Logo money-net.ch
  • Markt news: Nestle 2L N

Einfache Suche
  • Erweiterte Suche
  • 11.06.2019 Nestlé-EMENA-CEO: Kaffeepreis wird wieder anziehen - Kaffee wächst wieder

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-EMENA-CEO: Kaffeepreis wird wieder anziehen - Kaffee wächst wieder

    11.06.2019 | 12:05:58

    Paris (awp) - Die Aussichten für das Kaffeegeschäft von Nestlé in Europa haben sich wieder aufgehellt: Das Geschäft komme wieder zurück auf den Wachstumspfad, sagte Marco Settembri, Chef der Zone Europa, Naher Osten und Nordafrika (EMENA) an einer Konsumgüterkonferenz der Deutschen Bank in Paris.

    Zuletzt litt das Kaffeegeschäft von Nestlé, das vom Konzern als Hochwachstumskategorie definiert wurde, in Europa unter dem deflationären Umfeld und damit starkem Preisdruck. Nestlé habe nicht mit den tiefen Preisen der Konkurrenten mithalten wollen, da der Konzern profitabel wachsen wolle, sagte Settembri.

    "Aber wir waren überzeugt: Eines Tages kommt der Kaffeepreis zurück." Nun wachse das Segment wieder von Monat zu Monat. Nestlé profitiert hier von der Vertriebslizenz für den Kaffee von Starbucks. Die ersten Resultate der Lancierung des Starbucks-Kaffees seien "wunderbar", sagte Settembri.

    Ebenfalls zufrieden zeigte sich der EMENA-Chef mit der Lancierung des pflanzenbasierten Burgers von Nestlé. Der Burger sei sehr gut gestartet, weitere Produkten sollen noch folgen. Eine Kannibalisierung befürchtet Settembri aber nicht: "Wir sind ja nicht gross im Fleischgeschäft aktiv." McDonald's sei einer der Kunden, aber nicht die einzige Option.

    Weiter äusserte er sich zum Brexit: Heute wisse noch niemand, was genau geschehen werde. Das Vereinigte Königreich sei einer der grössten Märkte in EMENA und er hoffe natürlich, dass eine gute Vereinbarung gefunden werde.

    Er glaube aber nicht wirklich, dass eine Krise eintreffen werde. Ohnehin habe Nestlé aber schon so manche Krisen in verschiedenen Ländern durchgestanden. "Wir können auch in einem Exit-Szenario weitermachen." Das Vereinigte Königreich trägt weltweit rund 3 Prozent zu den Nestlé-Umsätzen bei.

    tt/ra

    Drucken
  • 11.06.2019 Artisan regt Aufspaltung von ABB an

    Artisan regt Aufspaltung von ABB an

    11.06.2019 | 08:28:03

    Zürich (awp) - David Samra, der Investmentchef des Artisan International Value Fund, hat sich in einem Interview zu seinen Erwartungen für eine Reihe der Schweizer Beteiligungen geäussert. So rechnet er etwa bei ABB nach dem Verkauf der Stromnetzsparte mit einer weitergehenden fundamentalen Neuausrichtung.

    Die Veräusserung der Power Grids ist für Samra nur der erste Schritt. "Nun erwarten wir, dass als nächster Schritt eine weitere Aufteilung von ABB in zwei oder vielleicht sogar drei separate Unternehmen folgt", sagte Samra am Dienstag gegenüber dem Online-Portal "The Market NZZ".

    Am sinnvollsten erscheine ihm eine Aufteilung in die Bereiche Elektrifizierung und Fabrikautomation. Die Aktivitäten im Bereich Automation sollten zusammengehalten werden und das Management sollte dort Prioritäten zu setzen, wo ABB über klare Wettbewerbsvorteile verfüge, so der Investmentchef weiter.

    LafargeHolcim sollte weitere Teile veräussern

    Bei LafargeHolcim hätten die bisherigen Devestitionen bereits einen bedeutenden Beitrag zur Konsolidierung der Bilanz geleistet. "Der CEO sollte noch weitergehen und den Ausstieg aus anderen Regionen erwägen, um die Konzernstruktur zu vereinfachen und die Bilanz zu stärken", sagte Samra.

    Das gelte speziell für Aktivitäten in den aufstrebenden Märkten: in Asien, im Nahen Osten, in Afrika und vielleicht auch für "bestimmte" Aktivitäten in Lateinamerika.

    Zudem äusserte sich der Artisan-Manager zumeist positiv auch zu den Beteiligungen Novartis, Roche, Nestlé, UBS und Richemont.

    Bei ABB hatte Artisan Mitte April die Meldeschwelle von 3 Prozent überschritten und hält den jüngsten Beteiligungsmeldungen zufolge 3,03 Prozent der Aktien. Bei anderen genannten Unternehmen liegt Artisan unter der Meldeschwelle. Auch Panalpina, die derzeit vom dänischen Logistiker DSV übernommen wird, gehörte zu den Top-10-Beteiligungen des Fonds.

    yr/ra

    Drucken
  • 26.05.2019 Presseschau vom Wochenende 21 (25./26. Mai)

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Migros Gen Bund --- --- --- --- --- ---
    Zurich Insur Gr N 337.30 +0.40 +0.12% 341.30 282.40 301'986
    Migro-Gen Zh M-PS N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Presseschau vom Wochenende 21 (25./26. Mai)

    26.05.2019 | 15:59:28

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    NESTLE: Der Nahrungsmittelmulti Nestlé geht mit der Zeit und passt sich den Veränderungen und Trends am Markt an. So setzt die Gruppe in ihrem Sortiment beispielsweise vermehrt auf fleischlose Produkte oder reduziert den Zuckergehalt in Schokolode, wie Nestlé-Chef Mark Schneider im Interview mit der "Sonntagszeitung" sagte. (SoZ, ab S. 13; sh separate Meldung)

    ZURICH INSURANCE: Zurich-Chef Mario Greco sieht den Versicherungskonzern auf Kurs. "Wir haben 2016 die finanziellen Ziele für 2017 bis 2019 festgelegt. Ende 2019 werden wir alle Ziele erreicht oder übertroffen haben", sagte er im Interview mit der "NZZ am Sonntag". Dies sei wichtig für die Reputation und die Bewertung des Unternehmens. (NZZaS, S. 31; sh separate Meldung)

    RAHMENABKOMMEN: Bundesrat Guy Parmelin fordert bezüglich des Rahmenvertrages mit der EU, über die Bücher zu gehen. "Wir müssen nochmals verhandeln", sagte der Wirtschaftsminister in einem Interview mit dem "Sonntagsblick". (Sonntagsblick, S. 18 + 19; sh separate Meldung)

    SUNRISE UPC: Severina Pascu, die Chefin des Kabelnetzbetreibers UPC Schweiz, blickt zuversichtlich auf den Schulterschluss mit dem Telekomkonzern Sunrise. Nachdem UPC beim Fernsehen, Internet und der Telefonie Kunden verloren hat, soll nun der Turnaround eingeleitet werden. (Sonntagsblick, S. 30 + 31; sh separate Meldung)

    EXPORTE: Der Bund hat die Ausfuhr von sensiblem Material und Software in mehrere Länder gestoppt. Betroffen waren in jüngerer Zeit unter anderen die USA, Frankreich und Pakistan. Es bestand der Verdacht, dass die Güter für die Entwicklung von Nuklearwaffen verwendet würden. (NZZaS, S. 9; sh separate Meldung)

    5G: Der neue Mobilfunkstandard 5G hat direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Schweizer Strafverfolgungsbehörden. Sogenannte IMSI-Catcher, staatliche Überwachungskoffer, könnten bei 5G nicht mehr eingesetzt werden, schrieb die "Sonntagszeitung". Nicht nur in der EU auch in der Schweiz gibt es deshalb Pläne, dieSicherheit der 5G-Netzwerke zu schwächen. (SoZ, S. 5)

    MIGROS: Das digitale Warenhaus der Migros, Galaxus, versucht sich neu als Autohändler. Kunden können Neuwagen mit ein paar Klicks im Internet kaufen. Sechs Modelle von Hyundai, Toyota, Honda und BMW sind ab sofort im Angebot, schrieb die "Sonntagszeitung". Und die Palette soll schon bald ausgebaut werden. (SoZ, S. 39).

    mk/

    Drucken
  • 26.05.2019 Nestlé-Chef will mit den Trends gehen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-Chef will mit den Trends gehen

    26.05.2019 | 14:39:06

    Zürich (awp) - Der Nahrungsmittelmulti Nestlé geht mit der Zeit und passt sich den Veränderungen und Trends am Markt an. So setzt die Gruppe in ihrem Sortiment beispielsweise vermehrt auf fleischlose Produkte oder reduziert den Zuckergehalt in Schokolode.

    "Wir beobachten, dass Konsumenten immer mehr zu pflanzlichen Produkten greifen. Dort sehen wir nachhaltiges Wachstum", sagte Nestlé-Chef Mark Schneider im Interview mit der "Sonntagszeitung" (SoZ; Ausgabe vom 26.5.).

    Als Vorzeigeprodukt gilt der vegane "Incredible Burger", der allerdings in der Schweiz noch nicht erhältlich ist. Das soll sich laut Schneider ändern.

    Bereits gut verkaufe sich der Burger in deutschen Supermärkten und seit kurzem sei er auch in 1'500 deutschen McDonalds'-Filialen zu haben. "Im Herbst werden wir auch in den USA einen veganen Burger auf den Markt bringen."

    Schokolade mit weniger Zucker

    Im Geschäft mit der Schokoladenmarke Cailler, wo zuletzt Marktanteile verloren gingen, setzt Schneider auf Innovationen und Gesundheit. "Bei der Schokolade arbeiten wir vor allem an den Themen Zuckerreduktion und Mengenkontrolle", sagte er. Die Konsumenten sollen etwa lernen, was eine "vernünftige Portion Süsses" sei.

    Derweil sind die Nespresso-Kapseln von Starbucks seit rund sechs Wochen in mehreren Ländern im Handel. Zahlen zum Verkaufsstart mochte Schneider nicht nennen. "Nur so viel: In Japan wurden uns die Starbucks-Kapseln aus den Händen gerissen."

    Schneider bewegt bei Nestlé viel, von einem Konzernumbau mag er aber nicht sprechen. Das bringe eine Dramatisierung mit sich, glaubt er. "Nestlé tut, was das Unternehmen seit 152 Jahren tut: es passt sich dem veränderten Markt an.

    Wohin die 10 Milliarden Franken fliessen sollen, die Nestlé mit dem Verkauf der Hautpflegesparte erhalten wird, wollte Schneider nicht sagen. Man werde in der zweiten Jahreshälfte darüber informieren.

    mk/

    Drucken
  • 24.05.2019 SEF 2019: Nestlé-Chef Schneider gibt Bekenntnis zur Schweiz ab

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    SEF 2019: Nestlé-Chef Schneider gibt Bekenntnis zur Schweiz ab

    24.05.2019 | 10:35:00

    Zürich (awp) - Nestlé-Chef Mark Schneider hält am Hauptsitz Schweiz fest. Der Konzernumbau und Stellenverlagerungen sollten nicht als mangelndes Bekenntnis zur Schweiz interpretiert werden, sagte er am Swiss Economic Forum (SEF) in Interlaken.

    Der Nahrungsmittelmulti hatte im Zuge des Konzernumbaus etwa die Verlagerung von rund 450 Stellen in der Informatik von der Schweizer Konzernzentrale ins Ausland angekündigt. Auch an Produktionsstandorten wurden Stellen gestrichen.

    "Wir mussten einige Anstrengungen unternehmen, um uns an die neue Marktrealität anzupassen", sagte Schneider am Freitag im Gespräch mit Moderator Urs Gredig am SEF in Interlaken. Das Preisbewusstsein sei gestiegen, der Wettbewerb habe sich damit verschärft.

    "Es war uns wichtig, diese Anstrengungen auf die ganze Welt zu verteilen." Nicht nur die Schweiz solle abbauen, aber sie solle auch nicht ausgenommen werden. "Auch das Management und die Zentrale mussten dazu beitragen: Denn man kann nie Wasser predigen und Wein trinken", sagte Schneider.

    In der Schweiz werde aber nach wie vor 60 Prozent des Forschungs- und Entwicklungsbudgets ausgegeben. "Wir stehen nach wie vor zur Schweiz und zur Konzernzentrale."

    "Schneller Elefant"

    Nestlé habe sich schon immer gut anpassen können, sagte der Konzernchef weiter. "Nur wenn man sich dem Wandel stellt, kann man so alt werden wie Nestlé." Nestlé sei für ihn ein Elefant, der sehr schnell laufen könne.

    Als Beispiel dafür nannte er die Starbucks-Produktlinie. Da habe der Nahrungsmittelmulti innerhalb von sechs Monaten 24 Produkte aufgebaut. Nestlé müsse bei den meisten Produkte nun auf diesen "Beststandard" kommen.

    Dabei gehe es aber nicht darum, gleich schnell zu sein wie ein kleines Start-up. "Ich sage meinen Leuten: Ihr seid nicht drei Leute in einer Garage, die eine Firma gründen. Ihr müsst das auch nicht sein."

    Aber man müsse aufpassen, dass Nestlé die drei Leute aus der Garage nicht davonliefen. "Wir müssen nicht den Trend der nächsten Woche treffen. Aber Trends, die für mehrere Jahre im Aufwind sind, müssen wir rechtzeitig aufgreifen."

    tt/uh

    Drucken
  • 23.05.2019 Nestlé prüft "strategische Optionen" für Brasilien-Joint-Venture

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé prüft "strategische Optionen" für Brasilien-Joint-Venture

    23.05.2019 | 06:38:57

    Vevey (awp) - Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé erwägt einen Verkauf seiner Beteiligung am brasilianischen Gemeinschaftsunternehmen Dairy Partners Americas (DPA). Beide Besitzer - Nestlé und der neuseeländische Fonterra-Konzern - würden derzeit "strategische Optionen" für die zukünftige Eigentümerstruktur prüfen, teilte Nestlé in der Nacht auf Donnerstag mit. Diese Überprüfung solle bis Ende Jahr abgeschlossen sein.

    Fonterra hält derzeit laut den Angaben 51 Prozent und Nestlé 49 Prozent der Anteile. Im vergangenen Jahr 2018 erzielte DPA mit 1'400 Mitarbeitern einen Umsatz von umgerechnet rund 270 Millionen Franken.

    Gegründet wurde das Joint Venture gemäss der Mitteilung 2003. Damals sei es das Ziel gewesen, ganz Lateinamerika mit Milchprodukten zu versorgen. Seit 2014 konzentriere sich DPA aber auf Brasilien und die Vermarktung von gekühlten Milchprodukten.

    rw/tp

    Drucken
  • 19.05.2019 Presseschau vom Wochenende 20 (18./19. Mai)

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    CSS Verein N --- --- --- --- --- ---
    LafargeHolcim N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Presseschau vom Wochenende 20 (18./19. Mai)

