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  • 21.03.2019 Sunrise sieht bei Aktionären Rückhalt für UPC-Übernahme

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    Sunrise sieht bei Aktionären Rückhalt für UPC-Übernahme

    21.03.2019 | 13:03:12

    Zürich (awp/awp/sda/reu) - Trotz der Kritik des grössten Aktionärs sieht der Schweizer Telekom-Konzern Sunrise die geplante milliardenschwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC nicht in Gefahr. "Wir sind überzeugt, dass wir die Transaktion vollziehen werden", sagte Konzernchef Olaf Swantee am Donnerstag zu Reuters.

    Die Signale der übrigen Aktionäre seien insgesamt positiv. "Wir sind überzeugt, dass wir die Investoren für uns gewinnen können", erklärte der niederländisch-schweizerische Doppelbürger nach Treffen mit über 100 Grossanlegern.

    Sunrise hatte Ende Februar angekündigt, die Schweizer UPC vom US-Kabelnetzkonzern Liberty Global für 6,3 Milliarden Franken zu übernehmen. Die Transaktion soll durch eine Kapitelerhöhung im Umfang von 4,1 Milliarden Franken finanziert werden - mehr, als das Unternehmen an der Börse zur Zeit auf die Waage bringt. Die Anleger reagierten ungnädig, die Aktie verlor inzwischen rund acht Prozent an Wert.

    Der mit einem Anteil von 24,5 Prozent grösste Eigner Freenet kannte zwar die Logik des Zukaufs an, zog die vorgesehene Transaktionsstruktur aber in Zweifel. An der Kapitalerhöhung wollen sich die Deutschen nicht beteiligen. Ob sie für den Deal stimmen werden ist zur Zeit unsicher.

    "Die Aussagen des Freenet-Finanzchefs, wonach die Gesellschaft grundsätzliche Änderungen an der Transaktionsstruktur fordert, haben uns etwas überrascht", sagte Sunrise-Finanzchef Andre Krause. "Wir haben sämtliche Details der Transaktion während einem Jahr im Verwaltungsrat diskutiert und wir haben einen unterschriebenen Vertrag."

    Freenet könne die Abstimmung, bei der eine einfache Mehrheit der abgegeben Stimmen für einen Sieg notwendig ist, ohnehin nicht allein entscheiden. Auf einer normalen Generalversammlung seien jeweils 60 bis 70 Prozent der Aktionäre präsent. Bei einer ausserordentlichen Versammlung dürften es mehr sein, so Krause. Die betreffende Aktionärsversammlung soll einige Wochen nach dem Entscheid der Wettbewerbshüter zum Deal stattfinden. Sunrise rechnet nicht mit nennenswerten Auflagen der Kartellbehörden, sodass die Freigabe spätestens im September vorliegen dürfte.

    Zwölftägige Roadshow

    Swantee und Krause hatten jüngst auf einer zwölftägigen Investorenshow in England, Nordamerika, Frankreich, Deutschland und der Schweiz bei Anlegern für den Deal geworben. "Wir haben mit unseren Argumenten sehr viele überzeugt", erklärte Krause im ersten Interview seit den Treffen.

    "Hier entsteht ein neuer nationaler Champion, der den Platzhirsch Swisscom wirklich herausfordern und Wachstum treiben kann und erhebliches Synergie-Potenzial hat." Auch grosse Fonds aus England und den USA seien interessiert, einzusteigen.

    Analysten setzten dennoch ein Fragezeichen hinter die Erfolgschancen des Deals, auch wenn sie der Transaktion strategisch viel abgewinnen können. Berenberg hält den Kaufpreis angesichts des rückläufigen operativen UPC-Ergebnisses für zu hoch.

    Falls das UPC-Geschäft bis Mitte 2019 nicht anziehe, müsse der Deal überarbeitet werden, so der Broker. Krause gibt sich unbeirrt: "Wir sind zur Überzeugung gekommen, dass das UPC-Geschäft kurz vor dem Wendepunkt steht."

    Kein Plan B

    Auch Sunrise-Chef Swantee erteilte Forderungen nach einer Anpassung des Deals eine Absage. "Wir haben keinen Plan B", sagte er. "Wir werden keine neuen Verhandlungen führen."

    Sunrise habe alle Szenarien diskutiert, einschliesslich einer Fusion, einer Übernahme und einer Minderheitsbeteiligung von Liberty. Die einzige Alternative sei ein Alleingang. Sunrise, die vor allem im Mobilfunk stark ist, werde auch dann erfolgreich sein, aber auf viele Vorteile des UPC-Deals wie eine umfassende Internet-Infrastruktur, eine breitere Kundenbasis und Kostensynergien verzichten müssen. "Es wird auch in ein paar Jahren kein besseres Projekt für Sunrise geben", prognostizierte Swantee.

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  • 13.03.2019 Salt mit leicht weniger Umsatz und Betriebsgewinn im 2018

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    Salt mit leicht weniger Umsatz und Betriebsgewinn im 2018

    13.03.2019 | 14:51:40

    (Zusammenfassung)

    Renens (awp) - Salt hat im vergangenen Jahr zwar erneut einen leichten Knick bei Umsatz und Betriebsgewinn erlitten, an der Kundenfront aber Fortschritte gemacht. Die Fusion der Konkurrenten Sunrise und UPC bereitet Salt-Chef Pascal Grieder keine schlaflosen Nächte.

    "Wir sind sehr zuversichtlich in Bezug auf unsere Stellung im Schweizer Markt", sagte der neue Salt-Chef am Mittwoch vor den Medien in Renens VD. Salt habe die beste Festnetzinfrastruktur, die zufriedensten Kunden und die besten Preise.

    Daran ändere auch die Übernahme von UPC durch Sunrise für 6,3 Milliarden Franken nichts, durch die Sunrise Zugang zum Kabelnetz bekomme. Salt setze einen Akzent auf die Akquisition von Nicht-Mobilfunkkunden, indem man massiv in das Glasfasernetz investiere. Der bisherige reine Mobilfunker war im vergangenen März mit Kampfpreisen ins TV- und Internetgeschäft eingestiegen.

    Dabei benutzt das Unternehmen die Glasfaserleitungen von Stromversorgern. Das TV- und Internetgeschäft habe sich gut entwickelt. "Wir sind zufrieden", sagte Grieder, ohne Zahlen zu nennen. Zu den Auswirkungen der Elefantenhochzeit von Sunrise und UPC auf die Preise in der Schweiz wollte sich der Salt-Chef nicht konkret äussern.

