Logo money-net.ch
  • Markt news: Nestle N

Einfache Suche
  • Erweiterte Suche
  • 19.05.2019 Presseschau vom Wochenende 20 (18./19. Mai)

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    CSS Verein N --- --- --- --- --- ---
    LafargeHolcim N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Presseschau vom Wochenende 20 (18./19. Mai)

    19.05.2019 | 17:52:46

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    ARBEITSMARKT I: Der Arbeitsmarkt boomt. Die Zahl der ausgeschriebenen Stellen hat dieses Jahr die Marke von 200'000 erreicht. "Gross ist der Bedarf nicht nur bei Akademikern, sondern ebenso bei vielen handwerklichen Berufen", sagt Carole Kläy vom Jobradar x28 in der "NZZ am Sonntag". Dieser wertet alle online publizierten Stellenangebote aus. Besonders gesucht sind unter anderem Pflegefachkräfte, Elektromonteure, Software-Entwickler, Schreiner und Polymechaniker. Laut einer Studie der Universität Zürich herrscht aber nicht in allen Berufen ein Mangel an Fachkräften. Bei Jobs mit einer tiefen Qualifikation besteht im Gegenteil ein Überschuss an Stellensuchenden, so in der Reinigung, Körperpflege, dem Gastgewerbe und der Hauswirtschaft. Auch bei einfacheren administrativen Jobs verschärft sich das Überangebot an Arbeitskräften. Trotz der sinkenden Arbeitslosigkeit bleibt die Zahl der Langzeitarbeitslosen daher weiterhin hoch. Derzeit sind über 90'000 Personen seit mehr als einem Jahr auf Stellensuche. (NZZaS, S. 29)

    ARBEITSMARKT II: Die Schweiz gilt als Beschäftigungswunder in einem von hoher Arbeitslosigkeit heimgesuchten Europa. Doch dieses Selbstbild stimmt nicht mehr mit der Wirklichkeit überein, wie die SonntagsZeitung schreibt. Denn gemessen an der Erwerbslosenquote gemäss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) liegt die Schweiz bei 4,9 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Damit kann die Schweiz im internationalen Vergleich nicht mehr glänzen. Unter den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) landet sie gerade mal im Mittelfeld: auf Rang 18 von 36. Vor fünf Jahren lag sie noch auf Rang 5 der OECD-Länder. Nur Südkorea, Norwegen, Japan und Mexiko wiesen damals eine tiefere Erwerbslosenquote aus. Die Schweiz ist aber nicht zurückgefallen, weil die Quote hierzulande gestiegen wäre. Vielmehr haben die anderen Länder kräftig aufgeholt. Die durchschnittliche Erwerbslosenquote in der OECD sank seit 2014 von 7,6 auf 5,3 Prozent. (SoZ, S. 37-38)

    LAFARGEHOLCIM: Der Länderchef von LafargeHolcim in der Schweiz, Nick Traber, setzt die Konzernvorgaben um und hat Leute von der Zentrale in die Werke verlagert. Seinen Beton möchte der Manager nach wie vor lokal produzieren, eine Verlagerung steht nicht an, wie er in einem Interview gegenüber der "Finanz und Wirtschaft" sagte. Der Radius, in dem sich Auslieferungen lohnen, betrage maximal 200 Kilometer, führte er aus. "Knapp die Hälfte unseres Transports läuft über die Schiene. Mit dem Zug sind es circa 500 Kilometer", so der Länderchef. In Bezug auf die Strategie von Konzernchef Jan Jenisch sagte Traber, dass er diese auf die Schweiz adaptiert und eine dezentrale Organisation aufgebaut habe. "Das bedeutet etwa, dass wir jetzt eine verantwortliche Person für das Kies- und Betongeschäft in der Romandie haben", sagte er. Stellen abgebaut wurden in der Schweiz derweil primär in der lokalen Zentrale. "Wie viele genau, ist nicht öffentlich", sagte Traber jedoch. "Wir konnten aber einen grossen Teil über natürliche Fluktuation absorbieren." (FuW, Samstagsausgabe, S.10; siehe auch separate Meldung)

    NESTLÉ: Bislang verkaufte Nespresso die Kapseln entweder im Onlineshop oder in den eigenen Boutiquen. Nun ändert das Unternehmen seine Strategie und bricht mit dem ursprünglichen Geschäftsmodell, wie die SonntagsZeitung schreibt. Denn schon bald gibt es die Nespresso-Kapseln auch im Detailhandel. "Wir machen es einfacher für Kunden, Nespresso zu kaufen", sagt Niels Kuijer, Chef von Nespresso Schweiz. In Filialen der Warenhauskette Manor und in Bäckereien im ganzen Land eröffnet das Unternehmen sogenannte N-Points. (SoZ, S. 43)

    AIRBNB: Immer mehr Reisende buchen ihre Übernachtungen auf Airbnb. Gleichzeitig wächst das Angebot an Hotelbetten, Gästezimmern und Ferienwohnungen auf der Onlineplattform rasant. Über 35'000 Unterkünfte findet man in der Schweiz auf Airbnb. Doch der digitale Vermittler von Schlafgelegenheiten stösst vermehrt auf Widerstand, wie die SonntagsZeitung schreibt. Dieser betraf anfänglich vor allem die Innenstädte grosser Metropolen, wo der Wohnraum schon länger knapp ist. Nun stösst Airbnb auch in ländlichen Gebieten der Schweiz vermehrt auf Kritik. Interlaken beispielsweise hat im Dezember ein vorläufiges Verbot für den Bau von Zweitwohnungen sowie der Umnutzung von Erst- in Zweitwohnungen erlassen. (SoZ, S. 41)

    MEDIKAMENTENPREISE: Die meisten Staaten handeln mit der Pharmaindustrie Rabatte und Rückvergütungen aus. Wer wie viel zahlt, bleibt geheim. Die Schweiz ist das einzige Land, das seine Rückvergütungen und Rabatte im Internet öffentlich macht. Damit sind die Auslandpreisvergleiche nutzlos geworden, mit denen die Länder die Medikamente unterziehen, bevor sie festlegen, zu welchem Preis das Gesundheitssystem die Arzneien vergütet. Das könnte sich nun ändern, wie die "SonntagsZeitung" schreibt. Morgen Montag beginnt in Genf die 72. World Health Assembly, das oberste Entscheidungsorgan der Weltgesundheitsorganisation. Auf der Tagesordnung steht eine Resolution, die Italien eingebracht hat und von der Schweiz und den USA unterstützt wird. Sie will Schluss machen mit dem Versteckspiel bei den Medikamentenpreisen - und nicht nur dort. "Die Resolution will in insgesamt vier Gebieten die Transparenz erhöhen: -Medikamentenpreise, Forschungsaufwand, klinische Studien und Patente", bestätigt Nora Kronig Romero, Leiterin der Abteilung Internationales im Bundesamt für Gesundheit, die als Botschafterin die Schweiz vertritt. Die Schweizer Pharmalobby Interpharma will von der Resolution nichts wissen. "Sie würde zu einer Preiskonvergenz zu Lasten der ärmeren Länder führen, indem in relativ wohlhabenderen Ländern die gleichen Preise gefordert werden wie in Niedrigpreisländern", lässt der Verband verlauten. Die Preise würden sich in der Mitte einpendeln, ärmeren Ländern drohe so ein erschwerter Zugang zu Medikamenten. (SoZ, S. 40)

    HÖHERE LÖHNE: Die Vergütungen bei den Löhnen bei den Chefs von Krankenkassen in der Schweiz sind gestiegen. Mit einem Lohn von 810'000 Franken ist Daniel Schmutz, Chef der Helsana, 2018 der Top-Verdiener, wie ein Artikel der "Schweiz am Wochenende" zeigt. Der zweite und dritte Platz gehen an die CSS-Chefin Philomena Colatrella und den Assura-Chef Ruedi Bodenmann. Auffallend sei die Veränderung der Löhne im Vergleich zu 2017. Bei neun der zwölf grössten Versicherer sind die Chefsaläre gestiegen. Nur die Groupe Mutuel und die ÖKK haben weniger ausbezahlt. Bei der Basler Sympany sei ein Vergleich nicht möglich, da das Unternehmen einen Chefwechsel hinter sich hat (SaWo, S. 13).

    SUNRISE: Der Chef des Schweizer Telekomkonzerns Sunrise setzt auf den Ausbau des 5G-Netzes in der Schweiz. "Wir wollen gerade Kunden in ruralen Gebieten, wo es kein Glasfasernetz gibt, schnelles Internet liefern", sagte der gebürtige Niederländer Olaf Swantee in einem Interview mit der "Samstagsrundschau" von SRF. Bisher gebe es 173 Ortschaften, die der Telekomprovider bereits mit einem solchen Netz der neuen Generation ausgestattet habe. Ausserdem habe er inzwischen neue Handys im Angebot, die den Standard unterstützen. Swantees Gegner fordern allerdings, den 5G-Ausbau zu unterlassen bis gesundheitliche Fragen geklärt sind. "Wir nehmen diese Kritik zur Kenntnis", sagte der Firmenchef. "Ich betone aber, dass der Ausbau im Rahmen der bestehenden Strahlenschutzverordnung erfolgt", führte er aus. Weiter äusserte sich der Sunrise-Chef im Interview zur Zusammenarbeit mit dem Telekom-Konzern Huawei aus China, der in den USA derzeit in Ungnade gefallen ist. "Dank dieser Partnerschaft können wir unseren Kunden ein ausgezeichnetes Netz anbieten", sagte er. Schliesslich ging Swantee noch auf die geplante Übernahme von UPC ein. Denn der CEO braucht gut 4 Milliarden frisches Kapital, um die Kabelnetzbetreiberin übernehmen zu können. Man habe mit der Übernahme die Möglichkeit, die eigene Infrastruktur im Internet-Bereich auszubauen, versuchte er den Kauf daher schmackhaft zu machen. "Wir könnten bis zu 90 Prozent der Schweizer Haushalte ein Hochbreitband-Produkt anbieten", betonte er. (SRF, Samstagsrundschau)

    kw/

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    16.05.2019 | 18:09:56

    (Zusammenfassung mit Schlusskurs)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern schreitet beim laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo voran und steht vor einem weiteren Milliarden-Deal. Die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, soll für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern verhandelt darüber exklusiv mit einem Konsortium um den schwedischen Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wie er am Donnerstag mitteilte. Der Verkaufspreis beträgt 10,2 Milliarden Franken. Abgeschlossen werden soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte; dann will Nestlé auch darüber informieren, was mit dem Verkaufserlös geschehen wird.

    Überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren wie EQT als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Da die "Financial Times" am Vorabend bereits recht konkret über die Details des Deals schrieb, dürfte Nestlé sich denn auch für die Information der Öffentlichkeit bereits vor Abschluss des Deals entschieden haben.

    EQT kein Unbekannter

    EQT ist in der Schweiz kein Unbekannter. So haben die Schweden etwa 2016 Teile des früheren Reiseanbieters Kuoni übernommen und 2017 die deutsche Backwerk an den Kioskbetreiber Valora verkauft. Dass ein Finanzinvestor und nicht eine Handelsfirma bei Nestlé nun zum Handkuss kommt, dürfte laut Analysten damit zu tun haben: Nestlé will die ganze Sparte in einem Stück verkaufen - Handelskonzerne dürften dagegen eher an einzelnen Teilen interessiert gewesen sein, wie etwa an der Sparte rezeptpflichtige Medikamente oder der Konsumgüter-Division.

    Die Nestlé-Hautpflegesparte, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Den Ursprung hat sie in der 1981 gegründeten Galderma, die seit 2014 im vollständigen Besitz von Nestlé ist. Eine bekannte Marke in der Schweiz ist etwa die Sonnencrème Daylong.

    Die Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt wuchs sie gar deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial der Sparte "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Der Deutsche will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Milliarden-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes oder des Versicherungsgeschäftes Gerber. Der schon angekündigte Verkauf von Herta Charcuterie soll einen weiteren Milliardenbetrag einbringen.

    Nestlé-Aktie auf Allzeithoch

    Der Umbau beim weltgrössten Nahrungsmittel-Konzern kommt auch bei Investoren gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen. Die Aktie gewann am Donnerstag weitere 1,8 Prozent auf 100,42 Franken und schloss damit erstmals überhaupt bei mehr als 100 Franken.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé verkauft Hautpflegesparte für über 10 Milliarden Franken

    16.05.2019 | 17:25:17

    (Zusammenfassung, zweiter Absatz mit Update zum Verkaufspreis)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern schreitet beim laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo voran und steht vor einem weiteren Milliarden-Deal. Die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, soll für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern verhandelt darüber exklusiv mit einem Konsortium um den schwedischen Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wie er am Donnerstag mitteilte. Der Verkaufspreis beträgt 10,2 Milliarden Franken. Abgeschlossen werden soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte; dann will Nestlé auch darüber informieren, was mit dem Verkaufserlös geschehen wird.

    Überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren wie EQT als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Da die "Financial Times" am Vorabend bereits recht konkret über die Details des Deals schrieb, dürfte Nestlé sich denn auch für die Information der Öffentlichkeit bereits vor Abschluss des Deals entschieden haben.

    EQT kein Unbekannter

    EQT ist in der Schweiz kein Unbekannter. So haben die Schweden etwa 2016 Teile des früheren Reiseanbieters Kuoni übernommen und 2017 die deutsche Backwerk an den Kioskbetreiber Valora verkauft. Dass ein Finanzinvestor und nicht eine Handelsfirma bei Nestlé nun zum Handkuss kommt, dürfte laut Analysten damit zu tun haben: Nestlé will die ganze Sparte in einem Stück verkaufen - Handelskonzerne dürften dagegen eher an einzelnen Teilen interessiert gewesen sein, wie etwa an der Sparte rezeptpflichtige Medikamente oder der Konsumgüter-Division.

    Die Nestlé-Hautpflegesparte, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Den Ursprung hat sie in der 1981 gegründeten Galderma, die seit 2014 im vollständigen Besitz von Nestlé ist. Eine bekannte Marke in der Schweiz ist etwa die Sonnencrème Daylong.

    Die Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt wuchs sie gar deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial der Sparte "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Der Deutsche will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Milliarden-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes oder des Versicherungsgeschäftes Gerber. Der schon angekündigte Verkauf von Herta Charcuterie soll einen weiteren Milliardenbetrag einbringen.

    Nestlé-Aktie auf Allzeithoch

    Der Umbau beim weltgrössten Nahrungsmittel-Konzern kommt auch bei Investoren gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen. Auch heute gewinnt die Aktie wieder deutlich (aktuell +0,7% auf 99,35 Fr.) und notiert damit auf Allzeithoch bzw. nur noch einen guten halben Franken von der 100-Franken-Marke entfernt.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé-Hautpflegesparte geht für über 10 Milliarden Franken an Finanzinvestoren

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-Hautpflegesparte geht für über 10 Milliarden Franken an Finanzinvestoren

    16.05.2019 | 13:13:15

    (Zusammenfassung)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern schreitet beim laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo voran und steht vor einem weiteren Milliarden-Deal. Die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, soll für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern verhandelt darüber exklusiv mit einem Konsortium um den schwedischen Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), wie er am Donnerstag mitteilte. Verhandlungsbasis ist ein Verkaufspreis von 10,2 Milliarden Franken. Abgeschlossen werden soll die Transaktion in der zweiten Jahreshälfte; dann will Nestlé auch darüber informieren, was mit dem Verkaufserlös geschehen wird.

    Überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren wie EQT als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Da die "Financial Times" am Vorabend bereits recht konkret über die Details des Deals schrieb, dürfte Nestlé sich denn auch für die Information der Öffentlichkeit bereits vor Abschluss des Deals entschieden haben.

    EQT kein Unbekannter

    EQT ist in der Schweiz kein Unbekannter. So haben die Schweden etwa 2016 Teile des früheren Reiseanbieters Kuoni übernommen und 2017 die deutsche Backwerk an den Kioskbetreiber Valora verkauft. Dass ein Finanzinvestor und nicht eine Handelsfirma bei Nestlé nun zum Handkuss kommt, dürfte laut Analysten damit zu tun haben: Nestlé will die ganze Sparte in einem Stück verkaufen - Handelskonzerne dürften dagegen eher an einzelnen Teilen interessiert gewesen sein, wie etwa an der Sparte rezeptpflichtige Medikamente oder der Konsumgüter-Division.

    Die Nestlé-Hautpflegesparte, die ihren Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Den Ursprung hat sie in der 1981 gegründeten Galderma, die seit 2014 im vollständigen Besitz von Nestlé ist. Eine bekannte Marke in der Schweiz ist etwa die Sonnencrème Daylong.

    Die Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt wuchs sie gar deutlich schneller als der Gesamtkonzern. Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial der Sparte "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Der Deutsche will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Milliarden-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes oder des Versicherungsgeschäftes Gerber. Der schon angekündigte Verkauf von Herta Charcuterie soll einen weiteren Milliardenbetrag einbringen.

    Nestlé-Aktie auf Allzeithoch

    Der Umbau beim weltgrössten Nahrungsmittel-Konzern kommt auch bei Investoren gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen. Auch heute gewinnt die Aktie wieder deutlich (aktuell +0,7% auf 99,35 Fr.) und notiert damit auf Allzeithoch bzw. nur noch einen guten halben Franken von der 100-Franken-Marke entfernt.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    16.05.2019 | 09:08:14

    (Ausführliche Fassung)

    Vevey (awp) - Der Nestlé-Konzern geht bei seinem laufenden Firmenumbau mit hohem Tempo vorwärts und steht vor einer weiteren Milliarden-Transaktion. Nun soll die Hautpflegesparte, die offiziell Nestlé Skin Health (NSH) heisst, für über 10 Milliarden Franken verkauft werden.

    Man verhandle exklusiv mit einem Konsortium um den Finanzinvestor EQT und die Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) über den Verkauf der NSH-Sparte, teilte der weltgrösste Nahrungsmittel-Hersteller am Donnerstag mit. Dabei ist die Rede von einem Verkaufspreis von 10,2 Milliarden Franken.

    Die Transaktion dürfte gemäss den Angaben in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen werden, dies nach Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden und vorbehältlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Nach Abschluss des Verkaufs soll dann über die Verwendung des Erlöses sowie die zukünftige Kapitalstruktur informiert werden.

    Nestlé Skin Health (NSH), die den Hauptsitz in Lausanne hat, erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern. Sie ist spezialisiert auf Lösungen im Bereich Hautgesundheit und aufgeteilt in die drei Geschäftseinheiten Verschreibungspflichtige Präparate, Ästhetische Dermatologie und Consumer. Sie verkauft Produkte, die sowohl für den medizinischem Bereich wie auch für Patienten und Konsumenten direkt bestimmt sind. Neben Hauptpflegeprodukten sind das etwa auch Mittel gegen Akne und Hautkrebs.

    Keine Überraschung

    Ganz überraschend kommt die Verkaufsankündigung nicht. Nestlé hatte bereits vergangenen September mitgeteilt, dass Optionen für die Sparte geprüft würden. Seither wurden in der Presse immer wieder Finanzinvestoren als mögliche Käufer ins Spiel gebracht. Erst am Vortag hatte die "Financial Times" darüber berichtet und dabei mehr oder weniger die jetzt von Nestlé bestätigten Käufer und Bedingungen genannt. Das dürfte denn auch der Grund gewesen sein, dass Nestlé über die Absichten vor dem offiziellen Verkaufsabschluss berichtet hat.

    Die NSH-Sparte wurde in den letzten Jahren umgebaut und profitabler gemacht, zuletzt beziehungsweise im ersten Quartal 2019 erzielte sie ein zweistelliges organisches Wachstum und wuchs damit deutlich schneller als der Gesamtkonzern (3,4%). Der geplante Verkauf wurde im letzten Herbst denn auch nicht mit ungenügenden Zahlen begründet, sondern damit, dass das künftige Wachstumspotenzial von Skin Health "zunehmend ausserhalb der strategischen Grenzen der Gruppe" liege.

    Handschrift von Schneider

    Der neueste Milliarden-Deal trägt ganz klar die Handschrift von Konzernchef Mark Scheider. Seit er vor gut zwei Jahren den Chefposten bei Nestlé übernommen hat, weht dort ein anderer Wind. Schneider will nicht nur mehr Wachstum und bessere Margen erzielen, sondern legt den Fokus des Konzerns auch verstärkt auf gesündere und nachhaltigere, aber auch wachstumsstarke Produkte. So wurden die Bereiche Kaffee, Wasser, Haustier- und Säuglingsnahrung als Wachstumskategorien definiert.

    Seither bewegt sich der Konzern mit Riesenschritten in diese Richtung. So hat Nestlé etwa vor einem Jahr die Rechte zum Verkauf von Starbucks-Produkten für über 7 Milliarden US-Dollar übernommen. Weitere Riesen-Transaktionen waren etwa der Kauf der kanadischen Atrium Innovations für 2,3 Milliarden US-Dollar Ende 2017 oder der Verkauf des US-Süsswarengeschäftes für 2,8 Milliarden US-Dollar Anfang 2018. Wie der Konzern kürzlich an einem Investorentag aufzeigte, wurden seit 2017 insgesamt rund 50 Transaktionen durchgeführt oder zumindest geprüft, die rund 9 Prozent des ganzen Nestlé-Umsatzes ausmachen.

    Der Umbau von Nestlé kommt auch bei Investoren sehr gut an. Die Nestlé-Aktie, die als sehr defensiver Wert gilt, hat in diesem Jahr bereits fast ein Viertel zugelegt und damit den Gesamtmarkt (SMI +12%) deutlich hinter sich gelassen.

    uh/tt

    Drucken
  • 16.05.2019 Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé will Skin Health für 10,2 Mrd Franken an ein Konsortium verkaufen

    16.05.2019 | 07:36:06

    Vevey (awp) - Nestlé steht kurz vor dem Verkauf seiner Hautpflegesparte. Man führe mit einem Konsortium, das von der Private Equity Gesellschaft EQT und einer Tochter der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA) angeführt werde, exklusive Verkaufsverhandlungen, teilte der Nahrungsmittel-Konzern am Donnerstag mit. Dabei ist die Rede von einem Verkaufspreis von 10,2 Milliarden Franken.

    Die geplante Transaktion werde nach den Konsultationsverfahren mit den Mitarbeitenden und vorbehältlich der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen sein, hiess es weiter. Nestlé werde dann über die Verwendung des Erlöses sowie die zukünftige Kapitalstruktur informieren.

    Nestlé Skin Health (NSH) - wie die Sparte offiziell heisst - erzielte 2018 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Franken und beschäftigt mehr als 5000 Mitarbeitende in 40 Ländern mit Hauptsitz in Lausanne. Sie ist spezialisiert auf Lösungen im Bereich Hautgesundheit, die sowohl für medizinische Fachkräfte als auch für Patienten und Konsumenten bestimmt sind. NSH betreibt die drei Geschäftseinheiten Verschreibungspflichtige Präparate, Ästhetische Dermatologie und Consumer Care.

    Nestlé hatte vergangenen September angekündigt, dass Optionen für die Sparte Skin Health geprüft würden.

    uh/tt

    Drucken
  • 15.05.2019 Nestlé verhandelt mit EQT über Verkauf von Hautpflege-Sparte

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé verhandelt mit EQT über Verkauf von Hautpflege-Sparte

    15.05.2019 | 17:46:04

    Zürich (awp/sda/reu) - Der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé soll einem Bericht der "Financial Times" zufolge exklusiv mit einem Konsortium um den Finanzinvestor EQT über den Verkauf seiner Hautpflege-Sparte verhandeln. Die Transaktion könnte einen Wert von bis zu zehn Milliarden Dollar haben, berichtete die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf vier mit der Sache vertraute Personen. Nestlé wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen.

    Der Weltmarktführer aus Vevey am Genfersee hat sein Hauptpflegegeschäft im September zur Disposition und eine Entscheidung bis Mitte dieses Jahres in Aussicht gestellt. Insider hatten neben EQT auch von anderen Finanzinvestoren Angebote erwartet, darunter etwa Advent und Cinven, Partners Group, Blackstone, CVC, KKR sowie Carlyle.

    Drucken
  • 09.05.2019 Nestlé richtet Fabrik Basel neu aus und streicht bis zu 100 Stellen

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé richtet Fabrik Basel neu aus und streicht bis zu 100 Stellen

    09.05.2019 | 10:45:13

    La Tour-de-Peilz (awp) - Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé stellt seine Fabrik in Basel künftig als "Kompetenzzentrum für Senf und Mayonnaise" auf. Andere Produkte, die heute dort hergestellt werden, sollen ausgelagert oder verkauft werden. Dabei fallen in Basel bis zu 100 der heute 177 Arbeitsplätze weg.

    Die Fabrik Basel werde sich in Zukunft ganz auf die Innovation und Produktion von Senf und Mayonnaise konzentrieren, teilte Nestlé Schweiz am Donnerstag mit. Damit unterstreiche Nestlé Schweiz auch das Bekenntnis zur Marke "Thomy". Das Unternehmen plane, insgesamt 15 Millionen Franken in den Standort zu investieren.

    Die Produktion von Salatsaucen und Dips soll dagegen künftig an spezialisierten Nestlé-Standorten in Europa erfolgen, die Produktion von Chicoréekaffee unter der Marke "Incarom" wird an das Kompetenzzentrum für getreidehaltige Getränke in Portugal ausgelagert. Des weiteren erwägt Nestlé Schweiz einen Verkauf der beiden Marken "Le Parfait" (Brotaufstrich) und "Franck Aroma" (Chicoréegetränk).

    Freiwilliger Sozialplan

    Der Wegfall von bis zu 100 Stellen durch die geplante Neuausrichtung soll über die nächsten 18 Monate erfolgen. Die Belegschaft inklusive der Personalkommission in Basel sei am Donnerstag über die Pläne informiert worden. Die betroffenen Mitarbeitenden sollen mit einem freiwilligen Sozialplan unterstützt werden. Dies könnte unter anderem Stellenangebote innerhalb der Nestlé-Gruppe, Frühpensionierungen oder Outplacement-Beratung umfassen.

    Zu den Gründen für die Neuausrichtung verweist Nestlé Schweiz auf die "sich immer schneller ändernden Konsumentenwünsche". Marken, die nicht in Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Nestlé-Gruppe stehen, will man veräussern. Darüber hinaus entspreche die Fabrik in Basel mit ihrer Komplexität und der breiten Produktepalette nicht mehr den "heutigen Anforderungen an moderne Produktionsstätten".

    Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé beschäftigt in der Schweiz rund 9'700 Mitarbeitende. Er betreibt hierzulande elf Fabriken, an vier Standorten wird Forschungsarbeit betrieben.

    tp/tt

    Drucken
  • 08.05.2019 Nestlé-Aktien nach Investorentag stabil

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-Aktien nach Investorentag stabil

    08.05.2019 | 10:30:00

    Zürich (awp) - Die Aktien von Nestlé zeigen sich am Mittwoch in einem leicht negativen Gesamtmarkt stabil. Am Vortag hatte der Nahrungsmittelkonzern anlässlich eines Investorentages in den USA eine grössere Veränderung im dortigen Vertriebssystem angekündigt. So will Nestlé das firmeneigene Liefernetz für Tiefkühlpizza und Eiscreme einstellen und baut Im Zuge dessen 4'000 Stellen ab. In Marktkreisen wird die Neuorganisation positiv beurteilt.

    Um 09.55 Uhr stehen Nestlé unverändert bei 97,52 Franken. Der Gesamtmarkt (SMI) verzeichnet ein Minus von 0,05 Prozent.

    Mit der Einstellung der direkten Belieferung der Läden (Direct store delivery, DSD) wechselt Nestlé zum Vertrieb über eine Zwischenlagerung in Tiefkühllagern (Frozen Warehouse distribution). Der Ausstieg aus dem DSD-Geschäft sei ein bedeutender strategischer Schritt, heisst es dazu bei der Bank Vontobel. Dieses Geschäftsfeld stehe immerhin für einen Jahresumsatz von 5,5 Milliarden Franken, und der Ausstieg werde den Konzernumsatz um etwa 500 Millionen verringern. Dafür sollte sich dies positiv auf die Betriebsgewinnmarge auswirken.

    Für die US-Bank Morgan Stanley ist der Ausstieg aus dem DSD-Geschäft ein überraschender Schritt, sie beurteilt diesen aber ebenso positiv. Es sei ein weiterer Beweis für die Ambitionen von Nestlé, sich zu transformieren. Die Amerikaner wie auch Vontobel sehen klare Fortschritte hinsichtlich der für den Zeitraum bis 2020 von Nestlé formulierten Ziele. Die Einstufungen bleiben unverändert bei "Overweight" bzw. "Buy".

    Bei der Zürcher Kantonalbank hiess es in einem Kommentar, dass Nestlé am Investorentag einen guten, sympathischen und kompakten Eindruck hinterlassen habe. Dieser Gesamteindruck zusammen mit dem Ausstieg aus dem Tiefkühllogistikgeschäft könnte die Aktie noch einmal stimulieren. "Der Supertanker gibt Gas", so das Fazit der ZKB.

    cf/ys

    Drucken
  • 08.05.2019 Nestlé baut Tiefkühlvertrieb in USA um und streicht 4'000 Jobs

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé baut Tiefkühlvertrieb in USA um und streicht 4'000 Jobs

    08.05.2019 | 09:13:35

    Arlington/Vevey (awp) - Im Zuge der von Nestlé angekündigten Umstellung des Liefersystems von Pizza und Eiscreme in den USA in diesem Jahr werden einem Medienbericht zufolge 4'000 Stellen gestrichen. Am Vorabend hatte der Lebensmittelkonzern an einem Investorentag über die Pläne informiert.

    Nestlé schliesst in den USA sein firmeneigenes Liefernetz für Tiefkühlpizza und Eiscreme und baut im Zuge dessen 4'000 Stellen ab, schrieb die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf Aussagen des Unternehmens.

    Statt Supermärkte und Geschäfte direkt zu beliefern, stellt der Nahrungsmittelkonzern den Vertrieb auf ein Netzwerk um, das Nestlé bereits zur Auslieferung von anderen Tiefkühlwaren und Snacks benutzt. Mit dem Schritt will Nestlé effizienter und profitabler werden.

    Ein Nestlé-Sprecher in der Schweiz konnte die Angaben zum konkreten Stellenabbau gegenüber der Nachrichtenagentur AWP bislang nicht bestätigen. Bekannt war aus den Angaben vom Vortag, dass die Umstellung Nestlé rund eine halbe Milliarde Dollar kosten wird. Beim Umsatz dürfte sich die Umstellung über Preissenkungen und Optimierungen im Sortiment 2019 einmalig niederschlagen, hiess es. Es gelte, die Folgen für die betroffenen Mitarbeiter abzufedern, hatte der Konzern ausserdem verlauten lassen.

    Schliessung von Vertriebszentren

    Nestlé will unter anderem acht Vertriebszentren für Tiefkühlprodukte schliessen. Das führe neben den Einmalkosten zu einem einmaligen negativen Effekt auf den Umsatz von rund 450 Millionen Dollar, schrieb Reuters nun am Mittwoch.

    Unberührt von der Umstellung bleiben die Finanzziele des Konzerns für 2019. Und der Wechsel sei bereits in den prognostizierten rund 700 Millionen Franken Restrukturierungskosten eingerechnet.

    Die direkte Belieferung der Läden (Direct store delivery, DSD) sei eine hochkomplexe und teure Angelegenheit: Dafür betrieb Nestlé für das Tiefkühlgeschäft in den USA 230 Anlagen mit 4'000 Angestellten und 1'400 Lastwagen. Dieses Belieferungssystem habe historisch Sinn gemacht, hatte USA-Chef Steve Presley am Vortag ausgeführt.

    So seien die Produkte schneller in die Regale gelangt und es sei möglich gewesen, Displays mitzuliefern. Doch heute hätten viele Detailhändler ihre Lieferketten professionalisiert, was die Vorteile habe verschwinden lassen.

    Neu setzt Nestlé beim Vertrieb von Pizza und Eiscreme in den USA auf eine Zwischenlagerung in Tiefkühllagern (Frozen Warehouse distribution).

    tt/jb/ys

    Drucken
  • 07.05.2019 Nestlé stellt Liefersystem von Pizza und Glacé in den USA um

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé stellt Liefersystem von Pizza und Glacé in den USA um

    07.05.2019 | 18:47:56

    Arlington US (awp) - Nestlé stellt sein Liefersystem von Pizza und Eiscreme in den USA in diesem Jahr um. Der Nahrungsmittelkonzern wechselt von einer direkten Belieferung der Läden (Direct store delivery, DSD) zum Vertrieb über eine Zwischenlagerung in Tiefkühllagern (Frozen Warehouse distribution).

    "Das ist eine grosse Sache für uns", sagte Nestlé-Chef Mark Schneider am Investorentag in Arlington im US-Bundesstaat Virgina. Die Nestlé-Führungscrew erhofft sich von dem Schritt tiefere Kosten und höhere Margen sowohl für Nestlé als auch für die Detailhandelspartner, wie USA-Chef Steve Presley sagte. Zudem sei die Belieferung nach der Umstellung deutlich weniger kapitalintensiv. Diese Vorteile dürften ab 2020 zum Tragen kommen.

    DSD sei eine hochkomplexe und teure Angelegenheit: Dafür betrieb Nestlé für das Tiefkühlgeschäft in den USA 230 Anlagen mit 4000 Angestellten und 1400 Lastwagen. Dieses Belieferungssystem habe historisch Sinn gemacht, erklärte Presley. So seien die Produkte schneller in die Regale gelangt und es sei möglich gewesen, Displays mitzuliefern. Doch heute hätten viele Detailhändler ihre Lieferketten professionalisiert, was die Vorteile habe verschwinden lassen.

    Die Umstellung lässt sich Nestlé rund eine halbe Milliarde Dollar kosten. Es gilt, die Folgen für die betroffenen Mitarbeiter abzufedern. Auch beim Umsatz dürfte sich die Umstellung über Preissenkungen und Optimierungen im Sortiment 2019 einmalig niederschlagen, wie Presley ausführte.

    Bislang hatte Nestlé Produkte mit einem Umsatz von 3,3 Milliarden Dollar über DSD vertrieben und Produkte mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Dollar über Tiefkühllager.

    tt/ra

    Drucken
  • 03.05.2019 Nestle ernennt Leanne Geale zur Rechts- und Compliance-Chefin

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestle ernennt Leanne Geale zur Rechts- und Compliance-Chefin

    03.05.2019 | 07:38:06

    Vevey (awp) - Nestle besetzt den Posten des Chefjuristen neu. Leanne Geale werde per 1. August zum General Counsel ernannt und zur Generaldirektorin, teilte der Nahrungsmittelkonzern am Freitag mit. Zudem nehme sie Einsitz in die Geschäftsleitung.

    Geale kommt vom Erdölkonzern Royal Dutch Shell, wo sie verschiedene Führungspositionen im Rechtsbereich des Unternehmens innegehabt habe. Ihr unterstellt sind bei Nestlé nun David Frick, Direktor Governance, Compliance und Corporate Services, und Ricardo Cortes-Monroy, Chief Legal Officer.

    Frick werde die Nestlé-Konzernleitung zum 31. Juli 2019 verlassen. Er werde seine derzeitigen Aufgaben weiter wahrnehmen und bleibe Sekretär des Verwaltungsrats, heisst es weiter.

    pre/ra

    Drucken
  • 28.04.2019 Presseschau vom Wochenende 17 (27./28. April)

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    CS Group N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Presseschau vom Wochenende 17 (27./28. April)

    28.04.2019 | 17:58:24

    Zürich (awp) - Nachfolgend eine Auswahl von Artikeln zu wirtschaftsrelevanten Themen aus der Presse vom Wochenende:

    CS I: Die Nichtregierungsorganisation Public Eye hat laut "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft gegen die Credit Suisse eingereicht. Grund sei ein Schuldenskandal in Mosambik. Die Kredite von mehr als zwei Milliarden Dollar, die in grossem Stil veruntreut worden seien, liessen die Staatsschulden des Landes in die Höhe schiessen. Public Eye fordere die Anklagebehörde nun auf, "die Frage zu klären, ob die Credit Suisse Group ihren organisatorischen Pflichten zur Überwachung der Tochtergesellschaft und zur Verhinderung illegaler Verhaltensweisen nachgekommen ist - so wie es das Schweizer Strafrecht von Unternehmen verlangt". Die Credit Suisse habe nichts vom Verhalten der betroffenen Mitarbeiter wissen können, hatte CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner an der jüngsten Generalversammlung gesagt. Sie hätten sich über externe Mails ausgetauscht. (SoZ, S. 39)

    CS II: Laut der "SonntagsZeitung ist die CS am umstrittenen Übernahmedeal der israelischen Sicherheitsfirma NSO Group beteiligt. Die Grossbank habe zusammen mit einer New Yorker Investmentbank einen Kredit in Höhe von 510 Millionen US-Dollar gewährt, der den beiden NSO-Gründern eine Übernahme der Firma ermögliche. Kontrovers sei der Deal vor allem wegen der Spionagesoftware Pegasus, die NSO weltweit vertreibt. Sie werde zur Bespitzelung von Regimegegnern eingesetzt. Gegen das israelische Unternehmen laufen deswegen mehrere Klagen. (SoZ, S. 39)

    MEYER BURGER: Beim Solarzulieferer Meyer Burger spitzt sich die Lage im Vorfeld der Generalversammlung vom kommenden Donnerstag zu. So hat der Aktionär Elysium Capital laut einem Bericht der "SonntagsZeitung" im Zusammenhang mit dem kürzlichen Deal mit Oxford PV eine Strafanzeige wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung und Privatbestechung gegen den gesamten Verwaltungsrat eingereicht. Denn bei diesem Deal seien die bisherigen Aktionäre benachteiligt worden. Meyer Burger wies die Vorwürfe gegenüber der Zeitung zurück und erwägt nun selber rechtliche Schritte. (SoZ, S. 40)

    NESTLÉ: Der Nahrungsmittelhersteller Nestlé hat sich Anfang April an einem Start-up der Lausanner ETH beteiligt, das an einem Wirkstoff aus Granatäpfeln tüftelt, wie die "NZZ am Sonntag" publik machte. Dieser könnte laut dem Bericht zu einem Baustein im Kampf gegen Alterskrankheiten werden. Das Start-up heisst Amazentis und beschäftigt derzeit weniger als zehn Mitarbeiter. Details zum Deal wie die Höhe der Beteiligung wurden nicht genannt. (NZZaS, S. 27)

    SUNRISE: Der Chef des Telekommunikationsunternehmens Sunrise, Olaf Swantee, glaubt, dass die Aktionäre den Sinn der UPC-Transaktion erkennen und der Kapitalerhöhung zustimmen werden. "Aber die dahinter liegenden Gründe zu erkennen, erfordert noch mehr Erklärungsarbeit", räumte er in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft" ein. Die grosse Mehrheit der professionellen Anleger, mit denen Sunrise gesprochen habe, sehe die Akquisition von UPC Schweiz als eine "strategisch sinnvolle und finanziell attraktive Transaktion" an, sagte Swantee. (FuW, S. 1)

    RAHMENABKOMMEN: Die Gewerkschaften halten laut der "NZZ am Sonntag" an der Opposition gegen das Rahmenabkommen mit der EU fest. Im Interview mit der Zeitung sagte der neue Gewerkschaftsbund-Präsident Pierre-Yves Maillard zum Thema EU-Rahmenvertrag: "Dieser Text ist tot, auch wenn gewisse Kreise wie der Chefunterhändler Roberto Balzaretti, die GLP, Teile der FDP und einzelne Medien noch immer so tun, als hätte das Abkommen eine Chance." Die Gewerkschaften würden niemals einem Text zustimmen, der den Lohnschutz schwäche und diesen dem Europäischen Gerichtshof unterstelle. Die Souveränität sei nicht nur ein SVP-Thema, sondern auch ein linkes Anliegen, betonte er. "Es führt kein Weg an Neuverhandlungen vorbei", so Maillard weiter. (NZZaS, S. 9)

    VEKSELBERG: Der ehemalige Renova-Finanzchef und Vertraute des russischen Oligarchen Viktor Vekselberg, Igor Akhmerov, ist laut der "NZZ am Sonntag" und der "SonntagsZeitung" von einem Mailänder Gericht wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden. Akhmerov war von 2004 bis 2006 Finanzchef von Vekselbergs Beteiligungsgesellschaft Renova, die etwa namhafte Anteile an den Schweizer Firmen Sulzer, Oerlikon und Schmolz+Bickenbach hält. Danach leitete er die Geschicke der Energiefirma Avelar Energy mit Sitz in Zürich, die ebenfalls zu Vekselbergs Imperium gehöre. Avelar soll unter anderem Subventionen des italienischen Staates unrechtmässigerweise bezogen haben. Laut den Mailänder Richtern geht es um rund 59 Millionen Euro. Akhmerov selbst sei von dem Urteil schockiert. Der Manager sagte den Zeitungen, er werde Rekurs einlegen. (NZZaS, S. 33; SoZ, S. 36)

    5G: Der Widerstand gegen den neuen Mobilfunkstandard 5G hat laut der "SonntagsZeitung", "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" die Deutschschweiz erreicht. In mehreren lokalen Parlamenten lancierten Politiker entsprechende Vorstösse, die einen Baustopp oder zumindest zusätzliche Abklärungen für 5G-Antennen forderten. In den Kantonsparlamenten von Bern, St Gallen und Schwyz seien entsprechende Vorstösse traktandiert. Auch die Stadtparlamente von Luzern und Schaffhausen würden sich mit dem 5G-Ausbau beschäftigen. (SoZ, S.9)

    STANDORT SCHWEIZ: Die Schweiz verliert laut einer Studie an Standortattraktivität, wie die "NZZ am Sonntag" und "Le Matin Dimanche" berichteten. Die Zeitungen berufen sich auf eine noch unveröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens McKinsey. Bis zum Jahr 2014 war die Schweiz demnach bei der Ansiedlung globaler Firmen in Europa die Nummer Eins - zusammen mit Irland. Inzwischen sei das Land auf Rang drei zurückgefallen. Als Hauptgründe nennen Experten die Ungewissheit im Verhältnis zur EU im Bereich der Personenfreizügigkeit sowie bei den Unternehmenssteuern. Zugelegt haben stattdessen die Niederlande, die - im Gegensatz zur Schweiz - auch substanziell vom Brexit profitieren, wie es von McKinsey hiess. Rund 40 Unternehmen hätten jüngst ihren Hauptsitz von Grossbritannien dorthin verschoben - so etwa Sony und Panasonic. (NZZaS, S. 29)

    rw/

    Drucken
  • 18.04.2019 Nestlé startet mit unerwartet viel Schub ins neue Jahr

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé startet mit unerwartet viel Schub ins neue Jahr

    18.04.2019 | 15:30:29

    (Zusammenfassung)

    Zürich (awp) - Der Umbau bei Nestlé trägt Früchte. Der Start ins neue Jahr ist dem weltgrössten Nahrungsmittelkonzern jedenfalls schonmal geglückt. Mit einem ansehnlichen Wachstum trotz schwächeren Feiertagsrückenwind überraschte Nestlé Analysten und Anleger.

    Der Hersteller von Cailler-Schokolade, Nespresso-Kaffee und Purina-Tierfutter setzte im ersten Quartal insgesamt 22,2 Milliarden Franken um, das ist ein Plus von 4,3 Prozent. Dazu trugen auch Zukäufe bei, während Wechselkurseffekte den Umsatz leicht schmälerten. Ohne diese Effekte betrug das in der Branche entscheidende Wachstum aus eigener Kraft 3,4 Prozent.

    Weil die Feiertage für dieses Quartal eher ungünstig fielen - so steht Ostern erst noch bevor - hatten Analysten gemäss einer Umfrage der Nachrichtenagentur AWP im Schnitt gerademal mit 2,6 Prozent gerechnet. Allerdings dämpfte Konzernchef Mark Schneider an einer Telefonkonferenz die Erwartungen: "Unsere Prognose für das Gesamtjahr ändert sich dadurch nicht substanziell."

    Wachstumstreiber Tierfutter

    In den ersten drei Monaten zog erneut der Wachstumstreiber Haustierprodukte. Dort wuchs Nestlé um 5,5 Prozent. Im Onlinehandel und beim Katzenfutter habe man Marktanteile gewinnen können, in den anderen Bereichen sei Nestlé mit dem Markt gewachsen, sagte Schneider.

    Aber auch Babynahrung und Milchprodukte schoben das Wachstum des Nahrungsmittelriesen an. Nicht zuletzt auch in Brasilien, dem viertgrössten Markt für Nestlé, wo es für den Konzern mit zweistelligen Wachstumsraten nach oben ging.

    Auf der anderen Seite harzt es weiterhin beim Wassergeschäft. Dort konnte Nestlé zwar höhere Verpackungs- und Vertriebskosten an die Konsumenten weitergeben und dadurch mehr umsetzen, mengenmässig schrumpften die Verkäufe aber. Das lag vor allem an den Mainstream-Marken, während die Premiumprodukte gut gelaufen seien, hiess es bei Nestlé.

    Nescafé unter Druck

    Ebenfalls schwach entwickelten sich die Kaffee- und Schokodrinks, was vor allem auf Nescafé zurückzuführen war. In dieser Produktkategorie verlangsamte sich das Wachstum im ersten Quartal vor allem wegen des Fertigkaffees auf 1,3 Prozent. Die Preise bei Nescafé seien aufgrund des Preisrückgangs bei Kaffeebohnen unter Druck geraten, sagte Schneider dazu. Das habe auch Druck auf den Marktanteil ausgeübt, da Nestlé bei Preissenkungen nicht vorne dabei sein wolle.

    Derzeit arbeite Nestlé aber hart daran, Nescafé stärker zu "premiumisieren". Das sollte Nescafé etwas gegen solche Effekte immunisieren. Der Nestlé-Konzernchef zeigte sich sehr zuversichtlich, damit das Ruder herumreissen zu können.

    Entscheid bezüglich Verkäufen bis Ende Jahr

    Schneider will Nestlé auf stark wachsende Bereiche ausrichten. Das will er nicht nur über Zu- und Verkäufe erreichen, sondern auch, indem die Probleme bei schwachen Geschäften angegangen werden. Das US-Tiefkühlgeschäft, ein früheres Sorgenkind, schaffte es etwa nun wieder zurück zu Wachstum. "Ich ziehe meinen Hut vor unserem Team", sagte Schneider. Die Anstrengungen zahlten sich nun aus.

    Allerdings bleiben Zu- und Verkäufe ein wichtiges Mittel für Nestlé. Auf dem Prüfstand, und damit auch zum Verkauf, stehen derzeit die Hautpflegetochter Nestlé Skin Health und das Aufschnitt- und Fleischwarengeschäft Herta Charcuterie. Diese Überprüfungen will Nestlé bis Mitte oder Ende Jahr abschliessen.

    Der Verkauf von Nestlé Skin Health könnte dem Nahrungsmittelkonzern Medienberichten zufolge rund 7 Milliarden Dollar einbringen. Analysten halten sogar einen Preis von bis zu 10 Milliarden für möglich. Die Sparte wuchs im ersten Quartal organisch mit einer zweistelligen Rate.

    tt/mk

    Drucken
  • 18.04.2019 Nestlé-Aktien nach überzeugenden Quartalsumsatzzahlen gesucht

    Betroffene Wertpapiere

    Some text
    Name Letzter +/- +/-% Hoch 52W Tief 52W Volumen
    Nestle N --- --- --- --- --- ---

    Story

    Nestlé-Aktien nach überzeugenden Quartalsumsatzzahlen gesucht

    18.04.2019 | 09:48:45

    Zürich (awp) - Den Nestlé-Aktien verleihen am Donnerstag die Quartalszahlen zusätzlichen Schwung. Der Nahrungsmittelmulti hat mit seinem Wachstum im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Wermutstropfen sind die schwache Entwicklung beim Wassergeschäft sowie in der Division AOA.

    Die Nestlé-Papiere ziehen bis 9.40 Uhr um 1,2 Prozent an auf 96,17 Franken und notieren damit als einer von wenigen Titeln im Plus. Der Leitindex SMI, der stark von dem Schwergewicht beeinflusst wird, notiert derweil 0,19 Prozent im Minus. Die Nestlé-Aktien haben bereits seit Jahresbeginn einen guten Lauf und haben bereits gut ein Fünftel zugelegt.

    Nestlé ist in den ersten drei Monaten mit 3,4 Prozent organisch deutlich schneller gewachsen als von Analysten erwartet (AWP-Konsens: 2,6%). Auch gegenüber den Konkurrenten machte Nestlé damit eine gute Figur: So meldete Danone am Vortag ein organisches Plus von 0,8 Prozent - das allerdings auch der hohen Vergleichsbasis geschuldet war - und Unilever berichtete zeitgleich mit Nestlé ein Plus von 3,1 Prozent.

    Analysten sehen Nestlés Quartalswachstum als weiteres Zeichen dafür, dass der Turnaround auf gutem Kurs ist, so etwa die UBS-Analystin. Nestlé habe die Erwartungen mit Verweis auf die Feiertagseffekte und der Prognose eines eher soften Jahresstarts eher tief gehalten, heisst es bei Bernstein. So oder so sei das ein guter Jahresstart. Allerdings verweist der zuständige Analyst auf das "überraschend schwache" Wachstum von 1,3 Prozent der Kaffee- und Schokodrinks.

    Das Wachstum sei breit abgestützt, kommentiert der US-Broker Jefferies. Als negative Punkte hebt der zuständige Analyst die schleppende Entwicklung beim Wassergeschäft und das gedämpfte Quartal für die Region Asien, Ozeanien und Subsahara-Afrika (AOA) hervor. Die Deutsche Bank hält weiter fest, dass das Wachstum unter Ausschluss der zum Verkauf stehenden Geschäfte Nestlé Skin Health und Herta Charcuterie "nur" 3,2 Prozent betragen habe. Allerdings dürfte dies zugleich den Preis für diese Geschäftsteile nach oben treiben.

    Verkaufsphantasien erwachen zudem beim US-Tiefkühlgeschäft. Dieses kehrte zum Wachstum zurück. Die Deutsche Bank weist denn auch daraufhin, dass Nestlé gemäss früheren Aussagen die Geschäfte erst auf Vordermann bringen wolle, bevor ein Verkauf in Frage komme. Das US-Tiefkühlgeschäft sei möglicherweise auf gutem Weg, herausgeputzt zu werden.

    Auf Basis der vorliegenden Umsatzzahlen rechnen Beobachter nun noch einmal mit höheren Kursen. Dabei wird allerdings auf die Kursentwicklung bei den Genussscheinen von Roche vom Vortag verwiesen. Im Zuge starker Quartalsumsatzzahlen legten die Papiere des Pharmahersteller im frühen Handel zwar kräftig zu, gaben ihre Kursgewinne im Tagesverlauf dann aber wieder ab. Ähnliches könnte auch Nestlé drohen, so heisst es.

    Für die ZKB wird die Wortwahl an der Telefonkonferenz von 14 Uhr entscheidend sein: Werden die Erwartungen gedämpft oder eine weitere Beschleunigung in Aussicht gestellt?

    tt/uh

    Drucken

Keine Schlagzeilen gefunden.
Datenquelle:  SIX Financial Information AG