    19.05.2019 | 17:52:46

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ARBEITSMARKT I: Der Arbeitsmarkt boomt. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen hat dieses Jahr die Marke von 200'000 erreicht. "Gross ist der Bedarf nicht nur bei Akademikern, sondern ebenso bei vielen handwerklichen Berufen", sagt Carole Kläy vom Jobradar x28 in der "NZZ am Sonntag". Dieser wertet alle online publizierten Stellenangebote aus. Besonders gesucht sind unter anderem Pflegefachkräfte, Elektromonteure, Software-Entwickler, Schreiner und Polymechaniker. Laut einer Studie der Universität Zürich herrscht aber nicht in allen Berufen ein Mangel an Fachkräften. Bei Jobs mit einer tiefen Qualifikation besteht im Gegenteil ein Überschuss an Stellensuchenden, so in der Reinigung, Körperpflege, dem Gastgewerbe und der Hauswirtschaft. Auch bei einfacheren administrativen Jobs verschärft sich das Überangebot an Arbeitskräften. Trotz der sinkenden Arbeitslosigkeit bleibt die Zahl der Langzeitarbeitslosen daher weiterhin hoch. Derzeit sind über 90'000 Personen seit mehr als einem Jahr auf Stellensuche. (NZZaS, S. 29)

    ARBEITSMARKT II: Die Schweiz gilt als Beschäftigungswunder in einem von hoher Arbeitslosigkeit heimgesuchten Europa. Doch dieses Selbstbild stimmt nicht mehr mit der Wirklichkeit überein, wie die SonntagsZeitung schreibt. Denn gemessen an der Erwerbslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) liegt die Schweiz bei 4,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Damit kann die Schweiz im internationalen Vergleich nicht mehr glänzen. Unter den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) landet sie gerade mal im Mittelfeld: auf Rang 18 von 36. Vor fünf Jahren lag sie noch auf Rang 5 der OECD-Länder. Nur Südkorea, Norwegen, Japan und Mexiko wiesen damals eine tiefere Erwerbslosenquote aus. Die Schweiz ist aber nicht zurückgefallen, weil die Quote hierzulande gestiegen wäre. Vielmehr haben die anderen Länder kräftig aufgeholt. Die durchschnittliche Erwerbslosenquote in der OECD sank seit 2014 von 7,6 auf 5,3 Prozent. (SoZ, S. 37-38)

    LAFARGEHOLCIM: Der Länderchef von LafargeHolcim in der Schweiz, Nick Traber, setzt die Konzernvorgaben um und hat Leute von der Zentrale in die Werke verlagert. Seinen Beton möchte der Manager nach wie vor lokal produzieren, eine Verlagerung steht nicht an, wie er in einem Interview gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" sagte. Der Radius, in dem sich Auslieferungen lohnen, betrage maximal 200 Kilometer, führte er aus. "Knapp die Hälfte unseres Transports läuft über die Schiene. Mit dem Zug sind es circa 500 Kilometer", so der Länderchef. In Bezug auf die Strategie von Konzernchef Jan Jenisch sagte Traber, dass er diese auf die Schweiz adaptiert und eine dezentrale Organisation aufgebaut habe. "Das bedeutet etwa, dass wir jetzt eine verantwortliche Person für das Kies- und Betongeschäft in der Romandie haben", sagte er. Stellen abgebaut wurden in der Schweiz derweil primär in der lokalen Zentrale. "Wie viele genau, ist nicht öffentlich", sagte Traber jedoch. "Wir konnten aber einen grossen Teil über natürliche Fluktuation absorbieren." (FuW, Samstagsausgabe, S.10; siehe auch separate Meldung)

    NESTLÉ: Bislang verkaufte Nespresso die Kapseln entweder im Onlineshop oder in den eigenen Boutiquen. Nun ändert das Unternehmen seine Strategie und bricht mit dem ursprünglichen Geschäftsmodell, wie die SonntagsZeitung schreibt. Denn schon bald gibt es die Nespresso-Kapseln auch im Detailhandel. "Wir machen es einfacher für Kunden, Nespresso zu kaufen", sagt Niels Kuijer, Chef von Nespresso Schweiz. In Filialen der Warenhauskette Manor und in Bäckereien im ganzen Land eröffnet das Unternehmen sogenannte N-Points. (SoZ, S. 43)

    AIRBNB: Immer mehr Reisende buchen ihre Übernachtungen auf Airbnb. Gleichzeitig wächst das Angebot an Hotelbetten, Gästezimmern und Ferienwohnungen auf der Onlineplattform rasant. Über 35'000 Unterkünfte findet man in der Schweiz auf Airbnb. Doch der digitale Vermittler von Schlafgelegenheiten stösst vermehrt auf Widerstand, wie die SonntagsZeitung schreibt. Dieser betraf anfänglich vor allem die Innenstädte grosser Metropolen, wo der Wohnraum schon länger knapp ist. Nun stösst Airbnb auch in ländlichen Gebieten der Schweiz vermehrt auf Kritik. Interlaken beispielsweise hat im Dezember ein vorläufiges Verbot für den Bau von Zweitwohnungen sowie der Umnutzung von Erst- in Zweitwohnungen erlassen. (SoZ, S. 41)

    MEDIKAMENTENPREISE: Die meisten Staaten handeln mit der Pharmaindustrie Rabatte und Rückvergütungen aus. Wer wie viel zahlt, bleibt geheim. Die Schweiz ist das einzige Land, das seine Rückvergütungen und Rabatte im Internet öffentlich macht. Damit sind die Auslandpreisvergleiche nutzlos geworden, mit denen die Länder die Medikamente unterziehen, bevor sie festlegen, zu welchem Preis das Gesundheitssystem die Arzneien vergütet. Das könnte sich nun ändern, wie die "SonntagsZeitung" schreibt. Morgen Montag beginnt in Genf die 72. World Health Assembly, das oberste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation. Auf der Tagesordnung steht eine Resolution, die Italien eingebracht hat und von der Schweiz und den USA unterstützt wird. Sie will Schluss machen mit dem Versteckspiel bei den Medikamentenpreisen - und nicht nur dort. "Die Resolution will in insgesamt vier Gebieten die Transparenz erhöhen: -Medikamentenpreise, Forschungsaufwand, klinische Studien und Patente", bestätigt Nora Kronig Romero, Leiterin der Abteilung Internationales im Bundesamt für Gesundheit, die als Botschafterin die Schweiz vertritt. Die Schweizer Pharmalobby Interpharma will von der Resolution nichts wissen. "Sie würde zu einer Preiskonvergenz zu Lasten der ärmeren Länder führen, indem in relativ wohlhabenderen Ländern die gleichen Preise gefordert werden wie in Niedrigpreisländern", lässt der Verband verlauten. Die Preise würden sich in der Mitte einpendeln, ärmeren Ländern drohe so ein erschwerter Zugang zu Medikamenten. (SoZ, S. 40)

    HÖHERE LÖHNE: Die Vergütungen bei den Löhnen bei den Chefs von Krankenkassen in der Schweiz sind gestiegen. Mit einem Lohn von 810'000 Franken ist Daniel Schmutz, Chef der Helsana, 2018 der Top-Verdiener, wie ein Artikel der "Schweiz am Wochenende" zeigt. Der zweite und dritte Platz gehen an die CSS-Chefin Philomena Colatrella und den Assura-Chef Ruedi Bodenmann. Auffallend sei die Veränderung der Löhne im Vergleich zu 2017. Bei neun der zwölf grössten Versicherer sind die Chefsaläre gestiegen. Nur die Groupe Mutuel und die ÖKK haben weniger ausbezahlt. Bei der Basler Sympany sei ein Vergleich nicht möglich, da das Unternehmen einen Chefwechsel hinter sich hat (SaWo, S. 13).

    SUNRISE: Der Chef des Schweizer Telekomkonzerns Sunrise setzt auf den Ausbau des 5G-Netzes in der Schweiz. "Wir wollen gerade Kunden in ruralen Gebieten, wo es kein Glasfasernetz gibt, schnelles Internet liefern", sagte der gebürtige Niederländer Olaf Swantee in einem Interview mit der "Samstagsrundschau" von SRF. Bisher gebe es 173 Ortschaften, die der Telekomprovider bereits mit einem solchen Netz der neuen Generation ausgestattet habe. Ausserdem habe er inzwischen neue Handys im Angebot, die den Standard unterstützen. Swantees Gegner fordern allerdings, den 5G-Ausbau zu unterlassen bis gesundheitliche Fragen geklärt sind. "Wir nehmen diese Kritik zur Kenntnis", sagte der Firmenchef. "Ich betone aber, dass der Ausbau im Rahmen der bestehenden Strahlenschutzverordnung erfolgt", führte er aus. Weiter äusserte sich der Sunrise-Chef im Interview zur Zusammenarbeit mit dem Telekom-Konzern Huawei aus China, der in den USA derzeit in Ungnade gefallen ist. "Dank dieser Partnerschaft können wir unseren Kunden ein ausgezeichnetes Netz anbieten", sagte er. Schliesslich ging Swantee noch auf die geplante Übernahme von UPC ein. Denn der CEO braucht gut 4 Milliarden frisches Kapital, um die Kabelnetzbetreiberin übernehmen zu können. Man habe mit der Übernahme die Möglichkeit, die eigene Infrastruktur im Internet-Bereich auszubauen, versuchte er den Kauf daher schmackhaft zu machen. "Wir könnten bis zu 90 Prozent der Schweizer Haushalte ein Hochbreitband-Produkt anbieten", betonte er. (SRF, Samstagsrundschau)

    kw/

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    16.05.2019 | 18:09:56

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern schreitet beim laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo voran und steht vor einem weiteren Milliarden-Deal. Die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, soll für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern verhandelt darüber exklusiv mit einem Konsortium um den schwedischen Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wie er am Donnerstag mitteilte. Der Verkaufspreis beträgt 10,2 Milliarden Franken. Abgeschlossen werden soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte; dann will Nestlé auch darüber informieren, was mit dem Verkaufserlös geschehen wird.

    Überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren wie EQT als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Da die "Financial Times" am Vorabend bereits recht konkret über die Details des Deals schrieb, dürfte Nestlé sich denn auch für die Information der Öffentlichkeit bereits vor Abschluss des Deals entschieden haben.

    EQT kein Unbekannter

    EQT ist in der Schweiz kein Unbekannter. So haben die Schweden etwa 2016 Teile des früheren Reiseanbieters Kuoni übernommen und 2017 die deutsche Backwerk an den Kioskbetreiber Valora verkauft. Dass ein Finanzinvestor und nicht eine Handelsfirma bei Nestlé nun zum Handkuss kommt, dürfte laut Analysten damit zu tun haben: Nestlé will die ganze Sparte in einem Stück verkaufen - Handelskonzerne dürften dagegen eher an einzelnen Teilen interessiert gewesen sein, wie etwa an der Sparte rezeptpflichtige Medikamente oder der Konsumgüter-Division.

    Die Nestlé-Hautpflegesparte, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Den Ursprung hat sie in der 1981 gegründeten Galderma, die seit 2014 im vollständigen Besitz von Nestlé ist. Eine bekannte Marke in der Schweiz ist etwa die Sonnencrème Daylong.

    Die Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt wuchs sie gar deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial der Sparte "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Der Deutsche will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Milliarden-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes oder des Versicherungsgeschäftes Gerber. Der schon angekündigte Verkauf von Herta Charcuterie soll einen weiteren Milliardenbetrag einbringen.

    Nestlé-Aktie auf Allzeithoch

    Der Umbau beim weltgrössten Nahrungsmittel-Konzern kommt auch bei Investoren gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen. Die Aktie gewann am Donnerstag weitere 1,8 Prozent auf 100,42 Franken und schloss damit erstmals überhaupt bei mehr als 100 Franken.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    16.05.2019 | 17:25:17

    (Zusammenfassung, zweiter Absatz mit Update zum Verkaufspreis)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern schreitet beim laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo voran und steht vor einem weiteren Milliarden-Deal. Die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, soll für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern verhandelt darüber exklusiv mit einem Konsortium um den schwedischen Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wie er am Donnerstag mitteilte. Der Verkaufspreis beträgt 10,2 Milliarden Franken. Abgeschlossen werden soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte; dann will Nestlé auch darüber informieren, was mit dem Verkaufserlös geschehen wird.

    Überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren wie EQT als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Da die "Financial Times" am Vorabend bereits recht konkret über die Details des Deals schrieb, dürfte Nestlé sich denn auch für die Information der Öffentlichkeit bereits vor Abschluss des Deals entschieden haben.

    EQT kein Unbekannter

    EQT ist in der Schweiz kein Unbekannter. So haben die Schweden etwa 2016 Teile des früheren Reiseanbieters Kuoni übernommen und 2017 die deutsche Backwerk an den Kioskbetreiber Valora verkauft. Dass ein Finanzinvestor und nicht eine Handelsfirma bei Nestlé nun zum Handkuss kommt, dürfte laut Analysten damit zu tun haben: Nestlé will die ganze Sparte in einem Stück verkaufen - Handelskonzerne dürften dagegen eher an einzelnen Teilen interessiert gewesen sein, wie etwa an der Sparte rezeptpflichtige Medikamente oder der Konsumgüter-Division.

    Die Nestlé-Hautpflegesparte, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Den Ursprung hat sie in der 1981 gegründeten Galderma, die seit 2014 im vollständigen Besitz von Nestlé ist. Eine bekannte Marke in der Schweiz ist etwa die Sonnencrème Daylong.

    Die Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt wuchs sie gar deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial der Sparte "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Der Deutsche will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Milliarden-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes oder des Versicherungsgeschäftes Gerber. Der schon angekündigte Verkauf von Herta Charcuterie soll einen weiteren Milliardenbetrag einbringen.

    Nestlé-Aktie auf Allzeithoch

    Der Umbau beim weltgrössten Nahrungsmittel-Konzern kommt auch bei Investoren gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen. Auch heute gewinnt die Aktie wieder deutlich (aktuell +0,7% auf 99,35 Fr.) und notiert damit auf Allzeithoch bzw. nur noch einen guten halben Franken von der 100-Franken-Marke entfernt.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé-Hautpflegesparte geht für über 10 Milliarden Franken an Finanzinvestoren

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-Hautpflegesparte geht für über 10 Milliarden Franken an Finanzinvestoren

    16.05.2019 | 13:13:15

    (Zusammenfassung)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern schreitet beim laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo voran und steht vor einem weiteren Milliarden-Deal. Die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, soll für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern verhandelt darüber exklusiv mit einem Konsortium um den schwedischen Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wie er am Donnerstag mitteilte. Verhandlungsbasis ist ein Verkaufspreis von 10,2 Milliarden Franken. Abgeschlossen werden soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte; dann will Nestlé auch darüber informieren, was mit dem Verkaufserlös geschehen wird.

    Überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren wie EQT als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Da die "Financial Times" am Vorabend bereits recht konkret über die Details des Deals schrieb, dürfte Nestlé sich denn auch für die Information der Öffentlichkeit bereits vor Abschluss des Deals entschieden haben.

    EQT kein Unbekannter

    EQT ist in der Schweiz kein Unbekannter. So haben die Schweden etwa 2016 Teile des früheren Reiseanbieters Kuoni übernommen und 2017 die deutsche Backwerk an den Kioskbetreiber Valora verkauft. Dass ein Finanzinvestor und nicht eine Handelsfirma bei Nestlé nun zum Handkuss kommt, dürfte laut Analysten damit zu tun haben: Nestlé will die ganze Sparte in einem Stück verkaufen - Handelskonzerne dürften dagegen eher an einzelnen Teilen interessiert gewesen sein, wie etwa an der Sparte rezeptpflichtige Medikamente oder der Konsumgüter-Division.

    Die Nestlé-Hautpflegesparte, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Den Ursprung hat sie in der 1981 gegründeten Galderma, die seit 2014 im vollständigen Besitz von Nestlé ist. Eine bekannte Marke in der Schweiz ist etwa die Sonnencrème Daylong.

    Die Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt wuchs sie gar deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial der Sparte "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Der Deutsche will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Milliarden-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes oder des Versicherungsgeschäftes Gerber. Der schon angekündigte Verkauf von Herta Charcuterie soll einen weiteren Milliardenbetrag einbringen.

    Nestlé-Aktie auf Allzeithoch

    Der Umbau beim weltgrössten Nahrungsmittel-Konzern kommt auch bei Investoren gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen. Auch heute gewinnt die Aktie wieder deutlich (aktuell +0,7% auf 99,35 Fr.) und notiert damit auf Allzeithoch bzw. nur noch einen guten halben Franken von der 100-Franken-Marke entfernt.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    16.05.2019 | 09:08:14

    (Ausführliche Fassung)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern geht bei seinem laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo vorwärts und steht vor einer weiteren Milliarden-Transaktion. Nun soll die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Man verhandle exklusiv mit einem Konsortium um den Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) über den Verkauf der NSH-Sparte, teilte der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller am Donnerstag mit. Dabei ist die Rede von einem Verkaufspreis von 10,2 Milliarden Franken.

    Die Transaktion dürfte gemäss den Angaben in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden, dies nach Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden und vorbehältlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Nach Abschluss des Verkaufs soll dann über die Verwendung des Erlöses sowie die zukünftige Kapitalstruktur informiert werden.

    Nestlé Skin Health (NSH), die den Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Sie ist spezialisiert auf Lösungen im Bereich Hautgesundheit und aufgeteilt in die drei Geschäftseinheiten Verschreibungspflichtige Präparate, Ästhetische Dermatologie und Consumer. Sie verkauft Produkte, die sowohl für den medizinischem Bereich wie auch für Patienten und Konsumenten direkt bestimmt sind. Neben Hauptpflegeprodukten sind das etwa auch Mittel gegen Akne und Hautkrebs.

    Keine Überraschung

    Ganz überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Erst am Vortag hatte die "Financial Times" darüber berichtet und dabei mehr oder weniger die jetzt von Nestlé bestätigten Käufer und Bedingungen genannt. Das dürfte denn auch der Grund gewesen sein, dass Nestlé über die Absichten vor dem offiziellen Verkaufsabschluss berichtet hat.

    Die NSH-Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt beziehungsweise im ersten Quartal 2019 erzielte sie ein zweistelliges organisches Wachstum und wuchs damit deutlich schneller als der Gesamtkonzern (3,4%). Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial von Skin Health "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Schneider will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Riesen-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium Innovations für 2,3 Milliarden US-Dollar Ende 2017 oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes für 2,8 Milliarden US-Dollar Anfang 2018. Wie der Konzern kürzlich an einem Investorentag aufzeigte, wurden seit 2017 insgesamt rund 50 Transaktionen durchgeführt oder zumindest geprüft, die rund 9 Prozent des ganzen Nestlé-Umsatzes ausmachen.

    Der Umbau von Nestlé kommt auch bei Investoren sehr gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    16.05.2019 | 07:36:06

    Vevey (awp) - Nestlé steht kurz vor dem Verkauf seiner Hautpflegesparte. Man führe mit einem Konsortium, das von der Private Equity Gesellschaft EQT und einer Tochter der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) angeführt werde, exklusive Verkaufsverhandlungen, teilte der Nahrungsmittel-Konzern am Donnerstag mit. Dabei ist die Rede von einem Verkaufspreis von 10,2 Milliarden Franken.

    Die geplante Transaktion werde nach den Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden und vorbehältlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen sein, hiess es weiter. Nestlé werde dann über die Verwendung des Erlöses sowie die zukünftige Kapitalstruktur informieren.

    Nestlé Skin Health (NSH) - wie die Sparte offiziell heisst - erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern mit Hauptsitz in Lausanne. Sie ist spezialisiert auf Lösungen im Bereich Hautgesundheit, die sowohl für medizinische Fachkräfte als auch für Patienten und Konsumenten bestimmt sind. NSH betreibt die drei Geschäftseinheiten Verschreibungspflichtige Präparate, Ästhetische Dermatologie und Consumer Care.

    Nestlé hatte vergangenen September angekündigt, dass Optionen für die Sparte Skin Health geprüft würden.

    uh/tt

    Drucken
  • 15.05.2019 Nestlé verhandelt mit EQT über Verkauf von Hautpflege-Sparte

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé verhandelt mit EQT über Verkauf von Hautpflege-Sparte

    15.05.2019 | 17:46:04

    Zürich (awp/sda/reu) - Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé soll einem Bericht der "Financial Times" zufolge exklusiv mit einem Konsortium um den Finanzinvestor EQT über den Verkauf seiner Hautpflege-Sparte verhandeln. Die Transaktion könnte einen Wert von bis zu zehn Milliarden Dollar haben, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf vier mit der Sache vertraute Personen. Nestlé wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

    Der Weltmarktführer aus Vevey am Genfersee hat sein Hauptpflegegeschäft im September zur Disposition und eine Entscheidung bis Mitte dieses Jahres in Aussicht gestellt. Insider hatten neben EQT auch von anderen Finanzinvestoren Angebote erwartet, darunter etwa Advent und Cinven, Partners Group, Blackstone, CVC, KKR sowie Carlyle.

    Drucken
  • 09.05.2019 Nestlé richtet Fabrik Basel neu aus und streicht bis zu 100 Stellen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé richtet Fabrik Basel neu aus und streicht bis zu 100 Stellen

    09.05.2019 | 10:45:13

    La Tour-de-Peilz (awp) - Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt seine Fabrik in Basel künftig als "Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise" auf. Andere Produkte, die heute dort hergestellt werden, sollen ausgelagert oder verkauft werden. Dabei fallen in Basel bis zu 100 der heute 177 Arbeitsplätze weg.

    Die Fabrik Basel werde sich in Zukunft ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise konzentrieren, teilte Nestlé Schweiz am Donnerstag mit. Damit unterstreiche Nestlé Schweiz auch das Bekenntnis zur Marke "Thomy". Das Unternehmen plane, insgesamt 15 Millionen Franken in den Standort zu investieren.

    Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll dagegen künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen, die Produktion von Chicoréekaffee unter der Marke "Incarom" wird an das Kompetenzzentrum für getreidehaltige Getränke in Portugal ausgelagert. Des weiteren erwägt Nestlé Schweiz einen Verkauf der beiden Marken "Le Parfait" (Brotaufstrich) und "Franck Aroma" (Chicoréegetränk).

    Freiwilliger Sozialplan

    Der Wegfall von bis zu 100 Stellen durch die geplante Neuausrichtung soll über die nächsten 18 Monate erfolgen. Die Belegschaft inklusive der Personalkommission in Basel sei am Donnerstag über die Pläne informiert worden. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen mit einem freiwilligen Sozialplan unterstützt werden. Dies könnte unter anderem Stellenangebote innerhalb der Nestlé-Gruppe, Frühpensionierungen oder Outplacement-Beratung umfassen.

    Zu den Gründen für die Neuausrichtung verweist Nestlé Schweiz auf die "sich immer schneller ändernden Konsumentenwünsche". Marken, die nicht in Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Nestlé-Gruppe stehen, will man veräussern. Darüber hinaus entspreche die Fabrik in Basel mit ihrer Komplexität und der breiten Produktepalette nicht mehr den "heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten".

    Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt in der Schweiz rund 9'700 Mitarbeitende. Er betreibt hierzulande elf Fabriken, an vier Standorten wird Forschungsarbeit betrieben.

    tp/tt

    Drucken
  • 08.05.2019 Nestlé-Aktien nach Investorentag stabil

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-Aktien nach Investorentag stabil

    08.05.2019 | 10:30:00

    Zürich (awp) - Die Aktien von Nestlé zeigen sich am Mittwoch in einem leicht negativen Gesamtmarkt stabil. Am Vortag hatte der Nahrungsmittelkonzern anlässlich eines Investorentages in den USA eine grössere Veränderung im dortigen Vertriebssystem angekündigt. So will Nestlé das firmeneigene Liefernetz für Tiefkühlpizza und Eiscreme einstellen und baut Im Zuge dessen 4'000 Stellen ab. In Marktkreisen wird die Neuorganisation positiv beurteilt.

    Um 09.55 Uhr stehen Nestlé unverändert bei 97,52 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) verzeichnet ein Minus von 0,05 Prozent.

    Mit der Einstellung der direkten Belieferung der Läden (Direct store delivery, DSD) wechselt Nestlé zum Vertrieb über eine Zwischenlagerung in Tiefkühllagern (Frozen Warehouse distribution). Der Ausstieg aus dem DSD-Geschäft sei ein bedeutender strategischer Schritt, heisst es dazu bei der Bank Vontobel. Dieses Geschäftsfeld stehe immerhin für einen Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Franken, und der Ausstieg werde den Konzernumsatz um etwa 500 Millionen verringern. Dafür sollte sich dies positiv auf die Betriebsgewinnmarge auswirken.

    Für die US-Bank Morgan Stanley ist der Ausstieg aus dem DSD-Geschäft ein überraschender Schritt, sie beurteilt diesen aber ebenso positiv. Es sei ein weiterer Beweis für die Ambitionen von Nestlé, sich zu transformieren. Die Amerikaner wie auch Vontobel sehen klare Fortschritte hinsichtlich der für den Zeitraum bis 2020 von Nestlé formulierten Ziele. Die Einstufungen bleiben unverändert bei "Overweight" bzw. "Buy".

    Bei der Zürcher Kantonalbank hiess es in einem Kommentar, dass Nestlé am Investorentag einen guten, sympathischen und kompakten Eindruck hinterlassen habe. Dieser Gesamteindruck zusammen mit dem Ausstieg aus dem Tiefkühllogistikgeschäft könnte die Aktie noch einmal stimulieren. "Der Supertanker gibt Gas", so das Fazit der ZKB.

    cf/ys

    Drucken

Keine Schlagzeilen gefunden.
Datenquelle:  SIX Financial Information AG