    Weniger Umsatz und EBITDA

    2018 hat Salt etwas weniger umgesetzt und operativ verdient. Der Umsatz sank um 2,1 Prozent auf 1,03 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) fiel um 0,8 Prozent auf 468,3 Millionen.

    Grund dafür ist zum einen die deutliche Senkung der Durchleitungsgebühren im Handynetz, die im Fachjargon Mobilfunkterminierungsgebühren genannt werden. Ohne diese Senkung, welche die Swisscom, Sunrise und Salt vereinbart haben, hätte der Umsatz zugenommen.

    Zum anderen sei der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde geschrumpft, schrieb Salt im Geschäftsbericht. Einen Teil des Rückgangs habe das neue TV- und Internetgeschäft wettgemacht.

    Beim Betriebsgewinn spielten noch Pensionsverpflichtungen eine Rolle, die im Vorjahr das Ergebnis nach oben getrieben hatten. Ohne diese wäre der EBITDA um 1,6 Prozent gestiegen, erklärte Salt.

    Reingewinn verdoppelt

    Unter dem Strich verdoppelte sich der Reingewinn beinahe auf 72,2 Millionen Franken. Dies ist massiv gesunkenen Abschreibungen und Amortisationen sowie viel tieferen Finanzkosten zu verdanken. Allerdings war im Vorjahr der Gewinn um fast zwei Drittel abgestürzt.

    Bei der Geschäftsgrundlage konnte sich Salt stabilisieren. Zwar nahm die Zahl der Prepaidkunden nach dem vorübergehenden Anstieg im Vorjahr wieder ab. Ihre Zahl schrumpfte um gut 5 Prozent auf 647'000.

    Dagegen legte Salt bei den lukrativen Abokunden weiter um 1 Prozent auf 1,236 Millionen zu. Zudem hat die Wechselrate von Abokunden markant abgenommen. Diese sei auf den tiefstem Niveau seit 2013, gab das Unternehmen bekannt.

    Überdies hat die Telekomanbieterin 15 neue Läden eröffnet, während 2 geschlossen wurden. Insgesamt hat Salt damit aktuell 100 Shops in der ganzen Schweiz. Bis Ende Jahr sollen noch drei weitere hinzukommen.

    Verlust von UPC und Coop Mobile

    Rückschläge hat Salt indes bei den Geschäftskunden erlitten. Coop Mobile hat im Januar 2019 auf das Mobilfunknetz der Swisscom gewechselt. Damit hat der drittgrösste Mobilfunkanbieter einen weiteren Grosskunden an den "blauen Riesen" verloren, nachdem bereits der Kabelnetzbetreiber UPC abgesprungen war.

    Allerdings gibt es einen gewichtigen Unterschied zwischen dem Wechsel von Coop Mobile und UPC zur Swisscom: Bei UPC mussten die Kunden nichts unternehmen und wurden automatisch umgestellt. Telekomexperten bezweifeln allerdings, dass viele Coop-Mobile-Kunden den Wechsel mitmachen. Auch Salt-Chef Pascal Grieder rechnet gemäss früheren Aussagen nicht mit einer Abwanderungswelle.

    Im laufenden Jahr geht der Preiskampf im Mobilfunk weiter, insbesondere bei der Benutzung des Handys im Ausland (Roaming). Hier haben die Swisscom, Sunrise und Salt in der jüngsten Zeit eine Reihe von neuen Abos lanciert.

    Im Fokus steht 2019 allerdings die Einführung der neuen Mobilfunkgeneration 5G. Alle drei Mobilfunker haben die dafür nötigen Frequenzen im Februar für rund 380 Millionen Franken ersteigert. Am meisten bezahlt die Swisscom mit 195,6 Millionen Franken, während Salt 94,5 Millionen auf den Tisch legt. Sunrise macht 89,2 Millionen Franken locker.

    Sunrise will 5G bis Ende März in 150 Städte und Orte bringen. Die Swisscom will bis Ende Jahr 60 Städte und Gemeinden punktuell mit 5G versorgen. Salt plant gemäss früheren Angaben, die 5G-Technologie im dritten Quartal einzuführen.

    jb/fr/ra

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  • 08.03.2019 Mobilezone schafft trotz lahmender iPhone-Verkäufe Rekordergebnis

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    Mobilezone schafft trotz lahmender iPhone-Verkäufe Rekordergebnis

    08.03.2019 | 12:48:28

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Trotz lahmender iPhone-Verkäufe hat der Handyanbieter Mobilezone im vergangenen Jahr erneut ein Rekordergebnis geschafft. Umsatz und Gewinn erreichten die höchsten Werte in der Firmengeschichte. Eine Fortsetzung der Rekordjagd ist ungewiss. 2019 soll der Gewinn in etwa das Niveau von 2018 erreichen.

    Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um 2 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken. Der Betriebsgewinn (EBIT) legte um 4,8 Prozent auf 52,5 Millionen Franken zu. Dies sei bereits die siebte Steigerung des EBIT hintereinander, sagte Konzernchef Markus Bernhard am Freitag vor Medien und Analysten in Zürich.

    Unter dem Strich erzielte Mobilezone einen Reingewinn von 39,5 Millionen Franken. Das sind 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Dies sei die grösste Steigerung in der Firmengeschichte, sagte Bernhard. Allerdings war im Vorjahr der Reingewinn wegen einer einmaligen Steuerbelastung in der Schweiz eingeknickt.

    Rekorde auf allen Ebenen

    Insgesamt hat Mobilezone 2018 auf allen Ebenen neue Rekordergebnisse aufgestellt. Dennoch konnte der Konzern mit einem EBIT von 52,5 Millionen Franken das eigene Ziel von 55 bis 60 Millionen Franken nicht ganz erreichen, das er vor einem Jahr angekündigt hatte.

    "Wir waren bis November noch relativ zuversichtlich, dass wir das packen werden", sagte Bernhard. Die Monate November und Dezember seien aber enttäuschend gewesen. Schuld seien die wenig innovativen neuen iPhones, die Apple bereits im September lanciert habe, sagte Bernhard: "Dann kam aber nichts mehr."

    Dagegen habe Apple ein Jahr zuvor gleich zwei iPhones auf den Markt gebracht: Zunächst im September das iPhone 8 und im November dann das iPhone X, das eine grosse Nachfrage erlebt und die Leute in die Läden gelockt habe.

    2018 seien dagegen im November und Dezember die Besucherzahlen in den Shops abgeflaut. Die gedämpfte Nachfrage bei den iPhones habe 2 bis 3 Millionen Franken Betriebsgewinn gekostet, sagte Bernhard.

    Handelssparte verdient mehr

    Das Gewinnplus ist der Sparte Handel zu verdanken, die den Betriebsgewinn um 17 Prozent auf 43,3 Millionen Franken verbesserte. Das Segment Handel beinhaltet die Aktivitäten in den Schweizer Läden, das Online-Geschäft, das Firmenkundengeschäft und die Aktivitäten in Deutschland.

    Sowohl beim EBIT als auch beim Umsatz erwies sich vor allem die Übernahme des deutschen Telekomabo-Vermittlers TPHCom als Wachstumstreiber. Allein zum EBIT steuerte die neue Tochter 11,5 Millionen Franken bei. Der Umsatz stieg allerdings nur leicht um 1,8 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken, da der Grosshandel Federn lassen musste.

    Die Intensität des Wettbewerbes im Online-Geschäft in Deutschland habe wie erwartet nochmals zugenommen, schrieb Mobilezone. Zudem hatte der Konzern im 2017 wegen des günstigen Euro-Kurses viele iPhones über die deutsche Tochter an die Swisscom und in geringerem Ausmass auch an Sunrise verkauft. Denn beide Schweizer Telekomkonzerne hätten lieber in Deutschland eingekauft, weil ihnen der der Euro-Kurs besser geschmeckt habe, als den teureren Franken-Preis für die iPhones bei Apple zu bezahlen, sagte der neue Vize-Konzernchef Murat Ayhan.

    Diese Verkäufe seien 2018 wegen Vertragsänderungen weggefallen, da Swisscom und Sunrise nun wieder direkt bei Apple einkaufen würden. Das habe für einen Umsatzrückgang von rund 100 Millionen Franken im Grosshandel gesorgt, sagte Bernhard.

    Verkäufe in Läden laufen rund

    Dagegen konnte Mobilezone in den Schweizer Filialen mehr absetzen und den Umsatz mit Dienstleistungen wie Datentransfer, Einrichten von Smartphones oder Garantieverlängerungen steigern. Seit September würden auch wieder Salt-Abos verkauft, die Mobilezone vor zwei Jahren rausgeworfen hatte.

    Insgesamt hat Mobilezone 5 Läden in der Romandie geschlossen und besitzt schweizweit noch 119 eigene Shops. Bis Ende Jahr sollen es noch rund 115 Läden sein, sagte Bernhard.

    Im Service-Segment kletterte der Umsatz um 4,6 Prozent auf 96,3 Millionen Franken. Der EBIT schrumpfte dagegen von 12,1 Millionen auf 8,4 Millionen Franken. Das Segment beinhaltet die Mobilfunk- und Festnetzangebote von Talktalk sowie das Handyreparaturgeschäft in der Schweiz und in Österreich.

    Der Start ins 2019 war solide. Bis März sei der Geschäftsgang auf Vorjahresniveau. "Wir gehen davon aus, dass wir auch im laufenden Geschäftsjahr auf Stufe EBIT und Konzerngewinn ein Ergebnis erzielen werden, das mit dem abgeschlossenen Geschäftsjahr vergleichbar ist", sagte Bernhard. Mobilezone erwartet einen EBIT von 50 bis 55 Millionen Franken. Die Dividende soll unverändert auf 60 Rappen pro Aktie bleiben.

    jb/ra/tt

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  • 05.03.2019 S&P senkt Ausblick für Sunrise-Kreditrating auf "negativ"

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    S&P senkt Ausblick für Sunrise-Kreditrating auf "negativ"

    05.03.2019 | 12:00:02

    Zürich (awp) - Die Ratingagentur Standard&Poors (S&P) bewertet die Kreditwürdigkeit von Sunrise zwar weiterhin mit "BBB-", senkt aber den Ausblick für die Bonität auf "negativ" nach zuvor "stabil". Damit signalisiert S&P eine mögliche Senkung des Sunrise-Ratings um eine Stufe.

    S&P begründet den Schritt mit der in der Vorwoche angekündigten Milliardenakquisition des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz. Der Zukauf verbessere zwar den Wettbewerbsvorteil von Sunrise, S&P sieht aber Risiken im Zusammenhang mit der Integration und dem zuletzt rückläufigen Abonnententrend bei UPC.

    Sollte es Sunrise nicht schaffen, den Schuldenstand innert zweier Jahre nach Abschluss der Transaktion wieder auf das 3,25-fache des EBITDA zu senken, wäre gemäss S&P eine Abstufung fällig.

    Für UPC Schweiz setzt S&P das "BB-"-Kreditrating auf "Credit Watch Positive". Damit signalisiert die Ratingagentur eine mögliche Aufstufung in naher Zukunft. Gleiches gilt für die mit "BB" bewerteten Anleihen von UPC Schweiz, die von Sunrise übernommen werden.

    Auch Moody's stellt eine höhere Bonität für UPC Schweiz in Aussicht. Aktuell gilt die Bewertung "Ba3" - laut Moody's könnte es jetzt um eine Stufe nach oben gehen.

    ra/uh

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  • 28.02.2019 Sunrise schluckt Kabelnetzbetreiberin UPC für 6,3 Milliarden

    Sunrise schluckt Kabelnetzbetreiberin UPC für 6,3 Milliarden

    28.02.2019 | 15:44:32

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Zweiter Anlauf für eine Mega-Hochzeit in der Schweizer Telekombranche nach fast einem Jahrzehnt: Sunrise will UPC für 6,3 Milliarden Franken kaufen. Damit schliessen sich die Nummern zwei im Mobilfunk und im Festnetz zusammen, um der mächtigen Swisscom die Stirn zu bieten.

    "Wir können so den grössten Herausforderer der Swisscom im Schweizer Markt schaffen", erklärte Sunrise-Chef Olaf Swantee am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. "Wir haben alle Zutaten, um zu gewinnen." Man könne das Mobilfunknetz von Sunrise mit dem Kabelnetz von UPC kombinieren.

    Bisher ist Sunrise als zweitgrösster Telekomanbieter der Schweiz nur im Mobilfunk die Nummer zwei hinter der Swisscom. Im Festnetz liegt sie auf Platz drei hinter Branchenprimus Swisscom und der jetzigen Braut UPC, im TV-Geschäft ist sie gar nur die Nummer vier hinter der Swisscom, UPC und der Kabelnetzbetreiberin Quickline.

    Umgekehrt ist UPC als grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz nur im TV und Festnetz stark, leidet dort aber unter einem beschleunigten Aderlass an der Kundenfront. Dagegen ist die Mobilfunksparte trotz des steilen Wachstums immer noch sehr klein.

    Näherrücken an Swisscom

    Mit der Übernahme von UPC gewinnt Sunrise auch im Fernseh-, Internet- und Festnetztelefoniegeschäft deutlich an Gewicht und rückt der Swisscom näher. Gemeinsam mit UPC erreiche Sunrise im TV-Geschäft einen Marktanteil von 31 Prozent und im Internet einen Anteil von 30 Prozent. Im Mobilfunk betrage der gemeinsame Marktanteil knapp ein Viertel.

    Zudem erhält Sunrise mit UPC endlich ein eigenes Festnetz zu den Endkunden. Bisher muss sie es von der Swisscom oder den Stromversorgern mieten.

    Dies stärke den Wettbewerb, sagte Sunrise-Chef Swantee: Das Ziel der neuen Sunrise sei es, Marktanteile zu gewinnen. Dies gelte sowohl bei Privat- als auch bei Geschäftskunden. Auch hier würden sich UPC und Sunrise gut ergänzen. Während Sunrise bei grossen Unternehmen stark sei, habe UPC den Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gelegt.

    Allerdings ist der Abstand im Mobilfunk zum Platzhirsch Swisscom immer noch gross: Der "blaue Riese" kommt auf etwa 60 Prozent des Marktanteils. Bei den Geschäftskunden ist die Lage noch erdrückender. Dagegen ist der Unterschied im lukrativen TV-Geschäft mit 35 (Swisscom) zu 31 Prozent (Sunrise) Marktanteil nicht allzu gross.

    Swisscom muss vorerst wenig befürchten

    "Die Swisscom wird vorerst wenig befürchten müssen", urteilte Telekomexperte Ralf Beyeler vom Internetvergleichsdienst Moneyland. "Auch nach der Fusion bleibt die Swisscom mit Abstand der grösste Telekomanbieter der Schweiz. Die Swisscom hat eine sehr grosse Kundenbasis, für die ein Wechsel des Telekomanbieters nicht in Frage kommt."

    Dennoch wird die Swisscom die erstarkte Konkurrentin zu spüren bekommen: UPC hatte erst auf Anfang Jahr für ihr Mobilfunkangebot von Salt zum "blauen Riesen" gewechselt. Mit dem Kauf von UPC will Sunrise Bündelangebote nur noch mit Sunrise-Mobilfunkabos auf den Markt bringen. Damit dürfte dem Mobilfunkvertrag der Swisscom mit UPC der Boden weggezogen werden, der derzeit 146'000 Handykunden umfasst.

    Und im Breitbandinternet will Swantee Gas geben: Mit dem Kabelnetz von UPC erreicht Sunrise rund 60 Prozent der Haushalte mit einer Maximalgeschwindigkeit von derzeit bis zu 600 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), dessen Aufrüstung mit der neuen Technologie Docsis 3.1 auf das Spitzentempo 1 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) noch in diesem Jahr beginnen soll.

    Die ähnlich schnellen Glasfaseranschlüsse der Swisscom decken dagegen lediglich ein Drittel der Haushalte der Schweiz ab. Die restlichen Gebäude muss die Swisscom mit den langsameren Kupferleitungen versorgen.

    Wechsel vom Kupfer- zum Kabelnetz

    Aus Kostengründen werde die neu fusionierte Sunrise versuchen, möglichst viele Kunden an das Kabelnetz von UPC anzuschliessen, um weniger Mietleitungen bei der Swisscom und den Elektrizitätswerken bezahlten zu müssen, schätzt Beyeler. "Wir werden künftig weniger auf das Kupfernetz der Swisscom setzen", sagte Swantee im Gespräch.

    Bei den Glasfaserleitungen der Stromversorger wolle Sunrise aber nicht weniger Gas geben. Die Partnerschaften mit den Elektrizitätswerken seien ein starker Wert. "Das macht die Infrastruktur noch stärker", sagte Swantee.

    Welches TV-Angebot Sunrise künftig verwenden will, ist noch nicht klar. Zur Auswahl stehen das bisherige Sunrise-TV und die neue UPC-Plattform, die im Oktober auf den Markt kam. Bestehende Sunrise-Kunden könnten sich nun aber auch auf die Spiele der Schweizer Eishockeymeisterschaft freuen, deren Rechte bisher UPC inne hatte, sagte Swantee.

    Auswirkungen hat der Zusammenschluss allerdings auf die Beschäftigten. Es werde zu Stellenstreichungen im Management und in der Administration kommen. Es sei aber noch zu früh, das Ausmass des Abbaus zu beziffern, sagte Swantee.

    Auf der anderen Seite will Sunrise einen Teil der Dienstleistungen in die Schweiz holen, die für UPC derzeit in Amsterdam erledigt werden. Das dortige Team ist für die TV-Plattform, die Mobilfunkplattform, das Management der Kundenbeziehungen und die Erstellung der Rechnungen zuständig.

    Kein Veto der Weko befürchtet

    Auf die Frage, warum der Deal jetzt durchgeführt werde, antwortete Swantee: "Sunrise ist stark wie noch nie. Zudem war die Gelegenheit jetzt da und die gibt es später vielleicht nicht mehr." Ein Telekomexperte meinte, wenn Sunrise UPC nicht gekauft hätte, hätte Salt sich die Kabelnetzbetreiberin geschnappt.

    Swantee zeigte sich zuversichtlich, dass die Eidg. Wettbewerbskommission (Weko) dem Deal ihren Segen geben werde, anders als 2010. Damals hatten die Kartellwächter die geplante Fusion von Orange (heute Salt) und Sunrise verboten. Damals habe es sich um einen Zusammenschluss von zwei Firmen gehandelt, die vor allem im Mobilfunk stark gewesen seien. Dagegen sei der jetzige Zusammenschluss von Sunrise und UPC komplementär.

    jb/tt

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  • 28.02.2019 Sunrise-Grossaktionär Freenet macht Kapitalerhöhung nicht mit

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    Sunrise-Grossaktionär Freenet macht Kapitalerhöhung nicht mit

    28.02.2019 | 14:47:04

    Frankfurt (awp/reu) - Freenet, der mit Abstand grösste Aktionär von Sunrise, beteiligt sich nicht an der milliardenschweren Kapitalerhöhung, mit der der Telekomkonzern den Kauf von UPC Schweiz refinanzieren will.

    Unabhängig vom Volumen der Kapitalerhöhung sei die bei der Übernahme vorgesehene Transaktionsstruktur "herausfordernd", teilte Freenet am Donnerstag mit. Sunrise will 4,1 Milliarden Franken an Kapital aufnehmen - das ist mehr, als das Unternehmen am Mittwochabend an der Börse wert war.

    Freenet hält momentan knapp 25 Prozent der Aktien von Sunrise. Der deutsche Mobilfunkanbieter ist 2016 bei Sunrise eingestiegen. Er hatte damals ein Aktienpaket der Beteiligungsgesellschaft CVC Capital Partners gekauft.

    jr/rw

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  • 28.02.2019 Sunrise rechnet mit vertiefter Prüfung durch Weko

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    Sunrise rechnet mit vertiefter Prüfung durch Weko

    28.02.2019 | 11:24:47

    Zürich (awp) - Sunrise rechnet beim UPC-Kauf mit einer vertieften Prüfung der Wettbewerbshüter. Diese könnte fünf Monate dauern, sagte Finanzchef André Krause am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

    Sunrise werde das Gespräch mit den Kartellwächtern suchen, um seine Position deutlich zu machen. "Aber wir sind der Meinung, dass die Transaktion ohne Auflagen gutgeheissen wird", sagte Krause.

    Denn beide Geschäfte würden sich zum grossen Teil ergänzen. Durch den Deal entstünden keine stärkeren Positionen von signifikantem Ausmass in irgendeinem Marktsegment. Sunrise und UPC hätten keine dominante Marktstellung inne.

    Aber die Wettbewerbskommission Weko werde sich auch die gemeinsame Marktmacht von Swisscom und der neuen Sunrise anschauen. Deshalb sei eine vertiefte Prüfung sehr wahrscheinlich, sagte Krause.

    Sunrise-Chef Olaf Swantee sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP, die neue Sunrise werde den Wettbewerb verstärken. Man wolle als stärkere Nummer zwei als vorher im TV-, Internet- und Mobilfunk Marktanteile gewinnen.

    Er sei zuversichtlich, dass die Weko den Deal nicht untersagen werde wie 2010 die geplante Fusion von Orange (heute Salt) und Sunrise. Denn damals habe es sich um einen Zusammenschluss von zwei Firmen gehandelt, die vor allem im Mobilfunk stark gewesen seien.

    Dagegen sei der jetzige Zusammenschluss von Sunrise und UPC komplementär: So käme das Kabelnetz von UPC mit dem Mobilfunknetz und den Glasfaserpartnerschaften von Sunrise unter ein Dach. "Wir haben als neue Firma 31 Prozent Marktanteil im TV-Markt, 29 Prozent im Breitband und 24 Prozent im Mobilfunk", sagte Swantee.

    jb/rw

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  • 28.02.2019 Sunrise-Aktie nach UPC-Übernahmeankündigung stark unter Druck

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    Sunrise-Aktie nach UPC-Übernahmeankündigung stark unter Druck

    28.02.2019 | 09:52:59

    Zürich (awp) - Die Sunrise-Aktien geben am Donnerstagmorgen nach der Ankündigung der Übernahme von UPC Schweiz stark nach. Die Analystengemeinde zeigt sich indes positiv gestimmt gegenüber dem 6,3 Milliarden schweren Zukauf.

    Im frühen Handel starteten die Sunrise-Papiere mit rund minus 8 Prozent in den Handelstag und verloren zunächst bis zu 12 Prozent. Gegen 9.45 Uhr beträgt der Abschlag noch 8,6 Prozent auf 73,90 Franken. Die Aktien des Platzhirsches Swisscom notieren derweil 0,67 Prozent tiefer bei 460,50 Franken. Der Gesamtmarkt tendiert gemessen am SPI 0,14 Prozent tiefer.

    Die Finanzgemeinde bewertet die angepeilte Übernahme derweil durchs Band als strategisch sinnvoll, wie etwa die Bank Vontobel in einem ersten Kommentar schreibt. Die geschätzten Gesamtsynergien von 2,8 Milliarden Franken lägen deutlich über den Schätzungen der Bank. Auf Basis der neuen Gesamtzahl der Aktien attestieren die Vontobel-Analysten den Sunrise-Titeln einen Fair Value von bis zu 114 Franken pro Aktie.

    Auch die Analysten von Jefferies bewerten den Deal angesichts des "bedeutenden und glaubwürdigen" Synergiepotenzial positiv, zumal die Transaktion einer "sehr starken industriellen Logik" folge. Zu bedenken sei aber, dass die Zustimmung für die erforderliche Kapitalerhöhung noch ausstehe und keine Selbstverständlichkeit sei.

    Die ZKB beschäftigt sich indes mit den Auswirkungen der geplanten Übernahme auf den Platzhirsch Swisscom: "Kurz- bis mittelfristig dürften Sunrise und UPC vor allem mit sich selbst beschäftigt sein, was Swisscom taktische Vorteile bringen könnte", so die Bank. Während der geschätzt dreijährigen Integrationsphase erwarte man eine höhere Wechselbereitschaft der Kunden. Die Swisscom-Papiere bleiben nach Ansicht der ZKB unterbewertet.

    sta/rw

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  • 28.02.2019 Freenet profitiert von Nachfrage nach Smartphones - Dividende nur stabil

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    Freenet profitiert von Nachfrage nach Smartphones - Dividende nur stabil

    28.02.2019 | 09:21:40

    BÜDELSDORF (awp international) - Der Mobilfunkanbieter Freenet hat im vierten Quartal von deutlich gestiegenen Smartphone-Verkäufen profitiert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte auch dank höherer Gewinnbeiträge der Schweizer Mobilfunkbeteiligung Sunrise um 8,3 Prozent auf 128 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag aus Basis vorläufiger Zahlen in Büdelsdorf mitteilte. Das war deutlich mehr als Analysten im Schnitt mit 115 Millionen Euro erwartet hatten. Der Umsatz stieg im Schlussquartal um 4,1 Prozent auf 988,9 Millionen Euro, wenn die Effekte einer Bilanzierungsänderung ausgeklammert werden. Die Aktie sackte jedoch nach Handelsbeginn um 4 Prozent ab.

    Zum Nettogewinn machte Freenet zwar keine Angaben, die für Anleger wichtige Dividende soll mit 1,65 je Aktie aber lediglich stabil bleiben. Freenet hatte mit dem Einstieg über rund 9 Prozent bei Ceconomy und dem Kursrutsch der Aktie des Elektronikhändlers im Laufe des Jahres eine hohe Sonderbelastung verbuchen müssen. Zudem ging der Zufluss frei verfügbarer Geldmittel mit 326,1 Millionen Euro im Gesamtjahr zurück, weil das Unternehmen die Lagerbestände unter anderem für Smartphones aufstockte. Im laufenden Jahr peilt Freenet wie von Analysten erwartet einen stabilen Umsatz an, das operative Ergebnis soll ohne die Dividende von Sunrise zwischen 420 und 440 Millionen Euro liegen./men/mis

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  • 27.02.2019 Sunrise übernimmt UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken

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    Sunrise Comm Gr N 72.90 -0.70 -0.95% 95.00 70.20 98'732

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    Sunrise übernimmt UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken

    27.02.2019 | 23:58:01

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Grossfusion auf dem Schweizer Telekommarkt: Sunrise übernimmt UPC Schweiz und bezahlt dafür 6,3 Milliarden Franken. Damit soll ein stärkerer und Herausforderer für die Swisscom geschaffen werden.

    Mit Sunrise und UPC Schweiz kommen zwei Unternehmen zusammen, die sich bis zu einem gewissen Grad ergänzen. Sunrise ist im Mobilfunk stark, UPC im Internet- und TV-Geschäft. Bislang war UPC Schweiz im Besitz des britischen Kabelnetzgiganten Liberty Global.

    Die Transaktion stärkt die Position von Sunrise als starke Nummer zwei in den Bereichen Mobilfunk, TV, Breitbandinternet und Festnetztelefonie, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. UPC Schweiz sei mit Highspeed-Breitbandinternet und eigenem TV-Inhalt sowie einem 17'500 Kilometer langen Glasfasernetz eine "attraktive Ergänzung".

    Swisscom herausfordern

    Sunrise-Chef Olaf Swantee sieht die Übernahme als "grosse Chance". Die Schweiz erhalte dadurch einen stärkeren Telekomanbieter mit einer sehr guten Infrastruktur - bestehend aus dem Kabelnetz von UPC und den 4G- und bald auch 5G-Mobilfunknetzen von Sunrise.

    "Wir wollen damit den Markt bewegen", sagte er am Mittwochabend zur Nachrichtenagentur AWP. Die neue Sunrise wolle zur grossen Herausforderin der Swisscom werden.

    In Zahlen ausgedrückt: Bei den Mobilfunkkunden kommt Sunrise inklusive UPC auf einen Marktanteil von 24 Prozent, im Breitbandinternet auf 30 Prozent und im Fernsehgeschäft mit 1,4 Millionen TV-Kunden auf 31 Prozent.

    Kapitalerhöhung

    Dafür nimmt Sunrise 6,3 Milliarden Franken in die Hand und wird dafür auch neues Aktienkapital ausgeben. Konkret übernimmt Sunrise mit 3,6 Milliarden Franken einen Teil der ausstehenden UPC-Schulden.

    Die verbleibenden Teil des Kaufpreises von 2,7 Milliarden finanziert Sunrise via die Ausgabe einer Bezugsrechtsemission über 4,1 Milliarden Franken. Dieser geht in bar an Liberty Global. Mit dem Rest werden bestehende Schulden in Höhe von 1,1 Milliarden getilgt.

    Sunrise geht davon aus, dass der Deal im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden kann. Die Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden werde im zweiten oder dritten Quartal 2019 erwartet.

    Das kombinierte Unternehmen Sunrise/UPC wäre im Geschäftsjahr 2018 auf einen Umsatz von 3,17 Milliarden Franken gekommen. Zusammen kommt die Nummer zwei der Branche auf einen bereinigten Betriebsgewinn EBITDA von 1,24 Milliarden

    Im Vergleich mit der Swisscom ist die neue Firma aber immer noch ein kleiner Fisch. Der Branchenprimus erwirtschaftete im letzten Jahr knapp 11,7 Milliarden Franken Umsatz und einen Betriebsgewinn von 4,2 Milliarden.

    Synergien - und Stellenabbau?

    Der Käufer Sunrise verspricht sich von dem Deal Synergien bei Kosten und Investitionen von jährlich 190 Millionen Franken ab dem dritten Jahr nach Abschluss der Transaktion. Dazu kommen ab dem fünften Jahr nach der Übernahme Ertragssynergien von rund 45 Millionen Franken.

    Was die Synergien für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeute, mochte Sunrise-Chef Swantee noch nicht sagen. "Dafür ist es zu früh." Er gehe jedoch davon aus, dass die Auswirkungen für die eigentlichen Dienstleistungsabteilungen und bei den Verkaufsteams moderat sein würden. Ein Abbau sei hingegen im Management und in der Administration zu erwarten.

    Bei UPC hiess es, man könne davon ausgehen, dass es bei Doppelspurigkeiten einen Abbau geben werde. "Wie dieser abläuft, ist noch offen. Der Prozess soll transparent und fair ablaufen. Die Stellen sollen mit den besten Leuten besetzt werden", sagte Sprecherin Alexandra Bini. Das Ausmass des Abbaus ist noch nicht bekannt. Das liege in den Händen von Sunrise.

    Sunrise läuft es besser

    Gleichzeitig mit der Übernahme publizierte Sunrise die Zahlen zum Geschäftsjahr 2018. Der Umsatz stieg um 1,2 Prozent auf 1,88 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn EBITDA schrumpfte indes leicht um 1,1 Prozent auf 601 Millionen Franken.

    Unter dem Strich blieb noch ein Reingewinn von 107 Millionen. Im Vorjahr hatten noch 505 Millionen Franken in der Kasse geklingelt, was dem Verkauf von 2200 Antennenmasten geschuldet war. Dieser hatte 420 Millionen Franken eingebracht. Unter Ausklammerung des Mastverkaufs stieg der Reingewinn 2018 um 3,4 Prozent.

    Weniger gut unterwegs war UPC. Diese hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatzrückgang um 3,7 Prozent auf gut 1,30 Milliarden Franken erlitten. Grund dafür sei der härtere Wettbewerb und die Kundenentwicklung in den vergangenen Quartalen. Der operative Gewinn ist markant gefallen.

    In den letzten zwölf Monaten hat UPC markant an Kunden verloren. Am grössten war der Aderlass im TV-Geschäft. Und gegen Jahresschluss hat sich die Talfahrt beschleunigt. Im vierten Quartal ist der Umsatz von UPC um 5,1 Prozent geschrumpft.

    Sunrise geht denn auch davon aus, dass die finanzielle Entwicklung von UPC 2019 erneut negativ ausfallen und ungefähr auf dem Niveau von 2018 ausfallen wird. Der neue Besitzer ist aber der Meinung, dass sich die Lage von UPC danach stabilisieren wird und verweist auf operative Massnahmen wie eine neue TV-Videoplattform und Bündelangebote.

    ra/jb

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  • 27.02.2019 UPC mit Umsatzrückgang im vergangenen Jahr

    Betroffene Wertpapiere

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    UPC mit Umsatzrückgang im vergangenen Jahr

    27.02.2019 | 23:49:36

    Zürich (awp) - Die Kabelnetzbetreiberin UPC hat im vergangenen Jahr erneut einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Der Gesamtumsatz schrumpfte um 3,7 Prozent auf 1,296 Milliarden Franken.

    Grund dafür sei der härtere Wettbewerb und die Kundenentwicklung in den vergangenen Quartalen, teilte die Tochter des Kabelnetzgiganten Liberty Global, die an Sunrise verkauft wird, am Mittwochabend in einem Communiqué mit. In den letzten zwölf Monaten hat UPC markant an Kunden verloren. Am grössten war der Aderlass im TV-Geschäft, wo 117'500 Kunden verlorengingen. Der Gesamtbestand an TV-Kunden schmolz auf 1,08 Millionen.

    Im Internet büsste UPC 49'000 Abonnenten ein und zählte noch gut 700'000 Kunden. In der Festnetztelefonie fiel der Bestand um gut 18'000 Kunden auf knapp 520'000. Einzig beim kleinen Mobilfunkgeschäft ging es weiterhin aufwärts. Hier konnte UPC 31'500 mehr Kunden anlocken und hatte Ende Dezember über 146'000 Handynutzer.

    Gegen Jahresschluss hat sich die Talfahrt von UPC beschleunigt. Im vierten Quartal sei der Umsatz um 5,1 Prozent geschrumpft, gab Liberty Global bekannt.

    Profitabilität gefallen

    Auch die Profitabilität hat massiv gelitten. Der Operating Cash Flow, den Liberty Global als eine Kennzahl für die operative Leistung ansieht, sackte im vergangenen Jahr bei UPC um über 10 Prozent ab.

    Dennoch ist die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz deutlich profitabler als Sunrise, die UPC jetzt kauft. UPC hat einen bereinigten Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) von 637 Millionen Franken erzielt, wie aus dem Sunrise-Communiqué hervorgeht. Vorjahreszahlen wurden nicht genannt.

    Zum Vergleich: Sunrise hat lediglich einen bereinigten EBITDA von 601 Millionen Franken eingefahren. Dabei ist der Umsatz von Sunrise mit 1,876 Milliarden Franken wesentlich grösser als jener von UPC 1,296 Milliarden Franken.

    UPC mit Traummarge

    UPC erreicht damit eine bereinigte EBITDA-Marge von 49,1 Prozent. Davon können andere Schweizer Telekomkonzerne nur träumen. Sunrise kommt auf 32 Prozent, die Swisscom auf eine unbereinigte EBITDA-Marge von 36 Prozent.

    Gemeinsam erzielen Sunrise und UPC einen Umsatz von 3,173 Milliarden Franken. Der bereinigte EBITDA beläuft sich nach pro Forma-Zahlen auf 1,238 Milliarden Franken.

    jb/ra

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  • 27.02.2019 Sunrise 2018 mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn

    Betroffene Wertpapiere

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    Sunrise 2018 mit mehr Umsatz und tieferem Gewinn

    27.02.2019 | 22:37:56

    Zürich (awp) - Sunrise hat 2018 etwas mehr umgesetzt, unter dem Strich aber weniger verdient. Der Umsatz stieg 2018 um 1,2 Prozent auf 1,88 Milliarden Franken. Der bereinigte Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) schrumpfte indes leicht um 1,1 Prozent auf 601 Millionen Franken.

    Unter dem Strich blieb noch ein Reingewinn von 107 Millionen Franken, wie Sunrise am Mittwochabend bekannt gab. Im Vorjahr hatten noch 505 Millionen Franken in der Kasse geklingelt. Der damalige Gewinnsprung war allerdings auf den Verkauf von über 2200 Antennenmasten an die spanische Firma Cellnex zurückzuführen, was 420 Millionen Franken eingebracht hatte. Unter Ausklammerung des Mastverkaufs stieg der Reingewinn 2018 um 3,4 Prozent.

    Die Aktionäre sollen eine Dividende von 4,20 Franken je Aktie erhalten, nach 4,00 Franken im Vorjahr.

    Erwartungen erfüllt

    Mit den vorgelegten Zahlen hat Sunrise die Erwartungen der Finanzgemeinde ungefähr erfüllt. Analysten hatten im Schnitt (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 1,88 Milliarden, einem adjustierten EBITDA von 600 Millionen und einem Reingewinn von 91 Millionen Franken gerechnet.

    Für 2019 zeigt sich Sunrise zuversichtlich: Es wird ein Umsatz zwischen 1,86 und 1,90 Milliarden und ein EBITDA (bereinigt) zwischen 608 und 623 Millionen angepeilt. Die Investitionen sollen zwischen 420 und 460 Millionen Franken betragen.

    Bei Eintreffen der Prognose für 2019 will Sunrise eine Dividende von 4,35 bis 4,45 Franken pro Aktie zahlen.

    Sunrise hatte gleichzeitig mit den Zahlen den Kauf des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken kommuniziert. Diese hat im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatzrückgang um 3,7 Prozent auf gut 1,30 Milliarden Franken erlitten. Das Minus wurde mit dem wettbewerbsintensiven Marktumfeld begründet.

    ra/

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  • 27.02.2019 Sunrise übernimmt UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken

    Betroffene Wertpapiere

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    Sunrise übernimmt UPC Schweiz für 6,3 Milliarden Franken

    27.02.2019 | 22:22:05

    Zürich (awp) - Grossfusion auf dem Schweizer Telekommarkt: Sunrise übernimmt UPC Schweiz und bezahlt dafür 6,3 Milliarden Franken. Damit solle ein stärkerer und konvergenter Herausforderer im Schweizer Markt geschaffen werden, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag mit.

    Der Deal soll laut den Angaben im zweiten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden. Die Zustimmung durch die Wettbewerbsbehörden werde im zweiten oder dritten Quartal 2019 erwartet.

    Sunrise übernimmt mit 3,6 Milliarden Franken einen Teil der ausstehenden UPC-Schulden. Die verbleibenden Teil des Kaufpreises von 2,7 Miliarden finanziert Sunrise via die Ausgabe einer Bezugsrechtsemission über 4,1 Milliarden Franken.

    Der Käufer verspricht sich von dem Deal Synergien bei Kosten und Investitionen von jährlich 190 Millionen Franken ab dem dritten Jahr nach Transaktionsabschluss. Der Barwert dieser Synergien betrage nach Abzug der Integrationskosten rund 2,4 Milliarden Franken.

    Mit Sunrise und UPC Schweiz kommen zwei Unternehmen zusammen, die sich bis zu einem gewissen Grad ergänzen. Sunrise ist im Mobilfunk stark, UPC im Internet- und TV-Geschäft. Bislang war UPC Schweiz im Besitz des Liberty-Global-Konzerns.

    Gerüchte über eine Übernahme gibt es seit Monaten, seit einigen Wochen brodelte es dann richtiggehend in der Gerüchteküche. Anfang Februar bestätigte Sunrise, dass Gespräche geführt werden. In der Nacht auf Mittwoch vermeldete das Unternehmen, diese Gespräche befänden sich in einem "fortgeschrittenen" Stadium.

    rw/

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  • 27.02.2019 Sunrise führt "fortgeschrittene Gespräche" für UPC-Übernahme

    Betroffene Wertpapiere

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    Sunrise führt "fortgeschrittene Gespräche" für UPC-Übernahme

    27.02.2019 | 10:48:25

    (Mit einer Analysteneinschätzung und Aktienkurs ergänzt)

    Zürich (awp) - Im Schweizer Telekommarkt wird eine Grossfusion immer wahrscheinlicher. Sunrise führt nach wie vor Gespräche über eine Übernahme von UPC Schweiz. Diese seien in einem "fortgeschrittenen" Stadium, teilte Sunrise in der Nacht auf Mittwoch mit.

    Erstmals wurde auch eine Zahl genannt. So werde mit der UPC-Schweiz-Muttergesellschaft Liberty über einen Unternehmenswert von 6,3 Milliarden Franken gesprochen, hiess es weiter.

    Es seien aber noch keine endgültigen Entscheide getroffen worden, wurde betont. Und es werde lediglich zu einer Transaktion kommen, wenn diese strategisch überzeuge und nachweislich Wert für die Aktionäre schaffe, so Sunrise.

    Sollte es zu einem Deal kommen, sei das Schweizer Unternehmen einer umsichtigen Kapitalstruktur verpflichtet und werde die bestehende progressive Ausschüttungspolitik beibehalten.

    Sunrise wird am (morgigen) Donnerstag den Jahresabschluss vorlegen.

    "Attraktiver Preis"

    Die Analysten der Bank Vontobel sprechen von einem auf den ersten Blick attraktiven Preis. Sie erinnern daran, dass zuletzt Summen in der Grössenordnung von 8 bis 9 Milliarden Franken herumgeboten wurden. Sie halten eine Kombination des Kabelnetzbetreibers UPC und der schwergewichtig im Mobilfunk tätigen Sunrise im Übrigen nach wie vor für sinnvoll, weil sich die Produkte ergänzen würden.

    An der Börse werfen die Nachrichten keine hohen Wellen. Um 10.30 Uhr geben die Sunrise-Aktien um 0,7 Prozent nach und damit nur etwas stärker als der Gesamtmarkt. Die Papiere kommen nicht vom Fleck, seit die Gerüchte um einen Zusammenschluss kursieren.

    rw/uh

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  • 27.02.2019 Sunrise führt "fortgeschrittene Gespräche" für UPC-Übernahme

    Betroffene Wertpapiere

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    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Sunrise Comm Gr N 72.90 -0.70 -0.95% 95.00 70.20 98'732

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    Sunrise führt "fortgeschrittene Gespräche" für UPC-Übernahme

    27.02.2019 | 06:21:11

    Zürich (awp) - Im Schweizer Telekommarkt wird eine Grossfusion immer wahrscheinlicher. Sunrise führt nach wie vor Gespräche über eine Übernahme von UPC Schweiz. Diese seien in einem "fortgeschrittenen" Stadium, teilte Sunrise in der Nacht auf Mittwoch mit.

    Erstmals wurde auch eine Zahl genannt. So werde mit der UPC-Schweiz-Muttergesellschaft Liberty über einen Unternehmenswert von 6,3 Milliarden Franken gesprochen, hiess es weiter.

    Es seien aber noch keine endgültigen Entscheide getroffen worden, wurde betont. Und es werde lediglich zu einer Transaktion kommen, wenn diese strategisch überzeuge und nachweislich Wert für die Aktionäre schaffe, so Sunrise.

    Sollte es zu einem Deal kommen, sei das Schweizer Unternehmen einer umsichtigen Kapitalstruktur verpflichtet und werde die bestehende progressive Ausschüttungspolitik beibehalten.

    Sunrise wird am (morgigen) Donnerstag den Jahresabschluss vorlegen.

    rw/uh

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG