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  • 19.09.2018 SRG verlegt Teil der Radio-Info nach Zürich - Berner verärgert

    SRG verlegt Teil der Radio-Info nach Zürich - Berner verärgert

    19.09.2018 | 17:30:27

    (Meldung ausgebaut)

    Bern (awp/sda) - Die SRG bleibt trotz Widerstand aus Politik und Wirtschaft hart: Der Grossteil der Radio-Informationsabteilung soll von Bern nach Zürich umziehen. Das hat der Verwaltungsrat der SRG entschieden, wie er am Mittwoch mitteilte.

    170 Mitarbeitende von "Echo der Zeit", "Rendez-vous" und anderen Infosendungen sind vom Umzug vom Radiostudio Bern ins Fernsehstudio Leutschenbach betroffen. Die Verlegung der Arbeitsplätze solle vorbehältlich des gesetzlich vorgeschriebenen Konsultationsverfahrens ab Ende 2020 stattfinden, schreibt die SRG. Sie betont, dass sie in Bern mit 550 Mitarbeitern präsent bleibe.

    Der Verwaltungsrat folgte mit dem Verlagerungsentscheid einem Antrag der SRF-Geschäftsleitung. Mit der Massnahme sollen jährlich fünf Millionen Franken gespart werden - ohne dass Arbeitsplätze abgebaut oder das Programm tangiert würde, betont die SRG. Sie will insgesamt 100 Millionen Franken sparen.

    "Der Service public steht im Dienst der Gesellschaft", erklärte SRG-Generaldirektor Gilles Marchand im Communiqué. "Er muss sich ständig neuen Rahmenbedingungen anpassen und gleichzeitig die Entwicklung der Medien antizipieren."

    15 Jahre nach der Revolution im Videobereich fänden die nächsten Umwälzungen im Audiobereich statt. Im Dialog mit den Teams sei es wichtig, die Präsenz der Sendungen und Programme auch in den neuen Mediennutzungsformen sicherzustellen. Mit der Reorganisation der Radioredaktionen setze die SRG die Digitalisierung fort.

    SSM will Rechtmässigkeit prüfen

    Der Entscheid des SRG-Verwaltungsrats löste scharfe Kritik aus. Die Zentralisierung stehe einem öffentlich finanzierten und national tätigen Medium "nicht gut an", schrieb die Genossenschaft SRG Bern Freiburg Wallis.

    Sie ist Teil der SRG-Familie. Intern werden nun alle möglichen Szenarien diskutiert, bis zu einem Austritt. Der Vorstand werde sich am Donnerstag treffen und über das weitere Vorgehen diskutieren, sagte Präsident Leander Jaggi im Regionaljournal von Radio SRF. Das letzte Wort werden die Genossenschafter haben.

    "Schlag für Mitarbeiter"

    Der "Entscheid gegen Bern" dürfte für viele Mitarbeitende ein schwerer Schlag sein und Existenzen gefährden, befürchtet die Genossenschaft. Sie fordert die SRG auf, gegenüber dem Personal Verantwortung zu übernehmen.

    Das Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM) will die Rechtmässigkeit des Umzugsentscheids prüfen. Dieser sei gefällt worden, ohne dass dem SSM sein Recht auf Anhörung zugestanden worden sei, schreibt die Gewerkschaft.

    Besorgte Behörden

    Deutliche Worte fanden auch Stadt und Kanton Bern sowie die Hauptstadtregion in einem gemeinsamen Communiqué. Die SRG drohe an Rückhalt in der Bevölkerung zu verlieren. "Wir sind besorgt über die Konzentration der News-Medien in Zürich."

    Für den Berner Stadtpräsidenten Alec von Graffenried, Regierungsrat Christoph Ammann und den Freiburger Stadtammann Thierry Steiert ist das "kompromisslose Vorgehen" des gebührenfinanzierten öffentlichen Medienunternehmens "sachlich falsch und politisch unsensibel".

    "Mit diesem Vorgehen wird sich die SRG mittelfristig schwächen, nicht stärken", wird Ammann zitiert. Die SRG-Spitze stosse nicht nur die Region Bern vor den Kopf, sondern verabschiede sich zunehmend von der Grundidee eines regional verankerten Service public.

    mk

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  • 01.05.2018 Kanton Bern schreibt erneut schwarze Zahlen

    Kanton Bern schreibt erneut schwarze Zahlen

    01.05.2018 | 13:05:16

    Bern (awp/sda) - Der Kanton Bern hat vergangenes Jahr einen Überschuss von 49 Millionen Franken erzielt. Das ist nur etwa halb so viel wie budgetiert. Die Kantonsregierung spricht dennoch von einem insgesamt den Erwartungen entsprechenden Ergebnis.

    Ein Blick auf die Jahresrechnung 2017 zeigt, dass der Kanton Bern im vergangenen Jahr von der konjunkturellen Entwicklung profitiert und mehr Steuern eingenommen hat. Positiv zu Buche schlugen auch die höhere Gewinnausschüttung der Nationalbank und ein höherer Finanzertrag.

