung von ReAssure von 3,5 Milliarden Pfund basiert. Hinter der japanischen Gruppe verbergen sich die Firmen Mitsui, Sumitomo, Aioi und Dowaan.

    AKTIENKURS: Die Aktien von Swiss Re haben seit Jahresbeginn um rund 8 Prozent auf aktuell 97,62 Franken zugelegt. Derweil macht der SMI beinahe 10 Prozent an Boden gut. Im vergangenen Jahr hatten die Swiss Re-Titel allerdings lediglich 1,2 Prozent verloren und sich damit deutlich besser gehalten als der SMI, der um über 10 Prozent eingeknickt war.

    Website: www.swissre.com

    jl/ab/jb

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  • 18.02.2019 Swiss Re schliesst Aktienrückkauf ab

    Betroffene Wertpapiere

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    Swiss Re schliesst Aktienrückkauf ab

    18.02.2019 | 07:23:56

    Zürich (awp) - Der Rückversicherer Swiss Re hat das im Mai des vergangenen Jahres gestartete Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen. Dabei kaufte der Konzern - wie angekündigt - Aktien im Wert von 1 Milliarde Franken zurück.

    Die insgesamt rund 11,2 Millionen Papiere seien zu einem Durchschnittspreis von 89,17 Franken je Titel erworben worden, teilte Swiss Re am Montag mit. An der Börse kosteten die Titel zuletzt mehr. Am Freitag lag der Kurs zu Börsenschluss bei 97,12 Franken.

    Swiss Re hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrmals eigene Aktien erworben, jeweils in derselben Grössenordnung. Mit den Rückkäufen wird überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückgeführt.

    Ob im laufenden Jahr ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in Aussicht gestellt wird, dürfte sich am kommenden Donnerstag zeigen. Dann wird Swiss Re die Geschäftszahlen zum abgelaufenen Jahr präsentieren.

    mk/uh

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  • 05.02.2019 Hannover Rück schafft Milliardengewinn trotz immenser Schäden

    Betroffene Wertpapiere

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    Hannover Rück schafft Milliardengewinn trotz immenser Schäden

    05.02.2019 | 10:42:48

    (neu: Aussagen aus Telefonkonferenz zu Dividende, Katastrophenanleihen, Grossschaden-Höhe, aktualisierter Aktienkurs)

    HANNOVER (awp international) - Der weltweit viertgrösste Rückversicherer Hannover Rück hat 2018 trotz hoher Katastrophenschäden wieder einen Milliardengewinn geschafft. Der Überschuss soll nach vorläufigen Zahlen bei 1,05 Milliarden Euro liegen. Für das laufende Jahr hat Vorstandschef Ulrich Wallin weiterhin 1,1 Milliarden Euro im Auge. Leichte Preiserhöhungen im Schaden- und Unfallgeschäft stimmen ihn optimistisch. Die Aktionäre des Munich-Re- und Swiss-Re-Konkurrenten können unterdessen auf eine weitere Sonderdividende hoffen, wie Wallin am Dienstag in Hannover klarstellte.

    An der Börse konnten die Nachrichten hingegen nicht ganz überzeugen. Die Hannover-Rück-Aktie verlor am Vormittag gegen den positiven Markttrend zuletzt leicht auf 127,20 Euro. Das Papier hatte sich in den vergangenen Monaten allerdings deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt und erst Ende Januar mit 129,70 Euro ein Rekordhoch erreicht.

    Analysten äusserten sich lobend zum Gewinn und der Vertragserneuerung. Zur Dividende hätten sie jedoch gern Genaueres gewusst. Dem Vorstand zufolge soll die Ausschüttung samt Sonderdividende mindestens die 5 Euro aus dem Vorjahr erreichen. "Ich betone dabei das Wort 'mindestens'", sagte Wallin. Für die genaue Höhe müsse er aber noch mit dem Aufsichtsrat sprechen. Analysten gingen im Schnitt zuletzt von mehr als 5,20 Euro je Aktie aus. Hauptnutzniesser ist der Versicherungskonzern Talanx (HDI, Neue Leben), dem gut die Hälfte der Hannover-Rück-Aktien gehört.

    Unterdessen hatte der Rückversicherer 2018 erneut mehr Grossschäden zu schultern als eingeplant. Sie sprengten erneut die Summe von 825 Millionen Euro, die die Hannover Rück in ihrem Budget veranschlagt hatte. Als einen Grund dafür nannte Wallin die verheerenden Waldbrände in Kalifornien im vierten Quartal, die die Hannover Rück einen dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag gekostet haben dürften.

    Ein Jahr zuvor hatten eine Hurrikan-Serie in den USA und zwei Erdbeben in Mexiko die Branche schwer getroffen. Die Hannover Rück hatte ihren Gewinneinbruch durch den lukrativen Verkauf grosser Aktienbestände abgemildert. In seiner Gewinnplanung für 2019 hat der Vorstand bereits ein um 50 Millionen Euro höheres Grossschadenbudget zugrundegelegt.

    Bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallgeschäft mit Erstversicherern wie Allianz und Axa konnte die Hannover Rück zum Jahreswechsel leichte Preiserhöhungen durchsetzen. Dabei weitete das Unternehmen sein Geschäft deutlich aus. Bereinigt um Währungskurse wuchs das Prämienvolumen um 15,4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro.

    Der seit Jahren grassierende Preiskampf in der Rückversicherung ist aus Sicht der Hannover Rück allerdings noch immer nicht zu Ende. Wo Schäden angefallen seien, habe es Ratenerhöhungen im zweistelligen Prozentbereich gegeben, sagte Wallin. Dies gelte etwa für die verheerenden Waldbrände in Kalifornien und die Wirbelstürme "Florence" und "Michael" in den USA. In schadenfreien Segmenten und Regionen habe der Preisdruck aber wieder leicht zugenommen.

    Die Vertragserneuerung zum 1. Januar ist generell die wichtigste für die Branche. Bei der Hannover Rück standen rund zwei Drittel des klassischen Schaden-Rückversicherungsgeschäfts zur Neuverhandlung an. Der Vorstand erwartet, dass er bei den weiteren Erneuerungsrunden im laufenden Jahr im Naturkatastrophengeschäft die Prämien stärker erhöhen kann.

    Dazu könnte auch eine abnehmende Konkurrenz durch branchenfremde Anleger beitragen, die seit Jahren über Katastrophenanleihen und andere Finanzvehikel in dem Geschäft mitmischen. Der Hannover Rück zufolge hielten sich solche Investoren bei der Erneuerung zum Jahreswechsel etwas zurück.

    Nach 2017 - dem schwersten Naturkatastrophenjahr in der Geschichte der Versicherungsbranche - hatten Grossanleger wie Pensions- und Hedgefonds erneut massenhaft frisches Geld in Katastrophenanleihen gesteckt und damit den Preiskampf auf dem Markt weiter angeheizt. "Doch statt mehr Gewinn zu machen, haben einige Katastrophenfonds erneut Verluste erlitten", sagte Wallin. Die Fondsmanager seien daher etwas vorsichtiger geworden.

    Weitere Erkenntnisse über die Geschäfte der Branche sind für diesen Mittwoch (6. Februar) zu erwarten. Dann will der weltgrösste Rückversicherer Munich Re seine Eckdaten zum Jahr 2018 vorlegen und über seine Vertragserneuerung zum 1. Januar berichten./stw/zb/mis

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  • 29.01.2019 Allianz hat offenbar Betreiber des gebrochenen Damms in Brasilien rückversichert

    Betroffene Wertpapiere

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    Vale N1 --- --- --- --- --- ---
    Swiss Re N --- --- --- --- --- ---
    Vale CEDEAR --- --- --- --- --- ---
    Vale Pfd Rg-A --- --- --- --- --- ---

    Story

    Allianz hat offenbar Betreiber des gebrochenen Damms in Brasilien rückversichert

    29.01.2019 | 11:02:26

    (Neu: Stellungnahme der Swiss Re)

    MÜNCHEN/BRUMADINHO (awp international) - Der Dammbruch an einer Eisenerzmine in Brasilien könnte Insidern zufolge auch Europas grössten Versicherer Allianz treffen. Die Allianz-Tochter AGCS habe als Teil eines Konsortiums den brasilianischen Bergbaukonzern Vale gegen Haftpflichtschäden rückversichert, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag aus Branchenkreisen.

    Umweltschäden seien aber nicht Teil des Vertrags. Zuvor hatte der "Versicherungsmonitor" über die Beteiligung der Münchner berichtet. Der Versicherer selbst wollte sich zu dem Fall nicht äussern.

    Aus rechtlichen Gründen müssen Industrierisiken in Brasilien immer bei dortigen Unternehmen versichert werden. Die örtlichen Versicherer geben die Risiken aber oft komplett an andere Versicherer aus dem Ausland ab, die dabei als Rückversicherer fungieren. Bei der Dammbruch-Katastrophe wurden bisher 65 Menschen getötet, wie der Zivilschutz mitteilte. 279 weitere Menschen wurden zuletzt noch vermisst.

    Ob der zweitgrösste Rückversicherer der Welt, die Swiss Re, ebenfalls betroffen ist, ist unklar. Eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP wollte keine Stellungnahme angeben.

    /stw/dde/jha/jb

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  • 25.01.2019 Swiss Re treibt Börsengang von britischer Tochter voran

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    Swiss Re treibt Börsengang von britischer Tochter voran

    25.01.2019 | 12:53:04

    Davos (awp/awp/sda/reu) - Die Swiss Re hält trotz der Marktturbulenzen und Berichten über private Kaufinteressenten an den Plänen für einen Börsengang der britischen Tochter ReAssure im laufenden Jahr fest. "Wenn man ein IPO macht, dann ruft das immer Leute auf den Plan, die sich für einen Kauf interessieren - aber wir bewegen uns auf das IPO zu", sagte Firmenchef Christian Mumenthaler am Freitag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos zu Reuters. Ein Privat-Verkauf sein dennoch nicht völlig ausgeschlossen. "Nur wenn wir etwas sehen, das interessanter für unsere Aktionäre wäre, würden wir so etwas in Erwägung ziehen."

    Anfang Januar hatte der Sender Sky News berichtet, der Versicherer Rothesay Life plane eine 3,5 Milliarden Pfund schwere Offerte für die Sparte. Mumenthaler wollte sich nicht zu möglichen Verhandlungen mit der Firma oder anderen möglichen Käufern äussern.

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  • 24.01.2019 WEF 2019 - Swiss-Re-Chef: Klimawandel ist real, wir zahlen mehr Geld

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    WEF 2019 - Swiss-Re-Chef: Klimawandel ist real, wir zahlen mehr Geld

    24.01.2019 | 19:05:02

    Davos (awp/sda) - Rückversicherer können ein Lied davon singen, dass es den Klimawandel wirklich gibt. Auch am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist das Thema in den Debatten präsent.

    Mit dem Thema werde mittlerweile ehrlicher umgegangen, sagte Swiss-Re-Chef Christian Mumenthaler am Donnerstag an einer Podiumsrunde am Treffen des WEF. Das Problem werde anerkannt, auch entsprechende Studien seien aussagekräftiger.

    Lange Zeit hätten noch viele Unternehmenschefs, denen er begegnet sei, den Klimawandel nicht ernst genommen. Zusätzlich habe die Finanzkrise viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

    Swiss Re habe bereits 1993 als eines der ersten Unternehmen darauf aufmerksam gemacht, dass es dieses Risiko gebe. Mittlerweile lässt es sich seiner Ansicht nach wohl nicht mehr leugnen: Mumenthaler verwies am Donnerstag auf das Katastrophenjahr 2017 mit weltweiten Schäden um die 150 Milliarden Dollar.

    Und dabei handle es sich lediglich um die versicherte Zerstörung durch Naturkatastrophen, so der Konzernchef . "Der Klimawandel ist real, wir zahlen mehr Geld."

    Viel Zeit verloren

    Für 2018 schätzt Swiss Re die weltweiten Versicherungsschäden der gesamten Branche auf gut 80 Milliarden Dollar. Damit liegen sie zwar deutlich unter dem Rekordjahr, liegen aber dennoch über dem Durchschnitt von gut 70 Milliarden Dollar der letzten zehn Jahre. Es handelt sich um den vierthöchsten Wert gemäss Aufzeichnungen des Unternehmens.

    Es sei viel Zeit verloren gegangen, sagte Mumenthaler. Man sollte aber nie sagen, es sei zu spät. Die Menschheit habe jetzt die Chance, dieses Problem gemeinsam zu bekämpfen.

    Lösungen im Alltag finden

    Bei allen Massnahmen sei wohl das wichtigste, dass sich die Menschen den angestrebten Wandel auch leisten können und sich Lösungen mit dem Alltag vereinbaren lassen, wie es bei der Frage zum Ausdruck komme: Müssen Menschen umziehen oder auf die Ferienreise verzichten?

    Geklärt werden müsse auch, wie die Verantwortung und Belastung zwischen den Unternehmen und den einzelnen Personen fair aufgeteilt werden könne, sagte Mumenthaler. Jedes Unternehmen sollte seiner Meinung nach schauen, was es entlang seiner Wertschöpfungskette bewirken könne.

    Swiss Re unterstütze etwa Wind- und Solarkraftprojekte. Gleichzeitig müsse ein Land auch wettbewerbsfähig bleiben, dürfe das Problem aber auch nicht woanders hin exportieren. Er nannte als Beispiel die Energieversorgung. Swiss Re habe sich etwa entscheiden, keine Kohlengruben in Industrienationen zu versichern. Auch bei den Aktionären sei das Thema angekommen.

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG