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  • 16.05.2019 EU-Wettbewerbshüter mit Milliardenstrafe gegen Banken - UBS geniesst Immunität

    EU-Wettbewerbshüter mit Milliardenstrafe gegen Banken - UBS geniesst Immunität

    16.05.2019 | 13:13:20

    (Ergänzt um Reaktion der UBS)

    BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Wettbewerbshüter haben eine Milliardenstrafe wegen unerlaubter Kartellabsprachen gegen fünf Grossbanken verhängt. Für die ebenfalls in den Währungshandels-Kartellen involvierte UBS bleibt es beim Reputationsschaden.

    JPMorgan, Barclays, RBS, Citigroup und Mitsubishi UFG müssen insgesamt 1,07 Milliarden Euro zahlen, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Die Schweizer Grossbank erhielt in dem Verfahren laut EU-Kommission indes volle Immunität, da sie die Existenz des Kartells aufgedeckt hat. So habe die UBS für sich eine Busse in Höhe von rund 285 Millionen Euro vermieden, hiess es.

    Die Bank gab sich erleichtert: "Wir haben seither viel investiert, um unsere Kontrollmechanismen weiter zu verstärken, und wir sind froh diese Angelegenheit beigelegt zu haben." Es habe sich um eine Altlast gehandelt und die UBS sei die erste Bank gewesen, die potenzielles Fehlverhalten gemeldet hatte.

    Die Behörde sah es als erwiesen an, dass Währungshändler für die Banken sensible Informationen und Handelsabsichten austauschten und ihre Strategien von Zeit zu Zeit über Internet-Chats koordinierten. Dabei ging es um Umtauschgeschäfte unter anderem in Euro, US-Dollar und Schweizer Franken.

    "Beim Umtausch von Geld für Auslandsgeschäfte sind Unternehmen und Privatpersonen auf Banken angewiesen", sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. "Der Devisenkassamarkt, der weltweit zu den grössten Märkten zählt, weist ein Handelsvolumen von mehreren Milliarden Euro pro Tag auf."

    /asa/DP/fba/yr

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  • 16.05.2019 Beziehungen zu USA höher gewichtet als öffentliches Interesse

    Betroffene Wertpapiere

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    UBS Group N --- --- --- --- --- ---

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    Beziehungen zu USA höher gewichtet als öffentliches Interesse

    16.05.2019 | 12:30:00

    Lausanne (awp/sda) - Ein SRF-Journalist erhält vorerst keinen Zugang zu Dokumenten des Bundes, die im Zusammenhang mit dem Strafverfahren des ehemaligen Schweizer UBS-Bankers Raoul Weil in den USA stehen. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Redaktors abgewiesen.

    Das höchste Schweizer Gericht geht in einem am Donnerstag publizierten Urteil davon aus, dass die Veröffentlichung der Unterlagen die Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA verschlechtern könnten. Zudem könnte die Herausgabe negative Folgen auf die Zusammenarbeit der Schweizer Behörden mit dem amerikanischen Department of Justice (DOJ) haben, schreibt das Bundesgericht.

    Es stützt damit den Entscheid des Bundes, keine Unterlagen bis zum Abschluss des Steuerstreits zwischen der Schweiz und den USA herauszugeben. Damit gewichtet das Gericht das aussenpolitische Interesse an der Geheimhaltung zum jetzigen Zeitpunkt als stärker als das Interesse der Öffentlichkeit an Transparenz und der Aufarbeitung des US-Steuerstreits.

    Aus dem Urteil geht weiter hervor, dass das Eidgenössische Finanzdepartement neun Raoul Weil betreffende, personenbezogene Dokumente besitzt.

    Der Journalist des Schweizer Fernsehens hatte die Unterlagen im Rahmen einer Recherche für einen Dokumentarfilm über den ehemaligen UBS-Manager beantragt. Weil wurde in der USA im Jahr 2014 vom Vorwurf der Beihilfe zur Steuerhinterziehung freigesprochen. (Urteil 1C_462/2018 vom 17.04.2019)

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  • 16.05.2019 EU-Wettbewerbshüter mit Milliardenstrafe gegen Banken - UBS geniesst Immunität

    EU-Wettbewerbshüter mit Milliardenstrafe gegen Banken - UBS geniesst Immunität

    16.05.2019 | 12:27:51

    BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Wettbewerbshüter haben eine Milliardenstrafe wegen unerlaubter Kartellabsprachen gegen fünf Grossbanken verhängt. JPMorgan, Barclays, RBS, Citigroup und Mitsubishi UFG müssen insgesamt 1,07 Milliarden Euro zahlen, wie die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

    Die Schweizer Grossbank UBS erhielt in dem Verfahren laut EU-Kommission derweil volle Immunität, da sie die Existenz des Kartells aufgedeckt hat. So habe die Bank für sich eine Busse in Höhe von rund 285 Millionen Euro verhindert, hiess es.

    Die Behörde sah es als erwiesen an, dass Währungshändler für die Banken sensible Informationen und Handelsabsichten austauschten und ihre Strategien von Zeit zu Zeit über Internet-Chats koordinierten. Dabei ging es um Umtauschgeschäfte unter anderem in Euro, US-Dollar und Schweizer Franken.

    "Beim Umtausch von Geld für Auslandsgeschäfte sind Unternehmen und Privatpersonen auf Banken angewiesen", sagte die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. "Der Devisenkassamarkt, der weltweit zu den grössten Märkten zählt, weist ein Handelsvolumen von mehreren Milliarden Euro pro Tag auf."