    Negativ wirkten sich unter anderem höhere Abschreibungen infolge des neuen Rechnungslegungsmodells HRM2 oder der Strassennetzbeschluss 2 des Bundes aus. Bei einem Aufwand von 11,25 Milliarden Franken und einem Ertrag von 11,30 Milliarden Franken schaute unter dem Strich ein Plus von 49 Millionen Franken heraus, die fünfte positive Rechnung in Folge.

    Die Nettoinvestitionen liegen mit 465 Millionen Franken leicht über Budget. Sie konnten vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der Finanzierungssaldo beläuft sich auf 14 Millionen Franken, budgetiert waren dafür lediglich 8 Millionen Franken. Die gesetzlich verankerte Schuldenbremse konnte eingehalten werden.

    Nachdem sich die finanzpolitischen Perspektiven im Herbst 2016 verdüstert hatten, sei es in den vergangenen Jahren gelungen, mit einer restriktiven Budgetierung und Entlastungsmassnahmen den Finanzhaushalt auch planerisch wieder zu stabilisieren, bilanzierte Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) am Dienstag vor den Medien.

    Die finanzpolitischen Herausforderungen hält sie aber weiterhin für gross. Simon verwies auf das hohe Ausgabenwachstum in einzelnen Aufgabenbereichen, etwa in der Gesundheit und im Sozialwesen. Gleichzeitig drohten tiefere Ausgleichszahlungen aus dem Bundesfinanzausgleich.

    UNTERSCHIEDLICHE INTERPRETATIONEN

    Die Parteien reagierten sehr unterschiedlich auf die Ergebnisse. Rot-Grüne Parteien kritisierten die ständige "Schwarzmalerei" des Kantons, um den Spardruck hoch zu halten. Der Kanton habe von der anziehenden Konjunktur profitiert. Ein weiterer Leistungsabbau sei unnötig und kontraproduktiv.

    Auf bürgerlicher Seite hingegen sind die Parteien der Ansicht, dass der Kanton nur knapp an einem Defizit vorbeischrammte. Das umstrittene Entlastungspaket vom vergangenen November sei "bitter nötig" gewesen, schreiben etwa die Freisinnigen in einer Mitteilung.

    DIFFERENZEN MIT DER FINANZKONTROLLE

    Unterschiedlicher Auffassung sind auch Regierung und Finanzkontrolle. Sie konnten bislang Differenzen zur Umsetzung des neuen Rechnungslegungsmodells HRM2/IPSAS nicht ausräumen.

    Nun soll das Berner Kantonsparlament im September den Grundsatzentscheid fällen, ob es der Rechnung nach Art der Regierung zustimmt oder nicht.

    Bei der Umsetzung des neuen Rechnungslegungsmodells gebe es Interpretationsspielraum, führte Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) am Dienstag vor den Medien in Bern aus. Es sei daher am entsprechenden Organ, die Interpretation vorzunehmen. Dies habe der Regierungsrat getan.

    Nach Auffassung der bernischen Finanzkontrolle weist die erstmals nach HRM2 erstellte Jahresrechnung hingegen Mängel auf. Dabei geht es unter anderem um die Bewertung von Strassen und Verkehrswegen oder die Konsolidierung der Arbeitslosenkasse und der Regionalen Arbeitsvermittlung in der Rechnung.

    Die Finanzdirektorin betonte, dass es sich bei den Differenzen mit der Finanzkontrolle einzig um Fragen der buchhalterischen Darstellung handelt, "also um keine Sachverhalte, bei welchen der Kanton finanziell zu Schaden gekommen wäre oder um Verletzungen der Ausgabenkompetenz".

    MINUS STATT PLUS

    Hätte der Kanton Bern die Rechnung 2017 vollständig nach den Vorstellungen der Finanzkontrolle verfasst, hätte der Überschuss um 50 bis 80 Millionen Franken nach unten korrigiert werden müssen. Schlimmstenfalls hätte ein Defizit von 30 Millionen Franken resultiert, wie Simon einräumte.

    Den Vorwurf, der Kanton rede die Rechnung schön, wies die Finanzdirektorin zurück. Andere Kantone machten genau das Gleiche wie der Kanton Bern und auch Experten würden ein solches Vorgehen empfehlen.

    mk

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  • 26.01.2018 Anleihe: Kanton Bern stockt 0,050%/2031-Anleihe um 50 Mio auf

    Anleihe: Kanton Bern stockt 0,050%/2031-Anleihe um 50 Mio auf

    26.01.2018 | 12:06:01

    Zürich (awp) - Der Kanton Bern stockt die 2016 unter der Federführung der Credit Suisse emittierte 0,050%/2031-Anleihe zu folgenden Konditionen auf:

    Betrag:              50 Mio CHF
    Gesamtbetrag:        200 Mio CHF (mit Aufstockungsmöglichkeit)
    Zinssatz:            0,050%
    Ausgabepreis:        94,346%
    Liberierung:         02.03.2018
    Laufzeit:            bis 18.11.2031
    Valor:               
    - bis Librierung     39'867'772 (1)
    - nach Librierung    34'336'679 (2)
    Kotierung:           SIX Swiss Exchange, provisorisch ab 28.02.2018
    

    kw/cf

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG