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DAX 12'165.19 -38.27 -0.31% 17:45:00
ESTX50 EUR P 3'446.03 --- --- 17:50:00

Chart DAX

Top/Flop DAX

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Muenchener Rueckv N +1.30%
E.ON N +0.62%
RWE I +0.58%
Commerzbank I +0.46%
Dt Lufthansa N +0.41%
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Name +/-%
Merck I -1.77%
adidas N -1.19%
ProSiebenSat.1 N -1.19%
HeidelbergCement I -1.05%
Fresenius I -0.99%

Aktuelle News

  • 18:28:41 Aktien Frankfurt Schluss: Unsicherheit um Trump drückt auch auf den Dax

    Aktien Frankfurt Schluss: Unsicherheit um Trump drückt auch auf den Dax

    18.08.2017 | 18:28:41

    FRANKFURT (awp international) - Am deutschen Aktienmarkt ist es einen weiteren Tag leicht abwärts gegangen. Belastet vom Chaos im Weissen Haus und damit dem Bangen um die wirtschaftspolitischen Versprechungen von US-Präsident Donald Trump schloss der Dax am Freitag 0,31 Prozent schwächer bei 12 165,19 Punkten. Von seinem Tagestief am Morgen bei 12 080 Punkten konnte er sich damit aber wieder absetzen und fuhr letztlich noch ein Wochenplus von rund 1,3 Prozent ein. Der Terroranschlag in Barcelona entsetzte zwar allgemein, hatte Händlern zufolge aber kaum Auswirkungen auf die Aktienkurse.

    Der MDax sank um 0,29 Prozent auf 24 827,65 Punkte, und der Technologiewerte-Index TecDax büsste 0,51 Prozent auf 2258,63 Zähler ein. Europaweit sah die Börsenentwicklung ähnlich aus wie im Dax: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,46 Prozent auf 3446,03 Punkte nach, und auch in Paris und London wurden Verluste verzeichnet. In den USA zeigte sich der Wall-Street-Index Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss kaum verändert, die restlichen wichtigen Indizes legten hingegen moderat zu.

    POLITISCHES CHAOS IN DEN USA VERSCHRECKT

    Laut Andreas Lipkow, Marktexperte bei der Comdirect Bank, verschreckt das politische Chaos im Weissen Haus mittlerweile auch diejenigen Investoren, die zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit Trumps geglaubt hatten. Sorgen schürt inzwischen vor allem, dass sich einflussreiche Personen aus Wirtschaft und Politik vermehrt von Trump distanzieren.

    STADA SPRINGEN AUF REKORDHOCH

    Auf Unternehmensseite stand vor allem die Stada-Aktie in den Schlagzeilen. Nachdem die Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven im zweiten Anlauf glückte, schoss der Aktienkurs des Generikaunternehmens zeitweise auf den Rekordwert von 73,45 Euro in die Höhe. Auch beim Schlussstand von 13,18 Prozent auf 72,55 Euro lagen die Papiere noch deutlich über dem Übernahmepreis von 66,25 Euro. Laut Händlern waren Eindeckungen von Leerverkäufen die Ursache für den fulminanten Kursanstieg. Dabei mussten wohl Spekulanten zugreifen, die auf ein Scheitern gehofft und mit geliehenen Aktien auf fallende Kurse gesetzt hatten.

    Aktien wie HeidelbergCement oder auch Bilfinger aus dem Bausektor wurden abgestossen, nachdem sie im Zuge der Euphorie rund um die Infrastrukturpläne des US-Präsidenten noch zu den Börsenlieblingen gezählt hatten. Beide verloren etwas mehr als 1 Prozent. Trump hat nun offenbar auch seine Pläne zur Gründung eines Infrastruktur-Rates mit Konzernchefs aus der Privatwirtschaft aufgegeben, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am späten Donnerstag von einer informierten Person erfuhr.

    LUFTHANSA UND AIR BERLIN VERHANDELN

    Die Lufthansa-Aktien legten gegen den Markttrend um 0,39 Prozent zu, und für die Aktien der Air Berlin ging es wieder um knapp 3 Prozent nach oben, nachdem sie infolge ihres Insolvenzantrags am Dienstag allerdings um fast 50 Prozent eingebrochen waren. Laut Insidern haben mittlerweile bereits konkrete Verhandlungen über die Aufteilung der zweitgrössten deutschen Fluggesellschaft begonnen. Nach dpa-Informationen wurden in Berlin Gespräche zwischen Air Berlin und der Lufthansa aufgenommen, die sich sich einen grossen Teil der Flugzeuge sichern will.

    Unter den Kleinwerten im SDax begaben sich VTG mit 3,86 Prozent auf Talfahrt, nachdem der Waggonvermieter und Logistikdienstleister mit seiner angepassten Gewinnprognose enttäuscht hatte. Die Bertrandt-Aktien verloren nach einer Analystenstudie über eingetrübte Aussichten des Ingenieurdienstleisters am Index-Ende 7,78 Prozent an Wert.

    EURO ÜBER 1,17 DOLLAR

    Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 141,53 Punkte. Der Bund-Future gab am frühen Abend um 0,13 Prozent auf 164,11 Punkte nach. Für den Euro wurden 1,1744 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1740 (Donnerstag: 1,1697) Dollar festgesetzt./ck/stw

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  • 15:00:09 Aktien Frankfurt: Dax wegen Trump-Sorgen und Terrorakt im Rückwärtsgang

    Aktien Frankfurt: Dax wegen Trump-Sorgen und Terrorakt im Rückwärtsgang

    18.08.2017 | 15:00:09

    FRANKFURT (awp international) - Am deutschen Aktienmarkt bleiben die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Belastet von der Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona und dem Bangen um die wirtschaftspolitischen Versprechungen von US-Präsident Donald Trump setzte der Dax seine am Vortag begonnene Talfahrt fort. Vom früh erreichten Tagestief bei 12 080 Punkten konnte sich der Leitindex aber zumindest erholen. Zuletzt stand er noch 0,32 Prozent tiefer bei 12 164,56 Punkten.

    Laut dem Marktexperten Andreas Lipkow von der Comdirect Bank verschreckt das politische Chaos im Weissen Haus mittlerweile auch jene Investoren, die bis zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten glaubten. Sorgen schürt dabei, dass sich Einflusspersonen aus Wirtschaft und Politik vermehrt von dem US-Präsidenten distanzieren. An den US-Börsen hatte der Leitindex Dow Jones Industrial daraufhin am Vorabend den grössten Tagesverlust seit drei Monaten erlitten.

    WOCHENGEWINN IN SICHT

    Die dreitägige Erholungsrally, die den Dax am Mittwoch noch zeitweise knapp über die Marke von 12 300 Punkte gehievt hatte, liegt mit dem nun zweiten Verlusttag vorerst wieder bei den Akten. Dank der Kursgewinne zu Wochenbeginn steuert der Leitindex im Wochenverlauf aber immerhin auf einen Aufschlag von rund 1,2 Prozent zu.

    Mit dem Dax ging es am Freitag auch für seine Indexkollegen abwärts. Der MDax der mittelgrossen deutschen Werte sank um 0,33 Prozent auf 24 818,24 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax büsste sogar 0,54 Prozent auf 2257,99 Zähler ein. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel ausserdem um 0,70 Prozent.

    SHORT-SQUEEZE BEI STADA

    Auf Unternehmensseite machte vor allem die Stada-Aktie Schlagzeilen. Nachdem die Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven im zweiten Anlauf geglückt ist, schossen die Aktien um 13 Prozent nach oben. In der Spitze erreichten sie einen Rekord von 73,45 Euro, was deutlich über dem Angebotspreis von 66,25 Euro liegt. Laut Händlern kam es zur Eindeckung von Leerverkäufen, im Fachjargon "Short-Squeeze" genannt. Dabei mussten wohl Spekulanten zugreifen, die auf ein Scheitern gehofft und mit geliehenen Aktien auf fallende Kurse gesetzt hatten.

    Die Themen Trump und Terror wirkten sich nicht nur am Gesamtmarkt, sondern auch in einigen Branchen negativ aus. Aktien aus dem Bausektor wurden etwa abgestossen, nachdem sie in der Euphorie wegen Trump noch zu den Börsenlieblingen zählten. Begründet wurde dies mit Zweifeln an den versprochenen Infrastrukturprojekten. Im Dax fielen HeidelbergCement um nahezu 1 Prozent. Schlusslicht waren dort aber Adidas mit minus 1,2 Prozent. Verwiesen wurde hier auf schwache Zahlen des US-Sportartikelhändlers Foot Locker.

    LUFTHANSA GEGEN DEN BRANCHENTREND IM PLUS

    Der Terroranschlag in Barcelona wiederum hinterliess in der Reise- und Freizeitbranche seine Spuren. Deren Teilindex Stoxx 600 Travel & Leisure büsste als Schlusslicht in der europäischen Branchentabelle rund 1,2 Prozent ein. Lufthansa-Aktien konnten sich dem aber entziehen und stiegen im Dax um gut 1 Prozent. Bei der Fluggesellschaft dreht sich weiterhin alles um eine Teilübernahme des insolventen Billigfliegers Air Berlin . Ab Freitagnachmittag sollen konkrete Verhandlungen geführt werden.

    Unter den Kleinwerten im SDax begaben sich VTG mit fast 5,5 Prozent auf Talfahrt, nachdem der Waggonvermieter und Logistikdienstleister mit seiner angepassten Gewinnprognose enttäuschte. Bertrandt-Aktien sanken dort um 4,5 Prozent. Am Markt wurde dies mit einer gestrichenen Kaufempfehlung von Warburg Research begründet.

    EURO STEHT ÜBER 1,17 DOLLAR

    Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,20 Prozent am Vortag auf 0,17 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 141,53 Punkte. Der Bund-Future stand zuletzt fast unverändert bei 164,28 Punkten. Für den Euro wurden 1,1740 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag auf 1,1697 Dollar festgesetzt./tih/fbr

    --- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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  • 12:07:23 Aktien Frankfurt: Dax wegen Trump-Sorgen und Terrorakt im Rückwärtsgang

    Aktien Frankfurt: Dax wegen Trump-Sorgen und Terrorakt im Rückwärtsgang

    18.08.2017 | 12:07:23

    FRANKFURT (awp international) - Am deutschen Aktienmarkt sind die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Der Dax knüpfte zu Wochenschluss an seine Verluste vom Donnerstag an und fiel gegen Mittag um 0,63 Prozent auf 12 126,47 Punkte. Neben der Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona wirkte sich dabei auch das Bangen um die wirtschaftspolitischen Versprechungen von US-Präsident Donald Trump belastend aus.

    Laut dem Marktexperten Andreas Lipkow von der Comdirect-Bank verschreckt das politische Chaos im Weissen Haus mittlerweile auch jene Investoren, die bis zuletzt noch an die Handlungsfähigkeit des US-Präsidenten glaubten. Sorgen schürt dabei, dass sich immer mehr hochrangige Wirtschaftsentscheider von dem US-Präsidenten distanzieren. An den US-Börsen hatte der Leitindex Dow Jones Industrial daraufhin am Vorabend den grössten Tagesverlust seit drei Monaten erlitten.

    WOCHENGEWINN IN SICHT

    Die dreitägige Erholungsrally, die den Dax am Mittwoch noch an die 12 300 Punkte herangeführt hatte, liegt mit dem nun zweiten Verlusttag vorerst wieder bei den Akten. Dank der Kursgewinne zu Wochenbeginn steuert der Leitindex im Wochenverlauf aber immer noch auf einen Aufschlag von fast 1 Prozent zu.

    Mit dem Dax begaben sich am Freitag auch seine Indexkollegen auf Talfahrt. Für den MDax der mittelgrossen deutschen Werte ging es um 0,61 Prozent auf 24 747,77 Punkte bergab, und der Technologiewerte-Index TecDax büsste sogar 0,96 Prozent auf 2248,48 Zähler ein. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um rund 1 Prozent nach.

    REISEBRANCHE LEIDET UNTER TERRORANGST

    Unternehmensmeldungen blieben am Freitag rar. Der Terroranschlag hinterliess europaweit vor allem in der Reise- und Freizeitbranche seine Spuren - unter anderem bei Fluggesellschaften, sodass die Lufthansa-Aktien im Dax um 0,85 Prozent nachgaben. "Barcelona ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas", sagte ein Händler. Mit Anschlägen in stark besuchten Touristenzentren versuchten die Attentäter gezielt, für Schrecken zu sorgen.

    Nach unten ging es ausserdem im europaweiten Finanzsektor. Die Aktie der Deutschen Bank zum Beispiel fiel um fast 1 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass der Sektor in einem unsicheren Marktumfeld besonders leide. Auch sorge man sich vermehrt um das Versprechen von Trump, in den USA für gelockerte Finanzmarktregeln zu sorgen.

    Stada KLETTERN IM MDAX

    Ansonsten zog die Stada-Aktie wegen des Übernahmeangebots der Finanzinvestoren Bain und Cinven weiter die Aufmerksamkeit auf sich. Eine Kreise-Meldung, wonach Grossaktionär Paul Singer vor dem Fristablauf seine Zustimmung signalisiert haben soll, trieb die Aktien an der Max-Spitze um mehr als 5 Prozent nach oben. Sie kletterten mit 67,50 Euro sogar über den Angebotspreis von 66,25 Euro. Laut Händlern bekommen Spekulanten, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hatten, mittlerweile kalte Füsse. Sie müssten sich nun eindecken, hiess es.

    Am MDax-Ende dagegen lagen die Bilfinger -Aktien mit Abgaben von fast 2 Prozent. Ein Händler verwies angesichts der Abwärtstendenz darauf, dass die Aktie einer der Börsenlieblinge in der Trump-Rally gewesen sei. Neuerdings litten sie daher nun unter den Zweifeln an den vom US-Präsidenten versprochenen milliardenschweren Infrastrukturprojekten. Ähnlich begründeten Börsianer auch Abgaben im Stahlsektor: Thyssenkrupp waren daraufhin mit Abgaben von 1,72 Prozent der zuletzt schwächste Dax-Wert.

    VTG UND BERTRANDT UNTER DRUCK

    Unter den Kleinwerten im SDax begaben sich VTG mit fast 5 Prozent auf Talfahrt, nachdem der Waggonvermieter und Logistikdienstleister mit seiner angepassten Gewinnprognose enttäuschte. Auch Bertrandt-Aktien sanken dort um etwas mehr als 4 Prozent. Am Markt wurde dies mit einer gestrichenen Kaufempfehlung von Warburg Research begründet./tih/fbr

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  • 10:00:18 Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax im Rückwärtsgang

    Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax im Rückwärtsgang

    18.08.2017 | 10:00:18

    FRANKFURT (awp international) - Am deutschen Aktienmarkt sind die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Der Dax knüpfte zu Wochenschluss an seine Verluste vom Donnerstag an und fiel gegen Ende der ersten Handelsstunde um 0,71 Prozent auf 12 116,73 Punkte. Neben der Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona wirkte sich dabei auch die Unsicherheit um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump belastend aus.

    Die dreitägige Erholungsrally, die den Leitindex bis Mittwoch noch an die 12 300 Punkte herangeführt hatte, liegt damit vorerst wieder bei den Akten. Die negative Richtung wird von der Wall Street vorgegeben, wo der Leitindex Dow Jones Industrial am Vorabend den grössten Tagesverlust seit drei Monaten erlitten hat. "Das Vertrauen scheint allmählich zu schwinden", schrieb der Analyst Michael Hewson von CMC Markets mit Blick auf die Politik von Trump. Investoren stellten sich die Frage, ob er überhaupt noch etwas von dem erreicht, was er einst angekündigt hatte.

    Auch die Indexkollegen des Dax waren auf Talfahrt. Für den MDax der mittelgrossen deutschen Werte ging es um 0,59 Prozent auf 24 753,71 Punkte bergab, und der Technologiewerte-Index TecDax büsste 0,97 Prozent auf 2248,15 Zähler ein. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um nahezu 1 Prozent nach.

    REISEBRANCHE LEIDET UNTER TERRORANGST

    Unternehmensmeldungen blieben am Freitag rar. Im Dax kamen die Lufthansa-Aktien deutlich mit 1,72 Prozent unter Druck. Der Terroranschlag hinterliess europaweit in der Reise- und Freizeitbranche seine Spuren. "Barcelona ist eines der beliebtesten Reiseziele Europas. Der Anschlag erinnert fatal an den in Nizza vor einem Jahr", sagte ein Händler. Mit Anschlägen in stark besuchten Touristenzentren versuchten die Attentäter gezielt, für Schrecken zu sorgen.

    Deutlich nach unten ging es europaweit ausserdem im Finanzsektor, der am Vortag schon zur Schwäche geneigt hatte. Die Aktie der Deutschen Bank fiel um weitere 1,63 Prozent und jene der Commerzbank um 0,75 Prozent. Händler verwiesen darauf, dass der Sektor in einem unsicheren Marktumfeld besonders leide. Auch sorge man sich vermehrt um das Versprechen von Trump, in den USA für gelockerte Finanzmarktregeln zu sorgen.

    STADA KLETTERN IM MDAX

    Ansonsten zog die Stada-Aktie wegen des Übernahmeangebots der Finanzinvestoren Bain und Cinven weiter die Aufmerksamkeit auf sich. Eine Kreise-Meldung, wonach Grossaktionär Paul Singer vor dem Fristablauf seine Zustimmung signalisiert haben soll, trieb die Aktien an der Max-Spitze um 1,84 Prozent nach oben. Noch bleibt aber unklar, ob der zweite Anlauf von Erfolg gekrönt ist.

    Ansonsten gab es im MDax noch eine Analystenstimme, die sich kursbewegend auswirkte. Die Aktien des Versicherungskonzerns Talanx stiegen nach einem optimistischen Kommentar von JPMorgan gegen den schwachen Markt um ein halbes Prozent.

    VTG UND BERTRANDT UNTER DRUCK

    Unter den Kleinwerten im SDax begaben sich VTG mit 3,25 Prozent auf Talfahrt, nachdem der Waggonvermieter und Logistikdienstleister mit seiner angepassten Gewinnprognose enttäuschte. Bertrandt-Aktien sanken dort sogar um runde 4 Prozent, was am Markt mit einer gestrichenen Kaufempfehlung von Warburg Research begründet wurde./tih

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  • 08:21:58 Aktien Frankfurt Ausblick: Rückschlag erwartet nach schwacher Wall Street

    Aktien Frankfurt Ausblick: Rückschlag erwartet nach schwacher Wall Street

    18.08.2017 | 08:21:58

    FRANKFURT (awp international) - Am deutschen Aktienmarkt sind die Blicke am Freitag nach unten gerichtet. Die Unsicherheit um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump und die Terrorangst nach dem Anschlag in Barcelona dürften zu Wochenschluss die Kurse belasten. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Dax fiel eine Dreiviertelstunde vor dem Börsenstart um ein halbes Prozent auf 12 145 Punkte. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird tiefer erwartet.

    Damit dürfte die Erholungsrally, die den Leitindex am Mittwoch noch bis auf 12 300 Punkte geführt hatte, vorerst wieder bei den Akten liegen. Nach einer schwachen, vom Nordkorea-Konflikt geprägten Vorwoche droht die dreitägige Erholungsrally vom Wochenauftakt ein Strohfeuer gewesen zu sein. Die negative Richtung wird von der Wall Street vorgegeben, wo der Leitindex Dow Jones Industrial am Vorabend den grössten Tagesverlust seit drei Monaten erlitten hat.

    "Das Vertrauen scheint allmählich zu schwinden", schrieb der Analyst Michael Hewson von CMC Markets mit Blick auf die Politik von Donald Trump, die "zur Parodie" werde. Immer mehr hochrangige Manager distanzieren sich von dem US-Präsidenten. Investoren stellten sich laut Hewson die Frage, ob Trump überhaupt noch etwas von dem erreicht, was er einst angekündigt hatte. Die Helaba erinnerte ausserdem an die Gefahr, dass "Säbelrasseln" zwischen Nordkorea und den USA jederzeit wieder als Belastung hinzukommen könnte.

    Angesichts dessen könnten Konjunkturdaten aus den USA am Freitag im Hintergrund bleiben. Veröffentlicht wird am Nachmittag eine Umfrage der Uni Michigan zum Verbrauchervertrauen im August. Für etwaige Kursausschläge könnte derweil auch der Verfall von Aktienindex-Optionen sorgen.

    Unternehmensmeldungen blieben auch am Freitag rar. So war es weiterhin die Stada-Aktie , die nach dem abgelaufenen Übernahmeangebot der Finanzinvestoren Bain und Cinven die Aufmerksamkeit auf sich zog. Sie legte auf der Handelsplattform Tradegate 1,40 Prozent zu, was sie in Richtung der Offerte von 66,25 Euro trieb. Verwiesen wurde darauf, dass Investor Paul Singer Kreisen zufolge vor dem Ablauf der Frist seine Zustimmung signalisiert hat. Noch ist unklar, ob der zweite Anlauf von Erfolg gekrönt ist.

    Ansonsten gab es noch eine Analystenstimme, die sich kursbewegend auswirkte. Die Aktien des Versicherungskonzerns Talanx rückten nach einem optimistischen Kommentar von JPMorgan vorbörslich gegen den Markt um 1,79 Prozent vor. Sie nahmen so wieder Kurs auf ihr Rekordhoch, das sie am Dienstag bei 36,32 Euro erreicht hatten./tih/fbr

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  • 07:39:04 Morning Briefing - International Teil 1

    Morning Briefing - International Teil 1

    18.08.2017 | 07:39:04

    FRANKFURT (awp international)

    ---------- AKTIEN

    ----------

    DEUTSCHLAND: - ABWÄRTS - Die Unsicherheit um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump und die Terrorängste nach dem Anschlag in Barcelona dürften die Kurse am deutschen Aktienmarkt auch am Freitag belasten. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,62 Prozent niedriger auf 12 128 Punkte. An der Wall Street hatten die Kurse nach dem Börsenschluss in Europa ihre Abgaben noch ausgeweitet. Der Dow Jones Index musste den grössten Tagesverlust seit drei Monaten hinnehmen.

    USA: - ABWÄRTS - Befürchtungen um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie neu entfachte Terrorängste nach dem Anschlag in Barcelona haben die Anleger an der Wall Street am Donnerstag in die Flucht getrieben. Der Dow Jones Industrial sank stetig über den gesamten Handelsverlauf und schloss 1,24 Prozent tiefer bei 21 750,73 Punkten auf seinem Tagestief. Dies war zudem der niedrigste Stand seit rund drei Wochen und der höchste Tagesverlust seit dem 17. Mai 2017.

    ASIEN: - ABWÄRTS - Die Verunsicherung der Märkte nach dem Terroranschlag von Barcelona und die Sorgen um Handlungsfähigkeit von US-Präsident Donald Trump hat sich auf die Börsen in Asien ausgeweitet. Fast an allen Handelsplätzen lagen die Kurse am Freitag im Minus. "Der Angriff in Spanien und die wachsenden Zweifel, ob Trump in der Lage sein wird, seine Wirtschaftspolitik durchzusetzen, gehören zu einer Reihe unglücklicher Ereignisse, die die Investoren zurückhalten und lieber ihre Gewinne einstreichen lassen", sagte Jonathan Ravelas, Marktstratege der BDO Unibank am Morgen. In Japan litt der Nikkei zudem unter einem stärkeren Yen, der als sicherer Hafen wieder gefragt war. Der japanische Leitindex lag 1,36 Prozent im Minus. Noch vergleichsweise verhalten tendierte der chinesische CSI 300, in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, nur leicht im roten Bereich. Einige Marktteilnehmer meinen allerdings, dass die weltweiten Verkäufe nur von temporärer Natur sind. Weder der Anschlag in Spanien noch der politische Trubel in Washington löse einen nachhaltigen Trend aus, sagte etwa Naoki Fujiwara, Fondsmanager bei Shinkin Asset Management.

    DAX               12.203,46     -0,49%
    XDAX             12.117,50     -0,99%
    EuroSTOXX 50  3.461,97  -0,65%
    Stoxx50          3.063,14  -0,59%
    DJIA              21.750,73    -1,24%
    S&P 500          2.430,01  -1,54%
    NASDAQ 100    5.796,32  -2,05%
    Nikkei 225         19.448,30       -1,29% (6:59 Uhr)
    

    ---------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

    ----------

    RENTEN: - AUFWÄRTS - Konjunkturdaten dürften am Freitag nur eine untergeordnete Rolle spielen, meint Dirk Gojny, Experte der National-Bank. Der Anschlag in Barcelona vom Vorabend und das andauernde Regierungschaos in den Vereinigten Staaten dürften vielmehr die beherrschenden Themen des Tages werden. Dies spreche für eine Nachfrage nach sicheren Anlagen, also vor allem US-Treasuries und Bunds. Gojny rechnet deshalb für den Bund-Future mit Zugewinnen zum Handelsstart und einer Handelsspanne zwischen 163,60 und 164,80.

    Bund-Future Schlusskurs  164,32  0,21%
    Bund-Future Settlement  163,95  0,23%
    

    DEVISEN: - STABIL - Der Euro hat sich am Freitagmorgen weiter über der Marke von 1,17 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1737 US-Dollar und damit nur etwas weniger als im US-Handel des Vortages. Am Donnerstag hatte der Euro nach anfänglich Verlusten im Tagesverlauf wieder Boden gut machen können. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1697 (Mittwoch: 1,1710) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8549 (0,8540) Euro gekostet.

    (Alle Kurse 7:15 Uhr)
    Euro/USD         1,1737  0,12%
    USD/Yen             109,31  -0,25%
    Euro/Yen         128,30  -0,12%
    

    ROHÖL - LEICHT ABWÄRTS - Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel geringfügig nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 50,96 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um sechs Cent auf 47,03 Dollar.

    ---------- UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

    ----------

    - BERENBERG SENKT ZIEL FÜR DÜRR AUF 121 (123) EUR - 'BUY' - BERENBERG SENKT ZIEL FÜR MERCK KGAA AUF 109 (110) EUR - 'HOLD' - GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR WIRECARD AUF 84 (82) EUR - 'CONVICTION BUY LIST' - JEFFERIES SENKT ADO PROPERTIES AUF 'HOLD' (BUY) - ZIEL 42 (39) EUR - JPMORGAN HEBT TALANX AUF 'OVERWEIGHT' (NEUTRAL) - ZIEL 39,80 (35) EUR

    - BERENBERG HEBT ZIEL FÜR NOVO NORDISK AUF 295 (275) DKK - 'HOLD' - GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR VESTAS AUF 720 (740) DKK - 'BUY' - RBC CAPITAL SENKT ZIEL FÜR AIR FRANCE-KLM AUF 16 (20) EUR - S&P GLOBAL SENKT ZIEL FÜR VESTAS AUF 630 (650) DKK - 'HOLD'

    ---------- PRESSESCHAU

    ----------

    TOP-THEMA - Luftfahrt-Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will für Air Berlin bieten, Capital (Meldung dazu lief um 19.05 Uhr) - Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt: Verkauf von Air Berlin könnte in Brüssel landen, Interview, FAZ, S. 19

    bis 7.00 Uhr - FDP will keine Politiker mehr im Aufsichtsrat von VW sehen, FAZ, S. 17 - Rosneft-Debatte: Vorsitzender der NRW-SPD, Michael Groschek, stellt sich hinter Schröder, Interview, Neue Westfälische - Uber will mehr Stabilität in seine Aktionärsstruktur bringen, FT, S. 1 - Autoindustrie: Diesel-Gipfel bringt 12 bis 14 Prozent Abgas-Minderung, Interview mit dem Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, HB, S. 14 - Die Volkswagen-Tochter Audi wird nach Einschätzung der Salzburger Festspiele weiter Hauptsponsor des Kulturfestivals bleiben, Interview mit der Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, HB, S. 22 - Lufthansa Cargo auf Kurs, Interview mit Frachtchef Peter Gerber, BöZ, S. 13

    bis 22.45 Uhr - "Es gibt keine unschuldigen Entscheidungen", Gespräch mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über den Hoffnungsträger Emmanuel Macron, den unberechenbaren Donald Trump und das erste Telefonat des Finanzministers mit Angela Merkel nach dem Urlaub, HB, S. 6-9 - "Wir haben nicht so viel Einfluss, wie die Leute sagen", Interview mit Chef der Ratingagentur Fitch Paul Taylor über Lehren aus der Finanzkrise, die Vorzüge der Regulierung und die Unart des "Rating-Shoppings", HB, S. 27 - Kartellamt kämpft für die Innenstädte - Amt will schärfer gegen exklusive Vertriebskooperationen zwischen Markenartikel-Herstellern und grossen Internetplattformen vorgehen, Interview mit Kartellamtspräsident Andreas Mundt, FAZ, S. 19 - ARD und ZDF holen sich Abfuhr vom Kartellamt - Das Bundeskartellamt wendet sich gegen Forderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nach Ausnahmen vom Wettbewerbsrecht, Interview mit Kartellamtspräsident Andreas Mundt, FAZ, S. 19 - Generalbevollmächtigter von Air Berlin: Ryanair-Kritik ist hanebüchen, Frank Kebekus, vom Amtsgericht bestellter Generalbevollmächtigter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin, Interview im Handelsblatt, S. 19 - Generalbevollmächtigter sieht gute Chancen für Arbeitsplätze bei Air Berlin, HB, S. 19 - Millionenstrafe für früheren Imtech-Deutschland-Chef Klaus Betz, HB, S. 20 - Früherer Audi-Manager bleibt im Gefängnis / Schwere Vorwürfe der Verteidiger gegen Staatsanwaltschaft München II, SZ, S. 19 - Rentenversicherung wird immer mehr von Kosten für Alkoholkranke belastet, Bild-online - 13,6 Millionen Kassenversicherte zahlen Krankenversicherungsbeiträge über dem Beitragsdurchschnitt, Bild, S. 1 - Krankenkasse fordert schärfere Auflagen gegen Lieferengpässe bei Medikamenten / Barmer-Verwaltungsrat: Bisherige Bestrebungen wirkungslos, Funke Mediengruppe - Niedersächsischer Sparkassenpräsident kritisiert EU-Kommission wegen Bankenregulierung, Thomas Mang im Interview mit der BöZ, S. 1 und 4

    (WDH: Diese Meldung wurde bereits am Vorabend erstmals publiziert und ist als Service wiederholt worden.)

    ----------

    ---------- TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

    ----------

    TERMINE MIT ZEITANGABE
    08:00 D:   Erzeugerpreise 07/17
    10:00 EU:  Leistungsbilanz 06/17
    16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/17 (1. Umfrage)
    16:15 USA: Fed-Chef von Dallas, Kaplan, hält eine Rede in Dallas
    TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE
          D:   Air Berlin Q2-Zahlen (unter Vorbehalt)
          LU:  Grand City Properties Halbjahreszahlen
          USA: Foot Locker Q2-Zahlen
          EU:  Fitch Ratingergebnis Griechenland,
          EU:  Moody's Ratingergebnis Rumänien
    SONSTIGE TERMINE
    11:00 D:   Pk Friedrich-Ebert-Stiftung zur Vorstellung der Studie "60 Prozent
               der EU-Bürger wollen mehr Europa" "Trotz Brexit, Trump und Krisen:
               60 Prozent der EU-Bürger wollen mehr Zusammenarbeit in Europa - in
               Deutschland sind es sogar 80 Prozent" des
               Meinungsforschungsinstituts policy matters im Auftrag der
               Ebert-Stiftung, Berlin
    16:00 D:   Anlagenbauer Schuler eröffnet "Innovation Tower", neues Ingenieurs-
               und Technologie-Zentrum am Hauptsitz Göppingen
          USA: US-Präsident Donald Trump berät mit Sicherheitsleuten sowie Militärs
               über Afghanistan
               Möglicherweise wird bei dem Treffen im Präsidentensitz Camp David
               eine neue Afghanistan-Strategie der USA verkündet.
    

    KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE UND DIE USA

                                                   Prognose        Vorwert
    EUROZONE
    08:00 Uhr
    Deutschland
    Erzeugerpreise
    Juli
    Monatsvergleich                                 0,0              0,0
    Jahresvergleich                                 +2,2            +2,4
    10:00 Uhr
    Eurozone
    Leistungsbilanz
    Juni (Mrd Euro)
    Saisonbereinigt                                 ---              30,1
    Unbereinigt                                     ---              18,3
    USA
    16.00 Uhr
    Verbraucherstimmung Uni Michigan, Aug
    (in Pkt)                                          94,0            93,4
    

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  • 17.08.2017 Aktien Frankfurt Schluss: Kleiner Rückschlag nach Dax-Erholungsrally

    Aktien Frankfurt Schluss: Kleiner Rückschlag nach Dax-Erholungsrally

    17.08.2017 | 18:15:37

    FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat nach seiner jüngsten Erholungsrally am Donnerstag moderat nachgegeben. Nach einer bis zum Vortag sehr positiv verlaufenen Handelswoche, die dem Leitindex ein Plus von mehr als 2 Prozent beschert hatte, sank er um 0,49 Prozent auf 12'203,46 Punkte. Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) zum starken Euro wirkten sich am Nachmittag nur kurzzeitig stützend aus, dann ging es im Schlepptau schwächelnder US-Börsen wieder deutlicher bergab.

    MDax und TecDax hielten sich etwas besser: Der Index der mittelgrossen Werte verlor am Donnerstag 0,26 Prozent auf 24'899,78 Punkte, der Technologiewerte-Index stieg um 0,12 Prozent auf 2'270,22 Zähler. Europaweit und in den USA sah es ähnlich aus wie im Dax: Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büsste 0,65 Prozent auf 3461,97 Punkte ein, und auch in Paris und London wurden Verluste verbucht. An der Wall Street gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,56 Prozent nach, die Nasdaq-Indizes gaben noch etwas deutlicher nach.

    NOTENBANK-PROTOKOLLE UND TRUMP IM BLICK

    Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit an den Finanzmärkten standen dieses Mal die Notenbanken. Der Euro fiel zeitweise unter die Marke von 1,17 US-Dollar, nachdem sich Mitglieder des EZB-Rats laut Protokoll ihrer jüngsten Sitzung besorgt zum Anstieg der Gemeinschaftswährung geäussert hatten. Die Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag dann auf 1,1697 (Mittwoch: 1,1710) Dollar festgesetzt. Am frühen Abend kostete der Euro 1,1738 Dollar. Auch von den Kollegen der US-Notenbank Fed hatte es am Vorabend ein solches Protokoll gegeben. Der künftige Zinspfad blieb darin tendenziell im Unklaren.

    Bremsend wirkten auch innenpolitische Sorgen in den USA. Wegen eines angespannten Verhältnisses mit Wirtschaftsvertretern droht Präsident Donald Trump weiter an Rückenhalt zu verlieren. An diesem Tag gab zeitweise sogar Gerüchte, dass der ehemalige Goldman-Sachs-Manager Gary Cohn von seinem Amt als Direktor des National Economic Councils der USA zurücktrete. Ein Berichterstatter der Axios Media Gruppe, zu der unter anderem die Nachrichtensender CNN und CNBC gehören, twitterte allerdings kurz darauf, dass dieses Gerücht "zu 100 Prozent falsch" sei.

    "Trump isoliert sich zunehmend, und an eine Umsetzung seines Wirtschaftsplans glaubt kaum noch jemand", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vonm Broker AxiTrader.

    RWE ERNEUT AN DAX-SPITZE - BANKEN AM ENDE

    Auf Unternehmensseite blieb die Nachrichtenlage dünn. In Dax und TecDax waren die Favoriten dieselben wie am Vortag: RWE stiegen im Leitindex um rund 1 Prozent und überboten ihren höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Im TecDax befanden sich ausserdem Evotec mit einem Kursaufschlag von knapp 3 Prozent weiter auf Höhenflug. Bei knapp unter 15,60 Euro erreichten sie ihren höchsten Stand seit 16 Jahren. Am Markt wurde der bereits abgeschlossene Zukauf des US-Unternehmens Aptuit mit Wohlwollen aufgenommen - laut dem Wirkstoff-Forscher soll er sich schon ab dem laufenden Quartal positiv auswirken.

    Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank litten hingegen mit jeweils einem Minus von um die 3 Prozent darunter, dass die lange Zeit hoch gesteckten Erwartungen an das US-Zinsniveau zuletzt moderater geworden sind. Der Sektor hatte seit Mitte 2016 deutlich von gestiegener Fantasie profitiert, weil höhere Zinsen grundsätzlich positiv für das Alltagsgeschäft der Banken sind.

    REKORDE BEI WIRECARD UND SIXT - STADA BLEIBT SPANNEND

    Zum Ausklang der Berichtssaison zogen ansonsten nochmals Wirecard im TecDax und Sixt im SDax Aufmerksamkeit auf sich. Die endgültigen Zahlenwerke überzeugten. Beide erreichten neue Rekordstände. Im MDax dagegen ist die Zukunft von Stada weiter offen. Auch im zweiten Anlauf droht dem Übernahmevorhaben der Finanzinvestoren Bain und Cinven eine Schlappe. Ob die erforderliche Annahmequote von 63 Prozent erfüllt wurde, soll erst Ende dieser Woche mitgeteilt werden. Die Stada-Papiere büssten 0,62 Prozent auf 64,10 Euro ein. Die Offerte lag bei 66,25 Euro.

    Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,22 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 141,31 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,02 Prozent auf 163,94 Punkte nach.

    ck/men

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Datenquelle:  SIX Financial Information AG