    /asa/DP/fba/yr

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  • 15.05.2019 Fünf UBS-Mitarbeiter wurden vom Landgericht Mannheim Anfang 2018 gebüsst

    Betroffene Wertpapiere

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    Fünf UBS-Mitarbeiter wurden vom Landgericht Mannheim Anfang 2018 gebüsst

    15.05.2019 | 18:20:58

    (Mit UBS-Stellungnahme ergänzt)

    Zürich (awp) - Am Landgericht in Mannheim beginnt am (morgigen) Donnerstag der Prozess gegen die UBS wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Wie die "Handelszeitung" im Vorfeld dazu berichtete ("HaZ"-Vorabdruck vom Donnerstag), sind bereits Anfang 2018 vom Mannheimer Gericht in einem Strafverfahren gegen UBS-Mitarbeiter Geldbussen ausgesprochen worden.

    "Fünf Personen erhielten Geldbussen, bei zwei Personen bestand kein hinreichender Tatverdacht", zitierte die "Handelszeitung" (HaZ) eine Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim, die am Mittwochnachmittag für AWP nicht erreichbar war.

    Ein UBS-Sprecher bestätigte derweil auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP, dass es gegen sieben Mitarbeiter von UBS Deutschland und der UBS AG sowie gegen einen leitenden Angestellten von UBS Deutschland Ermittlungen gegeben habe. Anfang 2018 sei das letzte dieser Verfahren eingestellt worden.

    Dabei hätten diese Verfahrenseinstellungen - teilweise verbunden mit Geldbussen - ausschliesslich auf Gründen der Verfahrenseffizienz basiert, fügte der Sprecher an: "Es gab keine Belege für ein Fehlverhalten. Keine der Personen hat ein Fehlverhalten anerkannt."

    Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelte seit 2012 wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen die Grossbank und sieben Mitarbeiter. Im Steuerstrafprozess droht der Bank ein Unternehmensbussgeld in der Höhe von 83 Millionen Euro.

    Die UBS selber wehrt sich gegen die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft Mannheim. "Wir glauben nicht, dass die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft durch die Fakten oder das Gesetz gestützt werden, und wir beabsichtigen, diesem Ordnungswidrigkeitsverfahren entschieden entgegenzutreten", heisst es in einer offiziellen Stellungnahme der Bank dazu.

    mk/kw

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  • 13.05.2019 Gespräche von Deutscher Bank und UBS zu DWS stocken Insidern zufolge

    Betroffene Wertpapiere

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    Deutsche Bank N --- --- --- --- --- ---

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    Gespräche von Deutscher Bank und UBS zu DWS stocken Insidern zufolge

    13.05.2019 | 15:57:20

    FRANKFURT/ZÜRICH (awp international) - Eine mögliche Fusion der Fondsanbieter von Deutscher Bank und UBS wird Insidern zufolge unwahrscheinlicher. Die Gespräche zwischen den beiden beteiligten Grossbanken seien ins Stocken geraten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

    Bei dem Deal soll es darum gehen, die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS mit dem entsprechenden Bereich der UBS zusammenzuführen. Sprecher von Deutscher Bank, UBS und DWS lehnten eine Stellungnahme ab.

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hatte sich für einen Zusammenschluss der DWS mit einem Konkurrenten zuletzt offen gezeigt. Die Deutsche Bank wolle an der erwarteten Konsolidierung unter den Vermögensverwaltern teilnehmen, hatte er Ende April gesagt. Er erwarte allerdings, dass der Fondsanbieter weiterhin Teil der Kernstrategie der Deutschen Bank bleibe.

    Gerüchte über einen Deal mit der UBS waren während der Fusionsgespräche zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank aufgekommen, die allerdings Ende April scheiterten. Den Insidern zufolge konnten sich die Beteiligten bisher jedoch nicht einig werden, wer bei dem fusionierten Fondsanbieter künftig das Sagen haben soll. Allerdings sei nicht ausgeschlossen, dass es doch noch zu einem Deal komme.

    Gemessen an den verwalteten Vermögenswerten sind beide Unternehmen in diesem Bereich etwa gleich gross. So kommt die UBS-Fondssparte auf 722 Milliarden und die DWS auf 704 Milliarden Euro verwaltetes Kundenvermögen. Bei einer Fusion könnten beide Gesellschaften auf das Niveau des grössten europäischen Fondsanbieters Amundi kommen, der mehrheitlich zur französischen Grossbank Credit Agricole gehört.

    stw/he

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  • 13.05.2019 UBS läutet nächste Runde bei Bankgebühren ein

    Betroffene Wertpapiere

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    1.625 ZKB 27 S125 112.05 +0.10 +0.09% 112.80 108.35 ---
    UBS Group N --- --- --- --- --- ---

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    UBS läutet nächste Runde bei Bankgebühren ein

    13.05.2019 | 12:30:00

    Zürich (awp) - Die meisten Klagen, mit denen sich der Schweizer Bankenombudsman im vergangenen Jahr beschäftigten musste, betrafen die Gebühren der Institute. Und doch dreht sich das Gebührenrad weiter.

    Denn die UBS will den Eigenkunden beim Barbezug am Bank-Schalter eine Gebühr erheben. Die grösste Schweizer Bank will ab 1. Juli für jeden Bargeldbezug in Franken am UBS-Schalter ab einem UBS Privatkonto oder ab einem UBS Kontokorrent Private zwei Franken verrechnen. Ein Sprecher des Instituts bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AWP einen entsprechenden Artikel des Onlineportals InsideParadeplatz.

    Ausgenommen von dieser Gebühr bleiben allerdings Jugendliche oder Studierende, aber auch die sehr vermögenden Kunden, die sogenannten Ultra High Net Worth Individuals, wie der Sprecher ergänzte.

    Mit dieser Gebühr steht die UBS - zumindest vorerst - ziemlich alleine in der Landschaft. Eine Umfrage von AWP bei verschiedenen Instituten ergab, dass bisher noch kaum eine Bank ihren Kunden bei Bargeldbezügen am Schalter in Schweizer Franken zur Kasse bittet.

    ZKB kennt Gebühr für Basis-Paket

    Zu den wenigen Ausnahmen gehört die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Zwar ist auch bei ihr der Barbezug am Schalter grundsätzlich kostenlos, ausgenommen davon sind allerdings Kunden mit einem Privatkonto oder Sparkonto des Pakets "ZKB inklusive Basis". Diese bezahlen heute schon 5 Franken bei Auszahlungen am Schalter in Franken oder Fremdwährungen.

    Zwar beabsichtigen die angefragten Institute derzeit nicht, in absehbarer Zeit Gebühren beim Barbezug am Schalter einzuführen. Das Beispiel UBS könnte aber dennoch Schule machen, meinte ein Branchenbeobachter.

    Denn die Branche steht nicht zuletzt wegen des negativen Zinsumfeldes unter Ertragsdruck und versucht deshalb, die Kosten so weit wie möglich zu verringern. Und einer der grössten Kostenpunkte in der Rechnung ist der Faktor Mensch. Entsprechend soll dieser immer weniger Dienstleistungen erbringen, die in einer digitalisierten Welt maschinell rascher und kostengünstiger erbracht werden können. Dafür sollen die Mitarbeitenden verstärkt in der Beratung der Kunden eingesetzt werden.

    sig/rw

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  • 12.05.2019 Presseschau vom Wochenende 19 (11./12. Mai)

    Betroffene Wertpapiere

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    Stadler Rail N --- --- --- --- --- ---
    Roche Hldg G --- --- --- --- --- ---

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    Presseschau vom Wochenende 19 (11./12. Mai)

    12.05.2019 | 18:10:15

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ROCHE: Severin Schwan, CEO des Pharmakonzerns Roche, macht sich gewisse Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit von Europa im Gesundheitswesen. "Wir stehen an einer Schwelle, wo insbesondere die Digitalisierung bei der Forschung und Entwicklung von Medikamenten eine ganz wesentliche Rolle spielt", sagte er in einem Interview mit der "Schweiz am Wochenende". "Unsere Biologen, Chemiker und Mediziner müssen zunehmend auch mit Informatikern zusammenarbeiten, um ein neues Medikament zu entwickeln. Da haben die USA die Nase vorn. Gleichzeitig investiert China massiv in die Nutzung grosser Datenmengen, also Big Data, und künstliche Intelligenz. Europa hat hier einen strukturellen Nachteil." In Europa gebe es aufgrund der gewachsenen Strukturen eine starke Fragmentierung von relevanten Datensätzen im Gesundheitswesen. Da seien die USA und China weiter. Und das Problem Europas zeige sich exemplarisch an der Schweiz. "Das Land ans sich ist nicht nur klein, sondern auch innerhalb der Grenzen stark fragmentiert." Es brauche deshalb massive Anstrengungen, um nicht den Anschluss zu verlieren. (Schweiz am Wochenende, S.10; siehe auch separate Meldung)

    LAFARGEHOLCIM: Beat Hess, der Verwaltungsratspräsident von LafargeHolcim, weist die Aussage, die Fusion von Lafarge und Holcim sei ein Misserfolg, von sich. "Wir liegen seit Jahresbeginn an der Spitze aller SMI-Werte. Das Geschäft läuft seit Mitte letzten Jahres sehr gut. Sie sehen daran, es geht in die richtige Richtung vorwärts", sagte er in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag". "Wir haben zu Beginn der Fusion viel Zeit verloren und wurden damals auch von einigen Ereignissen überrascht, auf die wir keinen Einfluss hatten. Diese Phase liegt jetzt eindeutig hinter uns." Hess verteidigte weiter die mit der Aufgabe des Aktienrückkaufs geänderte Strategie. "Wir kamen nach intensiven Diskussionen zum Schluss, dass wir das Geld für Unternehmen und Aktionäre wertschaffender einsetzen können, als damit eigene Aktien zurückzukaufen." Mit der Entwicklung des Aktienkurses zeigte er sich dennoch zufrieden: "Beim Aktienkurs geht es seit Jahresbeginn Schritt für Schritt bergauf. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass das erst der Anfang ist." (NZZaS, S.31, siehe auch separate Meldung)

    UBS: Der Abschluss der mehrjährigen Untersuchungen der EU im Zusammenhang mit möglichen Währungsmanipulationen steht offenbar kurz bevor. Der UBS könnte damit eine weitere Busse drohen. Die EU bereite die Ankündigung der Resultate vor, heisst es in einem Artikel der "Financial Times". Dies könnte noch im Monat Mai geschehen, so die Zeitung, die sich dabei auf mehrere mit der Sache vertraute Personen bezieht. Im Fokus stehen nebst der UBS, die Royal Bank of Scotland, JP Morgan Chase, Citigroup, Barclays und HSBC. (FT, Wochenendausgabe, S.13)

    STADLER RAIL: Der Ostschweizer Bahnhersteller Stadler Rail hofft für seinen für die SBB entwickelten Zug "Smile" auf weitere Abnehmer ausserhalb der Schweiz. Die SBB habe zwar eine Option auf 92 weitere Züge - nebst den bereits bestellten 29 - dass diese aber eingelöst werde, sei keineswegs gesichert, heisst es in einem Artikel der "NZZ am Sonntag". Die SBB würden sich frühestens in ein bis zwei Jahren Gedanken über eine mögliche neue Bestellung machen, zitiert die Zeitung Christian Frisch, den Leiter Rollmaterialentwicklung bei den SBB. Und laut der Zeitung scheine aus heutiger Sicht der Bedarf an weiteren Fahrzeugen eher gering. Laut Stadler-Chef Thomas Ahlburg kann Stadler den Zug aber auch an Bahnunternehmen in anderen Ländern verkaufen. Interessant wäre etwa Skandinavien und dort insbesondere Schweden. Pläne für Hochgeschwindigkeitsverbindungen gebe es zudem auch zwischen den Niederlanden und Belgien. (NZZaS, S.33)

    RENTENREFORM: Der Verband der Pensionskassen Asip fordert eine Senkung des Mindestumwandlungssatzes von 6,8 auf 5,8 Prozent ab 2021. Damit gäbe es pro 100'000 Franken Alterskapital noch eine Jahresrente von 5'800 Franken, was einer Reduktion gegenüber den 6'800 Franken um rund 15 Prozent entspräche. Damit das Leistungsniveau in der 2. Säue trotzdem erhalten bleibe, schlage der Asip eine Reihe von ausgleichenden Massnahmen vor, heisst es in einem Artikel der "SonntagsZeitung". So sollen etwa Arbeitnehmer und Arbeitgeber pro Jahr rund 2,1 Milliarden Franken mehr Beiträge leisten und die Versicherten bereits ab 20 Jahren in die Pensionskasse einzahlen und nicht erst ab 25 Jahren wie es heute noch üblich ist. Ausserdem soll der obligatorisch versicherte Jahreslohn erhöht werden, was Geringverdienende und Teilzeitarbeitende besser stellt. (SoZ, S.1,37)

    cf/

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  • 09.05.2019 Reuters: EU-Kartellstrafe wegen Devisenmanipulationen wird bald ausgesprochen

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    Reuters: EU-Kartellstrafe wegen Devisenmanipulationen wird bald ausgesprochen

    09.05.2019 | 18:56:14

    Zürich (awp) - Sieben internationale Banken müssen laut der Nachrichtenagentur Reuters zufolge mit Kartellstrafen wegen Devisenmanipulationen rechnen, unter ihnen die Schweizer Grossbank UBS. Die Banken würden in den kommenden Wochen von der EU-Wettbewerbsbehörde bestraft, sagten zwei mit dem Vorgang vertraute Personen zu Reuters.

    Die übrigen Institute seien Barclays, Citigroup, HSBC und JPMorgan, die Royal Bank of Scotland und eine kleinere japanische Bank.

    ra/

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  • 07.05.2019 Staatsanwaltschaft fordert Geldbusse von UBS-Deutschland-Tochter

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    Staatsanwaltschaft fordert Geldbusse von UBS-Deutschland-Tochter

    07.05.2019 | 17:06:31

    (Ganze Meldung neu)

    Frankfurt (awp/sda/reu) - Der UBS droht wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung eine weitere Millionenstrafe in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft Mannheim beantragte eine Geldbusse in Höhe von 83 Millionen Euro gegen die Deutschland-Tochter.

    Dies teilte die Behörde am Dienstag mit. Bereits 2014 hatte die UBS in einem Steuersünder-Verfahren bei der Staatsanwaltschaft Bochum rund 300 Millionen Euro bezahlt.

    Viel grösseren Ärger hat die Grossbank aktuell in Frankreich: Dort verhängte eine Gericht im Februar wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche eine Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro gegen die UBS. Diese hat dagegen jedoch Berufung eingelegt.

    Die Ermittlungen in Mannheim liefen bereits seit 2012. Die Staatsanwaltschaft sieht es nun als erwiesen an, dass Führungskräfte der Deutschland-Tochter zahlreiche Kunden des Konzerns bei Steuerstraftaten unterstützt haben.

    So sollen Mitarbeiter es Bankkunden ermöglicht haben, über ein internes Verrechnungskonto der UBS Gelder am Fiskus vorbei in die Schweiz zu transferieren. Mit der Geldbusse soll das Unternehmen für das Fehlverhalten seiner Führungskräfte bestraft und der wirtschaftliche Vorteil abgeschöpft werden.

    Die UBS läuft Sturm gegen die Geldbusse. Das Geldhaus sehe keine rechtliche Grundlage und werde sich entschieden zur Wehr setzen, erklärte ein Sprecher. Das Landgericht Mannheim muss in einer Hauptverhandlung entscheiden, ob es dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgibt.

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  • 07.05.2019 Staatsanwaltschaft fordert Geldbusse von UBS-Deutschland-Tochter

    Betroffene Wertpapiere

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    Staatsanwaltschaft fordert Geldbusse von UBS-Deutschland-Tochter

    07.05.2019 | 16:14:08

    Frankfurt (awp/reu) - Die Deutschland-Tochter der UBS soll wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung 82 Millionen Euro Strafe zahlen. In den Jahren 2001 bis 2012 hätten Führungskräfte der Deutschland-Tochter zahlreiche, in Deutschland steuerpflichtige Kunden der UBS bei der Begehung von Steuerstraftaten unterstützt, erklärte die Staatsanwaltschaft Mannheim am Dienstag. Das Landgericht Mannheim muss nun in einer Hauptverhandlung entscheiden, ob sie dem Antrag der Staatsanwaltschaft stattgibt.

    jb/

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  • 05.05.2019 Presseschau vom Wochenende 18 (4./5. Mai)

    Presseschau vom Wochenende 18 (4./5. Mai)

    05.05.2019 | 17:02:39

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    TELEKOM: Kantonale Moratorien gegen das Mobilfunknetz der nächsten Generation 5G sind nach Auffassung des Bundes rechtswidrig. Gemäss dem Umweltschutzgesetz und der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung habe der Bund "umfassende Rechtsetzungskompetenz", teilte eine Sprecherin des Bundesamts für Kommunikation (Bakom) der "Sonntagszeitung" mit. Es bleibe deshalb kein Raum für kantonale oder kommunale Bestimmungen zum Schutz des Menschen vor der Strahlung von Mobilfunkanlagen. "Der Erlass solcher Bestimmungen wäre kompetenzwidrig." Bisherige Entscheide des Bundesgerichtes zeigen dem Bericht zufolge, dass Kantone und Gemeinden keine flächendeckenden Moratorien verhängen können. Die Kantone Genf, Jura und Waadt haben ein Moratorium für 5G-Antennen verhängt oder prüfen ein solches. In Bern, St. Gallen und Schwyz sind entsprechende Vorstösse traktandiert. Swisscom will laut eigenen Angaben vorerst auf Klagen verzichten. (SoZ, S.5/"Le Matin Dimanche"; siehe auch separate Meldung)

    ROCHE: Bill Anderson, der Chef der Pharmadivision des Konzerns, geht nach wie vor davon aus, dass die Übernahme von Spark Therapeutics für rund 4,3 Milliarden US-Dollar wie vorgesehen im zweiten Quartal Zustandekommen werde. Es sei nicht unüblich, dass die Wettbewerbsbehörde mehr Zeit brauche für die Prüfung, sagte er unter anderem in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". Zudem würden bei solchen Offerten die meisten Aktien erfahrungsgemäss erst am letzten Tag angedient. Vor gut einer Woche hatte Roche die Angebotsfrist für die Übernahmeofferte erneut verlängert. Lediglich 26 Prozent der Sparks-Aktionäre hatten das Angebot in der zweiten Frist angenommen. (FuW Samstagsausgabe, S. 5f.)

    VALORA: Päckli-Chaos an den Kiosken - Retouren von Onlinehändlern sorgen in den Kiosken des Detailhändlers Valora für Stress, wie die "Sonntagszeitung" schreibt. An den K-Kiosken von Valora Pakete zurückzubringen, sei unter Kunden ein beliebter Service, der Angestellte und Kioskbetreiber jedoch vor grosse Probleme stelle. In den oft kleinen Läden fehle es an Platz, die Pakete zu verstauen, und die Zusatzarbeit habe in letzter Zeit deutlich zugenommen. Längst könne man nicht mehr alle Päckli annehmen. Valora selbst setze jedoch weiter voll auf solche Zusatzgeschäfte, schreibt die Zeitung. (SoZ, S. 37)

    UBS: Hochrangige Mitarbeiter kritisieren laut einem Zeitungsbericht einen Stillstand bei der UBS seit die Redimensionierung der Investmentbank abgeschlossen ist. "Von Ermotti gehen strategisch keine Impulse mehr aus", schreibt die "Sonntagszeitung" unter Berufung auf mehrere hochrangige Quellen mit Blick auf den Konzernchef. Auch in Sachen personeller Erneuerung mache die Grossbank eher mit Kommunikationspannen als mit namhaften Berufungen von sich reden. Bei den Aktionären schwinde daher die Unterstützung. An der Generalversammlung vom vergangenen Donnerstag war der UBS-Führung die Entlastung verweigert worden. Das Management steht insbesondere wegen einer Milliardenbusse in Frankreich in der Kritik: Die UBS wurde im Februar erstinstanzlich von einem Pariser Gericht wegen Geldwäscherei und Beihilfe zu Steuerhinterziehung verurteilt. (SoZ, S. 38)

    RAIFFEISEN: Die Staatsanwaltschaft in Zürich könnte nach dem Sommer Klage gegen den ehemaligen Unternehmenschef Pierin Vincenz und weitere Beschuldigte eröffnen, wie die Redaktion von "CH Media" erfahren hat. Wie aus informierten Kreisen zu hören sei, konnte inzwischen ein gewichtiger Teil der Ermittlungen auch ohne Zugriff auf gesperrte Akten abgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft wolle offenbar keine Untersuchung bis ins allerletzte Detail führen und erst nach vielen Jahren Anklage erheben, sondern sich auf die aussichtsreichsten Punkte beschränken und speditiv zur Anklage schreiten. Von parallel mehreren Strafverfahren und zeitlich gestaffelter Anklage gegen Beschuldigte ist die Rede. Laut dem Zeitungsbericht versuche Vincenz' Anwalt mit allen juristischen Mitteln, das Strafverfahren zu verzögern, wobei ihm als wirksamstes Mittel die Versiegelung von Akten diene. Die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft hatte Anfang 2018 ein Strafverfahren wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gegen Vincenz und vier weitere Personen aus seinem beruflichen Umfeld eröffnet. (CH Media/SaW, S. 13)

    BANKEN: Die nordkoreanische Cyber-Armee Lazarus hat einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr einen weltweiten Hackerangriff auf private Unternehmen und staatliche Institutionen ausgeführt - und dabei auch den Schweizer Finanzplatz ins Visier genommen. Der Angriff von Machthaber Kim Jong-uns Hackern erfolgte mit E-Mails, die als Bewerbungsschreiben getarnt waren, wie die "Sonntagszeitung" unter Berufung auf Recherchen schreibt. Welche Schweizer Unternehmen von der Hackerattacke betroffen sind, sei unklar. Von der Zeitung angeschriebene Banken und Versicherungen hätten entweder einen Angriff verneint oder aus Sicherheitsgründen keine Stellung bezogen. Der Hackerangriff habe aber zu einer Intervention des Bundes geführt: Dessen Melde- und Analysestelle Melani stand mit mehreren Unternehmen in Kontakt, um zu überprüfen, ob diese mit der schädlichen Software angesteckt wurden. (SoZ, S. 39)

    UBER: Ein möglicherweise wegweisendes Urteil in der Schweiz: Ein ehemaliger Uber-Fahrer hat vor dem Lausanner Arbeitsgericht am Donnerstag einen Prozess gegen den Fahrdienstvermittler Uberpop gewonnen und gilt damit als Angestellter des Weltkonzerns, wie die "Sonntagszeitung" und "Le Matin Dimanche" berichten. Für das Gericht ist die Verbindung zwischen Uber und seinen Fahrern vergleichbar mit dem Arbeitsvertrag zwischen einem Taxiunternehmen und seinen Mitarbeitern. Eine niederländische Tochtergesellschaft des US-Unternehmens muss dem Waadtländer Kläger eine Entschädigung wegen ungerechtfertigter Entlassung sowie für den Urlaub zahlen, auf den er Anspruch gehabt hätte. Wird das Urteil rechtskräftig, müsse das Unternehmen für die Fahrer Sozialversicherungsbeiträge, Unfallversicherung, Krankheitstage und Urlaub bezahlen. Derzeit ist das nicht der Fall. Uber kann beim Kantonsgericht und dann beim Bundesgericht Berufung einlegen. Uber sah die Lenker bislang als Selbständigerwerbende an. (SoZ/"Le Matin Dimanche"; siehe auch separate Meldung)

    FLUGVERKEHR: Für die von vielen Umweltpolitikern geforderte Idee einer CO2-Abgabe auf Flugtickets gibt es in der Schweiz einen erheblichen Stolperstein. Die Schweiz könnte die Abgabe lediglich an den inländischen Flughäfen erheben, der Flughafen Basel bliebe ausgenommen, wie die "NZZ am Sonntag" berichtet. Der Euroairport liegt auf französischem Territorium. "Die Schweiz kann eine Flugticket-Abgabe erheben, einfach nicht ab Basel", erklärte Urs Ziegler, Sektionschef Umwelt des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), der Zeitung. Das Bundesamtes für Umwelt war im Herbst in einem Bericht zuhanden der Umweltkommission des Nationalrates zum Schluss gekommen, mit rund 18 Franken für einen Kurzstreckenflug und 200 Franken für einen Langstreckenflug seien die externen Klimakosten abgegolten. Auch habe der Bundesrat die Befugnis eine entsprechende Lenkungsabgabe einzuführen. (NZZaS)

    KLIMA: Eine geplante Klimaschutz-Demo auf dem Berner Bundesplatz kann nicht wie geplant zwei Wochen vor den eidgenössischen Wahlen stattfinden. Die Stadt Bern hat laut dem "Sonntagsblick" die für den 5. Oktober geplante Kundgebung mit SPlern, Grünen und Grünliberalen unter den Veranstaltern überraschend verboten. Zuvor hatte Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) den Organisatoren bereits eine Bewilligung in Aussicht gestellt. Eine neue Lageeinschätzung habe ergeben, dass mit deutlich mehr Teilnehmern zu rechnen sei als ursprünglich angekündigt. Grosskundgebungen seien in Bern vor den Wahlen verboten. Die Zeitung behauptet, der Demo ablehnend gegenüberstehende SVP-Kreise hätten den Sicherheitsdirektor unter Zugzwang gesetzt. Die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) sowie drei weitere rechte Gruppen meldeten ebenfalls für Oktober gleich vier Demos gegen ein Rahmenabkommen mit der EU auf dem Bundesplatz an. Bern verbot nun nicht nur die SVP-Kundgebungen, sondern auch die Klimaschutz-Demo. Diese soll nun Ende September auf dem Bundesplatz stattfinden. ("Sonntagsblick"; siehe auch separate Meldung)

    MASERN: Das Luzerner Entlebuch, der Kanton Appenzell Innerrhoden und das solothurnische Dorneck sind die Masern-Hochburgen der Schweiz. Das zeigen von der "Sonntagszeitung" publizierte Daten des Bundesamts für Gesundheit (BAG), die bislang unter Verschluss waren. Die Daten erlauben Analysen der Masernfälle auf Ebene der Bezirke und Wahlkreise sowie auf Ebene der Gemeinden - enthalten sind mehr als 8'000 Fälle seit dem Jahr 1988. Der Masern-Atlas zeigt auch auf, wo die Impfgegner zu Hause sind. Wenn sich die Leute nicht impfen lassen, steigt laut Experten die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich mit dem Virus infizieren. In der Schweiz sind die Masernfälle seit Anfang Jahr stark gestiegen. 2019 wurden bislang mit 160 Masern-Erkrankungen bereits dreimal so viele Fälle erfasst wie im Vorjahr mit 54 Erkrankungen. Bereits sind zwei Männer an den Folgen der Masern gestorben. (SoZ)

    ys/

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  • 02.05.2019 UBS-GV: Aktionäre verweigern Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

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    UBS Group N --- --- --- --- --- ---

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    UBS-GV: Aktionäre verweigern Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

    02.05.2019 | 15:46:12

    (mit weiteren Details ergänzt)

    Zürich (awp) - Die UBS-Spitze hat von ihren Aktionärinnen und Aktionären einen Schuss vor den Bug erhalten. Die Inhaber der grössten Schweizer Bank haben dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 verweigert. Die Lohntraktanden wurden zwar klar durchgewinkt, zum Teil waren die JA-Anteile aber etwas tiefer als im Vorjahr.

    UBS-Präsident Axel Weber zeigte sich enttäuscht von der Verweigerung der Décharge. "Wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie nicht alle unsere Anträge angenommen haben", sagte er den Aktionären zum Abschluss der Generalversammlung. "Wir werden das ernst nehmen und die betreffenden Traktanden im Verwaltungsrat thematisieren."

    Das Votum der Aktionäre fiel relativ knapp aus, zumal es mehr Aktienstimmen für die Entlastung als dagegen gab. Das notwendige absolute Mehr von 50 Prozent wurde allerdings klar nicht erreicht. Konkret gab es 41,7 Prozent für die Entlastung und 41,6 Prozent dagegen, während die Enthaltungen 16,7 Prozent ausmachten.

    Ganz überraschend kam der Entscheid allerdings nicht, nachdem mit der Anlagestiftung Ethos und der US-Firma ISS zwei wichtige Stimmrechtsberater im Vorfeld bereits eine Ablehnung empfohlen hatten.

    Frankreich-Busse im Fokus

    Zwar sind die Beweggründe der einzelnen Aktionäre nicht im Detail bekannt. Hintergrund der Ablehnung dürfte aber der Fall Frankreich gewesen sein. So wurde die Schweizer Grossbank bekanntlich vor zwei Monaten erstinstanzlich von einem Pariser Gericht wegen Geldwäscherei und Beihilfe zu Steuerhinterziehung verurteilt. Der Bank wurden eine Rekordbusse und Schadenersatzzahlungen in Höhe von 4,5 Milliarden Euro aufgebrummt.

    Man warf der Bank darauf vor, dass sie Angebote für einen Vergleich zu deutlich geringeren Summen abgelehnt habe. Die Rede war etwa von 1,1 Milliarden Euro - das ist der Betrag, den die UBS vor einiger Zeit für den Frankreich-Fall als Kaution hinterlegen musste. Die UBS-Spitze mit Präsident Weber, Konzernchef Sergio Ermotti und Chefjurist Markus Diethelm wehrten sich allerdings gegen solche Vorwürfe an der GV und in einem grossen Interview am gleichen Tag in der Zeitung "Blick".

    Die Führung der Bank ist noch immer der Meinung, dass das Institut keine Gesetze verletzt hat. "Unseres Erachtens hat der Prozess in Frankreich in keiner Weise gezeigt, dass sich die UBS in jener Zeit nicht an die damals geltenden Vorschriften in Frankreich und der Schweiz gehalten hat", sagte Weber. Eine "akzeptable aussergerichtliche Einigung" sei jedenfalls "nicht möglich" gewesen.

    Sechs Monate Zeit

    Die Verweigerung der Décharge hat vor allem mit den hiesigen Gesetzen zu tun. Aktionäre haben gemäss Obligationenrecht eine Frist von sechs Monaten, um eine Klage einzureichen. Dies aber nur, falls sie die Décharge verweigert haben. VR-Präsident Weber sah das auch so. "Ich interpretiere Ihren Entscheid so, dass Ihnen die Unsicherheiten in Bezug auf den noch offenen Gerichtsfall in Frankreich Sorge bereiten und Sie sich alle rechtlichen Möglichkeiten offen halten wollen", sagte er zu den Aktionären. Er habe Verständnis dafür.

    Neben der Déchargen-Erteilung waren vor allem wie üblich Löhne und Boni ein Thema unter den Votanten. Die Vergütungen stünden nicht im Einklang mit der Aktienkursperformance, hiess es etwa. Die Konsultativ-Abstimmung über den Vergütungsbericht fiel zwar mit einem JA-Stimmenanteil von 79,4 Prozent zugunsten des Verwaltungsrates aus.

    VR-Präsident Axel Weber war aber trotzdem nicht besonders zufrieden, denn vor einem Jahr war der JA-Stimmenanteil mit 81 Prozent etwas höher ausgefallen. Die anderen Vergütungsabstimmungen erhielten mit Zustimmungsraten zwischen 81 und 87 Prozent derweil etwas höhere JA-Anteile.

    Ohne Probleme gingen dagegen der Dividendenvorschlag sowie die Genehmigung des Lageberichtes sowie der Konzernrechnung 2018 durch. Auch die beiden neuen Mitglieder für den Verwaltungsrat, der Amerikaner William Dudley und die Singapurerin Jeanette Wong, können sich über eine glanzvolle Wahl freuen. Sie wurden beide mit fast 99 Prozent der Stimmen in das Gremium gewählt. Bei seiner eigenen Wahl hatte Weber derweil einen weiteren Dämpfer erhalten: er wurde mit lediglich 92,2 Prozent der Stimmen wiedergewählt und lag damit deutlich hinter den anderen Verwaltungsräten.

    uh/ra

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  • 02.05.2019 UBS-GV: Aktionäre verweigern Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

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    UBS-GV: Aktionäre verweigern Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung

    02.05.2019 | 14:21:37

    (erweiterte Fassung)

    Zürich (awp) - Die UBS-Spitze hat von ihren Aktionärinnen und Aktionären einen Schuss vor den Bug erhalten. Die Inhaber der grössten Schweizer Bank haben dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 nicht erteilt. Zwar gab es mit knapp 41,7 Prozent 'JA' marginal mehr Stimmen für die Entlastung als dagegen, aber die absolute Mehrheit von 50 Prozent wurde wegen den vielen Enthaltungen (16,7%) nicht erreicht.

    Die Konsultativ-Abstimmung über den Vergütungsbericht fiel zwar mit einem JA-Stimmenanteil von 79,4 Prozent für die UBS deutlich besser aus. VR-Präsident Axel Weber konnte sich allerdings nicht zufrieden geben, denn vor einem Jahr war der JA-Stimmenanteil mit 81 Prozent etwas höher.

    Ohne Probleme bzw. mit hohen JA-Stimmenanteilen von rund 99 Prozent gingen dagegen der Dividendenvorschlag sowie die Genehmigung des Lageberichtes sowie der Konzernrechnung 2018 durch.

    uh/cf

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  • 02.05.2019 UBS-GV: Aktionäre verweigern Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung)

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    UBS-GV: Aktionäre verweigern Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung)

    02.05.2019 | 14:08:56

    Zürich (awp) - Die UBS-Spitze hat von ihren Aktionären und Aktionärinnen einen Schuss vor den Bug erhalten. Die Inhaber der grössten Schweizer Bank haben dem Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung die Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 nicht erteilt. Zwar gab es marginal mehr Stimmen für die Entlastung als dagegen, aber eine Mehrheit von 50 Prozent wurde nicht erreicht.

    uh/rw

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  • 02.05.2019 UBS-Aktionär Ethos fordert Décharge-Verweigerung

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    UBS-Aktionär Ethos fordert Décharge-Verweigerung

    02.05.2019 | 12:46:31

    Zürich (awp) - Die Busse der UBS in Frankreich, die Vergütungen des Top-Managements und auch das Thema Nachhaltigkeit geben an der Generalversammlung der grössten Schweizer Bank zu reden. Eine Verweigerung der Décharge wird von gewissen Aktionären denn auch gefordert.

    Die Anlagestiftung Ethos etwa, die Schweizer Aktionäre und dabei vor allem Pensionskassen vertritt, empfiehlt den Mitaktionären, alle Anträge in Bezug auf die Vergütungen des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung abzulehnen und die Entlastung der Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung (Décharge) zu verweigern.

    Vincent Kaufmann zeigte sich im Namen von Ethos "beunruhigt über die hohen Risiken durch Rechtsfälle". Er erwähnte dabei nicht nur die Causa Frankreich, wo die Bank vor zwei Monaten erstinstanzlich zu einer hohen Busse verurteilt wurde, sondern auch den Fall der sogenannten Ramsch-Hypotheken (Subprime-Hypotheken) in den USA. Auch in diesem Fall hat sich die Bank nicht - wie andere vergleichbare Institute - mit den Justizbehörden auf einen aussergerichtlichen Vergleich geeinigt.

    Ausserdem betonte Kaufmann, dass die Vergütungen nicht im Einklang mit der Aktienkursperformance stünden und die Kernkapitalquote Ende 2018 erstmals seit längerer Zeit wieder unter 13 Prozent gefallen sei. Daher seien die Vergütungen abzulehnen und der Antrag auf Entlastung der verantwortlichen Kreise komme zu früh. Gemäss Schweizer Recht haben Aktionäre bekanntlich eine Frist von sechs Monaten, um eine Klage einzureichen. Dies aber nur, falls sie der Décharge nicht zugestimmt haben.

    Eine weitere Aktionärin bezeichnete die Rückstellungen der UBS für die beiden Rechtsfälle als viel zu tief. Sie forderte ein "verantwortungsvolles Management" und schlug vor, die Boni um 50 Prozent zu kürzen. Etwa um zu verhindern, dass die Boni für Angestellte im Mutterschutz gekürzt würden. Das Thema Vereinbarung von Arbeit und Familie sei für die UBS von hoher Wichtigkeit, antwortete VR-Präsident Axel Weber.

    "In Richtung Nachhaltigkeit"

    Ansonsten war im ersten Teil der GV vor allem die Nachhaltigkeit der Bank ein Thema. Die Anlagestiftung Actares, die das nachhaltige Wirtschaften in den Fokus stellt, bedankte sich bei der UBS-Spitze zwar für die Dialogbereitschaft, bezweifelte aber, dass die UBS in Sachen Nachhaltigkeit, Klimaschutz oder auch Menschenrechten schon genug fortgeschritten sei.

    VR-Präsident Weber wies dabei darauf hin, dass die Bank die "Balance" immer mehr in Richtung Nachhaltigkeit verschiebe, was aber ein langwieriger Weg sei. Überhaupt würden die Standards in Bezug etwa auf Terrorfinanzierung oder Korruption angezogen.

    Anwesend waren zu Beginn der Generalversammlung gemäss den Angaben 1254 Aktionäre. Mit den Aktienstimmen, die vom unabhängigen Stimmrechtsberater vertreten werden, sind 76 Prozent der stimmberechtigten Aktienstimmen anwesend.

    uh/tt

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG